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Schwarz-weiß und analog, Teil 336: Lanzenbach, Warth, Allner, Hennef und Eis, alles mit dem AI-S 50/1.4

Kentmere 100 #18, März 2026
  • Nikkormat FT, AI-S Nikkor 50mm 1:1.4
  • Entwicklung: Fomadon P Stock #3 20° 9:00 Minuten, Adofix Plus 1+5 #22+#23 (?), 7:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Das AI-S 50/1.4 macht sich ja besonders gut auf meiner Nikkormat, einer der Gründe, weshalb ich das mit genommen hatte. Weil, geile Kamera verlangt nach einem geilen Objektiv. Deswegen eine gute Kombination. Und dann habe ich die auch gleich mal getestet: Beim Radfahren durch den Frühling, am ersten Tag, als es so richtig warm wurde!

Angefangen hat alles wie immer mit dem Trecker, der auf der Wiese direkt am Ende unserer Sackgasse steht. (1/1000s, f/5,6.) Wie man an den Werten sehen kann, es war hell! Also, so Sunny Sixteen hell! Die Sonne kann schon was um diese Jahreszeit! Und das Objektiv macht so weit abgeblendet auch richtig gute Schärfe und steht dem modernen AF nicht nach. (Ich hatte ja eh schon spekuliert, ob das nicht eh der gleiche Aufbau nur mit modernerer Beschichtung ist.)

Auf dem Weg durch Geisbach habe ich dann noch mal wieder den Kaugummiautomaten vor dem kleinen Eisverkäuferladen mitgenommen, denn der hat mittlerweile einen Einbruchsversuch hinter sich. (1/1000s, f/2,8.) Hier im Schatten konnte ich die Blende direkt mal etwas weiter öffnen und im Hintergrund ein bisschen mehr Bokeh erzeugen. Und ich habe Vandalismus dokumentiert, der in s/w schon fast ästhetisch aussieht. Bleibt die Frage, wer für den Firlefanz da drin in kauf nimmt, wenn er erwischt wird, dafür verknackt zu werden, Jugendstrafe, Park putzen, Bänke wienern! Blagen, weißte! Ich mein, so'n Automat ist sicher nicht billig, der Schaden ist wahrscheinlich größer als der Wert des Temu-Inhalts! Wenn es wenigstens Kaugummis wären... Aber ich schweife ab...


In der Warth habe ich dann mal wieder das Kreuz vor der Kirche abgelichtet. (1/1000s, f/2,8.) Ein bisschen über, ich habe mal wieder etwas ungenau gemessen, das gebe ich zu, diese alten Match-Needle-Dinger sind für mich ja mehr so eine Orientierungshilfe als eine Vorgabe. Immerhin gibt die gute alte Quecksilberzelle auch nach was weiß ich wie langer Zeit noch Strom ab! Aber sieht gut aus, oder? Ich mag das Kreuz ja als Motiv sowieso sehr gerne, mit dem kleinen Turm dahinter, nett.

Dann noch die Fragen von Kindern und Eltern zugleich aushalten müssen: "Was Fotografierst Du da?" Ja, also, das nennt sich Tür und das ist dafür da, damit es in der Kirche nicht so zieht! :-D (1/250s, f/8.) Ja gut, ist jetzt vielleicht etwas ungewöhnlich, aber ich mache ständig solche Fotos. Das nennt sich Kunst, Menschenskind! ;-) Naja, oder zumindest sowas Ähnliches. Kunst ist es erst, wenn ich andere davon überzeugen kann, es mir für viel Geld abzukaufen, oder wie war das noch mal? ;-)

Besonders schlimm wurde das dann, als ich auch noch diesen Motorroller ins Visier nahm: "Was machst Du da?" Silberhalogenid belichten! ;-) (1/500s, f/8.) Der Soccermomvolvo im Hintergrund stört mich etwas. Oder was ist das? Was großes, schweres, soviel steht fest. Dann lieber ein Leichtkraftrad. Obwohl, bei einem Head On dann doch lieber den Volvo, glaube ich. Aber erstaunlich wie schwarz Schwarz sein kann, wenn man so die schattige Seite der Reifen betrachtet.


Der nächste Halt war dann bereits am Allner See: Gänse, die keinen Bock auf Fotos hatten und deswegen von mit weg schwimmen. (1/1000s, f/4.) Viel zu hell, der Dunst überm See ist doch sehr prominent! Andererseits hat das so eine leichte Hund-von-Baskerville-Stimmung. Wuff.

