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Minolta XG 2 mit Minolta MC W. Rokkor-HH 1:1.8 f=35mm

Wie immer: Ich tauche irgendwo auf, irgendwer drückt mir seine alten Kameras in die Hand! Erstaunlich! ;-) Dieses Mal am Start: Eine alte Minolta XG2. Mit der ich mich allerdings nicht groß aufhalten werde, denn von der Sorte hatte ich schon mal eine, siehe die andere XG-2, die ich aus dem Internet habe. Obwohl die sehr schön erhalten aussieht. Allerdings scheint die Elektronik etwas zu spinnen: Die Batterie war natürlich leer, sodass ich die hier erst zu Hause richtig testen konnte. Sie löst aus, irgendwie, aber nicht mit einer Geschwindigkeit, die man eingestellt hat. Und dann hat für mehrere Minuten der Spiegel gehangen, bevor er sich bequemt hat, wieder runter zu kommen. Ich nehme also an, die muss mindestens mal gereinigt, wenn nicht nur das, auch mal mit neuen Kondensatoren versehen werden. Das ist ja so eine Sache bei diesen ersten, voll-elektronischen Modellen aus den 1970ern. Die kommen so langsam in die Jahre...


Aber stattdessen möchte ich mich auf dieses liebreizende Minolta MC W. Rokkor-HH 1:1.8 f=35mm konzentrieren, das da vorne drauf ist! Das ist nämlich wirklich ein Spitzenobjektiv, das aus der Masse der SR/MC/MD-Objektive heraus sticht. Ein Objektiv am Übergang vom Weitwinkel zur Normalbrennweite, die gute alte Reporterbrennweite, aber mit einer Lichtstärke von f/1.8! Das ist schon was! Der Preis bei ehBlöd, den ich nachgeguckt habe, spiegelt das auch wieder: Zwischen 100 und 200 Euro, je nach zustand. (Deshalb noch mal ein großes Danke an M und A, die mir diese Kamera mit Objektiv einfach so überlassen haben!) Zusätzlich zum Wert dieser Optik sind auch die Reviews im Internet begeistert! Yay!

Nun soll man ja nicht alles glauben, was die KI so ausspuckt, deswegen plane ich auch, das gute Stück demnächst mal auf Herz und Nieren mit Adapter an der Alpha zu testen. Womit wir dann aber zum Problem kommen: Wie eigentlich immer bei alten Minolta-Objektiven aus den 1970ern und -80ern hat sich das Fett in der Fokusschnecke komplett in Öl zerlegt und kriecht jetzt praktisch überall hin. Also, wirklich überall! Ich habe, als ich das Teil zum ersten Mal in den Händen hielt, also am letzten Freitag, den Ölfilm auf den Linsen weg gewischt, damit ich sehen konnte, ob da irgendwelcher Pilzbefall in den Linsen ist. Und am Sonntag waren die schon wieder genau so schmutzig wie vorher! Was immer da drin verarbeitet wurde, es verhält sich schlimmer als WD40!


Das alles wäre nur ein nebensächliches Phänomen, wenn nicht mal wieder die Blende fest stecken würde. Also, man kann sie schließen, das Objektiv hat sogar einen eigenen kleinen Abblendknopf an der Seite, aber sie springt halt nicht wieder auf, weil die Lamellen so mit Öl versifft sind, dass da echt nichts mehr geht! Schlimm! Schlimm, schlimm! Hier steht also auf jeden Fall eine komplette Demontage an. Und ich habe Angst: Dieses Objektiv hat laut Netz 8 Elemente in 6 Gruppen, diesen Abblendmechanismus und ich muss auf jeden Fall den Schneckengang entfetten und neu schmieren. Das bedeutet: Alles muss raus! Das klingt kompliziert, trotzdem würde ich das bei einem billigen 08/15 dahergelaufenen M42 sofort in Angriff nehmen. Bei diesem hier, mit diesem potenziellen Restwert? Da überlege ich, ob ich es nicht vielleicht doch in die professionelle Reinigung gebe. Was das wohl kostet?


