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Friedhofsblumen und andere Dinge

Heute mal wieder viel zu früh unterwegs gewesen, hin und her gegurkt und in Wartezimmern gesessen und danach noch den Rasen gemäht und einen kleinen Baum ermordet, der im Wind eh nicht so gut davon gekommen war, weil er sich in Nachbars Zaun verhakt hatte. Ich seh' an den Armen aus, als hätte ich versucht, eine Katze zu baden! Tut auch überhaupt gar nicht weh und brennt wie Hölle. Gut, OK, natürlich hatte der das Recht, sich zu wehren, aber. Aua.


Danach jedenfalls noch auf den Friedhof rauf, um mal dort nach dem blühenden Gedöns zu gucken. War auch mal wieder nötig. Die Veilchen waren so gut wie hinüber, die anderen Blumen sowieso, nur die kleinen blauen durften stehen bleiben. Danach noch ein mal über den restliche Friedhof geschlendert, um noch ein paar Bilder mitzunehmen. Allerdings musste ich mich ein bisschen zurück halten, denn gleichzeitig gab es eine Beerdigung.


Immer wieder schön, das Gemüse auf dem Friedhof. Mache gerne Fotos hier oben. Auch wenn manche der Eindrücke schon ein bisschen memento mori sind. Aber Motive gibts das trotzdem. An den dunklen Stellen hadere ich übrigens noch immer ein bisschen mit der Bedienung der Canon. Die hat mir viel zu wenige Knöpfchen, um direkt auf die entsprechenden Funktionen zuzugreifen, so zB den Belichtungsmesser (Punkt-, Matrix-, Whatever-Messung) oder die Belichtungskorrektur. Auch im manuellen Modus merke ich ganz schmerzlich, dass mir das zweite Drehrad fehlt, um die Blende ohne Verrenkungen einstellen zu können.


Das ist ein bisschen schade, denn die Bilder sind insgesamt ja immer sehr brauchbar, wenn ich denn die korrekte Einstellung erwischt habe.

Schwarz-weiß und analog, Teil 263: Im Grünen C hinterm Freibad St. Augustin mit einer "neuen" Milolta

Fomapan 100 #50, 10. Oktober 2023
  • Minolta XD7, Minolta MD W.Rokkor 28mm 1:2.8, Minolta MD Tele Rokkor 1:2.5 f=100mm, Travenar MC Auto Zoom 1:4.5 f=80-200mm
  • Entwicklung: Adonal 1+50, 9:00 Minuten, 20°C, Adofix Plus 1+5 (18.?), 10:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Ich habe mich anders entschieden: ich werde diesen Film, den ich an einem tag aufgenommen habe, doch in drei Teile aufteilen, und zwar ein bisschen ungewöhnlich: Zuerst einmal werde ich die (fünfzehn) Bilder aus dem Grünen C behandeln, die ich auf dem Weg zum und zurück vom Flugplatz Hangelar gemacht habe. Wir hatten nämlich am Freibad geparkt und sind den ganzen Weg zu Fuß gegangen. Dann ist da zwar eine Unterbrechung drin, aber die (vierzehn) Flugplatz-Bilder landen in einem eigenen Artikel. Danach geht es dann traditionell und zeitlich geordnet weiter, denn es folgt noch ein dritter Eintrag mit den restlichen (neun) Bildern vom HUMA. Ich hoffe, jetzt sind alle Unklarheiten beseitigt. ;-)

Bei dieser Kamera handelt es sich um ein weiteres Teil, das ich von der Nachbarin unserer guten Freundin C bekommen habe, eine Minolta XD7. Mit dabei war ein 28mm und ein 100mm Rokkor sowie ein Travenar Zoom 80-200mm. Also eigentlich eine recht umfangreiche Ausstattung. Fehlt nur eine Normalbrennweite. Aber ich habe ja schon irgendwo ein 55mm rumliegen, das hier auch ganz hervorragend drauf passt. (Siehe den nachfolgenden Film.) Damit ist zwar keine Programm-Automatik möglich (weil alt), aber wer braucht die schon? Ich benutze ja eh nur die Halbautomatik mit fester Blende.

