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Schwarz-weiß und analog, Teil 325b: Aachen 2025

Kentmere 400 #14, 16. Oktober 2025
  • Minolta 5000 AF
  • Entwicklung: D-76 Stock #7, 16:00 Minuten, 20°C, Adofix Plus 1+5 #17, 7:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Zurück in Aachen: Ich habe noch die andere Hälfte vom Film aus dem letzten Oktober zu betexten. Wo war ich also stehen geblieben? Am Markt. Hinterm Rathaus. Da waren wir seltsamer Weise nur relativ selten bisher. Direkt mal ein Grund, Fotos vom diesem windgetriebenen Fahrrad zu machen, das hier rum steht! ;-) (P, 1/125s, f/4,5, 105mm.) In real war das noch viel viel schlimmer: Nicht nur, dass es mit Windkraft angetrieben wird, es ist auch noch extrem viel bunter! So mit Regenbogenfarben! OH! MEIN! GOTT! Das wird doch nicht so ein wokes Dingsbums sein?!? ;-) Sorry, ich bin wieder albern. Wobei, so regenbogig sieht das auf der Aufnahme gar nicht aus. Vielleicht erinnere ich mich auch falsch und es war einfach nur GRÜN! Schlimm genug! :-D


Dann doch lieber ein guter Deutscher sein und Sangria aus der Pappverpackung saufen. (P, 1/180s, f/4,5, 105mm.) Deswegen ist das auch so schief. Nicht etwa, weil ich mich nicht auf den Beinen halten konnte, als ich da in der Hocke und auf den Knien kniend fast umgefallen bin. Es war der Alkohol-Duft! ;-) Ja. Nein. Nicht wirklich. Besonders spannend finde ich, dass das da vor der Tür stand und hinter der Scheibe kann man rechts noch die letzte Ecke des Gehwägelchens erkennen. Ich vermute, wenn man das Zeug gesoffen hat, geht man nachher am Stock! :-D

"STOP IT! THAT'S SILLY!" Also, lieber was ernsthaftes. Da hätte ich zB das Türmchen auf dem Turm im Angebot. (P, 1/500s, f/11, ~45mm.) Wohin man in Aachen geht, man sieht irgendwelche historischen Gebäude. Hier hat man nach dem Krieg entweder alles historische wieder aufgebaut oder es ist einfach nicht so viel kaputt gegangen. Wenn ich das mit Köln vergleiche... Nun ist Aachen auch nicht ganz so riesig, vielleicht liegt es auch daran, dass wir hier eher in der Provinz sind.

Diesen überlebensgroßen Köter konnte ich allerdings nicht links liegen lassen, historisch hin oder her. (P, 1/180s, f/4,5, ~75mm.) Auf jeden Fall der Beweis dafür, dass man dieses Objektiv auch durchaus für Portrait-Arbeiten nutzen kann. Die Separation zum Hintergrund ist ausreichend. Wer mehr braucht, muss mehr rein zoomen und dafür ein paar Schritte zurück treten. Ein furchtbar hässliches Dings, jedenfalls. Nun gut, aber es gibt Menschen, die sich solche Tiere in Echt anschaffen und ins Haus holen. Jedem Tierchen, wie der Rheinländer sagt. ;-)


Vor dem Rathaus steht dann noch irgendsoein Kaiser auf seinem Podest, Aachen halt, dem ollen Karl kann man hier ja kaum entkommen. (M, 1/500s, f/4,5, 105mm.) Habe ihn genau so angepeilt, dass ihn der Turm im Hintergrund ein bisschen überragt. Überhaupt, was hat der eigentlich alles an? Waren Ritterrüstungen damals überhaupt schon Mode? Und was der da alles mit sich rum schleppt, da wollte einer ganz sicher gehen, dass wir alle verstehen, dass der Herr nicht nur König der Deutschen ist, sondern auch heiliger römischer Kaiser: Erst mal die Krone, dann das Zepter und dann auch noch der Reichsapfel. Hm, lecker, Apfel. Der viele wallende Bart hat mich ja erst zweifeln lassen, ob das nicht Barbarossa sein soll, aber der würde wohl kaum auf dem Karlsbrunnen rum stehen, gell? ;-)

Wo die weltliche Macht steht, da ist die kirchliche nicht weit. So auch irgend so ein Heiliger oder Bischof oder sowas, keine Ahnung, ich bin nicht katholisch, ich fotografiere hier nur. Könnte auch ein Apostel sein. (P, 1/250s, f/5,6, 105mm.) Er guckt jedenfalls etwas krötig in die Welt hinaus. Seltsame Augen hat er, die folgen einem praktisch über den ganzen Marktplatz. Immer so ein Prickeln im Genick!

Und hier dann noch mal eine Gesamtansicht des Gebäudes. (P, 1/500s, f/9,5, 35mm.) Die Kamera hat eine gewisse Vorliebe für diese Kombination aus Zeit und Blende, stelle ich fest. Das hatten wir glaube ich schon mehrfach. Gut, passt ja auch, aber wie gesagt: Ich habe lieber ganze Blendenstufen, auch wenn die Zeiten dann "krumm" werden. Dafür, dass der Kentmere 400 ja jetzt auch nicht der schärfste Film ist, den man kaufen kann, kann man doch recht viele Details erkennen. Mit einem besseren Scanner wäre das sicher noch besser.


Die Schirme sind übrigens so ein Kunstprojekt, wenn ich das richtig verstanden habe. (M, 1/500s, f/4,5, 105mm.) Oder Protest gegen den Klimawandel der das schlechte Wetter oder was auch immer. Jedenfalls hängen die an mehreren Stellen da hinten in der Stadt rum. Der Vorteil eines Zooms ist, dass man immer genau den richtigen Winkel finden kann. Der Nachteil ist, dass der Hintergrund mir mindestens eine Blende zu hart ist. Ich hätte es gerne etwas unschärfer. Aber man kann nicht alles haben. ;-)

Noch mal ein Herz mit einem Xx-Gesicht. (P, 1/180s, f/4,5, ~60mm.) Das hatten wir doch anfänglich schon mal. Muss so ein aachener Dings sein. Wie bei uns die Gänse überall. Hier mit einem Ultra-Aufkleber statt Nase. Kenn mich nicht aus, welcher Verein ist das? Wo spielt Aachen eigentlich? Dritte Liga, soso. OK, aber nicht mehr lange, wenn die so weiter machen: Sind zZt gerade Siebzehnte. Autsch. Scheint vor allem eine Auswärtsmannschaft zu sein, da wären sie 6ter. ;-) Aber genug über Fußball, wir sind für Fotos hier.

