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Filmentwicklung am Montag

Heute morgen als aller erstes mal von der RSAG (Bio-Müll) geweckt worden. Ich hatte gestern Abend vergessen, mein Auto auf die Auffahrt zu stellen. Deswegen hektisch vor die Tür gespurtet und danach war an Schlaf natürlich nicht mehr zu denken. Also habe ich mich mal mit dem seit einer Woche rum liegenden Film beschäftigt, den ich vor genau 7 Tagen auf dem Rosenmontagszug in Hennef verschossen habe.


Und siehe da: Obwohl ich heute mit diversen Variablen zu kämpfen hatte, die ein bisschen außerhalb meines Einflußbereichs lagen - als da wären zu nennen, dass man im Winter einfach eine 20°C aus dem Wasserhahn bekommt, sodass ich heute in 19° entwickelt habe, sowie der Tatsache, dass ich noch immer nicht weiß, ob ich die Zeit im Fomadon P genauso wie im Kodak D-76 für jeden darin entwickelten Film um 10% erhöhen muss -, sehen die Negative ganz brauchbar aus. Erstaunlich gut, sogar. Ich habe mich am Ende für 11:00 Minuten entschieden: Das wäre als Kompensation für das eine Grad zu wenig ein bisschen viel, aber auch nicht 30% mehr, wie ich nach drei Filmen bei D-76 drauf rechnen würde, sondern irgendwie und irgendwo so in der Mitte dazwischen. Mal sehen, wie die Bilder sich die Tage dann scannen lassen. Jetzt trocknen sie erst mal unter der Dusche vor sich hin.


Wie man sieht, die Handy-Fotos von den Negativstreifen sind von der Dichte und so eigentlich ganz gut geworden. Auf die Fotos bin ich eh mal gespannt: Ich habe noch nie einen ganzen Film auf einmal auf einem Rosenmontagszug verballert. OK, da waren am Ende noch die üblichen fünf Bilder übrig, die habe ich dann auf dem Rückweg verschwendet, aber trotzdem. Wenn da jetzt nicht ein paar spannenden Clowns dabei sind, dann weiß ich auch nicht.

Als Kamera kam übrigens die Olympus OM-2 s/p zum Einsatz. Die hat sich ganz wacker geschlagen, besonders mit dem 135er sollten ein paar spannende Bilder raus gekommen sein. Was mich aber wieder daran erinnert, dass ich mal überprüfen muss, warum die OM-10 plötzlich so zwei Blenden zu langsam misst. Aber jetzt erst mal Wäsche aufhängen. Und dann muss ich auch mal wieder was Sinnvolles machen. ;-)

Schwarz-weiß und analog, Sonderausgabe: Sundern-Stockum im Sauerland, Teil 2

Kentmere 400 @ 800 #9, 2.-4. Februar 2024
  • Nikon F90x, AF Nikkor 50mm 1:1.4, AF Nikkor 85mm 1:1.8, AF AI Nikkor 35mm 1:2, AI Nikkor 200mm 1:4
  • Entwicklung: Fomadon P Stock, 13:15 Minuten, 19,5°C, Adofix Plus 1+5 (frisch), 4:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Beginnen wir diesen kleinen, zweiteiligen s/w-Einschub heute mal mit Feuer! (1/160s, f/4, 50mm.) A hatte den vorhandenen Kamin angelegt und die lodernden Flammen fand ich durch den Funken-Schirm sehr spannend. 1/160s ist ja schon einigermaßen schnell, aber die Flammen sind trotzdem total verwischt. Sieht man mal, wie schnell die hin und her züngeln. Hätte vielleicht doch noch eine Blende runter nehmen sollen. Aber dann wäre das mit der Tiefe nicht so rüber gekommen.

