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Schwarz-weiß und analog, Teil 273: Dreigeteilte Rheinauen #1 - Gänse und Schwäne

Fomapan 200 #8, 27. Februar 2024
  • Chinon CP-7m, Auto Zoom Chinon 1:3.5-4.5 35-70mm, Auto Zoom Chinon 1:4-5.6 70-210mm
  • Entwicklung: Fomadon P Stock, 5:30 Minuten, 20°C, Adofix Plus 1+5, 5:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Diesen und die folgenden beiden Artikel hätte ich eigentlich genau so gut in einem großen Eintrag abhandeln können, sind die Bilder darin doch alle am gleichen Tag entstanden. Aber irgendwie ergibt sich eine recht natürliche Sortierung, da der erste Teil - also der heutige - sich zB nur mit Viechern beschäftigt, nämlich Wasservögeln in den Rheinauen. Nun fotografiere ich ständig eben solche, das ist nichts Besonderes. Was diesen Eintrag anders mach: Ich habe nicht nur mal wieder einen s/w-Film in eine alte Kamera eingelegt, ich habe bewusst einfach mal die gewählt, zu der ich zwei passende Zooms habe, ein normales und ein Tele: Eine der beiden Chinon CP-7m, die ich in meinem Besitz habe. Ich bin immer wieder erstaunt, was für gute Fotos diese Kamera mit den Festbrennweiten produziert, und da dachte ich mir, es wäre noch mal an der Zeit zu schauen, was die beiden Zooms ([1], [2]) können, die ich ja mehr oder weniger zufällig in meinem Besitz habe. Die habe ich zwar durchaus schon mal getestet, aber die Brennweitenbereiche der beiden sind schon sehr spannend, sodass ich mir gedacht habe, an einem sonnigen Februar-Tag wie diesem könnte man die noch mal durchnehmen.

Direkt im ersten Bild von den Gänsen sieht man, dass der Fomapan 200 in der Entwicklung erstaunlich kribbelig geworden ist. (1/1000s, f/4, 210mm - Anmerkung: Ich habe die Blenden-Werte nicht in effektive Blenden umgerechnet, sondern nur aufgeschrieben, auf welcher Position der Blendenring stand; wenn hier von mir also f/4 notiert wurde, ist das Bild bei vollem Zoom wohl tatsächlich mit effektiv f/5,6 aufgenommen.) Ebenso ist die Vignettierung recht deutlich zu erkennen. Im Gegensatz zum Kopf der Gans, die ich angepeilt hatte, denn die hat genau im "richtigen" Moment entschieden, dass sie lieber nicht auf dem Foto sein möchte und den Schnabel unter den Flügel der abgewandten Seite gesteckt. Ja, danke für nichts! ;-)

Im zweiten Bild habe ich dann aber eine der drei richtig getroffen und man sieht gut, wie heftig die Blendenbälle verzerrt sind - so sehr, dass ich schon beinahe von einem Swirly Bokeh reden würde. (1/1000s, f/4, 210mm.) Faszinierend, denn bei diesem relativ modernen Tele-Zoom hätte ich das eher weniger erwartet. Scheinbar hat es im Innenleben noch ein recht altmodisches Design, was hier die volle Retro-Experience auf den Film gebrannt hat. Das Motiv selber ist hingegen ziemlich perfekt abgebildet, so man das auf dem billigen Foma bewerten kann.


Eines der wenigen Bilder ohne Viecher (oder Gewächse) ist der Posttower in der Entfernung, den ich hier allenfalls ein bisschen heran gezoomt habe. (1/500s, f/8, ~100mm.) Die Vordergrundunschärfe im Pampasgras unten links ist ganz nett geworden. Ansonsten kann man auch bei diesen Einstellungen kaum was an der Abbildungsleistung aussetzen. Die Vignettierung ist definitiv weg und die Schärfe stimmt.

Apropos Pampasgras: Hier ein Büschel aus der Nähe. (1/500s, f/5,6, ~180mm.) Mit zunehmendem Zoom-Faktor und abnehmender eingestellter Blende wird hier die Abschattung in den Ecken wieder deutlicher. Die Blende ist scheinbar nur 6-blättrig, wie man am einzigen Lichtpunkt im Hintergrund sehen kann, der in diesem Fall so ganz alleine tatsächlich etwas ablenkend wirkt. Ansonsten auch hier keine größeren Beanstandungen.

