Skip to content

Farbfilmentwicklung fremder Farbfilme vom Flohmarkt

23.8.: Am Samstag letzter Woche, da war ich fleißig. Da habe ich nicht nur mit dem Milliput gespielt, da habe ich auch gleich mal das Axel Color Newbies C41 Kit getestet und zwar an den Filmen, die ich bei der letzten Kamera mit gekauft habe. Die habe ich also gar nicht belichtet, das sind nicht meine Fotos. Scheint eine Familienfeier zu sein. (An dieser Äußerung kann der gewiefte Leser erkennen, dass dieses Experiment irgendwie geklappt haben muss! ;-))

Als erstes habe ich mal den Sous Vide Stab in die Wanne gesteckt und diese mit auf 36° Vorgeheiztem Leitungswasser gefüllt. Dann 38,5° eingestellt - weil, das muss ja warm werden! Nachher hab ich es dann auf 38° reduziert, wie es in der Anleitung steht. Ich glaube, diese sehr dünn- und einwandige Wanne strahlt sehr viel Wärme nach außen ab, da kommt der Kochstab kaum nach. Dann habe ich die Teile 1, 2 und 3 des Entwickler-Kits zu je 100ml abgemessen und ineinander gekippt. Das ergab eine sehr hübsche goldene Farbe! Das dann mit 200ml auf 500ml aufgefüllt, mit dem vorgeheizten Wasser aus der Wanne. Das Gleiche dann mit dem Blix (Bleach + Fixer), also je 100ml abgemessen und mit 300ml auf 500ml aufgefüllt. Und zuletzt das Stabilisationsbad: 100ml auf 500ml aufgefüllt.


Den Film habe ich dann wie immer in den Jobo-Tank gefädelt, diesen dann aber mit dem Wasser aus der Wanne vorgespült, so 2-3 Mal, damit der Film und die Dose schon mal die richtige Temperatur haben. Dann für 3:15 Minuten - wie in der Anleitung beschrieben - entwickelt, gespült, 6 Minuten geblixt, wieder gewaschen und schließlich das Stabi-Bad für eine Minute eingefüllt. Letzteres schäumt übrigens wie Sau! Grunz! Da in der Anleitung nichts (null, nada) von "Agitation" steht, habe ich die zwei Filme heute unterschiedlich gemacht - um zu sehen, was besser geht: Den ersten habe ich alle 30 Sekunden zwei Mal gekippt, den zweiten habe ich versucht, im Wasser kontinuierlich zu drehen (wie das in einem Labor wahrscheinlich auf gemacht würde; da werden die Filme ja aneinander gepappt und in einem durch die Suppe gezogen). Ehrlich gesagt: Der Unterschied ist marginal. Ich muss mal sehen, was auf dem Scanner nachher besser aussieht, aber wenn da der Unterschied ebenfalls so gering ist, werde ich die weiteren Filme mit dem üblichen 30s Rhythmus entwickeln. Das ist weniger stressig.

Als ich den ersten Film aus dem Stabi-Bad gefischt habe, war ich zuerst sehr verdutzt, dass der auf der Rückseite noch immer so opak erschien: Der kam praktisch komplett gelb-orange-braun aus der Dose. Aber sobald das Wasser abgeperlt war und der Film so richtig anfing zu trocknen, wurde er langsam durchsichtiger. Ist das so gewollt? Ist das normal? Ich mache C41 zum ersten Mal! Der zweite, den ich kontinuierlich gedreht hatte, kam etwas klarer raus, aber auch nicht wirklich viel mehr. Ich hab keine Ahnung! Insgesamt sind beide allerdings auch nach dem vollständigen Trocknen sehr dunkel und dicht geworden, aber das kann durchaus auch am Alter des Materials liegen. Wer weiß, wie lange die Filme da in der Tasche von Flohmarkt zu Flohmarkt getingelt sind, bevor ich sie gekauft habe! Ach ja, und die schöne goldene Farbe des Entwicklers verwandelte sich bereits nach dem ersten Film in eine ziemlich schmutzige graue Brühe! Ih. ;-)


Und hier jetzt eine Vorschau auf das Ergebnis. Viele Bilder werde ich davon nicht vorzeigen können, da sind überall Leute drauf, zT Kinder. Fremde Menschen ins Netz stellen: No no! Und so schrecklich spannend ist das auch nicht für unbeteiligten Zuschauer. Ich schau mal, was da raus kommt. Wenn die sich bei der Dichte überhaupt scannen lassen. ;-)

Update: Habe die Filme mittlerweile durch den Scanner gejagt und das Ergebnis ist bei beiden ungefähr gleich. Ich schiebe die starke Grundfärbung tatsächlich einfach mal auf die lange Überlagerung, vor allem im belichteten Zustand. Hier jedenfalls vier Beispiele von Fotos, auf denen tatsächlich keine Personen zu sehen waren. Wie gesagt, man kann ja nicht einfach so Hinz und Kunz ins Internet stellen!



