Kölner Nachmittag mit Besuch
M ist in Köln. Wir haben uns zum Cachen verabredet, wenn er fertig mit seiner Arbeit ist. Das war so gegen 17:30h. Ich habe die Kamera dabei gehabt, es wird schlimm. Ich hab sie nicht gezählt, aber gefühlt sind es bestimmt über 50, die ich hier hoch geladen habe... Ich schäme mich ein ganz kleines Bisschen! 
Bevor ich noch rot anlaufe, hier erst mal ein paar Bilder davon, wie wir uns von Deutz aus Richtung Innenstadt auf den Weg gemacht haben und dabei die Hohenzollernbrücke queren durften. Also, ähm, naja, eigentlich sind das alles noch Bilder, die noch auf der rechten Rheinseite entstanden sind. Also, nix mit "queren". Peinlich, peinlich.
Aber es war einfach viel zu perfeltes Wetter zum Fotografieren: Die Sonne steht herbstbedingt schon relativ früh relativ weit unten, aber zugleich waren es so geschätze 25°C und praller Sonnenschein. Was soll ich machen, perfekte Bedingungen?!
Auf der Brücke und den Zugängen zu derselben war es schon nicht ganz einfach, in dem dortigen Gedränge die 1,50m Sicherheits-Corona-Abstand einzuhalten. (Spoiler: Wir haben uns so weit wie möglich von der Hohestraße entfernt aufgehalten, weil da echt die Hölle los war. Ungefähr so wie letzten Sonntag in Königswinter. Kein Wunder, dass die Infektionszahlen so steigen.) Irgendwie haben wir es dann aber doch geschafft, zumindest mal auf die Brücke hoch zu kommen. Von hier bietet ein guter Blick auf den Rhein und die Gebäude ringsrum, deswegen kommt jetzt der nächste Schub Bilder.
Wie man sieht, sooo perfekt war das Wetter dann auch wieder nicht: Etwas diesig. Ich muste im Nachhinein doch schon sehr am Kontrast drehen, um weiter entfernte Gebäude etwas besser heraus zu bekommen. Aber noch sieht es nicht unnatürlich aus. Immerhin haben wir hier bereits den ersten Cache, einen Virtual, loggen können! Yay! Nach so einer Aktion vor ein, zwei Jahren gibt es ja wieder ein paar mehr davon; die GPS-Gedenk-Plakette bietet sich außerdem doch sehr dafür an!
Wie es weiter geht, erfahrt ihr im "Erweiterten Eintrag"; das wird hier einfach zu lang!

Bevor ich noch rot anlaufe, hier erst mal ein paar Bilder davon, wie wir uns von Deutz aus Richtung Innenstadt auf den Weg gemacht haben und dabei die Hohenzollernbrücke queren durften. Also, ähm, naja, eigentlich sind das alles noch Bilder, die noch auf der rechten Rheinseite entstanden sind. Also, nix mit "queren". Peinlich, peinlich.

Auf der Brücke und den Zugängen zu derselben war es schon nicht ganz einfach, in dem dortigen Gedränge die 1,50m Sicherheits-Corona-Abstand einzuhalten. (Spoiler: Wir haben uns so weit wie möglich von der Hohestraße entfernt aufgehalten, weil da echt die Hölle los war. Ungefähr so wie letzten Sonntag in Königswinter. Kein Wunder, dass die Infektionszahlen so steigen.) Irgendwie haben wir es dann aber doch geschafft, zumindest mal auf die Brücke hoch zu kommen. Von hier bietet ein guter Blick auf den Rhein und die Gebäude ringsrum, deswegen kommt jetzt der nächste Schub Bilder.
Wie man sieht, sooo perfekt war das Wetter dann auch wieder nicht: Etwas diesig. Ich muste im Nachhinein doch schon sehr am Kontrast drehen, um weiter entfernte Gebäude etwas besser heraus zu bekommen. Aber noch sieht es nicht unnatürlich aus. Immerhin haben wir hier bereits den ersten Cache, einen Virtual, loggen können! Yay! Nach so einer Aktion vor ein, zwei Jahren gibt es ja wieder ein paar mehr davon; die GPS-Gedenk-Plakette bietet sich außerdem doch sehr dafür an!
Wie es weiter geht, erfahrt ihr im "Erweiterten Eintrag"; das wird hier einfach zu lang!
Endlich hatten wir es dann die halbe Brücke entlang geschafft, da fielen mir die Kormorane auf den Auslegern ins Auge, während J und M sich den Liebesschlösser-Cache vorgenommen haben. Den haben J und ich ja schon vor acht Jahren gemacht, aber M ist dann doch irgendwie neu in der Gegend. Also hatte ich eine Ausrede, die Kamera auf alles zu richten, was nicht bei drei auf den Brückenpfeilern war.
Dazu gehören auch diese drei bunten Bilder mit Nachrichten an die Nachwelt. Völlig zufällig ausgesuchte Beispiele dessen, was einen hier oben so erwartet. Ich könnte ja stundenlang solche Details suchen und fotografieren. Aber stundenlang hatten wir nun wirklich keine Zeit.
Auf und am Ende der Brücke dann erst mal wieder ein paar hochkante Bilder geschossen. In weiser Voraussicht hatte ich noch das fünfte Objektiv eingepackt, das 20mm Ultra-Weitwinkel, nachdem mir das letztens ja so gefehlt hatte. Kein Wunder, dass ich mir mal wieder wie ein Packesel vor kam, bei all dem Altglas, dass ich mit mir herum geschleppt habe.

