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Schwarz-weiß und analog, Teil 327: Canon T70 im Bonn (hauptsächlich hochkant)

Kentmere 400 #15, 26. Oktober 2025
  • Canon T70, Canon FD 50mm 1:1.8, Tokina 80-200mm 1:4
  • Entwicklung: D-76 Stock #8 21° 15:00 Minuten, Adofix Plus 1+5 #18, 7:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Mehr Fotos, die ich mit der T70 geschossen habe: Nachdem wir in Mondorf waren, sind wir scheinbar rüber nach Bonn gefahren. Ich weiß gar nicht mehr, was der Anlass war. Ist aber auch nicht so wichtig. Interessanter ist, wie sich die 1980er Canon hier so in der "großen" Stadt geschlagen hat. Langer Rede kurzer Sinn: Lasst uns anfangen!

Geparkt wie immer auf der beueler Seite unter der Brücke, die ich dann auch gleich mal ins Visier genommen habe. (50mm, 1/1000s, f/4.) Die übliche Ansicht des Rheins, die ich ja auch immer mal wieder dabei habe. Die Kamera macht hier alles richtig und die Struktur der Stahlträger unter der Brücke kommt recht gut raus.

Am Anleger der Wasserschutzpolizei waren diverse Fahnen gehisst, die ich auch mal versucht habe, die im Rauschen des Films aber leider ein bisschen absaufen. (50mm, 1/1000s, f/6,7.) Was der schwarze Balken oben im Bild macht, weiß ich allerdings nicht. Habe ich da versucht, wie ich es immer mal wieder tue, mit dem Objektivdeckel das Gegenlicht ein bisschen abzublenden? Dafür ist es aber ein sehr gerader Streifen geworden. Muss also irgendwas anderes vor die Linse


Und dann mussten wir natürlich die Treppe hoch und da habe ich mal das Geländer genauer unter die Lupe genommen. (50mm, unbekannte Werte.) Man beachte unten die leere Amaretto-Flasche (Hmm, Amaretto!) und oben die Person, dick verpackt gegen den Wind! Aber Grundsätzlich mal eine Übung im Fluchtpunktfinden. ;-)

Die Amaretto-Flasche habe ich dann aber noch mal in groß mitgenommen. (50mm, 1/250s, f/8.) Hmmm! Amaretto! Könnte ich auch noch mal ein Fläschchen ran schaffen. Ich trinke ja so gut wie nie Alkohol, aber für Amaretto mache ich gerne eine Ausnahme! Jaja, ich weiß: Pervers! ;-) Besonders diese billige Discounter-Ware. Aber Hauptsache süß und Mandeln!

Dann war da noch das Rathaus. (50mm, 1/500s, f/8.) Wetter war ja nicht so prickelnd, wie man sieht. Trotzdem war der 400er Kentmere vielleicht ein bisschen übertrieben. Der kribbelt so heftig. Aber das ist umgekehrt auch ganz gut so, denn so musste ich die asiatischen Touristen nicht unkenntlich machen. Die beiden waren aber auch wirklich süß, wie sie da standen und mit ihren Handys Selfies mit Rathaus im Hintergrund machten. Aber Hauptsache, ein Andenken mit nach Hause nehmen. Der eigentliche Sinn von Fotos! ;-)


Im Gegensatz zu mir, der wieder seltsame Bilder in seltsamen Winkeln von seltsamen Laternen macht. (50mm, 1/1000s, f/4.) Aber ich bin halt etwas seltsam und mag solche eher abstrakten Bilder. Vor allem, wenn ich sie selber gemacht habe! ;-) Spannender wäre hier allerdings vielleicht eine sehr viel kleinere oder eine sehr viel größere Blende gewesen. in f/4 ist das irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes.

Wenn ich schon hier war, warum nicht auch mal das Geländer am Rathaus selber mitnehmen? (50mm, 1/1000s, f/3,5.) Das ist ganz witzig geworden mit der unscharfen Uni im Hintergrund und vorne auch etwas unscharfem Geländer. Habe ich auch etwas länger dran ausmessen müssen, dass die Säule genau so auf der gleichen Höhe in der Schärfe ist.