Also, was haben wir heute für Fotos? Fangen wir an direkt vor dem Freibad St. Augustin, wo wir an jenem Tag geparkt hatten. (1/250s, f/4, 28mm.) Das ist mal wieder so eine Art Test-Shot, von der man nicht viel erwarten kann. Einfach nur, um zu testen, ob die Kamera grundsätzlich überhaupt funktioniert (und ob da überhaupt was raus kommt, so kurz, wie ich den Film-Leader im einspule.) Aber insgesamt mach es schon mal einen ganz guten Eindruck: Die Belichtung sieht gut aus und das 28mm macht auch einen ganz guten Eindruck: Kaum Verzerrungen - nur ganz außen in den weitesten Ecken - und auch keine Abschattungen. Gerade Linien scheinen zumindest in der Mitte auch ziemlich gerade zu bleiben und rechte Winkel sind rechte Winkel - also, zumindest soweit ich das mit dem Knick in meiner Optik sagen kann. Aber ich hatte von dem Objektiv auch nichts anderes erwartet, Minolta hatte schließlich schon immer einen guten Ruf.


Das zweite Bild zeigt das Parken-Schild am nahegelegenen Kindergarten und die Ecke des Containers, der da rum steht. (1/30s, f/8, 28mm.) Hier habe ich direkt mal richtig weit abgeblendet, einfach um zu testen, wie das Teil dann performt. Und es sieht gut aus. Weitwinkel machen ja eh schon alles immer etwas schärfer und so ist selbst das ganz kleine Auto hinterm Zaun fast schon scharf, obwohl die Entfernung zum Zaun hier ja doch eher gering war. Also, der erste Eindruck ist schon mal gut!

Dann aber weiter raus ins Grüne C am Christopherus der Styeler vorbei. (1/500s, f/5,6, 28mm.) Auch hier kann man sich über die Leistung des Objektivs und der Kamera echt nicht beschweren. Zugleich stelle ich spätestens hier fest: Das Fokussieren mit dieser Kamera ist einfach und macht Spaß, der Schnittbildsucher und die Mikroprismen sind hervorragend geeignet, das Objektiv ist mit f/2,8 Offenblende zwar für eine Festbrennweite eigentlich nur akzeptabel, macht aber durchaus ein schön helles Bild im Sucher.

Also ist es mal an der Zeit, das Tele-Zoom drauf zu machen und zu gucken, was das so kann, wenn man es dem Christopherus ins Gesicht hält. (1/500s, f/4,5, 80-200mm @ 100mm.) Bei diesem geringen Zoom-Faktor ist das Ergebnis schon mal durchaus brauchbar. Scharf und für das Motiv auch durchaus kontrastreich. (Wer den C kennt, der weiß, dass das türkise Oxid gegen den blauen Himmel durchaus herausfordernd für s/w-Film sein kann.) Die einzelnen Nieten an seiner Frisur sind ebenfalls hervorragend zu sehen. Erster Eindruck: Gut!


Versuchen wir es als nächstes mit ein bisschen etwas herausforderndem: Einem Blatt auf recht nahe Distanz, das im Wind hin und her weht, und das bei vollem Zoom. (1/500s, f/5,6, 80-200mm @ 200mm.) Nicht ganz einfach und wie man sieht, das Ding ist unscharf, weil es sich natürlich aus der Schärfeebene heraus bewegt hat. War ja klar. Aber es ist klein Totalverlust, denn so können wir schon mal einen ersten Eindruck von der Hintergrundunschärfe bekommen, den dieses Objektiv bei vollem Zoom und Offenblende so kann. Sehr weich, auf jeden Fall.

Versuchen wir es lieber mit einem statischen Objekt und dem Festbrennweiten-Portrait-Tele. Statt Portrait gibt es aber mal wieder nur eine schnöde Baustellenlampe! (1/1000s, f/4, 100mm.) Aber man sieht auf den ersten Blick: Die Qualität der Schärfe ist hier doch gleich noch mal eine Ecke zackiger als bei dem Zoom oben. Das ist der Grund, weshalb ich in den letzten Jahren nur noch Festbrennweiten verwende, die sind einfach viel knackiger im Ergebnis. Auch wenn ich hier etwas mehr als eine Stufe abgeblendet habe, sind wir hier ja doch noch in dem Bereich, der für Portraits eigentlich perfekt geeignet ist. Und die Leistung dieses kleinen und recht kompakten Teles überzeugt mich. Wieder ein Objektiv, das ich gerne mal an einer modernen Digitalen sehen würde.