Bevor wir die Brücke dann endgültig hinter uns gelassen haben, gab es noch ein oder zwei Details zu klären: Wer hat den Eisbecher da so fotogen abgestellt? Warum stehen im Rheinland überall Preußen auf Pferden rum? Wie viele Kirchen gibt es eigentlich wrklich in Köln? Und am wichtigsten: Warum isset am Rhein so schön? (Naja, wenn man die architektonischen Sünden der Nachkriegszeit ausblendet, vielleicht.) Fragen über Fragen...
Und da haben wir ihn, den Dom, in all seiner weitwinkeligen Pracht! Durch Häuserzeilen hindurch, neben seinem Bahnhof, mit ein weing Flares und Ghosts, die eigentlich sogar ganz hübsch sein können, wenn man es nicht so übertreibt wie bestimmte Hollywood-Größen... Etwas abgeblendet erhält man sogar ganz nette Sonnenstrahlen und bunte Vielecke, die die Abendstimmung ganz gut unterstützen.
Statt direkt zum Dom zu schleichen, sind wir durch das Römisch-Germanische Museum durch. Also, nicht durch das Museum selber, nur unterm Dach dran vorbei. Hier kam mir um diese Tageszeit bereits die Lichtstärke meiner anderen Objektive zu Gute: Sowohl 28mm, 50mm als auch das 85mm fangen ja mit einer Offenblende von f/1,8 an. (Und wenn ich irgendwann mal eines der alten 50mm f/1,4 AI bei ehBlöd zu einem sinnvollen Preis sehe, schlage ich da auch direkt zu.) Jedenfalls konnte ich so auch hier im Schatten schön die römischen Grabsteine ablichten. OK, die Note hinter der Philharmonie ist jetzt weder antik noch römisch, dafür aber auch mit (fast) offener Blende geschossen.
Wenn man dann zum Dom zurück kommt, kann man ja noch einen tollen Blick auf das Dyonisos-Mosaik werfen. Allerdings nur durch diese stark reflektierende Glasscheibe. Da musste ich mich doch sehr breit aufbauen, damit ich nicht zu viele Spiegelungen und ungewollte Lichteffekte im Bild hatte.
Am Dom angekommen habe ich dann erst mal das Tele montiert und mir die Fassade vorgenommen. Was und wer da alles so rum steht... Ich kenn die ganzen Heiligen ja nicht, aber wenn man sich auskennen würde, würde man anhand der Klamotten, die die dabei haben, sicherlich herausfinden können, wer da wer ist. Besonders hatten es mir mal wieder die Wasserspeier angetan.
Vor dem Dom musste ich dann trotz 20mm noch bis runter an den spiraligen Brunnen jenseits der Treppe gehen, um ein Frontal-Portrait drauf zu kriegen. Dieses Gebäude ist einfach gigantisch. Kein Wunder, dass die - waren es 8? - Jahrhunderte da dran gebaut haben, weil sie irgendwann weder Zeit noch Lust noch Geld hatten, um das Ding fertig zu kriegen. (Was dann auch wieder erklärt, warum hier überall Preußen hoch zu Ross rum stehen; der olle Willi hat da ja wohl maßgeblich Staatsgeld zugeschossen, um damit als Prestige-Objekt vor den anderen angeben zu können.)
Nach so viel Ablenkung von unserer Cache-Suche sind wir dann aber endlich weiter zum ersten Punkt des Multis, den wir machen wollten, um M mal die Alt- und Innenstadt etwas näher zu bringen: Der Heinzelmännchenbrunnen. Auch hier war es wie immer sehr schattig. Ich glaube, ich war noch nie hier, dass mal die Sonne hier rein geschienen hätte. Muss man wahrscheinlich morgens hier sein, der Platz öffnet sich ja eher nach Osten raus. Deswegen sind die Fotos wie immer etwas leblos, auch wenn ich mein Bestes gegeben habe.
Auf dem Weg zur nächsten Station habe ich dann mal wieder einen Fahrradkorb mit Blumenschmuck entdeckt. Da bin ich ja auch immer direkt mit der Kamera dabei. Leider ist das dann zwischen all den Architektur- und Brunnen-Fotos eher sowas wie ein One Shot, weswegen das BIld jetzt ganz einsam und alleine hier steht:
Dafür aber in groß, sozusagen auf einem Ehrenplatz. Keine Ahnung, ob es den verdient hat, aber wenn ich jetzt hervorhebe, wie künstlerisch wertvoll das Bild ist, glaubt mir das ja sowieso keiner, und das wäre auch gut so, weil ich das nur täte, um eben zu rechtfertigen, dass es hier groß und alleine auf dem Ehrenplatz steht.

