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Nikon F-401x

Was haben wir denn hier? Eine neue alte Nikon! Und zwar eine Nikon F-401X (in den USA auch als N5005 bekannt). Und bevor jetzt einer wieder was sagt: 3,50 Euro bei ehBlöd! (Gut, Versand kam noch drauf.) Damit war sie nur unwesentlich teurer als meine F601, die ich für einen 1 Euro bekommen habe. Sie wissen schon, die, die als defekt verkauft wurde und so aussieht, als hätte sie jemand überfahren, die aber trotzdem noch immer einwandfrei Bilder macht.

Warum ein F401? Weil ich hauptsächlich mal testen will, ob da die modernen AF-S G Objektive dran funktionieren. Also, Autofokus wird definitiv nicht gehen, denn die weiß nichts vom eingebauten Motor in diesen modernen Linsen. Aber diese Kamera hat sowohl einen Drehknopf für Zeit als auch einen für Blende: Es müsste/sollte/dürfte also möglich sein, damit korrekt belichtete Bilder zu machen, vor allem im A- und im M-Modus, was die F601 zB nicht richtig kann, bei der ich auf das Programm-Shift zurückgreifen muss, was manchmal etwas blöde ist. Ich muss jetzt allerdings gestehen: Ich habe es noch immer nicht probiert, was passiert, wenn ich zB das 50/1.8 G drauf mache. Und jetzt hab ich einen Film drin liegen, da kann ich das auch nicht so einfach, ohne mindestens einen Frame zu verschwenden! Also später mal testen. Oder wenn am Ende des Films noch ein Bild über ist, einfach mal drauf machen und gucken, was passiert!


Jedenfalls, ich habe als erstes mal das 50/1.4 AF drauf gemacht, das zeitlich recht gut dazu passt. Die Design Language ist da doch sehr passend. Auch wenn es damals wohl eher selten passiert ist, dass jemand so ein teures Semi-Profi-Objektiv auf eine Einsteigerkamera wie diese montiert hat. Aber es funktioniert einwandfrei und das ist ja auch zu erwarten. Macht ja auch Sinn, denn schließlich ist das (u.A.) mal wieder als Referenz in der Anleitung angegeben, wenn es um die verwendeten Blende/Zeit-Kombinationen geht.

Warum ist das nur eine Einsteiger-Kamera? Nun, sie spart sich zB sämtliche LCDs: Weder im Sucher noch oben auf dem Topdeck ist eine solche Anzeige zu sehen. Das bedeutet auch, dass man keine Ahnung hat, welche Werte die Kamera in den (Halb-)Automatik-Modi einspielt. Es gibt nur ein blinkendes + oder -, wenn man drüber ist. Bei manuellen Objektiven (AI und AI-S) gibt es auch als Fokussierhilfe nur einen Punkt, aber keine Pfeile. Diese lassen sich auch nur im M-Modus verwenden ohne Belichtungsmessung, da die Kamera keinen Blendenfühler hat, sondern sich vollständig auf die Rückmeldung über die Kontakte verlässt. Das spart einiges an Kosten am Body, macht die Verwendung solcher Objektive allerdings auch eher unhandlich, da man einen externen Messer benötigt. Aber da diese Kamera zum Einstieg gedacht war und somit wahrscheinlich für Personen, die eh noch keine Objektive aus früheren Zeiten hatten, ist das glaube ich auch OK so. Der Upgrade-Pfad für andere wäre wahrscheinlich eher die 801 gewesen, die aber auch entsprechend teurer ist, oder zB meine 601.


Daneben hat sie auch keine Abblendtaste, was für mich ja immer ein sicheres Zeichen ist, dass es sich um eine Amateur-Kamera handelt. Immerhin gibt es aber einen Auto Exposure Lock Button, neben dem Objektivanschluss, wo ich es zuerst für eine Abblendtaste gehalten habe. Der schaltet auch automatisch von Matrix-Messung auf mittenbetont um.