Schwäne gibt es in den Rheinauen ja auch zu Hauf, hier ein noch nicht ganz durchgefärbtes Jungtier. (1/1000s, f/3.5, ~65mm.) Mit dem kleineren der beiden Objektive ist ebenfalls recht gut arbeiten. Weit offen ist es bereits recht scharf und lässt trotzdem eine nette Unschärfe im Hintergrund zu, zumindest wenn man ein wenig rein zoomt so wie hier. Die effektive Blende sollte hier auch maximal einen Finger breit über f/4 liegen, was auch das wäre, was ich an einer Festbrennweite eingestellt hätte, um diese Portraitaufnahme zu machen. Also kein großer Verlust, hier ein Zoom zu verwenden.


Was ich eher recht spannend finde, ist die Tatsache, dass ich es tatsächlich geschafft bekommen habe, einigermaßen korrekt zu fokussieren, auch wenn das sein Revier verteidigende Männchen recht zügig auf mich zu geschwommen kommt. (1/1000s, f/3,5, 70mm.) Der Freund ist zudem ein bisschen über, so strahlend weiß wie er hier erscheint. Dafür erscheint das Wasser im Hintergrund schon fast ein bisschen zu dunkel. Es war ein sehr heller Tag, wie man sehen kann. Nettes Foto, auch wenn der Kollege eher im vollen Imponier-Modus ist! ;-)

Andere Wasservögel hatten bereits ihre mehr oder weniger frisch geschlüpften Jungtiere dabei, wie hier diese Nilgans. (1/500s, f/3,5, 70mm.) Niedlich. Auch wenn die Färbung im Muttertier bei dieser s/w-Aufnahme nicht raus kommt und die Komposition nicht ganz meinen üblichen Vorstellungen entspricht - ich hätte etwas höher zielen sollen; so viel Gras im Vordergrund braucht doch keiner, da wäre ein bisschen mehr Kontext in Form von Brücke und Himmel im Hintergrund wünschenswert gewesen.

Auch die Ägypter waren nicht so begeistert vom Paparazzo und haben much laut angeschimpft. (1/750s, f/3,5, 70mm.) Deswegen ist dieses Bild auch sehr schief geraten, weil ich eigentlich gerade abbrechen und mich zurückziehen wollte, um die Tiere nicht zu sehr zu stören. Naja, immerhin ist ein witziges Bild dabei raus gekommen. ;-) Das zudem erstaunlich scharf und unverwackelt ist.


Den schlafenden Schwan habe ich hingegen nicht richtig scharf gestellt, da muss ich wohl noch mal zum Optiker! :-D (1/500s, f/4, ~100mm.) Da gibt es kein drum herum Gerede, das hab ich wohl verbockt. Was schade ist, denn das Bild selber ist eigentlich ganz gut geworden, so von der Komposition her. Auch der schlafende Kollege im Hintergrund passt ganz gut. Dumm gelaufen.

Das war aber auch der einzige größere Unfall auf meiner Safari und die nun folgenden Kanadagänse sind richtig gut getroffen. (1/500s, f/4, ~120mm.) Mit langen Zooms kann man auch bei mittleren Blenden schöne Hintergrundunschärfe hin bekommen und das hier ist der Beweis. Ein Foto, das vielleicht sogar einen Abzug wert wäre, so ich denn mal endlich dazu kommen würde, den Vergrößerer aufzubauen. ;-)


Und noch ein Kanadier. (1/250s, f/5,6, 210mm.) Sitzt da auf seinem Stein, als könnte er kein Wässerchen trüben. Dabei denkt es er sicher gerade darüber nach, wie er mithilfe von Poutin die Weltherrschaft übernehmen könnte! (Und das wäre nicht mal das Schlechteste, wenn man so an die Alternativen denkt! ;-)) OK, ich bin wieder albern, aber zu manchen Bildern bleibt einem ja nicht viel anderes zu sagen außer vielleicht: Ja, das ist ein Bild von einer Gans vor dem Wasser im Tümpel der Rheinauen. So what? ;-)

Ähnlich sieht es mit dem langen Hals des Schwans auf dem nächsten Bild aus. (1/500, f/4, 210mm.) Auch hier wieder: Das Tier ist so blendend weiß, dass es förmlich einen Halo um sich gebildet hat. Und es ist ebenfalls ein bisschen unscharf, aber durch das Überstrahlen fällt das gar nicht so sehr auf. Nur wenn man sich unten am Rand die Steine anschaut, sieht man, dass die Fokusebene deutlich hinter dem Tier liegt. Wie gesagt, mein Fehler. Das war, bevor ich die neue Brille bekommen habe.