Das nächste Bild ist ein Fall von zum Richtigen Zeitpunkt den Finger am Auslöser gehabt: Die Gänse saßen da friedlich, bis so ein blöder Mensch sie fotografieren wollte, da sind sie plötzlich auf gesprungen und ich hab einfach abgedrückt! (1/1000s, f/4.) Selbst bei maximaler Geschwindigkeit, die diese Kamera kann, sind die Flügelspitzen tatsächlich noch immer ein bisschen verwischt. Auf jeden Fall erstaunlich, dass sich so große Tiere so plötzlich in die Luft erheben können. Braucht aber offensichtlich auch ein gewisses Maß an Anstrengung, die gucken beide etwas genervt, dass ich sie aufgeschreckt hatte. Gut, sie hätten ja auch sitzen bleiben können, ich wäre ja auch gar nicht näher gekommen!


Spezi gibt es auch von anderen Brauereien, das vergesse ich immer. (1/1000s, f/4.) Wollte das Teufelszeug ja immer mal probieren, aber J sagt immer: Mir kommt das nicht ins Haus. Die Markenindoktrinierung funktioniert bei ihr ja ganz gut! ;-) Aber so als Altglas auf dem Mülleimer machen die beiden Flaschen sich ja ganz gut. Prost! Ich hatte ja mal die Etiketten abgeglichen, ich glaube, da war im Großen und Ganzen eh das Gleiche drin. Aber ob es auch so schmeckt... man weiß es nicht! Im Hintergrund übrigens die Autobahnbrücke.

Am Ufer des Sees trieb dann noch dieser Fußball im Wasser, ich dachte erst, es wäre ein Straußenei. (1/1000s, f/2.) Hui, das bisher am weitesten offene Bild, hier zwischen den Ästen und Zweigen im Halbschatten. (Ich belichte ja eh immer lieber etwas reichlich und und entwickle dafür kürzer, zumindest bei diesem Sommerwetter und mit manuellen Kameras. Das hab ich noch so vom Foma drin, der das Licht ja liebt.) Spannendes Foto, das mit Reflexion und Unschärfe spielt.

Der Reiher war definitiv zu weit weg. (1/1000s, f/4.) Trotzdem wollte ich den nicht links (oder in diesem Fall rechts) liegen lassen. Und er ist ja auch trotzdem erstaunlich scharf geworden und wenn der Film höher auflösen würde und mein Scanner nicht so unscharf wäre, könnte man da glatt noch was raus vergrößern. Muss mal mit dem Vergrößerer einen Abzug mit Ausschnittvergrößerung versuchen. Wie hoch kann ich den eigentlich drehen? Hm...


Dann in der Stadt Stahlplatten fotografiert, die da in dem kleinen Park stehen, Kunst halt. (1/1000s, f/4.) Insbesondere zu beachten, das mit weißem Edding gemalte Schild mit Blume. Sowas ist meine Art von Humor. Das blöde weiße Haus im Hintergrund stört mich, vor alle der Volvo (schon wieder) in der Einfahrt. Aber OK, man kann sich nicht alles aussuchen, das ist hier Fotografie, keine Malerei. Ob die KI mir das weg rechnen kann? ;-)

Dann das alte Herrenhaus. (1/500s, f/8.) Immer ein Motiv wert. Und wie man sieht, ballerte hier die Sonne so, dass wieder Sunny 16 angesagt war. Also, umgerechnet auf f/8. Bei dem Wetter braucht man eigentlich keinen Belichtungsmesser. Das 50er ist jedenfalls auch architekturgeeignet. Geile kleines Objektiv, sagte ich das schon?

Dann noch schnell an der Kirche rein gefahren und von hinten dieses weit abgeblendete Bild gemacht, damit Turm und Mast beide scharf werden. (1/250s, f/8.) Hätte eigentlich tatsächlich mal f/16 testen sollen. Warum habe ich eigentlich nicht? Aber geht auch so ganz gut.