Ansonsten kommt die Kamera relativ schwer daher und liegt wertig in der Hand, im Gegensatz zu so manch anderer Einsteiger-Kamera. (Die F50, die ja in den 90ern raus kam, wiegt im Vergleich nichts!) Das Gewicht schätze ich bei dieser hier ähnlich ein wie bei der 601 oder der 801. Die Verarbeitung ist hier noch Nikon-typisch: Auch nach 35 Jahren sieht die Kamera aus wie neu, das Bajonett hat nicht mal groß Kratzer. (Aber vielleicht war auch immer nur das Standard-Objektiv verbaut oder eins mit Plastik-Ring.) Die Position der beiden Drehrädchen ist nicht so toll gelöst. Selbst ich mit meinen eher langen Fingern komme da nur schlecht dran und durch die fehlende Anzeige im Sucher muss man öfter mal die Kamera vom Auge nehmen um zu schauen, was man da eingestellt hat. Gut, 90% der Leute werden die eh immer im Programmmodus verwendet haben. Da muss man sich da nicht drum kümmern.


Den stellt man übrigens ein, indem man sowohl die Zeit als auch die Blende auf Automatik stellt. Macht Sinn. Wenn man nur eines der Rädchen auf A oder S stellt, bekommt man eine entsprechende Halbautomatik. Also eigentlich recht logisches Bedienkonzept. Bei den beiden Vorgängern (der 401 und der 401S) war übrigens eine durchsichtige Platte über diesen Rädern angebracht (bei der S bin ich mir nicht ganz sicher), diese hat sich Nikon hier gespart. Dadurch liegen die Räder praktisch frei. Ganz an der Seite befindet sich ein gutes altmodisches mechanisches Zählwerk. Zudem gibt es einen integrierten Blitz, bei dem ich mir nicht sicher bin, ob der an dieser Kamera noch funktioniert. Ich hätte den mal ohne Film testen sollen; so habe ich irgendwo draußen in der Wildnis gestanden und wollte Aufhellblitzen und ich hatte den Eindruck, dass nichts passiert ist!

Überhaupt scheint die Kamera lange Zeit unbenutzt rumgestanden zu haben, was ihr nicht gut bekommen ist: Da sie mit vier Alkali-AA betrieben wird, kann man diese gerne mal vergessen und dann hat man den ausgelaufenen Siff im Gehäuse. Das hat bei dieser dazu geführt, dass beim Öffnen erst mal die Platte aus Metall, die den einen Kontakt darstellt, aus der Verankerung geflutscht ist und die Feder für den Riegel flöten gegangen ist. Deswegen das Gummiband, das jetzt die Tür geschlossen hält. Außerdem musste ich erst mal die Kontakte richtig reinigen und dann anrauen, damit der Strom richtig fließen konnte. Nebenbei hat der Filmtransport am Anfang ein bisschen gestreikt und wollte die Bilder nach Auslösung nicht vorspulen. Musste ich im Wechselsack den Film erst mal wieder raus pulen und dann habe ich den Transportspulenhaken ein bisschen mit Kontaktreiniger bearbeitet, damit der sich besser dreht und dann testweise meinen Filmrückholfilm zwei mal da durch gejagt. Danach der Verschluss vollständig ausgelöst. Bin jetzt mal gespannt, wie die ersten vier Bilder auf dem Film wohl aussehen, ob ich da jetzt Mehrfachbelichtungen oder überhaupt irgendwas drauf habe. Wir werden sehen.


Fazit: Brauche ich noch eine Nikon aus den 1990ern? Naja, was heißt schon "brauchen"? ;-) Aber dieses Teil ist für mich interessant, handelt es sich praktisch um das kleinere Modelläquivalent meiner 601. Das Laufwerk zB scheint das gleiche zu sein, nur der Funktionsumfang ist etwas billiger gehalten. Der Shutter ist mit 1/2000s brauchbar schnell und auch hier - denke ich - sind die gleichen Teile verbaut wie in der 601. Für 3,50 kann ich auch über die kleineren Probleme hinweg sehen. Mal sehen, was aus dem Film raus kommt. Den werde ich die Tage mal voll machen und dann auch möglichst schnell entwickeln. Habe hier eh noch einen rum liegen, der gemacht werden muss.

Filmentwicklung am Freitag - zweimal Kentmere 100

Heute war es mal wieder so weit, der April war nämlich sehr ergiebig was meine Schwarz-Weiß-Fotografie anbelangt: Ich habe einen Film halb in Köln, halb in der Wahner Heide verschossen, und einen zweiten als Test in eine noch nicht hier vorgestellte Kamera eingelegt und drei verschiedene Nikkor-Objektive damit getestet, eines davon das 50/1.8G. Wie immer bei den etwas besseren Filmen in letzter Zeit kam Fomadon P W37 zum Einsatz. Das Zeug ist ja eigentlich sowas wie ID11 oder D-76, aber scheinbar ist es wohl stärker gepuffert, was wohl die Entwicklung leicht verlängert. Was erklärt, weshalb ich die Negative immer ein bisschen dünn fand. Deswegen habe ich heute einfach mal 10:30 Minuten statt 9:00 genommen. Einen wirklich großen Unterschied sehe ich allerdings erst mal nicht. Nun ist der Film aber auch noch recht feucht und ich muss ihn mal neben meine Referenz-Entwicklung daneben legen.