Und dann hinter der Uni hinaus auch noch ein bisschen Bilder machen, weil. (50mm, unbekannte Werte.) Gerade scharf genug, dass die Blätter im Vordergrund eben nicht scharf sind. Die Bilder mit dem 50er Canon machen sowieso über alles einen ganz guten Eindruck.


Über dem Einfang zum ehemaligen Studentenbüro (jetzt ist da glaube ich irgendwo die Zahlkasse) findet man diesen Atlanten, der den Balkon hoch hält. (50mm, 1/125s, f/4.) Ist mir früher nie aufgefallen, dass der dieses sanfte Lächeln im Gesicht hat, obwohl er eine eher schwere Last auf dem Rücken mit sich rum tragen muss. ;-)

Quer über den Vorplatz hinweg habe ich dann mal ein Portrait der Uni-Kirche gemacht, gegens Licht und bei der kleinstmöglichen Blendenöffnung, weil ich es kann! ;-) (50mm, 1/125mm, f/22.) Physik ist witzig: Bei f/22 ist das Objektiv deutlich weicher, als man es erwarten würde. Licht ist eine Welle ist ein Teilchen ist eine Welle ist ein Teilchen. Wir leben schon in einer verrückten Welt!

Und dann ist da noch die "Mensa" am Hofgarten. Also, die Container-Sammlung, weil: Deutsches Bildungssystem! (50mm, 1/500s, f/8.) Ist auch nicht besser als der Rest der deutschen Infrastruktur. Wie lang steht dieses Provisorium jetzt schon da rum? Ich weiß nicht, ich glaube, da habe ich noch studiert. Komm, ich fang' gleich wieder an, diese gemeingefährlichen sozialdemokratischen Vorstellungen zu verbreiten!

Dann lieber Maria und ihr Kind angucken. (50mm, 1/500s, f/8.) Regina Pacis. Königin des Friedens. Ich finds aber nett, dass die bei der Renovierungsvorbereitung extra nur für mich ein feinmaschiges Netz davor gehängt haben, damit ich die trotzdem noch einigermaßen fotografieren kann. Ja, wahrscheinlich ist das nur feiner, damit die Kack-Tauben die arme Frau nicht zuscheißen können. Und mal ganz am Rande, ich würde dem Neugeborenen nicht die Weltenkugel als Rassel in die Hand drücken. Würde allerdings den Zustand der derzeitigen globalen Politik erklären.


Vor der Mensa lag auf einem der Lampen-Dingse noch dieser Lappen rum und ich hab mir gedacht, mach'n Foto, schön weit offen, mit den Reihen von Uni-Fenstern im Hintergrund, sieht bestimmt interessant aus. (50mm, 1/1000s, f/2,8.) Und ja: Sieht interessant aus. Was hatten wir da eigentlich für ein Wetter? Das war doch ein 400er, oder? Das sind ja wohl so ungefähr drei bis vier EV von gutem Wetter entfernt! (Ein Fotografenhirn fängt irgendwann an, anders zu denken, stelle ich immer wieder fest!) ;-)

Immer auf der Suche nach dem ungewöhnlichen Winkel und dem seltsamen Subjekt, habe ich dann diesen Starkstromstecker mit genommen, der die Mensaküche mit Energie versorgt, nehme ich an, zumindest. (50mm, 1/250s, f/9,5.) Da waren sie wieder, die f/9,5, die die Halbautomatik so gerne nimmt. Passt aber hier auch ganz gut. Hätte vielleicht sogar noch ein bisschen mehr sein können, denn das unscharfe Kabel stört mich tatsächlich ein kleines bisschen. Aber: Wenn die Auflösung des Films ein bisschen höher wäre, könnte man auch noch lesen, was auf dem Stecker drauf steht, wer den hergestellt hat.

Die Kirche war an jenem Tag ein gern genommenes Motiv, jetzt mal von schräg unten. (50mm, 1/1000s, f/11.) Kurz vor 10? So spät schon? Zusammen mit den Wolken erklärt das auch, weshalb die Belichtungen so sind, wie sie sind. Aber schön eingefasst von Uni-Gebäude und Laub.

