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Gebrauchte Micron SSD in uraltem Notebook

Was mache ich so in meiner Freizeit? Richtig: Alte Computer fit für das zweite Quartal des 21sten Jahrhunderts machen! So zum Beispiel dieses völlig untermotorisierte Asus-Notebook, das mein Lieblingsbruder mal vor vielen, vielen (sehr vielen) Jahren bei meiner Mutter abgestellt hatte, damit die ihre eMails lesen kann, damals, in den Urzeiten, als noch nicht jeder ein Handy hatte und das damit machen konnte.

Jetzt hatte mir der D aus dem Trekdinner zwei seiner alten SSDs, die viel zu klein sind, um sie noch für irgendwas einsetzten zu können, was einer ernsthaften Nutzung gleichkommt, in die Hand gedrück. Also habe ich die eine davon, eine Micron MTFDBAK256MAG-1G1, einfach mal in das alte Laptop eingebaut. Warum nicht? Erstaunlicherweise ist das ja schon so neu, dass es neben einem zweikernigen AMD Turion sogar einen SATA-Anschluss hat! Wollte einfach mal sehen, wie viel Leistung da liegen bleibt, nur weil der rotierende Rost Zugriffszeiten hat, die kein normaler Mensch mehr gewohnt ist.


Das Kopieren der vorhandenen Installation per dd dauerte über USB 2.0 natürlich eine halbe Ewigkeit, geht aber linuxtypisch problemlos. Keine verschlüsselten Partitionen, kein blödsinniger Bootloader, sogar das Resize des EXT4-Dateisystems geht mittlerweile ohne Boot-Disk oder auch nur einem Reboot aus dem laufenden, gemounteten System heraus. Das sollte man mal mit einem Windows versuchen, das würde sich wahrscheinlich in die Hose scheißen vor Panik! ;-) Apropos Windows: Das ist auch auf der Platte, aber ich kann es nicht testen, weil ich es nicht mehr gestartet bekomme, weil das GRUB typisch für eine modere Distribution wie Mint grafisch daher kommt, der alte Nvidia-Chipsatz aber offenbar nicht die richtige Auflösung meldet. 1400x900 ist ja auch was ganz krummes. Jedenfalls kann ich deswegen das grub nicht bedienen und ich sehe nix. Linux starten geht problemlos, sobald das Boot-Timeout abgelaufen ist. Keine Ahnung, warum der Textkonsolenparameter, den ich in /etc/grub gesetzt habe, völlig ignoriert wird. Muss ich mich mal bei Gelegenheit mit beschäftigen.

Ansonsten funktioniert alles einwandfrei und so soll es ja auch sein. Die SSD ist schnell genug für den alten Chipsatz, die liefert Daten mit über 240 Mb/s. Also viel schneller, als der alte DDR2-Speicher die eigentlich verarbeiten könnte, geschweige denn die lahmarschige CPU. (Naja, also, ganz so schlimm wird es nicht sein, aber der Performance-Boost ist jetzt nicht so gigantisch, was auch daran liegt, dass das Mint jetzt von sich aus schon nicht das fetteste Betriebssystem ist. Ich weiß, dass das Windows 10 hingegen auf dieser Kiste praktisch völlig unbenutzbar war. Würde mich ja doch mal interessieren, wie ich das gebootet bekomme, um es zu testen...


Ansonsten, wenn ich dem Smartctl trauen darf und meine Umrechnungen von Blöcken in Gigabyte richtig vonstatten gegangen ist, ist die Platte beim D jetzt nicht wirklich viel im Einsatz gewesen. Da komme ich auf unter 7GB, das ist ja nix. Die hält also noch ein paar Jahre. Eigentlich viel zu schade, die hier zu verbauen! ;-) Ich konnte allerdings leider im Netz keine Angaben zu TBW oder ähnlichem finden. Keine Ahnung, was 256GB-MLC-SSDs von vor ein paar Jahren so aushalten. Micron ist ja jetzt auch nicht die schlechteste Firma. Gut, ist jetzt nicht WD/Sandisk, aber die bauen schon seit ein paar Jährchen Speicherprodukte. Schaumama.

PS: Beim Booten SHIFT drücken hilft, um in den "abgesicherten" Modus vom Grub zu gelangen. Dann kann man von da aus auch Windows booten. Was akzeptabel läuft. Ich mein, es ist und bleibt ein alter Turion, der kann einfach nicht schneller rechnen. Aber Windows reagiert zumindest hin und wieder mal auf Eeingaben, was ohne SSD praktisch nicht der Fall war...

