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Dorfspaziergang mit der D100

19.8.: Bevor ich die D700 vom Flohmarkt mit gebracht hatte, hatte ich ja noch mal meine gute alte D100 abgestaubt. Die ist ja auch noch immer eine sehr gute Kamera, auch wenn die Auflösung leider ein bisschen hinter der aktuellen Entwicklung hinterher hinkt. Schade eigentlich.

An jenem Mittwoch-Abend hatte mich jedenfalls der Bewegungsdrang mal wieder aus der Tür befördert. Einfach mal raus. Es war ja mittlerweile endlich mal wieder etwas kühler geworden, sodass ich nicht bei jedem Meter direkt in Schweiß aus gebrochen bin. OK, dafür ist es jetzt feucht und leicht schwül, kann ich ja auch nicht vertragen. Andererseits sag ich ja immer, ein Tag, an dem man vor Anstrengung nicht ein bisschen geschwitzt hat, ist für die Fitness ein verlorener Tag. (Erklär das mal einer meinem Bauchumfang. ;-) Jaja, zu viel Eis, ich weiß, zu viel Zucker, zu wenig Berwegung!)


Blumen. Ich wollte über die Blumen scheiben, die ich fotografiert habe. Die Obstbäume auch, die voller Früchte hängen. Die D100 hat noch immer das 18-55/3.5-5.6 G DX drauf montiert, das einen hervorragenden Makro-Bereich hat. Da kann man echt mit arbeiten und jede Unzulänglichkeit der Optik fällt aufgrund der unzulänglichen Auflösung des Sensors kaum auf. So habe ich jedenfalls auch dieses Bienchen da oben erwischt. f/11! Hui, wie hell war das denn da noch? Ach ja, das Ding kann ja auch VR.

Ansonsten: Birnen, Pflaumen, Hagebutten! Der Herbst naht! Bzw ist schon da, denn ich habe den Eindruck, dass wegen des heißen Wetters und des frühen Frühlings alles ein paar Wochen früher fertig ist als sonst. Kann mich aber auch täuschen. In den letzten Jahren hat sich das ja eh alles hin und her verschoben. Blöder Klimawandel.


Im "erweiterten Eintrag" - natürlich habe ich wieder viel zu viele Fotos gemacht - gibt es noch mehr Rindviecher. Und es geht insgesamt so einmal um den Pudding. Habe zum ersten Mal seit Langem wieder meine Heimatrunde rund ums Dorf vollendet. Es war zu warm. Ich glaube, ich bin selten bei so "gutem" Wetter so oft drin geblieben, weil ich die Hitze nicht ausgehalten habe. Habe bestimmt eine Flasche Sonnencreme verballert und bin trotzdem braun wie früher nicht nach sechs Wochen Urlaub! Egal. Wer noch mehr Kühe und Obst und Beeren und Gedöns sehen will: KLICK! "Dorfspaziergang mit der D100" vollständig lesen

Dürre in den Rheinauen

15.8. (1/2): Vor knapp zwei Wochen war mal wieder Flohmarkt in den Rheinauen, aber darum geht es nicht in diesem Eintrag. Heute möchte ich Bilder von den Rheinauen und dem Fluss, der ihnen den Namen gibt, zeigen. Fotos von etwas, das man eigentlich nur noch als ausgemachte Dürre bezeichnen kann. Denn so wenig Regen wie in diesem Jahr hatten wir glaube ich noch nie, solange ich mich dran erinnern kann. Ja, die letzten 10, 15 Jahre waren tocken, und 18/19 war so heiß, dass mir die Parkscheibe geschmolzen ist. Aber dieser Sommer wird wahrscheinlich als der in die Geschichte eingehen, wo selbst der letzte Meter Feldweg hätte merken müssen, dass irgendwas nicht stimmt.

Wie immer haben wir auf der anderen Seite des Rheins geparkt, denn jeder Gang macht schlank und hier gibt es außerdem die besseren Parkplätze. Sobald man aber in den Park kommt, sieht man: Rasen? Gibt es eigentlich keinen mehr. Die Bäume lassen alle die Blätter hängen. Einige sind zwar noch grün, aber manche haben einfach aufgegeben und werfen wie im Herbst das Laub weg, um nicht zu verdursten.


Ich weiß auch nicht, was die Gänse noch an Futter finden, die hier an den Resten von Grünzeug nagen. Sowieso: Viele Graugänse gesehen, die scheinen ortsfester zu sein. Kanada- und Nilgänse habe ich, wenn überhaupt, nur im Vorbeiflug gesehen. Die scheinen sich kühlere Gegenden gesucht zu haben.

Wenn man dann von der Brücke runter in den Fluss guckt, glaubt man fast, überall den Grund sehen zu können. Ist natürlich nicht so, die Fahrrinne ist dann ja doch recht tief. Ich weiß auch nicht, was das bringen soll, dass die die Rinne jetzt noch tiefer ausbaggern wollen: Dann läuft das Wasser doch nur noch schneller ab, oder sehe ich das irgendwie falsch? An den Ufern bleibt dann gar nichts mehr übrig und das Gemüse geht endgültig ein. Ich gehe ja mal davon aus, dass dieses Jahr uns vielleicht heute noch als Ausnahme erscheinen mag, aber in Zukunft wird das ja wohl mehr und mehr so werden. Und was machen die Kormorane dann, wenn der Rhein im Sommer zum Wadi wird?


