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Schwarz-weiß und analog, Teil 201: Am Krewelshof

Fomapan 200 #2, Oktober 2022
  • Olympus OM-2 SP, Olympus Zuiko MC Auto-S 1:1.8 f=50mm, Olympus OM-System E. Zuiko Auto-T 1:3.5 f=135mm, Auto Makinon 1:2.8 f=28mm
  • Entwicklung: Adonal 1+50, 9:00 Minuten bei 20,5°C, Adofix Plus 1+5 (2. Benutzung), 3:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Da ich heute den ganzen Tag unterwegs sein werde, hier ein s/w-Eintrag aus der Retorte. Einfach nur Entwickler und Fixierer hinzufügen: Zack! Ein Artikel! ;-) Und da ja Karneval ist, lass ich einfach mal die passende, aber rein zufällig gewählte Uhrzeit eingestellt. (Nicht, dass jetzt einer glaubt, meine Nichtanwesenheit hätte was mit Karneval zu tun. Eher ist das Gegenteil der Fall: Wir flüchten vor den Jecken und Tollitäten und hastenichgesehen ins Sauerland! ;-))

Heute geht es auf den Krewelshof. Der ist hier irgendwo im Niemandsland zwischen Lohmar und Rösrath. Was witzig ist: Während ich diesen Artikel mit Text fülle, sitze ich keine 500 Meter entfernt im Autohaus und warte darauf, dass mein Honda fertig wird. (Natürlich schreibe ich diesen Text wieder im Voraus, dass heißt, dass ich nicht wirklich dort sitze, wenn ich ihn irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft tatsächlich veröffentlichte. Ist sowieso mal wieder witzig: Da ich ja keinen Plan habe, wann der Akku in meinem alten Notebook out-of-power ist - ich habe ihn zwar gestern Abend extra noch mal leer und wieder voll gemacht -, tippe ich das in ein Google Doc, weil das alle paar Sekunden eine Kopie in die Cloud legt! Ist die Raumfahrt nicht wunderbar? ;-))

Jedenfalls! Gar nicht all zu viele Bilder heute, die ich irgendwann im letzten September gemacht habe. Die Bilder sind aber typisch herbstlich und dementsprechend war auch der Hof geschmückt. Die machen da ja immer so besondere Themen-Veranstaltungen. Naja, also, "Veranstaltungen": Die schmücken den Laden halt entsprechend, damit man was zu gucken hat.

Deshalb ist das erste Bild heute auch ein dicker, runder Kürbis. (50mm, 1/1000s, f/8.) Mit der Normalbrennweite? Warum habe ich hier eigentlich nicht das Weitwinkel genommen? Dann wären die Nuppel auf der Kürbishaut sicher noch besser und größer raus gekommen und der Strommast im Hintergrund wäre noch weiter in die Ferne gerückt. Hm, ich erinnere mich nicht. Kam ich nicht näher ran? Hatte ich mal wieder keine Zeit für einen Objektivwechsel? Man weiß es nicht. Interessant ist das Bild trotzdem. Wieder bin ich vom Auflösungsvermögen des billigen Foma 200 erstaunt. Gut, ist jetzt nicht wie ein teurer Film, aber auch nicht schlechter als der normale 100er. Und die Selbstentwicklung hat offenbar auch ganz gut geklappt. Ich mein, die Fliege da in der Mitte unten ist schon wirklich sehr gut erkennbar und nur mäßig verrauscht. Hm, vielleicht hatte ich das Weitwinkel weggelassen, um die Fliege noch zu erwischen, das würde Sinn machen! ;-)


Der Kürbis war übrigens nur Teil einer größeren Installation, wenn man das so nennen kann: Einer gigantischen Kürbispyramide, die mir noch größer erscheint als in den Jahren zuvor. (50mm, 1/1000s, f/8.) Vor allem dieser Riesenkürbis an der linken Bildseite. Man, man, man, das ist ja ein Brummer! Wenn auch nicht Teil der eigentlichen Pyramide. Aber hier kann man gut sehen, wie der Film auf unterschiedliche Farbtöne reagiert. Die Farbpalette reichte hier von weiß über orange und gelb bis hin zu tiefgrün. Am hellsten erscheinen mir mal wieder die rötlichen Kürbisse; Foma ist nur so mäßig panchromatisch, stelle ich immer wieder fest. ;-) Aber für den Preis reicht mir das, das gibt den Bildern zudem ein etwas antikeres Aussehen. Der Kentmere reagiert besser auf Rottöne, habe ich schon festgestellt. Müsste eh mal besseren Film kaufen, aber insgesamt haben die Preise doch deutlich angezogen. Könnte natürlich auch einfach mal weniger davon verschießen! ;-)

Hinterm Laden standen dann diese Kürbistiere rum, ein Luchs zum Beispiel, wie man an den Pinselohren gut erkennen kann. (135mm, 1/1000s, f/5,6.) Ich glaube, das ist eine meiner liebsten Brennweiten und das Zuiko macht wie immer einen hervorragenden Eindruck. Olympus hat zu seiner Zeit tatsächlich sehr gute Optiken gebaut, da bin ich immer wieder erstaunt. Selbst bei diesem um anderthalb Stufen abgeblendeten Bild ist das Bokeh im Hintergrund sehr schön gelungen, obwohl die Wand nicht wirklich weit entfernt war. Das Praktische an den Zuikos ist ja, dass die grundsätzlich eine Abblendtaste integriert haben und nicht darauf angewiesen sind, dass die Kamera sowas kann. Wie schon öfter gesagt, die würde ich alle gerne mal an Digital adaptiert sehen...