Weiter ging es jedenfalls zum Fischweiber-Brunnen, wo wir Fische zählen durften. Wer den Text komplett liest, weiß auch, dass nicht die Fische unten im Wasser gemeint sind. Jetzt dürft ihr raten, welche drei Deppen den Text nicht komplett gelesen haben... Immerhin habe ich so ein erfrischendes Handbad nehmen können. (Meine Finger müffeln jetzt noch nach was auch immer das Wasser da so schäumen lässt, urgs.)
Danach haben wir dem kölschen Urgestein Tünnes und Schääl noch einen Besuch abgestattet. Seltsamer Weise war dieses Urgestein aus Bronze. Naja, aber wenn es so im Cache steht? Leider ist es auch hier immer dunkel und schattig, sodass die Bronze kaum Highlight wirft. Mit dem 85er Portrait-Tele habe ich trotzdem genug Licht gehabt und zugleich wenigstens etwas Unschärfe in den Hintergrund bekommen. Könnte aber gerne mehr sein. Wenn Objektive mit noch größerer Offenblende nicht gleich so viel teurer wären... Da belibt nur eins: Einfach die Gebäude im Hintergrund ein bisschen nach hinten versetzen!

An eben diesen Gebäuden wurden übrigens mal wieder einige alte Teile verbaut, die wohl übrig waren. Der Wasserspeier sieht eher mittelalterlich aus, während der Türrahmenrest neben der Regenrinne wahrscheinlich schon römisch ist? Ich kenne mich ja wieder voll damit aus und spekuliere gerade überhaupt gar nicht, mh-mh! Aber möglich wärs. In meinem Kopf ist das so und das reicht mir auch erst mal. So genau will ich es gar nicht wissen, das zerstört nur die Illusion!

