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Schwarz-weiß und analog, Teil 333b: Körniges Hennef - Ladenauslagen und Straßenmusiker

Foma 400 @ 800 #17, 31. Januar 2026
  • Olympus OM-2 s/p, Olympus Zuiko MC Auto-S 1:1.8 f=50mm, Auto Makinon 1:2.8 f=28mm, Olympus OM-System E. Zuiko Auto-T 1:3.5 f=135mm
  • Entwicklung: Fomadon R09 1+25 11:30 19,5°C; Adofix 1+5 #22 (?) 7:00 19,5°C; Adoflo 1+200 1x
Weiter geht es mit meinen Bildern aus Hennef, die ich an einem regnerischen Tag gemacht habe, in der Absicht, den Film zu pushen, bis er so richtig schön kribbelt! ;-) Der Herr vom Fotoladen hatte da schon die Karnevals-Gedönse im Schaufenster stehen, unter anderem dieses Playmobil-Polizeiauto. (1/250s, f/5, 28mm.) Dadurch, dass das Plastik eh schon so eine Struktur hat, kommt das Korn gleich noch mal so heftig rüber. Genau so habe ich mir das vorgestellt. ;-) Zugleich haben wir ein paar leichte Spiegelungen in der Schaufensterscheibe; mit viel Phantasie kann man meine Hand sehen, die die Kamera hält.

Nebenan beim Schließ-Fachhandel habe ich noch die Schlüssel fotografiert, die in der Auslage lagen. (Unbekannte Werte, unbekanntes Objektiv. Wahrscheinlich auch 28mm.) Warum eigentlich so viele Schlüssel? Wo sind die dazugehörigen Schlösser hin? Ich glaube, die Frage habe ich mir damals schon gestellt, als ich die Bilder gemacht habe.


An der Sparkasse kam ich auch vorbei, da habe ich mal wieder ein (plattes) Fahrrad mit genommen. (1/250s, f/4, 28mm.) Immerhin ist es angekettet, ist ja auch wichtig. Schön: Die Regentropfen an den horizontalen Stangen. Hat schon sehr in der nicht vorhandenen Sonne geglänzt.

Ich war noch nicht fertig mit den Geschäften hier am anderen Ende von Hennef: Den türkischen Gemischtwarenladen, der jetzt in dem Laden drin ist, wo vorher der Herr B sein Fotogeschäft hatte, musste auch noch dran glauben. (Unbekannte Werte, unbekanntes Objektiv.) Die Äpfel sehen richtig appetitlich aus. Krieg ich direkt Hunger, obwohl die nur s/w sind. Sind das unten links Apfelsinen oder kleine Pampelmusen? "Grippen" sagt mir nix und ohne Farbe kann ich es dann doch nicht erkennen. 1,49 jedenfalls. ;-)

Da wir im Rheinland sind, kann man dem 1. FC nicht entkommen. Selbst ehemalige Hotspots/Telefonhäuschen sind damit zugekleistert. (1/500s, f/5,6, 135mm.) Den letzten größeren Titel von über 40 Jahren... ist das eigentlich was, worauf man stolz sein sollte? Frage für einen Freund! :-D Ich habs ja zum Glück nicht so mit dem Fußball, aber ich glaube, mich würde das deprimieren. Immerhin ist die letzte Meisterschaft fast so alt wie ich.


Und dann stand da am Markt ein Her mit Saxophon und blies recht heftig und laut und die Leute blieben stehen und warfen mit Centstücken. (1/320s, f/5,6, 125mm.) Hat sich echt Mühe gegeben und klang durchaus brauchbar. Aber ich mag ja Saxophone auch. Gibt ja auch Leute, die da genau so allergisch drauf reagieren wie ich auf die berühmte Quetschkommode, die man in den Innenstädten immer wieder antrifft. Anyways: Ich hab die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und ein Foto gesnappt.

Am Markt gibt es auch noch einen anderen Markt mit Migrationshintergrund, dem habe ich dann auch direkt mal die Auslage weg fotografiert. (1/250s, f/5,6, 135mm.) Mit dem Tele sehen die Öbste auch direkt noch mal so verführerisch aus. Wo war noch mal der Unterschied zwischen Granatäpfeln und Passionsfrüchten? Die Farbe, oder wie war das? Auch hier, besonders in den dunklen Bereichen, sieht man hervorragend das Rauschen, auf das ich bei dieser Entwicklung so scharf war.

