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Tomb Raider Meeting 2025 - Filmentwicklung

Schieben wie mal eben eine kleine Filmentwicklung dazwischen. Schließlich will ich ja selber ganz dringend wissen, was die Praktica aus dem Fratzenbuch mit dem Film aus Tschechien gemacht hat. Deswegen mal schnell den Entwickler getestet - ich glaube, nach dieser Entwicklung kann der tatsächlich weg, der Film ist trotz der geratenen Belichtung mit ganz viel zu viel Licht - recht dünn aus der Suppe gekommen. Damit weiß ich jetzt auch: Ja, was in Amaloco-Anleitung drin steht, scheint zu stimmen. OK, ich könnte die Entwicklung jetzt noch um eine Minute verlängern, aber ich glaube, das bringt es dann auch nicht. So teuer ist das Zeug ja nicht. Hatte es nur jetzt einfach noch ein mal mehr als vorgegeben verwendet, weil ich bei dem Film eh keine großen Hoffnungen hatte.


Aber wie man unten sehen kann, wurde ich positiv überrascht: Die Bilder, die richtig belichtet wurden, sehen eigentlich ganz gut aus. Ich habe allerdings den Eindruck, dass manchmal der Spiegel etwas langsam ist, wie ich das schon bei der anderen Praktica beobachtet habe, die ich besitze. Da sind nämlich einige Negative dazwischen, die halb hell, halb dunkel sind. Als ob der Spiegel nicht schnell genug aus dem Weg gewesen wäre. Muss ich mal gucken, ob da in der Aufhängung Dreck drin ist oder verharztes Fett. Nach dem zu urteilen, wie die Objektive aussehen, gehe ich ja davon aus, dass die Kamera ähnlichen Bedingungen ausgesetzt war. Warmer Dachboden, schätze ich mal. Aber noch immer besser als nasser Keller! ;-)


Einige der Bilder sind jedenfalls richtig Klasse, während andere eher so naja sind, und manche sind halt praktisch komplett unbelichtet geblieben. Gut, kann noch immer an meiner geratenen Belichtung liegen, denn dass die PX625 noch Strom produziert hat, habe ich erst nach der Hälfte des Films tatsächlich gemerkt. ;-) Naja, mal sehen, was ich da mit dem Scanner noch raus holen kann. Jetzt muss er erst mal trocken werden.

Tomb Raider Meeting 2025 - Malen wie Bob Ross

In mancher Beziehung war das ein seltsames Tomb Raider Meeting. So hatte Titak im Vorfeld angekündigt, einen Malkurs ala Bob Ross zu veranstalten. (Wer den Herrn nicht mehr kennt, weil er/sie/es in diesem Millenium geboren wurde: Der hat damals im Fernsehen immer behauptet, dass jeder malen könnte, und dann hat er es vorgeführt, wie man mit zwei Pinseln und einem Spachtel Dinge auf die Leinwand bringt, über die man sich nachher selber wundert.) Sie lässt sich wohl gerade als Instructor zertifizieren und das war eine schöne Gelegenheit, ein bisschen zu üben, denke ich mal.


Wie man sieht, braucht man nicht viel: Eine grundierte Pappe und ein paar Ölfarben. Das wars dann auch schon mehr oder weniger. Von da an hat sie uns nur ein bisschen gezeigt, wie man den Pinsel halten muss oder den Spachtel ansetzen, wie man nachher ein bisschen wischt, et voila: Ein Bild entsteht. Echt spannend! Vor allem, weil wir alle das gleiche gezeigt bekommen haben und am Ende doch so viele, individuell unterschiedliche Bilder dabei raus kamen: Spitze Berge, flache Berge, mehr so Tanne oder eher Lärche, drohende Gewitterwolken oder leichter Cirrus. Sehr spannend!


Wir hatten jedenfalls sehr viel Spaß und ich habe was gelernt: Ich bin ja nie so begabt gewesen, was Farben angeht. In der Schule war ich immer der, der gerade noch seine drei oder vier bekommen hat, wenn es um Kunstunterricht ging, obwohl ich mich immer für sehr kreativ gehalten habe. Wenn aber dieser Druck weg fällt und man einfach mit simplen Mitteln nach Gefühl und mit ein bisschen Anleitung Farbe aufs Papier kleistert und nachher ein Bild dabei raus kommt, das zwar ein wenig naiv daher kommen mag und bei dem man auch durchaus noch die fehlende Übung sehen kann, aber das eben ein Ergebnis darstellt, dann ist das sehr befriedigend und motivierend.