In Bonn blühen die Kirschen (fast)

31.3.: Der Aktualität wegen ziehe ich diesen Eintrag dann jetzt einfach mal ein bisschen nach vorne, bevor er total veraltet ist. Es geht nämlich darum, dass in Bonn schon fast die Kirschblüten aufgegangen sind. Also, manche sind schon richtig groß und knall-pink. Aber eben nur manche. Ich sag mal, so 5% der Blüten, die dieses Jahr wohl raus kommen werden. Wir sind am Montagnachmittag einfach mal auf gut Glück los gefahren, weil wir den Rest der Woche keine Zeit dafür haben werden und nächste Woche wohl voraussichtlich nicht da sind. Und ganz verpassen wollte ich die Kirschen eben nicht. Außerdem ist jetzt noch nicht so viel Touristentouble in der Altstadt.

Zu diesem Zwecke haben wir in Beuel geparkt und sind dann erst mal hier schauen gegangen. Wollten auch eben noch an dem Spielwarenladen vorbei, der hier um die Ecke ist. Das passte dann ja ganz gut.


Hier in Beuel stehen ja auch diverse Kirschbäume rum und da konnte man schon sehen, dass wir noch ein bisschen früh sind. Wobei ich den Eindruck hatte, dass die hier schon ein bisschen weiter sind als in der Stadt, denn hier scheint die Sonne auch besser in die etwas breiteren Straßen rein und es ist somit zumindest Tagsüber ein bisschen wärmer. Dafür ist in der Altstadt angeblich das Ambiente interessanter. Weiß nicht, die Gebäude hier rundrum sind doch auch hübsch und alt.


Danach sind wir dann in die Stadt, aber das ist eine Geschichte für den "erweiterten Eintrag". Denn wenn ich einmal Fotos mache... Wie man vielleicht sieht, habe ich zur Feier des Tages mal wieder die Nikon D800 ausgepackt. Die Fotos sind dementsprechend heute hauptsächlich mit dem hochmodernen 50/1.8 Nikkor aufgenommen, oder dem 200/4 AI, das ich für die weiter oben hängenden Blüten verwendet habe. Aber das nur am Rande. Nach einem Klick geht es auf jeden Fall ein bisschen weniger technisch weiter: KLICK! "In Bonn blühen die Kirschen (fast)" vollständig lesen

Blumen wässern mit mitgebrachtem Wasser

20.7.: Die letzten Tage waren sehr trocken, also musste der Friedhof mal wieder gewässert werden. Da die aber sämtliche Wasserhähne ausgetauscht haben, gibt es da kein Wasser. Also, ich nehme an, dass es daran liegt, denn so kalt, dass die Leitungen nachts noch einfrieren könnten, sollte es eigentlich nicht mehr sein. Andererseits gibt es da wahrscheinlich ganz genaue Regeln drüber, wann wo wer welches Wasser anschalten darf... Wir leben schließlich in Faxland! ;-)


Wie auch immer: Alles Blüht, alles grünt, Frühling lässt sein blaues Band und so weiter. Es ist also dringend nötig, bei dieser frühjährlichen Dürre direkt mal ein wenig Wasser auf die Blumen zu kippen, wie ich oben bereits gesagt habe. Also habe ich der Mutter ein paar ihrer polyethylenischen Sprudelflaschen geklaut, drei, um genau zu sein, und habe mich bewaffnet mit viereinhalb Litern Dihydrogenmonoxid auf den Friedhof begeben. Viel zu wenig. Die Erde roch richtig gierig, als ich das da drauf gekippt habe. Völlig ausgetrocknet, besonders die Pflanzschalen, die keine zusätzliche Flüssigkeit aus dem Boden ziehen können. Nicht, dass da groß was drin wäre, obwohl der Winter doch einigermaßen nass gewesen ist.

Nebenbei mal wieder ein paar Bilder von der Baustelle nebenan gemacht. Was wird das für ein riesiges Gebäude? Die pflanzen da tatsächlich was hin, was das gesamte Gelände der ehemaligen Gärtnerei voll macht. Ich bin ja mal gespannt. Vor allem, weil die Leute auf der einen Seite dann einen unversperrten Blick auf den Friedhof haben. Sollten das nicht Altenwohnungen werden? Auch ein bisschen makaber. Mit Ausblick auf die zukünftige Ruhestätte! Ich finde die Bilder nicht wieder, als die da den ersten Spatenstich gemacht haben, da stand doch was auf dem Banner drauf. Hm, habe ich scheinbar gar nicht fotografiert. Ungewöhnlich.