Das nächste Bild habe ich damals mit "Giraffe" betitelt, aber vielleicht handelt es sich auch um ein Llama oder was Ähnliches. (135mm, 1/1000s, f/3,5.) Man weiß es nicht. Aber weit offen und mit etwas mehr Abstand zerfließt der Hintergrund ganz hervorragend, so wie ich es am liebsten habe, in eine cremige Brühe aus Unschärfe! (Ja, das war jetzt nicht besonders poetisch, aber. ;-)) Der Baum ist allerdings mit seinem Laub vielleicht ein ganz kleines Bisschen zu unruhig und nervös. Aber die Schatten und Strukturen im Holzgesicht reißen das glatt wieder raus.

Der Bremshebel gehört zum Werbeschild-Anhänger, der weiter Richtung Einfahrt zum Hofparkplatz steht. (50mm, 1/500s, f/5,6.) Rost kommt ja immer gut, aber in diesem Fall finde ich besonders spannend, dass man auch die Reste der letzten Spinnenmahlzeit noch im Netz erkennen kann. Selbst die dünnen Fäden sind noch einwandfrei auszumachen, und das, obwohl der Hintergrund weniger unscharf ist, als ich das normalerweise mache. Leider ist mir der Strommmast im Hintergrund ein bisschen verrutscht, den hätte ich gern etwas prominenter gehabt. Aber geht auch so.


Und zum Letzten heute: Das rechte der beiden angespannten Pferde, die die Kutsche zogen, welche hier die Sonntagsausflügler durch die Gegend karren. (50mm, 1/500s, f/5,6.) Dieses Bild finde ich extrem gut gelungen, mit den Bäumen, Shildern und der Straße mit den Markierungen drauf im Hintergrund, leicht unscharf, dafür den Pferdekopf knackscharf, der Kontrast im Fell und in der Mähne, die Highlights auf dem Leder am Geschirr. Schön. Gefällt mir.

Nächstes Mal: Die Baustelle an der Hanfbachtalstraße, direkt unten um die Ecke. Da hatte ich ja schon digital Bilder gemacht, als die Straße renoviert wurde.

Schwarz-weiß und analog, Teil 200: Viehzeug rund um Kurenbach, Söven und im Rosental

Fomapan 200 #2, Oktober 2022
  • Olympus OM-2 SP, Olympus Zuiko MC Auto-S 1:1.8 f=50mm, Olympus OM-System E. Zuiko Auto-T 1:3.5 f=135mm, Auto Makinon 1:2.8 f=28mm
  • Entwicklung: Adonal 1+50, 9:00 Minuten bei 20,5°C, Adofix Plus 1+5 (2. Benutzung), 3:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Jubiläums-Artikel! Nummer 200! Man, hab ich viele s/w-Fotos gemacht! ;-)

Das schöne an den Olympus-Kameras - selbst wenn es sich um eines der "großen" Modelle wie die OM-2 handelt - ist, dass sie einigermaßen klein und leicht sind. Deshalb kann man sie auch gerne mal mit auf einen der diversen Spazoergänge mit nehmen, die wir während der Corona-Zeit angefangen haben, weil die Leute alle ihre neuen Hunde quer über den Fahrradweg gespannt haben, weshalb man nicht mehr so unproblematisch wie früher mal eben eine Radtour machen kann. (Wollte das noch mal erwähnen!;-) Wobei ich mir fest vorgenommen habe, dass ich, sobald das Wetter wieder mehr auf Frühling umschlägt, mal wieder ein bisschen mehr Rad fahren muss.) Jedenfalls sind mir auf diesem Spaziergang rund um den Hausberg einige Viecher untergekommen, die ich doch gerne mal in s/w mitgenommen habe. Man kann nie genug Fotos von Viehzeugs haben! ;-)

Wobei da auch einiges an Grünzeug dabei ist, so fangen wir diesen Artikel auch gleich mal mit einem Blick unter die Bätter eines kleinen Bäumchens an, wo wir diverse pralle Früchte finden, die ich nicht genau identifizieren möchte, weil ich viel zu wenig Ahnung davon habe. (50mm, 1/250s, f/4.) Der Dateiname behauptet, dass es Reneclauden wären, aber ich möchte bei dieser Gelegenheit mein früheres Selbst stark anzweifeln. Wahrscheinlich sind das einfach nur ein paar schnöde Holzäpfelchen! ;-) Was auch immer es ist, es ist ein bisschen unterbelichtet... nee, Moment, mein Notebook-Display ist nur auf 25% gedimmt! :-D Soo, jetzt sieht das gleich viel besser aus! Da sieht man mal wieder, wie stark das Seherlebnis von der verwendeten Hardware abhängt.

Das nächste Bild enthält eine Landmaschine und ihren Operator. (135mm, 1/1000s, f/5,6.) Mit dem relativ kleinen Portrait-Tele konnte ich diese Szene leider nicht näher ran holen, was aber auch ganz gut ist, denn so muss ich den Herrn auch nicht extra unkenntlich machen, denn die Filmauflösung reicht glaube ich nicht aus, um ihn von irgendeiner automatisierten AI erkennen zu lassen. Wobei man ja heutzutage eigentlich bei sowas gar nicht mehr so wirklich sicher sein kann, das entwickelt sich ja erschreckend schnell. (Ich weiß gar nicht, warum ich diese Artikel noch selber schreibe und die nicht von diesem Chat-Dings verfassen lasse! Ach ja, stimmt, weil das Ding ständig überlastet ist.) Jedenfalls. Wo war ich? Das Foto ist durch die Aufteilung immerhin mäßig interessant. Eine größere Brennweite hätte definitiv geholfen.


