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Minolta AF 70-210mm 1:4 (32)

Auf dem Flohmarkt am 26.4. in Hennef (Stadt) habe ich nicht nur die F80 mit gebracht, sondern auch noch dieses wunderschön erhaltene Minolta 70-210mm 1:4 (32) abgegriffen, inklusive Neoprenbeutel und dieser wunderschönen (hust) braunen Fototasche. Auch recht günstig, alles zusammen als Bundle für 23€. Da kann man sich glaube ich nicht beschweren, alleine der Köcher-Beutel kostet ja neu schon um die 10, in der Größe vielleicht sogar mehr.


Bei dem 70-210/4 handelt es sich um eines der so genannten "Ofenrohre" (im Englischen auch "Beercan" genannt). Wenn man sich Form und Farbe so anschaut: Joah, passt. Dieses sepzielle Exemplar mit den durchgehenden f/4 wird im Netz recht hoch gehypt und kostet bei eBay eine Stange Geld, weshalb ich jetzt doch mal gespannt bin, ob der Hype hält, was er verspricht. Von Außen kann ich auf jeden Fall schon mal bestätigen: Das Gewicht verspricht schon mal viel Glas und einiges an Metall. Minolta-Objektive sind im Allgemeinen ja recht solide verarbeitet und das hier macht da keinen Unterschied.

Schön ist, dass sich die Sonnenblende, die dabei war, umgekehrt aufsetzen und so verstauen lässt. Ist zwar nicht so eine schöne Lösung wie so eine ein- und ausfahrbare, aber doch the next best thing. Deckel waren auch beide dabei, was will man mehr? Außerdem hat es kaum Abnutzungsspuren, es scheint also gut behandelt worden zu sein. Da in der Tasche ein Buch über die Minolta 7000 steckte, nehme ich an, dass es wohl aus einer ähnlichen Zeit stammen wird: Also so um das Ende der 1980er herum. (Die Wikipedia sagt: 1985.)


Warum ist dieses Objektiv so beliebt? Von dem, was ich gelesen habe, liegt es wohl daran, dass die anderen beiden Linsen in diesem Brennweitenbereich, das 1:3.5-4.5 und das 1:4.5-5.6, deutlich schlechter sein sollen. Das kann ich jetzt natürlich nicht mit Bestimmtheit sagen, weil ich beide nicht habe. Möglich wäre es natürlich. Da ich auf dem Flohmarkt ja eh die Sony mit Adapter dabei hatte, war es natürlich ein Leichtes, das mal eben drauf zu schrauben und einen ersten Eindruck zu bekommen. Der war erst mal gut, genaueres würde ich dann zu Hause nachschauen. Man muss sich die Bilder schon in Groß anschauen, um überhaupt erkennen zu können, was so ein Optik leisten kann.

Bevor wir uns aber zu den Testbildern aus dem Garten gesellen, hier noch ein Foto von der Tasche und eins vom Buch, das mit dabei war. Jetzt fehlt mir nur noch die 7000 zu dem Buch! Ich habe ja nur die etwas modernere 7000i, die schon Dynax hieß. ;-) (Nicht, dass ich euch nicht mit Minoltas zuwerfen könnte!)


Dann habe ich das Objektiv am Nachmittag, nachdem ich mit der Reinigung der F80 fertig war, direkt noch mal auf den Adapter montiert und siehe da: Das Ding kann tatsächlich was! Für ein 40 Jahre altes Zoom-Objektiv definitiv eine Revolution! Es wiegt zwar wirklich gut was, aber das macht die Sony sogar nur noch besser handhabbar; die ist mir manchmal ja schon ein bisschen zu leicht. Da man bei 210mm auf 1,10m an seine Subjekte ran gehen kann, erhält man eine recht große Vergrößerung von 1:4 - der als "Macro" beschriftete Teil der Entfernungsskala ist in diesem Fall also tatsächlich mal sinnvoll! Die Auflösung ist gut bis sehr gut, die Schärfe kann was und der Kontrast ist erstaunlich. Ich bin ja ein Freund von Minolta-Optiken, aber diese hier ist mindestens so scharf wie das 100-200/4.5, das ich habe, aber ohne die manchmal störenden Vignettierungen an den Ecken. (Das 100-200 eignet sich gut für Portraits, finde ich, weil es den Blick in die Mitte drängt. Aber ich bin ja auch altmodisch! ;-) Nein, sorry, vintag! :-D) Das macht dieses hier deutlich weniger.


