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Schwarz-weiß und analog, Teil 200: Viehzeug rund um Kurenbach, Söven und im Rosental

Fomapan 200 #2, Oktober 2022
  • Olympus OM-2 SP, Olympus Zuiko MC Auto-S 1:1.8 f=50mm, Olympus OM-System E. Zuiko Auto-T 1:3.5 f=135mm, Auto Makinon 1:2.8 f=28mm
  • Entwicklung: Adonal 1+50, 9:00 Minuten bei 20,5°C, Adofix Plus 1+5 (2. Benutzung), 3:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Jubiläums-Artikel! Nummer 200! Man, hab ich viele s/w-Fotos gemacht! ;-)

Das schöne an den Olympus-Kameras - selbst wenn es sich um eines der "großen" Modelle wie die OM-2 handelt - ist, dass sie einigermaßen klein und leicht sind. Deshalb kann man sie auch gerne mal mit auf einen der diversen Spazoergänge mit nehmen, die wir während der Corona-Zeit angefangen haben, weil die Leute alle ihre neuen Hunde quer über den Fahrradweg gespannt haben, weshalb man nicht mehr so unproblematisch wie früher mal eben eine Radtour machen kann. (Wollte das noch mal erwähnen!;-) Wobei ich mir fest vorgenommen habe, dass ich, sobald das Wetter wieder mehr auf Frühling umschlägt, mal wieder ein bisschen mehr Rad fahren muss.) Jedenfalls sind mir auf diesem Spaziergang rund um den Hausberg einige Viecher untergekommen, die ich doch gerne mal in s/w mitgenommen habe. Man kann nie genug Fotos von Viehzeugs haben! ;-)

Wobei da auch einiges an Grünzeug dabei ist, so fangen wir diesen Artikel auch gleich mal mit einem Blick unter die Bätter eines kleinen Bäumchens an, wo wir diverse pralle Früchte finden, die ich nicht genau identifizieren möchte, weil ich viel zu wenig Ahnung davon habe. (50mm, 1/250s, f/4.) Der Dateiname behauptet, dass es Reneclauden wären, aber ich möchte bei dieser Gelegenheit mein früheres Selbst stark anzweifeln. Wahrscheinlich sind das einfach nur ein paar schnöde Holzäpfelchen! ;-) Was auch immer es ist, es ist ein bisschen unterbelichtet... nee, Moment, mein Notebook-Display ist nur auf 25% gedimmt! :-D Soo, jetzt sieht das gleich viel besser aus! Da sieht man mal wieder, wie stark das Seherlebnis von der verwendeten Hardware abhängt.

Das nächste Bild enthält eine Landmaschine und ihren Operator. (135mm, 1/1000s, f/5,6.) Mit dem relativ kleinen Portrait-Tele konnte ich diese Szene leider nicht näher ran holen, was aber auch ganz gut ist, denn so muss ich den Herrn auch nicht extra unkenntlich machen, denn die Filmauflösung reicht glaube ich nicht aus, um ihn von irgendeiner automatisierten AI erkennen zu lassen. Wobei man ja heutzutage eigentlich bei sowas gar nicht mehr so wirklich sicher sein kann, das entwickelt sich ja erschreckend schnell. (Ich weiß gar nicht, warum ich diese Artikel noch selber schreibe und die nicht von diesem Chat-Dings verfassen lasse! Ach ja, stimmt, weil das Ding ständig überlastet ist.) Jedenfalls. Wo war ich? Das Foto ist durch die Aufteilung immerhin mäßig interessant. Eine größere Brennweite hätte definitiv geholfen.


Interessanterweise sehen die Schafe auf der Weide mit den Masten im Hintergrund bei gleicher Brennweite sehr viel besser aus, obwohl die noch weiter weg sind. (135mm, 1/1000s, f/8.) Und erstaunlich, wie viele Details auf diese Entfernung noch auszumachen sind. Vor allem, dass viele dieser eigentlich dunklen Schafe weiße Söckchen an haben! Niedlich! Schönes Bild, mit dem Kontrast zwischen ländlicher Idylle und den fachwerkartigen Strommasten im Hintergrund.

