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Pflaumkuchen im August

Ihr glaubt doch nicht, dass ihr dieses Jahr um den obligatorischen Pflaumenkuchen-Artikel rum kommen tätet? Meine Pipeline ist zwar mit wichtigeren Dingen überlastet, aber für Pflaumenkuchen mache ich doch gerne einen Platz am Anfang der Queue frei. Dafür re-nice ich gerne das ganze System. Moment, wie bin ich jetzt in den Jargon verfallen? Es geht doch ums Backen! Egal...

Es war gestern, da ich denn nun endlich die Pflaumen, die ich bereits seit letztem Donnerstag im Kühlschrank liegen hatte, raus geholt habe. Denn die werden ja nicht besser, wenn die da die ganze Zeit rum liegen. Habe sie genommen und hoch geschleppt, zusammen mit den restlichen Zutaten wie Mehl, Zimt und Zucker. Habe dann den Teig nach altbewährtem Rezept angerührt (etwas mehr, denn die Eier waren so groß und die sind bekanntlich eher unteilbar). Das stimmt soweit auch noch, außer dass ich die Temperatur in dem neuen Herd ja auf 170°C reduziert und dafür die Backzeit auf 40 Minuten angehoben habe. Dann wird er nicht so kokelig an den Rändern. Ist ja auch nicht gesund, die viele krebserregende Asche! ;-)


Und was soll ich sagen: Perfekt wie immer. Ich kann ja nicht viel backen, aber Hefeteig zubereiten, das ist scheinbar eher sowas wie Kochen. Da sind auch kleinere Variationen OK, was beim Backen im Allgemeinen und nach meiner Erfahrung ja meistens zu Problemen führt. Da muss man sich ja eigentlich immer an das Rezept halten wie der Papst an die Bibel. (Tut der das? Der Merz ans Grundgesetz? Alles schlechte Beispiele gerade, habe ich so den Eindruck. Herrjeh, wie der Teufel an den Wortlaut seines Vertrages dann halt! Besser? Na, also! :-D)

Wo war ich eigentlich? Ach ja, der Teig ist gut, die Pflaumen waren dieses Mal sowieso Klassen besser als so manches mal, richtig reif und saftig, die Steine haben sich gut raus lösen lassen. Das habe ich ja schon ganz anders erlebt: Nachher ganz aufgerissene Finger gehabt, das ist keine Seltenheit. Aber dieses Jahr war wohl ein gutes Pflaumenjahr, die Discounter wissen gar nicht, wohin damit. Dementsprechend ist der Preis auch etwas niedriger als in den letzten Jahren. Angebot und Nachfrage. Wenn ich dieses Jahre noch mal einen machen sollte, hoffe ich, dass ich wieder welche bekomme, die so schön sind.


So, und jetzt entschuldigt mich, ich muss ganz schnell auf Toilette! Weil, frischer Hefeteig mit viel zu vielen Pflaumen drauf, und dazu noch Sahne, das kann ja nur schief gehen! Meine Verdauung ist auch nicht mehr, was sie mal war. Die Leute sagen immer: "Esst mehr Ballaststoffe!" Das ganze Werbefernsehen besteht nur noch aus alten Säcken und Säckinnen, die nicht aufs Klo können. Sollten Pflaumenkuchen essen, das pustet die Innereien einmal so richtig durch! Sorry, wenn das jetzt ein bisschen too much information war, aber! Is doch wahr! OK, damit falle ich jetzt wahrscheinlich in die andere Werbezielgruppenkategorie: "Reizdarm? Das muss nicht sein!" :-D Komm, geh weg! ;-)

Erdber-Joghurt-Milchshake

Nachdem ich letztens beim Trekdinner dieses großem Maracuja-Shake hatte, war die Frau neidisch, dass sie keinen bekommen hat, weswegen ich ihr dann zu Hause einen machen musste. Dazu habe ich eine halbe Packung Erdbeeren (also so ca 250g) in den Mixer geworfen, je zur Hälfte Joghurt und Milch dazu gekippt, dann noch ein Tray Eiswürfel dazu und das ganze auf der (Wesley-)Crusher-Stufe püriert. Dann oben noch ein Häubchen aus Sahne drauf und eine Erdbeere als Verzierung: Et Viola! Ein Erdbeer-Milchshake!


