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Schwarz-weiß und analog, Teil 329: Little Britain in Vettelschoss

Kentmere 400 #16, 29. November 2025
  • Nikon F801S, Nikkor 35mm 1:2 AI
  • Entwicklung: D-76 Stock #9+#10 21° 16:15 Minuten, Adofix Plus 1+5 #19+#20, 7:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Als wir in Vettelschoss ankamen, musste ich erstmal die vielen britischen Fahrzeuge vor der Tür des Little Britain Inn fotografieren. Da ist diese kleine Serie entstanden, angefangen mit dem Polizeiauto und einem alten Hillman. (1/125s, f/8.) Was Prinz Dingsbums im Hintergrund mach, weiß ich allerdings nicht genau. Seit der diese Schauspielerin geheiratet hat, ist der auch nicht mehr, was er mal war. Naja, wahrscheinlich hat er sich gedacht, nix wie weg, raus aus der Familie mit dem seltsamen Epstein-Onkel... ;-) Und jetzt lebt er in Vettelschoss? Das ist neu! Wenn das die Schmierblätter erfahren! :-D

Ich hab vergessen, wie diese dreirädrigen Kfz heißen, genau so wie ich vergessen habe, wer die Taxis gebaut hat. (1/125s, f/8.) Aber auch von denen standen da welche rum, von den dreirädrigen sogar mehrere. Reliant Robin! Das wars. Auch so eine Kuriosität aus der Vergangenheit, über die man sich heutzutage wahrscheinlich tot lacht. Aber das war damals in den 1970ern gar keine so dumme Idee.


Der Teddybär auf der Stoßstange, ist das so eine Anspielung auf Mr. Bean? (1/60s, f/11.) Wahrscheinlich. f/11 ist bei mir ja eine eher selten anzutreffende Blende, aber ich fand, hier wäre ein bisschen mehr Tiefe angemessen. Außerdem, wie man daran sieht, dass das alles etwas schief ist, habe ich dieses Bild eher aus der Hüfte geschossen, da ist jeder Zentimeter mehr an Schärfe hilfreich, wenn man ein manuelles Objektiv auf der Kamera hat!

Ah, auf dem steht sogar Reliant drauf, da hätte ich mir ja gar nicht das Hirn so zermartern müssen! (1/125s, f/8.) Und ein Polizei-Mini! Süß! Ist das tatsächlich mal im Poizeieinsatz gewesen? Ich mein, warum nicht? Es gab damals glaube ich nichts britischeres als einen originalen Mini! Ich fand die ja eigentlich immer ganz schnuckelig. Die neuen sind ja viel zu groß! Wenn ich mir so einen Clubman angucke, da würde ein originaler Mini ja fast schon auf die Ladefläche passen! ;-)

Genug Autos, lasst mich mal dokumentieren, wo wir da eigentlich waren, nämlich am Inn in Vettelschoss. (1/125s, f/8.) Ein recht überflüssiges Foto, wenn ich so drüber nachdenke. Warum habe ich das überhaupt gemacht? Nur wegen der Flagge überm Eingang? Ich weiß es nicht mehr. Ach, ich glaube, das war mal wieder das typische erste Foto auf dem Film, den ich hier schnell gewechselt habe, weil Nummer 1 voll war: Man weiß ja nie, ob das erste Bild was wird oder ob man den Leader zu weit raus gezogen hatte. (Wobei das bei den "modernen" Kameras ja eher selten vorkommt, die verschwenden meiner Meinung nach eh immer ein oder zwei Bilder am Anfang!)