Ansonsten lagen auf dem Feldweg, auf dem ich da in diesem Moment stand, noch diese Betonrohre rum, die ich dann mal weitwinklig festgehalten habe. (28mm, 1/1000s, f/2,8.) Das oben am Rand ist übrigens meine Hand: Ich habe keine Sonnenblende für das Makinon, da muss ich manchmal improvisieren und dann passiert es schon mal, dass ich meine eigenen Flossen fotografiere! ;-) Wie immer bin ich fasziniert von der Tatsache, dass dieses extrem günstige Objektiv auch weit offen sehr scharfe Bilder liefert, wie man an den Strukturen auf dem Beton erkennen kann. Außerdem produziert es bei solch kurzen Entfernungen auch ein ganz annehmbares Bokeh im Hintergrund, trotz der Tatsache, dass es sich um ein Weitwinkel handelt. Wenn das Bild jetzt noch gerade wäre...

Kommen wir jetzt zu zwei Fotos vom Esel, der uns entgegen gelaufen kam. (Beide 135mm, 1/1000s. Blende beim ersten ca. f/4, beim zweiten f/5,6.) Leider ist das erste unscharf, was ich aber direkt gemerkt hatte und daher das zweite gemacht habe. Kommt in den besten Familien vor, dass man den Fokus total versaut! Ich hätte dieses Bild jetzt natürlich auch einfach unter den Tisch fallen lassen können, aber ich finde es wichtig, dass man auch mal die Fehlschüsse vorstellt. Erstens sind wir alle nicht perfekt und zweitens sollte einen so ein kleiner Unfall niemals entmutigen, es nicht beim nächsten Mal einfach besser zu machen! Also, an alle Leute, die Angst haben, sich zu blamieren, weil sie zum ersten Mal eine Kamera ohne Autofokus in den Händen halten: Scheiß drauf, was die anderen denken, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und selbst erfahrene Fotografen haben einfach mal einen Aussetzer! ;-)


In diesem Fall kommt die Unschärfe hauptsächlich daher, dass das ein echter Schnappschuss war: Esel gesehen, Kamera vors Auge, abgedrückt! Habe nicht mal die Blende richtig eingestellt und nachher erst gemerkt, dass die irgendwo zwischen offen und f/5,6 rumhing. Manchmal ist das Hirn dann halt doch in der Autofokus-Automatik-Welt gefangen und bei dieser Brennweite ist eine leichte Fehlfokussierung bereits fatal. Das zweite ist jedoch perfekt scharf und der Esel steht auch viel mehr in der Sonne. Leider aber auch direkt am Zaun, was ich eigentlich nicht wollte. Andererseits gibt dieser dem Bild weitere Tiefe, da er sich hervorragend gegen den unscharfen Hintergrund abhebt. Schönes Foto. Einzig, im Nachhinein hätte ich es vielleicht hochkant gemacht und so noch ein bisschen Himmel als weitere Tiefenebene mitgenommen. Geht aber auch so.

Es folgt eine Flasche im Felde umgeben von Flares. (135mm, 1/1000s, f/5,6.) Hui, das sind viele f-Laute für einen Satz! ;-) Aber diese leere und label-lose, im Original blaue Schnappverschluss-Bierflasche zwischen den frisch aufgebrochenen Erdbrocken fand ich schon sehr spannend, wie sich das Licht darin bricht, wie drumherum das Blendlicht flaret. Ziemlich gut gelungen. Und dass sie blau war, erkennt man praktisch gar nicht mehr. Sieht eigentlich aus wie Weißglas. Da sieht man wieder, wie unterschiedlich der Foma auf bestimmte Wellenlängen reagiert; eine Braunglasflasche wäre sicherlich sehr viel dunkler raus gekommen.

Etwas langweiliger ist da vielleicht der Griff des Stromkastens auf dem nächsten Bild. (50mm, 1/1000s, f/4.) Warum hatte ich da das 50er und nicht das Weitwinkel genommen? Hm. Kann mich nicht erinnern. Das wäre sicherlich auch eine Möglichkeit gewesen. Trotzdem ist es technisch ein brauchbares Bild geworden. Nur halt weniger spannend, als ich es gehofft hatte.