Hundis waren auch wieder mit dabei. (1/60s, f/2,8, 50mm.) Hier konnte ich nicht anders und musste die Blende weiter öffnen. Es war indoors doch selbst für den gepushten Film einigermaßen dunkel. Gut, ich hätte - wie an der Digitalen - den Blitz benutzen können, der geht ja auch einwandfrei an der F90X, aber ich wollte einfach nicht. Blitz macht die Bilder immer so harsch, während eine weiter geöffnete Blende bei vorhandenem Licht alles weicher zeichnet. Außerdem soll man ja keine schlafenden Hunde wecken, schon gar nicht mit Blitzlicht! ;-)


Ein weißes Hundi wird immer von einem schwarzen Hundi begleitet, so meine Erfahrung. (1/25s, f/1,4, 50mm.) Hier musste ich es dann aber echt auf die Spitze treiben und hatte am Ende trotzdem gerade so noch eine Belichtungszeit, die ich vielleicht nicht verwackle. Schwarze Hunde sind schwieriger zu fotografieren, da sie einfach weniger Licht zurück werfen. Aber unter den Umständen ist das Bild erstaunlich gut geworden. Normalerweise versuche ich ja, Portraits bei f/4 zu machen, aber hier wirkt weit offen auch ganz gut!

Das vom Dach herunter laufende Regenwasser musste übrigens durch diesen Wasserspeier mit Drachenkopf. (1/400s, f/5,6, 50mm.) Durch die etwas weiter geschlossene Blende ist der Hintergrund zwar noch unscharf, hat aber mehr dieses Nebel-Feeling, das sehr gut zum Wetter passt. Boah, watt hattat geregnet, ich sach sie! (Ich fang jetzt nicht wieder an mit der Tatsache, dass eine wärmere Atmosphäre auch mehr Wasser aufnehmen kann. Der Januar war schon wieder viel zu warm. Hatte ich aber glaube ich schon mal erwähnt.)


Am Ende der Veranstaltung hatte ich noch einige Bilder auf dem Film frei, aber keinen Bock, groß in den Regen raus zu gehen. Deswegen habe ich den Garten bearbeitet und hier als erstes Mal diese Lampe mitgenommen. (1/60s, f/5,6, 50mm.) Im Hintergrund kann man schon den Fußball erahnen, der gleich auf dem nächsten Bild sein wird. Nett finde ich die Reflexionen in der Abdeckung der Lampe. Während dieser 5 Fotos, die ich hier draußen gemacht habe, bin ich übrigens schon fast komplett nass gewesen. Sauwetter, sagte ich das schon?

Der Fußball war zwar nicht mein nächstes Opfer, aber die hochkanten Fotos habe ich unten gesammelt. (1/50s, f/5,6. 50mm.) Erstaunlich, dass ich den Ball so gut platziert bekommen habe, denn das Bild ist halb blind entstanden. Also, einmal wegen Regen auf der Brille, aber auch, weil ich die Kamera einfach nach dem Scharfstellen noch ein paar Zentimeter nach unten bewegt habe. Wollte mein Klamotten nicht versauen und mich da in den Matsch legen. Hat geklappt. Gut! ;-)


Dem Reiher bin ich dann auch mal ganz nah auf die Pelle gerückt. (1/50s, f/4, 50mm.) Der sieht ja schon ein ganz kleines bisschen mitgenommen aus. Rost und Zeit haben ihm schon ein bisschen zugesetzt. Ein Glücksfall für mich, denn so wird das Motiv interessanter und bekommt mehr Struktur. Im Gegensatz zum Hintergrund, der schon recht krass unscharf ist. Gefällt mir.

Das kleine Häuschen nebenan ist glaube ich als Lagerraum genutzt worden. (1/50s, f/5,6, 50mm.) Ich meine, da hätte er jedenfalls die Tischtennisschläger raus geholt. Ich habe ehrlich gesagt nicht versucht, ob die Türe offen war, denn es war so nass, ich wollte keine unnötigen Wege gehen, auch wenn es nur so 5 Meter waren. Ich mein, man sieht in den Bildern ja, wie nass es war!