Interessanter ist da der Drache, der den Eingang bewacht hat. (1/125s, f/4.) Ziemlich horniges Vieh! Horny. Höhö. Nicht? Zu blöd? OK, dann zieh ich den zurück. :-D Neben dem Tannenbaum (oder besser irgendwie so mittendrin) war der allerdings gar nicht so imposant, wie er vielleicht gedacht war. Mehr so ein bisschen Schüchtern. "Ich versteck mich dann mal im Weihnachtsbaum, falls das für alle OK ist?" Irgendwie so... ;-)


Genau so britisch wie Minis sind Londoner Telefonzellen und Bärenfellmützen. (1/125s, f/4.) Leider kann man nicht mehr das Schild genau lesen, welches erklären würde, was diese Telefonzelle jetzt genau mit Sherlock Holms - ebenfalls eine britische Ikone - zu tun hat. Aber wird schon passen. Ich stelle keine weiteren Fragen. Alles ergibt Sinn. ;-)

Wenn man dann noch eine solche Telefonzelle nimmt und ihr eine "Police Box" Schild verpasst, dann ist man endgültig so britisch, wie man nur sein kann. (1/125s, f/2,8.) Die Dr. Who Fans wissen, weshalb. Nur der Mannequin mit der Uniform da drin, der ist dann irgendwie doch nicht so whoianisch. Soll das so? Soll das eine echte Police Box sein? Man weiß es nicht. Hauptsache britisch!

Den gigantischen Bär fand ich allerdings dann schon ein bisschen creepy. (1/125s, f/2.) Also, vielleicht auch ein bisschen mehr. Vielleicht habe ich zu viele Horrorstories im Kopf, in denen sich diese harmlosen Gefährten in blutrünstige Monster verwandeln oder was, aber irgendwie läuft mir bei diesem leicht unscharfen Bild ein Schauder den Rücken runter. Oder vielleicht liegt es auch daran, dass es draußen so warm ist und die Heizung meinte, dass sie über Nacht schon mal in den Sommermodus schalten könnte, weshalb mir ein bisschen frostelig ist.

Kommen wir zur nächsten britischen Ikone: Einem Doppeldeckerbus. (1/125s, f/4.) Dieser hier war mehr oder weniger entstuhlt, dafür gab es Tische und Bänke, an denen man sich niederlassen konnte, um seinen Glühwein zu schlürfen, was wir dann auch getan haben. Also, ich nur den Alkoholfreien, ich musste ja noch Auto fahren. Das Kennzeichen "BRE XIT" ist schon sehr... on the nose. Was hat das denn für eine Aussage?


Die Friedenstauben saßen überall auf dem alten britischen Panzer, den die da hatten. (1/250s, f/4.) Öhmja, sagte ich schon, dass ich es nicht so mit Waffen habe, insbesondere mit Kriegswaffen? Irgendwo tief in mir drin schlummert ja so ein kleiner Pazifist, auch wenn der in den letzten Jahren des öfteren von der Realität in den Arsch getreten wurde. Blöde Realität. Aber die Friedenstaube ist mehr so mein Ding, vor allem vor dem Granatwerfer, oder Nebelkerzen-Dingsbums, oder was das da ist. Deswegen (und weil sie besser in die hochkanten Bilder rein passt) hat die Taube hier auch Vorrang!

Die Taube hatte ich auf dem Weg zum Stand mit den Fish & Chips erwischt, danach haben wir uns ja in das Doppeldecker-Dings verzogen, wo dieser "alte" (auf alt getrimmte) Globus rum stand, beleuchtet von einer dieser neumodischen LED-Faden-Lampe. (1/250s, f/4.) Hätte ruhig eine Blende langsamer belichten können, obwohl die Spiegelung im Südatlantik schon was her macht, auch bei diesen Werten!

Und dann, nachdem wir gestärkt und aufgewärmt waren, sind wir wieder raus auf den Weihnachtsmarkt, wo ich bei dieser Gelegenheit auch mal den Panzer (bzw. sein Rohr) im Überblick mit genommen habe. (1/250s, f/4.) Wie man sieht, die Taube war nicht alleine. Ich hoffe, die scheißen mal so richtig kräftig auf den Krieg. Alle zukacken! Das können Tauben doch am Besten! Ich frage mich ja so nebenbei, ob man als Privatperson überhaupt einen Panzer besitzen darf. Und fährt der noch? Ich mein, ich nehme ja mal an, dass das Rohr zu betoniert ist, aber...