Zum Schluss noch diese "normale" Gans. (1/250s, f/4, 210mm.) Ja, davon gibt es auch noch welche, auch wenn man das manchmal gar nicht glauben kann, weil man nur noch die Exoten sieht, gerade hier in Bonn, wo die Leute sie offenbar noch immer füttern, obwohl überall Schilder stehen, dass man das nicht machen soll. Aber immerhin: Eine Gans, die auch ganz nett abgebildet ist. Hat den Kopf eingezogen, als ich abgedrückt habe. Scheint an diesem Tag so ein Thema gewesen zu sein und vollendet so auch den Kreis mit dem allerersten Foto. ;-)

Nächstes Mal: Fotos in der Nähe des Posttowers. Ich bin selber ganz gespannt, denn ich hab die vor bald zwei Monaten hochgeladen und kann mich schon kaum noch erinnern. ;-)

Aachen

Dieses Jahr war wieder spät, unser Besuch in Aachen, im Vergleich zu den letzten Jahren. Immerhin habe ich es dieses Mal wenigstens geschafft, ein paar Bilder rund um den Dom zu schießen. Ich hatte nebenbei noch immer die (neue alte) Minolta mit dabei, in der noch der Fomapan 400 lag, den muss ich morgen mal entwickeln. Falls ich das schaffe, denn der Plan ist, dass wir uns noch den Kometen angucken gehen. Leider ist das ja nicht mehr so gut oder überhaupt mit dem bloßen Auge sichtbar, aber das Wetter war halt scheiße die letzten Tage und Wochen. Immer Wolken abends.

Egal, das ist ein anderes Thema. Jetzt also erst mal Fotos aus Aachen. Geparkt im Parkhaus am Dom, die jetzt auch so hochmoderne Kennzeichenerkennung haben. Ich traue diesen Teilen ja überhaupt nicht. Und teuer ist es auch noch. Aber da die Begleitung nicht gut zu Fuß ist, stand es außer Frage, die 500 Meter die Straße hoch zu laufen, wie wir es sonst schon mal gemacht hatten. Schade eigentlich, denn auch außerhalb der Innenstadt ist Aachen eigentlich ganz interessant, vor allem vom Standpunkt eines Fotografen her. Hinter jeder Ecke lauert ein Motiv! ;-)


So zum Beispiel die Sonnenblumen, die die Auslage eines der Geschäfte verzierte. Ich hatte übrigens, um das Gepäck zu verringern, nur die Nikon mit dem 24-120 dabei. Weil, wegen der Minolta. Da hatte ich ja bisher nur das Zoom drauf, mit dem die Kamera gekommen war, aber jetzt wollte ich die Festbrennweiten testen, die ich dafür habe. Deswegen hatte ich drei Mal Minolta-Glas dabei und nur einmal Nikon. Man muss Prioritäten setzten! ;-)

Und wieder fällt mir auf, wie stark dieses Zoom Kissenverzerrungen ins Bild bringt. Ich find das echt erstaunlich. Gehen die bei Nikon davon aus, dass man an seiner Digitalen eh die automatische Korrektur an hat? Ich bin aber so ein Minimalist, ich möchte das eigentlich nicht. Ich müsste das Objektiv echt mal an der F90x testen, wie das nachher auf Film aussieht. Vor allem würde mich auch interessieren, ob das VR an der funktioniert. Aber das ist eine andere Geschichte.


Wir waren ja hauptsächlich in die Stadt gegangen, um einen Happen zu essen. Das haben wir auch getan, bei einem Italiener ganz in der Nähe des Doms, aber so richtig gut war das Essen nicht, fand ich. Recht interessante Gerichte hatten die auf der Karte, die auch alle gut klangen, und meine Pilzravioli waren auch eigentlich ganz gut. Aber das andere war mehr so mittelmäßig. Nächstes Mal gehen wir wieder zum Chinesen da hinten raus, etwas von der Innenstadt entfernt.