Nebenan gibt es ein (übrigens ganz interessant schmeckendes) Vietnam Deli, also so Fastfood-Imbiss-mäßig. (1/1000s, f/8, 135mm.) Die Leuchtreklame habe ich jedenfalls recht weit abgeblendet und zusätzlich schnell belichtet. Das Ergebnis: Ein fast vollständig freigestellter Schriftzug. Gefällt mir gut.

Auf dem Markt selber stehen da noch diese silbernen Kugeln rum, die im Regen ganz nass geworden waren. (1/160s, f/11, 135mm.) Hatte hier die Blende ebenfalls sehr weit geschlossen, um das Schaukelspielzeug im Hintergrund schärfer zu bekommen und habe dabei gar nicht gemerkt, dass mir ein Blag ins Bild gelaufen war. Bei Komposition mit Offenblendenmessung war das so unscharf, dass ich das nicht wahtgenommen habe. Merken: Immer wichtig, auch mal die Abblendtaste zu verwenden. Die hat ja jedes Olympus-Objektiv!


Zwischen Apotheke und Buchladen saß dieser dunkle Geselle im Baum. (Unbekannte Zeit, f5,6, 135mm.) Natürlich guckt der genau in dem Moment zu mir rüber und jetzt habt der Rabe keinen Schnabel, weil der in der absoluten Dunkelheit seines Gefieders untergeht. Oder guckte er gerade genau weg? Ich erinnere mich nicht und ich seh es auch nicht. ;-)

Neben der Apotheke dann noch ein Fahrrad. (1/160s, f/8, 135mm.) Hab viel mit dem Tele gearbeitet, stelle ich wieder fest. Das 135er ist aber auch wirklich eine meiner liebsten Brennweiten, besonders dieses hier von Olympus. Macht mit die besten Bilder, finde ich.

Apropos Vögel: An der Sieg saßen die Sittiche in den Bäumen, die habe ich gleich zwei Mal mit genommen. (Beide 1/500s, links f/3,5, rechts f/8, 135mm.) Schade, dass ich da keine längere Brennweite hatte. Die Viecher haben sich aber scheinbar so heftig entlang der Sieg vom Rhein hoch vermehrt, dass sie jetzt sogar hier in Hennef zu überwintern scheinen. Ich find die ja niedlich, aber eigentlich fallen die ja wohl auch unter "invasiv", oder? Ich mein, tun die was? Außer vielleicht Nisthöhlen besetzten, die dann den einheimischen Vögeln nicht mehr zur Verfügung stehen? Ich hab keine Ahnung. Die meisten Leute fragen sich sowas ja gar nicht, die finden die nur zu laut. Gut, kann man finden, aber ich mag Viecher. Besonders fliegende! ;-)


Gegen die Sittiche helfen jedenfalls auch keine Nachtruhe-Schilder, die machen Lärm, solange die Sonne scheint; das kann im Sommer auch mal länger als 22 Uhr sein! ;-) (1/1000s, f/4, 50mm.) Dahinter das Landschaftsschutzgebiet, ganz unscharf, aber erkennbar, mit dem Vogel drauf. Fand ich, passt zu dem Thema "Viecher" und "Lärm". :-D

Das Kiosk an der B88 hat auch Leuchtreklame, diese ist hier aber leider nicht so knallig raus gekommen wie das Deli-Schild. (1/500s, f/8, 135mm.) Ich hatte vor allem Angst, dass die Laufschrift auf dem Foto ganz zerbröseln würde, wenn ich so schnell belichte, aber das hat erstaunlich gut funktioniert. Hätte ich nicht erwartet, dass das so brauchbar zu lesen ist. Bei Bussen und Bahnen geht das immer nur so mäßig.

Ansonsten hing noch mehr Weihnachtsschmuck rum. (1/250s, f/16, 135mm.) Ende Januar! Tststs! Das geht ja gar nicht, Herr Hennef! Obwohl, ich glaub ja fast, der Stern hängt immer da, wenn ich so drüber nachdenke. Mal ganz weit geschlossene Blende, habe das Licht und den gepushten Film voll ausgenutzt. Das Ergebnis sich selbst mit dem Tele recht scharfe Geäste.

Beim Kronos hatte ich mich vermessen, das hätte deutlich mehr Zeit gebraucht. (125s, f/16, 50mm.) So säuft alles ein bisschen sehr ab. Aber immerhin sieht man die Spiegelungen in den Scheiben vom Rathaus.