Das Bokeh ist gefällig und gleichmäßig. CA hält sich (für das Alter der optischen Rechnung) schwer in Grenzen und ist eigentlich so gut wie nicht vorhanden. Im Flieder kann man grüne Ränder im Hintergrund erkennen, die aber nicht zu störend sind. Unter normalen Bedingungen fällt das kaum auf, die Pixel Peeper werden trotzdem schreien! ;-) Hingegen ist die Schärfe schon erstaunlich. Man kann wirklich jedes einzelne Haar im Katzenfell zählen. Wenn ich das erste Bild nicht so verwackelt hätte. Vielleicht hätte ich mal Auto-ISO einstellen sollen! ;-)


Dann noch ein paar Bilder in die Unendlichkeit. Der Fokus müsste wahrscheinlich auch angepasst werden, da der Adapter ein bisschen zu hoch ist. Aber der allgemeine Eindruck ist auch bei Offenblende noch scharf genug. Bei f/8 kann man noch immer Sprossen am Funkmast zählen. Mit 210mm ist es jetzt nicht besonders lang, aber ich habe den Eindruck, dass man hier auch mit einer neueren Kamera mit höheren Auflösungen noch gut aus der Mitte croppen könnte, wenn man sowas wollte. Wirklich, dafür, dass ich ja eigentlich noch nie ein schlechtes Minolta in den Händen hatte, erstaunt mich dieses hier doch noch mal, dass die das damals geschafft haben, so ein massives Zoom zu bauen, das in den Bildern nachher (fast) gar nicht wie ein Zoom aussieht!


Fazit: Vielleicht hat das Internet ja doch mal recht! Ich müsste natürlich selber mal einen Vergleich mit den vermeintlich schlechteren 70-210ern machen, aber dafür müsste ich erst mal welche finden. Dieses Objektiv kommt auf jeden Fall in meine Tasche und wird uns in Zukunft häufiger begegnen. Das 100-200 werde ich trotzdem nicht weg geben. Das hat mehr vintage feeling mit seinen dunklen Ecken.

Schwarz-weiß und analog, Teil 338: Pleistal mit dem AI-S 50/1.4

Kentmere 100 #18, März 2026
  • Nikkormat FT, AI-S Nikkor 50mm 1:1.4
  • Entwicklung: Fomadon P Stock #3 20° 9:00 Minuten, Adofix Plus 1+5 #22+#23 (?), 7:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Wird mal wieder Zeit für einen s/w-Artikel: Heute geht es ins schöne Pleistal, ich hatte das 50/1.4 AI-Nikkor auf der Nikkormat und das ist auch eigentlich alles, was man braucht! Wenn ich mich recht erinnere, ist das auch so langsam das Ende vom Film. Noch mal so ein Dutzend Fotos, vielleicht ein, zwei mehr, die alle miteinander ganz nett geworden sind. Frühlingswarmes Wetter mit viel Sonnenschein ist gut zum Fotografieren. Mit der Brennweite konnte ich allerdings nicht die Rehe aufnehmen, die da auf den Feldern herum hüpften!

Am Parkplatz hat uns als erstes Mal der Herr Jesus begrüßt. (1/250s, f/4.) Allerdings war er nicht in der Lage, uns die Hand zu geben. Schade eigentlich. ;-) (Diese christliche Obsession mit Mord und Todschlag werde ich nie so ganz verstehen. Konzentriert euch doch mal weniger auf die Kreuzigung, sondern auf das Wunder der Wiederauferstehung! Aber das ist ein anderes Thema. Das führt jetzt wieder zu weit.)

Die alten Disteln vom letzten Jahr sind auch immer ein gern genommenes Motiv. (1/500s, f/8.) Vor allem, weil der mehr oder weniger einheitliche blaue Himmel im Hintergrund ein guter Test dafür ist, was das Objektiv zu Vignettierung sagt. Bei f/8 jedenfalls nicht viel, wie man sieht. Praktisch null vorhanden.