Und weil es sich so anbot, noch aus einem näheren Winkel mit Fahne. (1/1000s, f/4.) War tatsächlich einigermaßen windig, wenn man das herumwedeln so betrachtet. Würde auch erklären, weshalb ich hier eine schnelle Zeit gewählt hatte; ich dachte zuerst, das wäre nur aus Faulheit gewesen, f/4 war schon eingestellt, oder so.


Aber genug Panzer-Bilder, auch wenn das Ding so riesig und imposant ist, dass es das Auge automatisch auf sich zieht. Bei unserer Ankunft war ich ja so mit den Autos vor der Tür beschäftigt, dass ich die Bahn verpasst hatte. Das habe ich dann mal nachgeholt, während die Damen sich irgendwas anderes angeschaut haben. (1/250s, f/4.) Weil, der Zug war ja auch antik. Wie man sieht.

Wobei, viel älter als die aktuell als S12 eingesetzten Bahnen sind die Wagons hier jetzt auch nicht! ;-) (1/60s, f/8.) OK, das stimmt jetzt nicht ganz. Aber fast. ;-) Oder waren es die der S19? Ich bin schon wieder so lang nicht mehr in Köln gewesen, ich merk das.

Einen Blick in den Führerstand habe ich dann auch noch riskiert. (Unbekannte Zeit, f/8.) Wofür braucht man eigenltich diese ganzen Anzeigen? Und einen Schlatknüppel? Faszinierend! Vielleicht hätte ich doch Lokführer werden sollen! Tschu tschu! ;-) Aber so im letzten Jahrhundert, als das noch was mit Kohleschaufeln zu tun hatte. Ach, das hatte gar nichts mit Geld zu tun?! Sorry, Missverständnis! :-D


So langsam ging der Tag dann auch zu Ende und es wurde dunkel, sodass ich die Beleuchtung mal richtig in Szene setzen konnte. (1/30s, f/2,8.) Sieht spannend aus. Weniger Leute und vor allem ohne Auto davor wäre sicher besser gewesen, aber was will man machen. Witzig, jedenfalls. Und dass das mittlerweile so eine Institution ist, dass die alte Bahn extra dafür hier hoch fährt: Faszinierend, Captain!

Letztes Bild: Der Musiker, der da für Unterhaltung gesorgt hat. (1/30s, f/2,8.) Der hatte seine Anlage wenigstens richtig ausgepegelt, im Gegensatz zu den beiden, die danach dran waren, das war total kratzig-übersteuert und eigentlich ungenießbar, Musik war in beiden Fällen aber OK. Beides sehr britisch auf seine Art und Weise.

Fazit: Witziger Ausflug. Ob sich ein ganzer Tag dafür lohnt, weiß ich nicht. Ich fand die Kombination mit Linz eigentlich ganz spannend, auch wenn da ja eigentlich nur tote Hose im miesen Wetter war. Dafür hatten die da halt alte Fachwerkhäuser. Prioritäten! ;-) Nächstes Mal jedenfalls: Mittelaltermarkt in Siegburg. Sozusagen eine Fusion aus dem, was wir die letzten drei Einträge inkl. diesem hier zu sehen bekommen haben. ;-)

Schwarz-weiß und analog, Teil 328b: Linz am Rhein

Kentmere 400 #16, 29. November 2025
  • Nikon F801S, Nikkor 35mm 1:2 AI
  • Entwicklung: D-76 Stock #9+#10 21° 16:15 Minuten, Adofix Plus 1+5 #19+#20, 7:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Warum isset am Rhein so schön? Wegen den Fotos, die ich da mache! ;-) Davon gibt es heute mal wieder ein paar in s/w zu sehen, die ich letztes Jahr im November gemacht habe, als wir in Linz waren.

Ich hatte ja recht willkürlich die Fotos in zwei Teile gestückelt, deshalb beginnen wir hier auch vollkommen zufällig an diesem Briefkasten mitten in der Stadt. (1/2000s, f/4.) Ja, es wurde Nachmittags plötzlich etwas heller, wie man auch direkt an den Belichtungszeiten sehen kann. Hm, vielleicht war meine Trennung gar nicht so willkürlich wie ich dachte, sondern unterbewusst habe ich genau an der richtigen Stelle aufgehört. ;-)

Da unten kurz vor dem Stadttor steht eine singende Person aus Metall und gibt sich alle Mühe, man hört aber trotzdem nichts. ;-) (1/1000s, f/4.) Habe hier versucht, mal wieder ein bisschen Portrait-Bokeh in den den Hintergrund zu bekommen. Vielleicht hätte ich die Blende weiter öffnen sollen, Licht genug hatte ich hier ja.