Interessanterweise sehen die Schafe auf der Weide mit den Masten im Hintergrund bei gleicher Brennweite sehr viel besser aus, obwohl die noch weiter weg sind. (135mm, 1/1000s, f/8.) Und erstaunlich, wie viele Details auf diese Entfernung noch auszumachen sind. Vor allem, dass viele dieser eigentlich dunklen Schafe weiße Söckchen an haben! Niedlich! Schönes Bild, mit dem Kontrast zwischen ländlicher Idylle und den fachwerkartigen Strommasten im Hintergrund.

Ansonsten lagen auf dem Feldweg, auf dem ich da in diesem Moment stand, noch diese Betonrohre rum, die ich dann mal weitwinklig festgehalten habe. (28mm, 1/1000s, f/2,8.) Das oben am Rand ist übrigens meine Hand: Ich habe keine Sonnenblende für das Makinon, da muss ich manchmal improvisieren und dann passiert es schon mal, dass ich meine eigenen Flossen fotografiere! ;-) Wie immer bin ich fasziniert von der Tatsache, dass dieses extrem günstige Objektiv auch weit offen sehr scharfe Bilder liefert, wie man an den Strukturen auf dem Beton erkennen kann. Außerdem produziert es bei solch kurzen Entfernungen auch ein ganz annehmbares Bokeh im Hintergrund, trotz der Tatsache, dass es sich um ein Weitwinkel handelt. Wenn das Bild jetzt noch gerade wäre...

Kommen wir jetzt zu zwei Fotos vom Esel, der uns entgegen gelaufen kam. (Beide 135mm, 1/1000s. Blende beim ersten ca. f/4, beim zweiten f/5,6.) Leider ist das erste unscharf, was ich aber direkt gemerkt hatte und daher das zweite gemacht habe. Kommt in den besten Familien vor, dass man den Fokus total versaut! Ich hätte dieses Bild jetzt natürlich auch einfach unter den Tisch fallen lassen können, aber ich finde es wichtig, dass man auch mal die Fehlschüsse vorstellt. Erstens sind wir alle nicht perfekt und zweitens sollte einen so ein kleiner Unfall niemals entmutigen, es nicht beim nächsten Mal einfach besser zu machen! Also, an alle Leute, die Angst haben, sich zu blamieren, weil sie zum ersten Mal eine Kamera ohne Autofokus in den Händen halten: Scheiß drauf, was die anderen denken, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und selbst erfahrene Fotografen haben einfach mal einen Aussetzer! ;-)


In diesem Fall kommt die Unschärfe hauptsächlich daher, dass das ein echter Schnappschuss war: Esel gesehen, Kamera vors Auge, abgedrückt! Habe nicht mal die Blende richtig eingestellt und nachher erst gemerkt, dass die irgendwo zwischen offen und f/5,6 rumhing. Manchmal ist das Hirn dann halt doch in der Autofokus-Automatik-Welt gefangen und bei dieser Brennweite ist eine leichte Fehlfokussierung bereits fatal. Das zweite ist jedoch perfekt scharf und der Esel steht auch viel mehr in der Sonne. Leider aber auch direkt am Zaun, was ich eigentlich nicht wollte. Andererseits gibt dieser dem Bild weitere Tiefe, da er sich hervorragend gegen den unscharfen Hintergrund abhebt. Schönes Foto. Einzig, im Nachhinein hätte ich es vielleicht hochkant gemacht und so noch ein bisschen Himmel als weitere Tiefenebene mitgenommen. Geht aber auch so.

Es folgt eine Flasche im Felde umgeben von Flares. (135mm, 1/1000s, f/5,6.) Hui, das sind viele f-Laute für einen Satz! ;-) Aber diese leere und label-lose, im Original blaue Schnappverschluss-Bierflasche zwischen den frisch aufgebrochenen Erdbrocken fand ich schon sehr spannend, wie sich das Licht darin bricht, wie drumherum das Blendlicht flaret. Ziemlich gut gelungen. Und dass sie blau war, erkennt man praktisch gar nicht mehr. Sieht eigentlich aus wie Weißglas. Da sieht man wieder, wie unterschiedlich der Foma auf bestimmte Wellenlängen reagiert; eine Braunglasflasche wäre sicherlich sehr viel dunkler raus gekommen.

Etwas langweiliger ist da vielleicht der Griff des Stromkastens auf dem nächsten Bild. (50mm, 1/1000s, f/4.) Warum hatte ich da das 50er und nicht das Weitwinkel genommen? Hm. Kann mich nicht erinnern. Das wäre sicherlich auch eine Möglichkeit gewesen. Trotzdem ist es technisch ein brauchbares Bild geworden. Nur halt weniger spannend, als ich es gehofft hatte.


