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Mal kurz nach Holland

Heute musste ich mit der Mutter mal wieder nach Aachen. Und da die Grenze ja von da aus direkt um die Ecke ist, haben wir einfach mal kurz einen Abstecher in die Niederlande gemacht und dort den höchsten Festlandspunkt besucht, der ja direkt neben dem Dreiländerpunkt liegt.


Die Leute können ja alle über Europa und damit verbundene Probleme meckern wie sie wollen, ich finde es toll, dass ich einfach so ohne Personalausweiskontrolle mal eben über eine Staatsgrenze fahren kann für einen Kurzbesuch, dass die niederländische, belgische und deutsche Fahne nebeneinander in Frieden im Boden stecken und dass sich hier Menschen begegnen, die so unterschiedliche geschichtliche Hintergründe und Sprachen haben und sich trotzdem alle freundlich mit einem "Hallo" begrüßen. Und das, obwohl "wir" in den letzten hundert Jahren gleich zwei mal durch deren Heimat ge-Schlieffenplan-t sind.

Hypnotoad oder Der Cache liegt im Dunkeln

Gestern sind wir mit ein paar anderen Verrückten aufgebrochen, um mal wieder ein Nachdose zu finden. Hatten uns kurz entschlossen den "Weg nach Gondolin" ausgesucht, den wir ja schon ein paar mal angefangen hatten. Aber auch dieses Mal kamen wir nicht weit: Bereits an Station 2 war für uns Schluss, da wir offenbar zu blöd waren, das Wasser so in das Flöten-Dings einzufüllen, dass wir dessen Geheimnis lüften konnten.


Stattdessen haben wir dann auf dem Heimweg einfach noch schnell einen Tradi mitgenommen. Der wurde allerdings von Hypnotoad bewacht. ;-) Ich mag ja Kröten. Es soll ja Leute geben, die sich davor ekeln. OK, ich würde die jetzt auch nicht anfassen - aber eigentlich nur deswegen, weil die armen, durch den Straßenverkehr und Lebensraumschwund so stark dezimierten Tiere ja unter Naturschutz stehen.

Siegfried

Instrumentalisierung alter Mythen und deren Übertragung auf aktuelle Gesellschaftsentwicklungen war schon immer etwas, bei dem gewisse gesellschaftliche Kreise mit einer Affinität zur Farbe Braun besonders gut waren. Treue, Ehre, Blut und so'n Quark. Ein gutes Beispiel habe ich heute im Wald irgendwo zwischen Pützchen und St. Augustin gefunden. Da steht da dieser monumentale Siegfried im Park und wacht mit seinem muskelgestählten (in-einem-gesunden-)Körper sowie seinem Messerchen im Anschlag über die Tafel mit Namen von Gefallenen des ersten WK. Was die heutige Jugend von dem Thema hält, erkennt man am Flatsch weißer Farbe zwischen seinen Beinen, der den armen alten Sack aussehen lässt, als hätte ihn nach 1000 Jahren doch irgendwann die Inkontinenz eingeholt.
Ist schon traurig, dass eine eigentlich recht spannende Geschichte über Drachen, Schätze, Ringe und Trankappen so mißbraucht wurde, dass sie heute kaum noch einer kennt, der nicht gerade Wagner-Opern hört. (Mit dem hat die Geschichte ja auch so ihre Probleme.) Und dass der arme Kerl auch noch in diesem gruseligen 1930er Stil dargestellt werden muss. *schauder* Was bin ich froh, dass ich das nicht mehr miterleben musste... Aber offenbar drückte gerade dieser Stil und deren Präsentation um öffentlichen Raum das Gefühl einer ganzen Generation aus, das ich zumindest nicht mehr nachvollziehen kann. Diese Suche nach dem starken Mann, dem Beschützer des Volkes, haben wir ja hoffentlich - bis auf ein paar ewig Gestrige - überwunden. Gerade deshalb aber sollte man sich vielleicht hin und wieder solcher Stätten erinnern, damit wir nicht vergessen, wie lang, steinig und grausam unser Weg zur Demokratie war.

In Beul

In Beul gibt es auch nette Stellen. Mit Dosen. Von denen ich natürlich ein paar Bilder gemacht habe. Also, von den Stellen, nicht von den Dosen. Also, von den Dosen auch, aber die sind jetzt nicht hier im Blog. Klar soweit? ;-)

Viehzeug im Wald

Es wird Herbst, man merkt's daran, dass die Sonne schon wieder so viel früher untergeht: Um 9 ist es praktisch schon dunkel. Das ist einerseits deprimierend, andererseits trifft man im Wald auch wieder eine ganz andere Sorte von Viehzeugs.


Die dicke Weinbergschnecke kroch uns vorgestern über die Füße, als wir in der Nähe von Blankenberg von der Dunkelheit überrascht wurden. Und die blinzelnde Kröte im Baumstumpf guckte uns in Siegburg an. (Ich hätte da auch noch ein Foto von unserer riesigen Hausspinne, aber dann laufen wieder alle kreischend weg! :-D)