Oder Kühe. (P, 1/125s, f/4,5, 105mm.) Mitten in der Stadt? MUH! Bin erstaunt, dass die Automatik das so gut hin bekommen hat, die Kuh ist ja doch recht hell im Vergleich zum schattigen Hintergrund. Jedenfalls sehr surreal, wenn man da um die Ecke kommt und einen plötzlich diese künstliche Kuh anguckt.

Noch mehr historisch signifikante Gebäudeteile, aka Turm. (P, 1/350s, f/8, 35mm.) Viel mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen. Turm halt. Belichtung gut. Blende gut. Film gut. Alles gut. Nur halt nicht sonderlich interessant, mehr so ein Touristen-Schnappschuss. Gut, ich bin da ja auch eher Tourist, wenn es mich auch nur da hin verschlagen hat wegen des Steuerberaters.


Das interessante an Aachen ist ja, dass überall Figuren rum stehen, so auch dieser Hühner-Typ. (M, 1/1000s, f/4,5, 105mm.) Die Aachener haben scheinbar schon immer einen gewissen Humor gehabt. Leider ist das Original wohl im Krieg eingeschmolzen worden. Klar, Bomben sind ja wichtiger. :-/ Komm, hör auf, ich krieg gleich schon wieder 'n Anfall, wenn ich an Bezüge zur aktuellen Weltpolitik denke! Dann doch lieber noch die Figur auf ihrem Sockel ein bisschen bewundern.

Irgendwann haben wir uns dann auch langsam mal in die andere Richtung auf den Weg gemacht, soll heißen, wir sind wieder am Dom vorbei gekommen. (P, 1/500s, f/9,5, 35mm.) Da ist sie wieder, die gleiche Belichtung. Auch hier: Passt zur Architektur. Die Schirme und die Leute unten stören, allerdings nicht so viel wie das Werbeschild für den Autovermieter. Wenn ich die Kamera gerade gehalten bekommen hätte, dann wären wenigstens die Gesichter weg gewesen. Nun gut, die Auflösung reicht glaube ich nicht, dass die identifizierbar sind, deswegen lass ich sie mal ungeblurt.

Und dann steht da in einer Seitengasse irgendwo so eine Quietscheente rum, nur für mich und meine Kamera! ;-) (M, 1/500s, f/4,5, 105mm.) Ist das jetzt ein gutes Bild? Ich zweifle noch. Die Ente guckt raus aus dem Rahmen, der Hintergrund ist extrem unscharf, hmm... Hmm...... The jury is still out on that one! ;-)


Vor dem Dom, hinter dem Dom, Hauptsache noch mal das Rathaus vor die Linse genommen. (P, 1/350s, f/4,5, ~40mm.) Die von mir vergessen Fussel wirkt gigantisch in diesem Weitwinkel-Bild! Wieder viele Leute unten am Rand. Lässt mich fragen, ob der Sucher nicht alles anzeigt. Ich kann mich gerade nicht genau erinnern, wie die 5000 AF so ist, wenn man durch schaut. Oder ich war einfach viel zu konzentriert auf den Rest der Bildkomposition (und dass ich die Kamera mal gerade halte, ausnahmsweise), dass ich die einfach völlig ausgeblendet habe. Aber auch hier: Die Film-Auflösung ist so gering, dass die wahrscheinlich nicht automatisch wiedererkannt werden können. Außer dem einen vielleicht, der da in die Gegend pointet.

Am Kreislauf des Geldes sind wir auch vorbei gekommen, noch so eine Brunnen/Plastik-Kombination, die typisch für Aachen ist. (P, 1/250s, f/5,6, 105mm.) Joah, wie gesagt, man kann auch Portraits machen mit diesem Objektiv, das funktioniert auch mit 2/3 EV abgeblendet ganz gut, wenn man voll rein zoomt. Das Bokeh ist allerdings etwas kleinteilig und unruhig, der Baum im Hintergrund wäre weicher wahrscheinlich besser. Der Brunnen wird 2026 übrigens 50 Jahre alt. Schau mal einer guck...

Weil ich den Film nicht wieder mit drei Bildern unbenutzt mit nach Hause nehmen wollte, habe ich einfach mal ein bisschen in den Gegend hinein fotografiert und dabei diese Bausünden erwischt - es gibt sie also auch in Aachen. (P, 1/350s, f/9,5, ~45mm.) f/9,5 scheint die Kamera ja zu lieben. Aber für "Architektur" durchaus brauchbar, hatte ich ja oben schon gesagt. Als ob sie es wüsste, was ich da anpeile.


Die letzten beiden Bilder sind dann entstanden, als wir schon auf dem Rückweg zur Parkgarage waren: Eine Kuppel am Horizont, zB. (P, 1/500s, f/11, 105mm.) Wie so die Autiomatik da auf f/11 hoch gegangen ist, ich weiß es nicht, aber ich habe sie mal machen lassen, damit dieses Parkverbot im Vordergrund auch scharf wird, also zumindest so, dass man erkennen kann, was es ist. Die Ampel ist praktisch schon so scharf, wie es überhaupt nur geht, bei dieser Kombination aus Film, Kamera Optik und Scanner. Man erkennt jedenfalls schon das Muster im Glas, wenn man ran zoomt.

Und zum Schluss noch die Hausnummer 57. (P, 1/125s, f/8, ~50mm.) Die Farbspritzer haben mich zu dem Bild inspiriert. Was da passiert ist, würde ich ja auch gerne wissen. Und die nutzlosen Bohrlöcher im Hintergrund lassen mich vermuten, dass die originale 57 mal geklaut worden ist. Ich finde diese Art von Hausnummer ja ganz schlimm. War 'ne Zeit lang ja ganz furchtbar modern, aber ich find's... seltsam. Passt natürlich irgendwie zu dem faken Marmor der Wand.