Schafe hingegen sind immer spannend! (135mm, 1/1000s, f/8.) Oben am Rand kann man sehen, dass ich bei diesem Film wieder mit dem Einspulen gekämpft habe, da habe ich wohl mit angstschweißfeuchten Fingern die Emulsion berührt und ein paar Flecken hinterlassen. Der kleine schwarze Fleck über dem rechten Schaf ist allerdings ein Insekt, das gehört so! ;-) Insgesamt ein sehr schönes Bild eines ländlichen Idylls. (Da hab ich diese beiden Wörter gleich zwei Mal in einem Artikel verwendet, Wahnsinn!) Die Schafe zwischen den herbstlichen Blumen sind aber schon wirklich sehr klischeehaft, dass müsst ihr schon zugeben, oder? ;-)

Nach Schafen kommen Rinder, zumindest wenn man den Rückweg durchs Rosental nimmt, wo einem regelmäßig die Jungbullen auflauern, die demnächst in den Hamburger kommen! ;-) (50mm, wahrscheinlich 1/1000s, f/5,6.) Auch dieses Bild war ein Schnappschuss, dieses Mal hat es mit der Entfernung aber besser geklappt, da bin ich schon ein bisschen stolz auf mich. Der kam nämlich extrem flott auf uns zugerannt, die Herde war gerade irgendwie in heller Aufregung. Auch dass das Bild leicht schief ist, stört mich dieses Mal gar nicht, ganz im Gegenteil verleiht es der Szene eine gewisse Dynamik, die die eingefrorene Bewegung des Tiers noch verstärkt. Deshalb, Danke 27293, dass ich dieses sehr gute Foto von Ihnen machen durfte! :-D


Und zu guter Letzt, es geht auch anders, nämlich total gechillt. (135mm, 1/1000s, f/5,6.) Oder sind Holsteiner grundsätzlich ruhiger und lassen sich nicht so schnell stressen? Wie auch immer, ich mag Kühe. Und auf diesem Bild kommt das Fell wirklich sehr schön raus. Gefällt mir sehr gut, wie das Tier da steht und die letzten Strahlen einer untergehenden Herbstsonne tankt. Fast schon perfekt. (Ich will jetzt nicht wieder das in diesem Artikel bereits etwas überstrapazierte Wort "Idyll" auspacken.) ;-)

Nächstes Mal: Ein kleiner Ausflug zum Krewelshof, irgendwo im Niemandsland zwischen Lohmar und Rösrath.

Schwarz-weiß und analog, Teil 199: Blick aus der Wahner Heide auf den Flughafen

Fomapan 200 #2, Oktober 2022
  • Olympus OM-2 SP, Olympus Zuiko MC Auto-S 1:1.8 f=50mm, Olympus OM-System E. Zuiko Auto-T 1:3.5 f=135mm, Auto Makinon 1:2.8 f=28mm
  • Entwicklung: Adonal 1+50, 9:00 Minuten bei 20,5°C, Adofix Plus 1+5 (2. Benutzung), 3:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Der zweite Film, den ich selber entwickelt habe, war ebenfalls ein Fomapan 200. Ich habe mir gedacht, dass ich da am Besten dranbleibe, einfach weiter mit dem gleichen Material üben. Außerdem war das Herbstwetter danach. (Habe eh den Eindruck, dass ich den 200er fast lieber mag als die anderen beiden Geschwindigkeiten, da er sich universeller einsetzen lässt. Wobei die 100- und 400er natürlich auch ihre Daseinsberechtigung haben, aber wenn man nicht ganz sicher ist, wie das Wetter die kommenden Tage wird, kann es hilfreich sein, genau in der Mitte dazwischen zu liegen, was die Empfindlichkeit angeht.)

Aber zu den Fotos: Als erstes habe ich da das Foto, von dem ich gedacht habe, dass es eh nichts wird, nämlich unsere Lampe im Büro! :-D (Unbekannte Belichtungswerte. Ach?! ;-)) Erstaunlich, wie gut sich die einzelnen Haare des Filzes am Patronenschlitz abzeichnen. Habe ich so auch noch nie gesehen. Ansonsten ist das Bild natürlich total überflüssig, aber ich habe es einfach mal mit hier in den Artikel aufgenommen, weil. Irgendwie hat es was ungewollt künstlerisches, finde ich. ;-)


Dann aber ging es ab in die Heide, wo uns als erstes mal diese Mütze auf einem Wanderwegwegweiser begrüßt hat. (135mm, 1/250s, f/5,6.) Warum der Film am Anfang so verkratzt aussieht und so viele Fusseln drauf hat, weiß ich beim besten Willen auch nicht, aber ich nehme an, dass ich einfach mal wieder auf dem Bereich fotografiert habe, der noch gar nicht für Fotos vorgesehen war. Immerhin habe ich 40 Bilder auf den 36er Film bekommen! ;-) Naja, egal. Das Bild jedenfalls sieht vom Motiv her ganz OK aus. Ich mein, ist jetzt nichts überragendes, einfach eine dieser diversen Mützen, die man bei jeder Wanderung durch den Wald zu Gesicht bekommt. Weiß ja auch nicht, warum die Leute ständig ihre Klamotten verlieren. ;-) Das 135mm macht jedenfalls ein sehr hübsches Bokeh in den Hintergrund, obwohl ich schon recht weit, für meine Verhältnisse, abgeblendet habe. Das 135er Zuiko hat ja leider keinen Klick bei f/4. Die Belichtung und Entwicklung scheinen soweit ansonsten OK zu sein.