Mir hat das auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht und wenn sie nächstes Jahr wieder einen Kurs machen möchte: Ich bin auf jeden Fall dabei! Weil: Hat echt Spaß gemacht, vor allem so in der Gruppe, wenn man sehen kann, wie so langsam bei jedem ein kleines Kunstwerk entsteht!

Tomb Raider Meeting 2025 - Eine neue alte Kamera - Praktica Super TL1000

Es war Tomb Raider Meeting. Und wie jedes Jahr waren wir im Harz im schönen Bad Grund. Weil es da im Gegensatz zu der Killerhitze im Rheinland angenehm ist. Also, zumindest ist das für mich ein echter Pluspunkt! ;-)

Da ich ja alte Kameras sammle und das bei allen mittlerweile angekommen ist, hat U mir eine Praktica Super TL1000 mitgebracht, die sie irgendwie über das Fratzenbuch für umme bekommen hatte. Die sollte ich ja eigentlich schon im Frühjahr mit nehmen, als wir in Kassel waren, aber ich hatte es vergessen und sie auch. Am Freitag konnte ich sie mir dann endlich mal genauer anschauen. Eine sehr solide Wahl für eine Kamera aus den späten 1970ern. Technisch damals vielleicht schon nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit mit dem alternden M42-Anschluss (mit Unterstützung für den Auto-Pin), aber von der Verarbeitung her scheinbar unverwüstlich: Der Auslöser schnackt und surrt wie gewollt, das Gehäuse sieht gut aus, obwohl es wohl mal einen etwas heftigeren Sturz hinter sich bringen musste (die eine Kante zeigt Impaktspuren mit Brucherscheinungen). Das schlimmste ist die praktisch nicht mehr vorhandene Lichtdichtung auf der Scharnierseite der Tür, aber das ist ja normal. Rundrum ist sie ansonsten mit einem schwarz getränkten Faden versiegelt, das passt und geht wahrscheinlich niemals kaputt.


Da ich natürlich keinerlei Dichtmaterial dabei hatte, habe ich aus dem mitgelieferten Filter-Kistchen das Schaumstoffschwämmchen geklaut, ein Stück passend abgeschnitten und mit Tesa im Gehäuse fixiert. Besser als nichts (und, Spoiler, hat problemlos funktioniert). Das einzig andere Irritiernende ist, dass ich noch immer die Seriennummer suche! Irgendwo muss Praktica doch eine eingestanzt oder aufgedruckt haben. Immerhin steht unten drunter ganz groß, dass sie mit viel Liebe und Stolz in der DDR hergestellt wurde. (Irgendwann so nach 1978, wenn man dem Internet glauben darf, was bedeutet, dass sie ungefähr so alt wie ich ist.)

Soviel zum Äußeren und der Verarbeitung. Die inneren Werte sind aber auch wichtig: 1/1000s bis runter zu 1s Belichtungszeit. Dazu eine TTL Messung, wenn auch "nur" mit Nadel. Sogar die PX625 geht noch, Quecksilber sei dank! (Wie gut, dass es diese Batterien nicht mehr gibt, altes Giftzeugs!) Das ist die zweite, die ich jetzt in funktionstüchtigem Zustand habe. Der Belichtungsmesser geht übrigens - wie üblich bei diesen alten Kameras - erst dann an, wenn man die Abblendtaste drückt. Dadurch hat die sich wahrscheinlich auch so lange gehalten. Ansonsten noch der übliche Schlitzverschluss, der mit dem Spiegel zusammen recht satt "kla-tack" macht, wenn man auslöst.


Spannender als die Kamera selber finde ich übrigens die Objektive, die dabei waren, auch wenn zwei der drei teils deutliche Probleme haben. Da ist zum einen die Normalbrennweite, ein Auto Revuenon 1:1.9 f=50mm. Da ist die Blende sehr fettig, die muss ich reinigen, dann sollte es wieder gehen. Dadurch, dass sie aber beim Abblenden einfach auf der Blende stecken bleibt, auf die man es eingestellt hat, kann man es durchaus zum Fotografieren verwenden. Am Adapter auf der Alpha macht das eh keinen Unterschied. Hersteller ist hier glaube ich Chinon; zumindest steht "Japan" vorne drauf und ich habe tatsächlich einen steinalten Forumspost gefunden, der das behauptet. Würde aber Sinn machen.