Ich glaube, wir befinden uns hier in Xanten? Ich kenn' mich da nicht aus, ich war tatsächlich noch nie da. Das erste Bild habe ich nicht weiter farbkorrigiert, das ist das, was der Scanner mit seinen Grundeinstellungen produziert hat. Die anderen drei habe ich versucht, ein bisschen in den Tonwerten zu korrigieren, dass das alles nicht ganz so lila-pink-ish aussieht. Ich bin da nicht gut drin, ich bin bei Farben immer etwas überfordert, deswegen mache ich ja hauptsächlich s/w-Fotos! Es hängt ja auch immer sehr vom Wetter ab, das der Fotograf da vorgefunden hat. Sieht aber nach durchgängiger Nebelschicht über der Stadt aus, so leicht nach Smog, dementsprechend habe ich versucht, die Farben zu treffen. Ich glaube, ich habe etwas in die grüne Richtung überkompensiert. Naja, egal. Es hat jedenfalls gut geklappt, obwohl das, als die Filme unter der Dusche hingen, zuerst gar nicht so ausgesehen hat.

Farbfilme schongaren

War billig und wenn es zum Filme entwickeln nicht taugt, kann man noch immer damit kochen, habe ich mir sagen lassen. Deswegen habe ich eher günstig so einen praktischen Sous-Vide-Stab bei der großen, bösen Auktionsplattform erstanden. Und der war am Montag schon in der Post, obwohl er erst für Dienstag angekündigt war. Tja, dann werde ich das mit dem Farbentwickeln wohl tatsächlich mal in Angriff nehmen müssen. Wann ist das Wetter denn mal so richtig schlecht, dass ich draußen keine Foto-Op verpasse?! ;-)


Wie man sieht, das Ding kam in einem riesigen Paket. Ich weiß gar nicht warum. Das ist ja eigentlich recht handlich, selbst mit der Umverpackung. Der Verkäufer hatte es als ungeöffnete Neuware mit optischen Mängeln eingestellt, aber mit dem Klebestreifen über dem rausziehbaren Papp-Schluppsi bin ich mir mit dem "ungeöffnet" nicht mehr so sicher. Ich nehme an, "unbenutztes Ausstellungsstück" wäre genauer gewesen. Ist aber auch egal, solange es funktioniert. Auf der Anzeige oben drauf ist jedenfalls noch die Schutzfolie und da ich annehme, dass ich der einzige Mensch im Universum bin, der die immer drauf lässt... ;-)

Jedenfalls habe ich das magische Gerät dann mal in die Steckdose gestellt und erwartungsgemäß gibt es einen Fehler "E3" aus, weil es kein Wasser hat. Macht Sinn, man will ja nicht die Bude abfackeln! Ist im Prinzip ja nur ein glorifizierter Tauchsieder! Deswegen habe ich ihn am Dienstag, als ich dann etwas mehr Zeit hatte, mal testweise in einen kleinen Haribo-Becher gestellt und bei minimaler Füllhöhe getestet. Und ja, geht. Wie genau die Temperatur tatsächlich ist, die da angezeigt wird, ist noch eine zu debattierende Angelegenheit: Stelle ich es auf 38,0°C ein, dann zeigt mein Film-Thermometer etwas über 35°. Stelle ich es auf 40°C, zeigt das Thermometer sowas wie 38,5°. Also irgendwo dazwischen liegt der Sweetspot, den ich für Farbfilme brauche. (Ich muss mal schauen, ob ich das auf Farenheit umgestellt bekomme, dann stelle ich es einfach auf 100 und gucke mal, was passiert. Ahh, Freedom Units! :-D)


Grundsätzlich funktioniert es aber und ich kann dem Verkäufer ein paar Sternchen hinterlassen. Ich mein, dass die Steuerung bei der niedrigen Temperatur nicht ganz so genau ist, war ja fast zu erwarten. Das ist ja doch eigentlich auf ein paar Grad mehr ausgelegt, man soll damit ja schließlich garen können. Also, so ab 50° aufwärts ist das wahrscheinlich (evtl. möglicherweise hoffentlich?) genauer. Ich mein, da sind Zehntel-Grad-Schritte einstellbar, das ist eh albern. Ich glaube nicht, dass ein Gerät, das 20 Euro gekostet hat, einen Sensor hat, der das überhaupt unterscheiden kann, und wenn doch, ist dem Mikrocontroller das wahrscheinlich eh schnuppe.

Ansonsten: Spannend, was die Chinesen so bauen! Und im Gegensatz zum üblichen China-Elektronik-Kram kommt das sogar mit einer verständlichen Übersetzung der Betriebsanleitung. Das Rezeptbuch ist allerdings nur in Englisch (und in besagten Freedom Units) dabei. Gut, auch das ist verständlich geschrieben. Auch wenn ich ein wenig verwirrt bin, dass man nach dem Schongaren der meisten Nahrungsmittel trotzdem noch mal den Herd anwerfen muss, um zB das Steak mit einer knusprigen Kruste zu versehen. Ja, OK, macht Sinn, aber auch Arbeit und Dreck. Naja, aber dafür wollte ich es eh nicht verwenden. ;-)