Geschmacklich ja ganz OK, aber dadurch, dass ich keinen weiteren Zucker dran getan habe und in der Sprühsahne ja auch nur mäßig viel drin ist, im Vergleich zumindest, habe ich zwar ein für die allgemeine Gesundheit nur mittelmäßig schlechtes Getränk gebastelt, aber zugleich kam eben auch nicht das gleiche Feeling auf, das man im Laden hatte. Maracuja eignet sich meiner Meinung ja auch grundsätzlich besser für Milchshake. Erdbeere ist da doch meist eher langweilig. Aber wo soll ich die Maracuja her nehmen. Wobei, ich glaube, wir hätten noch Sirup im Haus. Aber eine echte Frucht wäre schon besser. Mal sehen, ob ich die irgendwo im Laden bekomme. Wobei die ja auch eine eher kernige Angelegenheit ist! Aber die Blüte von Passiflora edulis ist interessant. Überhaupt, eine spannende Pflanze.

Jedenfalls. Haben wir uns mit einem schnöden Erdbeer-Shake zufrieden geben müssen. Und ich habe zum ersten Mal seit Langem wieder einen Eintrag in der "Essen & Trinken" Kategorie machen können. ;-)

Streetfoodfestival Hennef

5.7.: Nachdem wir am Samstag vom Rheinauenflohmarkt heim gekommen waren, sind wir direkt ohne Umweg aufs Street-Food-Festival nach Hennef Stadt. Weil: Da gibt es immer leckeres Essen, auch wenn ich es manchmal etwas teuer finde.


Dieses Mal habe ich mir das Filipino Curry Chicken genommen. Das war sehr scharf und kräftig mit Ingwer. Extrem lecker! Aber leider muss ich scheinbar Ingwer auch zu meiner "kann ich nicht vertragen"-Liste hinzufügen: Am Tag danach hatte ich wieder Ausschlag an den Findern. Naja, vielleicht war es auch nur die Extradosis Knoblauch, der in der Currypaste war, ansonsten gehen mir bald die Dinge aus, die ich gefahrlos essen kann! :-/

Während ich gewartet habe, dass das Curry frisch zubereitet wurde, konnte ich übrigens den Wespen dabei zuschauen, wie sie langsam das Demo-Essen in handliche kleine Stücke zerlegt und abtransportiert haben. Wenn die ja nicht manchmal aus heiterem Himmel so aggro wären, fände ich Wespen ja echt faszinierend. Diese hier waren beschäftigt, also abgelenkt, dementsprechend ungefährlich. Trotzdem, lieber ein bisschen Abstand halten, während die da die Fleischklopse durch genagt haben.


J hatte einen Italian Burger vom Stand quer gegenüber. Der war ebenfalls sehr lecker, ich brauche mal einen richtigen Grill. Aus der Pfanne sind die Burger immer so fettig! Dieser hier war echt genau auf den Punkt gebraten. Wir haben dann jeweils nach der Hälfte getauscht, sodass wir zumindest jeder beide Gerichte probieren konnten. Street Food Festival ist ja schön und gut, aber die sollten auch halbe Portionen anbieten, damit man sich quer durch die Stände fressen kann. Da sind nämlich immer so spannende Sachen dabei, die ich gerne testen würde, aber mein Magen hat halt auch nur eine mehr oder weniger normale Kapazität. Schon schlimm genug, dass wir nachher noch eine große Portion Churros verdrückt haben!


Haben uns dann aber auch nicht viel länger hier in Hennef aufgehalten, denn das Wetter wurde immer wärmer und uns waren die mitgebrachten Getränke ausgegangen. Deswegen sind wir dann schon relativ früh wieder heim. J wollte ja auch noch abends den Fußball gucken, was sie nach diesem grausamen Beinbruch, den der Bayer da erleben musste, vielleicht lieber gelassen hätte! Wenn die Privaten das schon nicht in der Wiederholung zeigen wollen, muss es ja sehr ekelig gewesen sein. Ich habe zum Glück gerade nicht hingeschaut gehabt, sonst hätte ich wieder Albträume bekommen!