Aber egal. Das war das letzte Bild. Nächstes Mal geht es weiter mit: Dem Mondorfer Hafen! Da habe ich die T70 ausprobiert. Man kann gespannt sein.

Schwarz-weiß und analog, Teil 325a: Aachen 2025

Kentmere 400 #14, 16. Oktober 2025
  • Minolta 5000 AF
  • Entwicklung: D-76 Stock #7, 16:00 Minuten, 20°C, Adofix Plus 1+5 #17, 7:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Bin endlich mal wieder dazu gekommen, die vor längerer Zeit gescannten Bilder auszuschneiden und zu komprimieren. Da kann ich auch gleich mal ein paar raus hauen. Aus dem Film, den ich in Aachen verschossen habe, mache ich einfach mal zwei Einträge, denn es sind dann doch recht viele Bilder und ich habe keinen Lust, so viel auf einmal zu schreiben. Das hält mich nämlich immer davon ab, das zeitnah zu erledigen. So, in kleinere Aufgaben zerstückelt, ist das nicht so ein den-Stein-den-Berg-rauf-rollen! ;-)

Also, es war Oktober und wir waren wie jedes Jahr in Aachen und sind nachher noch ein bisschen in die Stadt gegangen, weil. Wie immer in der Parkgarage neben der Orthodoxen Kirche geparkt, gegenüber vom Gymnasium. Deswegen kommen da auch direkt die ersten Bilder her. So etwa dieses Bild von der Kirche, wie sie halb vom Parkhaus verdeckt wird. (P, 1/500s, f/11, 35mm.) Ja, ich hatte mal wieder eine Minolta mit und dieses Mal auch - ganz untypisch - ein Zoom drauf. Mir war nämlich aufgefallen, dass ich mit dem 35-105mm noch gar keine analogen Fotos gemacht hatte. Und da hab ich gedacht: Probiers aus! Ich muss zugeben: Mit dem Zoom habe ich im Weitwinkelbereich noch mehr Probleme, die Kamera gerade zu halten als sonst schon! ;-) f/11 passt hier gut zum Motiv. Ansonsten nicht viel zu berichten, es gibt bessere Bilder. ;-) Ach ja, und die Bilder sind - auch recht untypisch - recht häufig im P-Modus aufgenommen, da die alte 5000 AF ja keine Halbautomatik kann.

Gegenüber die Stühle vor der Schule (Kunst?) mitgenommen. (M, 1/500s, f/4, 35mm.) Die braunen Blätter an den herbstlichen Bäumen haben sehr interessantes Grau auf dem Kentmere produziert. Das hat so ein bisschen einen Infrarot-Vibe! Interessant! Hier direkt mal auf Manuell geschaltet, denn das funktioniert an dieser Kamera erstaunlich gut. Dumm nur, dass sie immer wieder auf P zurück springt, wenn man die Klappe zu macht.


Umgedreht und die Kirche ins Visier genommen. (M, 1/1000s, f/8, 105mm.) Auch im Tele-Bereich habe ich die Kamera schon mal gerader gehalten. ;-) Aber hier passt das schon fast zum Motiv. Zudem bin ich mal wieder erstaunt über die Schärfe, die dieses Zoom produziert. Das Internet sagt ja, dass der Look dieser relativ alten AF-Linse ein bisschen antik (im eher schlechten Sinne) wäre, aber auf s/w und Film gefällt sie mir eigentlich direkt ganz gut. Nun sind meine Ansprüche ja aber auch nicht so hoch! ;-) Schärfe ist jedenfalls erstaunlich gut. OK, sollte sie bei f/8 auch sein.

Als ich der Kirche dann schon fast den Rücken gekehrt hatte, noch eben schnell den Drachentöter eingefangen. (P, 1/2000s, f/5,6, 105mm.) Das Film ist dieses Mal irgendwie recht kribbelig geworden. Ich weiß nicht warum, ich habe bei der Entwicklung nichts anders gemacht als sonst. Liegt aber vielleicht auch ein bisschen am Wetter, wodurch ein bisschen mehr am Kontrast schrauben musste als sonst. Aber: Grain is good, oder wie war das! ;-)

Vor der Sparkasse stand schon das Fluchtfahrzeug bereit: Ein alter Motorroller! (P, 1/180s, f/4,5, 35mm.) Immer, wenn ich solche Geräte sehe, muss ich sie ja mit nehmen, aber hier gleich mit dem Geldautomaten daneben: Doppelt gut! ;-) Der Programm-Modus funktioniert in den meisten Fällen ja auch ganz brauchbar, muss ich zugeben. Der sucht sich eine ganz brauchbare Mischung aus Zeit und Blende raus, sodass ich nicht allzu oft manuell eingreifen musste.


Die Haustüre der Nummer 2 hatte dieses etwas gestonete Gesicht aufgemalt, da konnte ich auch nicht vorbei gehen. (P, 1/250s, f/5,6, ~80mm.) Schon wieder total schief und scheel. Scheibenkleister! Ja, liegt an den vielen gerade Linien der Tür, dass man das so sehen kann. Im mittleren Brennweitenbereich wie hier sind die Verzerrungen übrigens auch auf Film ganz gut kontrolliert, während man bei Weitwinkel und Tele schon einiges davon sehen kann. Die Bilder sind in der Beziehung sehr ähnlich zu dem, was ich auf der Digitalen Sony an Ergebnissen erhalten. Daraus schließe ich, dass die letztere keine digitale Korrektur durchführt.

Eines der besten Bilder auf diesem Film folgt: Die Kürbisse in der Auslage! (P, 1/180s, f/4, ~50mm.) Richtig cooles Foto. Muss ich nicht mehr zu sagen. Oder?