Das Gebäude von der alten Mühle, in der jetzt Restaurant und Standesamt drin sind, darf natürlich auch nicht fehlen. (1/500s, f/8.) Und ich kann noch immer die Kamera nicht gerade halten! Man, man, man! Der Himmel sieht ein bisschen diesiger aus, als er es tatsächlich war. Liegts am Film, der das Blau so sehr grau rendert?

Wenn ich Bänke sehe, verschwende ich ja mindestens ein Bild dafür! (1/1000s, f/2.8.) Auch weiter offen sehen wir keinerlei Abschattungen an den Ecken. Ganz weit öffnen konnte ich das Objektiv hier leider nicht, es war viel zu hell. Hätte auch die Bank zu unscharf gemacht. So geht das gerade noch. Auf die Entfernung ist die Schärfeebene doch recht dünn, selbst wenn man zwei Stufen abblendet. Und das war bei dem vielen Licht schon ein Wunder, dass das ging, die Bank ist dementsprechend auch ein bisschen über, der Hintergrund viel! ;-) Aber macht trotzdem (oder gerade deswegen?) einen interessanten Eindruck.

Ein einsamer Wanderer auf der Chaussee nach Nirgendwo. (1/250s, f/8.) Naja, stimmt nicht, in die Richtung liegt irgendsoein Stadtteil von St. Augustin. Müsste ich jetzt wieder auf die Karte gucken, ich kann mir ja keine Namen merken, auch nicht die von geographischen Gegebenheiten. Weit abgeblendet werden jedenfalls alle Bäume scharf, auch wenn ich auf den vordersten fokussiert hatte. Gefällt mir ganz gut, das Bild. Hätte den Weg vielleicht noch ein gaaaan kleines Bisschen nach rechts schieben sollen. Aber dann sieht man die Baumflucht nicht mehr so gut. Man kann nicht alles haben.


Büschel von Sumpfgras im Gegenlicht. (1/1000s, f/5,6.) Mein Flare-Test. Außerdem kann ich so überprüfen, wie viel Kontrast der leichte Nebel im hinteren Linsenelement weg nimmt. Aber geht, beides ist erstaunlich gut: Keine Flares, keine merklichen Nebelerscheinungen. Gefällig. Und insgesamt ein nettes Motiv. Da habe ich aber auch längere Zeit mit mir gerungen, welche Belichtung ich da am besten nehme.

Auf unserem Weg durchs Pleistal kamen wir dann auch irgendwann an der ICE-Strecke mit ihren Mauern und Zäunen raus. (1/1000s, f/4.) Hach, endlich noch mal f/4, meine eigentliche Lieblingsblende. Habe mich da so dran gewöhnt, das meiste bei f/4 zu machen. Das fing eigentlich mal damit an, dass man da meist noch nicht den Schmutz auf dem Sensor sehen kann, und dann ist es nicht mehr weg gegangen. Eigentlich würde man solche shots ja eher bei f/8 machen oder gar noch weiter geschlossen, wenn es der Film zulässt, aber. Nicht bei mir! No Sir! ;-) (Wobei ich ja in letzter Zeit doch sehr variable geworden bin, was das Thema angeht.)

Für den Motor brauchte ich dann auch mehr Tiefe, deswegen auch gleich wieder am Blendenring geschraubt. (1/250s, f/8.) Für dieses Bild bin ich extra so halb über den Zaun geklettert. Wenn mich die Bahn erwischt, bin ich selber schuld, ich weiß. So ein ICE, wenn er da mit 200 Sachen durch den Tunnel ballert, macht schon ziemlich Wind. Oder was für eine Geschwindigkeit haben die da an der Stelle, wenn die gerade noch durch den Bahnhof in Siegburg sind?


