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Im Grünen C

Immer, wenn die Frau zum Saturn will, enden wir vor- oder nachher im Grünen C. Nicht, dass ich da nicht schon einen ganzen Haufen Fotos von hätte, aber ich habe dann mal die Kamera vom Flohmarkt, die ich hier bisher nur am Rande erwähnt habe, mal mit einem Film ausgestattet und sie mit genommen. Deswegen gibt es hier nur ein paar wenige Fotos in Digital.


Und dann zog auch recht schnell in Richtung Bonn ein ziemliches Dreckswetter auf. Da sind wir dann relativ schnell wieder zurück zum Auto, weil wir nicht nass werden wollten. Mal wieder das typische Rheinland-Klima: Schwül und feucht! Bah! Wird immer schlimmer. Da hingen aber auch Gewitter in der Luft! Man konnte schon von einigen Kilometern Entfernung sehen, was da alles eimerartig raus geschüttet kam. Das haben wir dann auf dem Heimweg auch gemerkt, als es plötzlich so los gepisst hat, dass ich selbst auf höchster Wischerstufe die Straße nicht mehr sehen konnte - was allerdings auch dran lag, dass diese sich in eine durchgehende Wasserlandschaft verwandelt hatte. So 5 cm standen da bestimmt drauf, in den Spurrillen sicher noch mehr. Bin mit 30 über die Landstraße gezuckelt, weil ich den neuen Reifen ja zwar tatsächlich mehr zutraue als den alten, aber so viel dann doch wieder nicht!


Ansonsten, um HUMA dieses Mal nur zwei Bilder gemacht, es bot sich nicht mehr an. Da schien dann auch wieder die Sonne zwischendurch. Es ist sehr wechselhaft, eine Mischung aus April und August, irgendwie: Die Sprunghaftigkeit des Frühlings gepaart mit dem gewittrigen Schwitzwetter des Spätsommers. Gar nicht so geil, wenn die Lüftung im Auto ausgefallen ist: Alles bechlägt und dann muss man die Fenster runter machen und es wird nass!


Naja, egal. Hauptsache ich habe ein paar Bilder für heute. Nur wäre ich gerne noch ein bisschen mehr gelaufen. In der Mall geht das ja auch ganz gut, wenn es draußen regnet, aber es ist irgendwie nicht das Gleiche. ;-)

Mit dem Rad nach Uckerath

Bewegung tut gut - angeblich -, also aufs Rad und ein bisschen um die Ecken fahren. Dabei mit den alten, glattgeschliffenen Schuhen von der rechten Pedale abrutschen, während man links ganz feste tritt und somit den vollen Doppelwumms gegen das Schinbein bekommen, wenn die rechte Pedale wie Schmitz[1] Katze hochgeballert kommt und sich zwei dicke, langsam blau färbende Beulen hinterlässt. Dann der lieblichen Melodie lauschen, wenn die Englein einem vor dem inneren Auge erscheinen und zugleich die Tränen in den nicht-virtuellen Augen unterdrücken! Hach, was ein Spaß! Vor allem, wenn das passiert, wenn man so ca. 10 Kilometer von zu Hause weg ist und einfach durch den Schmerz durch radeln muss...

Wie auch immer: Schmitz Katz' saß unterm Apfelbaum und jagte Mäuschen, bis sie das Schlack-Schlack-Schlack der Kamera hörte und mich dann nur noch angeguckt hat. Da hängen übrigens die ersten Äpfel, die schon langsam rot werden. Also, am Baum, nicht an der Katze.


Den Waldweg entlang des alten Bahndamms genommen, also Richtung Dahlhausen, wo im Gebüsch büschelweise Digitalis herum steht. Lecker. Also, wenn man Herzpatient ist oder Biene. Ansonsten eher nicht. Lieber die Finger vom Fingerhut lassen. Is besser.

Entlang des Fahrradwegs stehen jetzt alle paar hundert Meter eine neue Holzbank, sehr rudimentär, aber der Wille zählt. (Ich würde so weit gehen zu behaupten, dass das ziemlich genau ein Kilometer zwischen jeder Bank ist.) Jedenfalls eine willkommene Gelegenheit sich hin zu setzen und ein bisschen zu verschnaufen. Ich bin nämlich noch immer nicht so richtig fit, merke ich, besonders, wenn es den Berg hoch geht.


Und ja, es ging recht steil den Berg hoch, nachdem ich mich am alten Trecker mit dem ACHTUNG (Moos?) Schild dazu entschlossen hatte, dem Fahrradweg weiter zu folgen, also rauf in Richtung des Eulenbergs. Das sind bestimmt so 150 Höhenmeter auf einer Strecke von vielleicht einem Kilometer.


Es gilt also wie immer: Wer sein Fahrrad liebt, der schiebt. Denn auch im zweitkleinsten Gang - den kleinsten traue ich mich nicht zu benutzen, weil in letzter Zeit da gerne mal unter Vollast die Kette abspringt, da muss ich auch mal was gegen machen, aber hab ich Zeit? - war das wegen Lungenröcheln nicht zu schaffen. Alles Kaka, ich sags Dir.


Oben auf dem Berg gab es neben einem spannenden Isolator und ein bisschen Seil noch ein Pferd und einen Baum, die sich recht pittoresk in die Landschaft einfügten. Ich mein, der windig-wolkige Himmel passt schon ganz gut und das blöde Pferd hat auch irgendwann mal still gehalten, dass ich es zumindest einigermaßen von der Breitseite drauf gekriegt habe, nachdem ich mich drei mal neu positionieren durfte.

