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Seelscheid

Wie lang ist das jetzt eigentlich her, dass ich diese Fotos aus Seelscheid mitgebracht habe? Bestimmt schon fast eine Woche, mittlerweile war ich schon wieder da! Ich habe irgendwie zu viel auf Halde liegen. Die Pipeline ist zu lang, ich komm mir vor wie ein alter Pentium 4! :-D

Diese Fotos sind jedenfalls hauptsächlich nebenbei entstanden, als ich mit der Mamiya experimentiert habe. Wie bereits berichtet, funktioniert da ja der Belichtungsmesser nicht, weshalb ich die Canon als externen benutzt habe. Ich hatte zwar die ersten Bilder mit der Handy-App ausgemessen, aber es stellte sich heraus, dass die Canon irgendwie tatsächlich praktischer ist. Das Handy kann man sich so schlecht um den Hals legen und ist außerdem immer gesperrt und mein Daumen ist so zerfressen, dass der Fingerabdrucksensor mich nicht wiedererkennt. Außerdem braucht das bei der Helligkeit unanständig viel Akku, um das Display zu betreiben!


Wie immer waren meine ersten Opfer, wenn ich im Dorf unterwegs bin, die Rosen am Aldi. Die leuteten nach dem nächtlichen Niederschlag ganz besonders in der Sonne. Kaum zu glauben, dass die hier wie Unkraut zwischen den Parkplätzen wuchern. Aber das ist wahrscheinlich genau der Grund, weshalb die hier hin gestellt worden sind: Man muss sich nicht groß drum kümmern, höchstens mal mit der Heckenschere drüber gehen.

Bei der Edeka-Konkurrenz war ich dann auch noch kurz und haben dort auf der Auslage dieses extrem hübsche Pfauenauge gefunden. Das setzte sich da auf eine Blüte nach der anderen und ich konnte selbst mit dem eher ungeeigneten 50mm relativ nah ran gehen und habe die Gelegenheit genutzt, mal recht weit abzublenden, um es möglichst scharf zu bekommen. Ich hätte ja auch noch gerne auf das 24mm mit seinem Makro-Modus getestet, aber leider ist es dann doch weg geflogen, und zwar bereits als ich die Mamiya raus geholt hatte. Also kein s/w-Foto vom bunten Schmetterling!


Aber auch so habe ich glaube ich zwei richtig gute Bilder hier einstellen können. Schmetterlinge sind ja auch eine heimliche Leidenschaft von mir. Ich habe allerdings den Eindruck, dass es dieses Jahr vielleicht doch ein bisschen zu nass gewesen ist und die darunter ein bisschen gelitten haben. Auch am Schmetterlingsflieder hier in Hennef sitzen dieses Jahr nur ganz wenige. Ist ja aber auch ein Schnmuddelwetter. Das macht es mal wieder extra schwierig, den Leuten klar zu machen, dass wir die letzten 12 Monate konsistent das 1,5° Ziel gerissen haben... Aber das ist eine andere Geschichte!

Nach dem Einkauf im Dorf ging es dann noch auf den Friedhof. Da hatten die Schnecken schon wieder komplett Rumpf und Stumpf das bunt blühende Gemüse abgefressen, das wir erst eine Woche vorher hier abgestellt hatten. Die Schleimviecher finden diese ständige Nässe total geil! Selten so viele Schnecken gesehen wie dieses Jahr. Wundere mich schon, dass ich so selten auf eine drauf gelatscht bin. Die sitzen abends im Dunklen ja immer auf dem Weg vor'm Haus und ich seh' ja so schon nix! :-/


Nach der Runde über den Friedhof noch vorne an der Kirche vorbei geschlichen. Es ist scheinbar Ferienzeit und die Indoktrination der Jugend (aka Konfirmandenunterricht) fand dementsprechend in der Sonne statt. Naja, immerhin sitzen die Blagen dann mal draußen, ohne Mobilmikrowelle in den Fingern. Ich will ja nicht sagen, dass damals™ alles besser war, aber sagen wir mal so: Wir hatten nur Stress mit dem Schul-Bully, wenn wir nicht die richtigen Turnschuhe - die mit den korrekten Streifen - anhatten und waren nicht auch noch gezwungen, das den ganzen Tag auf Social Media breitzulatschen und Duckface zum bösen Spiel zu machen. Tja, so hat jede Generation ihr Kreuz zu tragen. Aber auch das ist eine andere Geschichte.