Ein paar Meter weiter hatte ich es dann mal wieder auf die Bank mit dem Graffiti dahinter abgesehen. (1/500s, f/4, 100m.) Die Stelle ist schon mal von mir abgelichtet worden, aber das ist echt schon ein paar Jahre her, das weiß ich gar nicht mehr die Kombination von Optik und Kamera. Hier überzeugt auf jeden Fall auch wieder die Schärfe, die auch nur sehr langsam in Richtung der Hecke im Hintergrund abnimmt. Hier hatte ich mit schnellerem Verlust bzw einer dünneren Schärfenebene gerechnet. Hm, interessant. Da merkt man dann doch wieder, dass nicht alle Objektive gleich sind, nur weil sie ähnliche Brennweiten haben. (OK, das, was ich im Allgemeinen auf der Nikon habe, ist mit 85 etwas kürzer bzw mit 135 etwas länger. Vielleicht liegt es daran.)


Als nächstes dann wieder eines dieser zufälligen Bilder am Wegesrand: Ein Gartentor in einen Garten, oder was auch immer das genau ist - Holzstapellager? ;-) (1/125s, f/2,8, 28mm.) Auf jeden Fall mal eine Gelegenheit, die Offenblende an diesem 28mm Rokkor zu testen. Und tatsächlich, die Holzscheite im Hintergrund sind tatsächlich schon ein kleines bisschen unscharf, wenn man das Bild auf Originalgröße des Scans hoch zieht. (Das würde natürlich niemals jemand machen, wenn man davon einen Abzug machen würde. Das wäre ja Poster-Größe! Und wer will schon ein Poster von einem langweiligen Gittergartentor?! ;-)

Nebenan gab es noch einen beschädigten Baum. (1/60s, f/2,8, 28mm.) Hier macht der Hintergrund mit seinen Blättern und den Lücken dazwischen direkt etwas mehr her. Insgesamt also ein besseres Bild als das vorangegangene. Eigentlich für ein Testbild sogar recht hübsch. Das angehackte Holz wirkt trotz der recht dünnen Schärfentiefe sehr plastisch und weitwinkeltypisch ein bisschen aus dem Foto herausragend. Nett.

Kommen wir zu der Stelle, wo ich einen Schnitt mache und die Bilder nach vorne ziehe, die auf dem Rückweg zum Auto ebenfalls im Grünen C entstanden sind. Bietet sich einfach an, die von den Bildern vom Flugplatz abzukoppeln.

Beginnen wir mit einer Biene im Landeanflug, die leider nur fast so scharf geworden ist wie die Rose, die ich eigentlich als Motiv ausgewählt hatte. (1/500s, f/2,8, 28mm.) Das liegt hauptsächlich daran, dass ich einfach abgedrückt habe, ohne noch schnell die Blende höher zu drehen. Die stand halt gerade da und als ich die Biene ins Bild fliegen hab sehen, habe ich einfach schnell ausgelöst. Danach war sie dann auch wieder weg und so konnte ich nur dieses eine Bild haben oder gar keins! ;-) Aber dafür, dass das also ein echter Schnappschuss war, ist die Biene dann doch richtig scharf geworden. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass man in diesem 4k herunter gerechneten Bild eigentlich keinen Unterschied zwischen Biene und Blüte sehen kann. (Im Originalscan schon, was dann wohl auch beweist, dass da doch noch ein klein bisschen mehr im billigen Foma und dem ebenso billigen Scanner drin steckt als 4k. ;-))


Die folgenden Blätter fallen mal wieder unter die Kategorie "warum habe ich das Bild überhaupt gemacht?" (1/1000s, f/4, 100mm.) Scheinbar wollt ich das Tele noch mal testen. Das habe ich hiermit gemacht. Die Blätter sind knackig scharf. Der Rest vom Bild ist schief und langweilig. Nicht meine beste Arbeit! ;-) Schwamm drüber.