Schafe hingegen sind immer spannend! (135mm, 1/1000s, f/8.) Oben am Rand kann man sehen, dass ich bei diesem Film wieder mit dem Einspulen gekämpft habe, da habe ich wohl mit angstschweißfeuchten Fingern die Emulsion berührt und ein paar Flecken hinterlassen. Der kleine schwarze Fleck über dem rechten Schaf ist allerdings ein Insekt, das gehört so! ;-) Insgesamt ein sehr schönes Bild eines ländlichen Idylls. (Da hab ich diese beiden Wörter gleich zwei Mal in einem Artikel verwendet, Wahnsinn!) Die Schafe zwischen den herbstlichen Blumen sind aber schon wirklich sehr klischeehaft, dass müsst ihr schon zugeben, oder? ;-)

Nach Schafen kommen Rinder, zumindest wenn man den Rückweg durchs Rosental nimmt, wo einem regelmäßig die Jungbullen auflauern, die demnächst in den Hamburger kommen! ;-) (50mm, wahrscheinlich 1/1000s, f/5,6.) Auch dieses Bild war ein Schnappschuss, dieses Mal hat es mit der Entfernung aber besser geklappt, da bin ich schon ein bisschen stolz auf mich. Der kam nämlich extrem flott auf uns zugerannt, die Herde war gerade irgendwie in heller Aufregung. Auch dass das Bild leicht schief ist, stört mich dieses Mal gar nicht, ganz im Gegenteil verleiht es der Szene eine gewisse Dynamik, die die eingefrorene Bewegung des Tiers noch verstärkt. Deshalb, Danke 27293, dass ich dieses sehr gute Foto von Ihnen machen durfte! :-D


Und zu guter Letzt, es geht auch anders, nämlich total gechillt. (135mm, 1/1000s, f/5,6.) Oder sind Holsteiner grundsätzlich ruhiger und lassen sich nicht so schnell stressen? Wie auch immer, ich mag Kühe. Und auf diesem Bild kommt das Fell wirklich sehr schön raus. Gefällt mir sehr gut, wie das Tier da steht und die letzten Strahlen einer untergehenden Herbstsonne tankt. Fast schon perfekt. (Ich will jetzt nicht wieder das in diesem Artikel bereits etwas überstrapazierte Wort "Idyll" auspacken.) ;-)

Nächstes Mal: Ein kleiner Ausflug zum Krewelshof, irgendwo im Niemandsland zwischen Lohmar und Rösrath.

Schwarz-weiß und analog, Teil 199: Blick aus der Wahner Heide auf den Flughafen

Fomapan 200 #2, Oktober 2022
  • Olympus OM-2 SP, Olympus Zuiko MC Auto-S 1:1.8 f=50mm, Olympus OM-System E. Zuiko Auto-T 1:3.5 f=135mm, Auto Makinon 1:2.8 f=28mm
  • Entwicklung: Adonal 1+50, 9:00 Minuten bei 20,5°C, Adofix Plus 1+5 (2. Benutzung), 3:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Der zweite Film, den ich selber entwickelt habe, war ebenfalls ein Fomapan 200. Ich habe mir gedacht, dass ich da am Besten dranbleibe, einfach weiter mit dem gleichen Material üben. Außerdem war das Herbstwetter danach. (Habe eh den Eindruck, dass ich den 200er fast lieber mag als die anderen beiden Geschwindigkeiten, da er sich universeller einsetzen lässt. Wobei die 100- und 400er natürlich auch ihre Daseinsberechtigung haben, aber wenn man nicht ganz sicher ist, wie das Wetter die kommenden Tage wird, kann es hilfreich sein, genau in der Mitte dazwischen zu liegen, was die Empfindlichkeit angeht.)

Aber zu den Fotos: Als erstes habe ich da das Foto, von dem ich gedacht habe, dass es eh nichts wird, nämlich unsere Lampe im Büro! :-D (Unbekannte Belichtungswerte. Ach?! ;-)) Erstaunlich, wie gut sich die einzelnen Haare des Filzes am Patronenschlitz abzeichnen. Habe ich so auch noch nie gesehen. Ansonsten ist das Bild natürlich total überflüssig, aber ich habe es einfach mal mit hier in den Artikel aufgenommen, weil. Irgendwie hat es was ungewollt künstlerisches, finde ich. ;-)


Dann aber ging es ab in die Heide, wo uns als erstes mal diese Mütze auf einem Wanderwegwegweiser begrüßt hat. (135mm, 1/250s, f/5,6.) Warum der Film am Anfang so verkratzt aussieht und so viele Fusseln drauf hat, weiß ich beim besten Willen auch nicht, aber ich nehme an, dass ich einfach mal wieder auf dem Bereich fotografiert habe, der noch gar nicht für Fotos vorgesehen war. Immerhin habe ich 40 Bilder auf den 36er Film bekommen! ;-) Naja, egal. Das Bild jedenfalls sieht vom Motiv her ganz OK aus. Ich mein, ist jetzt nichts überragendes, einfach eine dieser diversen Mützen, die man bei jeder Wanderung durch den Wald zu Gesicht bekommt. Weiß ja auch nicht, warum die Leute ständig ihre Klamotten verlieren. ;-) Das 135mm macht jedenfalls ein sehr hübsches Bokeh in den Hintergrund, obwohl ich schon recht weit, für meine Verhältnisse, abgeblendet habe. Das 135er Zuiko hat ja leider keinen Klick bei f/4. Die Belichtung und Entwicklung scheinen soweit ansonsten OK zu sein.

