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Dänemark, Sommer 1998

Man kann nie genügend Fotos ins Internet stellen. Also, finde ich zumindest. Deswegen gibt es heute noch ein paar alte Analog-Fotos, die ich ungefähr im Sommer 1998 in einem der üblichen Dänemarkurlaube gemacht habe und die letztes Jahr zu einem neuen Kalender verarbeitet wurden. Ich glaube, dieses Mal ist auch ein Agfa-Film dabei, nicht nur die ganz billigen Perutz. Aber wenn ich mich nicht täusche, waren das eh die gleichen. Oder die waren zumindest auch von Agfa hergestellt, wenn auch eine andere Emulsion. Das sind jetzt bald 23 Jahre, erwartet nicht, dass ich mich an Details erinnere. Allerdings haben die Negative alle etwas gelitten, weil sie nicht unbedingt sachgemäß gelagert waren, sondern in der Labor-Tüte im Keller. Immerhin ist es da unten einigermaßen warm, allerdings wahrscheinlich etwas zu feucht.

Natürlich sind auch diese Fotos mit meiner F601 entstanden und die Objektivauswahl war auch die gleich wie beim letzten Mal. Dass die Qualität eben jener so lala ist, sieht man selbst auf den Scans. OK, die Fotos waren ja auch nie dafür gedacht, dass man sie auf die Größe heutiger TFTs hoch skaliert. Dafür halten sie sich eigentlich noch ganz gut.

Vorne weg erst mal ein paar Hochkante: Ein Haufen Bauschutt mit dem Rinkøbing-Fjord im Hintergrund, ein umgedrehtes Boot am Vogelbeobachtungsturm etwas östlich von Søndervig (schöne Stelle da, übrigens, auch heute noch - also, zumindest beim letzten Mal als ich da war),...


...Hybrid-Gänse am Hafen in Stauning, bevor dieser vor schätzungsweise 10 Jahren renoviert und modernisiert wurde, als das noch eine ganz verschlafene Ecke war, und schließlich noch ein Blick über das glitzernde Wasser des Ringkøbing-Fjords, bei dem ich nicht mehr genau weiß, was das hohe Gebäude in den Dünen in der Bildmitte ist - Wahrscheinlich eine dieser typischen westjütländischen Kirchen.

Wie ich letztes Mal schon gesagt habe, dürfen Fotos vom Hafen in Hvide Sande ja auch nie fehlen. Dieses Mal habe ich zwei recht unterschiedliche Wasserfahrzeuge raus gesucht: Zum einen das Fischerboot RI.253, wie es gerade in den Hafen einläuft. Diese typisch blauen Boote sind in letzter Zeit auch selten geworden, alles wird moderner, nix bleibt, wie's war.


Zum anderen das Aufspül-Schiff "S/P Træl" (StF 49), das jedes Jahr die Schäden der winterlichen Stürme repariert und Sand aus dem Meer an den Strand punpt, um die Dünen zu schützen. Ich glaube, das ist das gleiche Schiff, das auch heute noch in Hvide Sande liegt. Sah damals jedenfalls schon genau so herunter gekommen aus wie das, was ich beim letzten Mal, als ich da war, vor die Linse bekommen habe. Finde jetzt leider kein Vergleichsfoto.

Die letzten drei Bilder sind dann wieder ganz anders: Da ist zum einen ein Foto von Tipperne, dem Zipfel Land, der in den südlichen Fjord hinein ragt und wo man ganz toll Vögel beobachten kann. Glaube ich jedenfalls. Da hatten wir wirklich mal gutes Wetter, in letzter Zeit, wenn wir da waren, hat es ja immer wie Hund geregnet. (Jetzt hatten wir drei Jahre nacheinander super-heißes Sonnenwetter und ich war nicht da... :-()


Das mittlere ist die Kirche von... tja, wenn ich mich erinneren könnte! Wir haben über die Jahre so viele dänische Kirchen angeschaut, dass ich sie nicht mehr auseinander halten kann. Und beim letzten Bild handelt es sich um den Blick über die Kirchenmauer. Auch da bin ich mir nicht mehr sicher, wo das war. Vielleicht sogar an der gleichen Kirche? Ich weiß es nicht mehr. 23 Jahre!

Mal sehen, ich glaube, ich habe noch genügend Bilder für einen dritten Artikel. Die stammen dann auch 1999. Vielleicht nächste Woche, wenn es noch immer regnet. ;-)

Schwarz-weiß und analog, Teil 56: Der Hausberg

Film: Fomapan 100 #10, Kamera: Nikon F601

Navigation: 56, 57, 58

Heute mal wieder ekeliges Regenwetter - also, außer Abends, aber dann war es mir auch zu spät -, das kann nur eins bedeuten: Schwarz-weiße Bilder, die mal analog waren, bevor ich sie durch meinen alten, schebbigen Scanner gejagt habe. Heute welche gemacht mit der Nikon F601 und diversen Nikon-Objektiven, also eigentlich so Standard.

