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Allner Gedenken

Der Sommer ist vorbei und es wird langsam Herbst. Die letzten Pfauenaugen (ohne Fotos) des Jahres flattern herum und es wird langsam so richtig kühl. Also bestes Wetter zum Fahrrad fahren. Was ich heute mal wieder gemacht habe. Erst mal rechts rum durchs Dorf, wo ich diese Warnung für Autofahrer gefunden habe, die wohl relativ neu da stehen muss, denn ich kannte sie noch nicht.


Von da aus dann durch den Wald runter nach Hennef und über die Siegbrücke nach Allner, wo ich mir mal dieses Mahnmal angeschaut habe. Habe das schon öfter aus dem Augenwinkel gesehen, aber noch nie angehalten, weil man den Berg runter hier gerade so schön Schwung hat. Es gibt ja sicherlich keine Gemeinde, in der es nicht solche Wände voller Namen gibt, so auch hier.


Im Dorf gibt es außerdem noch einige hübsche Fachwerkhäuser, die sich hinter dem Eingangstor auch noch besonders hübsch darstellen. Ansonsten, wie man sieht, musste mal wieder ein alter Baum gefällt werden. Die Reste vom Stamm sind ebenfalls ein lohnendes Motiv gewesen; jetzt muss sich nur noch einer finden, der die Ringe zählt! ;-)


Nach meiner kleinen Foto-Session habe ich dann mal wieder eine Katze fotografieren können, die durch die Gasse geschlichen kam. Sie war zwar einigermaßen neugierig, aber so richtig spannend fand sie mich dann doch nicht und ist relativ schnell wieder verschwunden. Immerhin habe ich aber ein brauchbares Bild raus gekriegt! ;-)

Auf dem Heimweg von meinen Besorgungen in der Stadt bin ich dann am Kurpark vorbei, und dort habe ich dann noch eine Kleinigkeit gefunden, die ein neues Zuhause sucht! Leider bin ich ja nicht so der Barbie-Fan. Oder zum Glück? :-D


So, und jetzt bin ich ziemlich verschwitzt und es wird Zeit für eine Dusche. Ist zwar nicht mehr so warm, schwül und feucht, wie es im Sommer war, aber mit der Jacke war es dann doch noch etwas zu warm, fürchte ich. Wie auch immer, jetzt Wasser von oben.

Schwarz-weiß und analog, Teil 106: Über den Berg nach Niederpleis

Film: Fomapan 100 #23, Kamera: Nikon F50, Juni 2021

Navigation: 103, 104, 105, 106

Heute der letzte Teil des Films, den ich mit der Nikon F50 verschossen habe. Dieses Mal war ich mit dem Rad unterwegs und bin den Hausberg rauf, um auf der anderen Seite ins Pleistal runter zu fahren. War eine der längeren Touren, die ich im Juni gemacht habe.

Den Anfang macht heute diese große Baggerschaufel, die ich den Berg hoch gesehen habe. (Nikkor AF-S 50mm G, 1/2000s, f/2,8.) Wie schon bei letzten Eintrag festgestellt, macht das hoch moderne 50mm auf dieser billigen Kamera aus den 1990ern einen verdammt guten Eindruck. Es gefällt mir auch hier fast besser als an der Digitalen, wo es manchmal etwas steril wirkt. Bei der relativ weit geöffneten Blende habe ich jedenfalls schön viel Unschärfe im Hintergrund erzielt, während die Schaufel selber so scharf ist, wie sie es nur sein kann. Etwas hell vielleicht, aber es war auch ein sehr sonniger Tag, insofern stimmt das schon. Und wie immer etwas schief, aber das liegt auch mit daran, dass der Berghang nicht wirklich gerade ist. ;-)

Weiter oben habe ich dann das Pferd mit den Locken getroffen. (Nikkor AI 35mm, 1/1000s, f/4.) Ich nehme an, dass das vorher mal wieder Zöpfchen geflochten hatte und daher dieses sehr interessanten Style in der Mähne hatte. ;-) Das 35mm macht hier jedenfalls ebenso einen brillanten Eindruck, wie es das schon am ersten Test-Tag gemacht hatte. Auch mein manuelles Messen, das ich hier ja machen muss, scheint funktioniert zu haben. Bei dem strahlenden Wetter ist diese hier von mir gewählte Belichtung ja praktisch fast äquivalent zu Sunny Sixteen. Die Schärfe ist außerdem spot on, der Pferdekopf ist richtig scharf und mehr oder weniger perfekt, während der Hintergrund selbst bei dieser kleinen Brennweite noch ausreichend unscharf ist. Der Stacheldrahtzaun gib dem Bild zusätzliche Perspektive. Gutes Bild.