Was man aber deutlich sehen kann, auch hier in den Fotos: Die alte, manuelle Konica hat deutlich dunklere Bilder produziert, habe ich den Eindruck. Woran auch immer das liegen mag, wahrscheinlich an meiner Vorliebe, den Belichtungsmesser bei solchen Kameras eher als Vorschlag zu sehen denn als absolutes Gesetz. ;-) Die Nikon (soviel sei verraten) macht da deutlich ausgeglichenere Bilder, sagen wir es mal so. Die (soviel sei ebenfalls verraten) macht auch viel mehr elektronisch und viel mehr (halb- bis komplett) automatisch. Wir befinden uns hier aber auch in einer völlig anderen Generation.


So, jetzt stinken meine Hände wieder nach Entwickler, obwohl in Handschuhe an hatte, und eigentlich wollte ich ja mal einen Toast frühstücken, aber das überlege ich mir noch ein bisschen. Vielleicht noch zwei mal die Hände waschen vorher, damit nicht alles so nach Hydrochinon und Metol stinkt. Hm, welches davon müffelt so? Wahrscheinlich das Natriumsulfit, das da eigentlich nur zur Haltbarmachung drin ist! ;-) (Wobei, wenn das Chinon und Metol an der Luft oxidieren, sollte das wahrscheinlich auch nach faulen Eiern muffeln.)

Aber egal. Mal sehen, wann ich den nächsten Film entwickle. Bei dem Sommerwetter ist ja eher Farbfilm angesagt. Ich hab da noch ein paar Diafilme, die ich mal testen müsste, die ich letztes Jahr vom Flohmarkt mitgenommen habe... Aber die kann ich nicht selber entwickeln. Wobei das als Referenz, ob die noch gut sind, vielleicht auch ganz sinnvoll wäre, die ins Labor zu geben. Aber mindestens einen davon würde ich gerne in normaler Farbchemie cross developen. Naja, mal sehen, was sich in näherer Zukunft ergibt. ;-)

Schwarz-weiß und analog, Teil 335a: Orga im Sauerland (Film 1)

Kentmere 100 #22, 6. Faburar 2026
  • Nikon F801S, AF Nikkor 50mm 1:1.4, Nikkor AI 35mm 1:2, Nikkor AI 200mm 1:4, Sigma Aspherical High-Speed Wide 28mm, Sigma AF Tele 400mm 1:5,6 Multi Coated APO
  • Entwicklung: Fomadon P Stock #1+#2 20° 9:00 Minuten, Adofix Plus 1+5 #22+#23 (?), 7:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Heute schwarzweiß: Damit ich hier auch mal weiter komme! ;-) Schließlich habe ich noch genügend Filme in der Pipeline! Zum Glück habe ich mir keine Werte aufgeschrieben, sodass ich auch nicht zu jedem Foto was schreiben muss. Die F801 macht immer präzise und gute Belichtungen, die Nikon-Objektive sind eh alle hervorragend. Die einzige Unbekannte war das große, schwere Sigma-Tele, das ich hier auch mal auf einer Filmkamera zum Einsatz gebracht habe. Egal, weniger quatschen, mehr Fotos:

Als erstes haben wir hier das Moopsie, das uns beim Parken entgegen kam und ganz viel gestreichelt werden wollte. So ein liebes Tier! Und knuddelig! Und äußerst kompakt! ;-) Nebenan der Trecker, den ich glaube ich auch jedes Jahr fotografiere. Heute mit viel Sonne. Anders als sonst lag kein Schnee im Sauerland! Und die Helligkeit habe ich gleich mal ausgenutzt, um in der Hofeinfahrt den Strauß mit Trockenblumen abzulichten. Passt. Gefällt mir gut in s/w. Und der Kentmere eignet sich auch ganz gut dafür. Könnte etwas kontrastiger sein, aber da war auch nicht das Licht für.