Dann waren wir auf der anderen Seite, konnten den Blick ins Pleistal genießen und stattdessen mache ich Bilder vom Jagdhochsitz. (1/1000s, f/4.) Im Hintergrund die Plattenbauten in St. Augustin. Aber zum Glück kann auch der beste Jäger nicht so weit schießen, da bräuchte man schon eine kleine Haubitze! ;-) Jaja, ich soll nicht immer so auf den Jägern rum hacken, in einer Welt ohne Bär und Luchs muss einer ja die Rehe und Wildschweine klein halten. Aber! Außerdem mag ich kein Wild. Also, Wildschwein ließe ich mir ja noch gefallen, aber da war gerade der Jahrestag von Tschernobyl, der uns alle daran erinnert hat, dass 137Cs gerade mal 1⅓ Halbwertzeiten hinter sich hat... In Bayern soll es noch Stellen geben, da leuchten die Bachen in dunklen Nächten noch immer! :-/ Und da quaken irgendwelche Quacksalber was von der Notwendigkeit der Atomkraft. Wie schnell wir doch kollektiv vergessen. Aber ich schweife mal wieder ab.

Ein paar Meter weiter ist der alte Kletterpark. (1/250s, f/8.) Ist der jetzt eigentlich geschlossen? Die Webseite existiert noch immer, funktioniert aber in modernen Browsern nur noch bedingt. Sieht nach Frontpage aus! ;-) Aber da stehen nach wie vor Telefonnummern und alles drin, wo man sich anmelden könnte. Keine Ahnung. Ich weiß nicht, die Bretter da oben sehen jetzt nicht mehr so vertrauenswürdig aus.

Und die Tür sieht auch so aus, als wäre die seit Jahren nicht mehr geöffnet worden. (1/500s, f/1,4.) Aber immerhin ist es im Wald dunkel genug, die Blende mal ganz zu öffnen und dabei nicht mal die maximale Warpgeschwindigkeit der Kamera auszureizen! Bei den paar Zentimetern, die ich von der Türklinge weg war, ist die schon wieder unscharf. Aber dafür im Hintergrund praktisch keinerlei Strukturen mehr zu erkennen. (Übrigens auch kein Lichtabfall zu den Ecken hin. Ich weiß nicht, wie die dieses Objektiv gebaut haben! Nikon wusste offenbar auch schon vor 40, 50 Jahren, wie man Objektive baut. 50er sind ja wohl angeblich nicht so kompliziert, aber es gibt da doch Unterschiede, wie man sehen kann.)


Auf dem Rückweg sind wir dann noch am Hennes seinem Bruder vorbei gekommen. (Unbekannte Zeit, f/4.) Bei einer manuellen Kamera vergessen aufzuschreiben, welche Zeit ich da eingestellt hatte, ist schon eine Kunst für sich, vor allem, weil ich das bei allen anderen ja geschafft habe. Dem Wetter nach wird das aber wohl 1/1000s gewesen sein. Ist ja aber auch nicht so wichtig. Hübsche Hörner, jedenfalls, die Sie da haben; es wäre doch schade, wenn denen was zustoßen würde! ;-)

Und dann noch die blühende Weide, das A*schloch! (1/250s, f/8.) Ich habe dieses Jahr eigentlich seit Ende Dezember wieder nur von Loratadin und Wasser gelebt! Es wird echt jedes Jahr schlimmer. Ob das am Klimawandel liegt, dass jetzt irgendwie immer alles gleichzeitig, viel zu früh und ohne Unterbrechung blüht, oder doch eher an meinem Älterwerden, kann ich nicht sagen, aber es geht mir mächtig auf den Zeiger! Da können die noch so harmlos tun, die Kätzchen! ;-)


Und das war das, der Film ist zu Ende und nächstes Mal geht es weiter mit der kleinen Dignette, die ich auch von irgendeinem Flohmarkt hatte. Die hat auch erstaunlich gut funktioniert. Man kann von sowas kleinem jetzt natürlich nicht die gleiche Bildqualität erwarten wie von diesem Nifty Fifty Nikkor. Aber. Trotzdem. Ich mein, die Leute haben damals in den 50er, 60er Jahren schließlich auch damit gelebt, da wird das ja wohl gut genug für unsere digital verwöhnten Augen sein! ;-) Außerdem hatte ich da einen Foma 200 drin, der ist viel kontrastiger, das passt gut.

