Winter in Lanzenbach - Testbilder mit der Sony SDC P200
10.1.: Nachdem der Akku dann erfolgreich geladen war, habe ich die 20 Jahre alte Sony DSC-P200 dann mal mit in das Schneegestöber genommen, das da am Samstag vor der Tür abging. Die Reste vom Sturmtief "Elli" drehten sich ziemlich genau über uns und es kam so eine Mischung aus nassfeuchtem Schnee und noch nicht ganz aufgetautem Regen runter. Wobei ich noch Glück hatte, als ich unterwegs war: Das war alles mehr oder weniger fest und ist dementsprechend ganz gut an meiner Jacke runter gepurzelt, statt einzuziehen und mich zu frosten. Die Impregnierung ist ja auch nicht mehr so wahnsinnig an der roten North Face Jacke. Die ist schließlich genau so alt (ungefähr) wie diese Kamera, die ich hier an diesem Tag testen wollte.
Die Voraussetzungen waren jetzt nicht die allerbesten: Der Himmel grau in grau, das leichte Schneetreiben, alles nicht so gut für kräftige, kontrastreiche Bilder. Aber dafür sieht man schon am ersten Eindruck, wenn man sich die Fotos anschaut: Das geht eigentlich ganz gut! Ich bin erstaunt, dass ein 1/1.8"-Sensor von 2005 noch solche Bilder hin bekommt. Gut, die Bilder sind scheinbar alle bei ISO 100 entstanden, obwohl der AUTO-ISO-Modus gewählt war und die Kamera somit auf wahnsinnige ISO 400 hätte hoch gehen können. Hat sich wahrscheinlich gedacht: Ach komm, das lohnt den Aufwand nicht!
Hab ich leider erst zu Hause gemerkt. Hätte mir eigentlich auffallen müssen, denn sooo dunkel war es dann doch wieder nicht. Muss ich dann mal separat testen.
Wie man sieht, ich bin einmal unten durchs Dorf und habe alles mit genommen, was mit Schnee bedeckt war. Weil, wenn man schon in dem Sauwetter raus geht, dann will man ja auch was davon haben. Was man allerdings auch sieht, besonders in den helleren Bildern mit einheitlichem Hintergrund: Da ist ein saumäßiger Dreck drin! Ich dachte, der CCD wäre irgendwie versiegelt? Wie hat die Schwiegermutter also diesen ganzen Dreck da drauf bekommen? Fusseln und Flecken! Wenn ihr also aufmerksam die Bilder anschaut, wird euch das sicher auch auffallen, liebe Leser.
Das sieht man besonders bei solche Bildern, die ich ein bisschen kontrastkorrigiert habe. Also ein bisschen an der Histogramm-Kurve gespielt im Gimp. Ansonsten habe ich die Bilder allerdings nur auf 75% Qualität runter komprimiert, damit mir das Internet nicht um die Ohren fliegt. Die Dimensionen habe ich hingegen beibehalten; bei 7 MP komme ich ja eh nicht an die 4k-Auflösung ran, die ich normalerweise mache. Davon abgesehen, ist das hier 4:3 statt des üblichen 3:2-Seitenverhältnisses. Ungewohnt. Aber nicht ungewöhnlich für diese Sensoren, die ja auch teilweise in den letzten Foto-Handys verbaut wurden, bevor das Smart Phone das Marktsegment der Kompaktkamera obsolet gemacht hat.
Wer noch viel zu viele weitere Bilder sehen will - ja, ich hatte Spaß mit der Kamera - und zudem noch weitere "interessante" Details zu meiner Meinung über das Gerät lesen möchte, der möge auf den "erweiterten Eintrag" klicken, denn das hat mal wieder Überhand genommen!
KLICK!
Die Voraussetzungen waren jetzt nicht die allerbesten: Der Himmel grau in grau, das leichte Schneetreiben, alles nicht so gut für kräftige, kontrastreiche Bilder. Aber dafür sieht man schon am ersten Eindruck, wenn man sich die Fotos anschaut: Das geht eigentlich ganz gut! Ich bin erstaunt, dass ein 1/1.8"-Sensor von 2005 noch solche Bilder hin bekommt. Gut, die Bilder sind scheinbar alle bei ISO 100 entstanden, obwohl der AUTO-ISO-Modus gewählt war und die Kamera somit auf wahnsinnige ISO 400 hätte hoch gehen können. Hat sich wahrscheinlich gedacht: Ach komm, das lohnt den Aufwand nicht!