Ich hätte vorher vielleicht mal bei A anfragen sollen, wo man anständig in Aachen essen kann, ohne die Welt dafür bezahlen zu müssen. Der wird sich als Student ja vielleicht ein bisschen auskennen. Jahaa, ich kenne junge Menschen! ;-) ich weiß auch nicht, wie mir altem Sack sowas passieren konnte. Wahrscheinlich, weil ich im Gegensatz zu anderen Leuten nachdenke, bevor ich rede. Scheint ja bei bestimmten Alters- und Berufsgruppen nicht so häufig vorzukommen. (Sorry, ich ziehe wieder über alternde Showlegenden her. :-D Aber hat er es verdient? Mal ehrlich? ;-))


Egal, wie auch immer, jedenfalls, noch ein paar andere Floskeln: Ich könnte mich ja eigentlich den ganzen Tag rund um und im Dom aufhalten. Da gibt es an jeder Ecke ein Motiv, ich könnte bestimmt drei Filme auf einmal verschießen. So sind es um die 13 Fotos geworden, die auf dem Ende der Rolle gelandet sind. Aber andere Leute wollen ja auch wieder nach Hause, sodass ich dann wohl doch nachgeben musste. Irgendwann fahr ich auch so zum Spaß einfach mal nach Aachen. Am Liebsten mit Bahn und Rad, das wär' was, der RE fährt ja von Hennef durch. Könnte man ja besagten A mal treffen.

Dann hätte ich sicher auch mehr Zeit, um Klamotten zu fotografieren. Also, Architektur. Auf dem Rückweg sind wir nämlich - der Weg über den Europaplatz ist ja noch immer gesperrt - an der RWTH vorbei gekommen, da könnte ich sicher auch das eine oder andere Bild machen. Und dann noch raus aus der Stadt, rüber in die Niederlande. Sind da jetzt eigentlich wieder Grenzkontrollen? Ich hätte mal gucken gehen sollen. Wir leben in verrückten Zeiten!


So sind wir einfach wieder heim gedüst. Noch mal anderthalb Stunden auf der Autobahn. Zum Glück war trotz der Uhrzeit kein Stau in und um Köln. Nur der übliche zähfließende Verkehr. Noch ein Grund, die Bahn zu nehmen. Bei der fragt man sich dann nur immer: Fährt die auch? Kommt die an? Oder fällt sie oder die Schienen darunter unterwegs auseinander? Es ist schon schlimm mit der deutschen Infrastruktur. Aber das kommt davon, wenn seit 20 Jahren sämtliche Finanzminister wie die Glucke auf der Kohle sitzen. Aber ich will nicht wieder politisch werden. Das kommt noch früh genug... ;-)

Der letzte Rheinauenflohmarkt des Jahres

Gestern zum letzten Mal für dieses Jahr in Bonn in den Rheinauen gewesen, um dem monatlichen Spektakel des Flohmarktes beizuwohnen. Da es noch so bis ca. 12 Uhr geregnet hatte, war es einerseits eher dünn mit den Ständen, zumindest im Vergleich zu sonst. Und andererseits war es extrem matschig bis schlammig. Muss nachher mal eben meine Schuhe putzen, die sind von oben bis unten eingesaut. Ist ja auch klar, wenn geschätzte 20.000 Leute durch die Wiesen waten, dass das der Grasnarbe nicht gut tut.


Aber erst Mal mussten wir hin kommen. Wir hatte wie immer auf der anderen Seite des Rheins den Wagen abgestellt und sind zu Fuß über die Brücke. Ich habe mich mir zugegebener Maßen den Digitalfotos nicht so viel Mühe gegeben, denn ich hatte gleichzeitig auch noch die neueste Neuerwerbung dabei, die letzte Woche in der Post war. Jaja, ich hab wieder einen wahnwitzig niedrigen Preisvorschlag gemacht, da kann man ja nicht ahnen, dass das Gegenüber darauf eingeht! Jetzt habe ich einen Film in einer Minolta 7xi liegen und teste hauptsächlich das mitgelieferte Zoom, bei dem die Blende minolta-typisch fettig ist und die deswegen nicht zu springt, wenn sie es soll. Also nur Offenblende zZt. Wenn die Bilder aber gut aussehen sollten, werde ich das demontieren und säubern. Vielleicht. Das Ding ist nämlich sehr viel komplizierter als alles andere, was ich bisher gereinigt habe.