Wie es in den eigentlichen (linksrheinischen) Rheinauen ausgesehen hat, könnt ihr im "erweiterten Eintrag" anschauen. Wir sind zwischendurch vom Flohmarkt mal runter ans Ufer gegangen und haben es fast nicht wieder gefunden, weil das so 20, 30 Meter in den Fluss rein verschoben ist. Da haben sich ganze Biotope zwischen den Steinen gebildet. Aber seht selbst: KLICK! "Dürre in den Rheinauen" vollständig lesen

Abends noch unter den Hochspannungsleitungen

11.8.: Mit der D700 Bilder zu machen, das macht richtig Spaß. Die Resultate sind klein und handlich und qualitativ hochwertig. Und das 50/1.8G ist ein hervorragendes Objektiv, das diesen Volformat-Sensor hervorragend ausleuchtet. Sehr hübsch, was da raus kommt. Und wie gesagt: Es macht einfach Spaß. Deswegen habe ich diese Kamera ja auch gerade so viel im Einsatz: Stellt sich raus, dass ich viel zu lange auf die Vorzüge einer DSLR von Nikon verzichtet habe, weil die Sony so schön handlich ist. Aber so ein richtig knackig helles Sucherbild, das ist schon was anderes als ein Mirrorless... ;-)

Jedenfalls. Wir wollten und Abends noch was bewegen, es war dann auch nicht mehr ganz so brütend heiß, also haben wir uns auf die andere Seite von Hennef begeben und ein bisschen Land und Wald unsicher gemacht. Haben da am Wanderparkplatz den Aygo abgestellt und sind als erstes Mal zu dem Bauernhof da runter gegangen, der hier mehrere Schilder stehen hat, auf denen die ihre Produkte anpreisen. Man muss ja informiert bleiben.


Am Wegesrand stand der Mais, der dieses Jahr nicht ganz so dicke Kolben hat wie sonst, weil es zu trocken war, wobei es hier unten im Tal scheinbar etwas besser ist als oben auf den Bergen. Vielleicht sammelt sich hier mehr Grundwasser oder so, was weiß ich. Ist jedenfalls eingezäunt, um das Wild draußen zu halten. Ich nehme an, Wildschweine aus dem Wald werden magisch vom Futtermais angezogen? Oder doch die Rehe? Die Sonnenblumen hingegen standen frei, hätten aber auch mal ein bisschen Wasser vertragen können! (Mittlerweile - 22.8. - hat es ja mal geregnet, und zwar recht ausgiebig. Wie lange das allerdings dauert, bis das Grundwasser wieder aufgefüllt ist, keine Ahnung. Kann wahrscheinlich Monate dauern. Wahrscheinlich genau so lang, wie es vorher nicht geregnet hat.) Jedenfalls: Hier noch ein paar Detailaufnahmen der Kolben:


Die Masten habe ich auf jeden Fall mal wieder für U mit genommen, die steht da ja drauf. Moment, hab ich der die überhaupt mal nach Kassel rüber geschickt? Hm... Egal, im "erweiterten Eintrag" geht es jedenfalls hauptsächlich um den Besuch beim Bauern und dann im Wald. Weil, da hatten wir die Hoffnung, dass es etwas kühler wäre. War aber eher feuchter. Egal. Wer Interesse hat: KLICK! "Abends noch unter den Hochspannungsleitungen" vollständig lesen

Abends noch im Hexenwald

10.8. (abends): Montag abends im Wald gewesen. Das war, bevor (gefühlt) halb NRW in Flammen gestanden hat und das Ministerium gesagt hat, wir sollten mal schön bis Ende des Monats mindestens aus den Wäldern raus bleiben, weil der überwiegende Großteil an Feuern vom Menschen verursacht wird. Wir haben ja mittlerweile sowas wie eine Waldbrand-Saison hier. Also, neben der Hitzewelle-Saison, der Borkenkäfter-Saison, der Starkregen-Saison und der Orkan-Saison. Jahaa, der Klimawandel kommt divers daher! Deshalb aber auf jeden Fall das große Banner mit dem Waldbrand-Hinweis.

Aber wie auch immer, man konnte es im Wald einigermaßen aushalten. Da war es nur etwas zu schwül, scheinbar finden die Bäume selbst bei diesem Wetter noch Wasser, das sie verdampfen können, man sollte es kaum glauben. Draußen, davor, in der Sonne? Huihuihui, Herr von Bödefeld! Nun ist es da oben auf der Bergkuppe jenseits von Rott zum Glück ja immer ein bisschen windiger.