Vor dem Schreibwarengeschäft mal wieder Glasbruch. (Unbekannte Zeit, f/4, 50mm.) Habe ich mal dokumentiert. Wieder so ein postapokalyptisches Foto. Obwohl, dann hätte jemand den Kronkornen mitgenommen! ;-)

Beim Telefon-SIM-Karten-Anbieter gab es dann noch Nüssen und Gedöns, die habe ich auch mal s/w gemacht. (1/250s, f/5,6, 50mm.) Einfach, weil ich dachte, das gibt mit dem Fluchtpunkt in der Sackgasse (so sieht es aus, obwohl es nicht stimmt) ganz interessant aus. Und ansonsten einfach, weil ich den Film ja voll kriegen will! ;-)

Apropos: Der Film wird dann beim nächsten Eintrag voll. Da geht es zurück zum Auto. Das heißt, es ist viel Bahnhof zu sehen.

Dignette - Testfilm entwickelt

Nachdem die Kamera dann gewartet war, wollte sie natürlich auch ausprobiert werden. Dazu hatte ich mir den alten russischen Belichtungsmesser geschnappt, dazu den Voigtländer Rangefinder, den man in den Coldshoe klemmen kann, und ab nach draußen. Das Wetter war ja die Tage recht gut und sonnig, aber ich hatte mich trotzdem für einen billigen Foma entschieden. Ich hatte allerdings keinen 100er mehr, der sich bei einer Kamera mit so langen Belichtungszeiten angeboten hätte, deswegen musste ich wohl oder übel einen 200er nehmen. Böse Zungen behaupten ja, dass das eh alles der gleiche Film wäre, der sich nur in der Länge der Entwicklungszeiten unterscheiden würde, aber ich finde, man sieht da doch schon recht deutliche Unterschiede in der Körnung. Oder ich bilde es mir nur ein, man weiß es nicht. ;-)


Nachdem der Film am Freitag voll war, hatte ich ihn am Samstag in der Suppe liegen und dann unter der Dusche hängen. Und auf den ersten Blick sieht alles OK aus. Gut, die Belichtung ist teilweise schon mehr als nur eine Blende off, aber das liegt daran, wenn man mehr oder weniger über den Daumen rät, wie man zu belichten hat. Alte Selenzellenmesser sind nun mal nicht unbedingt die genauesten Werkzeuge. Aber ich hatte einfach mal Lust darauf, mit den gleichen Utensilien wie ein Fotograf aus dem Jahr 1958 unterwegs zu gehen. Wie so ein Zeitreisender. ;-)

Primär ging es mir auch hauptsächlich darum, die Schärfe zu testen: Das Frontelement dreht ja komplett frei, weil der Vorbesitzer die Schrauben nicht wieder rein gemacht hat, von denen ich annehme, dass sie den Anschlag justieren würden, weshalb ich nur raten konnte, wo Unendlich und all die anderen Entfernungen auf der Skala wirklich sind. Dass ich jetzt so einen eher empfindlichen Film genommen habe, macht diese Arbeit nicht einfacher, denn ab f/8 ist bei 45mm ja nun kaum noch zu sehen, wo die Schärfeebene tatsächlich wäre. Vor allem, wenn man den Film erst mal nur nass unter der Dusche mit dem Handy ableuchtet. Aber es scheint so, als könnte ich evtl. tatsächlich ein paar brauchbar scharfe Fotos gemacht haben, was mich ehrlich gesagt schon fast ein bisschen überrascht. Die Kamera ist schließlich so runter genudelt, dass es an ein Wunder grenzt, dass sie überhaupt noch Bilder produziert.


Ansonsten, wie gesagt, bin ich ganz zufrieden mit den Ergebnissen. ich hatte bei der Entwicklung dieses Mal 30 Sekunden länger im Fomadon P ziehen lassen, weil ich das so notiert hatte, aber ob das was geholfen hat, kann ich nicht sagen: Die Messungen mit dem externen Belichtungsmesser waren dann doch zu sehr all over. Ganz davon abgesehen, dass ich keine Ahnung habe, wie genau die Zeiten ablaufen, besonders die 1/50s. (Die 1/200s scheint ja recht präzise zu sein, bei der sind so 80% der Bilder entstanden, während ich die ganz langsamen 1/25s gar nicht benutzt habe, einerseits wegen der Verwackelungsgefahr, andererseits weil der Film dafür viel zu schnell war; bei f/16 ist bei der Kamera leider Schluss.) Aber der Leader sieht mir noch immer etwas dünn aus, vielleicht sollte ich 6:30 Minuten ins Auge fassen.