Wie man sieht, ich bin einmal unten durchs Dorf und habe alles mit genommen, was mit Schnee bedeckt war. Weil, wenn man schon in dem Sauwetter raus geht, dann will man ja auch was davon haben. Was man allerdings auch sieht, besonders in den helleren Bildern mit einheitlichem Hintergrund: Da ist ein saumäßiger Dreck drin! Ich dachte, der CCD wäre irgendwie versiegelt? Wie hat die Schwiegermutter also diesen ganzen Dreck da drauf bekommen? Fusseln und Flecken! Wenn ihr also aufmerksam die Bilder anschaut, wird euch das sicher auch auffallen, liebe Leser.
Das sieht man besonders bei solche Bildern, die ich ein bisschen kontrastkorrigiert habe. Also ein bisschen an der Histogramm-Kurve gespielt im Gimp. Ansonsten habe ich die Bilder allerdings nur auf 75% Qualität runter komprimiert, damit mir das Internet nicht um die Ohren fliegt. Die Dimensionen habe ich hingegen beibehalten; bei 7 MP komme ich ja eh nicht an die 4k-Auflösung ran, die ich normalerweise mache. Davon abgesehen, ist das hier 4:3 statt des üblichen 3:2-Seitenverhältnisses. Ungewohnt. Aber nicht ungewöhnlich für diese Sensoren, die ja auch teilweise in den letzten Foto-Handys verbaut wurden, bevor das Smart Phone das Marktsegment der Kompaktkamera obsolet gemacht hat.
Wer noch viel zu viele weitere Bilder sehen will - ja, ich hatte Spaß mit der Kamera - und zudem noch weitere "interessante" Details zu meiner Meinung über das Gerät lesen möchte, der möge auf den "erweiterten Eintrag" klicken, denn das hat mal wieder Überhand genommen!
Warum mir diese kleine Knipse ganz gut gefällt? Nun, sie hat zwar keine Halbautomatik, wie ich sie normalerweise verwende, aber immerhin einen manuellen Modus. Damit kann man schon die ein oder andere Belichtungskorrektur durchführen. Die Belilchtungsmessung ist zwar grundsätzlich gut und es stehen neben der Durchschnittsmessung auch noch weitere Modi zur Verfügung, aber ich mache das ja immer lieber selber, statt irgendwelchen Algorithmen zu vertrauen.
So ist ein guter Teil diesr Bilder im manuellen Modus entstanden. Den kann man auf dem Bildschirm ganz gut einstellen, solange man sich nicht zu sehr von der geraden Sichtlinie entfernt - die Blickwinkel sind eher so naja. Das bedeutet für mich als sehgeschädigten Gleitsichtbrillenträger schon die ein oder andere Verrenkung. Dazu kommt, dass die Kamera nur eine einzige Blende hat, die das Licht viertelt. Soll heißen, im Weitwinkel kann man entweder Bilder bei f/2,8 (offen) oder f/5,6 (maximale Blende) machen, im Tele-Bereich sind es f/5,2 oder f/10. Joah, das ist... eine Entscheidung! Warum es keine Blenden dazwischen oder darüber hinaus gibt? Keine Ahnung, fragt Sony. Wahrscheinlich war das damals zu kompliziert, das in so einem kleinen Gehäuse zu realisieren. Ist aber auch egal, man muss nehmen, was man kriegt. Eine Blende ist besser als keine und so ist diese kleine Kamera direkt schon mal - in diesem Punkt zumindest - dem gemeinen Handy überlegen.
Was ist noch über diese Kamera zu sagen? Lasst mich mal überlegen. Sie ist wirklich sehr kompakt und lässt sich mit meinen dicken Wurstfingern so gerade noch bedienen. Die Wippe für Weitwinkel/Tele ist gerade noch erreichbar für meinen Daumen, könnte aber ein bisschen feinfühliger sein. Nun gut, wahrscheinlich ist die genau so ausgelutscht wie der Rest der Kamera. Die hat ein hartes Leben hinter sich, wie man an den Kratzern, Schrammen und Beulen sehen kann. Aber da es sich im ein Vollmetallgehäuse handelt, scheint das dem Inneren der Kamera nicht viel ausgemacht zu haben: Das Objektiv fährt problemlos ein und aus, die Linse ist nicht verkratzt, das Batteriefach könnte zwar dichter schließen, aber immerhin schließt es noch, die Buttons und der Drehknopf für den Modus gehen alle noch. Von der Build Quality kann man sich also nicht beschweren, obwohl das Teil so misshandelt wurde.