Jedenfalls: Blumen und anderes Gemüse! Das waren meine Leitmotive, als ich mich hier nach der mäßig erfolgreichen Bewässerung herum getrieben habe. Wer noch ein paar Bilder von der Evangelischen Kirche sehen möchte, die ja direkt um die Ecke steht und auch schon öfter prominent in meinen Bilder zu sehen war, der darf gerne auf den "erweiterten Eintrag" klicken. Alle anderen: Was macht ihr eigentlich hier? ;-) KLICK! "Blumen wässern mit mitgebrachtem Wasser" vollständig lesen

Mal wieder entfettet: Minolta AF 50mm f/1.4

Es ist mal wieder so weit: Die Blende steckt zwar noch nicht wirklich fest an diesem wunderschönen Minolta AF 50/1.4, aber sie ist doch deutlich träger geworden, seit bei dem warmen Wetter draußen auch die Öle im Fett wieder weicher werden. Deswegen mal wieder Schraubenzieher, Isopropylalkohol und den Fön aus dem Keller gekramt und ein bisschen "hochprofessionell" die Lamellen gereinigt. (Ich komm mir vor wie so ein Gebäudereiniger, der ständig die Rolläden entdrecken darf, die irgendsoein Heini immer wieder mit Graffiti voll schmiert.)

Demontage wie immer: Hinten das Bajonett ab, dann die hintere Linsengrippe raus. Dabei weder die vier silbernen Schrauben, die drei anderen schwarzen Schrauben noch das Dingsbums-Schnuppsi mit dem Zahnrad unten dran für den Fokusantrieb verlieren - ein hoch auf magnetische Schraubenzieher. Dann das ganze gut in Alkohol baden und einwirken lassen, während man die Sauerrei drumherum weg wischt, die sich im Rest des Objektivs ausgebreitet hat. Ein Wunder, dass da überhaupt noch Fett drin ist, bei den Mengen, die ich da schon raus geholt habe. (Ich sollte dringend mal über die Anschaffung von Ersatzschmiermitteln nachdenken, sonst ist der Schneckengang demnächst trocken und das will ja auch keiner.)


Nach dem Trocknen mit dem Fön auf mittlerer Stufe alles wieder zusammensetzen und fürs nächste halbe Jahr hoffentlich Ruhe haben. Ich hab da ja noch Glück, dass das alles bei dieser Festbrennweite ja recht einfach geht. An das Xi-Zoom habe ich mich ja noch immer nicht wirklich ran getraut, weil da so viel Technik drin rum läuft. Schlimm, echt.

Egal. Mittlerweile habe ich ja schon Übung da drin, dieses Teil auseinander und wieder zusammen zu bauen. Jetzt müsste ich noch den Fokus genau kalibrieren, dann wäre ich vollends zufrieden. Könnte ich eigentlich gleich mal machen.

Partielle Sonnenfinsternis

...und dann war da noch diese partielle Sonnenfinsternis gestern Mittag. Die hätte ich fast vergessen gehabt, weil wir uns zum Aufnehmen vom Podcast verabredet hatten, ich und mein Vetter M, der Esel immer zuerst. ;-) Habe ich das kurzfristig noch eine halbe Stunde nach hinten verschoben. Weil, kann man sich ja nicht entgehen lassen. Obwohl, die nächste ist - wenn ich das richtig im Kopf habe, bereits im August 2026 zu sehen, vor allem mit irgendwie so 90% Überdeckung? Das gestern war also jetzt mit weit unter 20% nur so eine Art Generalprobe. Das habe ich dann auch gleich mal zum Anlass genommen, sämtliche fotografischen Geräte digitaler Bauart auf den Himmel zu halten, die wir so im Haus haben. Zum Glück habe ich ja einen passenden Sonnenfilter mit der Canon-Kamera von D bekommen. (Bevor ich es vergesse: Alle Bilder sind Crops auf 3840x2560. Alle Bilder sind nachträglich im Kontrast angepasst. Alle Bilder sind hand-held.)

Hier aber erst Mal das, was die Z fc da draus macht. Die hat mit 250mm Brennweite (x1.5 APS-C Sensor = 375mm effektiv) ja mit die größte Vergrößerung, die ich so im Haus habe. Leider aber auch nur 20 MP, sodass die am Ende tatsächlich belichteten Pixel auch nur so mittel sind. Allerdings ist dieses Kit-Zoom ja sowas von scharf, dass man sämtliche Sonnenflecken hervorragend erkennen kann. Und den Schatten/Mond natürlich auch. Also, eigentlich bräuchte ich gar kein anderen Bild hier einzustellen, weil, reicht, is gut so:

Nikon Z fc:


Dann habe ich mal die Canon genommen. Bei der habe ich als Maximum ja leider nur das 210mm und die hat eine noch kleinere Aufkösung als die Nikon, aber mit 1.6x einen etwas größeren Crop-Faktor. Aber die ist nicht ganz so scharf, wie man sehen kann:

Canon EOS 700D:

Und womit mache ich in der letzten Zeit immer meine Fotos? Röchtög, mit der α7 und den alten Objektiven für Minolta AF. Die kommen auch ganz gut, aber die Kamera hat leider den unvorteilhaften Nebeneffekt, dass sie die Ränder an Objekten mit hohem Kontrast irgendwie immer ein bisschen artefaktig rechnet. Liegts am digitalen Nachschärfen oder am veralteten JPG-Algorithmus? Ich hätte mal auf RAW stellen sollen, habe es aber völlig vergessen. Jetzt muss ich damit leben. Die Schärfe des 300mm Sigma-Zooms ist OKis, die des 200mm Minolta sehr viel besser, sodass die beiden sich im Endeffekt nicht viel tun.