Aber insgesamt als Fazit: Die Stunde, die ich an dieser Kamera herum gebastelt habe, um sie wieder fit zu machen, hat sich alleine wegen des Erlebnisses gelohnt, das ich während meiner drei Sessions an verschiedenen Orten hatte. Und dass mit dem Filmtransport hat auch ganz OK geklappt, auch wenn ich zwei, drei mal Ladehemmung hatte. Nachdem ich den Film aber immer in der Patrone etwas gelockert habe, indem ich mal kurz am Rückspulknöpfchen gedreht habe, ging es ganz gut. Apropos, Zurückspulen ohne Hebel ist eine Tortur und ein Erlebnis, das ich mir wiederum eher sparen würde! ;-) Jedenfalls: Bin auf die Scans gespannt!

Filmentwicklung letzten Sonntag: Nikkormat mit 50/1.4 AI-S

8.3.: Neue Objektive wollen getestet werden, sodass ich das 50/1.4 AI-S auf die Nikkormat FT gedreht habe und damit ein bisschen durch Hennef und Umgebung gefahren bin. Wie das dann so ist, Filme müssen auch entwickelt werden, was ich dann auch recht zeitnah am Wochenende erledigt habe. Wie man sieht, es kam ein Kentmere 100 zum Einsatz, es war schließlich frühlingshaft hell mit blauem Himmel und allem Pipapo! Flugs in die Jobo-Spole eingespult und in Fomadon P ertränkt, das beim letzten Mal direkt so eine helle Farbe, die für mich irgendwo zwischen blassem Lila und extrem verdünntem Brombeer liegt, angenommen hatte. Keine Ahnung, was das sollte, aber es funktioniert nach wie vor einwandfrei.


Ansonsten war das eine ganz normale Entwicklung: 9 Minuten nach Packungsangabe, ich habe wie immer die falschen Kästchen abgehakt, als ich ihn gefixt habe, also alles wie immer, und danach noch kurz ins Adoflo. Liegt jetzt hier noch immer zum Scannen rum, habe aber keine Lust dazu. Mal sehen, wann ich das mache.

Danach wie immer unter die Dusche zum abtropfen und trocknen. Die Vorschaubilder mit dem Handy sehen erschreckend brauchbar aus, stelle ich immer wieder fest. Das Motorola mit dem KI-erweiterten HDR-Geschisse macht echt guten Kontrast in die Negative, die ich in Gimp relativ gut nachbearbeiten konnte. Ich muss echt mal testen, ob ich die nicht mit meiner neuesten Neuerwerbung, die ich noch nicht hier vorgestellt habe, einfach mit dem Handy abfotografieren kann, zumindest wenn es schnell gehen soll und ich nicht zwei Stunde Lust zu Scannen habe. Schaumama.


Überhaupt, nachdem ich ja jetzt einen 4k-Monitor habe und die Bilder in entsprechender Größe und Auflösung anschauen kann, bin ich dazu übergegangen, auch die Bilder aus dem Handy auf 3840 Pixel in der Breite zu skalieren - Full HD bringt es einfach nicht mehr. Ja, die sind so deutlich größer, aber der "Ultra Res" Modus vom Edge 60 ist durchaus brauchbar und produziert Bilder, die gut genug sind für 4k. Finde ich jetzt. Also, man sieht noch immer, dass es Handy-Fotos sind, aber man kriegt halt nicht direkt ein Augenleiden, wenn man die sich anguckt! ;-)

Schwarz-weiß und analog, Teil 333a: Körniges Hennef - Von hinterm Bahnhof in die Stadt