Beim Willi Ostermann haben wir dann auch wieder irgendwas zählen dürfen, ich hab schon wieder vergessen, was es war. Instrumente! Danke. Bitte. Ich führe schon wieder Selbstgespräche. Jedenfalls: Fotos!
Auf dem Weg zum nächsten Punkt kamen wir dann über den Heumarkt. Hier war - selbst für einen Diestag Abend - erstaunlcih wenig los. Normalerweise knubbelt es sich hier doch eindeutig mehr. Es scheinen also nicht alle Covidioten frei rum zu laufen. Oder die treffen sich, wie gesagt, auf der Hohestraße. (An den Punkten unseres Multis waren wir übrigens praktisch alleine. Keiner mag sich Kölsches Urgestein angucken. Außer uns. Schade. Oder zum Glück?)
Auf dem Heumarkt steht jedenfalls schon wieder so ein Saupreuße rum. Weißte, in den USA holen sie die Sklavenhalter vom Sockel, aber hier steht überall der Großimperialist und Weltkriegstreiber Willi rum. OK, jetzt hier in diesem speziellen Fall ist es "nur" einer seiner Vorgänger. Und ehrlich gesagt, welcher ist es denn jetzt? (Der erste preußische König oder der Kaiser? Es gab zu viele Friedriche bei den Hohenzollern, wie soll man da den Überblick behalten? Verdammt, ich hätte doch mal runter gehen sollen, um die Tafel zu lesen...)
Aber diese Probleme mit der deutschen Geschichte und den Freds und Willis, die sich darin tummeln, tun hier ja eigentlich auch nichts zur Sache. Stattdessen wollten wir uns als nächstes einen ganz anderen Willy angucken, nämlich den mit der dicken Brille und den krauseligen Haaren. Aber der sitzt noch immer nicht wieder auf seiner Bank vor dem Puppenspieltheater. (Und etwas Googlem verrät mir gerade, dass er wohl permanent an eine etwas besser beleuchtete Stelle umgezogen ist. Wenn ich das gewusst hätte.)
So sind wir weiter zum nächsten Brunnen auf unserer Multi-Liste. Hier konnte ich dann bei bester Beleuchtung einen der wasserspeienden Löwenköpfe ablichten.
Um die Ecke wird ja noch immer gebuddelt, weil mal wieder römischer Kram im Boden aufgetaucht ist. Leider ist der Zaun inzwischen blickdicht und zu hoch, um die Kamera drüber zu halten, sodass ich nur Fotos von den Graffiti hier einstellen kann, aber leider keine von den dahinter befindlichen römischen Steinchen. Schade eigentlich, hätten M gerne gezeigt, wie das so aussieht, wenn man in Köln irgendwo an einer beliebigen Stelle den Boden öffnet. Das ist so ähnlich wie Russisch Roulette: Römervilla oder Weltkriegsbombe?

Es kamen dann noch weitere Urgesteine und Wasserspiele, die ich auf Grund des nachlassenden Lichtes nicht mehr in all ihren Details fotografieren konnte. Jupp Schmitz und seine Katze waren da eine Ausnahmen, weil hier noch erstaunlich viel Licht durch die Häuserschluchten drang. (Nicht, dass in der Altstadt die Häuser irgendwie besonders groß wären. Schatten werfen sie trotzdem.)
Danach konnten wir dann auch das Final finden. Also, nachdem wir bei einem Kollegen nachgefragt hatten. Weil die Koordinaten mitten in einem Gebäude lagen. Weil drei Deppen nicht in der Lage waren, sechs Buchstaben 1-zu-1 durch sechs Ziffern zu ersetzen. Wahrscheinlich weil wir wieder voll im Team ("Toll, ein Anderer machts!") geabrbeitet haben. Peinlich, peinlich. (Grüße an old_general an dieser Stelle!)
Auf dem Weg zurück haben wir dann tatsächlich ein Eis gegessen. Das, ich glaube, zweite dieses Jahr. Das erste war ja im Januar bei 18°C und vor Corona. Man glaubt es kaum, da war man noch nicht so paranoid, dass man in der Eisdiele erstmal zum Klo gerannt ist, um sich dei Finger zu waschen! Einfachere Zeiten...
Danach gab es dann noch Gelegenheiten en masse, den Rhein und den Dom und all sowas bei Nacht zu fotografieren. Die Beleuchtung mach sich echt gut auf den Bildern. Ich habe es sogar geschafft, einigermaßen unverwackelte Exemplare zu bekommen. Freihändig ohne Stativ für mich definitiv eine Leistung! Auch dabei hat mir das 20mm gute Dienste geleistet.
Schließlich ging es dann über die Brücke zurück auf die andere Rheinseite. Dabei habe ich mindestens so viele Bilder gemacht wie auf dem Hinweg. Schlimm, das. Vor allem Hochkante!
INteressant ist auch, dass man Jupiter und Saturn tatsächlich soger noch in der Stadt ausmachen kann. So ziemlich als einziges, alle anderen Planeten (und Sterne) sind völlig überstrahlt. Nur die Sichel des Mondes lässt sich nicht unterdrücken.
Und so geht ein ereignisreicher Tag zu Ende. Bin aber auch ziemlich geschafft vom Rumlaufen...
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