Die Rosen durch den Zaun waren da ein sehr viel lohnenderes Motiv! (1/500s, f/4, 100mm.) Ich bin kurz davor zu sagen, dass das vielleicht das spannendste Bild auf dem Film bisher war, und das liegt zum Größten Teil daran, dass ich eben durch den Zaun hindurch fotografiert habe und deswegen im Bokeh dieses sehr interessante Muster der einzelnen Drähte bekomme! Faszinierend! Also, nicht wirklich gut, sowas würde ich definitiv meiden, wenn ich in irgendeiner Form ein professionelles Bild machen wollte. Aber gerade in seiner naiven Unprofessionalität ist es es schon fast wieder professionell! Man muss ja schließlich erst mal auf die Idee kommen, sowas zu verbrechen! ;-)

Kurz zuvor hatte ich noch diesen Stapel Betonsockel für die Absperrungen, die hier aufgestellt waren, mitgenommen. (1/500s, f/2,8, 28mm.) Hauptsächlicher Testsinn dieses Bildes: Schauen, wie weit die Schärfentiefe riecht. Für ein 28mm Weitwinkel bei f/2,8: Ja, das sieht richtig aus. Bei der Brennweite bin ich ja etwas verwöhnt von dem Sigma, das ich normalerweise auf meiner Nikon habe, das sich mehr als eine Stufe weiter öffnen lässt und dementsprechend auch mehr Hintergrundunschärfe hin bekommt. Aber dieses hier schlägt sich auch nicht so schlecht.


In dem Zaun, durch den ich die Rose oben fotografiert hatte, steckte dann noch dieses Stück von einem Strauch drin, der schon vor Jahren gekillt worden ist. (1/250s, f/4, 100mm.) Fast ein so krasses Bild wie das mit der Rose, aber nur fast, weil hier eben nur ein ganz normales Bokeh zu sehen ist. Ein sehr schönes, keine Frage, aber eben nur ganz langweilig und normal! ;-) (Jetzt spiele ich schon die unterschiedlichen Unschärfen gegeneinander aus! Ts! :-D) Auf jeden Fall kann das 100er hier noch mal sehr gut zeigen, was es kann. Schönes Bild. Ein bisschen traurig, vielleicht, wegen der Astleiche als Motiv.

Und zu guter Letzt (für heute) noch die Fahrradständer am Schwimmbad. (1/1000s, f/4, 100mm.) Trotz der eigentlich in diesem Motiv vorherrschenden Tristesse ein sehr interessantes Foto, das glaube ich einen ganz würdigen Abschluss für den heutigen Eintrag bildet. Beim nächsten Mal können wir uns dann mehr auf die Motive konzentrieren, da ich am Flugplatz weniger Testfotos als gewollte Bilder gemacht habe.

Aber ein kleines Fazit schiebe ich jetzt schon hinterher: Die Kamera und alle drei Objektive können was! Dafür, dass ich die praktisch mal wieder geschenkt bekommen habe, beschwere ich mich echt nicht! Ganz im Gegenteil: Scharfes Teil, im wahrsten Sinne!

Mit dem Rad nach Uckerath

Bewegung tut gut - angeblich -, also aufs Rad und ein bisschen um die Ecken fahren. Dabei mit den alten, glattgeschliffenen Schuhen von der rechten Pedale abrutschen, während man links ganz feste tritt und somit den vollen Doppelwumms gegen das Schinbein bekommen, wenn die rechte Pedale wie Schmitz[1] Katze hochgeballert kommt und sich zwei dicke, langsam blau färbende Beulen hinterlässt. Dann der lieblichen Melodie lauschen, wenn die Englein einem vor dem inneren Auge erscheinen und zugleich die Tränen in den nicht-virtuellen Augen unterdrücken! Hach, was ein Spaß! Vor allem, wenn das passiert, wenn man so ca. 10 Kilometer von zu Hause weg ist und einfach durch den Schmerz durch radeln muss...

Wie auch immer: Schmitz Katz' saß unterm Apfelbaum und jagte Mäuschen, bis sie das Schlack-Schlack-Schlack der Kamera hörte und mich dann nur noch angeguckt hat. Da hängen übrigens die ersten Äpfel, die schon langsam rot werden. Also, am Baum, nicht an der Katze.