Danach bin ich dann offensichtlich weiter in den Hexenwald, wo ich erst mal diese beschädigte Bank im Schatten fotografiert habe - wobei aber auch die sehr hell geworden ist. (Nikkor AI 35mm, 1/250s, f/2.) Kann mich nicht erinnern, wie ich hier gemessen habe, wahrscheinlich mit der Digitalen. Trotzdem macht das 35er hier wieder einen sehr guten Eindruck. Ich glaube, das mag auch gerne s/w-Film. Und die Offenblende gibt der ganzen Szene eine gewisse Weichheit, die mir unglaublich gut gefällt.

Von hier dann die steile Straße runter und unten an der Bahn entlang, bis der Weg hinter der Autobahnbrücke den Knick macht. Dort stand dieses riesige Benz-Landmaschinen-Dings an der Straße rum, das ich versucht habe, Weitwinklig aus einer ungewöhnlichen Perspektive zu nehmen. (Nikkor AF 20mm, 1/125s, f/5,6.) Leider ist es etwas schief geworden. Das macht den von mir erhofften Eindruck leider etwas kaputt. Der Schatten, den ich auf jeden Fall mit im Bild haben wollte, ist aber trotzdem sehr gut geworden und lässt einen das Ausmaß dieses Gerätes zumindest erahnen. Perspektivisch hätte ich ein wenig weiter nach links gehen sollen und dann den Mercedes-Stern mittig halbieren müssen. Vielleicht. Weiß nicht. Hätte ich mal testen müssen. Weitwinkel sind schwierig! ;-)

Im Wald jenseits der Pleistalstraße stehen glaube ich mehrere dieser Unterstände herum, die wir auf dem nächsten Bild zu sehen bekommen. (Nikkor AF 20mm, 1/60s, f/4.) Hier hat das Experiment mit dem Weitwinkel sehr viel besser funktioniert, auch wenn das Bild ebenfalls bei Weitem nicht gerade ausgerichtet ist. Stört mich hier aber weniger. Der Blick wird eh viel mehr darauf gelenkt, wie das extreme Weitwinkel hier aus den rechten Winkeln etwas ganz anderes macht! Mein Hirn sagt mir: Alle Winkel, die wir hier sehen, sollten die gleichen sein, wie es sich für Rechtecke nun mal gehört, aber die Augen sagen mir was ganz anderes! Das löst erstaunliche Effekte in meiner Wahrnehmung aus. Insofern: Eines der verstörenderen Bilder, die ich in letzter Zeit gemacht habe.


Weil ich noch mal Lust darauf hatte, bin ich dann den Berg hoch zu der Stelle, an der man den guten Blick auf das Schloss Birlinghoven hat. (Nikkor AI 35mm, 1/2000s, f/4.) Eines dieser typischen Fotos, die ich immer und immer wieder mache, weil das Licht immer anders ist, die Stimmung immer besonders und vor allem weil ich immer unterschiedliche Ausrüstung benutze. Sollte noch viel öfter hier vorbei kommen, denn das Schloss ist immer wieder sehenswert. Auch wenn es in diesem Bild ebenfalls nicht ganz gerade steht. Hat jemand schon das Thema dieses Eintrages erkannt? :-D

An der gleichen Stelle steht auch diese seltsame Sonnenuhr, von der ich noch immer annehme, dass man damit überhaupt gar nichts messen kann, vor allem, weil sie eigentlich immer im Schatten steht! ;-) (Nikkor AI 35mm, 1/500s, f/2.) Auch das ist ein Motiv, dass ich immer wieder fotografiere, und jedes Mal ist das Ergebnis besonders. An diesem hellen Sommertag ist es das Bokeh im Hintergrund, das mich besonders fasziniert. Leider ist das eigentliche Motiv etwas kontrastarm und sticht trotzdem nicht so stark hervor, wie ich es mit wünschen würde. Hm, ich hätte vielleicht etwas von meinem Trinkwasser opfern sollen, um das Teil nass zu machen, dann wäre es dunkler geworden...