Aber es wäre halt schade, wenn ich so ein schönes Stück nachher nicht wieder zusammengebaut bekäme. Leider ist die DuRöhre auch nicht so hilfreich, da schlägt in letzter Zeit so viel Müll auf und die Suche ist voller AI-Slop, dass man die wichtigen Videos nicht mehr findet, solche, die einem erklären, wie man zB ein solches Minolta am besten auseinandernimmt und nachher wieder zusammensetz! Es ist echt die Seuche! Naja, mal sehen, vielleicht finde ich ja doch noch eine Möglichkeit, das selber zu regeln...

Vorm Huma (70-210/4 Minolta AF)

29.5.: Freitags ging es so langsam wieder bergauf mit mir und bergab mit der Körpertemperatur. Da J gerne das neue Spiel mit dem kleinen Doppelnull-Agenten spielen wollte, sind wir nach St. Augustin und dort in den Elektronikladen. Ein Wunder, dass die sowas überhaupt noch haben, denn CDs sind da ja nur noch sporadisch anzutreffen. Die haben ja mittlerweile mehr Vinyl als digitale Musik. Hatte ich ja letztens schon mal gesagt: Wenn man CDs kaufen will, muss man in Siegburg in der Müller-Drogerie gucken, die haben noch immer eine einigermaßen brauchbare Auswahl. Ansonsten gilt auch in diesem Bereich: Internet-Versandhandel. Schlimm! Schlimm, schlimm!


Bevor ich aber wieder rum nöle wie so ein Boomer, dass früher alles besser war, was ja so auch nicht stimmt, möchte ich doch lieber die Fotos vorzeigen. Hatte vor dem Aus-dem-Haus-Gehen das 100-200/4.5 gegen das 70-210/4 getauscht und dann auch nicht mehr von der Sony runter genommen. Das hat nämlich nicht nur einen größeren Brennweitenumfang, weniger Vignettierung und eine exquisite Schärfe, sondern zudem auch noch einen hervorragenden Makro-Bereich, der den Namen tatsächlich verdient. Hervorragend für Bilder von Blüten, was ja eine meiner Lieblingsbeschäftigungen ist. ;-) Oder eben so seltsame Früchtchen an seltsamen Bäumchen vor einer seltsamen Mall in einem seltsamen Teil einer seltsamen Stadt:


Aber umgekehrt kann man damit auch die Tauben auf der Leine mitnehmen. Die haben sich da oben in der luftigen Höhe ein bisschen lüften lassen; unten auf dem Beton ging zwar auch ein bisschen Wind, aber meiner Meinung nach lange nicht genug. (Mir ist ja immer warm. Ein Zeichen, dass es mir tatsächlich wieder etwas besser ging, denn als ich das Fieber so hoch hatte, war mir tatsächlich mal kalt! Ganz erstaunlich!)

Da es draußen jedenfalls schwülwarm war, haben wir uns da nur kurz aufgehalten, sodass es einigermaßen erstaunlich ist, dass ich da schon wieder so viele Fotos gemacht habe. Blumen halt, das ist das Problem. Die stehen da nämlich zu Hauf auf den Verkehrsinseln und Kreisverkehren der Gegend. Besonders die weißen Rosen, die roten Mohnblumen und die blauen Kornblumen hatten es mir angetan. Zusammen ergeben die eine französische Flagge. Oder eine Niederländische. Ja, OK, oder eine Luxemburger oder noch zig andere, ich werd sie jetzt nicht alle aufzählen! ;-)


Sind dann über die Brücke zurück zum Marktzplatz und da dann wieder in die Mall hinein, aber nicht ohne dem Namenspatron der Stadt noch einen Besuch abzustatten. Was hat sich der Künstler da eigentlich bei gedacht? Der Mann sieht sieht... katholisch aus! OK, passt ja vielleicht auch wieder. Mir ist der jedenfalls ein bisschen zu streng im Gesicht geraten. Und überhaupt sieht das ein bisschen nach Transporterunfall aus: Warum steckt der eigentlich im Felsen fest? Wieder bei Warp gebeamt, oder was? :-D


Danach waren wir noch im Bücherladen, aber da war ich dann schon wieder so platt und ausgelaugt, dass ich mich auf einen der Sessel gepflanzt habe und gewartet, bis J mit ihrem Shopping fertig war. Außerdem habe ich den braunen Pudel (?) beobachtet, wie er diese kleine, etwa ein Viertel so große Promenadenmischung beobachtet hat! Hunde, eh! Viecher!