Überragt wird hier unten ja alles vom Turm über dem ehemaligen Stadttor, durch das wir hinaus zum Rhein wollten. (1/4000s, f/4.) Ja, ich hätte auf f/4 rauf gehen sollen. Ja, es funktioniert trotzdem. Die anderen waren ansonsten so schnell, dass ich jenseits des Turms erst mal weniger Fotos gemacht habe, denn da hätte ich längere Zeit zum Ausmessen der Betonwüste gebraucht und ich bin als Fotograf sowieso schon immer der letzte, der am Ende endlich nachkommt. ;-)

Deshalb haben wir dann auch erst diese in alte Bruchsteine eingefasste Tür wieder, bevor es so richtig zum Rhein runter ging. (1/125s, f/8.) Wie man sieht, ließ das Licht dann auch schon wieder nach und ich musste die Belichtungszeiten entsprechend verlängern. Also, über das drüber hinaus, was ich wegen zwei Blenden mehr eh machen musste.

Nach den ganzen hochkanten Fotos kommt jetzt eine Reihe von "normalen", von denen das erste noch oben aus der Stadt stammt. Ich wollte die halt beieinander halten, weil. Und da steht der Mülleimer-Tonnen-Becher im strahlenden Sonnenschein und wirft einen langen, winterlichen Schatten. (1/8000s, f/2,8.) Na, da haben wir die Kamera ja mal voll ausgereizt was die Geschwindigkeit angeht. Muss ja auch mal sein. Eines der besseren Fotos auf dem Film, finde ich übrigens. Aber ich steh ja auch auf übertriebene Hintergrundunschärfe. ;-)


Dann aber wieder unten am Rhein: Die Fähre fuhr hin und her und natürlich musste ich einmal kurz das Tele drauf machen. (1/500s, f/8, 200mm.) Passt gar nicht mal ganz in den Frame, ich bin jedes Mal erstaunt, wie viel Vergrößerung 200mm tatsächlich macht. Leider ist die Körnung vom Film recht hoch und der Scanner, das übliche Lamentieren, aber in diesem Fall würde mich echt interessieren, was diese Person mittig unten vor dem weißen Fahrzeug im Gesicht hat! Alien? Oder Sturmmütze? Man weiß es nicht!

Als die Fähre dann näher kam und zum Anlegen ansetzte, habe ich wieder das 35er drauf gehabt. (1/500s, f/8.) Hübscher, ganz leichter Weitwinkel-Effekt. Aber ansonsten ist eine Rheinfähre wie die andere, steht nur ein anderer Name an der Seite drauf! ;-)

Sind dann ja noch weiter den Rhein runter und da standen diese Schalen vor dem Basalt-Firmen-Hauptgebäude und ich fand, die waren schon ein Motiv. (1/1000s, f/2.) Habe mit ganz offener Blende noch versucht etwas Unschärfe in den Hintergrund zu bringen, aber so richtig geklappt hat das auf die Entfernung nicht. Man kann nicht alles haben. Dafür gibt das dem ganzen eine eher weiche Winterstimmung. Wobei das 35/2 AI schon extrem scharf ist, selbst weit offen. Ich glaube, das ist eines meiner liebsten AI-Objektive. Kann mich immer nicht zwischen diesem und dem 200/4 entscheiden.