Beschließen möchte ich dieses Posting mit einem Bild der blühenden Steingewächse neben der Garageneinfahrt. Die sind auch durch nichts klein zu kriegen: Zu wenig Wasser, zu viel Wasser, zu viel Sonne, zu wenig Sonne, alles scheißegal! Die Dinger blühen einfach, als wär' nix. Während die deutsche Eiche und die Wildsau am Klimawandel eingehen, blühen diese Gewächse stoisch weiter. Die wahren Gewinner des Klimawandels! ;-)

ASUS Nvidia GTX 1650 Super

Schaut mal an, ich hatte am Freitag offenbar mehr Zeit, als gut für mich war. Das kommt davon, wenn man sich den Nachmittag tatsächlich mal frei nimmt! ;-)

Jedenfalls. Vor 'nem Monat oder so kam die Sprache auf Grafikkarten und dass ich in meinem Rechner keine solche habe, weil ich ja damals extra einen Rechner mit integrierter GPU gewählt hatte, weil dedizierte Grafikkarten teuer sind und eigentlich auch unnütz, wenn man nicht damit spielt. Nun hatte der P - Hallo, P.! - noch seine letzte Karte bei sich zu Hause rum liegen, ohne dass sie irgendwo eingebaut wäre. Also hab ich ihm gesagt, er soll mir die mal mit bringen, was er beim letzten Trekdinner tatsächlich auch getan hat. Und nach noch nicht mal einer Woche bin ich dazu gekommen, die einzubauen! Wow! Das war schnell! :-D


Es handelt sich um die kurze Version einer Nvidia GTX 1650 Super, gebaut von ASUS. Was da jetzt genau "super" ist, weiß ich nicht, ich glaube, die ist einfach nur ein bisschen höher getaktet. Sie kommt mit 4 GB Video-RAM daher und passt ganz gut in einen meiner 16x PCI-E Slots. Ob die tatsächlich auch alle 16 Lanes benutzt, weiß ich nicht, könnte sein, dass die auch nur 8 braucht. Die Nvidia-Webseite sagt nur was von PCI-E Version 3. Was nicht schlimm ist, der Ryzen 5600G macht soweit ich weiß eh nichts schnelleres. (Nvidia Settings sagt: 16x PCI Express Gen3.)

Die Karte ist leider so alt, dass sie noch kein Raytracing kann. Außerdem war sie damals ja eher die Budget-Lösung auf dem Weg zu den "richtigen" Grafikkarten mit Schnick und Schnack und Hastenichgesehen. Aber auch das macht mir jetzt erstmal nichts aus. Schneller als die eingebaute AMD GPU sollte die Karte allemal sein.


ANMERKUNG 1: Die nun folgenden Abschnitte habe ich geschrieben, bevor ich mir die Situation unter Windows angeschaut habe. Sie spiegeln also nur meine Erfahrungen unter Linux wieder!

Und tatsächlich stimmt das grundsätzlich auch. Aber ich frage mich schon: Mit den gleichen Einstellungen (Bild 1: AMD GPU; Bild 2: Nvidia) ist sie gerade mal so 3x und ein bisschen schneller. Das ist schon ein bisschen... enttäuschend? Also, sagen wir mal so, es hebt SotTR auf jeden Fall von "ja, nee, ich geh lieber an der Playstation spielen" auf das Niveau von "ach, nagut, dann muss ich nicht aufstehen und kann auch direkt Screenshots machen und hochladen". Nach ein bisschen Tuning an den Grafikeinstallungen habe ich eine gefunden, die... sagen wir mal "OK" ist. Ein Kompromiss zwischen Ruckeln und hübsch aussehen.

Das zeigt aber auch, was das größte Manko dieser Karte ist: Sie hat eben nur 4 GB Speicher. Sobald ich die Texturen auf "hoch" stelle, fällt sie unter das Niveau, das ich vorher mit der in die CPU eingebauten Grafik hatte (natürlich mit den "schlechten" Einstellungen). Irgendwie sowas wie 12 FPS. Ja, nein. Das geht halt einfach nicht. Ehrlich gesagt hat das bei Full-HD auch kaum einen Unterschied gemacht, daher ist das nur mäßig schlimm. Der Bildschirm ist nicht groß genug, als dass man das tatsächlich sehen würde. Aber da merkt man ganz deutlich, dass man heute bei einer neuen Grafikkarte sicher nicht mehr unter 8 GB anfangen sollte. Besser mehr. Spiele sind in den letzten Jahren sehr schlimm geworden und diese Raytracing-Gedönse machen es nicht besser.