Den Waldweg entlang des alten Bahndamms genommen, also Richtung Dahlhausen, wo im Gebüsch büschelweise Digitalis herum steht. Lecker. Also, wenn man Herzpatient ist oder Biene. Ansonsten eher nicht. Lieber die Finger vom Fingerhut lassen. Is besser.

Entlang des Fahrradwegs stehen jetzt alle paar hundert Meter eine neue Holzbank, sehr rudimentär, aber der Wille zählt. (Ich würde so weit gehen zu behaupten, dass das ziemlich genau ein Kilometer zwischen jeder Bank ist.) Jedenfalls eine willkommene Gelegenheit sich hin zu setzen und ein bisschen zu verschnaufen. Ich bin nämlich noch immer nicht so richtig fit, merke ich, besonders, wenn es den Berg hoch geht.


Und ja, es ging recht steil den Berg hoch, nachdem ich mich am alten Trecker mit dem ACHTUNG (Moos?) Schild dazu entschlossen hatte, dem Fahrradweg weiter zu folgen, also rauf in Richtung des Eulenbergs. Das sind bestimmt so 150 Höhenmeter auf einer Strecke von vielleicht einem Kilometer.


Es gilt also wie immer: Wer sein Fahrrad liebt, der schiebt. Denn auch im zweitkleinsten Gang - den kleinsten traue ich mich nicht zu benutzen, weil in letzter Zeit da gerne mal unter Vollast die Kette abspringt, da muss ich auch mal was gegen machen, aber hab ich Zeit? - war das wegen Lungenröcheln nicht zu schaffen. Alles Kaka, ich sags Dir.


Oben auf dem Berg gab es neben einem spannenden Isolator und ein bisschen Seil noch ein Pferd und einen Baum, die sich recht pittoresk in die Landschaft einfügten. Ich mein, der windig-wolkige Himmel passt schon ganz gut und das blöde Pferd hat auch irgendwann mal still gehalten, dass ich es zumindest einigermaßen von der Breitseite drauf gekriegt habe, nachdem ich mich drei mal neu positionieren durfte.

Kurz hinterm Dorf und dem Jesus ist es dann passiert und mir ist die Pedale ans Schienbein geknallt. Jetzt weiß ich auch, wofür es Schienbeinschoner gibt. Das hat so richtig Spaß gemacht. Vor allem, nachdem ich zuvor die Aussicht von einer dieser modernen Liegebänke genießen konnte, die es heutzutage ja scheinbar überall in der Landschaft gibt. Hätte mich am liebsten wieder hin gesetzt und wäre nie wieder aufgestanden, aber das war dann doch ein bisschen sehr windig-kühl hier oben auf dem Bergrücken. Immerhin hat das die beiden Beulen gut gekühlt.


Habe dann nicht den direkten Weg nach Uckerath genommen, weil das nämlich den ganzen Berg wieder runter und auf der anderen Seite wieder hoch fahren zu müssen beinhaltet. Stattdessen einen der diversen feldwege genommen, auf dem es zwar auch recht steil bergab geht, aber auf der anderen Seite zumindest eher gemächlich wieder rauf. Dort in den Ausläufern des Dorfs dieses Fachwerkhaus mit Jesus gefunden, das eine Inschrift von 1701 hat. Das ist nicht nur lange her, sondern auch für jeden Trekkie wie mich ein witziger Fund. Und es gibt also tatsächlich Ecken, an denen ich noch nie war. Schau mal einer an.

In Uckerath habe ich mich dann am Friedhof noch mal ein bisschen auf die Bank gesetzt, zwischen den Bäumen ging weniger Wind. Ich wusste gar nicht, dass die a) so ein großes Feld mit Kriegsgräbern haben und b) so eine pyramidenförmige Trauerhalle/Kapelle. Da fahr ich ja mehr oder weniger ständig dran vorbei, wenn ich vom Lalldi/Lüdl komme. Noch nie wahrgenommen. Das lässt mich fast vermuten, dass es hier oben noch mehr zu entdecken gibt, aber der Berg ist einfach so furchtbar steil, da will man ungern mit dem Rad hoch!