Das Bild, auf das ich besonders stolz bin - weshalb es auch diese riesigen Ausmaße im Artikel einnimmt -, folgt als nächstes: Die Schnecke am Baum! (Nikkor AI 200mm, 1/250s, f/4.) Die Belichtungsmessung war hier kein Problem, denn ich habe das exakt gleiche Bild auch mit der Digitalen gemacht! Da hat mir die Punktmessung auf das Schneckenhaus die perfekte Belichtung vorgegeben. In s/w und auf Film gefällt es mir jedoch glaube ich noch fast besser! Definitiv das beste Bild auf der Rolle: Die Struktur der Rinde, die leicht in der Sonne glänzenden Spinnweben-Fäden, das kaum wahrnehmbare Bokeh im Hintergrund... Perfekt.


Aber irgendwann muss man ja auch mal wieder heim fahren und auf dem Weg habe ich dann mal wieder die St. Martinus Kirche an der Autobahn in Niederpleis fotografiert. (Nikkor AF-S 50mm G, 1/1500s, f/5,6.) Hier komme ich ja öfter vorbei und fotografiere diese kleine Kirche eigentlich viel zu selten. Leider steht sie auch sehr eingerahmt von modernen Häusern, das macht das Motiv leider etwas kauptt, aber an diesem sonnigen Tag habe ich mich, wie man sieht, mehr auf den Himmel über der Kirche konzentriert.


Aus der Nähe sieht die Kirche jedoch sehr viel interessanter aus. (Nikkor AI 35mm, 1/500s, f/5,6.) Mit dem Friedhof im Vordergrund und dem kleinen Wäldchen dahinter macht die so richtig was her, finde ich. Leider auch etwas schief. Man merkt, dieser Kamera fehlen vielleicht ein paar Striche im Sucher.

Auf dem Heimweg bin ich dann auch an der üblichen Stelle am Siegwehr vorbei gekommen, wo diese Melonenschale herum lag und vor sich hin gammelte. (Nikkor AF-S 50mm G, 1/500s, f/5,6.) Sieht schon ziemlich außerirdisch aus, selbst ohne Farbe. Als ich den Film gegen das Licht gehalten habe, hab ich erstmal nicht kapiert, was das darstellen sollte. ;-) Interessante Nahaufnahme, jedenfalls.

An der gleichen Stelle habe ich dann noch das Mühlengrabeneinlaufwehr mit genommen. (Nikkor AI 200mm, 1/500s, f/5,6.) Auch ein sehr interessantes Bild, mit dem hell-schäumenden Wasserfall davor und dem dunklen Baumdickicht dahinter. Auch dieses Bild gefällt mit ziemlich gut.


Und weil am Ende noch ein Bild über war, habe ich das Windspiel im Garten noch mal wieder fotografiert. (Nikon Lens Series E 135mm, 1/180s, f/4.) Krasses Bokeh im Hintergrund, schöne Highlights, krasse Schärfe, viel Kontrast: Gefällt mir gut. Nicht so schön ist der Bildausschnitt, hatte was tiefer zielen sollen. Aber insgesamt trotzdem ganz gut, dafür dass es sich um diese nervige Klingelingspielerei handelt! ;-)

Nächstes Mal: Öhm, ich hab gerade keine Ahnung, die s/w-Pipeline ist tatsächlich mal wieder leer. Aber es kommen demnächst mal Farbfotos aus der Rheinaue, das kann ich sagen! Die sind während des Juli-Trekdinners entstanden und auch ganz nett geworden.

Lohmarer Wald

Heute Abend mal eben so 13.000 Schritte durch den Wald gemacht. Muss ja auch mal wieder sein, frische Luft und so. Solange es nicht regnet... Dabei mal wieder ein paar nette Fotos eingefangen, auch wenn das Wetter eher bescheiden war. Nicht genug Licht. Daher alles etwas schattig geworden.


Aber Hauptsache, ich habe überhaupt ein paar Bilder, die man hier rein stellen kann. Vor allem waren wir auch schon sehr lange nicht mehr zu Fuß im Lohmarer Wald. Das letzte Mal war ich vor etwa einem Monat hier mit dem Fahrrad, auf einer dieser tödlichen 35-Kilomater-Torturen...


Witzig war vor allem dieser Köter, der die ganze Zeit mit seinem Ball gespielt hat und dabei den Tümpel unsicher gemacht hat. Will nicht wissen, wie der heute Abend wohl müffeln mag. Nasser Hund, wahrscheinlich. ;-)

Am nächsten See gab es auch nur eine einzige Ente und ein einziger Reiher zu sehen. Sonst gab es hier mal mehr Viecher. Immerhin habe ich ein paar schöne Bilder von der Ente machen können. Das Wasser war heute besonders schwarz und moorig, da sticht die besonders hervor.