Zuerst einmal haben wie da einen Blick ins Hanfbachtal. (Nikon Series E 50mm, 1/2000s, f/2,8.) Ein bisschen dunstig war es schon, aber es war auch noch recht früh und Ende Oktober ist es morgens schon was feucht in der Luft. Ansonsten war es ein ganz schöner Tag und die Fotos sind eigentlich alle ganz gut geworden, auch wenn dieses jetzt ein bisschen langweilig ist. Für Landschaft eignet sich s/w dann vielleicht doch nicht immer so gut.

Das Licht- und Schattenspiel zwischen den Bäumen die Höhenstraße hoch macht sich da schon besser. (Nikon Series E 50mm, 1/2000s, f/2,8.) Das Glitzern auf der nassen Straße hat schon was und kommt auf dem s/w-Film richtig gut raus. Genauso die Sonne, die sich hinter den Blättern versteckt. Schönes Bild, trotzdem dass das eigentlich eine ziemlich langweilige Kurve ist.


Als nächstes haben wir dann noch ein paar Eichenblätter, die auf dem feuchten Asphalt kräftig hell heraus stechen. (Nikon Series E 50mm, 1/1000s, f/1,8.) Etwas überbelichtet und auch nicht 100%ig scharf, weil ich da wirklich so nah wie möglich ran gekrochen bin, wie es ging. Bei den Entfernung ist f/1.8 aber auch wirklich sehr verwegen, vor allem, wenn man praktisch schon auf der Straße liegt, um noch durch den Sucher gucken zu können. Aber dafür ist das Bokeh im Hintergrund schon ziemlich cremig und macht sehr tolle, fast runde Bälle. Witziges Bild.

Praktisch genau so nah bin ich ich danach an einen Pilz heran gekrochen, aber dann doch eher mit mehr Blende, damit es schärfer wird. (Nikon Series E 50mm, 1/500s, f/4.) Leider bin ich nicht noch weiter von unten dran gekommen, der Winkel gefällt mir jetzt nicht sooo gut. Und ehrlich gesagt, ich hätte durchaus noch weiter abblenden können. Oder weniger. Die Grashalme im Hintergrund sind jedenfalls etwas stressig.

In der Mitte gibt es dann einen der Telekom-Masten. Mit Leine. Und mit Baum am Feldweg. (Nikkor 85mm, 1/2000s, f/2.8.) Das Portrait-Tele eignet sich auch hervorragend für Landschaft, sogar wenn diese nur in s/w auf dem Film landet. Das ist schon einigermaßen erstaunlich. Vor allem sieht der Himmel aus, als hätte ich ein Filter drauf gehabt, aber da war nur das übliche UV drauf, weil wegen gegen Kratzer und sowas. Cooles Bild, mit dem leicht unscharfen Mast im Vordergrund und den drohenden Wolken oben drüber.


Als nächstes hätten wir da ein Weitwinkel-Bild von einem Trecker. (Sigma 28mm, 1/30s, f/4.) Mit dem 20er wäre es noch besser geworden, dann hätte ich noch näher ran gehen können, aber das hatte ich wohl nicht dabei. Insgesamt bin ich erstaunt, wie scharf das Bild ist, da das Objektiv ja auf der Digitalen mittlerweile auf -30 oder sowas korrigiert wird. Der Himmel ist bei der Belichtungszeit natürlich völlig überstrahlt, aber der Trecker selber, so von unten, sollte ja richtig raus kommen. Hatte ja so meine Zweifel, dass das Bild was wird, aber der Belichtungsmesser der F601 hat in der Punktmessung offenbar gute Dienste geleistet. Insgesamt ein gutes Bild, und sogar beinahe gerade! ;-)

Als nächstes habe ich aufs Tele gewechselt, um das Schaf zu fotografieren, aber trotzdem, dass ich die Kamera auf dem Zaun versucht habe zu stabilisiert, ist es leider etwas verwackelt. (Nikkor 200mm, 1/15s, f/5.6.) Da hätte auch f/4 nichts gebracht, da wollte ich lieber etwas mehr Schärfe im Bild haben. Andererseits sieht diese leichte Verwackelung auch wieder sehr interessant aus. Jedenfalls ein sehr interessantes Bild. Kann man auch mal machen, wenn man - so wie ich - etwas experimentierfreudig ist! Es muss nicht immer alles perfekt sein; von perfekt haben wir im digitalen Zeitalter eh schon zu viel!