Noch der Kirche einen kurzen Besuch abgestattet und dann aufgrund des Wetters (Regenwolken zogen auf) und des Schienbeins (Beulen beulten blau) beschlossen, den schnellen Weg entlang der B8 heimwärts zu nehmen und dann in Lichtenberg den Berg runter zu pesen und schließlich die Rütsch zu nehmen. Kurz vor Regenschauer bin ich dann auch tatsächlich angekommen. INsgesamt ganz schöne 16km (etwas kurz für meinen Geschmack), wenn da nicht dieses kleine Malheur passiert wäre und ich jetzt nicht weiß, wie ich nachts liegen soll, ohne an die Beulen zu kommen...

[1] Name von der Redaktion geändert.

Mondorfer Dorfflohmarkt (klingt komisch)

Boah, hab ich einen Wahlkater. Irgendwas, was das Land gewählt hat, war nicht gut. Es fühlt sich alles so braun an. Ganz schlecht.

Nachdem wir am Sonntag vor dem Wahllokal erstmal das Rückwärtsfahren lernen konnten, weil die natürlich nicht mal eben die Baken an der eigentlich nicht mehr vorhandenen Baustelle auf Seite räumen konnten, um den Durchgang frei zu machen, sind wir noch weiter zu C ins schöne Mondorf gefahren. Da war Dorfflohmarkt. Kann man sich ja mal angucken.


Da ich die D800 am Samstag ja schon mit hatte, habe ich mir die einfach wieder geschnappt. Wofür hat man die, wenn man sie nicht benutzt. Viele Bilder habe ich allerdings nicht gemacht. Mir kamen einfach keine Motive vor die Linse. Übrigens das Zoom, weil ich zu faul zum Objektivwechseln war. Geht auch.

Mondorf ist ja erstaunlich groß, habe ich mal wieder feststellen dürfen. Nur mit den Füßen haben wir in drei Stunden vielleicht ein Drittel der Häuser, die teilgenommen haben, abgeklappert. Ein Rad wäre wohl nicht falsch gewesen. Aber das hatten wir nicht dabei. Dafür ist der Lüfter in meinem Honda dann wohl scheinbar endgültig verreckt. Auf der Autobahn stank es mal kurz ganz heftig nach verkohltem Strom und danach kam nix mehr. Rufe ich da also heute in der Werkstatt an und der sagt, ich soll noch mal kurz vorbei kommen. Setze mich ins Auto, lasse wie immer die Kraftstoffpumpe ein bisschen vorglühen, läuft der Lüfter problemlos wieder an! Hä? Zünde ich daraufhin das Auto, Motor läuft, Lüfter nicht. Möööp! Bin dann also trotzdem da hin und habe einen neuen bestellt. Aber der erste freie Termin ist im Juli. Na, mal sehen, ob ich das noch aushalte. Wenn es jetzt wieder nass wird, beschlägt mir die Scheibe!


Egal, das nur nebenbei. Ansonsten hier noch ein paar Bilder von Rosen, die durch Zäune wachsen. Und Frieden und Liebe! Davon gibt es eh viel zu wenig, genau wie von Respekt und Empathie, siehe die eingangs erwähnten Wahlergebnisse.

Haben dann jedenfalls C noch geholfen, all die unverkauften Klamotten wieder in Papier zu wickeln, in Umzugskartons zu verstauen und diese dann in den Keller zu schleppen. Sie hat ja noch immer das Knie im Popo, da wollte ich sie nicht die Treppe runter humpeln lassen. Zur Belohnung gab es dann Eis und Katzen, eine davon im Erdbeerbeet:


So, und jetzt, was mach ich jetzt den Rest der Woche? Mal sehen. Arbeiten wird sich nicht vermeiden lassen. Und morgen mal wieder nach S zum Arzt. Alles nicht so schön. Alles doof. Alles deprimierend, um genau zu sein. Ich komm ja nicht mal mehr zum Blogschreiben. Einziges Hobby, was ich noch habe: Fotos machen und ins Internet stellen.