Kurz hinterm Dorf und dem Jesus ist es dann passiert und mir ist die Pedale ans Schienbein geknallt. Jetzt weiß ich auch, wofür es Schienbeinschoner gibt. Das hat so richtig Spaß gemacht. Vor allem, nachdem ich zuvor die Aussicht von einer dieser modernen Liegebänke genießen konnte, die es heutzutage ja scheinbar überall in der Landschaft gibt. Hätte mich am liebsten wieder hin gesetzt und wäre nie wieder aufgestanden, aber das war dann doch ein bisschen sehr windig-kühl hier oben auf dem Bergrücken. Immerhin hat das die beiden Beulen gut gekühlt.


Habe dann nicht den direkten Weg nach Uckerath genommen, weil das nämlich den ganzen Berg wieder runter und auf der anderen Seite wieder hoch fahren zu müssen beinhaltet. Stattdessen einen der diversen feldwege genommen, auf dem es zwar auch recht steil bergab geht, aber auf der anderen Seite zumindest eher gemächlich wieder rauf. Dort in den Ausläufern des Dorfs dieses Fachwerkhaus mit Jesus gefunden, das eine Inschrift von 1701 hat. Das ist nicht nur lange her, sondern auch für jeden Trekkie wie mich ein witziger Fund. Und es gibt also tatsächlich Ecken, an denen ich noch nie war. Schau mal einer an.

In Uckerath habe ich mich dann am Friedhof noch mal ein bisschen auf die Bank gesetzt, zwischen den Bäumen ging weniger Wind. Ich wusste gar nicht, dass die a) so ein großes Feld mit Kriegsgräbern haben und b) so eine pyramidenförmige Trauerhalle/Kapelle. Da fahr ich ja mehr oder weniger ständig dran vorbei, wenn ich vom Lalldi/Lüdl komme. Noch nie wahrgenommen. Das lässt mich fast vermuten, dass es hier oben noch mehr zu entdecken gibt, aber der Berg ist einfach so furchtbar steil, da will man ungern mit dem Rad hoch!


Noch der Kirche einen kurzen Besuch abgestattet und dann aufgrund des Wetters (Regenwolken zogen auf) und des Schienbeins (Beulen beulten blau) beschlossen, den schnellen Weg entlang der B8 heimwärts zu nehmen und dann in Lichtenberg den Berg runter zu pesen und schließlich die Rütsch zu nehmen. Kurz vor Regenschauer bin ich dann auch tatsächlich angekommen. INsgesamt ganz schöne 16km (etwas kurz für meinen Geschmack), wenn da nicht dieses kleine Malheur passiert wäre und ich jetzt nicht weiß, wie ich nachts liegen soll, ohne an die Beulen zu kommen...

[1] Name von der Redaktion geändert.

In den Rheinauen vor dem Trekdinner

Heute war Trekdinner und in den Rheinauen war Rattata, weil nachts die Heißluftballone vorgeglüht wurden. Was liegt also näher, das eine mit dem anderen zu verbinden? (Das Ballonglühen haben wir dann Abends, obwohl wir auf dem Heimweg extra noch mal hier vorbei gefahren sind, verpasst, weil nirgends mehr ein Parkplatz zu bekommen war und wir keinen Bock mehr hatten.)

Geparkt haben wir wie immer auf der anderen Seite des Rheins, was heute gar nicht so einfach war, denn bei der Telekom war auch Rattata! Große Bühne, Leute sangen und ein Einlass mit einer Schlange, die sich gewaschen hatte. Ich habe allerdings nicht nachgeguckt, was da abging, denn ich war mit Parkplatzsuche beschäftigt. Zum Glück fuhr da eine Familie weg, die mit Grillen in den Auen fertig war. Und das im ersten Versuche!


Von der Brücke aus mal wieder die üblichen Bilder gemacht. Ich hatte die Nikon dabei, weil ich gedacht habe, vielleicht kriegt man ja was zu sehen, aber so wirklich richtig viel los war nicht. Das richtig Sehenswerte haben wir halt verpasst. Aber trotzdem, ganz gut, dass ich die hochauflösende D800 mit genommen hatte, da konnte ich nachher die Wasservögel nachträglich noch ein bisschen ran holen, wenn das 200mm nicht gereicht hat. ;-)

Die Disteln da oben sind übrigens unscharf, weil ich mich auf die Blattläuse konzentrieren wollte. Das kommt nicht so richtig rüber, fürchte ich. Deswegen sage ich das jetzt mal dazu, bevor mir einer sagt, dass die unscharf sind. Ich weiß das. ;-)

Auf dem Rummel angekommen, haben wir erst Mal J gesucht, der auch schon da war. Haben uns schließlich am weithin sichtbaren Hüpfburgen-Tiger getroffen. Miau! Ist das die gleiche Hüpfburg, die letztens in Hennef hinterm Lutz rum stand, als da auch die Dinos unterwegs waren? Wahrscheinlich schon.


Insgesamt ein ganzer Haufen an Kinderbespaßung. Und Fressbuden, jede Menge Fressbuden! OK, das wäre sicher billiger gewesen, hier eine Currywurst zu verspeisen, statt nachher mit dem TD noch in das Cafe Especial zu gehen. Da ist das Essen zwar besser, aber mittlerweile auch leider unbezahlbar. Aber die Beschwerden darüber kommen im folgenden Artikel. Jetzt muss ich erst mal diesen Artikel bei einem Drittel trennen, denn die Bilderflut überfordert sonst wieder das Internet! ;-) Also: KLICK! "In den Rheinauen vor dem Trekdinner" vollständig lesen