Der Nachteil bei dem 35er ist: Es ist manchmal nicht weit genug, zB wenn man solche Gebäude aufnehmen will, mit dem Rücken aber schon an der Uferpromenade steht, noch ein Schritt und Du fällst runter. (1/125s, f/8.) Macht aber auch nichts, dafür sind Weitwinkel ja eigentlich auch nicht gedacht und es ist ganz böse, die dafür zu benutzen, fragt einen echten Fotografen. Zum Glück mache ich das nur als Hobby und kann daher machen, was ich will! ;-)

zB den Kran an der ehemaligen Verladestelle fotografieren: Steht da ein bisschen verlassen und nur noch als Denkmal gut herum. (~1/125s, f/8.) Ich habe leider keinen Winkel gefunden, in dem der Busch im Hintergrund nicht die Rheinfelsen verdeckt hätte. Naja, geht auch so.


Auf dem Rückweg dann noch die mythischen Wesen vor dem Gebäude mitgenommen. (1/60s, f/4.) Was ist das? Ein Zentauer mit Fischflossen statt Hufen? Watt et nich alles gibt, ich lerne auch noch immer neue Dinge! Dieser hier schleppt jedenfalls Basaltsteine zum/im Wasser, passendes Thema zu der Arbeit, die hier verrichtet wurde.

Letztes Bild aus Linz: Das alte Postamt von 1927. (1/250s, f/8.) Einfach nur, weil es da rum steht und fast 100 Jahre alt ist. Damit ist es für den Rest der Altstadt natürlich eher neu, aber auch schon nicht mehr wirklich jung. Außerdem steht es da ja eher an einer Schmuddelecke und hat mal auch ein bisschen Liebe verdient! ;-)

Nächstes Mal geht es den Berg hoch nach Vettelschoss, wo wir das Little Britain Inn bewundert haben mit seinem Weihnachtsmarkt. Da habe ich dann auch den Film gewechselt, da gibt es also auch wieder einen etwas längeren Eintrag.

Schwarz-weiß und analog, Teil 328a: Linz am Rhein

Kentmere 400 #16, 29. November 2025
  • Nikon F801S, Nikkor 35mm 1:2 AI
  • Entwicklung: D-76 Stock #9+#10 21° 16:15 Minuten, Adofix Plus 1+5 #19+#20, 7:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Schlechtes Wetter, keine Zeit: Also ein paar s/w-Fotos raus hauen. Da waren wir im November letzten Jahres stehen geblieben, als wir mit C erst in Linz und dann in Vettelschoss waren. Den digitalen Eintrag habe ich ja damals einigermaßen sinnvoll trennen können, diesen analogen eher nicht. Da habe ich eher willkürlich gesagt: Ne, danke, das wars, die restlichen kommen in einen zweiten! Weil: Ich werd ja sonst nie fertig mit Tippen. Ach ja, fast alle Bilder mit der F801 und dem 35/2 AI. Die zwei oder drei mit dem 200/4 AI habe ich entsprechend markiert.

Geparkt hatten wir draußen unter der Bahn, sodass ich da als erstes mal einen der Leitungsmasten mitgenommen habe. (1/4000s, f/4.) Für diese Motive ist der 400er dann doch etwas zu schnell gewesen, ich war zwischendurch immer wieder froh, dass die F801 so schnelle Zeiten kann, dass ich nicht ständig auf f/8 runter musste. Nicht, dass ich das nicht trotzdem zwischendurch immer mal wieder gerne gemacht habe. ;-)

Auf dem Platz, den man als erstes zu sehen bekommt, wenn man die Stadt aus dieser Richtung betritt, steht dieser große alte Baum. (1/500s, f/4) Bäume nehme ich ja fast so gerne mit wie Bahnmasten. ;-) Dieser hier ist daher keine Ausnahme.


Am Anfang stand das Stadttor. (1/500s, f/4.) Man sieht, der Kentmere 400 kribbelt bei dem bedeckten Wetter recht heftig, aber das macht auch was her. Gibt dem ganzen so ein altes Feeling. Wenn die Leute keine moderne Kleidung an hätten, könnte das auch 50 Jahre alt sein, das Bild.