Trekdinner (Bilder aus Bonn)

Eigentlich ist TD ja am ersten Samstag im Monat, aber dieses Mal haben wir das eine Woche nach hinten verschoben, weil wir nicht konnten. Also, J und ich, wir waren letzte Woche ja beim TR-Meeting, und die anderen hatten nichts dagegen. Das ist mal echte Solidarität! ;-) Haben uns im Cafe Especial am Sterntor getroffen, dem anderen mexikanisch angehauchten Laden, den wir öfter besuchen. Im Tacos gefiel es mir letztes Mal ja so gar nicht, vor allem wegen des Essens. Das war nicht gut. Hier im Especial hatten wir diese Probleme noch nie. Dafür sind die Preise aber auch Oh-La-La! Gut, ich war zwar nachher auch satt und der Nachtisch war eher der Gier geschuldet, aber über 20 Euro für ein Hauptgericht, das ist nicht ohne! Sieht allerdings auch hübsch aus, sogar auf dem Foto.


Der Maracuja-Eistee ist übrigens sehr lecker, auch wenn ich das Gefühl hatte, das die Füllung im Laufe des Abends auch immer weniger wurde. Aus dem ersten haben wir noch vier Gläser raus bekommen. Aus dem letzten nur noch drei. Auch eine Form von Inflation. ;-)

Ganz uncharakteristisch haben wir viel über Star Trek geredet. Insbesondere kam mal wieder die Frage auf, welches denn die schlechteste Serie sei. Ich habe da ja eine sehr festgefahrene Meinung. Ich finde, "Disco" ist so ein lauter Ort, wo Leute zum Tanzen hin gehen, von mir aus auch zum Abschleppen potenzieller Sexualpartner, aber keine Stat Trek Serie. Da stehe ich ja nicht alleine mit da. Jedenfalls wurde lebhaft diskutiert, ob Voyager überhaupt schlechte Folgen hätte, woraufhin immer wieder die Warp-10-Folge ausgepackt wurde - die ich im übrigen gar nicht so schlimm finde, bis auf das Offensichtliche mit den kleinen Kaulquappen. So musste die Mehrheit dann auch zugeben, dass die trotzdem einen gewissen Unterhaltungswert hatte. Es wurde sich schließlich auf Tsunkatse geeinigt, da konnte dann selbst J nicht mehr widersprechen! :-D


Als wir dann so gegen 10 den Laden verließen, war es für einen Juni-Abend recht frisch. Wir liegen ja zZt in so einer Nordströmung, die kalte Luft aus der Arktis nach Mitteleuropa führt. Ich weiß gar nicht, auf der Wetterkarte sieht es drumherum eher heiß aus. Was auch die extremen Regenfälle erklären würde, wo die Luftmassen aneinander reiben, wie zB unten in Süddeutschland letzten. Da steht ja wohl teilweise noch immer das Wasser knietief. Ich mein, irgendwo steht das Wasser in letzter Zeit ja immer knietief! Yay! Klimawandel!

Den Mond interessiert das hingegen nicht, der war nur als ganz schmale Sichel zu sehen. Mit dem Türmchen, das man hier am Münsterplatz ganz gut im Foto darunter platzieren kann, sah das schon fast orientalisch aus. Ui, lass das mal nicht die blaubraunen Schlümpfe sehen! Gerade jetzt, da doch mal wieder Wahl ist! ;-)


Über den Münsterplatz ging es jedenfalls zurück zur Uni-Tiefgarage, wo wir das Auto abgestellt hatten. Seit die wieder offen ist, hat sich die Parksituation in Bonn deutlich entspannt. Teuer ist trotzdem. Ich bin ja der Meinung, die sollten die eingenommene Kohle in den ÖPNV stecken; ich sehe nämlich nicht ein, wieso das Ticket aus den Rheinauen 3 Euro nochwas pro Person und Fahrt hätte kosten sollen. Das ist für zwei Leute nämlich leider einfach noch immer teurer als die Tiefgarage und der Sprit. Aber die Tiefgaragen werden ja scheinbar auch von einem Dienstleister betrieben, da bleibt wahrscheinlich wieder das Gros der Kohle hängen.


Und so geht ein schöner, geselliger Abend zu Ende, an dem ich mich nur kurzzeitig über lokale Politik aufgeregt habe. Mal sehen, wie sehr ich mich am Sonntagabend aufregen muss. Mir schwant ja Schreckliches. :-/