Dann kamen wir an der alten stillgelegten Ampel an der ehemaligen Flughafenausfahrt vorbei. (135mm, 1/250s, f/3,5.) Die wird ja nicht mehr benutzt, seit da das Parkhaus neu gebaut worden ist. Also, "neu", vor 10 oder 20 Jahren, oder wie lang steht das da jetzt schon? Die Ampel steht da jedenfalls noch immer und bewacht eine nicht mehr existente Ausfahrt. Witzig ist vor allem, dass da auch noch die Bewegunsmelder-Kameradinger mit dran sind, die kann man doch sicher noch irgendwo produktiv verwenden, statt die da im Nichts vergammeln zu lassen. Überhaupt, angeblich kostet so eine Ampelanlage doch so viel. Naja, aber ich nehme an, die deutsche Bürokratie besagt, dass man die nicht einfach so abbauen kann, nur weil die Straße nicht mehr befahren werden kann. Wo kämen wir da hin?! ;-) Witziges Bild, insofern jedenfalls.


Auf dem Rückweg in den Wald haben wir dann diesen Birkenpilz gefunden. (50mm, 1/250s, f/4.) Noch immer sehr staubig. Warum habe ich den Film eigentlich nicht ein bisschen in der Post gesäubert? Hätte ich ja mal machen können, echt ehrlich. Faul, faul, faul! ;-) Hübsches, kontrastreiches Bild, schön nach Dritteln unterteilt und mit einem netten Bokeh im Hintergrund, bei dem die Blendensechsecke sich ganz gut machen. Vielleicht was dunkel. Ansonsten OK.

Über den Hügel, über den Zaun hinweg, konnte man die Schwanzflosse dieses Jets sehen und eine Leiter, die ins Nichts führt. (135mm, 1/1000s, f/11.) Hier kann man dann sehen, dass ISO 200 doch schon recht schnell sind und mir an den älteren Kameras dann immer die Belichtungszeiten ausgehen. f/11 benutze ich ja sonst praktisch nie! Trifft sich hier aber ganz gut, denn so sind Leiter und Leitwerk beide scharf, obwohl sie - für die 135mm Brennweite zumindest - doch einigermaßen weit auseinander standen. Nur der Stacheldraht ist erwartungsgemäß unscharf. Die Wirkung des Bildes ist hingegen ein bisschen zwiespältig. Ich glaube, es ist einfach ein bisschen vollgeladen, vielleicht stört mich das so. Weiß nicht, wieder einer dieser Fälle, bei denen ich nicht sagen kann, was mich eigentlich genau stört. Was nicht gut ist, weil ich den Fehler dann beim nächsten Mal auch nicht vermeiden kann.


Die Enteisungsfahrzeuge hingegen finde ich schon ziemlich Klasse. (50mm, 1/1000s, f/8.) Außerdem lassen die Fusseln vom Anfang des Films langsam nach, sodass das Bild auch von der allgemeinen Qualität her besser ist. Ich glaube fast, da war einfach Dreck in der Kamera drin, den der Film am Anfang mit aufgesammelt hat. Ansonsten ein gutes Foto. Die drohenden Wolken über der Szenerie finde ich sehr passend. Auch dass man die drei Fahrzeuge alle aus einer leicht anderen Perspektive zu sehen bekommt, finde ich gut. Seltsam finde ich nur, dass die beiden Volvos irgendwie deutlich moderner wirken als der Benz, aber die kleinere Nummer haben. Hm, das gehört wahrscheinlich wieder zu diesen Dingen, die nur mich stören! ;-)

Am Ende der Landebahn steht - noch hinter dem Absperrzaun - dieser Container mit einer Sendeantenne. (135mm, 1/1000s, f/8.) Ich nehme an, dass hier das Glide Slope Signal ausgesendet wird? Wie heißt das auf Deutsch? Keine Ahnung. Ansonsten: Auf dem Bild ist zu viel Rasen. Der ist langweilig. Mehr Himmel wäre besser gewesen. Hochkant ist ansonsten OK.