Straßenlaternen sind ein weiteres Hobby von mir. (1/2000s, f/2.) Hier weit offen, damit der Hintergrund schön weich wird. Hat ganz gut funktioniert. Das 35er ist ja doch schon ein bisschen weitwinkeliger, da bekommt man ja nur mit Tricks ein weiches Bokeh: Immer schön nah ran gehen! ;-)

Und dann ist da der Lindwurm. (1/125s, f/4.) Für diese schattigen Motive hatte ich des Wetters wegen den 400er eingelegt. Weil: Mit einem 100er, wäre das schon sehr hart an der Grenze gewesen. Wohl noch möglich, aber ich hätte ungern weiter aufgeblendet, denn dann wären die Zähne wieder nicht mehr scharf gewesen, oder die Zunge. Hübsches Tier, btw.


Die Bänke vorm Laden laden zum sitzen ein, aber, ich fürchte, sind nur für Kunden gedacht. (1/125s, f/4.) So ein typisches Bild für mich. Dass es noch immer leicht schief ist, sei mir verziehen, die Straße geht halt den Berg hoch. Trotzdem, colles Bild, eines der besseren in dieser Auswahl.

Genauso das Rennauto. (1/500s, f/4.) Vor allem mit der unscharfen Gasse im Hintergrund. Gefällt mir gut. Überhaupt stelle ich mal wieder fest, dass das 35/2 AI wirklich extrem hübsche Bilder produziert, gerade auch auf Film, wofür es ja eigentlich mal gedacht gewesen ist.

Für die Madonna habe ich dann tatsächlich mal aufs Tele gewechselt. (1/500s, f/8, 200mm.) Und mehr muss ich da glaube ich nicht sagen, oder? Auch dieses alte AI, das Objektiv, mit dem das Sammeln alter Festbrennweiten mal angefangen hatte, als ich es auf dem Rheinauenflohmarkt fand, macht eigentlich auch in jeder Situation, die ich ihm vor die Füße werfe, einen perfekten Eindruck!


Weihnachtsmann oder Pirat? Man weiß es nicht! (1/500s, f/8,) Jedenfalls klettert er den Mast hinauf. Will wahrscheinlich eine Durchsage machen. "Unartige Kinder bitte in einer Reihe aufstellen, Knecht Ruprecht kümmert sich gleich um euch!" Und die braven Kinder? Schon so gesellschaftlich indoktriniert, dass sie ihn anfeuern, wenn er den Kollegen den Popo versohlt. Oh, das ging jetzt aber in eine dunkle Richtung, sorry! ;-)

Dann lieber schnell das historische Rathaus anschauen. (1/250s, f/8.) Joah, es ist Weihnachten, man sieht es am Baum. Und natürlich kommt genau in dem Moment, wenn ich auf den Auslöser drücke, wer zur Tür raus! Man! :-D

Der Typ am Brunnen erinnert mich ein bisschen an Gandhi, aber das ist glaube ich reiner Zufall. (Wer ist eigentlich dieser Rainer, von dem immer alle reden?) (1/250s, f/4.) Da stehen noch mehr von seinen Kollegen rum, aber die habe ich mal links liegen lassen. Schönes Portrait-Bild.


Auch in historischen Altstädten wimmelt es von deutscher Schilderwut, hier pressefrisch dokumentiert. ;-) (1/2000s, f/2.) Auch hier: Weit offen für den Hintergrund. Kann man machen, den Schildern hat es jedenfalls nicht geschadet.

Das Stadtarchiv ist in diesem Kirchengebäude? Ehrlich? Oder habe ich was falsch notiert? (1/60s, f/11.) Ui, f/11! Da habe ich es aber echt ernst gemeint! Na, OK, gut, wofür hat man sonst einen 400er Film in der Kamera, um nicht auch mal kreativ ganz weit abzublenden?

Apropos Instagram: Da hat sich wohl dieser Straßenkünstler, der weit und breit nicht zu sehen war, auf der Hauswand verewigt. (1/125s, f/4.) Siehste: Wieder dunkel! Deswegen den empfindlichen Film genommen! Jedenfalls kann man da ein gewisses Talent erkennen. Auch wenn ich Möpse ja nicht soooo mag, die armen Tiere.


Hinterm Busch saß ein Bär. (1/125s, f/4.) Und das mitten in der Stadt! Wenn das der Dings wüsste, der damals den Bruno hat abknallen lassen! Sowas, sowas, sowas! Sodium und Go-More-Ah! (Das ist sowas wie Pokemonkarten, nur mir Salzsäulen. :-D) Wo war ich? Bär. Ja, der saß da. Sonst nicht viel zu berichten.