Prä-Weihnachten mit Familie

Gestern. Also. Wo fang ich an? Mein Bruder ist über Weihnachten nicht da, sondern mal wieder irgendwo in der Weltgeschichte, weswegen wir gestern das Weihnachtsfest ein bisschen nach vorne verlegt haben und uns zu Kaffee und Kuchen (minus Kaffee plus Cola und Spezi) getroffen haben. Weil. Er hatte so eine riesengroße Monstertorte besorgt, oder fällt das noch unter Kuchen, aus dem üblichen Werksverkauf mit Rabatt, weil B-Ware, aber lecker trotzdem und vom Aussehen sah die jetzt auch nicht anders aus als eine, die nicht B gewesen wäre, wo wollte ich mit dem Satz hin? Ich habe nicht genug geschlafen.


Da die Mutter noch vier Weihnachtskarten geschrieben hatte, aber keine Briefmarken im Haus waren, sind wir dann mal eben in die Kälte raus - und es war gestern kurz nach Sonnenuntergang WIRKLICH kalt, ich hatte schon Angst, dass ich noch Eis kratzen müsste - und haben kurz vor Ladenschluss die Umschläge zum Spielwarenladen gebracht. Weil, Post gibt es ja schon seit Jahrzehnten nicht mehr auf dem Dorf und das Sportgeschäft, in dem der Postschalter danach war, hat ja auch mittlerweile vor einigen Jahren zu gemacht. Und jetzt eben im Spielwarengeschäft. Das scheinbar auch ganz gut läuft, wenn man von der Menge an Kundschaft ausgeht, die sich da - zugegebenermaßen kurz vor Weihnachten - drin aufgehalten hat.

Auf dem Weg dahin habe ich trotz Dunkelheit die Kamera mit gehabt, weswegen ich auch unterwegs das Ewige Licht für die Nachbarin, die der Müllwagen erwischt hat, mitgenommen habe. Man soll sich in der besinnlichen Zeit ja auch immer an die erinnern, die nicht mehr unter uns weilen. Als ob der Winter nicht an sich schon deprimierend genug wäre. Aber das ist ein anderes Thema.


Die hell erleuchteten Geschäfte machen in der fortgeschrittenen Dunkelheit eigentlich auch ein ganz nettes Motiv. Das sollte ich mal elaborieren. Vielleicht kann ich da ja eine kleine Serie draus machen. (Sorry für das leicht unpassende Fremdwort, wie gesagt, ich habe nicht genug geschlafen.) Ich habe schon aus blödsinnigeren Bildmotiven Serien gemacht. Ich sag nur: Verkehrsschilder, Vespas und Fahrräder. Apropos Vespa: Wenn ich schon die Polaroid aus Lego nicht bekomme, wie steht es denn dann mit dem Vespa-Bausatz?! Was, zu wenig Platz? Wie, die staubt dann doch nur ein? 'n Pony, das man draußen lagern kann, krieg ich aber auch nicht, oder was?! Pffff.......! ;-)

Jedenfalls haben wir uns noch ein wenig in dem Laden umgeschaut und hatten viel Spaß dabei, über den ganzen Kram, den es da gibt, zu lästern. Warum zB ist auf der Butterbrotdose für Mädchen ein Einhorn, auf dem für Jungs aber ein Bauarbeiter? Ich hätte lieber Einhörner gehabt! Gut, zu meiner Zeit - wir hatten ja nichts ;-) -, hatten wir weder das eine noch das andere auf der Butterbrotdose. Das ist insofern dann natürlich auch besser, weil man nicht so direkt frontal dem Kommerz ausgesetzt ist! :-D


Wie auch immer, bevor es noch kälter wurde, sind wir dann wieder heim und haben die scenic route über die Höh genommen, wo es wie immer windig war. Bei dem vorherrschenden Wetter vor allem auch kalt. Meine Nebenhöhlen haben sich direkt wieder gemeldet. (Außerdem hab ich ständig Druck auf den Ohren. Wenn der Ausgleich nicht funktioniert, weil alles zu geschwollen ist, sich dann aber der Luftdruck in der kräftigen Westströmung stundenweise ändert!) Das mit dem Frost hat aber nichts gemacht, zu Hause hatte die Mutter die Heizung ja schließlich auf 11 aufgedreht, sodass wir da erst mal alle eine Hitzschlag bekommen haben. Draußen -5 (gefühlt), drinnen +30 (gefühlt). Aber immerhin Sauerstoff bekommen, denn drinnen war der ja von den Kerzen schon leicht dezimiert.