Die Kapelle habe ich dann mal mit dem Sigma geschossen. 400mm sind schon eine unerhört lange Brennweite, wie man auch hier gut sehen kann. Aber das Tele funktioniert echt gut auf der F801. Sollte ja auch ungefähr die korrekte Generation von Kamera dafür sein. Deshalb habe ich gleich mal weiter gemacht und auch die Kirchturmuhr ins Visier genommen. Könnte auch einen Tacken schärfer sein, aber das war mir ja schon auf Digital aufgefallen: Es ist halt dann doch kein Nikkor! Aber für Film reicht es eigentlich. Das Veltins-Schild hingegen ist richtig scharf geworden. Ich habe ja den Verdacht, dass der leicht wackelige Fokusring für die Unendlichkeits-Probleme dieses Objektives verantwortlich ist. Und hier ist es eben nicht unendlich, sondern so 20 Meter oder so.

Und dann mal als Kontrast ein eher weitwinkliges Bild mit dem Kirchturm und dem Baum daneben. Voll in die Sonne, also Silhouette. Sehr schön geworden, finde ich. Eigentlich einen Abzug wert. Sollte ich einen machen, einen billigen Rahmen drum machen und in Sundern ins Haus hängen. Mal schauen, ob es einem auffällt! ;-) Vor der Kirche steht außerdem noch dieses Schild, das vor Schulkindern warnt. Macht ja auch Sinn: Schulkinder sind echt gefährlich! Mit ihrer verrohten Jugendsprache und diesem TockTick! :-D (Das war Satire, übrigens!) Dann noch an der Kirche selber den Gockel am Eingang erwischt. Noch ehe der Hahn kräht, sozusagen. Oder: Die Gallier kommen?!


Und dann: Die Feuerwehr. Die ist auch immer wieder eines meiner Motive. Als ob es hier im Rheinland keine Feuerwehren gäbe. Dabei haben wir drüben, wo Siegburg, Hennef und St. Augustin zusammenstoßen, doch so eine richtig moderne neue Feuerwache! Dann wieder rund um die Kirche und da noch den einen Grabstein mit genommen. Das andere stelenartige Dings gehört allerdings schon wieder nicht dazu, sondern zu unserem Aufstieg zur Kapelle oben auf dem Berg. Den gibt es dann aber erst im "erweiterten Eintrag", weil, das werden hier ja schon wieder viel zu viele Fotos! KLICK! "Schwarz-weiß und analog, Teil 335a: Orga im Sauerland (Film 1)" vollständig lesen

Provisiorische Reinigung Porst Weitwinkel 28mm 1:2.8

Mit der Porst compact reflex OC-N kam ein Porst Weitwinkel 28mm 1:2.8. Dieses war sehr sehr pilzig in den hinteren Linsen, sodass da erst mal eine kleine Reinigung anstand. Weil das Wetter an jenem Tag (4.4.) so schön war, habe ich mich in den Garten gesetzt, nachdem ich all meine Werkzeuge zusammengeklaubt und in meine alte Schultasche gesteckt hatte. (Habe letztens beschlossen, dass ich dieses Leder-Umhänge-Taschen-Dings tatsächlich mal wieder verwenden sollte, nachdem es seit Uni-Tagen im Keller gelegen hat. Müsste mal raus bekommen, was man da für ein Lederpfelegmittel drauf anbringen müsste, um die Kratzer etwas zu kaschieren. Normale Schuhcreme würde wahrscheinlich zu sehr an die Klamotten abfärben, nehme ich an? Aber ich schweife mal wieder ab...)


Wie man auf den Bildern sehen kann, war der Pilzbewuchs schon ziemlich fortgeschritten. Einer der Gründe, weshalb ich den Herrn am Flohmarktstand so lange bequatscht habe, bis er mir die Kamera so gegeben hat, ohne dass ich was zahlen musste. (Die Kamera selber gibt noch immer keinen Ton von sich, ich nehme an, da hat die Elektronik einen Schlag bekommen. Aber das vollmechanische Objektiv lässt sich ja vielleicht retten.) Neben dem Pilz ist auch die Blende sehr träge bis unbenutzbar. Aber das ist bei älteren Objektiven ja öfter so und nicht ursächlich zusammenhängend. Wobei, die Ursache ist bei beiden "falsche Lagerung". Der Pilz kommt davon, wenn es zu feucht und stickig ist, also nicht gut belüftet wurde, die fettige Blende kommt eher von zu hohen Temperaturen, bei denen sich das Fett im Fokus-Schneckengang verflüssigt. Wobei manche das auch einfach so machen, wenn sie alt werden. Siehe Minolta AF.