Farbchemie in der Post: Axel Color Newbie Kit C41 3 Bath

Die Post GLS war da. Der arme Mann, der gerade frisch aus Nahost importiert worden ist, um hier auf dem Dorf die Pakete auszuliefern, kein Wort Deutsch spricht, nur gebrochen Englisch mit Händen und Füßen, musste den völlig chaotisch eingeräumten Sprinter ungefähr eine Viertelstunde durchsuchen, bis er die Kiste endlich gefunden hatte. Der tat mir echt leid. Nicht nur, dass der hier in der Pampa auch noch den "richtigen" Mauspfad finden musste, ist er dann vorsichtshalber auch noch - tüt tüt tüt - rückwärts hier in die Sackgasse, weil er schienbar Angst hatte, dass er sonst nicht wieder raus kommt. Wenn all seine Kunden heute so sind, dann ist der aber noch um 10 Uhr Nachts unterwegs. Die Kollegen könnten echt mal die Klamotten, die er zuerst ausliefern muss, weiter nach vorne sortieren. Aber die sind wahrscheinlich auch nicht sonderlich motiviert. Ich weiß ja nicht, wie die Lohnverhältnisse im Paketdienst so sind, aber ich fürchte, wenn die am Ende des Tages auf Mindestlohn kommen, hatten sie Glück. Einer der Gründe, weshalb ich ungern im Internet bestelle: Die Ausbeutung des Proletariats durch das Kapital! Aber das ist ein anderes Thema, Herr Marx. ;-)

Jedenfalls, TL;DR: Die Farbchemie ist gekommen! Jetzt bin ich aber echt mal gespannt, was man damit machen kann. (Ich schätze mal: Farbfilme entwickeln.) Ich war ja eigentlich nur auf die dumme Idee gekommen, weil ich mittlerweile so viele Filme hier liegen habe, die mit den div. Kameras vom Flohmarkt gekommen sind und die ich ungern in die Entwicklung beim Fotoladen oder Drogerie geben will, weil, sind ja nicht meine Fotos, wer weiß, was da drauf ist! Und jetzt kann ich die als Übungsobjekte benutzen, um heraus zu finden, wie ich denn die Temperatur auf 38°C/100F eingestellt bekomme, ohne so ein Suppenkochgerät zu haben. (Ich spreche hier von so einem hochmodernen Sous Vide Umwälzpumpenheizstab.) Wobei die Dinger erstaunlicherweise auch gar nicht so teuer sind, zumindest gebraucht bei ehBlöd. Wenn ich damit eh nur meine "Chemie" kochen will, kann es mir ja auch egal sein, was die Leute vorher damit getrieben haben, Hauptsache die Temperaturregelung funktioniert.


Aber ich werde es auf jeden Fall erst mal so testen. Mit einem schön warmen Wasserbad kann das doch eigentlich nicht so schwierig sein. Auf dem Anleitungszettel ist zudem noch eine alternative Zeit für 30° angegeben. Ich glaube, wenn ich die 38° nicht eingehalten bekomme, weil ich nicht genug Wärmekapazität in meiner Schüssel zusammenkriege, dann versuche ich es damit. Wenn die das angeben, wird es ja auch wohl funktionieren, nehme ich an, oder?

Achso, ich hatte noch gar nicht gesagt: Ich hatte mich jetzt am Ende für das billigst-mögliche Angebot entschieden. Es ist ja erstmal nur ein Test, aber "das Internet" meinte, das Zeugs wäre brauchbar. Kam jetzt direkt aus Italien, von der Firma Axel Color International. Das Kit nennt sich entweder Newbie oder komplizierter Kit C41 3 Bath. Newbie klingt, als wäre das was für mich. s/w entwickle ich ja mittlerweile im Halbschlaf, aber Farbe ist dann doch noch mal was anders. Außerdem ist das auch angesetzt relativ lange haltbar, sodass ich hoffentlich auch nicht allzu viel davon verschwenden muss, wenn ich am Ende doch nicht so viele Filme zusammen bekomme. Wobei: Beim Schrankabbau haben wir in einem der Fächer noch einen Haufen Filme gefunden. Fed-Con von vor 25 Jahren? Fotos von den griechischen Inseln, auch so 25 Jahre alt? Möglich ist alles. Die wollte ich allerdings eigentlich in die professionelle Entwicklung geben. Mal sehen, was dabei raus kommt.


Anleitung für Axel Color Newbie in Englisch, Italienisch und Spanisch.

So, und weil ich nirgends die Datenblätter / Anleitung zu den Suppenzutaten finden konnte, habe ich die mal auf den Scanner gelegt und hier eingebunden. Vielleicht hilft das ja anderen Leuten, die das auch mal austesten wollen. Jaja, hart am Rande der Copyright-Illegalität, aber ich denke mal, das sind Informationen, die schon im Interesse der kleinen Community von Foto-Enthusiasten öffentlich zugänglich sein sollten. ;-) (Bitte nicht verklagen!)