Dann heim. Noch beim Netto in Dingsbums im Pleistal gehalten, aber es gibt noch immer keine Sonnenblumenkerne. Gestörte Lieferketten. Alle bekloppt da draußen. Irgendwer wirft im näheren oder mittleren Osten mit Bomben und hier gibt's keine Kerne mehr, weil scheinbar hierzulande ja keine mehr angebaut werden. Ich mein, nicht dass Bomben im Nahen Osten nicht an sich schon Scheiße wären, aber so politisch wollte ich jetzt gar nicht mal werden. Trotzdem, nur kurz: Die Welt gerät aus den Fugen, das Ende ist nah, kehrt um und tut Buße. Soviel zu Wort zum Sonntag (oder wann auch immer dieser Artikel erscheint).

Gevabox (1951) - Innenleben und Ölung

Der Verschluss an dieser Gevabox ist mindestens langsam, wenn nicht sogar ein bisschen asynchron. Wie ich ja bereits gesagt hatte: Wenn man den Auslöser drückt, klappt "hinter" dem Shutter erst mal das ganze Fenster auf (als wäre die Kamera auf B eingestellt), dann löst der eigentliche Verschluss aus, der sich "davor" befinden, und am Ende schließt sich das Fenster wieder. Ein bisschen over-engineered, aber es scheint seine Dienste zu tun - wenn das Öl da drin nicht ausgetrocknet wäre. Deswegen habe ich im Wechselsack als erstes mal den Film entfernt, der da seit Urzeiten drin liegt - der alten DIN-Nummer nach zu urteilen seit den 1950ern!


Dann habe ich mir den Verschluss mal genauer unter die Lupe genommen. Da ich noch immer kein Feinmechanik-Öl habe, habe ich stattdessen mit einem Wattestäbchen ein bisschen vom guten Teslanol da drin verrieben, in der Hoffnung, dass das an die korrekten Stellen kriecht. Das hat neben den Benzinen und anderen Alkanen ja auch ein fettende Wirkung, weil das das Zeugs ist, das eigentlich in die Potis meiner Stereoanlage gehört. Ist wahrscheinlich völlig das Falsche und ich sollte endlich mal ein bisschen nicht kriechendes Feinmenchaniköl ran schaffen, aber. Es ist nun mal das, was ich zur Hand habe.


Und nach dieser Behandlung und mehrfachem Auslösen scheint die ganze Mechanik sich auch etwas gefangen zu haben und jetzt wieder zu funktionieren, wie es gedacht war, damals, 1951! Kaum zu glauben, dass sowas so lange überlebt und dann noch immer (mit etwas Hilfe) wieder zum Leben zu Erwecken ist!

Ansonsten, hier noch ein paar Ansichten vom Innenleben. Sieht jetzt nicht besonders spektakulär aus, aber das war damals ja auch schon keine High Tech. Mehr so untere Consumer-Klasse. Schließlich wollte Gaveart hauptsächlich den Verkauf der eigenen Filme ankurbeln und dafür den Massenmarkt erschließen. Dafür ist das Ding erstaunlich gut verarbeitet. Ich muss mal gucken, ob ich da noch ein bisschen Lichtdichtung anbringe, aber im Großen und Ganzen scheint sie eigentlich dicht zu sein - zumindest, wenn man sie in der Tasche verwendet, sollte kein Licht rein fallen können. Hoffentlich. Wir werden sehen! ;-)


Fazit: Eine meiner leichteren Übungen. Mal sehen, wie lange da dauert, bis das Teslanol verdampft ist und der Verschluss wieder fest steckt! ;-)

Gevabox (1951)

Immer diese Flohmärkte. Schlimm! Schlimm, schlimm! Dieses Mal (also am 3.5. beim Lutz) habe ich mir diese wirklich antike Gevabox mit genommen. Tatsächlich nur, weil die so hübsch aussieht. (Und ich vermute, dass sie funktioniert. Ich mein, was ist an diesen alten Box-Kameras schon dran, was kaputt gehen kann? Der Verschluss, ich weiß. *foreshadowing*)

Meine Augen auf sich gezogen hat dieses Gerät beligischer[1] Machart, soweit ich die Firmengeschichte von Gaveart verstehe, aber eigentlich, weil diese Kamera - im Gegensatz zu so manch anderer Box-Kamera - mit "Features" daher kommt. Während man bei den üblichen Agfa-Boxen einfach mal vielleicht Offenblende (f/11) und eine Stufe abgeblendet (f/16) verwenden kann, kommt diese gleich mit drei verschiedenen Blenden: f/8, f/11 und f/16. Sie hat zwar trotzdem nur eine einzige Verschlusszeit (die ganz vorsichtig mit "etwa 1/50s" im Handbuch angegeben wird, also keine Garantien! ;-)), aber in der Kombination mit den entsprechend unempfindlichen Filmen der damaligen Zeit klingt das nach einer brauchbaren Kombination. Außer, dass man bei diesen Brennweiten, die Mittelformatkameras nun einmal haben, durchaus mit Verwacklern rechnen sollte!