Foma 400 @ 800 #17, 31. Januar 2026
  • Olympus OM-2 s/p, Olympus Zuiko MC Auto-S 1:1.8 f=50mm, Auto Makinon 1:2.8 f=28mm, Olympus OM-System E. Zuiko Auto-T 1:3.5 f=135mm
  • Entwicklung: Fomadon R09 1+25 11:30 19,5°C; Adofix 1+5 #22 (?) 7:00 19,5°C; Adoflo 1+200 1x
Ich weiß gar nicht mehr warum, aber ich hatte Ende Januar noch mal so richtig Lust, die OM-2 aus der Kiste zu holen und ein paar Fotos damit zu machen. So richtig grobkörnige Fotos, vor allem, und da habe ich mir einen der Foma 400 genommen und ihn auf 800 belichtet und dann in Rodinal (Fomadon R09) eine Stufe gepusht. Weil. Einfach mal nur so, um zu schauen, was passiert. Raus gekommen ist dabei das hier:

Bei dem ersten Bild handelt es sich mal wieder nur um den Test, ob der Film richtig eingelegt ist und ich hätte nicht gedacht, dass meine Stromsparlampe hier im Büro tatsächlich ein Bild ergibt, aber so ist das nun mal: Unerwartet kann auch vorkommen. (Unbekannte Werte, 50mm.) Hier kann man direkt hervorragend sehen, was passiert, wenn man Foma 400, der eh schon ein bisschen grober ist, in Rodinal pusht, das ja auch nicht unbedingt zu den feinen Entwicklern gehört! Die Flügelchen der Lampe sind eigentlich einheitlich beige! Und ich müsste mal Staub wischen und die Spinnweben weg machen! ;-)

Dann bin ich runter in die Stadt gefahren, weil ich da eh was besorgen musste, und habe einfach alles fotografiert, was nicht bei drei auf den Bäumen war, und manches, wie dieses Kokosmilchtetrapack sogar noch danach. (1/60s, f/8, 50mm.) Wie man sieht, es hatte nachts geregnet und alles war noch feucht, was coole Brechungen in den Wassertropfen verursacht, die nassen Stellen entweder glänzen lässt oder im Schwarz absaufen, sodass hier viel Kontrast drin ist, genau wie ich es geplant hatte.


Warum ist auf diesem Armbändchen alles voller Bs und Herzchen und ein einziges K? (1/45s, f/8, 50mm.) Das habe ich jedenfalls genau so auf diesem Schildpfostenrohr gefunden. Oder ist es ein Mülleimer? Ich glaub, es ist ein Mülleimer. Perfektes Motiv, jedenfalls. Knackscharf, voller Kontrast und nass! Man kann auch bei vermeindlich schlechtem Wetter gute Fotos machen. (Wusstet ihr eigentlich, dass Hollywood für Nachtaufnahmen meist die Straßen nass macht, damit man mehr Reflexe hat und das Bild interessanter wirkt? Achtet mal drauf!)

An der Unterführung bei der Meys-Fabrik hatte jedenfalls "jemand" Steine gestapelt. (1/125s, f/8, 50mm.) Musste ich fotografieren, bevor sie wieder umfallen. Irgendwas an dieser Komposition stört mich allerdings. Ich weiß nicht, passt nicht so richtig. Hätte ich noch weiter runter in die Knie gehen sollen? Oder die Steine mehr an den Rand drängen? Ich kann es nicht sagen, irgendwie ist der Wurm drin.

Geländer mit Fluchtpunkt kommen auch immer gut. (1/125s, f/8, 28mm.) Dieses hier ist ein bisschen unterbelichtet, ich hatte da wohl zu viel den Himmel in der Messung, der eher grau-trüb daher kommt. (Grau ja sowieso, ist ja ein s/w-Film! ;-)) Wenn ich mich recht erinnere, wollte ich eigentlich nur Silhouetten mit den hellen Streifen der Spiegelungen auf den Verstrebungen haben, aber dafür war es dann wohl doch zu trübe. Ist auch so ganz OK geworden. Halt kein super-sonderlich-perfektes Bild, aber es spiegelt die Wirklichkeit an jenem Tag ganz gut wieder.


Die Ecke an der Unterführung, in der die Brombeere von oben vom Bahndamm runter wuchert, fasziniert mich immer wieder und ist ein guter Test für das Push-Verhalten des Films. (1/60s, f/11, 28mm.) Außerdem kann man hier gut sehen, wie brutal scharf das günstige Makinon bei einer Blende, die ich eher selten verwende, wird. Und ein bisschen Natur in der grauen Betonwüste hat zugleich noch eine künstlerische Aussage! ;-)

Auf dem Weg in die Stadt - wegen des Formats habe ich dieses Bild ein bisschen vorgezogen - traf ich dann noch diesen herrenlosen Einkaufswagen. (1/1000s, f/2,8, 28mm.) Kann man mal sehen, wie dunkel es an diesem Tag war: ISO 800 belichtet und trotzdem noch Offenblende hin bekommen. Passt auch ganz gut ins Bild, das sich da trotz des Weitwinkel-Objektivs so noch einen Hauch von Unschärfe in den Hintergrund bekommen habe. So poppen die glänzenden Gitterstreben des Korbs noch kräftiger. Interessantes Bild.