Bleibt die Frage: Kann ich das billige Fieberthermometer, das auch die Messung von Babyfläschchen unterstützt, dafür verwenden, die Flaschentemperatur der Farbchemie genau genug zu bestimmen? Oder verlasse ich mich auf die gute alte Quecksilbersäule? (Ja, nee, ist kein Quecksilber in meinem Thermometer. Das ist zum Glück ja nicht mehr so verbreitet.) ;-)

Bunt, in Farbe und analog, Teil 10: Tomb Raider Meeting 2023 - Kodak Gold

Kodak Gold 200 #4 + #5, Juni 2023
  • Nikon F601, Nikon Series E 50mm 1:1.8, Nikkor AI 200mm 1:4, Nikkor AF 85mm 1:1.8, Nikkor AI 35mm 1:2
  • Entwicklung: Labor (Rossmann)
Nachdem ich vor ein paar Tagen hier die Schwarzweiß-Fotos vom Tomb Raider Meeting vorgestellt habe, kommen heute eine paar bunte, die ich mit der F601 gemacht habe. Wie in alten Tagen! Habe glaube ich mit dieser F601 noch gar keinen bunten Film belichtet. Aber das Gefühl von 1990er-Urlauben in Dänemark war direkt wieder da.

Insgesamt sind es dann zwei Filme geworden, von denen ich hier aber wie immer nur die vorstellen möchte, die keine Personen zeigen. Der Kodak Gold 200 ist vom Material her auch so ziemlich genau die Qualität, die ich damals in den 1990ern verschossen habe. Somit haben die auch das entsprechende Retro-Feeling. (Wobei ich damals meist den noch billigeren Kodak VR verwendet habe, den es aber glaube ich gar nicht mehr gibt.) Ich habe den Eindruck, dass sie einen leichten Stich ins Lilane haben, aber das kann auch an meinem Scan liegen. Ich mache sonst ja hauptsächlich s/w, da bin ich das nicht gewohnt. Die Filme waren jedenfalls mehr oder weniger frisch, das Mindesthaltbarkeitsdatum gerade so abgelaufen, wenn ich mich recht erinnere.

Kommen wir aber zu den Bildern, insbesondere zu Film 1: (Bei allen Bildern fehlen die Belichtungsangaben, denn in der Hitze des Gefechtes hatte ich dafür nicht auch noch Zeit. Außerdem handelt es sich ja hauptsächlich um Schnappschüsse ohne großen künstlerischen Anspruch. ;-))

Das erste Bild zeigt das Kurhaus in Bad Grund. (35mm) Mal wieder habe ich die üblichen Probleme, die Kamera gerade zu halten. Unten links in der Ecke sieht man ein paar Mitglieder unserer Geocaching-Gruppe, sie mögen mir verzeihen, dass sie dann doch mit drin sind. Aber das Sucherbild der F601 ist merklich kleiner als das, was nachher auf dem Film landet. Da die automatischen Abzüge, die man aus dem Labor bekommen hat, ja auch immer ein bisschen ausgeschnitten waren, ist das früher nicht so aufgefallen. Aber meine Scans versuchen immer, möglichst viel der belichteten Fläche einzufangen. Jedenfalls, wie man sieht, das Wetter war eher so naja. Durch den leichten Lila-Stich sieht es allerdings drohender aus, als es tatsächlich war.


Die Steine in der Grubenlore vor der Kirche sind ganz interessant raus gekommen. (35mm.) Würde mich interessieren, welche Blende ich da benutzt habe. Muss ja relativ weit offen gewesen sein. Aber nicht zu sehr. 2,8? Keine Ahnung. Die Kirche ist jedenfalls schön unscharf, so wie ich es gerne habe. Auch hier könnte der Horizont etwas gerader sein, aber aus dieser halb hockenden Position kann man das entschuldigen.

Der Zwerg hinter der Kirche wirkt sehr viel Schärfer, habe ich den Eindruck, was wohl am verwendeten Objektiv liegen wird. (85mm.) Das ist ja eh immer rattenscharf. Auch die Farbwiedergabe erscheint mir etwas besser. Liegt es vielleicht daran, dass auf dem 35er ein Skylight drauf ist, während auf den anderen, also insbesondere auch auf dem 85er, nur ein normales UV-Filter sitzt? Hm. Der Unterschied ist mir früher nicht so aufgefallen. Aber wahrscheinlich liegt es dann doch eher am Objektiv selber, oder? Das ältere AI ist völlig anders vergütet, was man auch gut sehen kann, wenn man es ins Licht hält. Naja, im Endeffekt liegt es wahrscheinlich eh an meiner Nachbearbeitung, was sämtliche Spekulationen ad absurdum führt... ;-)