Aber hier kommt ein weiteres Feature ins Spiel: Der Auslöser hat einen Schraubanschluss für einen guten alten Drahtauslöser! Luxus! Das klingt jetzt bösartiger, als ich das tatsächlich meine! Denn im Ernst: Um das Verwackeln beim Auslösen möglichst zu minimieren, ist so ein Drahtauslöser eine total gute Erfindung: Man kann die Kamera entweder auf ein Stativ montieren, dann hat man praktisch null Verwacklung, oder man presst sie ganz feste an den Körper und verreist definitiv nicht, wenn man den recht langen Hub dieses Auslösers schnell durchdrückt. Also definitiv ein Pluspunkt!

Daneben gibt es auch noch eine B-Einstellung für den Verschluss. Wobei das eigentlich gelogen ist: Dreht man das Knöpfchen vorne auf B, bewegt sich der gesamte Verschluss-Mechanismus für die ~1/50s aus dem Weg und es bleibt nur die Klappe übrige, die sich dahinter befindet und die grundsätzlich immer auf geht, wenn man den Auslöser drückt, und sich wieder schließt, wenn man ihn los lässt. Raffiniert!


Aber es gibt noch einen weiteren, deutlichen Unterschied: Andere Box-Kameras sind fest auf irgendwas Hyperfokal-Unendliches eingestellt. Diese nicht: Man kann die Linse drehen und bekommt so die Möglichkeit, richtig zu fokussieren! Wahrscheinlich ist das durch die Blendenöffnung von f/8 auch tatsächlich nötig, denn sonst hätte man wohl kaum den ganzen Entfernungsbereich bis hin zur Portrait-Entfernung abdecken können. Auch wenn das nur ein ganz simpler Einlinser ist, man also eigentlich gar nicht von einem Objektiv sprechen kann, sollte das doch die Qualität (Schärfe) deutlich erhöhen!

Ansonsten gibt es noch einen kleinen Tragegriff oben dran und - wie man auf den Fotos oben sehen kann - eine genähte Kameratsche gleich mit dazu. Ist das Leder? Ist das Kunstleder? Nach 70 Jahren oder mehr macht das kaum noch einen Unterschied, es beginnt zu desintegrieren. So - ist wie meist bei solchen Geräten - die Klappe an der Knickstelle brüchig geworden und nun leider nur noch dabei, aber nicht mehr dran. Ebenso ist der Riemen wohl schon vor langer Zeit verloren gegangen. Ich muss damit mal zu unserem Leder-Menschen unten im Dorf gehen, der auch die Schuhe macht; vielleicht kann der die Klappe wieder annähen und hat passende Lederstreifen, die man als Riemen anbringen kann.


Was macht diese Kamera noch besonders? Der Lademechanismus: Denn während man bei den Agfa-Boxen meist hinten den Filmhalter raus fummeln muss, macht man dies hier seitlich - und mit deutlich weniger Fummelei! Einfach den Knopf an der Seite in die angedeutete Richtung drücken/ziehen/schieben, dann kann man das gute Stück sehr leicht in zwei Teile zerlegen, um den Film zu wechseln.