Dann kamen wir an der alten stillgelegten Ampel an der ehemaligen Flughafenausfahrt vorbei. (135mm, 1/250s, f/3,5.) Die wird ja nicht mehr benutzt, seit da das Parkhaus neu gebaut worden ist. Also, "neu", vor 10 oder 20 Jahren, oder wie lang steht das da jetzt schon? Die Ampel steht da jedenfalls noch immer und bewacht eine nicht mehr existente Ausfahrt. Witzig ist vor allem, dass da auch noch die Bewegunsmelder-Kameradinger mit dran sind, die kann man doch sicher noch irgendwo produktiv verwenden, statt die da im Nichts vergammeln zu lassen. Überhaupt, angeblich kostet so eine Ampelanlage doch so viel. Naja, aber ich nehme an, die deutsche Bürokratie besagt, dass man die nicht einfach so abbauen kann, nur weil die Straße nicht mehr befahren werden kann. Wo kämen wir da hin?! ;-) Witziges Bild, insofern jedenfalls.


Auf dem Rückweg in den Wald haben wir dann diesen Birkenpilz gefunden. (50mm, 1/250s, f/4.) Noch immer sehr staubig. Warum habe ich den Film eigentlich nicht ein bisschen in der Post gesäubert? Hätte ich ja mal machen können, echt ehrlich. Faul, faul, faul! ;-) Hübsches, kontrastreiches Bild, schön nach Dritteln unterteilt und mit einem netten Bokeh im Hintergrund, bei dem die Blendensechsecke sich ganz gut machen. Vielleicht was dunkel. Ansonsten OK.

Über den Hügel, über den Zaun hinweg, konnte man die Schwanzflosse dieses Jets sehen und eine Leiter, die ins Nichts führt. (135mm, 1/1000s, f/11.) Hier kann man dann sehen, dass ISO 200 doch schon recht schnell sind und mir an den älteren Kameras dann immer die Belichtungszeiten ausgehen. f/11 benutze ich ja sonst praktisch nie! Trifft sich hier aber ganz gut, denn so sind Leiter und Leitwerk beide scharf, obwohl sie - für die 135mm Brennweite zumindest - doch einigermaßen weit auseinander standen. Nur der Stacheldraht ist erwartungsgemäß unscharf. Die Wirkung des Bildes ist hingegen ein bisschen zwiespältig. Ich glaube, es ist einfach ein bisschen vollgeladen, vielleicht stört mich das so. Weiß nicht, wieder einer dieser Fälle, bei denen ich nicht sagen kann, was mich eigentlich genau stört. Was nicht gut ist, weil ich den Fehler dann beim nächsten Mal auch nicht vermeiden kann.


Die Enteisungsfahrzeuge hingegen finde ich schon ziemlich Klasse. (50mm, 1/1000s, f/8.) Außerdem lassen die Fusseln vom Anfang des Films langsam nach, sodass das Bild auch von der allgemeinen Qualität her besser ist. Ich glaube fast, da war einfach Dreck in der Kamera drin, den der Film am Anfang mit aufgesammelt hat. Ansonsten ein gutes Foto. Die drohenden Wolken über der Szenerie finde ich sehr passend. Auch dass man die drei Fahrzeuge alle aus einer leicht anderen Perspektive zu sehen bekommt, finde ich gut. Seltsam finde ich nur, dass die beiden Volvos irgendwie deutlich moderner wirken als der Benz, aber die kleinere Nummer haben. Hm, das gehört wahrscheinlich wieder zu diesen Dingen, die nur mich stören! ;-)

Am Ende der Landebahn steht - noch hinter dem Absperrzaun - dieser Container mit einer Sendeantenne. (135mm, 1/1000s, f/8.) Ich nehme an, dass hier das Glide Slope Signal ausgesendet wird? Wie heißt das auf Deutsch? Keine Ahnung. Ansonsten: Auf dem Bild ist zu viel Rasen. Der ist langweilig. Mehr Himmel wäre besser gewesen. Hochkant ist ansonsten OK.


Und dann gab es mal wieder Eichenlaub. (28mm, 1/1000s, f/4.) Habe hier mal kurz aufs Weitwinkel gewechselt, denn so habe ich mehr vom unscharfen Zaun in den Hintergrund bekommen. Ist eigentlich ganz gut geworden, oder? Wie man sieht, habe ich auch bei diesem Film noch ein bisschen mit der Einspulung gehadert: Oben ist die Emulsion ein bisschen verkratzt.

Und dann noch ein paar Flugzeuge, schließlich waren wir am Flughafen, wie man im Hintergrund sieht. (135mm, 1/1000s, f/8.) Schickes Foto mit vielen drohenden Wolken. Ansonsten siehts ein bisschen nach einem Touristen-Shot aus. "Oh, guck mal, Flugzeuge!" Oder so ähnlich. ;-)

Landende Flugzeuge sind da schon ein bisschen spannender. (28mm, 1/1000s, f/8.) Leider ist das schon ein bisschen weit weg gewesen für das Weitwinkel, ich hatte eigentlich vor gehabt, den Flieger zu erwischen, wie er noch oberhalb des Stacheldrahts herumlungert. Das hatte aber aus irgendeinem nicht geklappt. Geht aber auch so. Da kriegt man gleich noch mehr Fernweh, wenn das Flugzeug einem so weit weg erscheint. ;-)


Während des Landeanflugs sahen die ankommenden Flieger eigentlich sogar noch besser aus, weil sie von der Sonne schön angeleuchtet wurden und somit viel kontrastreicher aussehen. (135mm, 1/500s, f/11.) Gegen den relativ einheitlichen, dunkel wolkenverhangenen Himmel poppt das richtig gut aus dem Bild. Gutes Foto.