Aber zurück zum Flohmarkt. Über die 7xi kann ich noch reden, wenn ich demnächst einen Artikel dazu schreibe. Sobald der Film voll ist. Auf dem Flohmarkt selber habe ich jedenfalls keine digitalen Fotos gemacht, da war ich voll damit beschäftigt, nicht auf matschigen Blättern auszurutschen. Sagte ich eigentlich schon, dass Herbst ist?! ;-)


Immerhin hat es nicht geregnet. Es kam gegen Nachmittag dann sogar irgendwann die Sonne raus. Was aber auch dazu geführt hat, dass sich doch noch relativ viele Besucher aus den Bahnen ins Rheinauengelände ergossen haben. In Kombination mit den wenigen Ständen, die es zu sehen gab, führte das zu einigen Staus. So richtig spannendes gab es auch nicht zu sehen. Ich mein, da wir so oft hier sind, kennen wir die Stände ja mittlerweile eh mehr oder wenig auswendig. Sind ja meist die üblichen Verdächtigen hier. Und da das Wetter so bescheiden war, waren auch die meisten Kamera-Verkäufer zu Hause geblieben. Kann ich verstehen, deren Ware ist ja empfindlich was Wasser von oben angeht.Am Ende hatten wir nur zwei Bücher für je einen Euro mitgenommen, und das nicht mal für uns, sondern für die Mutter.

Auf dem Markt selber habe ich mit der s/w-Kamera ein paar Bilder gemacht, aber auch nicht viele. Man will den Leuten ja nicht auf'n Sack gehen. Deswegen kommen wir auch recht zügig zum Rückweg. Da ich die Brücke ja schon auf dem Hinweg bearbeitet hatte, bleiben also nur ein paar Bilder vom Park auf der telekomischen Seite.


Ich frage mich, warum immer mal wieder das Schild am Eingang verschwindet. Das war schon mal für längere Zeit weg. Holen die das im Winter rein, weil dann eh keiner Feuer macht und Campingabsichten hat? Ach, dabei fällt mir noch die Fußballmannschaft ein, die gerade auf der Abreise war, als wir mittags hier ankamen. Bauten gerade ihr Tor auseinander und verstauten es in einem Anhänger. Die haben sich offenbar mehrfach im Schlamm gewälzt, wie die aussahen. Ist aber auch echt mutig, bei dem Wetter zu spielen.

Und das war der letzte Flohmarkt des Jahres. Mal sehen, was ich jetzt an den Wochenenden mache. Kleinere Märkte finden ja trotzdem statt, besonders solche, die unter einer Bedachung stattfinden. Wobei der bei der Metro nie so mein Favorit war, gibt es den eigentlich noch? Und wenn demnächst der Nachtflohmarkt in Bonn stattfindet, sind wir wo eingeladen, das wird also auch nichts. Also mal sehen...

Lülsdorfer Rhein im Herbst

Wenn ich schon bei meinem Bruder das Viehzeug gießen darf und es gerade mal ausnahmsweise nicht regnet, dann kann ich auch mal eben runter an den Rhein gehen und dort ein paar Fotos von Schiffen, Industrie und dem Spielplatz machen! Echt ehrlich! ;-) Da kann mir keiner einen Vorwurf draus machen, schließlich brauche ich auch mal etwas Bewegung, bevor ich mich wieder in den Feierabendverkehr stürze. (Von Seelscheid nach Lülsdorf brauche ich in letzter Zeit immer gut eine dreiviertel Stunde und das am frühen Nachmittag, während ich dann über die Autobahn heim ungefähr noch mal gleich viel brauche, weil die Leute um die Zeit, die es dann eben ist, alle nach Hause wollen. Da machste nix!)


Deswegen also gestern mal eben an den Rhein gegangen. Es ist Herbst, ganz eindeutig: Die Reste von irgendwelchen ehemaligen Hurricanes lassen den Luftdruck zZt rauf und runter schwanken wie bekloppt. Meine Uhr sagte vorgestern abends was von 970 hPa, was wenig klingt. Kein Wunder, dass ich ständig druck auf den Ohren habe.