Apropos, ich weiß nicht, wann diese Kamera das letzte Mal in Einsatz war, aber es befindet sich ein auf Bild 3 vorgespulter Film mit rosa Papierrücken und der alten DIN 4523 B20 darin, 17°/10 DIN, ASA 40 (ich nehme an - wegen des Bruchstrichs -, altes DIN/ASA? Also ungefähr heutiges ISO ASA 80? Das steht übrigens nicht auf dem Film, ich habe das so im Netz gefunden) Keine Ahnung, ob ich die ersten drei Bilder entwickeln soll, oder ob da doch nur Grauschleier bei raus kommt. Ich hab den Film jedenfalls mal in seinem jetzigen Zustand da raus gefummelt und in eine passende 120-Hülse gepackt. Schaumama. ;-)


Und zwar weil ich den Verschluss genauer unter die Lupe nehmen musste. Denn auch, wenn diese Art von Kamera ja praktisch unverwüstich ist, bevor ich damit einen Film belichte und da nachher nur Blödsinn bei raus kommt, möchte ich doch gerne sicherstellen, dass der Verschluss zumindest ungefähr das macht, wozu er designt wurde. Deshalb, im Wechselsack geöffnet, Filmspulen raus gezogen und wieder aufgewickelt. Wir werden sehen. Vielleicht belichte ich den ja auch einfach zu Ende. Was soll schon dabei raus kommen? Nichts?! ;-)

Fazit: Schon wieder ein spannendes Stück Fotografiegeschichte! Ich wusste gar nicht, dass so kurz nach dem Krieg bereits wieder Kameras dieser Art gebaut wurden, vor allem auch noch in internationaler Kooperation (siehe Fußnote 1). Und für die Zeit war das Teil echt gut ausgestattet! Mal sehen, ob sie auch tatsächlich läuft und Fotos macht!

[1] ...oder doch deutscher? Gaveart, damals noch eigentlich ein reiner Chemiekonzern, hat diese 6x9-Box wohl in Wuppertal bei Herrman Wolf bauen lassen, wenn ich das Internet richtig lese.

Schwarz-weiß und analog, Teil 341: Mit der Diginette rund um den Kurpark

Fomapan 200 #15, März 2026
  • Dracora Dignette
  • Entwicklung: Fomadon P Stock #3 20° 6:00 Minuten, Adofix Plus 1+5 #26 (?), 7:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Es folgen mal wieder ein paar s/w-Fotos. Den Film aus der Dignette habe ich ja schon vor etwas längerer Zeit begonnen hier vorzustellen, es kam nur immer wieder was Neues dazwischen. Also alles wie immer. ;-)

Heute also Kurpark: Da haben wir das Feuertreppenhaus des ehemaligen Kurhauses. (1/50s, f/11.) Eines der wenigen Fotos, bei denen die langsame 1/50s sekunde tatsächlich (fast) funktioniert hat, wie sie soll. So können wir dierekt mal in die Ecken schauen und feststellen: Die Verschierungen sind auch bei f/11 noch da. ;-) Und das Bild ist verwackelt.


Überhaupt, jetzt kommen erst mal die ganzen "defekten" Bilder, die alle irgendwie verwackelt sind, weil die Belichtung mit der langen Zeit nicht so recht will, oder irgendeinen anderen Problezustand darstellen. So sind etwa die Enten am Teich auch noch total unscharf. (1/200s, f5,6.) Wahrscheinlich wieder über den Anschlag hinaus gedreht. Muss ich echt was gegen machen, wenn ich die Kamera noch mal verwenden will. Die Notrufbank hingegen ist einfach nur total wackelig, weil die Zeit nicht stimmt. (1/50s, f/5,6.) Sieht schon ein bisschen nach Kunst aus! ;-) Ebenso die Sittiche, von denen nur noch ein Schmier übrig geblieben ist! (1/50s, f/4.)

Kommen wir also zu Bildern, die mehr Inhalt haben, die was geworden sind. Da hätten wir direkt mal zwei vom ehemaligen Kloster oder was ist das da? (1/200s, f/11.) Ich fasse die beide mal zusammen, denn schließlich zeigen die das gleiche Gebäude, nur aus unterschiedlichen Perspektiven. Und wenn der Verschluss richtig funktioniert, macht diese kleine Kamera erstaunlich gute Bilder. Ja, die Ecken sind ausgefranst, aber das ist bei diesen simplen Objektiven ja normal und in der Retro-Fotografie mit so einer Kompaktkamra ja schon fast ein muss! ;-)


Den Container mit Rüsseltier konnte ich natürlich auch nicht einfach so stehen lassen! (1/200s, f/11.) Auch hier habe ich praktisch nichts an dem Bild auszusetzen. Schön kräftig kontrastreich, was aber auch nur möglich ist, weil ich weit von der Sonne weg fotografiert habe! ;-)