Habe also als erstes mal den Zirkel gegriffen, den J mir zur Verfügung gestellt hat. Der alte von E ist zwar auch benutzbar, aber so antik, dass ich ihn ungerne kaputt machen möchte. Außerdem ist dieser hier an beiden Seiten mit einer Nadel versehen, das hilft beim Schrauben ungemein. Den anderen hatte ich ja mit einer alten Büroklammer um-macgyvert, aber das war eher suboptimal. Eigentlich bräuchte ich mal ein korrektes Tool, um diese Schraubringe zu lösen, aber keine Ahnung, wo man sowas bekommt.


Nachdem ich die hintere Linsengruppe einfach raus schrauben konnte, habe ich den Zirkel jedenfalls für die kleinen Ringe gut verwenden können, die die einzelnen Linsen halten. Immer gut drauf achten, in welche Richtung die gehören. Und dann wie immer erst mal in Wasserstoffperoxid gespült, um die Sporen zu killen, danach mit Isopropanol alles weitere umgebracht, was den Erstschlag überlebt hat. Außerdem verdampft der Alkohol schön und lässt das Glas wieder glänzen. Nachdem ich dann alles wieder zusammengesetzt hatte, habe ich festgestellt, dass jetzt Feuchtigkeit zwischen den hintersten beiden Linsen steckte und einen nebeligen Beschlag bildete. Also noch mal alles auseinander genommen und die Linsen richtig getrocknet.

Danach habe ich mich den Blendenlamellen zugewandt und erst mal eine *plink* durch den halben Garten geschossen! Ja, scheiße, wenn man so blind ist wie ich und dann 10 Minuten suchen darf. Außerdem stellte sich heraus, dass die Demontage des Blenden-Gehäuses völlig überflüssig war, denn denn die Lamellen selber waren eigentlich mehr oder weniger sauber. Ja gut, wenn ich schon hier bin, reinige ich die auch - besonders die eine, die ins Beet geflitscht war. Aber das eigentliche Problem ist weiter unten im Tubus: Das Fett aus dem Schneckengang scheint in die tiefer liegende Mechanik eingesickert zu sein, also in den Ring, an dem der Blendenhebel befestigt ist, und in angrenzende Gebiete. Da war es jedenfalls sehr ölig, was man auch auf dem Bild sehen kann. Habe mit etwas Alkohol auch hier das gröbste gereinigt, aber um das richtig ans Laufen zu bekommen, müsste ich das ganze Teil auseinander nehmen und da hatte ich im Garten echt keine Lust drauf. Wer weiß, wo die Blendenklickkugel dann landet! Nee, echt nicht, das will ich eigentlich schon drinnen nicht machen!


Um die Blende etwas leichtgängiger zu machen, habe ich stattdessen etwas Kontaktreiniger hinzugefügt, der verflüssigt das Fett hoffentlich ein bisschen. Das ist keine dauerhafte Lösung, aber immerhin konnte ich so ein paar Testfotos machen. Ich habe mit ja kürzlich und für günstig einen PK-Adapter-Ring für EOS besorgt. (Weil: Ist nicht so klobig wie noch ein großer Adapter direkt auf E-Mount. Einen EOS-E-Adapter habe ich ja schon. Jaja, Adapter-Stacking! :-D) Aber auf der Canon EOS 700D brauche ich zB nur den einen einzigen Adapter und die lässt mich im Live View auch eine Vergrößerung machen, sodass ich besser scharf stellen kann, sodass ich heute (14.4.) mal ein paar Testfotos damit nachgeholt habe, nachdem ich damals keine Zeit dafür hatte. Nix dolles, auch nur Garten wie immer:


Aber das Ding kann was, selbst auf dieser Crop-Kamera (effektive Brennweite ~45mm) mit der eher geringen Auflösung. Wenn ich es geschafft habe, die Barthaare vom Moopsie-Socken-Kater richtig scharf zu bekommen, sind die richtig gut abgebildet! Überhaupt hinterlässt das Objektiv auf der Canon einen recht farbenfroh-bunten Eindruck. (Die Gegenlicht-Bilder habe ich weggelassen, das mag es nämlich - erwartungsgemäß für so eine alte Optik - gar nicht!) Aber ich denke, die halbe Stunde, die ich da an Reinigungs-Arbeit rein gesteckt habe, hat sich echt gelohnt! Die Bilder sind richtig gut geworden. Ich frage mich, wer das damals tatsächlich für Porst gebaut hat. Scheint ein besserer Hersteller gewesen zu sein. Gut, weiß man nicht wirklich, diese kleinen Weitwinkel-Festbrennweiten waren Ende der 1970er auch kein Hexenwerk mehr!

