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Mit dem 50/1.4 AI-S zum Zahnarzt

19.3.: Klingt komisch, ist aber so! ;-) Nachdem ich das AI-S 50/1.4 am vorherigen Tag durch ein eher schlecht beleuchtetes Lanzenbach (und angrenzende Stadtteile Hennefs) geschleppt hatte, hatte ich an diesem Tag im März einen Termin bei meiner Zahnärztin, die eine kleine Füllung erneuern bzw reparieren wollte. (Jetzt habe ich noch immer altes Amalgam im Mund. Ich dachte eigentlich, das wollte sie ersetzen. Aber sie meint, besser altes Material erhalten, als zu viel vom eigentlichen Zahn weg machen müssen. Gut, sie wird wissen, was sie tut! Ich hab da volles Vertrauen! ;-))

Jedenfalls habe ich morgens die Kamera einfach so, wie sie war, geschnappt, mit dem 50/1.4 drauf. Und als erstes habe ich mal den Vorgarten abgelichtet. Ja, es ist schon wahr, früher sah das hier blumiger aus. Altersbedingt fällt die Pflege etwas dürftig aus und das sieht man. Vieles altes ausreißen mache ich ja schon jedes Jahr im Frühling, aber es müsste halt auch mal was Neues rein gepflanzt werden. Die Kamelie immerhin blüht jedes Jahr aufs Neue.


Auch die anderen Sträucher scheinen eher hart im Nehmen zu sein und sich nicht so leicht von Efeu und verwilderten Rosen überwuchern zu lassen. Da es eher hell und sonnig war, habe ich mich hier auf mittlere bis weiter geschlossene Blenden konzentriert, was bei Nahaufnahmen am unteren Ende der Entfernungsskala ja auch Sinn macht: Die Blüten sollen schon eine gewisse Tiefe haben, der Hintergrund-Blur kommt auf diese Entfernungen von ganz alleine. Dann noch kurz einen Abstecher in den hinteren Garten gemacht, bevor ich mich auf den Weg durchs Dorf gemacht habe.


Nachbarns Magnolie war hier mal wieder einer der ersten Stopps. Es ist so schade, dass die immer nur so kurz blühen. Die finde ich jedes Frühjahr aufs Neue immer wieder einfach nur schön, und zwar in jeder Farbe und Form.

Wer jetzt noch Fotos aus dem Dorf sehen möchte, der möge auf den "erweiterten Eintrag" klicken; ich habe an jenem Tag schon wieder so viele Fotos gemacht, dass die unmöglich alle in einen normalen hinein zu zwängen waren. Also: KLICK!
Es war so hell, dass die Kamera leider mit bei f/2 schon an der maximalen Geschwindigkeit anschlug. Ich hätte mal den erweiterten ISO-Bereich nutzen und sie auf 50 ASA runter stellen sollen, dann hätte ich das Schild vor dem Kran auch weit offen drauf bekommen, aber man soll es ja auch nicht bei jeder Gelegenheit übertreiben. ;-) Aber auch f/2 sieht an diesem Objektiv schon richtig gut aus. Für eine solch alte Konstruktion finde ich macht es ganz hervorragende Bilder! Nun bin ich aber ja eh jemand, der den Vintage-Look mag und mit diesem neumodisch-überschärften Schnick-Schnack ohne Charakter nicht ganz so viel anfangen kann. Modernes Glas sieht teilweise einfach zu sauber aus.


Apropos sauber: Ganz so schlimm, wie ich mich scheinbar erinnert habe, ist das mit dem Schmutz wohl doch nicht. Ich mein, ja, wenn man sich die Gegengewichts-Säckchen am Fahnenmast genau anschaut: Die haben schon einen gewissen Halo. Aber doch eher dezent. Nicht störend. Eher sogar ein bisschen hilfreich für den von mir gesuchten Vintage-Charakter. Hmja, aber Geschmäcker sind ja verschieden. Zum Glück. ;-)

Ich habe echt erstaunlich viele Bilder geschossen, die ich sonst nie gemacht hätte. Da ist der Vorteil von neuem Glas (oder auch hin und wieder mal einer neuen Kamera): Man sieht alt bekannte Stellen in ganz neuem Licht. Und wenn dieses Licht, wie an jenem Tag, auch noch so strahlend hell ist, dass bei f/2 Schluss ist, dann ist das halt so! Umgekehrt hat es den Vorteil, dass man die Blende auch schön weit schließen kann, ohne direkt am anderen Ende der Machbarkeitsskala anzukommen: Selbst f/8 oder f/11 ist hier mit Geschwindigkeiten weit oberhalb der Verwacklungsgrenze möglich gewesen. Das rot umrandete Abwasserrohrschild hat zum Beispiel f/11 und das ist schon erstaunlich, wie knackig das dadurch geworden ist! Das sind ja Blenden, die ich im Allgemeinen vermeide, aber manchmal, da muss es einfach sein. (Außerdem kann ich so hin und wieder überprüfen, wie schmutzig der Sensor ist. (Geht. Ja, da sind Pollen, die mal weg geplasen werden müssten, aber im Allgemeinen hatte ich schon Schlimmeres auf dem CCD kleben!)


Nach der Bohrung dann wieder zurück, sodass ich das Dorf auch noch aus der anderen Richtung ablichten konnte. Habe mich aber zurück gehalten und erst an der Baustelle an der Kreuzung noch mal zum Auslöser gegriffen. Dieses Mal nicht den Kran mit genommen, sondern die Baustellenlampen. Dann rechts rum auf die Höh' abgebogen und am ehemaligen Blumenladen das leer stehende Gewächshaus unter die Lupe genommen. Schade eigentlich, dass es den Laden nicht mehr gibt. Die hatten immer hübsches Gemüse. Ich weiß gar nicht, warum die dicht gemacht haben, ob die Frau Jagla in Pension gegangen ist oder ob da was Schlimmeres passiert ist. Jupp, eine kurze Google-Suche: Die ist wohl schon vor vier Jahren verstorben. Mist. Nicht mitgekriegt.


Das war jetzt irgendwie ein bisschen ein traurigeres Ende für diesen Eintrag als ich eigentlich geplant hatte. Deswegen noch mal zurück zu diesem Objektiv, so ganz ohne witzige Überleitung wie sonst: Mir gefällt es! Es ist extrem vielseitig, wie es sich für ein 50mm ja auch gehört, ist schnell und scharf, und mit seinen Hasenohren der perfekte Begleiter auf älteren Nikon-Kameras wie meiner Nikkormat. (Überhaupt eine der schöneren Kameras, die ich habe!) Darüber hinaus lässt es sich aber auch auf der Digitalen nicht lumpen! Als das Teil konzipiert wurde, hat noch niemand an was anders als Film gedacht; dass es solch hervorragende Bilder auf einem 36 MP Sensor macht, ist daher schon eine Ansage!

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