Ebenfalls die Artischocken. (P, 1/60s, f/4, ~50mm.) Wobei mir die seitliche Ansicht der Kürbisse noch besser gefiel, wegen der Unschärfe im Hintergrund, die hier natürlich nicht gegeben ist. Aber die unterschiedlichen Farben der Artischocken kommen hier sehr schön in den verschiedenen Grautönen durch.

Über allem thront der Dom. (M, 1/500s, f/8, ~40mm.) Jetzt nicht so wie in Köln oder sowas, aber immerhin sieht man ihn doch recht häufig durch Hauslücken und über den Dächern. Wieder schief wie bekloppt, aber was solls, ich finde es hier gar nicht mal so sehr ablenkend.


Die Fahnen vor der Souvenier-Geschäft: Auch gut getroffen. (M, 1/1000s, f/4,5, ~80mm.) Bei dem leichen Tele bekommt man doch schon ganz brauchbare Hintergrundunschärfe. Ja, ich sehe, was die Reviewer im Netz meinen, aber mich stört das nicht. Im Gegenteil: Die Bilder sehen mehr Retro aus, als sie es mit dem Equipment eigentlich sollten.

Der Ziegenbock! Määääh! (P, 1/500s, f/9,5, ~90mm.) Ich bin erstaunt, dass die Automatik hier richtig gute Werte genommen hat. Persönlich hätte ich ja eher wieder eine "gerade" Blende bevorzugt, also entweder f/8 oder f/11, aber so gehts auch. Aber vor allem, dass das Bild nicht über oder unter ist, erstaunt mich am meisten. Hätte ich es manuell gemacht, hätte ich ihm zur Vorsicht bestimmt eher eine halbe bis ganze Blende mehr Licht gegeben - wegen des hellen Hintergrunds -, aber das wäre hier gar nicht nötig gewesen. Manchmal funktioniert die Programm-Automatik erschreckend gut!

Den Tisch mit den Blättern drauf wollte ich auch nicht einfach so undokumentiert lassen. (P, 1/180s, f/4, ~50mm.) Bei 50mm verhält das Zoom sich sehr ähnlich zu einem echten Nifty-Fifty, wenn auch eher langsam. Dafür gefällt mir die Art, wie es die Realität einfängt und auf Silber bannt, doch sehr gut. Ich mein, das ist jetzt Offenblende und ich sehe da auf der technischen Seite echt keine (großen) Probleme.


In einem der Schaufenster habe ich dann noch den Hund mitgenommen. (P, 1/130s, f/4, ~40mm.) His Master's Voice. Was ist da eigentlich draus geworden? Aha. Spannend! Jedenfalls: Durch die Scheibe ist die Bildqualität eher eingeschränkt, aber ich wollte den Hund nicht einfach so da stehen lassen! ;-)

Wir sind bei unserem Besuch der Innenstadt tatsächlich mal ein bisschen weiter vorgedrungen und haben auch mal Stellen gesehen, die wir sonst ignoriert haben, etwa diesen Engel mit Waagschale und Schwert. (P, 1/180s, f/5,6, 105mm.) Joah, das war wahrscheinlich die mittelalterliche Art, die Leute dazu zu bringen, auf dem Markt nicht zu bescheißen. Der Rache-Engel sieht alles und weiß alles und hat auch gleich das Messer dabei! Nicht wie die blinde Justizia! ;-)

Ansonsten: Noch ein bisschen Dom. (P, 1/150s, f/9,5, ~45mm.) Wie gesagt, ich hätte eine ganze Blende bevorzugt, aber bevor ich jetzt wieder mit der manuellen Einstellung rum fummel... Bis ich da fertig bin, ist der Dom verwittert! ;-) Ja, das ist mit der 5000 AF ein bisschen zeitaufwendiger. Ein bisschen! ;-) Aber immerhin hat sie eine manuellen Modus. Das war ja nur eine consumer grade Kamera, da war das nicht selbstverständlich.


Dat Menneken mit de Fische hab ich dann auch noch mal frontal mit genommen. (P, 1/180s, f/4,5, 90mm.) Mit dem 50er hätte ich sicher mehr Bokeh in den Hintergrund bekommen. Wobei ich mal so eine schöne Festbrennweite irgendwo zwischen 80 und 100 brauchen könnte, am Besten f/2 oder f/2,8. Das 85/1,8 Nikkor hat doch sicher ein Minolta-Äquivalent gehabt, oder?

Und zum Schluss noch: Kunst. (P, 1/180s, f/4, ~50mm.) Was machen die da eigentlich? Will ich es wissen? Ne. ;-)

Nächstes Mal: Der zweite Teil des Films, nachdem ich hier ganz willkürlich schneide! ;-)

Schwarz-weiß und analog, Teil 290: Filmrest

Fomapan 100 #52, Juli 2024
  • Minolta AF 5000, Minolta AF 50mm 1:1.7
  • Entwicklung: Fomadon P Stock #10, 6:30, 20°C, Adofix Plus 1+5 (#10), 6:00 Minuten, Adoflo II 1+200
So, die letzte paar Testbilder mit der Minolta 5000. Zuerst war ich damit noch in Seelscheid und habe das angebrannte "Haus im Garten" fotografiert. (P, 1/250s, f/5,6.) Das ist übrigens noch immer nicht wieder neu eingedeckt. Ich mein, da regnets doch rein! Kann da nicht mal einer...? Scheinbar machen die das wohl doch nicht wieder auf. Schade. Oder sind die Ermittlungen noch immer nicht abgeschlossen? Kann man da eigentlich irgendwo bei der Staatsanwaltschaft nachfragen? Ist das öffentliches Interesse? Bin ich Presse? Fragen über Fragen!



Auf dem Friedhof waren wir auch und siehe da: Ich habe den Müllcontainer fotografiert. (M, 1/125s, f/5,6.) Und ja, der steht so schief, ich bin es dieses Mal nicht schuld. Das war damals, letztes Jahr als die gerade mitten drin waren, die alte Gärtnerei umzubauen. Das ist nämlich gar nicht der Container vom Friedhof, das habe ich eben auch erst auf dem zweiten Blick gemerkt.