Dann habe ich mir mal den Kranz vor der Tür vorgenommen. Der ist leider etwas weich geworden, finde ich. (Unbekannte Zeit, f/2,8, 50mm.) Ist schade, der hätte schon was schärfer sein können. Habe da mit f/2,8 arbeiten müssen, denn vor der Tür war es sehr, sehr dunkel. Leider habe ich mir die Zeit nicht aufgeschrieben, aber ich meine mich zu erinnern, dass ich hier nicht weit über die 1/50s raus gekommen bin.

Und als allerletztes noch die Kapelle auf dem anderen Hügel, auf dem wir nicht gewesen sind. (1/250s, f/8, 200mm.) Etwas, was wir uns fürs nächste Mal aber fest vorgenommen haben. Ich mein, wir hätten es auch jetzt schon erledigt, aber habe ich das Wetter erwähnt?! Mehrfach? Dann ist ja gut! ;-)

Und mit diesem s/w-Eindruck aus Sundern-Stockum kehren wir zurück zum Standardprogramm. Mal sehen, wie das Wetter morgen so wird. zZt pisst es hier im Rheinland ja auch mal wieder wie Hund, ich weiß nicht, ob ich morgen zum Rosenmontagszug will oder ob mir das zu nass ist. Schaumama...

Schwarz-weiß und analog, Sonderausgabe: Sundern-Stockum im Sauerland, Teil 1

Kentmere 400 @ 800 #9, 2.-4. Februar 2024
  • Nikon F90x, AF Nikkor 50mm 1:1.4, AF Nikkor 85mm 1:1.8, AF AI Nikkor 35mm 1:2, AI Nikkor 200mm 1:4
  • Entwicklung: Fomadon P Stock, 13:15 Minuten, 19,5°C, Adofix Plus 1+5 (frisch), 4:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Weil es sich gerade anbietet, schiebe ich mal einfach die Fotos vom letzten Wochenende dazwischen. Dann liegen die auch nicht wieder ein halbes Jahr in der Pipeline. Ich muss echt mal dazu übergehen, die schneller zu verwenden. Nach der langen Zeit erinnere ich mich sonst an nichts mehr. Muss mir nur noch ein System ausdenken, dass ich mich dran erinnere, dass ich diese Bilder schon im Blog habe, nicht, dass ich versuche, die noch mal einzustellen! ;-) Was mich jetzt aber dazu gebracht hat, die zeitnah hier rein zu bringen, ist der leichte Push um eine Stufe, den ich mit dem "neuen" Entwickler, dem Fomadon P, vorgenommen habe. Habe noch nie mit D-76-ähnlichem Zeugs gepusht, aber wie man sieht, ist das Ergebnis echt nicht schlecht. Der 400er Kentmere ist ja auch so schon recht rauscharm für seine Empfindlichkeit und das Push bringt die Körnung nur mäßig stärker hervor. Gefällt mir ganz gut. Ich habe den Kontrast dieses Mal nur leicht über das hinaus erhöht, was das Scanner-Programm vorgeschlagen und ich entsprechend auf sinnvolle Werte runter korrigiert habe. (Voller Input-Umfang, Gamma bei 1,25, zB. So benutzte ich das fast immer. Durch die 16-Bit-Tiefe - von denen so 12-14 vielleicht real sind - lässt sich im Gimp nachträglich sehr viel besser einstellen, was man haben will.)

Sundern, jedenfalls, hat eine hübsche Kirche, deren Kirchturm ein ganz kleines bisschen schief ist, wie man hier gut sehen kann. (1/1250s, f/8, 35mm) Bei den Bildern auf unserem kleinen Geocaching-Rundgang habe ich glaube ich tatsächlich nur das 35er benutzt. Das passt meiner Meinung nach immer unheimlich gut zum Medium s/w-Film. weiß auch nicht, warum ich diese kleine Brennweite so ins Herz geschlossen habe.