Corona ist jetzt schon so lange her, dass die andere Bier-Firma ja eigentlich keine Werbung mehr braucht, aber egal. Wenn da eine Flasche steht, nehm ich sie mit! ;-) (50mm, 1/1000, f/4.) Ich mein, eigentlich war das ja gut, dass das Wetter so bedeckt war, denn so konnte ich wenigstens auf f/4 runter. ich glaube, der 400er war eh Verschwendung, den hatte ich ja eigentlich nur eingelegt, weil ich hin und wieder auch mal das Telezoom benutzen wollte, was ich da nie getan habe.


Noch mal der Kirchturm, dieses Mal mit direkter Sonne im Bild und trotzdem nur mit minimalem Lens Flare. (50mm, 1/1000s, f/16.) Ganz schick so. Erstaunlich, dass das kein Loch in den Film gebrannt hat. ;-)

Das Bild mit den Stühlen hat es tatsächlich in meinen diesjährigen Kalender geschafft. (50mm, 1/250s, f/3,5.) Weiß nicht, ist wieder eines dieser Herbstfotos, die mich einfach ansprechen. Die Geschäftigkeit des Sommers ist vorbei, die Bürgersteige werden hochgeklappt, die Rattanstühle gehen zurück in den Keller. Hätten gerne noch ein paar mehr Blätter rum liegen können.

Und dann verkaufen einem die Bären noch das Münster! (50mm, 1/125s, f/19.) f/19 ist ja schon 'ne eher ungewöhnliche Blende. Aber schon spannend, dass auch bei der kurzen Entfernung (der vordere Bär war scharf gestellt) auch noch das Münster einigermaßen scharf ist. Gut, f/19 ist ja auch echt viel.

Das Münster von der anderen Seite, passt leider nicht komplett in das Sichtfeld des 50ers. (50mm, unbekannte Werte.) Muss auch ziemlich weit geschlossene Blende gewesen sein, denn die Blätter im Vordergrund sind ja schon recht scharf. f/11 vielleicht? Oder irgend was krummes in der Gegend, was sich die Automatik da wieder ausgedacht hat. Ist mir so auch noch nie aufgefallen, dass die da so weit oben noch Natursteine in den Pfeilern verbaut haben... Welche römische Anlage haben die da wohl wieder für recycelt? Kaum zu glauben, dass die mitten im Mittelalter solche Klötze in die Gegend gesetzt haben. Gloria deo! Gloria in excelsis deo! Menschen sind seltsam...


Ich mein, welche anders Spezies käme auch auf die Idee, eine überdimensionierte, wandelnde Handtasche mitten in die Stadt zu stellen? (Kunst!) (50mm, 1/1000s, f/4.) Immer, wenn ich an dem Ding vorbei komme, muss ich einfach ein Foto machen, weil das so surreal ist. Ich mein, in s/w kommt auch diese knallorange Farbe gar nicht rüber! Ich weiß nicht, ob wir hier ein Konsumkritik haben oder nur einfach einen Künstler mit einem seltsamen Sinn für Humor, aber ich bin dabei! ;-)

So, und zum Ende noch mal ein Schild: Andere Seite benutzen, sonst fällt euch die Unirenovierung auf den Kopf! ;-) (50mm, 1/1000s, f/6,7.) Ich weiß ja auch nicht, was ich mit Schildern habe. Ist so ein Ding. Dieses hier ist aber besonders gelungen, finde ich: Schicke Halb-Unschärfe im Hintergrund. Und das Licht der trüben Sonne spiegelt sich im Fußgänger-Verboten. Gut.

Puhja, das ist die Stelle, an der ich normalerweise sage: "Als nächstes..." Ich weiß gerade gar nicht, ich hab noch keinen weiteren s/w-Artikel in die Pipeline gepackt. Ich glaube, der Weihnachtsmarkt und Linz sind als nächstes schon dran. Das Jahr ging rapide zu Ende. Und wir haben jetzt erst Ende Januar, ich habe tatsächlich mal (fast) den ganze Stapel abgearbeitet. Gut, ich habe in '25 scheinbar auch weniger analog fotografiert, als ich sonst schon mal gemacht habe. Merkt man auch an den ganzen, kurz vor'm umkippen stehenden Entwicklerresten im Keller! Naja, schaumama, ob ich in '26 wieder mehr dazu komme. ;-)

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