Als ich dann mal wieder an dem Basketball-Korb vorbei gekommen bin, konnte ich auch da wieder nicht widerstehen und musste einfach ein Bild machen. (Nikon Series E 50mm, 1/60s, f/4.) Und was soll ich sagen: Ein Klasse Bild ist draus geworden! Schön scharf, wobei der Hoop noch etwas schärfer sein könnte. (Das Wetter war, wie man an den Belichtungszeiten sehen kann, leider nicht mehr ganz so schön hell wie am Anfang des Morgens; deswegen war bei f/4 leider Schluss, auch wenn ein, zwei Blendenstufen besser gewesen wären.) Der Himmel ist jedenfalls schön unscharf. Und die Position des Korbes ist genau an der Stelle, wo ich ihn hin haben wollte. Gefällt mir sehr gut!

Weiter den Berg runter bin ich dann an dem gefesselten Bär vorbei gekommen, den ich ja schon von meinen sommerlichen Besuchen bei der Physio um die Ecke kannte. (Nikon Series E 50mm, 1/60s, f/4.) Auch hier war es leider nicht hell genug, noch ein oder zwei Blendenstufen drauf zu legen, um den Bär noch schärfer zu bekommen. Aber trotzdem ist das Bild ganz gut geworden.

Um die Ecke leuchteten mich dann ein paar lila Blüten an, die sich etwas im Schatten versteckt hatten. (Nikon Series E 50mm, 1/60s, f/4.) Auch hier finde ich, das Bild ist ziemlich gut geworden, könnte aber schärfer sein. Gleiches Problem wie oben: Bei der Entfernung sind kleinere Löcher einfach schärfer, aber das Licht war nicht ausreichend. Wobei ich es hier vielleicht einfach mal hätte versuchen sollen: Die Blüten, die eigentlichen Objekte meiner Begierde, hätten sicherlich auch bei f/5,6 noch gut ausgesehen und der Hintergrund hätte auch nicht wirklich gelitten, wenn er dunkler geworden wäre.


Das letzte Bild an diesem Morgen stammt aus dem eigenen Garten: Die letzten Fliederblüten. (Nikon Series E 50mm, 1/2000s, f/2.8.) Ganz nett gewordenes Bild, auch wenn ich den Winkel vielleicht noch länger hätte ausknobeln sollen. Nennen wir es einfach einen Blütenschnappschuss.

Die folgenden Bilder sind dann ein paar Tage später entstanden. Thematisch passen die aber besser hier rein und es sind nur vier, das lohnt sich gar nicht für einen eigenen Artikel. Also hier rein. Zuersteinmal haben wir hier das verrückte Huhn im Garten der direkten Nachbarn. (Nikon Series E 50mm, 1/2000s, f/4.) Wie man an der Belichtungszeit-Blenden-Kombi sieht, hat hier die Sonne kräftig geschienen. Sieht ganz gut aus, obwohl auch hier ein paar Blenden mehr gut und im Gegensatz zu oben auch durchaus drin gewesen wären.

Dann mal wieder ein Pferdebild, wir hatten ja auch schon so lange keines mehr. (Nikon Series E 50mm, 1/1000s, f/4.) Im Schatten erscheint das Pferd schon beinahe silouhettenhaft, während der Hintergrund ziemlich im überbelichteten Bereich liegt. Auch ein ganz nettes Bild.



Den Hundepfad rauf habe ich dann mal wieder die Pilze auf dem Baumstamm vor die Linse genommen und mal wieder ganz bewusst eine sehr weit geöffnete Blende verwendet, um viel Hintergrund-Bokeh hin zu bekommen. (Nikon Series E 50mm, 1/2000s, f/2.) Trotz der dadurch auch in den Pilzen vorhandenen Unschärfe ein ziemlich krasses Foto, das mir wiedermal sehr gut gefällt. Ich liebe weit offene Blenden! Aber auch der Winkel und die Enfrenung stimmen wirklich hundertprozentig! Sehr schön.

Und als letztes heute: Eine Biene im Twingo! ;-) (Nikon Series E 50mm, 1/1000s, f/2.) Dadurch, dass die genau in einem Sonnenstrah hing, während der Hintergrund eher schattig geblieben ist, wirkt die Biene ziemlich gut. Auch nicht ganz scharf, aber damit muss man bei dem Objektiv und diesen weiten Blenden wohl leben.

So, nächstes Mal dann Bilder aus Blankenberg, da war ich ja auch nicht schon hundert Mal! ;-)