Genießen wir daher lieber diesen verzierenden Heißluftballon. (85mm.) Den fand ich sehr spannend, wie er da am alten Fachwerk herunter hängt. Im Nachhinein spannender ist es allerdings, mal richtig weit rein zu zoomen in diese 4k Version und festzustellen, wie scharf fas 85er ist. Und dass es auch auf Film erstaunlich wenige Chroma-Fehler hinterlässt. Aber auch wieder nicht zu genau hin schauen, denn oben in der Regenrinne kann man erkennen, wie die automatische Fusselentfernung ein recht großes Störobjekt entfernt hat. Die funktioniert grundsätzlich zwar ganz gut, aber hat dann doch manchmal Probleme, gerade bei Katzenhaaren! ;-) Aber dieser Film kam so schmutzig aus der Entwicklung, dass ich ihn nicht so wie sonst manuell hätte behandeln können, da wäre ich jetzt noch nicht fertig. Ich weiß ja auch nicht, wann die im Labor das letzte Mal den Entwickler gewechselt haben, aber da hatte sich wohl einiges an Dreck drin angesammelt. Vielleicht kommt da auch der Farbstich her: Alte Chemie! (Ich sollte mal testen, wie die Entwicklung bei dem Laden am Markt in Bonn ist; für 6 Euronen machen die Entwicklung und Scan, da lohnt es sich kaum noch, das selber zu machen, zumindest bei den Farbfilmen, die ich eh nicht selber entwickle.)


Die Kirche ist auch wieder schief. (35mm.) Unten an der Ecke kommt U genau in dem Moment um die Ecke, als ich den Auslöser gedrückt habe. Kann man ja nicht mit rechnen. Aber sie ist dann doch so weit weg, der Film so grob und das Objektiv so weitwinklig, dass man sie eh nicht erkennen kann. ;-) Hübsches Bild, jedenfalls, bei dem die Blautöne des Himmels auch einigermaßen stimmig sind. Trotzdem ist die Lila-Grün-Balance auch hier ein bisschen off. Pass auf, am Ende liegt das nur an meinen Monitoren, die ja alle was unterschiedliches anzeigen! Blöder, neumodischer LCD-Kram! :-D

Für ein Farbfoto eignete sich diese Pflanzschale perfekt, schließlich hatte sie einer mit roter Farbe verunstaltet. (35mm.) Da hatte wohl jemand was gegen die Darstellung der weiblichen Nacktheit und hat aus Protest... oder auch nicht! ;-) Sieht jedenfalls faszinierend aus. Rot kriegt der Kodak also schon mal gut hin!

Daran, dass die Rose vorne schon ein ganz kleines bisschen unscharf ist, während die Kelchblätter perfekt sind, entnehme ich, dass ich dieses Bild wohl mal wieder weit offen gemacht habe. (35mm.) Der Wirkung tut es allerdings keinen Abbruch. Die schon leicht an Wassermangel leidende Blume zwischen den Beinen des Bergmann-Denkmals gefällt mir sehr gut. Der Winkel ist allerdings vielleicht nicht spitz genug, da hätte ich noch ein bisschen mehr mit Fluchtpunkten arbeiten sollen. Im leicht unscharfen Granit kann man übrigens wieder haufenweise automatisch retouchierte Flusen sehen. Schlilmm, wie verstaubt der Film zurück kam. Insgesamt ist das Motiv glaube ich fast besser für einen s/w-Film geeignet gewesen.


Eines der schönsten Bilder auf diesem Film ist meiner Meinung nach diese regenbogenfahrradfahrende Katze. (35mm.) Hier sind auch die Fluchtpunkte passender. Leider kommt die kleine Maus auf dem Lenker nicht so richtig raus, der Kontrast zum Hintergrund ist erstaunlich gering. Aber ein hübsches Bild. Gefällt mir. (Wie immer merkt man das daran, dass ich recht wenig dazu schreibe. Hach, ich bin immer viel zu selbstkritisch! ;-))

Bei diesem Blick auf die alten Holzhäuser kann die Serie E mal so richtig scheinen. (50mm.) Ich muss wirklich mal, jetzt da ich das 50/1.8G zurück habe, ein Shoot-Out machen zwischen den verschiedenen 50ern, die ich habe. Ich habe immer den Eindruck, bis auf die Beschichtung, die bei den neueren Objektiven zweifelsfrei besser sein wird, ist das kleine 50/1,8E ein richtig gutes Objektiv. Ich bin von den Bildern, die ich damit gemacht habe, jedenfalls noch nie enttäuscht worden! Immer scharf, immer kontrastreich. Der Kodak macht hier, wo endlich mal ein bisschen Sonne die Szenerie erhellt, übrigens auch einen ganz guten Eindruck.

Einige Besucher der Meetings kann ich übrigens doch online stellen: Die Hunde! Hier den kleinen schwarzen. (85mm.) Schönes Foto, zu dem ich auch wieder recht wenig sagen werde. Etwas schief, wie immer, aber wenn man sich halb auf den Boden legen muss, ist das auch OK.


Am Ende des Filmes sind wir dann auch schon am nächsten Tag angekommen. Da war mein erstes Opfer mal wieder eine Lore, von denen es in Bad Grund ja diverse gibt. (35mm.) Alte Bergwerksstadt halt. Diese hier ist allerdings ziemlich zugewuchert. Hätte noch einen Schritt näher ran gehen können. Hübsche Unschärfe im Hintergrund. f/2 tatsächlich?

Kommen wir dann auch direkt zu Film 2, den ich an diesem verlängerten Wochenende verschossen habe:

Was haben wir da als erstes? Eine Tränke für Kühe. (85mm.) Kann ich ja irgendwie auch nie dran vorbei gehen. ;-) Diese hier ist recht bunt mit der roten Hängerkupplung vorne, den grau-metallenen Tanks, dem hellbraunen Holz, auf dem sie angebracht sind, und der allgemeinen Grünheit drumherum. Fehlt eigentlich nur ein bisschen blauer Himmel, aber so weit kam ich nicht runter.