Dann noch den alten Kirchturm mit der Spitze des neuen dahinter herausragend. (1/250s, f/8.) 1744 ist auch lange her, muss man ja mal ganz offen sagen. 282 Jahre. Meine Güte. Macht man sich kaum Gedanken drüber, wie sich das Leben seitdem verändert hat. Das verändert die Perspektive auf eine gerade mal 60 Jahre alte Nikon doch gewaltig, und die halte ich ja eigentlich schon für "vintage". ;-)

Vor der Kirche dann noch ein paar narzissige Osterglocken eingesammelt, oder sind es osterglockige Narzissen? Man weiß es nicht. (1/250s, f/5,6.) Zum Blumemfotografieren ist glaube ich f/5,6 meine neueste Lieblingsblende. Hinterlässt eigentlich immer einen ganz guten Eindruck und macht den Hintergrund bei dieser Entfernung auch nicht zu scharf. Im Gegenteil gefallen mir die Blendenabbilder immer ganz gut. Nur den Schmutz weg reouchieren ist immer so schwierig in den Farbverläufen.


Und dann meldete sich J, dass sie mit der Arbeit fertig war und mich am Eiscafe im Blumenladen treffen wollte, woraufhin ich einen Früchtebecher und sie einen Amarettobecher hatte. (1/500s, f/8.) Hmm, lecker, das hat echt gut geschmeckt. Die machen da echt gutes Eis, aber leider auch nicht ganz billig. Auch wenn die Mehrwertsteuer gesenkt wurde, habe ich das Gefühl, dass das Eis trotzdem teurer geworden ist. Aber ich stelle fest: Buntes Eis in s/w macht sich trotzdem sehr gut!

Und 'ne Waffel! (1/500s, f/5,6.) Die war auch lecker, auch wenn ich den Fokus etwas zu weit hinten gesetzt habe. Die Mattscheibe ist in der Nikkormat das einzige, was ich ein bisschen zu bemängeln habe. Oder es liegt einfach wieder an mir und meiner Blindheit! ;-)

Nächstes Mal: Seelscheid mit der gleichen Ausrüstung. Aber ohne Eis. ;-)

Bonner Kirschblüte 2026 - Teil 2: Von Beuel in die Innenstadt

8.4.: Gottchen, der April ist schon bald zu Ende und ich bin noch immer mit den Fotos von der Kirschblüte beschäftigt. Das muss jetzt aber mal flotter gehen, wird Zeit, dass ich das mal fertig kriege. Also, wo waren wir? In Beuel, auf dem Weg in die Innenstadt. Aber vorher - nur so als Erinnerung - noch ein Blick zurück in die kirschblütengesäumte Straße hinter uns.

Danach haben wir noch einen kurzen Abstecher zum Spieleladen auf der Beueler Seite Bonns gemacht, wofür wir wie immer an den üblichen Sehenswürdigkeiten vorbei kamen: Dem Eingang zum Brückenforum und vor allem den rostigen alten blauen Tor auf der gegenüberliegenden Seite! ;-) Weil: Rost ist gut für ein Motiv, blau sowieso, also drauf halten! Bleibt die Frage: Wer ist die Frau und wie heißt ihr Hund?


Kurz vor dem Laden habe ich dann noch die Oma mit genommen, die sah so aus, als wäre es eine von den Hells Grannies, ich wollte schon der spanischen Inquisition, die niemand erwartet, Bescheid geben. Ansonsten: Das mit dem Wildparken in der Bonner Gegend fängt schon mit sehr jungen Jahren an, wenn ich das mit dem Kinderschubgerät so richtig interpretiere.

Nachdem wir dann schon wieder nichts gekauft hatten - oder doch? Ist mittlerweile so lange her, es könnte sein, dass J da die Erweiterung zu Sea Salt & Paper mit genommen hat, aber das zählt ja nicht, das sind ja nur so eine Hand voll Karten -, ging es vorbei an nicht leeren Veltins-Flaschen - macht Sinn, das Zeug kann man ja nicht trinken ;-) - und den Innereien eines Gastro-Spülautomaten auf die Brücke hoch, die uns über den Rhein geleiten würde. So denn heute auch die Aussicht in die andere Richtung. Sonst gehen wir ja scheinbar immer auf der Nordseite rüber, aber heute mal den Blick auf die Beueler Kirmes von hier aus, samt Riesenrad. Auf der Brücke wechsel ich ja keine Objektive, da kriege ich kalte und warme Schauer auf dem Rücken und dieses fallende Gefühl in der Magengrube, wenn ich nur drüber nach denke! Weiß ja auch nicht, was das mit meinen Phobien ist... Also, jedenfalls, deshalb nur Riesenrad in 50mm mit viel Kontext. Hat aber auch was.