Sony α7 Mk I:

Wo ich halt Glück hatte: Als die Wolke direkt vor die Sonne gesegelt kam, hatte ich die Kamera gerade eh im Anschlag. Das war auch die einzige Zeit, in der man das Phänomen der Woche mit bloßen Augen sehen konnte (wobei auch das nicht zu empfehlen ist und man nicht länger als eine halbe Sekunde da hin schauen sollte, weil! Nicht gut! Gibt Löcher in der Netzhaut und ich seh doch eh schon nix!) ;-)

Mit ein bisschen Fokus-Feinjustage habe ich dann aber noch ein paar sehr viel schärfere Bilder bekommen, auch mit dem alten Sigma vom F. Das macht immer wieder erstaunliche Bilder, ich sag es doch jedes Mal, für das Alter und die Preisklasse dieses Teils. Das ist tatsächlich besser als das Exakta, das ich damals zur selben Zeit für meine F601 gekauft haben muss. (Das kommt übrigens gleich da unten zum Einsatz, wenn ich die Bilder von der D800 vorstelle.) (Hätte eigentlich mal einen s/w-Film laden können und ein paar Sonnenbilder auf Silberhalogenid machen können. Hm, nächstes Mal, da lohnt sich das auch mehr! ;-))


Kommen wir am Ende zur D800, bei der ich den größten experimentellen Spielraum habe, weil ich eben für Nikon auch die meisten Objektive habe, die zugleich aber auch die höchste Auflösung parat hält. So ist die Zahl der Pixel, die ich mit dem 200mm aufnehmen kann, schon recht groß. An die 300mm bei den Crop-Kameras komme ich allerdings so nicht ran. Dafür ist das alte AI-Objektiv noch immer eines der schärfsten in meinem Arsenal. Dann habe ich aber schnell auf das 75-300 gewechselt, auch wenn das nicht ganz so scharf ist. Aber es bildet die Sonnenflecken doch noch immer ganz gut ab.

Nikon D800:

Die größte Vergrößerung bekomme ich allerdings, wenn ich noch den 2x Konverter dazwischen klemme. Dann wird es allerdings auch schnell unscharf und ich muss vor allem um den Schmutz auf dem CCD herum fotografieren, weil ich sonst riesige "Sonnenflecken" bekomme, die eigentlich gar nicht da sind. Schmutz, Schmutz, Schmutz! Habe die Nikon in letzter Zeit ein bisschen vernachlässigt, die müsste dringend mal gereinigt werden. Aber das nur am Rande. Die Bilder bei effektiv 600mm (ignoriert die EXIF-Daten, ich hatte vergessen, die Daten umzustellen) enthalten trotz der größeren Fläche kaum mehr Informationen als die ohne 2x-Konverter. Wenn ich dann noch das ganz alte 100-300 Tokina für 10 Euro vom Flohmarkt damit kombiniere... Uiuiui... seht selbst: Glühende lila Ränder! Ich mein, sieht hübsch aus, aber nicht unbedingt so, wie in der Natur real zu sehen gewesen ist! ;-)

Zum Schluss noch ein paar weitere Bilder, als die Sonnenfinsternis dann langsam wieder weniger wurde. Interessant ist, dass zum Maximum, das hier in der Gegend ja nun wirklich nicht so maximal war, die Amseln das zumindest gemerkt haben, dass es dunkler wurde: Die haben alle der Reihe nach angefangen, ihre Abendlieder anzustimmen! Verrückte Viecher. Selber habe ich auch gemerkt: Ja, OK, mit viel gutem Willen und Placebo-Effekt kann ich mir vorstellen, dass es jetzt so 10% dunkler ist als sonst mittags. Aber das menschliche Auge korrigiert das ja recht gut weg, der Seheindruck ist da nicht sooo gravierend unterschiedlich. Aber die Amseln merken das scheinbar recht gut...


So, und mit diesen Bildern möchte ich mich dann auch verabschieden. Jetzt muss ich nach Seelscheid, die Mutter abholen, denn die Schwiegermutter hat zu Tische geladen. Und der Kater muss auch noch gefüttert werden. Also bis später mal...