Unten an der Kirche ist auch noch eine sehr hübsche kleine Eingangstür, die ich nicht links (oder rechts?) liegen lassen wollte. (1/160s, f8, 35mm.) Ich mache ja gerne sinnlose Fotos von Einganstüren. Aber diese hier ist wirklich ganz hübsch mit dem Glas-Gedöns oben drüber. Das ist auf s/w-Film natürlich eher grau in grau. Hat aber was, finde ich.


Nicht so spannend wie erhofft ist hingegen das Bild vom Kreuz vor der Kirche geworden. (1/500s, f/8, 35mm.) Ich habe zwar genau wie gewollt links die Kirche und rechts die Kapelle auf dem Hügel im Hintergrund, aber irgendwie ist das Bild einfach nicht interessant genug. Ich versteh's auch nicht wirklich, aber so ist es halt. Ich mein, es ist jetzt nicht wirklich schlecht, aber es hat nicht diesen Effekt wie die ersten beiden.

Bei den beiden Sauerländern hinter der Schule habe ich vergessen, die Belichtung anzupassen; so hat die Kamera im A-Modus natürlich bei mittenbetonter Messung viel zu viel Schatten in die Gesichter gemacht. (1/2000s, f/8, 35mm.) Ist mein Fehler, ich habe es sogar in dem Moment gemerkt, als ich mir die Werte aufgeschrieben habe. Hätte natürlich noch ein Bild machen können, aber das ist dann ja auch Verschwendung. Das Ergebnis hat mich allerdings auch ein bisschen überrascht. Die Silhouetten sind nämlich erstaunlich interessant geworden. Die Bemalung der Gesichter ist gerade noch so zu erkennen und wenn man im GIMP am Helligkeits-Regler auf Stufe 11 dreht, kann man sogar noch was erkennen. Der Beweis, dass der Kentmere die dunklen Stellen nicht so absaufen lässt wie der günstigere Foma. Selbst bei Push-Entwicklung ist da noch was drin.

Hinter der Schule gab es ein Beach-Volleyball-Feld. (1/4000s, f/2,8, 35mm.) Hier bin ich mit der Blende dann mal in Bereiche gegangen, die ich sonst auch verwende, da ich die Zweige im Vordergrund gerne unscharf gehabt hätte. Hat auch etwas geklappt, aber weniger als ich gehofft hatte. Ist nicht viel weniger unscharf als durch das Filmmaterial sowieso vorgegeben. Vom Motiv her ist es jetzt auch nicht so spannend, außer dass das wieder so ein deprimierendes Bild - verlassener Sportplatz, die Jubelschreie lange verhallt - ist, für das mein Bruder mich zum Psycho-Doc schicken wollen würde! ;-)


Dann habe ich noch Stein von vor dem alten jüdischen Friedhof mitgenommen, der dazu aufruft, sich gegenseitig mehr zu lieben und weniger zu hassen; eine Botschaft, die ich voll unterstützen kann! (1/500s, f/2,35mm.) Nur, dass der böse Wauwau Pipi dran gemacht hat, das stört dann schon ein bisschen. Andererseits gibt das der Aussage direkt noch mal mehr Nachdruck, dass wir uns alle mehr anstrengen sollten. Und den Wauwau vielleicht beim nächsten Mal auf der anderen Seite des Weges pinkeln lassen sollten! ;-)

Auf dem Friedhof selber stehen ja nur noch so drei oder vier Steine herum, von denen ich mir den dunkelsten ausgesucht habe. (1/500s, f/2, 35mm.) Mit ebenfalls ganz offener Blende bekommen wir hier sehr hübsches Hintergrund-Bokeh. Frage mich, was aus der Familie Stern geworden ist. 1920 ist ja schon recht nah an dieser vermaledeiten Nazi-Zeit dran. Wahrscheinlich würde man im Dorf unten irgendwo noch einen Stolperstein finden. :-/ (Wobei ich auf der Seite vom WDR jetzt keinen mit dem Namen finde. Vielleicht haben sie es raus geschafft...)