Fazit: Bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich die Karte jetzt tatsächlich in meinem Rechner drin lasse. Der P wollte da noch so 50 Euronen für haben. Das ist zwar günstig, bei ehBlöd würde ich sie für einen ähnlichen Preis bekommen. Aber so richtig vom Hocker reißt mich die Leistung jetzt nicht. OK, ich müsste das vielleicht mal unter Windows testen - bisher habe ich alles unter Gentoo mit der Shadow of the Tomb Raider Definitve Edition getestet, die ich aus dem Epic Store habe und mit heroic ans Laufen bekommen habe, also proton 9 oder sowas. Schaumama...

ANMERKUNG 2: ...denn wie sie herausstellt, ist die Situation unter Windows 11 eine ganz andere!

Um ein abgerundeteres Bild der ganzen Angelegenheit zu bekommen, habe ich dann am Samstag mal mein Windows 11 gestartet und die passenden Treiber installiert. Und siehe da, hier sieht das alles ganz anderes (positiver) aus: Der Leistungszuwachs in den niedrigen Einstellungen (Bild 1, die Einstellungen, mit denen ich das Spiel tatsächlich zuletzt auf der Integrierten Grafik im Ryzen 5600G gespielt hatte), ist ähnlich. Es tendiert hier eher in Richtung der 4x Geschwindigkeit, aber das können genauso gut Messfehler sein.


Die Situation sieht aber ganz anders aus, wenn ich auf die höchste Stufe hoch schalte (Bild 2): Statt einer 12 FPS Slideshow erhalte ich durchaus erstaunlich hohe Ergebnisse! Knapp, aber durchaus messbar über 60 FPS! Das ist schneller als unter Linux in der "normalen" Einstellung! Wenn ich dann noch manuell alles auf 11 hoch drehe, lande ich bei ziemlich genau 60 FPS, mal was mehr, manchmal was weniger! (Bild 3) Selbst in den recht chaotischen Paititi-Szenen am Ende des Benchmarks fällt der Zähler nicht unter 50. Also durchaus spielbar! (Für meine Verhältnisse; ich habe das Spiel bisher am PC auf halbem V-Sync gespielt, also bei 30 FPS maximum, was die interne Grafik ja nur in den allerwenigsten Szenen hin bekommen hat.)

Das führt mich und meine unbegründeten Vermutungen in zwei unterschiedliche Richtungen: Entweder ist a) der Overhead bei den höher aufgelösten Texturen (was scheinbar das größte Problem zu sein scheint und was ich oben im Text auf den fehlenden Speicher - 4 GB sind ja nicht mehr State of the Art - geschoben hatte) sehr viel höher und wine/proton kommen da nicht mehr hinterher, oder b) der Treiber von Nvidia ist sehr viel schlechter auf Linux angepasst als der von AMD. Denn letzterer skalierte eigentlich ziemlich linear mit der Komplexität der Aufgaben, die ich ihm gefüttert habe.

Welche dieser beiden Möglichkeiten da zutreffen, das hat mich doch jetzt sehr erstaunt! Ich hätte nicht gedacht, dass da noch so ein großer Unterschied ist! Ich würde jetzt gerne eine AMD Mittelklasse-Karte aus dieser Zeit haben (ca. 5 Jahre alt ist die 1650 Super), also etwa eine RTX 5700 oder 6600, einfach um zu vergleichen, ob die besser skalieren oder unter Linux die gleichen Probleme haben.

Wie auch immer, das würde erklären, wieso - neben dem Preis - Geräte wie diese Handheld-Konsole von Steam die interne AMD-Grafik verwenden: Die läuft scheinbar einfach besser. Ich werde jetzt jedenfalls noch ein bisschen an den Treibern herum spielen, mal sehen, ob ich da noch ein bisschen was optimieren kann! ;-)

ANMERKUNG 3: Versuchen wir doch einfach mal einen anderen Treiber!

Flugs den 555.58.02-Treiber installiert, das ist das Neueste, was es von Nvidia für Linux gibt. Vorher war es einer von den 550ern, die als stabil markiert sind, während dieser jetzt ~amd64 ist. Das Ergebnis? Sagen wir mal so: Ich kann jetzt die Ultra-Settings so wie unter Windows benutzen und habe ungefähr 35-40% an Geschwindigkeitseinbußen - also stabil im mittleren 30-FPS-Bereich. Das heißt, wenn es nicht gerade vor sich hin glitcht! Und wenn es glitcht, dann richtig: Seltsame Texturen auf Laras Haut (Probleme mit dem Schatten oder der Tesselation oder was zum Teufel?) und wieder nur so um die 12 FPS. (Was mich vermuten lässt, dass mein Ergebnis von da oben auch ein Glitch war.)