Aber ich wollte nicht über den Ex-Kirk reden (ein sehr passender Name für einen Ex-Hurricane, finde ich als alter Star Trek Nerd ja), sondern über den Herbst am Rhein. (Und jetzt wird mein Hirn davon abgelenkt, dass die Frau in letzter Zeit immer "Rock Me Like A Harry Kane" singt, wenn die Wetternachrichten im Fernsehen kommen. Man hattet nich leicht, ich sach Sie!) Herbst: Die blauen Blümchen blühen am Ufer und da konnte ich nicht widerstehen, obwohl ich ja grundsätzlich mal meine Blumenfotos ein bisschen einschränken wollte, zu Gunsten von Architektur und Industrie oder sowas. Ich habe eh schon viel zu viele Blumen im Archiv!


Und so habe ich mich eine Zeit lang auf die Industrie auf der wesselinger Seite des Rheins konzentriert. Bis unter mir plötzlich die Ente aufflog und ich eben diese mal kurz vor die Linse genommen habe. War natürlich viel zu weit weg, da hilft auch kein rein-croppen. Weil, ist halt nur die kleine Canon, die kann nur so viele Megapixel. Hatte ich erzählt, dass die D610 jetzt angeblich repariert bei der Versicherung liegt? Und dass ich es kaum erwarten kann, die endlich wieder in den Händen zu halten?

Bevor ich mich aber noch länger von solchen Phantasien ablenken lasse, hier ein paar Bilder von den Spielgeräten auf dem Spielplatz unten am Ufer. Weil, Ketten und Gedöns in der fahlen Sonne wenigstens etwas Glanz in die Fotos bringen. Wären sicherlich auch interessante Motive für ein paar abstrakte s/w-Negativ-Fotos gewesen. Aber ich habe zZt keine Kamera geladen. Muss ja auch noch die Filme aus Frankfurt scannen. Die hatte ich ja am Mittwoch entwickelt, jetzt liegen sie hier noch immer ungeschnitten neben mir. Aber heute habe ich da glaube ich keinen Trieb zu, muss mich mal auf wichtige Dinge konzentrieren. Sowieso schon wieder abgelenkt, dass ich diesen Artikel hier morgens verfasse, statt nach getaner Arbeit. Ach, was solls...


Der Spielplatz ist ja doch ein ganzes Stück am Ufer entlang, bestimmt so zehn Minuten Fußweg. Nicht, dass das sonderlich viel wäre, aber ich war halt doch ein bisschen unter Zeitdruck. Wollte Abends noch den nächsten Kohlkopf schreddern und Salat draus machen. (Habe ich dann auch.) Und wie gesagt, due Rush Hour stand bevor, die wollte ich auch nicht komplett mitnehmen. Und ganz nebenbei hatte ich ja eh schon 5000 Schritte beim Einkaufen hinter mich gebracht, von daher bestand auch kein allzu großer Bedarf an noch platteren Füßen. Etwas Bewegung ist zwar gut, vor allem, wenn man sich nachher wieder ins Auto setzten muss, aber man will es ja auch nicht übertreiben! ;-)

Nachdem ich die Spielgeräte also gebührend abgelichtet hatte, habe ich mich wieder dem Rhein zugewandt: Da fahren deutlich zu schwer beladene Schiffe durch die Gegend. Aber schon schön, zwischendurch auch noch mal so kleine Transporter zu sehen. Ich habe den Eindruck, dass die Rheinschifffahrt in den letzten Jahren auch immer mehr auf diese riesigen Pötte setzt, die dann auch noch so ein Dings vor sich her schieben. Scheint ja Bedarf zu geben. Dagegen wirkt das, was mir da vor die Linse geschwommen kam (Aquitaine) schon fast ein bisschen klein. Ob das vielleicht später und weiter oben am Rhein in einen der Nebenflüsse abbiegt, die diese riesigen Schiffen nicht vertragen? Der Name klingt ja ein bisschen französisch... Wer weiß. Außerdem ist auch recht viel Treibgut unterwegs gewesen, was wohl am Wetter der letzten Zeit liegt: Sturzregen spült allen Scheiß in den Fluss.