Ansonsten hatte ich ja schon festgestellt, dass es sich hier um eine sehr katholische Gegend handelt: Überall Kreuze und Jesusse, so auch hier unter dem alten, verzweigten Baum. (1/250s, f/4, 35mm.) War auch recht dunkel hier zwischen den Bäumen, dass ich bei f/4 und ISO 800 trotzdem nur auf 1/250s gekommen bin. Ist das jetzt eigentlich auch schon wieder so ein Depri-Foto? Ich weiß nicht, ich steh halt drauf. s/w hat ja heutzutage immer dieses leichte Trauerflor-Feeling. Versteh ich gar nicht, muss an den modernen Sehgewohnheiten mit total übersättigten Farben liegen.

Apropos katholisch: Da standen dann auch noch diverse Madonnen in der Gegend rum. (1/400s, f/2, 35mm.) Auch hier war es dunkel, aber der Film ist schnell. Mit weit geöffneter Blende auf die kurze Entfernung sehr schöne Hintergrundunschärfe. Einer der Gründe, weshalb ich das alte 35er so gerne habe: Es stellt die Subjekte recht gut frei. Liegt wahrscheinlich daran, dass es so nah am Übergang zum Weitwinkel liegt. Es hat eine gewisse Tiefe in der Schärfeebene, selbst weit offen und nah, zeichnet der Hintergrund dann aber doch ziemlich weich. Also, mir gefällts, auch wenn ihre betenden Hände schon sehr unscharf geworden sind. Aber ich habe ja auch auf ihre Augen gezielt.

An Bänken gehe ich ja auch nur selten vorbei. (1/500s, f/4, 35mm.) Besonders wenn sie vor einer Kirche stehen, die man durch eine winterlich kahlen Heckeerspähen kann. Nettes Bild. Die Bank könnte sich allerdings noch ein ganz kleines Bisschen mehr vom Hintergrund abheben. Hätte ich die Blende weiter öffnen sollen. Ich fürchte, es liegt einfach am fehlenden Kontrast. Wenn es nicht so schrecklich bedeckt und regnerisch gewesen wäre, hätten die Schatten vielleicht noch was Kontrast ins Spiel gebracht. Aber dann hätte ich auch kaum den eh schon schnellen Film noch um eine Stufe pushen können (was ich ja hauptsächlich für indoors gemacht hatte, für die Raider).

Vor der Kapelle findet man dann noch diese Szene einer aufgebahrten Person in Bronze gegossen. (Unbekannte Belichtungs-Werte, 35mm.) Da ich mich als eher protestantisch sozialisierter Mensch in der Bildsprache dieser katholischen Dinger nicht so auskenne, habe ich keine Ahnung, wer hier dargestellt ist. Ich nehme mal an, dass Jesus gerade den Lahmen wieder gehen lässt? Ich weiß es nicht. Das Bild ist ansonsten ganz OK, leicht schief, wie immer.


Die Kapelle ist ebenfalls eigentlich nicht so schief, das liegt mal wieder an mir. (1/1250s, f/4, 35mm.) Hier kann man aber schön sehen, was für ein gruseliges Wetter wir hatten. Da kommt echt nicht viel Licht durch den Wolkenschleier. Weshalb die Bilder auch alle ein bisschen "flach" aussehen: Keine Schatten. Ansonsten ist es aber ganz OK, finde ich. Könnte halt gerader sein. Und ich hab es wohl etwas schief auf dem Scanner liegen gehabt und dann den weißen Streifen links nicht abgeschnitten. Hab ich da jetzt noch Lust zu, das zu korrigieren? Nö. ;-)