Wenn es dann aber unglitchig läuft, was meistens direkt nach dem Start des Spiels ist - die Glitches scheinen sich mit der Zeit anzusammeln -, dann sieht es richtig gut aus und ist noch immer so gerade im spielbaren Bereich. Für mal schnell einen Screenshot dazwischen schieben, ohne direkt in das von mir so gehasste Windows 11 booten zu müssen, reicht es dicke!

Auch andere Spiele, die ich mit diesem Treiber getestet habe, scheinen jetzt stabiler zu laufen. Ich werde diesen also erst mal installiert lassen. Und weiter testen.

Apropos andere Spiele: Civ 6 wollte ja unbedingt weiterhin auf der igpu rendern, was wohl daran liegt, dass ich sie Bios auch noch angeschaltet hatte und es sie dementsprechend sehen konnte. Nur ohne angeschlossenen Bildschirm war da nicht viel zu machen! Bis ich dann mal in den Untiefen der proton/wine-Präfixe die Datei gefunden hatte, die für die Grafikeinstellung zuständig war und diese gelöscht hatte... Aber danach ging es recht gut. Ähnliche Probleme hatte dieses Wüstenrennspiel auch, aber das hat sich irgendwann gefangen und läuft jetzt mit den neuen Treibern erstaunlich spielbar. Nur dass Rally-Fahren ja irgendwie nix für mich ist. Ich kann Beifahrer, die mir was über Kurven erzählen, echt nicht leiden! ;-)

Filmentwicklung (Testfilm Mamiya)

Meine Blog-Einträge kommen in den letzten Tagen alle ein bisschen durcheinander, denn ich habe irgendwie so viel zu erzählen, so wenig Zeit und außerdem die Vorgabe, am Tag mal erstmal nur einen einzigen Artikel zu veröffentlichen. Weil, das hamsternde Eichhörnchen vergräbt seinen Artikelvorrat irgendwo in der Zukunft, wenn es mal wieder schlechtes Wetter ist und es nichts anderes zu tun hat, als die Filme zu scannen, die hier rum liegen.

Apropos, da ist am Freitag noch einer dazu gekommen. Ich wollte diesen Eintrag hier zum entwickelten Film nicht veröffentlichen, bevor ich nicht über die Reparatur der Lichtdichtung geredet habe. Aber wie man sieht, war zu ziemlich genau 100% erfolgreich; die Bilder haben zwar alle unten (also in der Kamera oben) einen Schatten in seltsam gebogener Form, aber der rührt davon her, dass sich im Lichtschacht in der Wärme ein Aufkleber abgelöst und aufgewellt hat. Mööööp! Tja, da muss ich dann wohl noch mal zurück zum Reißbrett! ;-)


Aber im Großen und Ganzen scheinen die Zeiten und die Blenden alle einwandfrei zu funktionieren. Also, zumindest so nass, wie die Negative jetzt hier gerade unter der Dusche hängen, sieht alles OK aus. Ich sehe jetzt keine gröberen Fehlbelichtungen. Der ganze Film ist im Bereich dessen, was ich erwartet habe, nachdem ich ja einen externen Messer verwenden musste - also entweder das Handy oder die digitale Canon. Alles im grünen Bereich. Das wiederum spricht für die japanische Markenqualität, die ich ja auch von Mamiya erwartet hatte. 50 Jahre, das ist doch nichts für eine anständige, vollständig mechanische Kamera!


So, und jetzt guck ich mal gerade... Oh, ja, da ist von hinten was an den Spiegel geklebt. Toll, das sieht man natürlich tatsächlich nur, wenn man die Kamera in Bulb auslöst. Habe das jetzt mal wieder fest gedrückt, aber ich glaube, das wird nicht lange halten, da muss ich bestimmt noch ein Stück Teppichklebeband drunter machen. Naja, aber grundsätzlich funktioniert das gute Stück, ich habe also keinen absoluten Schrott gekauft. Jetzt muss ich nur noch den Minus-Pol wieder anlöten...