So, und heute geht's zu unserer guten Freundin C, um da das gleiche noch mal zu machen: Kekse fressen und schnacken. Meine arme Verdauung! Und ich bin doch jetzt schon so schrecklich müde! Und am 2ten auch noch zur anderen Familie! Kann nicht langsam Frühling sein? Nicht, dass ich die nicht hin und wieder ganz gerne sehe, aber rund um Weihnachten ist mir das alles einfach zu viel, wenn ich doch am liebsten eingemummelt in der Höhle liegen und Winterschlaf halten würde... ;-)

Kürbislasagne

Im Kühlschrank lag noch ein halber Kürbis, der dringend weg musste, und dann bringt die Schwiegermutter auch noch ein Pfund Hackfleisch an. Was macht man aus so einer Kombination? Wenn man Tante Google mit "Kürbis" und "Hackfleisch" füttert, spuckt sie als erstes "Kürbislasagne" aus. OK. Kann man ja mal versuchen.

Also den Kürbis in feine Stücke geschnitten und zum Anbraten unter das Hack gemischt. Dann Zwiebeln und Knoblauch hinzugefügt. (Ich habe mich dabei jetzt an keine besondere Anleitung gehalten, sondern einfach frei nach Schnauze alles in die Pfanne geworfen, wie ich es für richtig hielt.) Dann die gedosten Tomaten und zusätzlich passierte Tomaten dazu, das Zeug muss schon ziemlich suppig werden. Am Schluss oben drauf diverse italienische Gewürze und am Ende einen dicken Schlapps Creme Fraiche. Unterrühren und die Soße ist fertig.


Den ganzen Kladderadatsch zwischen die bereitliegenden Lasagne-Nudeln gepappt und Schicht für Schicht einen Auflauf daraus gebaut. Ich glaube, dass ich den Kürbis dabei aber tatsächlich noch ein bisschen zu grob gelassen habe, der hätte ruhig noch kleiner gehackt werden können. Die Stücke verhindern allerdings auch, dass die Platten aneinander pappen, insofern bin ich da noch etwas zwiegespalten. Am Ende oben drüber ein bisschen Käse (oder auch ein bisschen mehr). (Der Mozarella war leider schimmelig geworden, deswegen ist es nur der einfache emmentaler Gratinierkäse geworden.)


Dann für eine halbe Stunde in den Backofen. Das Ergebnis sieht man dann hier unten. Die Lasagneplatten brauchen ja immer eine halbe Ewigkeit und sehr viel Feuchtigkeit, damit sie weich und gar werden. Dabei hatte ich schon zwei Dosen Tomaten genommen. Hätte gut noch ein bisschen suppiger sein können, vor allem, weil wir beim Essen dann festgestellt haben, dass das sehr sättigend ist und wir wohl sechs Portionen draus machen werden statt der geplanten vier. Beim Wiederaufwärmen werden die Nudeln dann meist wieder wie Gummi, wenn sie nicht genug Flüssigkeit haben. Hätte wohl doch noch den zweiten Pack mit passierten Tomaten rein machen sollen.


Hat jedenfalls gut geschmeckt. Aber wie gesagt, Lasagne ist von sich aus ja schon sättigend, aber mit dem Kürbis da drin: Hallo! Jetzt ist noch immer ein kleines Stück von dem Kürbis über, weil ich das nicht alles in die Pfanne gequetscht bekommen habe; wie man oben auf den Bildern ja auch sehen kann, war die schon ziemlich voll. Mal sehen, was ich damit noch veranstalte.

Zum Schluss noch die Zutaten, die ich ganz unkonventionell am Ende aufliste:

* 500g Rinder-Hack
* 1/2 kleiner Hokkaido-Kürbis (je nach Größe mal mehr, mal weniger)
* 1 kleine Zwiebel (gehackt)
* 1 Zehe Knoblauch (gehackt)
* 2 Dosen Tomaten (gehackt)
* 1 Pack passierte Tomaten
* Gewürze
* Tomatenmark
* 1 Becher Creme Fraiche / Schmand
* 1 Packung Lasagneplatten
* Käse zum Bestreuen