Nikon DX Nikkor AF-S 18-55mm 1:3.5-5.6 G - Teil 2: Die Reparatur

Ich dachte schon, die Post kommt gar nicht mehr, aber am Donnerstag steckte plötzlich dann doch noch der Umschlag mit dem lang ersehnten Ersatzteil im Briefkasten. Da kann der Versender glaube ich nichts dafür, dass das so lange gedauert hat, der hatte das nämlich bereits Montagmittag in die Post getan. Und aus Stuttgart ist es jetzt ja nun eigentlich doch nicht so weit hier hin. Lässt die Post sich mit einem "Maxibrief" heutzutage also doch ein bisschen mehr Zeit. Gut, als Päckchen würde es auch das doppelte kosten.


Aber jetzt zum Inhalt: Ich hatte ja bereits am Sonntag, als ich das Nikon DX Nikkor AF-S 18-55mm 1:3.5-5.6 G vom Flohmarkt mitgebracht hatte, das passende Ersatzteil ausgespäht und dann auch sofort bestellt, als der Preis günstig war. Oben drauf gab es noch dieses farbschönen Schraubendreher, der tatsächlich sehr gut auf die japanischen Schrauben passt, die dieses Objektiv zusammenhalten. (Wobei, das Ding kommt aus Thailand, glaube ich. Für diese Kit-Objektive scheut Nikon weder Kosten noch Mühen! ;-) Keine Ahnung, jedenfalls, ob das tatsächlich Feinmechanikschrauben sind, die einem japanischen Standard entsprechen, oder ob es billige, dem westlichen entsprechende sind.) Mit dem Ding habe ich es jedenfalls innerhalb kürzester Zeit geschafft, alle Schrauben aus dem Bajonett zu ziehen, die es im Tubus hielten, sowie die, die den Erdungs-Pin und die Kontaktleiste am Bajonett befestigten.


Das Schwierigste war, die kleine Feder vom Blendenhebelring und dann vom Bajonett zu lösen. Die ist fitzelig und sehr klein. Also, zumindest für meine armen alten Augen. Wobei "ab" jedoch sehr viel einfacher ging, als wieder "dran"! Die kleine Nase am Bajonett-Ring, die die Federöse eigentlich halten soll, war ein bisschen klein. Oder die Öse hatte sich geweitet, als ich sie abgefummelt habe. Jedenfalls wollte sie nicht halten und nach dem fünften Versuch habe ich sie mit etwas Nagellack angepappt! Ich lass mich hier doch nicht veräppeln! Passt jedenfalls und tut seinen Dienst.


Danach nur noch wieder rückwärts zusammensetzen und dabei die Schrauben nicht vertauschen. Ich hätte ein zweites Töpfchen benutzen sollen. Ich weiß nicht, ob es an den Schrauben liegt oder daran, dass ich was anderes nicht wieder richtig zusammengesetzt habe, oder ob es einfach dieses (3d-gedruckte?) Teil ist, das nicht genau die Originalmaße hat, aber es ist schon recht eng, wenn ich es auf eine Kamera drauf drehe. Nicht bedenklich oder irgendwas, nur einfach, wie soll ich sagen? Eng! Ich hoffe jedenfalls, dass das so jetzt hält.

Zum Test habe ich es jedenfalls auf die D100 geschraubt. Das ist meine einzige Nikon F-Mount-Kamera mit DX-Sensor. Außerdem ist es bei dem alten Stück und in diesem Abnutzungszustand auch nicht ganz so schlimm, wenn es Probleme geben sollte. Hier also ein paar Testbilder. (Bin immer wieder überrascht, wie hübsch und kontrastreich die Farben aus dem alten CMOS-Sensor sind!)


Wie man sehen kann: Alles funktioniert soweit. Ich muss die Tage mal damit durchs Dorf laufen und ein paar mehr Fotos machen. Der erste Eindruck für ein Kit-Zoom ist jedenfalls interessant: Der Makro-Bereich ist definitiv vorhanden und nutzbar. Das Objektiv stellt schnell und einigermaßen lautlos scharf. Die Verzerrungen halten sich einigermaßen in Grenzen. Und es scheint auch nichts weiter verzogen zu sein, was ich ja befürchtet hatte, denn durch irgendeinen Unfall muss der Bajonett-Anschluss ja kaputt gegangen sein!