Auch an anderen Stellen merkt man, dass Sony sich damals tatsächlich Gedanken gemacht hat, als sie das Ding konstruiert haben. Die Menüführung ist zwar einigermaßen spartanisch, aber sie geht relativ flüssig von der Hand, wenn man sie denn mal benutzen muss. Der Autofokus funktioniert im normalen Modus auch ganz gut und verwendet scheinbar fünf Messfelder, ich hab ihn aber lieber auf Punktmessung umgestellt, denn das ist nun Mal die Art, wie ich arbeite. Das übliche Den-Auslöser-Halb-Gedrückt-Halten funktioniert problemlos. Einzig die Frage, wieso die Kamera nicht automatisch ein höheres ISO wählt, bleibt zu klären. Und warum sie im Programmmodus manchmal darauf besteht, die Blende zu schließen, obwohl man dann verwackelt, ist auch nicht ganz sining.
Aber das sind relativ seltene und unbedeutende Glitches. Denn insgesamt sehen die Bilder für so einen kleinen und alten Sensor ganz gut aus, finde ich. Ja, da gibt es Rauschen und die Kompression, die wohl auf eine konstante Dateigröße abzielt und machmal für meinen Geschmack ein bisschen viel versucht, aus den Bildern raus zu quetschen, könnte moderner sein. Aber über alles: Brauchbar. Erschreckend gut, teilweise. Natürlich kommt die Kamera nicht an meine D100 Nikon ran, aber die spielt ja auch in einer ganz anderen Preisklasse. Für das, was sie ist, ist sie ziemlich gut. Wenn da der Dreck auf dem Sensor nicht wäre...
Die Schärfe der Optik ist auf jeden Fall besser als die Auflösung des Sensors und macht somit einen ganz guten Eindruck. Die automatische Vignettierungskontrolle habe ich auch mal angelassen und auch die scheint gut zu funktionieren: Nur bei extremem Gegenlicht und nachträglicher Fummelei am Kontrast bei grau-in-grau Bildern merkt man, dass die Helligkeit zu den Ecken hin durchaus ein bisschen abfällt.
Der Akku scheint übrigens trotz des kalten Wetters und der jahrelangen Tiefstentladung problemlos durchzuhalten. Nach 160 Bildern hat sich da noch nichts getan, er ist angeblich noch immer voll! Erstaunlich, das. Ich hatte schon gedacht, dass ich auch noch neuen Strom ran schaffen müsste!
Fazit (für's Erste): Coole kleine Kamera. Die war damals nicht ganz billig, aber scheinbar hat man dafür brauchbare Qualität bekommen. Ich hatte die bis jetzt noch nie so ernsthaft benutzt, deswegen war ich da auch so hinterher, den Akku wiederzubeleben. Wer nach einer kleinen Vintage-Retro-Digital-Kompakten sucht: Kann man machen. (Soll ja wieder modern sein.) Aber so eine alte Kamera hat durchaus ihre Beschränkungen und zudem offenbar auch über die Jahre einiges an Dreck angesammelt, leider auch auf dem Sensor.
So ist ein guter Teil diesr Bilder im manuellen Modus entstanden. Den kann man auf dem Bildschirm ganz gut einstellen, solange man sich nicht zu sehr von der geraden Sichtlinie entfernt - die Blickwinkel sind eher so naja. Das bedeutet für mich als sehgeschädigten Gleitsichtbrillenträger schon die ein oder andere Verrenkung. Dazu kommt, dass die Kamera nur eine einzige Blende hat, die das Licht viertelt. Soll heißen, im Weitwinkel kann man entweder Bilder bei f/2,8 (offen) oder f/5,6 (maximale Blende) machen, im Tele-Bereich sind es f/5,2 oder f/10. Joah, das ist... eine Entscheidung! Warum es keine Blenden dazwischen oder darüber hinaus gibt? Keine Ahnung, fragt Sony. Wahrscheinlich war das damals zu kompliziert, das in so einem kleinen Gehäuse zu realisieren. Ist aber auch egal, man muss nehmen, was man kriegt. Eine Blende ist besser als keine und so ist diese kleine Kamera direkt schon mal - in diesem Punkt zumindest - dem gemeinen Handy überlegen.