(Habe mir keine Blenden aufgeschrieben, aber: Die Obstblüten sind offen bei f/2,8, der Kater bei f/4, die Tulpe bei f/5,6, ebenso das tränende Herz, während das Gewächshaus f/8 hatte - alles ohne Gewähr. ;-))

Schwarz-weiß und analog, Teil 334: Porst Happy Fail ;-)

Fomapan 200 #6, 29. März 2026
  • Porst Happy
  • Entwicklung: Fomadon R09 1+50 20° 9:00 Minuten, Adofix Plus 1+5 #1 (neu), 3:30 Minuten, Adoflo II 1+200
Weil die Testbilder so witzig geworden sind, ziehe ich die jetzt mal einfach vor: Die Happy ist really unhappy! ;-) Deswegen das kleine Wortspiel im Titel. Von den 12 Bildern, die auf einen 120-Film in 6x6 cm passen, sind tatsächlich drei was geworden. Die Restlichen reden wir nicht drüber, wobei die teilweise wiedermal einen sehr spannenden Doppelbelichtungseffekt haben, obwohl ich gar nicht doppelt belichtet habe. Zum Beispiel bei der Kirche, die senkrecht und waagerecht auf dem Film ist! Witzig! Ach ja, und außerdem: Der Foma 200 aus dieser Charge hat diese seltsamen Flecken in der Körnung. Keine Ahnung, ich hätte den damals einfach mal umtauschen sollen. Richtig ist das so nicht...

Das erste Bild zeigt den Hexenturm und man kann gut sehen, wie sehr diese einzelne Plastiklinse an den Ecken verzerrt. Insgesamt aber nicht schlimmer als die alten Box-Kameras. Die Happy kann man immerhin fokussieren! Luxus! ;-)


Am Ende des Filmes waren wir unten am Siegwerk, wo die alten Gleise noch immer vor sich hin rotten. Die beiden Bilder, die ich da gemacht habe, sehen sogar richtig gut aus (wenn man mal vom Lichtleck auf dem zweiten absieht). Das mit dem Fokussieren funktioniert also sogar ganz gut, obwohl ich da nichts gemessen, sondern alles geraten habe! Der alte Schaltkasten ist nicht ganz in Focus, aber bei mindestens f/8 merkt das keiner. Stimmt, habe ich mir eigentlich gar keine Blenden aufgeschrieben gehabt? Hm, nee, scheinbar nicht. Sowas!

Das Weichenumstellhebeldingsbums ist ein bisschen schief, aber das macht nichts. Und die in den Busch führenden Gleise gefallen mir richtig gut. Die Plastiklinse hat hier schwere Probleme mit dem Gegenlicht, der Kontrast ist nur so hoch, weil ich hier nach dem Scan etwas nachgeholfen habe. Im Negativ sieht das alles etwas flacher aus.

Was man von diesen drei Bildern, die was geworden sind, sagen kann, ist: Man kann hier den ersten Grund sehen, wieso diese Kamera gerne von einer bestimmten Gruppe von Fotografen benutzt wurde. Sie ist Simpel und mit dem Potenzial, interessante Bilder einzufangen. Und jetzt kommen wir zu dem anderen Grund: Dieses Teil hat einfach manchmal Ladehemmungen und ich nehme an, die sind mit dem Alter einfach häufiger geworden. Und dann kommen Bilder dabei raus, die - sagen wir mal - künstlerisch anmuten. Deswegen habe ich die restlichen von diesem Film alle mal nacheinander hier rein gehauen:


Dass man darauf überhaupt irgendwas erkennen kann, liegt hauptsächlich daran, dass der gute alte Epson Scanner tatsächlich einiges da raus holen kann. Dann gaaaanz viel GIMP und Kurven und Gedöns und dann kann man immerhin erkennen, was ich mir dabei gedacht hatte. Und wie gesagt: Sehr spannende, künstlerisch wertvolle Bilder! :-D Naja. Nicht wirklich. Aber ihr könnt ja mal raten, was ich da jeweils aufnehmen wollte! ;-)