Aber dann: Auf dem Friedhof, Gießkannen, Foto! (P, 1/125s, f/2,8.) Ich mag Gießkannenfotos. Ich sollte daraus mal eine Serie machen. "Meine begossene Phase" nenne ich den Bildband / die Ausstellung dann. :-D Ernsthaft: Gießkannen sind wie Vespas oder Parkbänke: Ich kann nicht dran vorbei gehen. Gutes Bild, jedenfalls. Interessantes Licht. Interessante Unschärfe.


Ebenfalls sehr gut gelungen: Der Grabstein ein paar Meter weiter. (M, 1/60s, f/2.) Engel mit Bokeh-Balls. Macht sich wirklich gut. Brauche ich glaube ich nicht viel mehr zu zu sagen: Rundrum gelungen.

Am Abend muss ich dann wohl noch den Dran verspürt haben, kurz vor die Tür zu gehen, um den Film endgültig voll zu bekommen. Dabei ist dann wohl dieses Pferdefoto in der Dämmerung entstanden. (M, 1/125s, f/2,8.)


Und ich war wohl bis runter zur Brücke über den Hanfbach, die habe ich nämlich auch noch total verwackelt. (P, 1/4s, f/1,7.) Dass die Automatik mich das überhaupt hat aufnehmen lassen! Sieht so ein bisschen geisterhaft aus, aber hat auch was.

Als nächstes sind mal wieder Bilder mit der Minolta XD7 dran, als ich sie nach Köln und nach Bonn mit hatte. Ich sag doch, ich habe letztes Jahr einige Film minoltaisiert. Man könnte meinen, dass ich meinem Nikon-Background untreu werde! ;-)

Schwarz-weiß und analog, Teil 289: Hennefer Radtour

Fomapan 100 #52, Juli 2024
  • Minolta AF 5000, Minolta AF 50mm 1:1.7
  • Entwicklung: Fomadon P Stock #10, 6:30, 20°C, Adofix Plus 1+5 (#10), 6:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Letzten Sommer war das Wetter für Fahrradtouren ja eher ungeeignet. Immer viel zu feucht und schwül, gar nicht gut für meine Gesundheit. Aber wenn ich dann mal vor die Tür gekommen bin, habe ich auch die aktuell mit einem Film geladene Kamera dabei gehabt. Dieses Mal war es halt die Minolta 5000, die ich im Test hatte.

Wenn man mit dem Fahrrad Richtung Siegburg fährt, kommt man hinter der Mülldeponie auch am Betas-Werk vorbei. (P, 1/350s, f/8.) f/8 schien mir geeignet, so habe ich auf den manuellen Modus verzichtet und mich voll und ganz aufs Programm verlassen. Kann man machen, wie man sieht. Man sieht auch: Wetter eher bescheiden. Aber die Wolken werden gleich noch wichtig. ;-)


Über den Zaun zielen ist nicht ganz einfach mit analogen Kameras, zumindest wenn man keinen Spiegel dabei hat; trotzdem habe ich die Baumaschine erwischt, wenn auch sehr klein, wg. 50mm. (P, 1/350s, f/8.) Hier ist so eine Vollautomatik ja richtig hilfreich. Gut, das Bild ist trotzdem seltsam. Aber: Technisch möglich! ;-)

Jetzt aber die beiden Bilder, bei denen die Wolken wichtig sind: Strohrollen auf dem Feld. (M, 1/2000s, f/2.) Etwas mehr Licht wäre vielleicht nicht falsch gewesen, aber so kommen die Wolken richtig drohend und schwer daher. Außerdem konnte ich mal wieder (fast) offen fotografieren, was ja eh eine meiner liebsten Methoden ist, Licht auf Film zu kriegen! Hier hat das sehr gut funktioniert, auch wenn ich mal wieder den Horizont total schief habe. Aber die Rollen sehen schon fast künstlich angestrahlt aus - was sie nicht waren - und dieses Wetter! Spannend!


Das verpackte Stroh kann da kaum mithalten, obwohl es einzeln betrachtet sicher auch eine lobende Erwähnung finden würde. (M, 1/2000s, f/2.) Insgesamt sind diese beiden Bilder glaube ich tatsächlich das Highlight dieses Films. Sieht man mal, wie viele Fotos man verschießen muss, um mal was richtig gutes raus zu kriegen! Jaja, ich Amateur wieder! ;-)

Nachdem wir dann durch den Wald durch waren, kamen wir unten am Siegwehr wieder raus, wo sich gerade Kormoran und Gans begegneten. (P, 1/180s, f/4.) Hm, verdächtig: Mal nicht f/4.5? :-D) Das übliche Foto, das ich praktisch immer hier mache. Das drohende Wetter mit dem mittleren Wasserstand und entsprechend schaumigen Überlauf passt ganz gut zusammen, die beiden Vögel sind ohne Tele halt ein bisschen klein. Ansonsten nicht weiter bemerkenswert.

Dass f/11 gar nicht so weit geschlossen ist, wie man glauben mag, sieht man an diesem Kranbild, bei dem der vordere Teil tatsächlich schon wieder aus dem scharfen Bereich heraus ragt. (P, 1/500s, f/11.) Mit einer Abblendtaste wäre mir das (vielleicht) nicht passiert. Aber die hat diese günstige SLR ja nicht. Ich sag es ja immer wieder: Mit der Abblendtaste fängt die Mittelklasse an! ;-) Schade eigentlich, das Bild gefällt mir ansonsten ganz gut, auch hauptsächlich wieder wegen des bewegten Wetters im Hintergrund.


Der Kran von der Seite ist dagegen schon wieder fast langweilig-mondän. (P, 1/250s, f/5,6.) Wobei hier für f/5,6 der Hintergrund erstaunlich unscharf geblieben ist. Dabei war ich doch gar nicht so nah an dem Ding dran. Man kommt ja auch gar nicht wirklich nah dran, wegen des Zauns, der hier den Weg versperrt. Insofern zumindest ein halb interessantes Foto! ;-)

Auf dem Rückweg dann mal wieder durch das Industriegebiet hinter dem alten Aldi und wie immer, wenn ich hier vorbei komme, das Silo mitgenommen. (P, 1/180s, f4,5.) Das sind sie ja wieder, meine f/4,5. von denen ich vermute, dass die Kamera da eine gewisse Vorliebe für hat. Wenn man einem Stück Technik eine solch menschliche Eigenschaft überhaupt zuschreiben möchte. Mit dem wolkenverhangenen Himmel im Hintergrund ein gutes Foto, finde ich. Könnte gerader sein.