Und dann gab es mal wieder Eichenlaub. (28mm, 1/1000s, f/4.) Habe hier mal kurz aufs Weitwinkel gewechselt, denn so habe ich mehr vom unscharfen Zaun in den Hintergrund bekommen. Ist eigentlich ganz gut geworden, oder? Wie man sieht, habe ich auch bei diesem Film noch ein bisschen mit der Einspulung gehadert: Oben ist die Emulsion ein bisschen verkratzt.

Und dann noch ein paar Flugzeuge, schließlich waren wir am Flughafen, wie man im Hintergrund sieht. (135mm, 1/1000s, f/8.) Schickes Foto mit vielen drohenden Wolken. Ansonsten siehts ein bisschen nach einem Touristen-Shot aus. "Oh, guck mal, Flugzeuge!" Oder so ähnlich. ;-)

Landende Flugzeuge sind da schon ein bisschen spannender. (28mm, 1/1000s, f/8.) Leider ist das schon ein bisschen weit weg gewesen für das Weitwinkel, ich hatte eigentlich vor gehabt, den Flieger zu erwischen, wie er noch oberhalb des Stacheldrahts herumlungert. Das hatte aber aus irgendeinem nicht geklappt. Geht aber auch so. Da kriegt man gleich noch mehr Fernweh, wenn das Flugzeug einem so weit weg erscheint. ;-)


Während des Landeanflugs sahen die ankommenden Flieger eigentlich sogar noch besser aus, weil sie von der Sonne schön angeleuchtet wurden und somit viel kontrastreicher aussehen. (135mm, 1/500s, f/11.) Gegen den relativ einheitlichen, dunkel wolkenverhangenen Himmel poppt das richtig gut aus dem Bild. Gutes Foto.

Dann zurück zum Auto, wofür wir den Weg durch den Wald genommen haben, als mir plötzlich mein Name ins Auge fiel. (50mm, 1/125s, f/1,8.) Ich wusste gar nicht, dass ich elf Klafter Holz bestellt hatte! :-D Mal wieder erstaunt mich die Schärfe des 50mm Zuikos bei Offenblende. Und gleichzeitig das buttercremige Bokeh im Hintergrund. Sehr interessantes Bild! Gefällt mir sehr gut.


Und am Ende, wer einen Notarzt braucht, der findet ihn hier. (50mm, 1/1000s, f/1,8.) Leider nicht ganz scharf und oben links in der Ecke hat außerdem irgendwas in die Linse hinein gebaumelt, wahrscheinlich der Umhängebändel. Schade, ansonsten wäre es ein ganz brauchbares Bild geworden. Gut, das Motiv ist jetzt auch nicht so spannend, aber man hätte was draus machen können.

Nächstes Mal: Viehzeug rund um Kurenbach, Söven und im Rosental.

Schwarz-weiß und analog, Teil 198: Sportplatz Söven

Fomapan 200 #1, September 2022
  • Minolta XG-2, Minolta MC Rokkor-PF 1:1.7 f=55mm
  • Entwicklung: Adonal 1+50, 9:00 Minute, Adofix Plus 1+5, 3 Minuten, Adoflo II 1+200
Mal wieder keine Zeit für nichts gehabt heute, also gibt es einen schönen Artikel aus der Retorte. Hmm, Torte! ;-) Nein, pfui! :-D

Kommen wir nun zum Ende des ersten Films, den ich selbst entwickelt habe. Weil ich ein bisschen ungeduldig war, wollte ich den Film schnellstmöglich voll bekommen, und so habe ich die restlichen Fotos einfach in Söven am Sportplatz verschossen. Ich glaube, ich habe hier die meisten Bilder manuell belichtet, weil ich überprüfen wollte, ob die Ladehemmungen, die ich ja schon vermutet hatte, bevor ich den Film entwickelt hatte, vielleicht vom Automatik-Modus herrühren, nämlich dass die Belichtungsmessung noch läuft, wenn der Spiegel schon hoch geklappt ist und die Kamera dann versucht, die längste mögliche Zeit zu belichten, also irgendwie so um die 4 bis 8 Sekunden, oder was ist das an dem Modell? Habe im manuellen Modus jedenfalls keine Probleme bemerkt.