Nachdem wir die Dose gefunden hatten, sind wir den anderen Weg zurück gegangen, wo ich dann noch diese Madonna in ihrer Nische gefunden habe. (~1/10s, f/2, 35mm.) Hart an der Grenze dessen, was ich noch ohne Stativ hin bekomme. Bin echt verwundert, dass das tatsächlich komplett scharf geworden ist. Keine Verwacklung. Zeichen und Wunder. Wobei ich den Eindruck habe, dass die F90x tatsächlich sehr ruhig auslöst. Der Spiegel schlägt sehr weich an. Ist halt eine Qualitäts-Kamera. Und die richtige Atemtechnik hilft auch! ;-)

Dann war da dieser riesige Frosch auf seinem Stuhl, der in die Landschaft geschaut hat. (1/125s, f/4, 35mm.) Joah, kann man machen. Fragen sich dann aber alle, die dran vorbei kommen und sich in der Gegend nicht auskennen: Was soll das? Was macht der da? Hat der eine tiefere Bedeutung? Ich mein, der ist schon ziemlich cool gemacht, muss ich ja zugeben. Aber er wirft halt auch Fragen auf. In s/w kommt er aus dieser Perspektive glaube ich am Besten rüber. Sitzt da, als würde er sein Reich bewachen. Ist er vielleicht der Froschkönig? :-D


Zurück im Dorf habe ich dann noch diesen Jesus gefunden. (1/60s, f/4, 35mm.) Hier kam mir dann der schnelle und gepushte Film zupass, denn mittlerweile war es dann doch schon später am Nachmittag und es wurde entsprechend immer dunkler. Ich mein, schaut euch diese Belichtungszeit an.

Vorher am Denkmal noch den großnasigen Typ mit Stahlhelm und seine Kollegen abgelichtet. (1/400s, f/2, 35mm.) Ich finds noch immer extrem creepy. Und hier spielt das Medium s/w-Film auch noch direkt mit rein, in bunt sahen die drei zwar schon sehr creepy aus, aber hier auf Film, uiuiui, ich weiß nicht. Das gibt dem ganzen "nie wieder Krieg" doch direkt mal ein Gesicht!

So, an dieser Stelle mache ich dann mal den Bruch und veröffentliche die restlichen veröffentlichbaren Fotos morgen. Meine Finger werden langsam lahm.

Filmentwiscklung am Dienstag

Heute in der Mittagspause mal eben schnell den Film vom Wochenende entwickelt: Ein Kentmere 400, denn ich bei 800 belichtet habe. Und weil ich jetzt nicht einen einzigen Film mit Microphen entwickeln will und ich auch nicht glaube, dass das beim Pushen um eine EV tatsächlich nötig wäre, habe ich das Fomadon P benutzt, von dem ich eh noch ziemlich genau ein Ladung unbenutzt hatte. Das Zeug ist ja angeblich das Gleiche wie ID-11 / D-76, und das sollte die eine Blendenstufe ja durchaus hin bekommen.


Scheint soweit auch funktioniert zu haben. Der Film sieht unter der Dusche jedenfalls sehr schön dicht aus. Musste übrigens während der Entwicklung schnell noch neuen Fixierer anrühren, weil die Flasche mit dem alten Zeug dann doch endgültig am Ende war. Ich hatte mich ja schon länger gewundert, dass der noch immer funktioniert hat. Habe den Anfang vom Leader wie immer in einem kleinen Bisschen getestet und der wurde nicht mehr ganz klar, auch nach 10 Minuten nicht. Also war es wohl an der Zeit, den endlich auszutauschen. Hat eh sehr viel länger gehalten als das, was auf der Flasche angegeben ist. (Bei 1+4 soll der für 20 Filme reichen, aber ich verdünne erstens 1+5 und zweitens waren das ja nur 600ml, während die Angabe auf der Flasche glaube ich für einen Liter berechnet ist. Denke ich. Meine ich zu glauben.)