Gleiches gilt für Herrn Jesus, der sich auch ein wenig nach rechts neigt. (P, 1/45s, f/1,7.) Offen und langsam - muss wirklich sehr dunkel gewesen sein. Schatten und Wolken, das sind meine Freunde, wenn ich wirklich mal ans Extrem gehen will. Recht gut unverwackelt, trotz langer Zeit, aber der Schärfepunkt sitzt mal wieder zu tief. Sein Gesicht ist mir nicht scharf genug. Dafür hübsches Bokeh im Hintergrund. Das macht das Objektiv eigentlich immer ganz hübsch.


Dann in die Stadt und dort die beiden Kirchtürme mitgenommen. (M, 1/250s, f/5,6.) Statt manuell zu korrigieren, hätte ich eigentlich mal diese Korrekturtaste testen sollen, die angeblich das Bild um 1½ EV aufhellt. Weil, das ist ziemlich genau das, was ich hier gemacht habe: Die Automatik wollte den Himmel belichten, der viel heller war als das eigentliche Motiv. Hm, nächstes Mal!

Vorne am Eingang steht noch dieses alte Kreuz, das ich mir nicht hab nehmen lassen, das auch mal schön weit zu fotografieren - zumindest so weit, wie es die schnellste Zeit der Kamera zugelassen hat. (M, 1/2000s, f/2.) Und hat ganz gut geklappt. Auch hier ein sehr geschmeidiges Bokeh abgegriffen. Das kann das kleine Minolta ja ganz gut. Und wieder stelle ich fest, dass das Efeu knackig scharf ist und ich mal nachforschen muss, wieso ich da so viel Korrektur an der Spiegellosen einstellen muss (und zwar nur für dieses Objektiv).

Am Kurpark kamen wir dann auch noch vorbei und ich musste mal wieder das Standard-Foto vom Siegfried machen. (P, 1/125s, f/3,5.) Vielleicht liegen die krummen Blendenzahlen auch einfach nur daran, dass die Kamera immer versucht, die Belichtungszeit im Bereich zwischen 1/250s und 1/100s zu halten, solange sie nicht zu extreme Lichtverhältnisse sieht. Gegens Licht ist der Siegfried so jedenfalls erstaunlich gut raus gekommen, die Automatik hat sich also nicht vom Licht, das durch die Blätter fällt, verwirren lassen. Andererseits war es ja auch nicht so hell - wir haben ja die Wolken oben zu genüge erwähnt.


Kein Kurparkbesuch ohne Entenfoto. (P, 1/125s, f/3,5.) Ich hätte ja wieder f/4 eingestellt, aber whatever. Liegt wahrscheinlich auch an meinem leichten obsessive compulsive, dass ich immer "gerade" Blenden einstellen muss. ;-) Komisch, bei den Zeiten bin ich meist flexibler. Aber egal, das Bild funktioniert auch bei der Drittelblende weniger. Schöne Unschärfe, hübsche Ente. Geht. Allerdings habe ich den Eindruck, sie hat in dem Moment gezuckt.

Dann am Fahrradweg auf dem Heimweg noch am Fair Trade vorbei gekommen. (P, 1/180s, f/4.) Der ist ja mittlerweile so zu gesprüht, dass er kaum noch zu erkennen ist. Trotzdem: Helles Gebäude vor dunklen Blättern, musste ich mal wieder anhalten und Foto machen. So habe ich auch die Veränderung dieser Messstation über die Jahre dokumentiert. Weil, das ist ja auch wichtig. (Nee, eigentlich nicht.) ;-)


Zuletzt noch ein Bärenklau-Foto. (M, 1/500s, f/5,6.) Habe hier mal wieder wegen Gegenlicht manuell korrigiert. Allerdings hätte ich die Blende weiter schließen können, dann wären die hinteren auch etwas schärfer geworden. Naja, egal, geht auch so. Ganz nettes Bild. Wer das Nektar saugende Insekt findet, dar es behalten. Außerdem mal wieder Kratzer auf dem Negativ! Pfui! ;-)

Nächstes Mal: Filmreste. Müssen ja auch weg. Sind aber nur so sechs Bilder, die Kamera spult den Film großzügig ein. Zumindest im Vergleich zu den alten manuellen, bei denen ich auch schon mal mehr als 38 Bilder auf den 36er Foma bekommen habe.

Schwarz-weiß und analog, Teil 288: Noch ein Minolta, diesmal in den Rheinauen

Fomapan 100 #52, Juli 2024
  • Minolta AF 5000, Minolta AF 50mm 1:1.7
  • Entwicklung: Fomadon P Stock #10, 6:30, 20°C, Adofix Plus 1+5 (#10), 6:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Heute ein sehr langer s/w-Artikel, denn um die AF 5000 zu testen, bin ich an den Tatort - die Rheinauen, wo ich sie gekauft habe - zurück gekehrt und habe fröhlich drauf los geballert. Diese Unterklasse-SLR von Minolta ist eigentlich gar nicht so schlecht: Sie kann alles, was man wirklich braucht. Ist halt eher rudimentär, weil sie nur Programmautomatik oder manuelle Belichtung unterstützt und keine Zeit- oder Blendenautomatik, macht aber trotzdem ganz hervorragende Fotos, wie wir jetzt gleich sehen werden. Gut, das liegt aber zum großen Teil auch am 50/1.7, dass ich bekanntlich ja liebe und das der eigentlich Grund ist, dass ich mir die α7 gekauft habe. ;-)