Das zweite mit Problem ist das Auto Revuenon 1:2.8 f=35mm. Hier geht die Blende gar nicht. Das ist schade, aber auch offen macht es ganz erstaunlich gute Bilder. Nur eben nicht mit einem ISO 200 in der analogen Kamera in der hellen Sommersonne, denn da müsste ich mindestens auf f/5,6 runter. Ich meine, ich hätte innen einen Hinweis auf Korea gefunden, aber ich weiß echt nicht, wer in den späten '70ern da Optiken gebaut hat.

Abgerundet wird das Ganze durch ein - dieses Mal problemlos funktionierendes - Auto Revuenon 1:2.8 f=135mm. Ich weiß nicht, wo der Unterschied zu der "Special"-Version liegt, die ich auch habe. Es macht jedenfalls genau so solide Bilder, zumindest auf den ersten Blick. Muss da wohl mal ein Shoot-Out veranstalten! ;-)


All diese Objektive (und der 2x Telekonverter, der auch noch in der Kiste lag) werde ich in näherer Zukunft ein bisschen genauer beschreiben. Vor allem die Kaputten werde ich wohl noch mal auseinander nehmen und zu reinigen versuchen. Das habe ich zwar bereits vor Ort versucht, aber so richtig wollte es mir nicht gelingen. Ebenso werde ich wohl nachher noch einen kleinen Artikel mit Testbildern einstellen, die ich mit dem M42-Adapter auf der α7 gemacht habe. Wenn ich genug zusammen bekomme, auf denen keine Personen zu sehen sind! ;-)

Fazit: Ein sehr schönes Paket, mit dem das Fotografieren tatsächlich sehr viel Spaß gemacht hat, trotz der Einschränkungen mit den defekten Blenden. Für jemanden, der eine vollmechanische Kamera sucht, um das echte Retro-Feeling aufkommen zu lassen, oder ein wenig der Ostalgie anhängt, durchaus eine brauchbare Alternative.

Darwin's Journey

Eigentlich stelle ich ja nur Spiele vor, die wir selber haben. Aber heute mal eine Ausnahme, denn Darwin's Journey gehört zwar Catrin und hat mich schwer gestresst, aber es ist gleichzeitig auch einfach ein sehr schön gemachtes Spiel!


Also zuerst einmal zu der Frage, die jetzt im Raum steht: Gestresst? Warum hat es mich gestresst? Tja, das liegt daran, dass man ständig alles im Blick haben muss. Es gibt nicht das eine Große Ziel, den Main Quest, das Spielelement, das alle anderen Spielelemente beherrscht. Stattdessen - und gerade, wenn man zu viert spielt, wie wir am Freitag - muss man immer wieder umdisponieren, flexibel auf die aktuelle Spielsituation reagieren, hoffen, dass die anderen Spieler einem nicht in die Quere kommen, und gleichzeitig doch einen Plan für die nächsten zwei bis fünf Züge im Hinterkopf behalten. Das ist nicht gut für einen Perfektionisten wie mich! :-D Aber: Es hält das Hirn am laufen, sodass einem auch nicht langweilig wird. Es macht das Spiel spannend.

Zum Spiel selber: Man fährt mit seinem Boot der HMS Beagle hinterher und erforscht die Galapagos-Inseln, auf der man seine Forscher aussetzt und die für einen nach Pflanzen, Reptilien, Vögeln und Fossilien suchen. Dann gibt es eine - zu Beginn recht unübersichtliche - Menge von "Tagebüchern", an denen man seine Meeple arbeiten lassen kann (Worker Placement, also), was zu unterschiedlichen Effekten führt:
  • Man kann Forscher auf den Inselpfaden vorwärts bewegen, in der Hoffnung, dass sie vorteilhafte Orte erreichen (Geld, Punkte, Tiere/Pflanzen, Zeltplätze für Sonderaktionen).
  • Man kann das eigene Schiff vorwärts bewegen, um der Beagle zu folgen (wichtig, sonst gibt es Strafpunkte!) oder ebenfalls bestimmte Orte zu erreichen.
  • Man kann seine Briefmarken, die man am Anfang auf seinem Spielertableau bekommen hat, auf die Umschlage im Spielplan "kleben", was verzögerte Aktionen bewirkt (zB Schiff/Forscher bewegen, Geld verdienen).
  • Und man kann Wachssiegel erwerben, die den Bildungsgrad der eigenen Arbeiter erweitern und diesen zum einen neue Möglichkeiten auf dem Spielplan erschließen, zum anderen aber auch Boni auf den Mannschaftskarten freischalten können.
  • Daneben gibt es noch ein Tagebuch mit Sonderaktionen, die zum großen Teil erst einmal frei gespielt werden müssen.
  • Zu guter Letzt gibt es noch ein kleines Tagebuch, mit dem man "Lupen" platzieren kann, um zB die Sonderaktionen freizuspielen oder verbesserte Standardaktionen.
Daneben gibt es noch Nebenaktionen: Funde ins Museum liefern (und Geld sowie Fortschritt auf der Forschungsleiste verdienen), Funde anderer Spieler im Museum begutachten (um diese auf dem eigenen Tableau freischalten zu können, um damit evtl. Boni freischalten zu können), neue Zielplättchen ziehen oder die Spielerreihenfolge der nächsten Runde verändern.