Schnappschüsse auf dem Weg zum Hennefer Bahnhof

Und so befand ich mich auf dem Weg zum Bahnhof, um die Schwiegermutter abzuholen. Die hatte heute morgen das Auto da abgestellt, also bin ich zu Fuß gegangen, um beides, also sie und den BMW einzusammeln. Und weil ich kein schweres Gepäck mitnehmen wollte, habe ich die kleine, 20+ Jahre alte Schnappschuss-Kamera mit genommen und unterwegs Briefmarkenbilder gemacht.


Schon spaßig, was man mit dem kleine Ding machen kann, wenn man es so richtig misshandelt. Vor allem, seit die neuen Batterien da drin sind. Allerdings war es schon ein bisschen dunkler, die Rest-Sonne verbarg sich hinter einigen Wolken und die Kamera ist ja nicht besonders empfindlich oder lichtstark. Deswegen ist zB das Tier ein bisschen verwackelt, obwohl es stillgehalten hat. Ist halt wirklich alte Technik! Aber sie macht Fotos, was mich noch immer ein bisschen erstaunt bei dem Alter.


Im Großen und Ganzen habe ich mal wieder die üblichen Fotos gemacht, nur halt eben mit einer Schnappschuss-Digital-Kamera von 2001. Das ist voll Retro! Reeeetroooo!!! Das stehen die Blagen doch heutzutage so drauf. Angeblich. Ich weiß es nicht, für mich ist das ja nicht mal Technik meiner Jugend, insofern habe ich da keine großartig nostaligschen Gefühle bei, wie ich sie etwa gegenüber alten Filmkameras entwickelt habe.


Naja, jedenfalls, so langsam aber sicher war ich also am Bahnhof angekommen Wenn ich gewusst hätte, wo die Schwiegermutter das Auto abgestellt hatte, hätte ich es in der Zeit, die ich hier mit Fotos verschwendet habe, schon mal geholt. So ein Glück, dass ich nicht wusste, wo es steht! ;-) Das Gesicht, das ich hier nicht mit aufgenommen habe, war leider auch verwackelt. Schade, dass man auf dem winzigen Bildschirm nicht sehen kann, wenn Bilder unscharf geworden sind. Einfach zu geringe Auflösung. Wobei ich das ja schon witzig finde, dass man bei einer Kamera, die so wenige Pixel hat, überhaupt was unscharfes hin bekommen kann, ob gewollt oder aus Versehen. :-D


Zum Schluss noch ein paar Räder in ihren Ständern, also auch alles wie immer, und dann kam die Schwiegermutter auch schon. Stellt sich raus, die kam gar nicht mit der Bahn, sondern mit dem Reisebus. Na sowas aber auch. Und das Auto stand auch keine 200m weiter die Straße runter. Musste ich also auch nichts holen.


Und da es jetzt schon extrem spät ist, schmeiße ich jetzt den Kater aus dem Bett und falle in selbiges. Weil: Müde! Warum habe ich überhaupt so einen langweiligen Eintrag hier rein gebaut, wo ich doch für heute (also morgen) eigentlich schon einen hatte? Weil ich einfach nicht faul sein kann und immer was auf Lager haben muss, für schlechte Zeiten! ;-) Gute Nacht.

Neue Lichtdichtungen für die Mamiya

Alte Kameras, gerade solche, die erst unter nicht ganz so günstigen Bedingungen gelagert wurden, etwa auf warmen Dachböden, und danach noch zusätzlich auf einem Flohmarkt in der Sonne rum gelegen haben, haben meist Probleme mit den Lichtdichtungen. Wobei das nicht die einzigen Gründe sind. Schließlich sind die meisten dieser alten Kameras schon ein halbes Jahrhundert alt und der Schaumstoff hält eben nicht ewig.

So auch bei der Mamiya DSX 1000B, die ich am letzten Sonntag habe mit gehen lassen. Bevor ich sie mit einem der guten Fomapan 100 befüllt habe, habe ich deswegen mal eben schnell die Lichtdichtungen getauscht. Ich gebe zu, das ist nicht meine sauberste Arbeit, aber die Streifen müssen nicht unbedingt gerade zugeschnitten sein, damit kein Licht an der hinteren Tür vorbei kommt. ;-)


Das größte Problem war eigentlich ja auch, die alte, matschige Dichtung aus den Schlitzen zu kratzen, in den die Ränder der Tür hinein gleiten soll. Wobei ich mir bei diesem Modell hier eigentlich nicht so sicher bin, ob das tatsächlich nötig war. Ersten sollte die Dichtung an der Rückwand selber dick genug sein, damit kein Licht in die Kamera dringen kann, zweitens hätte der vorhandene Schaumstoff wahrscheinlich noch seine Dienste getan. Der war nämlich noch nicht ganz so zersetzt wie das Zeug an der Rückwand selber. Aber das habe ich erst gemerkt, als ich bereits die ersten Teile davon mit einem Zahnstocher und der Pinzette raus gefummelt hatte. Aber besser werden die Dichtungen ja eh nicht, also war es trotzdem keine so dumme Idee, die auszutauschen.