Wenn man in der historischen Altstadt keine Fachwerkhäuser fotografiert, macht mal was falsch. (1/60s, f/8.) zB dieses hervorragend erhaltene Exemplar. Praktisch, wenn das Dorf so klein und unbedeutend ist, dass es im WW2 nicht bombardiert wurde, in den Jahrhunderten davor aber eine gewisse Oberschicht beheimatet hat, die sich hübsche Häuser leisten konnte. Jahaaa, hier bekommt ihr sogar stark verkürzt dargestellten geschichtlichen Kontext! Und der kommt noch nicht mal aus der halluzinogenen KI! ;-)

Das Stadttorturmdings am anderen Ende habe ich natürlich auch mit genommen. (1/125s, f/8.) Leider sehr schief, was durch den Tunnelblick zwischen den Häusern durch noch verstärkt wird. Schade eigentlich. Und wieder kam mir wer isn Bild gerannt. Sach mal, tut datt Not?


Bewacht wird das Tor von diesem Kind aus Bronze. (1/60s, f/4.) Den Tropfen am Kinn hat es natürlich nicht immer, nur im Winter, wenn es feucht ist. Aber ansonsten ein sehr gut gelungenes Portrait. Gefällt mir Auch mal wieder gut.

Dreht man sich um: Alles voller Fachwerk. (1/60s, f/8.) So kam ich zum letzten Bild für heute. Von hier an ging es wieder bergab, wortwörtlich. Denn im nächsten Eintrag gehen wir den ganzen Weg zurück und dann runter an den Rhein, der schon auf uns gewartet hat, mit Fähre und allem. Deswegen: Sei auch DU wieder DABEI, klick die Glocke und den Daumen hoch! ;-)

Ich liebe den Geruch von Entwickler am Morgen

...es sei denn, das Amaloco ist in der Zwischenzeit schlecht geworden und ich muss erst mal eine Tüte Fomadon P anrühren, weil, der muss ja auch mal weg, bevor er mir noch in der Tüte schlecht wird. Ist mir ja noch nie passiert, dabei war aus der Flasche noch gar nicht so richtig viel raus. Ein Glück, dass ich mir ja immer angewöhnt habe, erst mal ein Stück Leader zu testen. Wobei die Farbe, die da aus dem Fläschchen raus kam, schon sehr darauf hin deutet, dass das nicht mehr gut ist.

Am Wochenende war TRM-Orga und ich habe mal wieder im schönen Bockum, oder wie heißt das sauerländische Dorf kurz hinter Sundern noch mal, zwei Filme durch meine F801 gejagt. Weil, man kann ja nie genug Fotos haben. Dieses Mal vor allem völlig ohne Schnee, wenn man mal von dem Reste-Schlotz absieht, der da am Straßenrand vor sich hin schmolz und dabei immer graubrauner wurde. ;-)


Jedenfalls: Während ich dann zwischendurch mal die Wäsche vom Wochenende aufgehängt habe, konnte der Entwickler dann auch ein bisschen abkühlen. Der wird ja bei 40°C angerührt, aber bei 20° benutzt. Gut, dass mein Wasser fürs Zwischen-Spülen und Stoppen eh ein bisschen zu kalt geraten war, da konnte ich das als Wasserbad verwenden. Und dann ab damit in die bereitstehende Paterson-Dose. Sowieso ganz komisches Gefühl: Sonst habe ich diesen Pulver-Entwickler-Kram (egal von welchem Hersteller) immer erst mal so einen Tag oder länger stehen lassen, damit der so richtig gut durchmischt ist und auch die Temperatur stimmt und alles. Jetzt einfach so: "Rein damit, wird schon gehen!" Und die Ergebnisse unter der Dusche sehen auch tatsächlich brauchbar aus:


Hab den Fomadon P eh immer ganz gerne benutzt, weil der im Gegensatz zum ID11 und D76 scheinbar weniger Verlängerungszeiten will. Da steht im Beiblatt nur was von 5% nach dem 5ten Film. Kommt mir ja auch komisch vor, aber ich glaube, ich hatte bisher die letzten Filme tatsächlich gar nicht verlängert, weil ich das Beiblatt beim letzten Mal wohl weg geworfen hatte. Hat auch gut funktioniert. Das Zeugs ist also scheinbar doch nicht genau das gleiche, auch wenn das behauptet wird. Ich mein, ich könnte ja auch einfach mal one-shot damit entwickeln, aber das gibt dann so viel flüssigen Abfall. Einer der Gründe, weshalb ich dein Rodinal-Verschnitt so selten verwende, dass der auch schon ganz dunkel geworden ist. Aber im Gegensatz zum Amaloco funktioniert das letztens noch hervorragend. (Es gibt ja so wilde Storys, dass Leute wohl Rodinal aus den 1950ern noch verwendet haben und das noch ging. Scheint unverwüstlich zu sein, das Zeugs. So riecht es ja auch.)

So, und zu viel mehr bin ich heute nicht gekommen. Nachdem J heute Nacht auch noch den Super Bowl geguckt hat und ich irgendwann nach der Halbzeitshow uns Bett gegangen bin, habe ich so ca. 5 Stunden Schlaf gehabt. Ein Wunder, dass ich überhaupt irgendwas brauchbar entwickelt bekommen habe! ;-)

Samstäglicher Ausflug in die Stadt mit anschließender Filmentwicklung

Da das Paket, auf das ich warte, noch immer nicht versandt ist, musste ich heute nicht den ganzen Tag zu Hause bleiben, um auf die Post zu warten, um unleserlich zu unterschreiben, sondern konnte morgens Besorgungen in der Stadt machen. Habe die Olympus OM-2 Spot/Program mit genommen, einen Foma 400 eingelegt, den Belichtungsmesser auf 800 gestellt und dann einmal quer durchs Dorf fotografiert und den Film direkt ganz voll gemacht mit regnerischer Winterstimmung. You've gotta lean into it, sozusagen: Wenn das Wetter scheiße ist, kann man trotzdem (oder gerade deswegen) spannende Fotos machen, wenn man den Film entsprechend misshandelt. Diesem Motto folgend habe ich ihn dann nachher in Rodinal eingelegt - genauer gesagt in Fomadon R09, weil, das hab ich halt rum stehen, und das, wie ich feststellen musste, schon letztes Frühjahr abgelaufen ist; geht aber noch immer ganz hervorragend. Da habe ich schon Adonal benutzt, das war brauner.


Raus gekommen sind auf jeden Fall Bilder. Ob die so schön grainy geworden sind, wie ich es mir erhoffe, konnte ich beim unter der Dusche trocknenden Film noch nicht feststellen. Ich brauche mal eine Lupe. Aber der erste Eindruck ist schon mal ganz gut. Aber ich glaube, die 11:30 Minuten bei 19,5°C und 1+25 waren doch noch immer ein bisschen zu kurz. Ich hätte es gerne noch knallig-knackigeren Kontrast gehabt. Noch ein bisschen dichter, um die Highlights so richtig poppen zu lassen! Aber ich glaube, man sollte den Foma auch nicht allzu sehr triezen, der ist ja nicht der am besten pushbare Film in meinem Kühlschrank.


Ich hab die Bilder vom Filmstreifen ausnahmsweise mal nicht invertiert und bearbeitet, damit man da einen entsprechenden Eindruck von bekommt, wie das ungefähr aussieht. Ich meine zu sehen, dass das ganz OK wird. Mal sehen, was der Scanner dann dazu sagt. Aber da weiß ich noch nicht, wann ich dazu komme: Morgen ist Spielenachmittag bei D angesagt, da schaffe ich das vorher nicht. Und bald ist schon das Orga im Sauerland. Ich hoffe, da liegt nicht zu viel bzw. viel zu viel Schnee. Letzteres für die Fotos, aber ich weiß noch nicht, ob wir selber fahren und ich hab ja nur noch Ganzjahresreifen...