Dann zurück zum Auto, wofür wir den Weg durch den Wald genommen haben, als mir plötzlich mein Name ins Auge fiel. (50mm, 1/125s, f/1,8.) Ich wusste gar nicht, dass ich elf Klafter Holz bestellt hatte! :-D Mal wieder erstaunt mich die Schärfe des 50mm Zuikos bei Offenblende. Und gleichzeitig das buttercremige Bokeh im Hintergrund. Sehr interessantes Bild! Gefällt mir sehr gut.


Und am Ende, wer einen Notarzt braucht, der findet ihn hier. (50mm, 1/1000s, f/1,8.) Leider nicht ganz scharf und oben links in der Ecke hat außerdem irgendwas in die Linse hinein gebaumelt, wahrscheinlich der Umhängebändel. Schade, ansonsten wäre es ein ganz brauchbares Bild geworden. Gut, das Motiv ist jetzt auch nicht so spannend, aber man hätte was draus machen können.

Nächstes Mal: Viehzeug rund um Kurenbach, Söven und im Rosental.

Schwarz-weiß und analog, Teil 180: Bonner Innenstadt

Film: Kentmere 100 #3, Kamera: Olympus OM-2 Spot/Program, Juli 2022

Auch der schönste Film geht irgendwann zu Ende. So ein 35mm Film ist ja auch mit 36 Bildern drauf nicht besonders lang, selbst wenn ich immer 38 oder so drauf bekomme! ;-) Den letzten Teil dieses ganz gut gewordenen Kentmere 100 habe in der Bonner Innenstadt verschossen. Ich glaube, das war vor/nach/während eines der Trekdinner, die wir im Sommer hatten?

Auf dem Markt war jedenfalls gerade Markt, was sonst, und ich habe die Rollen an einigen der Transportkarren mitgenommen, einfach weil ich dachte, dass sie ein ganz nettes Motiv abgeben würden. (Zuiko 50mm, 1/1000s, f/4.) Und tatsächlich, die sehen erstaunlich interessant aus, dafür dass es sich um so einen Alltagsgegenstand handelt. Die Rollen sind schön scharf und die Planen im Hintergrund gerade noch unscharf genug für meinen Geschmack. Licht und Schatten wechseln sich gegenseitig ganz nett ab. Sieht ganz OK aus.

Ebenso faszinierend ist die Detailansicht des Geländers in der Nähe des Uni-Hauptgebäudes. (50mm, 1/1000s, f/2,8.) Gerade mit dem im Schatten liegenden Eingang und der Treppe dahinter macht sich dieses Bild besonders gut, finde ich. Die rechte Ecke an dem Haken, in dem keine Kette steckt, könnte noch ein kleines Bisschen schärfer sein. f/4 wäre vielleicht doch besser gewesen. Ansonsten: Gut.


Da die Marktstände vor dem alten bonner Rathaus ein bisschen im Weg waren, habe ich sie einfach in mein Bild integriert und unten an den Rand geschoben. (50mm, 1/500s, f/8.) Mit dem Obelisken und der Fahne, die nach oben in den leicht bewölkten Himmel ragen, macht sich das eigentlich auch ganz gut. Ich sollte wohl öfter mal nach Bonn kommen, um Fotos zu machen. Gerade im Sommer scheint das eine gute Idee zu sein.

Der Mann, der nach oben schaut und sich dabei das Genick verrenkt, steht im Hofgarten, ganz in der Nähe der Abgusssammlung. (50mm, 1/1000s, f/4.) Da konnte ich mal ein bisschen Portrait-Fotografie am unbelebten Objekt üben. ;-) Außerdem fotografiere ich gerne Kunst im öffentlichen Raum, das ist irgendwie so Meta! :-D Das Grünzeug im dunklen ist leider ein bisschen sehr ähnlich in den Graustufen wie das Gesicht des Motivs, aber immerhin setzt es sich durch das Bokeh ein bisschen ab.


Am Eingang vom Hofgarten habe ich irgendwie Scheiße gebaut, als ich den Topf da fotografiert habe. (50mm, 1/1000s, f/2,8.) Also, entweder hätte ich den Pott mal richtig scharf stellen sollen, oder ich hätte stattdessen f/8 oder f/11 oder sowas wählen sollen, damit Vorder- und Hintergrund scharf sind. Aber so? Ne, das üben wir noch mal. Außerdem: Schief. Also, an dem Bild finde ich gerade leider nichts Gutes.

Die Schatten des Geländers auf dem Telefon-/Strom-Kasten hingegen sind ziemlich gut geworden. (50mm, 1/1000s, f/4.) Hintergrundunschärfe ist OK, Winkel könnte fast noch was spitzer sein, Bildausschnitt hätte dann auch weiter nach rechts wandern können. Aber ansonsten: OK.

Im Hofgarten stehen zur Beleuchtung einige große, kugelförmige Lampen herum. (50mm, 1/1000s, f/4.) Gegen den Baum im Hintergrund fand ich das auch ein ganz nettes Motiv. Ist auch einigermaßen OK geworden. Jetzt nichts besonderes, aber auf jeden Fall besser als der Pott oben.