Das erste Bild zeigt den Unterstand für die Auswechselspieler oder für die Leichtathleten. (1/1000s, f/4.) Also zumindest denke ich, dass es das ist. Sieht ein bisschen aus wie eine alte Bushaltestelle, was ich ein bisschen witzig finde, direkt da an der Laufbahn. Als ob da irgendwann ein Bus käme! ;-) Jedenfalls kann man gut den Schattenwurf sehen, die Abstufungen im Grau sind ausreichend gut, sowohl im Schatten als auch in der prallen Sonne - an den Belichtungsdaten kann man gut sehen, dass es ein sonniger Herbsttag war, im Gegensatz zum letzten Artikel. Ansonsten: Finde ich das Bild gut? Geht. Ist jetzt nicht überragend, aber ich finde doch, dass dieser etwas abgeranzte Unterstand mit seinen Graffiti und der Werbung ganz gut mit den Bäumen und der Absperrung im Hintergrund kontrastiert.


Die Bandenwerbung an der Umkleide habe ich dann auch gleich mitgenommen. (1/1000s, f/4.) Da gefiel mir das Bild davor aber irgendwie besser. Dieses hier hat zu viele dunkle Flächen. Schärfe ist aber OK, das Masken-Schild zB ist durchaus erkennbar. Die Schrift ist aufgrund des fehlenden Kontrasts und der Filmkörnung jedoch nicht wirklich lesbar, auch nicht im Originalscan.

Das Bild mit den Pilzen hat wieder diesen einen Kratzer, der mir ständig begegnet. (1/500s, f/4.) Da muss ich mal schauen, ob ich was Ähnliches auch auf den Kentmeres habe, dann liegt es vielleicht doch an mir - oder ob ich der Firma Foma die Schuld geben kann. Das Bild ist insgesamt sehr hell geworden und hat ein wenig an Kontrast verloren. Eine Blende schneller wäre durchaus drin gewesen. Ansonsten gefällt es mir ganz gut. Nicht überragend, aber gut.

Besser ist da der Pfosten des Tors und das darin verschlungene Netz mit seinen Schatten. (1/250s, f/11.) Habe hier mal richtig weit abgeblendet, um auf die kurze Entfernung richtig viel Schärfe hin zu bekommen. Das Ergebnis ist eine interessante Mischung aus Schärfe und Unschärfe, die mir sehr gut gefällt. Insgesamt ein sehr künstlerisches Foto, glaube ich. Ich kenn mich da ja nicht so aus und ich habe gelernt, dass das, was mir gefällt, nicht unbedingt dem Geschmack der Boheme entspricht! ;-)


Hin und wieder muss ich auch mit einem s/w-Film mal Grünzeug fotografieren, zB diese Eichel, die am Parkplatz in der prallen Sonne hing. (1/1000s, f/5,6.) Dass man auf Film sogar die feinen Blattadern sehen kann, ja beinahe sogar die Zellstruktur, das kommt auch nicht so häufig vor. Das kenne ich eher von meinen Digitalfotos, bei denen ich zusätzlich noch die Nahlinse aufgesetzt habe. Diese dicken, prallen Eicheln machen jedenfalls echt was her, wie sie da vor den Blendenbällchen im Bokeh herum hängen. Leider sind die nicht so klar definiert, wie ich sie gerne hätte - es war dann doch zu hell im Hintergrund und zu unruhig, Ansonsten ein schönes Bild, dem die Farbe kaum fehlt.

Wenn wir jetzt zum Ende des Films kommen, kann man sehen, dass ich ein bisschen viel Netzmittel in der letzten Spülung hatte: Da sind Streifen neben dem Flutlicht. (1/750s, f/5,6.) Mit dem Problem kämpfe ich ehrlich gesagt noch immer: Zu viel und ich bekomme Seifenstreifen, zu wenig und ich bekomme Kalkflecken. Ich muss mir wohl doch so einen bösen Filmabstreifer zulegen, mit dem man angeblich seine Negative professionell verkratzen kann, behauptet das Internet! ;-) Zum Bild: Ganz gut geworden, finde ich. Baum und Flutlicht harmonieren ganz OK. Und die Streifen im Himmel könnten genauso gut Chemtrails sein! :-D


Zum Ende noch ein bisschen Natur: Rote Beeren im Sonnenschein. (1/500s, f/8.) Da ist ein Streifen im Bild, der vom Scanner kommt, da muss während des Scannens ein Stäubchen auf den CCD gefallen sein. Das fiel mir dann aber erst bei der Nachbearbeitung auf und da hatte ich keinen Bock, das noch mal zu scannen. Geht auch so, in den anderen Bildern ist das gar nicht aufgefallen. Erst hier ist der Himmel so hell, dass man es sieht. Das Bild gefällt ansonsten ganz gut - viel Licht, etwas Schatten für den Kontrast, saftige Beeren, scharfe Blätter: OK.