Vorher, an der Bücherei in der Meys-Fabrik, habe ich noch die gammelige Banane dokumentiert, die da einer weggeworfen hatte. (Unbekannte Zeit, f/8, 28mm.) Bin hier recht stolz auf mich, denn dieses Bild habe ich praktisch ohne zu gucken gemacht: Kamera stand fast auf dem Boden und ich konnte meine kaputten alten Knochen beim besten Willen nicht so weit runter beugen. Deswegen auch f/8, in der Hoffnung, möglichst die Banane auch scharf zu bekommen. Hat ganz gut funktioniert.


Die bunte Bank hat einer mit "GAY" besprüht - ja, ich glaube, genau das drückt so ein Regenbogen aus, haste gut erkannt, du supercooler Sprüher! ;-) (~1/60s, f/8, 28mm.) Und weil mir ein Bild von der Bank nicht gereicht hat, habe ich sie auch gleich noch frontal mit genommen. (1/1000s, f/2,8, 50mm.) In der Hoffnung auf etwas Hintergrundunschärfe hatte ich hier auf das 50er zurück gewechselt. Hat aber nur so mäßig funktioniert und als Nebeneffekt ist die Sitzfläche ebenfalls unscharf, zudem ist das Bild ein bisschen über. Das erste der beiden gefällt mir daher bei weitem besser, vor allem wegen Fahrrad und Kirchturm im Hintergrund.

Weil ich meine s/w-Ausflüge ja ein bisschen mehr unterteilen wollte, habe ich willkürlich beschlossen, hier einen Schnitt zu machen und die restlichen 2/3 des Films auf zwei weitere Einträge aufzuteilen. Weil ich sonst das Schreiben des vielen Textes ja immer so lang vor mir her schiebe. Jedenfalls geht es beim nächsten Mal in die Hennefer Innen-"Stadt".

Schwarz-weiß und analog, Teil 332: Bonn im Schneegestöber mit dem AT-X

Kentmere 400 @ 800 #18, 3. Januar 2026
  • Minolta Dynax 7000i, Tokina AT-X 80-400mm 1:4.5-5.6 (Minolta AF Version)
  • Entwicklung: Microphen Stock #7 10:00*(20°/22°)+60%=14:00 22°; Adofix 1+5 #21 7:00 22°, Adoflo 1+200
Die letzten neun Bilder vom gepushten Kentmere habe ich in Bonn verbraten. Anfang Januar war es ja doch sehr kalt und windig, mit vereinzelten Schneegestöbern. Hatten sowieso einen sehr winterlichen Winter dieses Jahr, hatten wir in der Form schon lange nicht mehr. Wie gesagt, da lag die ganze Zeit dieses Hoch über dem Baltikum, sodass in Mecklenburg-Vorpommern die Ostsee zugefroren ist. Hier im Westen war es nicht ganz so kalt, aber doch schon mehr als sonst. Schnee ist liegen geblieben, selbst in den Niederungen. Kommt ja heutzutage auch nicht mehr immer vor.

Jedenfalls: Wie immer am Beueler Ufer geparkt, runter an den Rhein, die Kirche am Stiftsplatz auf der gegenüberliegenden Seite fotografiert. (1/500s, f/8, ~300mm.) Wenn das Tele zu lang für die maximale Brennweite wird, dann weißte Bescheid! ;-) Mal wieder etwas schief, aber mir sei es verziehen: Es war kalt! Meine Hände haben am kalten Alu des Objektiv-Tubus geklebt wie die Zunge am Laternenpfahl!

Die Reste der Wimpel (von der letzten Kirmes?) habe ich flatternd im Wind erwischt. (1/1000s, f/5,6, ~250mm.) In Bonn ist ja immer Wind am Rhein, aber an jenem Januartag war es schon mal wieder ganz besonders frisch! Und das auch schon, bevor das Schneegestöber so richtig eingesetzt hatte.