Apropos Waldbrand und menschengemacht: Ich mein, wenn der Jagdaufseher oder der Förster ihren alten, aber durchaus durch Sondergenehmigung erlaubten Allrad-Subaru im Wald abstellen, ist das ja evtl. verständlich, die müssen da ja arbeiten. Aber, und ich will ja jetzt auch gar nicht wie ein Klugscheißer klingen, wir haben mal in der Fahrschule gelernt, dass ein heißer Katalysator und hoher, trockener Bewuchs keine gute Kombination darstellen. Vielleicht dann doch lieber ein paar Meter mehr gehen? Ich weiß nicht, ich würde nicht zu meinem in Flammen stehenden Auto zurückkehren wollen...

Anderes Thema, oder noch mehr vom Gleichen: Ich war ja aufgrund der Hitze jetzt länger nicht so richtig draußen, weil ich es ja kaum mehr in der Sonnne ausgehalten habe, wenn es ständig jenseits von 30 oder gar 35 Grad hatte. Deswegen habe ich das gar nicht so genau mit bekommen, wie viele der Laubbäume hier alles von sich geworfen haben, weil es so trocken war. Und das Farn ist auch im Arsch, das sieht aus wie Oktober. Überhaupt, alles lässt traurig die Blätter hängen oder verfärbt sich langsam schon herbstlich - gut einen Monat oder gar zwei zu früh. Die Hitze bringt den Wald um, den der Käfter vor ein paar Jahren stehen gelassen hat.


Im "erweiterten Eintrag" geht es den Berg runter und ich hatte den Eindruck, dass es weiter unten etwas weniger braun war. Kann das sein, dass die Sonne hier besonders rein ballert, wo die Bäume fehlen, die besagter Borkenkäfer damals gefressen hat? Und weiter unten spenden sich die dichter stehenden Laubbäume und Mischwald gegenseitig noch ein bisschen Schatten? Klingt zumindest einleuchtend. Ob es auch stimmt? Wieder bräuchte ich mal einen Experten... Aber bis sich einer meldet: KLICKt euch doch einfach weiter durch! ;-) "Abends noch im Hexenwald" vollständig lesen

Kein Wasser in der Sieg, dafür Gänse

9.8.: Heute Fotos von der Rest-Sieg. Anders kann man diese traurigen Bächlein ja nicht mehr bezeichnen, die einstmals stolze Flüsse waren. Wie im Rhein auch ist in der Sieg ja nichts mehr drin. (Gut, mittlerweile - 18.8. - hat es ja mal geregnet, aber um das alles wieder aufzufüllen, bräuchte es wahrscheinlich zwei Monate Dauerlandregen. Das hatten wir noch nicht und ist auch nicht absehbar.)

Jedenfalls: Ich hatte mich ja vom Flohmarkt am K hier runter geschlichen und dabei das Industriegebiet mit dem 10-Euro-Minolta-Normalzoom unsicher gemacht. Dementsprechend sind hie auch mal wieder einige Bilder dazwischen bzw gerade hier am Anfang, die auch mit diesem schönen, kompakten 35-105/3.5-4.5 gemacht sind. Z.B. die hier von der Einlassschleuse in den Mühlengraben. (War da eigentlich noch Wasser drin? Ich hab jetzt tatsächlich nicht nachgeguckt, aber ich bezweifle es.) Aber danach habe ich recht schnell auf das Tokina 80-400mm gewechselt, das ich eigentlich mehr so zum Spaß dabei hatte, weil cih das länger nicht verwendet habe, nachdem ich das 70-210/4 Minolta abgestaubt habe, das ja Bilder macht, die um Klassen besser sind. Wenn man also nicht unbedingt die vollen 400mm braucht, nehme ich lieber das.


Aber hier gab es Gänse und andere Wasservögel, die darauf warteten, dass es endlich mal wieder ein bisschen Wasser im Fluss gäbe. Und die sind einigermaßen brauchbar raus gekommen. Ich gebe diesem Objektiv ja vielleicht auch ein bisschen unrecht, wenn ich immer drauf rum hacke. Für manche Anwendungsgebiete ist das durchaus brauchbar, es hat halt nicht unbedingt das hübscheste Rendering. Die Farben sind immer ein wenig schwachbrüstig, es hat viel CA und scharf ist es auch nur, wenn man ganz genau zielt. (Ich habe noch immer nicht den Micro-AF-Adjust für dieses Objektiv eingestellt, was glaube ich nötig wäre.)



Das alles resultiert jedenfalls in eigentlich kontrastreichen Szenen in einem gewissen Glow, der aber nicht unbedingt hübsch ist, wie man da bei der Fischtreppe sehen kann. Wenn es aber nur darum geht, die Gänse richtig nah ran zu holen, dann ist es eigentlich perfekt. Und das funktioniert auch ganz gut mit all den anderen Vogel-Viechern, die ich an diesem Tag an der ausgetrockneten Sieg getroffen habe. Die - und die übliche Vorlesung zum Thema Klimawandel - gibt es dann mal wieder im "erweiterten Eintrag". Weil, das wird hier ja jetzt schon wieder ein bisschen viel. Deshalb: KLICK! "Kein Wasser in der Sieg, dafür Gänse" vollständig lesen