Fazit: Das Rokkor ist schweinescharf und macht tolle Bilder. Inspirierend, damit zu arbeiten. Und selber Entwickeln ist viel weniger schwer, als ich es gedacht hätte, wenn man sich erst mal ein bisschen Routine erarbeitet hat. Besonders das Einfädeln und Aufspulen des Films auf die Entwicklerspule, das braucht Übung! (Habe festgestellt, dass es einfacher geht, wenn man die Ecken des Films nur ein ganz kleines bisschen im 45°-Winkel abschneidet, statt wie in der Anleitung beschrieben sie ganz abzurunden. Ist vielleicht eine Eigenheit des Patterson-Tanks, ich muss echt mal den Jobo ausprobieren, den ich auf dem Dachboden gefunden habe.

Schwarz-weiß und analog, Teil 197: Drevenak

Fomapan 200 #1, September 2022
  • Minolta XG-2, Minolta MC Rokkor-PF 1:1.7 f=55mm
  • Entwicklung: Adonal 1+50, 9:00 Minute, Adofix Plus 1+5, 3 Minuten, Adoflo II 1+200
Dass ich mittlerweile, wann immer ich das Haus verlasse, eine alte analoge Kamera mit nehme, in der ein s/w-Film drin liegt, sollte bei der Schwemme an Bildern, die ich hier veröffentliche ja eigentlich klar sein. Meistens habe ich dann auch noch nebenbei die analoge Kamera dabei; ich kann einfach nicht los lassen! ;-) Es gibt dann aber auch so Tage, an denen habe ich gleich drei Kameras dabei! So auch an diesem eher durchwachsenen Herbsttag, als wir uns zur Familienfeier in den Norden Nordroheinwestfalens begaben.

Neben der D610 hatte ich meine F601 mit dem teuersten Film, den ich je gekauft habe, geladen: Einem Delta 3200. Der war für die Innenfotos gedacht; In der Kombination mit dem Nikkor 85mm hat der sehr interessante Bilder ergeben, die ich aber größtenteils nicht hier ausstellen kann, da eben Personen drauf zu sehen sind, die nicht unbedingt ins Internet gehören. Zusätzlich habe ich aber auch kurz entschlossen die Minolta eingepackt, in der eh der Foma 200 drin lag, der war für Außenaufnahmen wiederum perfekt geeignet. Und deshalb gibt es jetzt aus dem verwandtschaftlichen Garten und der Umgebung ein paar Bilder zu sehen. Leider fehlen zwischendurch ein paar, da die XG-2 ja mittendrin ein paar Ladehemmungen entwickelt hatte, von denen ich mir noch nicht so sicher bin, wo die her kommen.

Fangen wir an mit dem bepflanzten Salatsieb, das draußen an der Zufahrt steht. (1/250s, f/4.) Schön kontrastreiches Bild mit einem hervorragenden Bokeh. Das Rokkor 55mm gefällt mir in solchen Situationen sehr gut. Die Komposition ist auch ganz gut gelungen, vielleicht ein bisschen altmodisch, mit der ⅓-⅔-Aufteilung. Aber das ergibt eben ein sehr gefälliges Bild. Sehr gut.


Der Hängestuhl ist direkt um die Ecke. (Unbekannte Belichtung, vermutlich f/4 bis f/5,6.) Hier ist der Hintergrund ein bisschen hell geraten, was aber bei den Lichtverhältnissen kaum zu vermeiden war. Erstaunlich finde ich hier die recht hohe Auflösung des Foma 200, man kann auch noch die kleinsten Details in dem Geflecht erkennen. Nur auf der Sitzfläche sind wir ganz hart an der Grenze, wobei das in der herunter gerechneten 4k-Version stärker nach Moiré aussieht als im Originalscan. Gleichzeitig ist der Kontrast OK und auch die Schatten sind nicht allzu dunkel; da sind durchaus noch ein paar Blätter vor dem Mäuerchen im Schatten erkennbar. Die Kombination aus billigem Fomapan 200 und noch billigerem Adonal in 1+50 scheint also durchaus gute Ergebnisse liefern zu können.