Jedenfalls. Wie immer, wenn wir in Bonn in die Rheinauen gehen, sei es zum Spaß oder für den Flohmarkt, haben wir drüben in Beuel geparkt und sind zu Fuß über die Brücke, was in der üblichen Ansicht des Bonner Ufers resultiert. (P, 1/350s, f/8.) Wie ich glaube ich schon mal angedeutet hatte, war ich mit den Werten, die die Kamera automatisch im Programmmodus wählt, meist ganz zufrieden, auch wenn mir die Möglichkeit zum Programmshift ein wenig gefehlt hat. Aber hier, für diesen Architektur/Lanfschafts-Mix, war f/8 durchaus angemessen und ich hab sie mal machen lassen. Das Ergebnis ist scharf, knackig und kontrastreich, wie ich es von diesem Objektiv gewohnt bin, und die Kamera scheint auch problemlos zu funktionieren. Fehlt noch ein Schiff auf dem Rhein, aber man kann nicht alles haben! ;-)


Wenn man auf der Adenauerbrücke ist, hat man den Vorteil, dass man sich praktisch genau auf der Höhe der Baumkronen befindet, sodass man hier auch mal Blätterdetails "auf Augenhöhe" machen kann. (M, 1/250s, f/4.) Weil ich hier mehr Hintergrundunschärfe wollte, habe ich direkt mal den manuellen Modus getestet. Der ist leicht umständlich unter der Klappe oben an der Kamera zu finden und schaltet sich auch atomatisch wieder ab, wenn man diese schließt, und auch die Blende/Zeitwahl über die Gummitasten ist alles andere als benutzerfreundlich, aber besser als nichts. Und das Ergebnis-Foto mit den Ahornnasen drauf, hat auch die korrekte Belichtung, sodass ich diesen Test auch abhaken kann.

Bei den Lollies wollte ich dann mal die extremste Zeit testen, die die Kamera kann, was bei diesem Licht und einem 100-ISO-Film bedeutet, dass ich nicht mal annähernd an die Offenblende heran komme. (M, 1/2000s, f/2.8.) Ich glaube, selbst hier hat die Kamera mich noch vor Überbelichtung gewarnt. Das Ergebnis ist OK, aber ich hätte den Posttower gerne noch eine Blende unschärfer gehabt. Wobei das schon ganz OK so ist. Jedenfalls: Nächster Test bestanden, die 1/2000s geht auch problemlos.

Dann waren wir wohl im japanischen Garten, der in den Rheinauen ja vorhanden ist, aber doch recht klein im Vergleich zu dem in Leverkusen. Da würde ich echt gerne noch mal hin und Fotos machen. Hier aber erstmal das Türmchen-Dings, das das steht, und das ich praktisch auch jedes Mal aus dem gleichen Winkel mit nehme. (M, 1/250s, f/8.) Leider ist das jetzt schon so lange her, dass ich mich nicht mehr erinnern kann, weshalb ich hier den manuellen Modus genommen habe. Irgendwas scheint mir jedenfalls an der Vollautomatik nicht gefallen zu haben. Bei f/8 sind jedenfalls die Blätter im Vordergrund schon einigermaßen scharf, und wahrscheinlich war es das, dass die Automatik hier mit was Kleinerem arbeiten wollte.


Zu bestimmten Jahreszeiten fahren ja immer diese kleinen Treckerchen durch die Rheinauen und dieses Mal habe ich endlich einen aus der Nähe erwischt. (P, 1/180s, f/4,5.) Ich bin persönlich ja kein Freund von Drittelschritten, aber im Moment des Schnappschusses kann man das auch mal verkraften. ;-) Der Hintergrund ist meiner Meinung nach erstaunlich scharf geworden, wo ich doch recht nah an den Trecker ran bin. Ansonsten: Man kann mit der Vollautomatik durchaus gute Fotos machen, wie man sieht. Und ich werde diesen Modus auch einige Male verwenden, wenn mir die vorgeschlagenen Werte sinnvoll erschienen.

Auch im Japanischen Garten: Koi. (P, 1/180s, f/4.5.) Für f/4.5 schient die Kamera ja auch irgendwie eine Vorliebe zu haben. Ist die so progarmmiert: "Drei Blenden schließen (f/1,7 + 3EV ≈ f/4,5), da wird die Schärfe schon optimal sein"? Möglich wärs. Ich glaube nicht, dass da besonders viel Intelligenz drin steckt, das Teil stammt aus der Autofokus-Steinzeit (~1986). Vielleicht eine Look-Up-Tabelle für bestimmte Objektive noch, aber da das mit eine der ersten für M/AF war, wie viele Objektive gab es da schon, die man da hätte einpflegen können? Wobei: Das Camera-Wiki behauptet, dass das 50/1.7 die Standard-Kit-Linse für diese Kamera war. Wusste ich gar nicht. Dann ist die ja vielleicht sogar extra dadrauf optimiert worden! Was ich jedenfalls sagen wollte: Autofokus funktioniert problemlos, auch in solch heiklen Situationen, bei denen die Fische mal über, mal unter Wasser sind und die Reflexe auf den Wellen ihr übriges tun.

Hier im japanischen Garten steht außerdem ein Baum rum, der mit "J+J" markiert ist. (P, 1/60s, f/1,7.) Alder, ich schwör', ich war's nich! Würde aber gut zu mir und meiner Frau passen! ;-) Jedenfalls, hier im Schatten die perfekte Gelegenheit, Offenblende auf kurze Distanz zu testen. Das Resultat ist... verwirrend? Weil ich an der Alpha eine gigantische AF-Korrektur von +13 (glaube ich) für dieses Objektiv einstellen musste, um es offen scharf zu bekommen, hier aber keinerlei Schärfeprobleme festzustellen sind. Das bestätigt, was ich im Kopf hatte: Auf der Dynax von J hatte dieses Objektiv nämlich auch nie Scharfeprobleme. Offenbar funktioniert die AF-Messung an einer "echten" (analogen) Kamera leicht anders als mit dem Adapter an der Alpha! Komisch! Seltsam! Erstaunlich! Da muss ich jetzt mal ein bisschen in mich gehen und drüber nachdenken.