Danach bin ich dann den Berg hoch, zwischen den Häusern ist ein Fußweg, der hoch zur Klinik führt, wo auch diese Laterne und der Basketballkorb stehen. (1/200s, f/11.) (Warum schreibe ich das jedes Mal dazu? Der überwiegende Teil dieses Eintrages ist bei diesen Werten entstanden! ;-)) Hier sieht man, wie der Kontrast nachlässt, je stärker man an die Sonne kommt. Die Linsen "glühen" leicht, wenn ich das mal so sagen darf. Gut, da hätte ich jetzt kompensieren müssen und vielleicht noch stärker abbelnden sollen, aber dann verschwinden die Strukturen im Schatten und das wollte ich nicht!

Der Weg unter den Bäumen zum Wildgehege hingegen sieht wieder brauchbarer aus. (1/200s, f/8.) Und das ist auch gut so, denn wie man sehen kann, habe ich das Wild auch tatsächlich erwischt! Wenn auch weit entfernt und somit entsprechend klein. Ja, die Viecher waren halt weit weg und ich hatte nur Normalbrennweite! ;-)


Wie kräftig die Kontraste raus kommen, kann man an diesem Spanndings vom Zaun sehen. (1/200s, f/11.) Dass ich hier so weit abblenden musste, hat den Vorteil, dass fast alles bis auf den Hintergrund scharf ist, was dem Bild eine gewisse Tiefe gibt. Gefällt mir ja mal wieder sehr gut, aber anderen ist das wahrscheinlich zu abstrakt.

Als nächstes noch zwei verunglückte Bilder: Die Wurzel im Wald (1/50s, f/11.) sieht ebenfalls sehr abstrakt aus, so verwackelt wie sie ist, genau wie das Naturschutzgebietschild mit dem Vogel drauf (1/50s, f/16.). (Ich schreibe übriegns immer die Zeit auf, die ich eingestellt hatte, nicht die, mit der die Kamera dann auch tatsächlich belichtet hat. Weil, die weiß ich ja nicht, die kann ich nur raten. Ich denke, dass die hier schon eher im niedrigen Zentelsekundenbereich liegt.) Witzig sieht das ja aus, aber halt nicht das, was man eigentlich haben will. Aber ein gutes Beispiel dafür, was einen bei 70 Jahre alten Kameras erwartet! ;-)


Apropos alt: Halb so alt wie die Kamera ist dieser historische Benz! (1/200s, f/11.) Gut erhaltenes Stück. Mag ich. In meiner Jugend hatte der Vater ja was ähnliches. Da sieht man, wie alt ich bin. Wundere mich noch immer, dass sowas heutzutage schon "historisch" ist und mit H-Kennzeichen rum fährt!

Gegen Ende des Filmes ging es dann auch wieder zurück in bekanntere Gebiete. So habe ich mal wieder den Drachentöter mit genommen, damit man was zum Vergleichen hat mit all den anderen Drachentötern, die ich immer mit alten Kameras erstelle. (1/200s, f/11.) Da ich wie gesagt nur die Normalbrennweite habe und man auf der Kamera auch nichts anderes anbringen kann, eher klein. Aber ich finde, das Bild hat trotzdem was. Das Haus im Hintergrund stört mcih etwas. Was den Vergleich mit anderen Kameras angeht: Schwierig bei f/11. Da ist eh alles scharf! (Ich kenne nur ein Objektiv, das bei f/11 noch immer nicht wirklich anständige Bilder macht, und das ist dieses ganz schreckliche Hanimex-Weitwinkel! :-D


Zum Schluss noch ein Bild vom Kirchturm durch die noch winterkahlen Bäume hinweg. (1/200s, f/11.) Hübsch, aber nichts, was ich nicht schon 100 Mal gemacht hätte. Aber daher auch gut im Vergleich.

Und ganz am Ende noch der frisch aufgeblühte Azaleen-Busch. (1/200s, f/16.) Das ist die "schnellste" Einstellung, die die Kamera glaube ich kann. Oder geht die bis f/22? Muss ich noch mal nachschauen. Aber das hat hier jedenfalls gerade so ausgereicht, die Blüten einigermaßen gut abzubilden. War sehr hell an jenem Morgen im März!

Das war jedenfalls dieser Film. Was kommt als nächstes? Oh, ich muss dringend mal scannen. Man kommt zu nichts! ;-)