Fazit: Insgesamt freue ich mich echt, dass ich dieses Objektiv dann doch noch mitgenommen habe, obwohl es ja eigentlich kaputt war. Auf der D100 kann ich das volle Potenzial noch nicht abschätzen, denn mit 6 MP ist die doch ein bisschen beschränkt. Obwohl das eigentlich die richtige Kamera dafür ist: Das Objektiv hat ja auch VR und da man die D100 ja lieber nicht auf mehr als ISO 400 einstellen sollte, sind lange Belichtungszeiten an der Tagesordnung. Das VR scheint auch zu funktionieren. Ob es tatsächlich 4 Blendenstufen bringt, ist natürlich eine Frage. Der werde ich dann die Tage mal nachgehen! Bis dahin: Wieder einen Totgeglaubten wiederbelebt! ;-)

Nikon DX Nikkor AF-S 18-55mm 1:3.5-5.6 G - Teil 1: Der Defekt

Beim Flohmarkt in Hennef hatte ich zu der Nikon F80, die ich ja bereits hier vorgestellt habe, dieses eigentlich ganz gut erhaltene Nikon DX Nikkor AF-S 18-55mm 1:3.5-5.6 G sozusagen als Dreigabe dazu bekommen. Das hat offensichtlich mal einen schlag abbekommen, seitlich am Filterring sieht man einen Einschlag. Und das wird wohl auch der Grund sein, wieso das Bajonett keine "Flügelchen" (oder "Nasen") mehr hat: Dieses Budget-Kit-Objektiv ist vollständig aus Plastik - also, die Linsen sind glaube ich schon aus Glas, die Schrauben und Federn auch aus Metall, und die Elektronik aus was auch immer Elektronik so ist, aber der Rest: Plastik! Und wohl nicht das stabilste Plastik. Sonst wären wohl kaum alle drei Flügel ab! (Gut, ich weiß nicht, von wie weit oben der Vorbesitzer das im montierten Zustand hat auf den Asphalt fallen lassen. Das zumindest stell ich mir vor, wie das passiert ist.)


Aber: Fear not! Ich habe es mit genommen in der vollen Absicht, es wieder funktionstüchtig zu bekommen. Die Linsen sehen nämlich eigentlich ganz gut aus. Keine Kratzer, kein Nebel, ein Pilz, alles in bestem Zustand. Wie sehr das Teil dejustiert ist, weil es einen Schlag auf die Seite bekommen hat, kann ich natürlich nicht sagen. Aber ich hoffe mal einfach, dass die meiste Energie vom abbrechenden Plastik geschluckt wurde und sich intern nicht allzu viel gegeneinander verschoben hat.

Gut, wie viel Qualität kann man von diesen Kit-Zooms erwarten? Ich habe keine allzu hohen Erwartungen. Das entsprechende Canon-Objektiv ist OK, für den Preis, aber halt auch nicht mehr. Das Z-Objektiv, das mit der Z fc kam, ist durchaus brauchbar, deckt einen ähnlichen Bereich ab und wird optisch wahrscheinlich auch sehr ähnlich sein, ist aber ein ganzes Stück neuer und mit diesem Einfalt-Mechanismus vor allem sehr viel kompakter. Andererseits, durch das sehr viel niedrigere Auflagemaß musste das sicher noch mal komplett neu durchgerechnet werden. Keine Ahnung, wieviel Gemeinsame Grundlage da noch zu diesem DX F besteht.


Aber das alles plane ich herauszufinden, wenn ich es repariert habe. Noch auf dem Parkplatz habe ich bei ehBlöd nach dem passenden Ersatzteil gesucht und zwei Versender gefunden, die ein entsprechendes, deutlich als "nicht original" gekennzeichnetes Teil angeboten haben. Beide habe ich auf die Beobachtungsliste gesetzt. Als ich dann zurück zu Hause war, hatte ich bereits einen Preisvorschlag von einem der beiden erhalten, der auch gleich noch einen passenden Schraubendreher dazu legt - praktisch. Für 7,05 Euro bestellt, inkl. Versand. Da mecker ich jetzt nicht, auch wenn das Teil aus Plastik wahrscheinlich in der Herstellung einen Bruchteil kostet. Aber die Leute müssen ja auch von irgendwas leben! Und wenn es Idioten wie ich sind, die Ersatzteile für mäßige Kit-Objektive kaufen! ;-)

Ich berichte jedenfalls, sobald ich es gefixt habe!