Und dann waren wir plötzlich in der Innenstadt und da blühten auch die Bäume. Kaum zu glauben! Hier allerdings nicht ganz so pink. Ich mag diese dezenteren Farben ja eigentlich auch ganz gerne. Die sehen nicht so übertrieben aus, finde ich. Mit weit geöffneter Blende auch ganz hübsch, oder? Wobei, f/4, gar nicht so weit wie gedacht.

Nach einer kurzen Unterbrechung zwecks Internet-Traffic-Konsolidierung geht es im "erweiterten Eintrag" wie gewohnt weiter. KLICK! "Bonner Kirschblüte 2026 - Teil 2: Von Beuel in die Innenstadt" vollständig lesen

Flohmarkt in Siegburg und Gartencenter

12.4.: Flohmarkt in Siegburg am Kaufland. Musste ich ja auch hin, weil ich Entzug übern Winter hatte. Zu wenige Flohmärkte. Waren früh da, sodass wir neben dem ehemaligen Praktika (alles außer Tiernahrung) einen Parkplatz bekommen haben. Von da sind es ja nur ein paar Meter die Straße runter, auf der man aufpassen muss, dass die Leute einen nicht platt fahren. Ist aber auch viel Verkehr. Deswegen ist hier ja auch die Werkstatt! ;-) (Nicht wirklich, die ist ja am Wochenende zu.)


Die Orangen sahen ja schon verführerisch aus. Aber ich war ja eher wegen Kameras hier. So richtig viele gab es da nicht zu sehen, mehr Klamottenstände. Immerhin ist der Flohmarkt hier mehr ein Trödel, nicht so viele Handy-Zubehöre und andere Temu-Neuwaren. Die Leute kaufen echt allen Scheiß! ;-)

Mein Freund, der türkische Mitbürger fremdländischer Abstammung, war jedenfalls auch da und hatte wieder eine Sammlung von Kameras auf seiner Plastikplane ausgerollt. Aber wie immer finde ich bei dem nicht das passende. Die meisten Kameras sind dann doch schon so abgenutzt, dass sie nur noch als Verzierung dienen können und die Linsen sind meist blind. Habe ich bei dem überhaupt schon mal was mit genommen? Ich mein, möglich wäre es, den treffe ich ja praktisch auf jedem Flohmarkt hier in der Gegend.


Am spannensten war jedoch die Profi-Broadcast-Kamera von Sony ein paar Stände weiter. Ist jetzt ganz sicher nicht mein Jagdgebiet, aber die sieht schon Klasse aus. Mit sowas sind die vom WDR vor ein paar Jahr(zehnt)en noch durch die Bonner Innenstadt gezogen und haben die Leute interviewt. Heutzutage haben die ja meist so kleine Spiegellose. Weil leichter und einfacher zu bedienen. Da fallen die Tontechniker doch immer mehr auf, wenn die den Mikrofon-Baum rumreichen. Das Berufsbild hat sich in den letzten 20 Jahren auch extrem gewandelt, glaube ich. Würde mich echt mal interessieren. Der WDR sollte mal eine Ausstellung alter Technik(en) organisieren. Sollte man denen mal vorschlagen. Haus der Geschichte, ist doch Platz! ;-) (Also, liebe Verantwortungsträger, falls ihr das lest: Einen Besucher hättet ihr schon mal sicher! ;-))

Der Markt war jahreszeitbedingt noch eher klein. Deswegen sind wir schon recht zeitig wieder los und auf den weiten Weg nach Spich zum Toom hatten wir keine Böcke. Deswegen: Heimweg. Auf dem Rückweg noch schnell beim A+S gehalten, die hatten verkaufsoffenen Sonntag. Habe Kräuter mit genommen, die Mutter hatte ja Geburtstag und die hatte letztens mal danach gefragt, dass sie neue bräuchte. Stellt sich raus, der Pott, den ich da gekauft habe, passt nicht an die Stelle, an den sie ihn gerne stellen würde. Man kann nicht alles haben! ;-)


Was ist eigentlich Panda-Splitt?! Die armen Bären! Kannse doch nicht machen! Die stehen doch unter Naturschutz, echt jetzt! ;-) Ansonsten habe ich da keine Bilder gemacht, außer halt Terracotta-Krieger und Gießkannen, wie man sieht, weil ich danach den Kübel mit den Kräutern unterm Arm hatte. Passt aber auch so. Die Kräuter haben jedenfalls das ganze Auto voll gemüffelt. Lecker. Hatte ich direkt Hunger auf Lachs mit Salbei-Blättern und frischem Thymian und Rosmarin. Lecker. Sagte ich schon lecker? ;-)