An dem Frosch kommen wir ja öfter vorbei und so habe ich ihn auch schon öfter fotografiert. (1/200s, f/5,6, 80mm.) In diesem Fall war die Intention dahinter, dass ich dieses mal mit anderen Bildern vergleichen kann, was Schärfe etc angeht. Und siehe da: Bei dieser kurzen Brennweite sieht man da kaum Unterschiede. Wenn das Bild jetzt nicht noch so schief geraten wäre, könnte man auch noch sehen, dass sich die Verzerrungen, zumindest am kurzen Ende, sehr in Grenzen halten. So grundsätzlich ist das wirklich kein schlechtes Objektiv, es hat nur im langen Bereich so sein Probleme.

Dann ein Bild, auf das ich besonders stolz bin: Der Hund, der seinen Menschen dabei beobachtet, wie dieser mit den Nachbarn quatscht. (1/200s, f/5,6, ~200mm.) So ein liebes, treues Tier. Dabei hat es hier in der Gasse neben der Brücke gezogen wie Hecht! Was war das kalt! Und ich mit dem Kilo Glas in der Hand, kein Wunder, dass ich nachher erst mal auftauen musste. Aber ernsthaft: Ein sehr schönes Hundeportrait. Wenn ich die Leute jetzt noch mal wieder treffen würde, würde ich ihnen ihren Hund mal zeigen. Oder gar einen Abzug machen!

Von oben auf der Brücke habe ich dann die Allegro fotografiert, wie die den Rhein hoch geschippert kam, während das Polizeiboot, das sonst da unten am Rhein liegt, auf Patrouillenfahrt war. (1/350s, f/5,6, 400mm.) Das war zu dem Zeitpunkt, als das Schneegestöber so richtig los ging und deswegen ist der Kontrast so mies. Wie man am Kribbeln der Körnung sehen kann, habe ich da in der Nachbearbeitung schon kräftig nachgeholfen. Kaum zu glauben, was so ein bisschen gefrorenes Wasser in der Luft für Nebeneffekte in Bezug auf Kontrast hat! ;-)


Von der Bonner Seite habe ich dann noch den anderen Kirchturm in Beuel mit genommen, mit Sonnenfleck zwischen den Wolken. (1/500s, f/16, ~135mm.) Eigentlich ganz hübsch. Und hier oben von der Brücke auch mit eher mäßiger Brennweite zu realisieren. Zudem hatte ich so mal die Gelegenheit, die Blende sehr weit zu schließen, das teste ich ja auch immer ganz gerne mal, wenn ich ein "neues" Objektiv begutachte. Ergebnis: Kann man machen! ;-)

Die Weihachtsdeko hing ansonsten auch noch raus, sodass ich mal wieder einen Stern dazwischen nehmen konnte, (1/350s, f/5,6, ~250mm.) Da sind irgendwie leichte Kratzer auf dem Negativ, ich weiß nicht, wieso. Macht die Kamera sonst eigentlich nicht und es sind nicht die üblichen, über die ich mich sonst immer beschwere, von denen ich annehme, dass ich die in der Entwicklung selber da rein mache. Vertikale, vor allem. Kann eigentlich nicht am Filmtransport liegen. Hm. Das Bild an sich ist aber ganz OK geworden, der Kontrast zwischen Vorder- und Hintergrund ist nicht hoch genug, aber ansonsten gefällt es mir ganz gut.


Die Kirche habe ich übrigens von indoors aufgenommen. Im Outdoor-Laden. Hihi! Durch das große Fenster im Treppenhaus. (1/250s, f/5,6, ~90mm.) Einfach nur deswegen, nicht so sehr wegen des Motives. Man sieht die runden Leuchten, die da unter der Decke hängen, wie sie sich in der Scheibe spiegeln. Kirche mit Heiligenscheinen. Sorry, ich find's witzig. ;-)

Zu guter Letzt: Ein bisschen Uni-Gebäude. (1/125s, f/5,6, ~135mm.) Der letzte Schuss, sozusagen, bevor der Film voll und die Sonne ganz weg war. Geht. So quer über den Marktplatz, auch mal was anderes. Bonus: Eine Taube flog ins Bild. ;-)

So, das war dieser Film. Als nächstes geht es mit was ganz Groben weiter: Ein Foma 400, den ich in "Rodinal" gepusht habe. Weil ich Korn wollte! Freut euch also auf ein paar langweilige Bilder aus Hennef! ;-)