Wenn all dies schon kompliziert klingt: Ja, das ist halt genau das, was ich eingangs meinte. Man kann so viele verschiedene Aktionen ausführen, und wenn einem ein anderer Spieler zuvor kommt, muss man Strafe zahlen, was es ungemein schwieriger macht, da Geld eine sehr knappe Ressource in diesem Spiel ist! Zudem möchte man seine Aktionen möglichst so wählen, dass man eine Kettenreaktion auslösen kann: z.B. bewege einen Forscher, um ein Zelt zu bauen, das einem zB erlaubt, Briefmarken zu platzieren, und wenn das den entsprechenden Stapel auf dem eigenen Tableau frei räumt kann man vielleicht noch sein Schiff bewegen, was evtl. noch eine weitere Bonusaktion auslöst, und so weiter. Tolles Spiel für Leute, die sowas können. Ich bin da nur so mäßig geschickt drin, das hat was von Schach spielen mit 42 möglichen Spielbäumen im Kopf zu tun! ;-) (Ich bin ja eher so der Greedy-Spieler, um die Informatiker-Metapher weiter zu bedienen. :-D)


Wie ich am Ende tatsächlich als Gewinner aus dem Spiel heraus gegangen bin, kann ich mir ehrlich gesagt selber gar nicht so genau erklären. Aber ich habe es geschafft und ich bin stolz auf mich. Nun war das aber auch für alle das erste Mal und das heißt wahrscheinlich nicht so wirklich was. (Wobei ich normalerweise ja immer das erste Spiel eines neuen Spiels verliere. Danach gewinne ich dann eigentlich erst. Ich hab eine recht lange Lernphase, was sowas angeht.) Wenn man die Grundzüge aber erst einmal verstanden hat, ist es eigentlich gar nicht so schwer. Außer, dass einem halt irgendwann das Hirn kocht, weil man so viele Möglichkeiten im Kopf behalten muss.

Fazit: Als Strategiespiel für Anfänger eher ungeeignet. Für den fortgeschrittenen Spieler aber durchaus eine Option, mal eben fünf bis sechs Stunden (bei vier Teilnehmern) seines Lebens zu verschwenden und dabei viel Spaß zu haben, wenn man denn auf solche Art Spiele steht. Ich fand es spannend. Im guten, wie auch im schlechten Sinn des Wortes! Dafür, dass wie um 6 oder so angefangen hatten, war ich am Ende doch erstaunt, dass wir noch vor 1 wieder zu Hause waren!

So, und am Ende noch ein paar Fotos von Cs Katzen:


Moopsies! Vor allem, wie die da miteinander kuscheln! Süß! ;-)

Harmonies

Statt endlich mal die alten Spiele zu spielen, die ich in Seelscheid aus dem Keller geholt habe, haben wir uns letzten schon wieder ein neues angeschafft. Harmonies ist ein Klötzchenlegespiel aus der zZt ja scheinbar sehr beliebten Kategorie von Spielen, die mit einem leicht grün angehauchten Thema daher kommt. (Und versteht mich nicht falsch, das ist gut so, dass bereits junge Kinder mit der Thematik konfrontiert werden; dann treffen sie als Erwachsene vielleicht bessere Entscheidungen als meine Generation.)


Hier geht es primär darum, Lebensräume für verschiedene Arten zu bauen und diese dann dort anzusiedeln. Dazu werden am Anfang der Runde vom in der Mitte des Tisches bereit liegenden Auswahl-Plan drei Klötzchen genommen, die jeweils die unterschiedlichen Lebensräume repräsentieren: Wasser (blau), Blühwiese (gelb), Bäume/Gebüsch (repräsentiert jeweils durch grün für Blätter und braun für Holz), Felsen (grau) und schließlich Gebäude (rot). Aus diesen baut man dann seine Lebensräume zusammen, wobei zu beachten ist, welche die verschiedenen Arten benötigen.