Ein Blick den Weg runter, den wir gerade hoch gegangen waren, mit den Bäumen an den Rändern, verpasst einem ein leicht romantisch-heimatliches Gefühl. (50mm.) Also zumindest mir. Hübsch. Nicht wirklich was drauf zu sehen, ein typisches touristisches Landschaftsfoto. Immerhin kann man sehen, dass wir auch mal richtig gutes Wetter hatten.


Im Wald hin Kunst herum, die ich natürlich auch mit genommen habe. (50mm.) Ist allerdings sehr grün geworden. Apropos: Der zweite Film scheint in der Grün-Lila-Balance besser abgestimmt zu sein. Ist der vielleicht durch eine andere Maschine gegangen? Scheint mir auch etwas weniger Staub und Flusen zu haben. Wieder bin ich erstaunt von der Abbildungsleistung des 50E: Diese feinen, filigranen Muster an den Rändern dieser Platte sind hervorragend aufgelöst und nur die Grobheit des Films verhindert ein schärferes Bild. Stelle ich ja auch immer wieder an der Digitalen fest, wie klasse das Ding ist!

Je weiter man den Berg hoch kommt, je tiefer man in den Wald eindringt, desto mehr Kunst gibt es übrigens zu entdecken. So auch diesen creepy Roboter. (85mm.) Muss man glaube ich nicht viel mehr zu sagen. Ziemlich gruselig, dieses Gesicht auf dem Metallkörper. Hatte ich das 135mm eigentlich nicht dabei? Das wäre hier wohl besser geeignet gewesen. Mit dem 85er ist das Ding doch recht weit weg. Auch wenn man gut rein zoomen kann, schließlich ist das 85mm mit das beste (Alt-)Glas, das ich besitze! Schlägt auf jeden Fall das 50E, das ich gerade noch so gelobt habe.


Schilder, gerade verbogene und misshandelte Schilder, sind ja auch so eine Leidenschaft von mir. (85mm.) Wenn dann auch noch viele bunte Blätter drumherum hängen, umso besser. Schöne Strukturen, die gerade noch in den Blättern erkennbar sind. Ja, da reicht der Film dann doch nicht mehr aus. Digital hat schon was für sich. Aber den weichen Retro-Look mit Grain kriegt man halt doch nur auf Film!

Die drei Typen am Wasserfall wollten einfach nicht weg gehen, auch nachdem ich sie gewarnt habe, dass sie dann in meinem Blog landen! Selber Schuld! ;-) (50mm.) Viel Wasser ist ja nicht drin, im Wasserfall. Ich habe aber extra eine lange Belichtungszeit gewählt, daran kann ich mich erinnern. Und das sieht man ja auch, das Wasser ist ist recht verschmiert. Die Gesichter meiner drei Mit-Cacher übrigens auch, sodass ich auch nur ein mäßig schlechtes Gewissen habe. Sie selber würden sich wohl noch erkennen, aber ich glaube, die KI-Gesichtserkennung hätte dann doch so ihre Probleme. ;-)

Und dann waren wir auch wieder am Meetinghaus, denn es war Zeit, den Grill anzuwerfen! (50mm.) Hm, lecker, da krieg ich gleich Hunger! Da wir das Futter dieses Mal selber mariniert hatten - also, nicht wir am Grill, sondern Lemon, die kann das -, war es auch gleich noch mal doppelt so lecker. Aber so ein richtig großer Grill hat ja schon was. Da passen gut drei bis vier Tüten Kohle rein. Gut, ist ja auch für 30, 40 Leute gegrillt worden!


Aber nicht nur Grillgut, auch Salate hatten wir mal wieder in diversen Ausführungen. (50mm.) Und nein, ich werde nicht für Cola-Werbung bezahlt! Die stand rein zufällig so! (Wenn ich mir das recht überlege, ich sollte für Cola-Werbung bezahlt werden! :-D)

Und dann war auch schon der letzte Tag und ich wollte den Film noch voll bekommen, statt ihn angefangen mit nach Hause zu schleppen. War bei diesem auch einfacher als bei dem s/w, den ich in der F90x drin hatte. Da habe ich tatsächlich weniger Bilder gemacht, als ich gedacht hätte. Jedenfalls, hier ein Blick nach gegenüber, auf eines der blau gestrichenen Holzhäuser. (85mm.) Wer genau hin schaut, kann einen schlafende Mann finden. ;-)


Am Ende noch zwei Mal Hundis! (Beide 85mm.) Den Schwarzen hatte ich ja oben schon mal. Hier aber seitlich, wie er gerade an irgendwas herum kaut. Der Weiße war mal wieder müde. Die beiden sind ja schon sehr niedlich. Wenn es nur keine müffeligen Hündchen wären! :-D Solange die sich mit sich selber beschäftigen, bin ich ja OK damit, aber ansonsten werde ich immer ganz schnell wieder zu einem Katzenmensch! ;-)

So, das waren dann aber auch endlich alle Bilder vom Meeting dieses Jahr. Jetzt ist ja bald schon wieder Zeit fürs Orga! Man man man, ich bin aber auch irgendwie schwer hinterher. Ich habe auch gerade gar keinen Plan, was als nächstes bei den s/w ansteht. Ich glaube, der 120er, den ich mit der Zeiss Nettar verschossen habe, damals im Juli am Cinedom in Köln.