Bei den Wasserhähnen war ich dann über den Vorschlag der Kamera einigermaßen erstaunt: Da wäre durchaus noch Spielraum gewesen, aber scheinbar war sie der Meinung, lieber etwas schneller zu belichten, statt Verwackelungen in Kauf zu nehmen. Ich hab sie dann mal einfach machen lassen. (P, 1/100s, f/2.8.) Ergebnis passt. Das zweite Ventil ist wegen der fehlenden Tiefe ein wenig sehr unscharf geworden, ich hätte ja f/4 genommen und hätte tief durchgeatmet, aber es geht ja hier auch gerade darum, die Eigenheiten der getesteten Kamera herauszustellen. Und wenn die eben 1/100s bei f/2.8 haben will, bitte! Wird schon sehen, was sie davon hat! ;-)

Deswegen habe ich auch beim Wasserfall nicht eingegriffen, einfach um zu zeigen, was die Automatik hier macht. (P, 1/250s, f/5,6.) Die Zweihundertfünfzigstel ist nicht schnell genug, um das fallende Wasser "einzufrieren", aber auch nicht lang genug, um es richtig "flüssig" wirken zu lassen. Eigentlich hätte ich noch zwei Vergleichsbilder machen sollen, eins mit 1/2000s und eins mit maximaler Blende (so ich denn ein Stativ gehabt hätte) oder zumindest f/11 (das wäre dann so um die 1/60s gewesen). Dann könnte man mal vergleichen. Aber ich hab eh schon so viele Wasserfälle und so haben wir immerhin einen Eindruck dessen, was die Kamera von sich aus macht.

Künstlerisch wertvoll finde ich das folgende Bild: Lastenrad mit Kind. (M, 1/250s, f/2,8.) Hätte durchaus noch auf f/2 runter gekonnt, um den Hintergrund weicher zu bekommen, aber auch so macht dieses Bild einen sehr guten Eindruck, finde ich. Gefällt mir sehr gut, eines der besseren auf dieser Rolle. Und wiedermal zeigt sich: Die Qualität des Objektives ist meist wichtiger als die der (Einsteiger-)Kamera, an die man es anbringt. ;-)


Ebenfalls gut: Der Elefant. (M, 1/250s, f/2,8.) Gleiche Werte, aber noch ein bisschen näher, sodass der Hintergrund hier eher schon das Bokeh hat, das ich mir gewünscht habe. Hier wäre f/2 schon fast übertrieben gewesen, finde ich. Wobei ich ja den Eindruck habe, dass bei s/w gerne mal etwas mehr Unschärfe sein darf, um das eigentliche Motiv mehr hervorzuheben. Bei Farbbildern kann man einen solchen Eindruck ja auch durch die Farbe erzeugen, was bei s/w nun mal nicht der Fall ist. Gutes Foto, jedenfalls. Könnte ich mal einen Abzug von machen.

Beeren an den Wienreben. (P, 1/250s, f/5,6.) Hier hat die Automatik eigentlich genau das eingestellt, was ich auch genommen hätte: Relativ nahe und detailreiche Pflanzenmotive erfordern auch eine hohe Schärfe, also wäre durchaus auch f/8 eine Option gewesen. Aber so ist der Stacheldraht wenigstens gerade noch unscharf. Schon wieder eines der besseren Bilder von dieser Rolle.

Die Europa auf dem Stier ist ja leider ein bisschen beschädigt, aber das passt ja zur derzeitigen politischen Situation. (P, 1/350s, f/8.) So ganz ausgeknobelt habe ich noch nicht, wann die Kamera welche Blenden bevorzugt, aber hier scheint es ihr mal wieder hell genug gewesen zu sein, um die maximale Schärfe heraus kitzeln zu wollen. Ich hab sie dann mal machen lassen und das Ergebnis ist entsprechend: Durchaus brauchbar, ich hätte hier nichts anderes verwendet. Selbst die feinsten Strukturen sind im Material zu erkennen. Und habe ich tatsächlich mal die Kamera gerade gehalten bekommen? Kann ich gar nicht glauben, da hab ich doch sicher digital dran rum manipuliert! ;-)


Apropos Kunst: Rot rostende Eisengedönse kommen auf s/w-Film von Foma immer sehr, sehr dunkel daher. (M, 1/500s, f/2.) Und ich konnte manuell die Blende mal ein wenig weiter offen halten. Durch Kontrast und Hintergrundunschärfe hebt sich dieses drahtige Phallus-Symbol schon recht deutlich von seiner Umgebung ab. Krass! Spannendes Foto, finde ich.

So, und dann waren da noch: Wasservögel vor den Tretbooten. (P, 1/180s, f/4.5.) Wieder f/4.5? Scheint wirklich ein "Programm" dahinter zu stecken! ;-) Ansonsten leider eines der weniger interessanten Fotos. Ich bin mir an dieser Stelle übrigens extrem sicher, dass ich Zickchens Fujifilm als zweite Kamera dabei hatte, aber wo sind die Fotos von der? Im Blog habe ich sie nicht gefunden... Oder war das der Tag, als die Akkus leer waren? Hm... Ahh, nein, einfach nur gut versteckt! ;-) Die könnte ich eigentlich auch noch mal benutzen. Schließlich war die Speicherkarte teuer genug! :-D


Zu guter Letzt noch ein Blick über den Zaun: Der Gang über die Steine im Wasser am (abgeschalteten) Wasserfall war wegen Renovierung geschlossen. (P, 1/180s, f/4,5.) Auch eine eher uninteressante Ansicht, wenn man mal von besagtem Wasserfall absieht. Ich weiß gar nicht, jetzt waren wir dieses Jahr schon mehrfach in den Rheinauen, haben aber noch gar nicht geschaut, ob die das hier mal wieder frei gegeben haben... Hm... Ich rieche noch ein paar weitere s/w-Fotos in meiner Zukunft! :-D

Wobei: Das ja sowieso! Denn für heute ist erst Mal schluss, den mittleren Teil des Films gibt es beim nächsten Mal. Da geht es auf eine kleine Radtour durch Hennef und Umgebung. Ich bin gespannt, ich kann mich auch nur noch schemenhaft erinnern, was ich da vor einem Jahr so verschossen habe!