Dann habe ich, auf dem Weg runter zum Rhein, noch schnell die hässliche Kunst mitgenommen. (50mm, 1/500s, f/4.) Begründung: Siehe oben! ;-) Ich glaube, der Künstler wollte mir was damit sagen, aber was? Beim nächsten Mal, wenn ich hier bei gutem Licht vorbei komme, werde ich mir ein bisschen mehr Zeit nehmen und vielleicht ein paar Details fotografieren. Das kann ja auch nicht schaden und vielleicht verstehe ich dann den Sinn der Übung.

Wie wir von hier zum Münsteplatz gekommen sind, weiß ich gerade gar nicht mehr, aber ich habe wohl ganz offensichtlich ein Foto von der Kirche neben der Uni gemacht, wie er da in der Ferne in den dieses Mal wolkenlosen Himmel zeigt. (50mm, 1/250s, f/1,8.) Wie man an der Belichtung sieht, muss es auch schon was später gewesen sein. Ich nehme also an, nach unserem Trekdinner-Treffen. Der Plan war hier wohl, die Blätter oben am Rand unscharf zu bekommen, sonst hätte ich ja wohl kaum das Objektiv ganz geöffnet. Hat aber nicht geklappt, auf die Entfernung ist da alles noch mehr oder weniger innerhalb des Auflösungsvermögens des Filmes scharf, selbst im originalen 6400dpi-Scan. Trotzdem ein ganz nettes Bild geworden.

Bei den Laternen vor dem Münster-Portal haben wir wieder das gleiche Problem wie weiter oben schon mal: Der Kontrast zwischen Vorder- und Hintergrund ist ein bisschen wenig. (50mm, 1/125s, f/1,8.) Dafür hat hier der Plan mit der Unschärfe sehr viel besser geklappt: Der Hintergrund hat ein schön cremiges Bokeh. Gefällt mir.


Und für das letzte Bild auf dem Film, das meiner Meinung nach auch noch extra-gut geworden ist, habe ich mir den kleinen metallenen Löwen am Fuße der Laterne ausgesucht. (1/60s, f/1,8.) Der ist ziemlich perfekt geworden, wenn ich das mal so sagen darf. Er guckt allerdings ein bisschen traurig aus dem Bild heraus. Hätte ich ihn doch weiter nach rechts nehmen müssen, dass er in das Bild hinein guckt und er mir nicht so leid tut? So frage ich mich echt, was er da gerade so anschaut. Naja, vielleicht liegts ja auch nur dran, dass ihm jemand eine Laterne auf den Hintern gestellt hat! :-D

Nächstes Mal ein neuer Film. Den kann ich glaube ich recht schnell abhandeln, denn es handelt sich um den aus der Minolta XG2, bevor ich die Lichtdichtungen ausgetauscht hatte. Die haben also fast alle einen Lichtschaden, obwohl da ein paar ganz nette Motive dabei waren. Naja, mal sehen, was ich da mache. Vorzeigen wollte ich sie auf jeden Fall, damit man mal sieht, was passiert, wenn Licht durch die Rückwandritzen einsickert und den Film streifig belichtet.

Schwarz-weiß und analog, Teil 179: Sommerliche Wahner Heide

Film: Kentmere 100 #3, Kamera: Olympus OM-2 Spot/Program, Juli 2022

An dem Tag damals in der Heide sind wir mal in die andere Richtung abgebogen und vom Parkplatz aus nach Südosten gegangen, also erst mal parallel zur Schneise und dann in den Wald hinein.

Da gibt es auf einer kleinen Lichtung diesen Steg über den Bach. (Zuiko 50mm, 1/60s, f/1,8.) Im Wald hätte ich tatsächlich einen empfindlicheren Film brauchen können, da war es doch schon gut schattig. Gut für meine Sucht nach weit offenen Blenden! Aber bei den vielen Blättern wirkt das doch sehr unruhig. Ich hätte hier persönlich doch gerne zwei, drei Stufen abgeblendet, um den Wald scharf zu bekommen. War aber nicht drin. Aber für das, was es ist, ist es dann doch gar nicht so schlecht. Mir gefällt ganz gut, dass das Zentrale des Bildes etwas heller geraten ist als die Ränder.


Bei Motiven, denen man näher auf die Pelle rücken kann - wie diesem Markierungspfahl mit Efeu dran -, funktioniert das mit der offenen Blende hingegen viel besser. (50mm, 1/60s, f/1,8.) Ein ganz gut gelungenes Bild, finde ich. Erstaunlicherweise finde ich, dass hier im dunkeln Wald der Kentmere recht starke Körnung zeigt. Bleibt wieder die Frage: Womit entwickelt das Fotolabor?

Sobald die Sonne durch das Laubdach bricht, braucht man sofort wieder die schnellste Zeit, die die Kamera zu bieten hat, und man muss trotzdem noch eine Blende abblenden. Dadurch werden Bäume und Weg hinter diesem Wanderwegmarker mit Stachekdrahtwindungen drum herum dann nicht ganz so stark unscharf wie oben bei dem mit dem Efeu, aber doch noch ausreichend, um eine gewisse Separation zwischen Vorder- und Hintergrund hin zu bekommen. (50mm, 1/1000s, f/2,8.) Auch dieses Bild gefällt mir ganz gut, auch wenn ich mir wünschen würde, dass der Stacheldraht ein bisschen schärfer wäre. Ich habe da wohl zu sehr auf das Obere des Pfahls geachtet, denn das ist ganz scharf.