Und wie immer habe ich versucht, einen der diversen Käfer zu fotografieren. Heute mal wieder mit dem 35mm. Ausnahmsweise ist der sogar fast scharf. ;-)

So, und jetzt bin ich schon wieder total platt. Nach einer erfrischenden Dusche werde ich dann auch wohl sofort ins Bett fallen...

Viehzeugs an Sieg und See

Bei miesem Wetter heute noch mal ein paar Kilometer Rad gefahren. Muss auch mal wieder sein, aber viel Zeit hatte ich dafür heute nicht. Deswegen nur nachmittags. Viele Wolken machten das Fotografieren etwas schwerer, denn ich habe hauptsächlich Viehzeugs vor die Linse genommen, bei dem tatsächlich sogar ich ein oder zwei Stufen abblende. ;-)

Der erste Halt war am Allner See, an dem die Nilgänse heute etwas scheuer waren als sonst und flüchtend vor mir weg schwammen. Weiß nicht, warum die so hektisch waren, aber mit dem 200mm habe ich sie trotzdem noch etwas näher ran holen können, insbesondere wenn ich dann noch ein bisschen aus der Mitte heraus ausschneide.


Nebenbei saßen dann noch ein paar Stockenten im Schatten, was die Sache noch schwerer machte. Aber Enten habe ich ja eh schon genug ins Internet befördert! ;-)

Danach dann noch bei der Sieglinden-Brücke gestoppt, denn dort standen die Kühe heute besonders praktisch im Windschatten hinter den Büschen und wiederkäuten. Ich nehme zumindest an, dass es am Windschatten lag, dass die sich da versammelt hatten; es blies nämliche eine echt steife Brise durchs Siegtal.


Eigentlich habe ich ja auch mittlerweile genügend Kühe im Internet, aber wenn die einen so niedlich ansabbern, da kann man doch nicht einfach vorbei fahren! ;-) Niedlich, jedenfalls.


So, und jetzt mache ich noch schnell die Augen zu und schlafe, denn es ist schon spät! Mal sehen, was ich morgen noch so finde, um es hier rein zu stellen...

Schwarz-weiß und analog, Teil 105: Hennef Stadt

Film: Fomapan 100 #23, Kamera: Nikon F50, Juni 2021

Navigation: 103, 104, 105, 106

Wieder ein Tag, an dem ich zu nichts gekommen bin und ich deswegen einen Eintrag aus der Pipeline hole, der schon seit Längerem fertig herum liegt und auch nicht frischer wird. Immerhin hat es heute praktisch den ganzen Tag geregnet, insofern habe ich auch nicht viel verpasst.

Das Besondere am heutigen Eintrag ist die Tatsache, dass ich nur das Nikkor AF-S 50mm G auf der F50 hatte. Das heißt: Alle Bilder sind mit der sehr kurzen und gewöhnungsbedürftigen Fokusskala manuell scharf gestellt, aber im Gegenzug bekommen wir das modernste und wahrscheinlich auch schärfste Glas, das ich in meinem Arsenal habe. Und ich kann auch mal was anderes als Offenblende mit diesem Objektiv auf Film testen.

Fangen wir also an mit der Figur mit Herz, die am Ende der Talstraße auf den Sichtschutz hinterm Zaun gemalt ist. (1/500s, f/4.) Das mit der Schärfe sieht man hier bereits auf den ersten Blick: Die einzelnen Gewebefäden sind so scharf, dass sie ruhig noch doppelt oder dreimal so weit weg sein könnten und sie würden trotzdem noch aufgelöst werden. Der Kontrast bei diesem von hinten beleuchteten Motiv ist auch extrem gut, ich hatte nämlich so meine Zweifel, dass dieser relativ geringe Kontrast der Figur überhaupt nachher auf dem Film zu erkennen wäre. Und die Kamera hat auch brav eine sehr gut passende Belichtung zu meinen vorgewählten f/4 raus gesucht. Insgesamt ein erstaunlich gutes Bild, dafür dass da eigentlich nichts drauf ist, was irgendwie interessant wäre.