Bunt, in Farbe und analog, Teil 9: Aachen

Film: Kodak VR 200 (abgelaufen), Kamera: Olympus OM-10, 14. September 2021

Navigation: 7, 8, 9

Es ist zwar gutes Wetter, aber eiskalter Wind weht aus dem Osten. Deshalb - und weil meine Füße vom gestrigen Wandern noch immer weh tun - habe ich mich entschlossen, endlich mal den letzten Teil des Kodak VR zu veröffentlichen, der jetzt schon seit zwei Wochen fehlt.

Wie angekündigt, habe ich das letzte Drittel dieses Films bei unserem jährlichen Ausflug nach Aachen verschossen. Da findet man ja auch immer wieder genügend Motive. Zum Beispiel direkt nach dem Verlassen der Parkgarage die Glasfassade des Gymnasiums gegenüber. (Zuiko 50mm, 1/1000s, f/4.) Die Spiegelung der alten Kirche auf der anderen Straßenseite habe ich im Jahr davor ja schon mit der Zenit in s/w festgehalten, aber in bunt macht sich das auch ganz gut. Leider ist das alte Filmmaterial etwas störrisch was die Farbbalance angeht und das ganze hat einen starken Stich ins Lila bekommen. Nicht wirklich schön. Viel mehr war mit meinen bescheidenen Mitteln aber auch nicht an der Farbe zu machen, und selbst wenn, so will ich doch auch zeigen, was einen mit abgelaufenen Farbfilmen alles an "interessanten" Effekten erwartet.

Auch die Obstauslage hat einen leichten Rotstich, auch wenn ich hier ein bisschen besser gegensteuern konnte. (Zuiko 50mm, 1/125s, f/5,6.) Wenn von sich aus etwas mehr Farbe im Bild ist, habe ich ein bisschen mehr Orientierung, wie es eigentlich aussehen sollte. Insgesamt ist das Bild etwas dunkel geraten, da hätte ich wohl manuell gegensteuern müssen, was bei der OM-10 ja leider nur über die Belichtungskorrektur geht. Andererseits liegt es vielleicht auch am alten Filmmaterial: So richtig empfindlich scheint es mir ja nicht mehr zu sein. Und zu guter Letzt ist das ganze Bild auch noch leicht schief. Nicht mein glorreichster Moment! ;-)


Beim ersten Blick auf den Turm des Aachener Doms beginnt, wie man am Knick oben im Bild sehen kann, ein neuer Filmstreifen. (Zuiko 50mm, 1/125s, f/8.) Obwohl auch dieses Bild leicht rotstichig geworden ist, gefallen mir die Farben hier ganz OK. Außerdem ist es durch und durch scharf, weil ich mit f/8 doch mal eine ziemlich kleine Blende - für meine Verhältnisse - genommen habe. Insgesamt ein typisches Touristenfoto, aber mir gefällt es ganz gut. (Farbfilm ist meiner Meinung nicht immer so geeignet für solche mehr architekturlastigen Fotos. Da habe ich lieber schwarz-weiße Bilder.)

Wo die Farbe hingegen so richtig krass rauskommt und ein s/w-Film definitiv fehl am Platze gewesen wäre, das ist beim darauf folgenden Foto vom Vespa-Lenker. (Zuiko 135mm, ca. 1/250s, f/3,5.) Zudem bin ich mal wieder von der Leistung des 135mm Teles hingerissen. Selbst bei Offenblende sind die Spinnweben am Lenker sehr scharf; nur der grobe Film und der schlechte Scanner lassen sie ein wenig im Rauschen untergehen. Ich habe es allerdings vielleicht auch ein wenig mit der Farbkorrektur übertrieben, denn so grün waren die Fassaden im Hintergrund eigentlich nicht. Wie man sieht, es ist schwer die richtige Balance zu finden, weil der Film so gammelig ist. ;-)

Dann habe ich was ganz Verrücktes gemacht: Einfach mal die gelbe Rosenblüte im Restaurant fotografiert, wo nun wirklich nicht das beste Licht herrschte. (Zuiko 50mm, 1/60s, f/2,8.) Hier kann man sehr schön sehen, wie stark der Film in den dunklen Bereichen rauscht. Ansonsten ein erstaunlich gutes Bild. Hätte glatt noch eine Blende abblenden können, um die Blüte noch etwas schärfer zu bekommen. Wobei sie bei f/2,8 schon erstaunlich scharf ist.