Schwarz-weiß und analog, Teil 335b: Orga im Sauerland (Film 2)

Kentmere 100 #22, 6. Faburar 2026
  • Nikon F801S, AF Nikkor 50mm 1:1.4, Nikkor AI 35mm 1:2, Nikkor AI 200mm 1:4, Sigma Aspherical High-Speed Wide 28mm, Sigma AF Tele 400mm 1:5,6 Multi Coated APO
  • Entwicklung: Fomadon P Stock #1+#2 20° 9:00 Minuten, Adofix Plus 1+5 #22+#23 (?), 7:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Im Sauerland, im Sauerland, da hatt' ich 'ne Nikon in der Hand! Weiter geht's, die nächste Runde rückwärts! Alle Mann einsteigen! ;-)

Als ich den Film wechseln musste, stand ich gerade in der Nähe der Kirche von Sundern und die Krähen flogen um den Turm herum. Außerdem hatte ich die Rutsche des Spielplatzes direkt neben mir, die in der Sonne leuchtete und rteflektierte, also in die andere Richtung: Ich hab hier nur ein hinterleuchtetes Bild mit einem hübschen Flareghost in der linken Ecke, Vielleicht hätte ich doch mal aufschreiben sollen, wann ich welches Objektiv verwendet habe. Sieht nach dem 50er aus. Oder? Kann auch das 35er sein. Ich glaube, das hatte ich sowieso hauptsächlich drauf. Egal, weiter an der Fabrik vorbei und noch schnell die Schaukelente mit genommen. Der unscharfe Zaun im Hintergrund macht sich richtig gut, finde ich.


Dann noch mal schnell das lange Sigma drauf gemacht, das kann man gut erkennen, die lange Brennweite macht so schnell keiner nach! Da haben wir zum Einen die Kapelle, von der ich gerade herunter kam, die aber weiterhin über dem Dorf thronte. Schon erstaunlich, so ein 400mm mörderschweres Glas! ;-) Eignet sich aber auch gut für hoch hängende Vogelhäuser. Oder Heilige auf der anderen Seite der Straße.

Apropos nah ran holen: Da sind dann noch die Vögel. Zum einen saß einer der Raben im Baum über mir, zum anderen zirkelte der Kollege die ganze Zeit um den Kirchturm und hin und wieder auch über mir. Der AF in dem Sigma ist ja eher für langsame Dinge gedacht, deswegen ist der letztere manuell. Leider ist der auch schnell und zickzack und daher unscharf! Aber trotzdem: Geiles Teil!


Für das Kriegsdenkmal bin ich dann aber eher wieder auf Portrait-Brennweiten umgestiegen. Die Herren sehen ja schon sehr leidend aus. Ja, Krieg ist Scheiße! Ich hoffe ja immernoch, dass das mal endlich in die dicken Köpfe der Entscheidungsträger wie der allgemeinen Bevölkerung rein geht, aber ich erwarte da ja nicht mehr viel. Vielleicht sind solche Denkmäler dann ja doch zu was gut und erinnern daran, dass so ein Krieg jeden treffen kann. Unter den vielen Namen auf dem hier findet sich sicher so mancher wieder. Und nach so viel tiefgreifender Dingsbums: Hier noch vier Schirmständer. ;-) Einfach, weil sie da waren.


Dann bin ich an der Seite hoch auf den Friedhof. An der Kapelle das Kreuz mitgenommen, mit einer "normalen" Brennweite, während ich für das freistehende mitten auf dem Friedhof mal wieder das Sigma drauf montiert habe und aus größerer Entfernung drauf gehalten habe: Macht interessante Unschärfe-Effekte mit dem Baum im Hintergrund! Cooles Bild! Dann weiter oben zur Tür raus und am alten jüdischen Friedhof angehalten. Was ich weiter oben zum Thema Krieg gesagt habe, gilt wohl auch für jede Form von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, weshalb auch diese Steine wichtig sind. Aber ich habe das Gefühl, auch hier sehen die meisten Leute nur noch, ohne zu verstehen. "Nicht zu hassen, zu lieben sind wir da." Joah.