Schwarz-weiß und analog, Teil 337: Seelscheid mit dem AI-S 50/1.4

Kentmere 100 #18, März 2026
  • Nikkormat FT, AI-S Nikkor 50mm 1:1.4
  • Entwicklung: Fomadon P Stock #3 20° 9:00 Minuten, Adofix Plus 1+5 #22+#23 (?), 7:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Weiter geht es mit Testbildern, die ich mit dem AI-S 50/1.4 auf der Nikkormat gemacht habe. Beim letzten Mal hatte ich ja schon gesagt, dass mir diese Kombination wirklich hervorragend gefällt. Tolle Kamera, tolles Objektiv. Und diese Meinung wird sich auch heute nicht ändern.

Wie immer war ich erst mal einkaufen im Dorf und habe gegenüber vom Bürgerbüro / der Bibliothek auf dem Discounterparkplatz geparkt. Nachdem ich da mit dem Einkauf fertig war, bin ich für die üblichen Kleinigkeiten ins Dorf gegangen, weil jeder Gang ja bekanntlich schlank macht und habe dort erst mal das Gemeindewappen mitgenommen. (1/1000s, f/4.) Warum ist mir im Hintergrund das Kind ins Bild gelaufen? Ich weiß es nicht. Aber immerhin ist es so unscharf, dass ich es nicht auch noch manuell unkenntlich machen musste. Leider ist das Gebäude im Hintergrund auch eher ablenkend, aber unschärfer bekam ich es bei dem vielen Licht leider nicht.


Ein weit offenes Bild habe ich dann erst im Edeka hin bekommen, wo ich die in goldener Folie verpackten Osterhasen der großen, bekannten Marke fotografiert habe. (1/1000s, f/1,4.) Hatte ich erwähnt, dass ich diese Preise mittlerweile für unverschämt halte? Ich habe das dieses Jahr komplett boykottiert, sondern stattdessen erst eine Woche nach Ostern die Reste gekauft, die um die Hälfte reduziert waren. Und selbst dann finde ich 1,50 zur 100g Schokolade schon happig. Aber zum Bild: Die Hasen sind alle etwas unscharf, da sieht man, wie dünn auf diese Entfernung die Schärfeebene ist. Gezielt hatte ich auf die Schleife, die auch tatsächlich recht scharf raus gekommen ist, also für so ein altes Objektiv bei voller Blendenöffnung. Wie man auch sehen kann: Die Blendenbälle werden in den Ecken offenbar linsig. Ich mag das ja. Andere Leute beschweren sich darüber. Leider gab es hier im Hintergrund nicht genügend andere helle Punkte, dass man das genauer hätte analysieren können.

Nach dem Einkauf haben wir dann im Garten gewerkelt, ist ja auch wichtig, und beim Rosentrimmen ist mir die Schere aus den Händen gerutscht und *zack* steckte sie mit der Klinge im Holz der alten Eisenbanschwellen oder was das da für Dinger sind, die die Eltern da vor hundert Jahren angebracht haben. (1/250s, f/8.) Gut, dass da nicht mein Fuß im Weg war! Aber auf jeden Fall ein Motiv! Irgendwie sogar ein ziemlich witziges. Auch hier überlege ich mal wieder, ob ich da nicht einen Abzug machen sollte! ;-)


Nach getaner Arbeit habe ich noch ein bisschen auf dem Freidhof weiter gemacht - ja, ich weiß, da bin ich in letzter Zeit ständig, aber man muss ja auch da mal sauber machen und den Winter weg räumen. Die Kirche war mein erster Schnappschuss. (1/500s, f/8.) Es war hell, wie man an den Werten sehen kann. Und ich finde, ich habe die Kirche mal wieder von ihrer Schokoladenseite getroffen. ;-) So weit abgeblendet verhält sich dieses 50er nicht groß anders als all die anderen 50er, die ich habe. Man merkt, es ist ein etwas besseres Nikkor, wenn man es in der Hand hält, aber vom alleinigen Betrachten des Fotos her, könnte ich jetzt nicht sagen, ob es nicht Vielleicht doch die E-Serie war oder das AF. Das AF-S G hingegen hat noch eine Tacken mehr Präzision, das sieht ja selbst auf Film klinisch scharf aus.