Das Dichtmaterial, das ich da habe, ist eigentlich ein bisschen zu dick. Immer, wenn ich damit eine Kamera gedichtet habe, habe ich nachher Angst, dass ich die Tür nicht mehr zu bekomme. Besonders im Bereich der Scharniere muss man dann immer eine gewisse Kraft aufwenden, um das zusammengedrückt zu bekommen. Aber das legt sich dann auch recht schnell, das Zeug hat nämlich leider ein gewissen Gedächtnis. Ist wohl auch nicht das geeignetste Material dafür, etwas schaumigeres mit mehr Spannkraft wäre wahrscheinlich sinnvoller. Dafür lässt sich diese Matte hier recht gut mit Js Bastel-Skalpell zuschneiden.


Ich habe da dieses Mal auch eine andere Methode angewendet, auf die ich auch viel früher hätte kommen können: Weniger Druck auf das Messer! Denn die Rückseite, auf die der Selbstklebestreifen aufgeklebt ist, muss ja eigentlich gar nicht durchtrennt werden. Dann spart man sich auch das Piddeln am Anfang, um das Papier abzuziehen und man zerschneidet sich auch nicht die komplette Unterlage, was wiederum die Klinge schont! Außerdem habe ich das mit dem vorherigen Ausmessen dieses Mal gelassen: Sonst habe ich ja immer erst einen Bändel genommen und ganz genau geschaut, wie viel Material ich brauche; jetzt habe ich einfach einen langen Streifen von der Seite abgetrennt und das überschüssige Zipfelchen mit der Nagelschere abgeschnitten. Diese Methode ist sehr viel stressfreier. Und der Verschnitt ist jetzt auch nicht so groß, dass ich mir groß Sorgen machen müsste, dass ich demnächst kein Material mehr habe. Die Matte reicht bestimmt noch für die nächsten 10 bis 20 Kameras! ;-) (Ich sollte einen Lichtdichtungstauschservice aufmachen! Mittlerweile habe ich ja Übung! Halbe Stunde, wenn ich flott bin, 30 Euro! :-D Nur der Versand, das rechnet sich dann irgendwie nicht. Wenn ich andere Reperaturen auch noch anbieten könnte... Linsen reinigen und Blendenlamellen entfetten kann ich ja, aber ich dachte mehr so an "echte" Reperaturen... Naja. Muss ich mal über ein Geschäftsmodell nachdenken! ;-))


Jedenfalls bin ich mit meiner Arbeit eigentlich ganz zufrieden. Dass der eine Streifen so ein wenig schief geworden ist, lag daran, dass ich beim letzten Mal schon schief von der Matte abgeschnitten hatte. Das wird beim nächsten Mal dann ja nicht der Fall sein. Wie gesagt: Übung macht den Meister! Fehlt jetzt eigentlich nur noch, dass ich den Batteriekontakt wieder angelötet bekomme, damit der Belichtungsmesser wieder funktioniert. Und dass ich das Teil, was auch immer das ist, das mir schon wieder matschig-schwarze Gummistreifen auf mein T-Shirt gemalt hat, mit Alkohol abrubbel. Ich kann ja nicht ständig mit gubbeligen Flecken auf meiner Klamotte rum laufen! (Ich nehme an, wie gesagt, dass es sich um das Gummi um das Okular herum handelt. Aber das muss ich mal mit einem Abreibetest verifizieren.)

Bis dahin habe ich jetzt jedenfalls einen Film in der Kamera und bin mal auf die Erbegnisse gespannt. Von der Bedienung her ist die Kamera halt ein bisschen altmodisch, da sie keine Automatiken kann - was aber aufgrund des außer Gefecht gesetzten Belichtungsmessers eh gerade nicht zu gebrauchen wäre. Ist halt wie jede andere, mechanische, vollmanuelle Kamera. Das Objektiv gefällt mir allerdings sehr gut bisher. Der Fokus ist schön weich, sodass man es selbst mit der in der Kamera verbauten Mattscheibe ohne Schnittbildsucher einigermaßen verwenden kann. Und f/1.4 ist sehr hell, das hilft auch beim Einstellen.