Ähnlich sieht es mit dem Batterrieraum hinterm Bahnhof aus. (1/250s, f/4.) Wenn ich es nicht wieder verbockt hätte und die Kamera ein wenig gerade gehalten hätte, würden wir hier nur gerade, scharfe und extrem kontrastreiche Linien sehen. Der Foma-Film kann mit diesem Objektiv tatsächlich mal zeigen, wie scharf er sein kann! Die Kombination dieses hochmodernen Objektivs mit dieser doch relativ billigen und alten Kamera, die nicht mal den Autofokus-Motor steuern kann, ist schon erstaunlich. Da könnte man fast zu einem dieser seltsamen Zeitgenossen werden, die immer behaupten, dass es praktisch nur aufs Glas und kaum auf das verwendete Body ankommt. Was ich aber persönlich eher aus diesen Bildern lese: Das 50mm G, das mir auf der D610 manchmal etwas zu steril und überkorrigiert wirkt, gefällt mir mit s/w-Film tatsächlich fast besser! Die klaren, scharfen Kontraste, die Sterilität ohne sichtbare Fehler, das gibt gerade solchen Beton-Architektur-Bildern etwas, was ich bei den anderen Objektiven noch nicht so gesehen habe. Das 50mm E-Serien-Objektiv kommt dem glaube ich am nächsten, vor allem wegen der Brennweite.

Dann man ein ganz verrückter Test: Die Flasche oben auf dem Kreuz auf dem Marktplatz. (1/2000s (Hi), f/2.) Habe hier extra die Blende fast ganz auf gelassen und so die Überbelichtung in Kauf genommen, um den Baum im Hintergrund unscharf zu bekommen. Dadurch ist das eigentliche Motiv auch etwas unscharf, aber das liegt wahrscheinlich eher daran, dass ich es nicht ganz genau getroffen habe. Das Ergebnis dieses Experiments sieht witzig aus und zeigt mir zugleich, dass die minimale Belichtungszeit, die die Kamera unterstützt, tatsächlich auch funktioniert! ;-)


Die Straße runter neben dem Sportgeschäft habe ich dann noch einen Jesus am Kreuz gefunden und fotografiert. (1/500s, f/2,8.) Gut, der ist jetzt nicht wirklich neu, der war auch schon mal hier im Blog, aber das ist schon etwas länger her und aus einem ganz anderen Winkel. Heute ist er ein bisschen dunkel geraten, der Belichtungsmesser hat sich zu sehr auf den hellen Himmel konzentriert. Erkennbar sind die Details im Dunkeln trotzdem noch immer. Insgesamt gefällt mir auch hier die Kombination aus Objektiv und Kamera ganz gut.

Auf dem Heimweg habe ich dann noch durch den Zaun hindurch - deswegen der etwas lasche Kontrast und der helle Streifen rechts - die ausgemusterten Gehwägelchen und Rollstühle fotografiert, die da vor sich hin gammeln. (1/2000s, f/2.) Frage mich, ob die wirklich alle kaputt sind oder ob die nur keiner mehr haben will, dass die da den Elementen ausgesetzt vor sich hin rotten. Als Motiv machen sie sich aber recht gut. Auch hier, in dieser eher schwierigen Belichtungssituation, muss ich sagen, hat die Kamera eigentlich relativ gut reagiert. Der fehlende Kontrast ist halt durch die Zaun-Streben bedingt, da kann die auch nicht viel machen.


Ganz zum Schluss dann noch das Boot vor der Werkshalle in Geisbach. Etwas schief, aber dafür sehr scharf und sehr Kontrastreich, mit hübschen Reflexionen an der Seite. Wenn es gerade wäre, wäre es ein sehr gutes Bild. So ist es auch nicht schlecht, aber ich müsste mir das Original mal her nehmen und ein bisschen dran drehen. ;-)

Kurzes Fazit: Das 300€ Nikkor AF-S 50mm G funktioniert - bis auf den fehlenden Autofokus - ganz hervorragend an einer alten, 20€ Nikon F50! ;-) Den fehlenden Autofokus habe ich weniger vermisst, als ich gedacht hätte; selbst mit dem etwas unterentwickelten Fokusring des 50mm G konnte ich eigentlich alles scharf stellen. Und dadurch, dass beide Partner dieser seltsamen Allianz praktisch komplett aus Plastik bestehen, sind sie zusammen eigentlich der perfekte Begleiter beim Radfahren, was das Gewicht angeht. Von der Stoßfestigkeit hätte ich auf die Dauer allerdings meine Zweifel! ;-)

Nächstes Mal: 13 Bilder von der Fahrradtour übern Berg nach Niederpleis und zurück durchs Siegtal.