Am Ende dann noch eine einäugige Katze getroffen. Ein bisschen mager und sowohl neugierig als auch schreckhaft, keine gute Mischung für ein sowieso schon gehandicaptes Tier. Nicht, dass die vor Stress in den Verkehr läuft. Hier im Wohngebiet ist zwar nicht so viel los, aber genug. Und sie kam mir was mager vor, die könnte ruhig ein bisschen mehr auf den Knochen haben. ;-)

Die Heimfahrt war dann eher uneventful. Außer dem üblichen Verkehrschaos in Staugustin nicht viel zu berichten. Dann den Kohl angerührt und jetzt Magenschmerzen, weil solche Mengen frisch angesetzter Kohlsalat doch auf die Verdauung geht. Aber Gemüse soll ja gesund sein. Wer's glaubt. ;-) Und jetzt warte ich drauf, dass mein Handy die Bilder und Videos von letzter Nach von der Wildkamera runter lädt. Ich glaube, da war schon wieder der Waschbär drauf, ich bin gespannt. (Die Vorschaubilder sind teilweise etwas klein.) (PS: Nee, war doch nur der Kater. :-D)

Kleines Ober-Erlenberger Tomb Raider Outing - Teil 3: Nächtliche Hundeentwässerung

Weil wir ja noch nicht genug draußen rum gelaufen sind, hier noch die Fotos von dem Gewaltmarsch mit Hunden, den wir dann nachts noch erledigt haben. Die Tiere wollen ja regelmäßig entwässert werden. Muss sein, da machtse nix!

Aber vorher haben wir uns mit Pizza gestärkt! Wir kamen aus Frankfurt zurück und ich habe mich als erstes mal auf den Teig gestürzt, den ich vormittags angerührt hatte. Der war mittlerweile trotz Gewichten an den Füßen, nein, auf dem Deckel, wieder durch den ganzen Kühlschrank geflüchtet. Wir brauchen größere Schüsseln! ;-) Gut, das waren auch drei Kilo Mehl. Wundere mich allerdings, dass wir zu 15 Personen nicht in der Lage waren, das alles aufzuessen. Das sind dann ja nur 200g Mehl pP, mit Wasser und Gedöns also so ca. 300g. Das ist normalerweise schon eine etwas kleinere als normale Pizza. Und nach 14.000 Schritten durch die Stadt hatte ich eigentlich mit mehr Hunger gerechnet. Und wie gesagt, die 200g pP sind nicht weg gegangen. Die mögen halt meine Pizza nicht! Schnüff! ;-)


Jedenfalls, dann noch mal raus. Und da sind wir dann über den Friedhof geschlichen, weil ja bald Halloween ist. Oder so. Ich weiß nicht, ich habe es nicht ganz verstanden. Nur, weil ich am Freitag Fotos von Grabsteinen machen wollte, kann ich dann halt samstags mitten in der Nacht trotzdem nicht! ;-) So empfindlich ist mein Film dann doch wieder nicht. Weswegen auf diesem Ausflug auch die Filmkamera daheim blieb und ich nur die digitale mit dem 50/1.4 mitgenommen habe. Erschien mir die sinnvollere Kombination zu sein.


Und auf den Feldern rund rum wurde schwer gearbeitet. Ich weiß allerdings nicht, wieso die das gerade nachts machen mussten, schließlich habe ich da tagsüber nichts gesehen, was man nicht auch dann hätte ernten können. Keine Ahnung. Wenn man das 50/1.4 ganz öffnet und auf Punktlichquellen ausrichtet, bekommt man jedenfalls ziemliche Ghosts. Gut, die Lampen von den Treckern waren auch wirklich sehr hell! Aber gleiches Phänomen auch bei den Bildern von der Stadt am Horizont. Immer wieder spannend, wie hell das hier ist. Verstehe noch immer nicht, wieso die Hundebesitzerin die ganze Zeit mit Taschenlampe unterwegs war. Ich mein, ich kenn das ja, J blendet mich beim Nachtcachen ja auch immer mit dem Flammenwerfer. Vielleicht liegt es doch an mir und meinen sehr blauen Augen, dass ich immer so geblendet bin. Ich kann ja auch nur sehr schwierig nachts Auto fahren, das blendet mich ja auch immer alles total.

Egal. Das war jedenfalls unser Wochenende in Oberdingsbums, und wenn am Ende nicht die Hälfte der Leute mit Corona nach Hause gefahren wäre, wäre es noch witziger gewesen. (Stand Mittwoch Abend habe ich noch keine Symptome, ich teste mich aber gleich mal.) Der A war ja gar nicht erst angereist, weil er sich schon vorher das Virus eingefangen hatte. Aber J hatte es wohl auch und wusste es selber nicht, bis er am Sonntag Abend anfing zu röcheln! Na, dann bin ich ja mal gespannt...