Die hochprofessionellen und überhaupt nicht unscharfen Handy-Fotos von den Negativen sehen jedenfalls schon mal ganz OK aus. Werde dann die kommenden Tage mal den Scanner-Rechner anwerfen und updaten. Windows. Weißte, das wird ja wieder was werden. Sollte vielleicht tatsächlich einfach ein altes XP installieren, den Scanner interessiert das nicht. Das Teil muss ja nicht ins Netz gehen. Naja, mal sehen. Nächstes Jahr ist Windows 10 ja eh am Ende.

Fomadon P

Heute habe ich mich mal dazu durchgerungen, die beiden Filme, die ich noch belichtet hier liegen hatte, zu entwickeln. Da ich vor mittlerweile gefühlt einem halben Jahr schon ein Päckchen "Fomadon P" gekauft, weil ich das mal testen wollte. Das Zeug ist angeblich die billigere Nachbau-Version von D-76 bzw. ID-11. Nur halt von Foma. Da ich deren Filme ganz gern mag und das nicht nur, weil sie so schön billig sind (im Vergleich), hatte ich mir gedacht, kann ich das auch mal probieren. Und wenn es was taugt, kann ich vielleicht auch ein paar Euronen sparen, bzw. nicht immer so sparsam mit dem D-76 umgehen.

Für meine Kentmere-100-Filme, die heute zur Entwicklung anstanden, habe ich natürlich in meiner Handy-App keine Angabe gefunden, wie lange der in Fomadon P zu entwickeln wäre. Also habe ich einfach die Zeit für D-76 kopiert, die ich sonst auch immer nehme: 9:00 Minuten, 2x über Kopf kippen pro Minute. Das Ergebnis war auf Anhieb zufriedenstellend. Wobei ich sagen muss, der Film, den ich mit der Minolta gemacht habe, ist ein bisschen kontrastiger geworden. Wahrscheinlich sind die Zeiten in der alten Kamera etwas langsamer als gewollt? Oder sie misst einfach anders? Jedenfalls hätte ich den Film aus der Canon auch eine halbe Minute länger drin lassen können, denke ich. Möglich wäre das gewesen, da ich beide einzeln nacheinander entwickelt habe, also nicht in der großen Dose, weil ich erst mal sicher gehen wollte, dass der neue Entwickler mit der Zeit anständig funktioniert. Aber kein Beinbruch, beide sehen mindestens befriedigend aus.


Genaueres kann ich natürlich erst sagen, wenn ich die beiden gescannt habe. Aus diesem Grund heize ich gerade oben im Büro den Scannerrechner vor. Damit der mal die Windoof-Patches der letzten drei Monate installiert. Ich brauche den so selten. Liegt hauptsächlich an Windows. Nachdem der alte Rechner von U endgültig ausgestiegen ist, sollte ich dem vielleicht die zweite Platte mit der Suse verpassen, dann kann der auch noch mal was sinnvolles machen! ;-)

Jedenfalls habe ich dann unter der Dusche noch ein bisschen Rekursion betrieben, indem ich den zum Trocknen aufgehängten Film, der in der analogen Canon 10s mit dem 50/1.4 gemacht worden ist, mit der digitalen Canon 700D abfotografiert habe, auf der natürlich das 50/1.4 drauf war. Oder ist das einfach nur ein bisschen Meta? Man weiß es nicht! ;-) Dafür, dass ich da keine anständige Lichtquelle hinter dem Film hatte und das auch auf extrem kurze Distanz gemacht ist, sieht es eigentlich ganz ordentlich aus. Bis auf die Wassertropfen, natürlich.



Ansonsten sind mir die beiden Filme beim Aufhängen natürlich wieder aneinander gepappt. Ich hoffe, dass das keine bleibenden Schäden in der Emulsion hinterlassen hat. Ich muss mir das mal merken, dass ich mehr Abstand einhalten sollte, wenn ich zwei Filme gleichzeitig zum Trocknen weg hänge.