Bei der Wurzel im alten Mauerwerk hatte ich erst Angst, dass ich sie zu sehr verwackeln würde, denn die verwendete Belichtungszeit war doch eindeutig mehr als grenzwertig. (50mm, 1/15s, f/1,8.) Aber da kann man direkt mal zwei Dinge sehen: Erstens kann ich, wenn es wirklich drauf ankommt, die Kamera tatsächlich recht stabil halten. OK, das Bild ist natürlich verwackelt, das lässt sich nicht vermeiden, aber doch weit weniger, als ich gedacht hätte. Und zweitens ist es im Wald tatsächlich sehr dunkel, wenn sich ein geschlossenes Laubdach über einem befindet. Insgesamt ein ganz cooles Bild, bei dem das leichte Verwackeln gar nicht so sehr ins Gewicht fällt, sondern im Gegenteil dem Bild sogar noch was besonderes gibt.

Am See war ich dann mal wieder froh, dass die OM-2 auch einen manuellen Modus beherrscht, denn so konnte ich vermeiden, dass die Automatik den Hintergrund dieses Fahradwegweisers "richtig" belichtet hätte, wo ich doch eigentlich den Vordergrund hell haben wollte. (50mm, 1/125s, f/2,8.) Mit ein bisschen Abblenden ist das Schild wirklich richtig scharf geworden, obwohl das nun wirklich bei der Entfernung schon grenzwertig ist. Im Hintergrund sitzt übrigens der Hase auf der Bank. Und die Blendenabbilder sind ziemlich cool geworden, wobei nicht ganz so eckig, wie ich erwartet hätte.

So richtig krass geworden ist das kleine, ferngesteuerte Sportboot zwischen den Wurzeln an Land. (50mm, 1/60s, f/4.) Viel muss ich nicht sagen, ich finde dieses Bild einfach nur gut. Selbst die leichte Schiefheit, die dadurch kommt, dass ich mich doch sehr weit runter beugen musste und ich eine ziemlich verknickte Optik in meinen Augen habe, stört mich nicht weiter.


Sehr cool finde ich auch Schloss und Kette, für die ich endlich mal das 135er auspacken konnte. (Zuiko 135mm, 1/125s, f/3,5.) Auch hier musste ich hart am Limit des Möglichen arbeiten, soll heißen: Weit offen und gerade noch schnell genug für diese Bennweite. Das Ergebnis überzeugt mich! Das Bokeh im Hintergrund würde ich sofort kaufen! ;-) Dazu die immer unschärfer werdende Kette: Rrrr! :-D Ja, sorry, ich bin ein Bokeh-Fanatiker!

Man kann es allerdings auch übertreiben, zB wenn man dann ganz nah an eine Wurzel ran geht, die sich einfach so in die Luft streckt. (50mm, 1/125s, f/2,8.) Der Hintergrund ist leider recht unstrukturiert, da wäre f/4 vielleicht doch besser gewesen. Besonders, weil das Vordere der Wurzel dann vielleicht auch scharf geworden wäre. Leider mal wieder eines dieser Fotos bei dem ich mir denke: Ja, ich sehe, was Du vorhattest, aber is wohl nix geworden, was? ;-) (Immer diese Selbstgespräche.)

Nachher sind wir dann auch ein bisschen aus dem Wald hinaus und am Stadion raus gekommen, dessen Hintereingang (oder ist es ein Notausgang?) ich auch direkt mal abgelichtet habe. (50mm, 1/125s, f/4.) Hier komme ich mal dazu, mittlere Zeiten mit mittleren Blenden zu kombinieren und das Ergebnis ist ganz OK. Mir war klar, dass ich auf diese Distanz zwischen mir, dem Tor und der Tribüne wohl kaum eine ausreichende Unschärfe hinbekommen hätte, weswegen ich mich für das Gegenteil entschieden habe. So ist praktisch das ganze Bild scharf, was auch OK ist.

Weiter hinten raus aus dem Wald gibt es dann noch diese kleine Marien-Gedenkstätte. (50mm, 1/500s, f/2,8.) Die hat bestimmt auch eine Hintergrundgeschichte, aber ich habe sie - wenn ich sie denn je wusste - längst wieder vergessen. Jedenfalls stehen da immer diese Engelchen und Putten und Gedöns und sowohl Maria als auch das Jesuskind gucken so interessiert nach unten, als ob sie da ihre ganz eigene Meinung zu hätten, die aber aus Anstand nicht öffentlich kundtun würden. ;-) OK, ich denk mir wieder Stories aus. Sollte ich vielleicht auch lassen, das irritiert die Leute meist nur.


Ganz besonders gut geworden, finde ich persönlich dann mal wieder, ist das Kreuz aus dieser eher ungewöhnlichen Position von unten mit dem löchrigen Laub dahinter. (50mm, 1/500s, f/1,8.) Hier muss ich glaube ich mal wieder nicht allzu viel sagen, das Bild ist mehr oder weniger perfekt. Die Blendenbällchen sind schön verzerrt und bilden einen Halo um das Kreuz, und zwar genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte! Sehr schön.

Nächstes Mal: Die Bonner Innenstadt. Damit habe ich zum ersten Mal seit Langem einen einzigen Film in vier Artikel aufgespalten bekommen. ;-)