Von diesen liegen zuerst auf dem Tisch fünf als Karten aus, von denen man sich dann eine nehmen kann. Jede dieser Karten hat am linken Rand eine Leiste von freien Plätzen (und Punktzahlen), die man mit kleinen Quadern füllt, sobald man diese Spezies in Beschlag nimmt und oberhalb von seinem Spielplan platziert. Für jeden Lebensraum, den man erfolgreich zusammengestellt hat, kann man nun einen dieser Klötze nehmen und in eben diesen platzieren, wobei immer genau und penibelst darauf zu achten ist, dass die Bäume und Felsen die richtige Höhe haben und das Klötzchen auf dem richtigen Landschaftsklotz zu liegen kommt. Die Orientierung hingegen ist egal, sodass dieses Spiel neben der dreidimensionalen Komponente in die Höhe auch noch die Vorstellungskraft für Rotationen trainiert. Damit haben ja auch so manche Erwachsene Probleme, wie wir letztens beim Orga feststellen mussten, nicht wahr, Frau W.? :-D Es ist also vielleicht gar nicht so schlecht, bereits jüngeren Kindern eine spielerische Möglichkeit zu geben, diese Fähigkeiten zu trainieren.


Man kann übrigens in jedem Zug so viele Tiere platzieren wie möglich. Da gibt es also kein Limit; wenn man es schafft, mit seinen Lanfschafts-Klötzchen mehrere Lebensräume auf einmal (oder auch nacheinander) zu bauen, darf man auch gleich alle passenden Tiere ansiedeln. Dabei ist zu beachten, dass einmal platzierte Tiere ihren Lebensraum nachträglich verändert bekommen können: So ist es etwa möglich, einen Berg zu erhöhen, indem man noch einen Felsen darauf legt; nur die Klötze, auf denen bereits Tiere liegen, dürfen nicht mehr verändert werden.

Bis zu vier Tierarten kann man so auf einmal abarbeiten. Wenn auf der Karte alle Klötzchen verbraucht wurden, kommt sie ins persönliche Archiv und ein Slot wird frei, sodass man wieder eine Karte aus der Auslage nehmen kann. Am Ende wird dann abgerechnet: Der oberste freie Platz jeder Karte ergibt die erzielte Punktzahl. Zudem erhalten die Spieler zusätzliche Punkte für ihre Landschaften: Höhere Bäume und Felsen sind mehr Punkt wert, Blumenwiesen sollten möglichst aus zwei nebeneinander liegenden Klötzen bestehen und das Wasser einen Fluss bilden, dessen Länge in die Bewertung einfließt. Aber Achtung: Es gelten immer verschiedene Nebenbedingungen, etwa zählen Berge nur, wenn sie Kontakt mit anderen Felsformationen haben.


Insgesamt gefällt mir das Spiel sehr gut, auch wenn ich bei den ersten Versuchen ein bisschen abgelost habe! ;-) Die Lernkurve für die Regeln ist nicht so steil wie bei etwa bei Cascadia oder Arche Nova, aber die Dreidimensionalität und die effektivste Platzierung machen das Spiel interessant und nicht auf Anhieb durchschaubar. Und dann kommt auch noch das Glück dazu (oder Pech), je nachdem, welche neuen Landschaften aus dem Sack gezogen werden.

Was mir ein bisschen fehlt: Die Tierarten sind zwar sehr hübsch gestaltet und liebevoll im Detail, aber ich würde mir hier ein paar Hintergrundinformationen (auf den Karten oder auch einfach nur in der Anleitung) wünschen, in denen der Platz dieser Spezies im Ökosystem erklärt wird. Ansonsten habe ich eigentlich nichts zu meckern. Die Spiele sind abwechslungsreich und spannend. Es ist manchmal schwer einzuschätzen, was der Gegner gerade treibt und wie viele Züge einem noch bleiben, aber eigentlich sollte man sich eh hauptsächlich auf seinen eigenen Plan konzentrieren. Das Spiel enthält zwar eine kompetitive Komponente, aber diese ist mehr dazu da, am Ende tatsächlich einen Gewinner zu haben, als dass man sich jetzt darüber die Köpfe einschlägt. Es ist weniger ein schweißtreibendes Rennen als eine gemütliche Wanderung, will ich sagen.

Von mir gibt es jedenfalls eine Empfehlung, fast ohne Einschränkung. Schön ist auch, dass man das Spiel alleine spielen kann. Dadurch kann man auch mal heimlich üben, wenn man eben doch ein bisschen mehr auf Konkurrenz gepolt ist als ich! ;-)