Besonders krass kommt auch das Gerüst der alten Schaukel gegen das dunkle Gebüsch raus. (1/125s, f/5,6.) Cooler Kontrast, gute Differenzierung der Mitteltöne. Die Schatten saufen allerdings ein bisschen ab, was aber auch ein bisschen an meinem Post Processing liegt. Aber außerdem ist das Bild auch ganz hübsch anzusehen, da ist nicht viel, was ich zu bemäkeln habe. An diesem eher düsteren Herbsttag hätte ich nicht mit so stimmungsvollen Bildern gerechnet.


Den alten Kindersitz auf dem Zaun konnte ich nicht einfach so stehen lassen, ohne ihn auch abgelichtet zu haben. (1/250s, f/1,7.) Habe es mit der Offenblende und dem Bokeh hier vielleicht schon wieder ein ganz kleines Bisschen übertrieben. Aber man kann gut erkennen, wie scharf selbst weit offen das Rokkor 55 ist. Selbt in dieser 4k-Auflösung ist der Stuhl nur ganz leicht weichgezeichnet. Die Beeren oben rechts, die zufällig ebenfalls in der Fokusebene lagen, sind ein weiteres Beispiel dafür. Selbst im Originalscan wirken die noch recht scharf, die Auflösung des Films (und des Scanners) reichen an dieser Stelle nicht mehr aus, um tatsächlich ein echte Unschärfe zu sehen. Dieses Objektiv würde ich gerne mal an einer Digitalen adaptiert sehen! Ansonsten, das Motiv ist ähnlich stimmungsvoll wie bereits die Schaukel vorher. Herbsttage haben auch was für sich! ;-)

Dann noch ein Schnappschuss von den Hühnern hinten im Hof. (1/125s, f/4.) Durch das Gitter sind die nicht so besonders geworden, aber die liefen immer weg, wenn ich das Objektiv zwischen den Pinnen durch geschoben habe. Bangbuxen! Besonders der Gockel! ;-) So also nur ein eher mäßiges Foto, dessen Komposition einiges zu wünschen lässt. Schärfe und Kontrast sind in den Federn der Tiere ganz OK, Hühner haben ja leider die Angewohnheit, sich sehr ruckartig und unvorhersehbar zu bewegen. Aber selbst das Auge des Hahns im Hintergrund, der eigentlich schon nicht mehr in der Fokusebene war, ist scharf genug, dass man seinen neugierig-vorsichtigen Gesichtsausdruck hinterm Zaun erahnen kann.


Danach sind wir ein bisschen auf Cachjagd gewesen, wobei wir an diesem noch nicht abgeernteten Maisfeld vorbei kamen. Das habe ich zum Anlass genommen, mal wieder einen Kolben vor die Linse zu nehmen. (1/250s, f/4.) Auch hier bin ich wieder ganz baff von Schärfe und Kontrast. Sogar die kleinen Häärchen an den Rändern der Blättern rum um den Maiskolben herum sind noch sehr gut zu erkennen. Hätte vielleicht noch auf f/5,6 abblenden sollen, um ein bisschen mehr Tiefe ins Bild zu bekommen. Das Bokeh ist zwar nett anzusehen, aber das Motiv säuft doch recht schnell in Unschärfe ab. Andererseits wird ihm dadurch auch eine gewisse Prominenz in der Mitte des Bildes zuteil. Insgesamt also schon ein gelungenes Bild.

Zuletzt noch das Vereinsheim. Oder die Toilette? Am Sportplatz jedenfalls. (1/250s, f/4.) Hier hatte ich ein bisschen mehr erwartet, die Wirkung, die dieser alte Container mitten zwischen den Bäumen auf mich im realen Leben hatte, geht hier leider ein bisschen verloren. Vielleicht, weil die grelle Farbe heller raus gekommen ist, als ich es gedacht hätte? Die Frequency Response vom Foma ist also auch bei einem ISO 200 Film nicht ganz so, wie ich es erwarte. Ansonsten steht der Container vielleicht ein bisschen zu sehr in der MItte und ich hätte zudem mehr in die Knie gehen sollen. Weiß nicht, irgendwie ist der Wurm drin, finde ich. Keine Ahnung, kann es nicht so richtig festmachen.

Nächstes Mal: Der Sportplatz in Söven, an dem ich die restlichen Bilder verschossen habe. Waren doch noch erstaunlich viele auf der Rolle.