Was ist noch über diese Kamera zu sagen? Lasst mich mal überlegen. Sie ist wirklich sehr kompakt und lässt sich mit meinen dicken Wurstfingern so gerade noch bedienen. Die Wippe für Weitwinkel/Tele ist gerade noch erreichbar für meinen Daumen, könnte aber ein bisschen feinfühliger sein. Nun gut, wahrscheinlich ist die genau so ausgelutscht wie der Rest der Kamera. Die hat ein hartes Leben hinter sich, wie man an den Kratzern, Schrammen und Beulen sehen kann. Aber da es sich im ein Vollmetallgehäuse handelt, scheint das dem Inneren der Kamera nicht viel ausgemacht zu haben: Das Objektiv fährt problemlos ein und aus, die Linse ist nicht verkratzt, das Batteriefach könnte zwar dichter schließen, aber immerhin schließt es noch, die Buttons und der Drehknopf für den Modus gehen alle noch. Von der Build Quality kann man sich also nicht beschweren, obwohl das Teil so misshandelt wurde.
Auch an anderen Stellen merkt man, dass Sony sich damals tatsächlich Gedanken gemacht hat, als sie das Ding konstruiert haben. Die Menüführung ist zwar einigermaßen spartanisch, aber sie geht relativ flüssig von der Hand, wenn man sie denn mal benutzen muss. Der Autofokus funktioniert im normalen Modus auch ganz gut und verwendet scheinbar fünf Messfelder, ich hab ihn aber lieber auf Punktmessung umgestellt, denn das ist nun Mal die Art, wie ich arbeite. Das übliche Den-Auslöser-Halb-Gedrückt-Halten funktioniert problemlos. Einzig die Frage, wieso die Kamera nicht automatisch ein höheres ISO wählt, bleibt zu klären. Und warum sie im Programmmodus manchmal darauf besteht, die Blende zu schließen, obwohl man dann verwackelt, ist auch nicht ganz sining.
Aber das sind relativ seltene und unbedeutende Glitches. Denn insgesamt sehen die Bilder für so einen kleinen und alten Sensor ganz gut aus, finde ich. Ja, da gibt es Rauschen und die Kompression, die wohl auf eine konstante Dateigröße abzielt und machmal für meinen Geschmack ein bisschen viel versucht, aus den Bildern raus zu quetschen, könnte moderner sein. Aber über alles: Brauchbar. Erschreckend gut, teilweise. Natürlich kommt die Kamera nicht an meine D100 Nikon ran, aber die spielt ja auch in einer ganz anderen Preisklasse. Für das, was sie ist, ist sie ziemlich gut. Wenn da der Dreck auf dem Sensor nicht wäre...
Die Schärfe der Optik ist auf jeden Fall besser als die Auflösung des Sensors und macht somit einen ganz guten Eindruck. Die automatische Vignettierungskontrolle habe ich auch mal angelassen und auch die scheint gut zu funktionieren: Nur bei extremem Gegenlicht und nachträglicher Fummelei am Kontrast bei grau-in-grau Bildern merkt man, dass die Helligkeit zu den Ecken hin durchaus ein bisschen abfällt.
Der Akku scheint übrigens trotz des kalten Wetters und der jahrelangen Tiefstentladung problemlos durchzuhalten. Nach 160 Bildern hat sich da noch nichts getan, er ist angeblich noch immer voll! Erstaunlich, das. Ich hatte schon gedacht, dass ich auch noch neuen Strom ran schaffen müsste!
Fazit (für's Erste): Coole kleine Kamera. Die war damals nicht ganz billig, aber scheinbar hat man dafür brauchbare Qualität bekommen. Ich hatte die bis jetzt noch nie so ernsthaft benutzt, deswegen war ich da auch so hinterher, den Akku wiederzubeleben. Wer nach einer kleinen Vintage-Retro-Digital-Kompakten sucht: Kann man machen. (Soll ja wieder modern sein.) Aber so eine alte Kamera hat durchaus ihre Beschränkungen und zudem offenbar auch über die Jahre einiges an Dreck angesammelt, leider auch auf dem Sensor.
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