Draußen vor dem Restaurant und ein paar Meter weiter gibt es ein Antiquariat, vor dem immer mal wieder ein paar Ausstellungsstücke stehen. So auch dieser alte Sessel mit einer 1950er Holzkiste. (Zuiko 50mm, 1/1000s, f/1,8.) Bi Offenblende habe ich hier einen sehr schön weichen Hintergrund, vor dem sich diese beiden Objekte hervorragend abheben. Zudem passt hier die seltsame Farblichkeit des abgelaufenen Films sehr gut zum Thema, finde ich. Gefällt mir gut.

Das Gleiche gilt für die bunten Karuessel-Gefährte: Knackig bunte Farben mit leichtem Stich. (Zuiko 50mm, unbekannte Zeit, f/4.) Normalerweise habe ich ja keine Leute in meinen Bildern, aber hier ließ es sich gerade nicht vermeiden, die ging einfach nicht weg mit ihrem Kinderwagen! ;-) Außerdem habe ich so ein bisschen mehr Street Photography Feeling im Bild. Warum die Farbe hier an sich nicht ganz so schlimm ist, weiß ich nicht, aber ich vermute mal, es liegt daran, dass mittlerweile die Sonne weg war und es etwas schattiger und dadurch "blauer" wurde. Leider habe ich die Belichtungszeit nicht aufgeschrieben, war ein Schnappschuss, sonst hätte ich einen Anhaltspunkt, wie "dunkel" es wirklich war und ob die Zeit einen Einfluss auf den Farbstich hat.

Der Gockel auf dem Brunnen wäre besser geworden, wenn er nicht halb vor der Fassade stehen würde. (Zuiko 50mm, unbekannte Zeit, f/4.) Aber irgendwie habe ich den richtigen Winkel nicht gefunden. Hätte es vielleicht mit dem 135er aus größerer Entfernung versuchen sollen? Nächstes Mal. Farblich OK, vielleicht etwas bleich.

Das letzte Hochkantfoto für heute finde ich am Besten: Das Riesenrad mit seinen vielen Gondeln. (Makinon 28mm, ca. 1/500s, f/5,6.) Ziemlich gutes Foto, finde ich, zu dem ich kompositionsseitig wenig zu sagen habe. Im Gegensatz zu vielen anderen Bildern auf diesem Film auch sehr kontrastreich, obwohl der Himmel ja eher einheitlich grau ist.


Ein Überblick über das Riesenrad bietet uns das vorletzte Bild, und zwar mit Vogelschwarm oben drüber. (Makinon 28mm, ca. 1/500s, f/5,6.) In den dunklen Bereichen rauscht es mal wieder sehr, anstatt dass man Details erkennen könnte, was mich doch vermuten lässt, dass man dem Film in diesem überlagerten Zustand mal eine Blendenstufe mehr Licht geben sollte. Trotzdem, insgesamt ein recht schönes Bild, auch wenn es eher zu den Touristenshots gehört. Bleibt die Frage, warum wir eigentlich immer in Aachen sind, wenn das Riesenrad auf- oder abgebaut wird. ;-)

Zuletzt noch ein Rückblick auf den Turm des Doms, eingerahmt zwischen Geranien und Gemäuer. (Makinon 28mm, 1/500s, f/5,6.) Auch dieses Bild gefällt mir ganz gut, sodass ich da wenig zu zu sagen habe. Gegen Ende ist der Film etwas seltsam lila, siehe oberen Rand. Keine Ahnung, was da abgeht; vielleicht nicht genug Entwickler dran gekommen, da saß evtl. die Klammer, die den Film in der Suppe gerade gezogen hat. Keine Ahnung, was die für Maschinen da im Labor benutzen.

Fazit: Spannender Film! Im Gegensatz zu dem abgelaufenen schwarzweißen Ilford Delta von vor einiger Zeit, kann man ihn einigermaßen normal benutzen. Der Delta war ja doch sehr rauschig. Nun weiß ich nicht, ob der grundsätzlich so sein soll. Beim Kodak VR weiß ich ungefähr, wie der aussehen soll, und trotz der langen Lagerung kann man noch erkennen, was er eigentlich tun soll. Für ernsthafte Aufnahmen würde ich ihn allerdings nicht mehr benutzen, dafür sind die Farbverschiebungen dann doch ein bisschen heftig!

Ansonsten: Habe mittlerweile bei C (Grüße an dieser Stelle) noch ein paar weitere abgelaufene Filme eingesammelt, darunter welche vom DM. Den gibt es ja jetzt auch schon bestimmt 10 Jahre nicht mehr. Ich glaube, das war ein Agfa. Bin ich jedenfalls mal drauf gespannt, vor allem, weil ich da zwei Versionen habe: ISO 200 und ISO 400, beide etwa 10 Jahre alt. Außerdem waren da noch ein paar s/w-Filme dabei, auch wieder teure Ilfords - dieses Mal HPs -, die allerdings ungefähr so alt sein dürften wie der Delta damals. Die finde ich ehrlich gesagt ja noch spannender als abgelaufene Farbfilme! ;-)

Weiter geht es beim nächsten Mal jedenfalls in s/w mit Fotos aus dem Uckerather Wald, als ich das 50mm an der Dynax meiner Frau getestet habe, bevor ich die Blende gefixt hatte.