Auch hier habe ich mich nach der Arbeit ein bisschen um die Ecken begeben, Motive suchen, Engelchen finden. (1/1000s, f/5,6.) Schon etwas kitschig, diese Grabengel. Aber bei diesem Licht und mit dem s/w-Film trotzdem spannend. Vor allem, weil man im Hintergrund die Baustelle sehen kann, wo sie auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei die Gewächshäuser abgerissen haben und jetzt diese Wohnungen hin bauen. (Ich glaube, das sollte betreutes Wohnen werden? Meine ich mich zu erinnern.) Jedenfalls: Foreshadowing! ;-)


Denn dann bin ich auch mal hinten raus aus dem Friedhof und habe mich ein bisschen an der Frauenstraße umgeschaut, wo in uA auch dieses Bausilodingsbums eingesammelt hab. (1/1000s, f5,6.) Nummer 3137! Nicht, dass das irgendeine Signifikanz hätte! ;-) Aber fleißig, fleißig! Die Bauarbeiter haben auch geguckt: Was macht der Mann da mit der Kamera? Immer diese Bekloppten! :-D Ja, ich gebe es zu, ich fotografiere echt alles! Das kommt aber auch, weil alles ein Motiv ist,wenn man es richtig in Szene setzt.

Zum Beispiel auch dieser Strommast mit Umspann-Dingsbums, oder was ist das da für ein großer Kasten mit Lüftungsschlitzen auf halber Höhe? (1/1000s, f/4.) Das ist da in einer der Sackgassen/Feldwege, die runter ins Naafbachtal zeigen. Keine Ahnung, weil weit es da eigentlich runter geht. (Laut Google Maps tatsächlich quer durch den Wald bis ins Tal. Erstaunlich, wusste ich noch gar nicht. Das ist ein bisschen außerhalb meiner Jagdgründe, die ich als Kind erkundet habe. (Ich gehöre ja noch zu dieser prä-Internet-Generation, die nicht einen komplett durch getakteten Tagesablauf hatten, sondern einfach nur gesagt bekommen hat: Wenns dunkel wird, biste wieder zu Hause! ;-) Aber bis ins Naafbachtal war es selbst uns dann ein bisschen zu weit. Obwohl es da unten sehr hübsch ist, da müsste ich auch noch mal eine Runde drehen. Früher war das ja ein Geheimtipp, aber heutzutage stehen da immer Autos im schlammigen Straßenrand und Leute laufen da rum. Hatte ich eigentlich mal die Fotos von vor den Dinosauriern hier eingestellt, die ich da gemacht habe? Scheinbar ja. Die ersten beiden sind da im Tal entstanden.


Dann bin ich noch den langen weg um die Kirche zurück zum Auto geschlichen, wo ich diesen Grabstein mitgenommen habe. (1/250s, f/4.) Hinter der Kirche war es schattiger, wie man sehen kann. Den Rest des Gebäudes konnte ich nicht so gut, da waren gerade haufenweise Leute (mit Kindern). Aber ich sollte eigentlich mal mit einem meiner lichtstärkeren Objektive und einem s/w-Film in die Kirche rein gehen. Die ist zwar innen eher streng lutherisch, also praktisch nur Altar und Kreuz, aber wäre vielleicht doch mal eine Idee...

So, nächstes Mal gibt es Bilder zu sehen, die ich mit der gleichen Kombination aus Kamera und Objektiv im Pleistal geschossen habe. Mal sehen, was mir da vor die Linse gelaufen ist! (Rehe, aber die waren zu weit weg für das 50er.)