Weiter hoch den Berg, ich wollte ja den dicken Frosch besuchen. Auf dem Weg dahin versperrten mir die Teenies mit ihren Mountainbikes den Weg, die hüpften da von Hügel zu Hügel (sah sogar gekonnt aus) und ich habe derweil deren Tasche mit genommen. ;-) Also, als Bild, nicht in Person. :-D Dann: Der Frosch. Sitzt noch immer ganz breitbeinig da und wartet auf Miss Piggy! Die wird dem aber was erzählen, da so zu manspreaden! Frogspreaden? ;-)


Dann wieder langsam Richtung Unterkunft. Denn die anderen waren ja sicher schon eine Stunde vor mir zu Hause, nicht dass sich we Sorgen macht! Wie immer den Basketballkorb mitgenommen, an sowas kann ich ja nicht vorbei gehen. Vor der Schule steht zudem noch diese Bronze von einem sich am Kopf kratzenden Kind. Ja, Schule ist schwer, da muss man sich schon manchmal wundern. Daneben dan noch Kunst aus Beton. Betonköpfe sozusagen. Die, in die man nichts rein kriegt. Auch eine interessante Metapher direkt neben einer Schule! ;-) Mit Bäumen und Kirche im Hintergund aber ein interessantes Motiv.

Im Dorf dann noch den Trecker mitgenommen, bevor ich für den Tag die Kamera weg gelegt habe. Das nächste Bild von der vernebelten Kapelle in der aufgehenden Sonne ist nämlich vom Morgen danach. Da bin ich einmal um das Haus geschlichen, um den Film noch voll zu kriegen, den wollte ich schließlich schnellstmöglich entwickeln. Da ist dann auch diese Sammlung auf dem Tisch bei rum gekommen. Sieht fast so aus, als hätte das jemand extra für mich arrangiert.


Dann noch mal den Trecker. Hatte ich den nicht schon bei unserer Ankunft? Hm. Hinten rum liegt jetzt schon, seit wir da hin kommen, diese Achse mit Bereifung rum. Austauschstück? Ist noch gut, kann man noch mal gebrauchen? Motiv! ;-) Im Garten stehen dann auch noch so kleinere Spielsachen rum, scheinbar kommen hier auch mal Famileien mit Kindern ins Haus.

Die freuen sich sicher auch über die Schaukel, die da im Garten hängt. Ein etwas älteres Modell, so ein bisschen vintage! Da steh ich ja drauf, kommt deshalb auch gut un s/w. ;-) Nebenan hingen dann noch die Traumfänger rum. Die sind auch immer witzig, vor allem wenn sie aus Wolle sind. Oder sind das Charms, die die Hexen in den Bäume gehängt haben? Aber Vorsicht damit, ein falscher Faden und BOOM! (Ich habe zu viel Pratchett gelesen.) Da es ja früher morgen mit Nebel war, konnte ich auch gut die Blende weit öffnen, was man gerade bei der Lampe im Hintergrund sehen kann. Aber auch beim Herrn Buddha. Der ist ja auch eher für seine Friedfertigkeit bekannt, dementsprechend passt der gut zu den Anti-Kriegs-Gedanken, die ich weiter oben hatte. Anderen ist der Erwachte sicher zu woke! ;-)


Und dann steht da noch ein metallener Rheier in der Gegend rum, bevor ich hinten rum das Grunstück verlassen habe, um noch einen letzten Blick auf das Dorf zu werfen. Der morgendliche Nebel hatte sich mittlerweile gelichtet, dafür konnte man den Dampf und Rauch sämtlicher Schornsteine sehen! Und als Ankündigung des kommenden Frühlings zum Schluss auch noch eine Hasel-Katze! Weil, da hatte ich auch schon Heuschnupfen. Das nimmt dieses Jahr ja kein Ende.

Joah, und das war dieser Besuch im Sauerland. Nächstes Mal geht es weiter mit ein paar Testfotos aus dem schönen Lanzenbach, die ich mit dem AI-S 50/1.4 gemacht habe. Hatte ich ja letztens hier vorgestellt. Geiles Objektiv!

Blankenberger Baumblüten und ein Paar Turmfalken (und eine verklemmte Bremse)

16.4.: Da waren wir letztens in Blankenberg. Weil, Bewegung tut Not. War 'ne blöde Idee, denn auf dem Weg dahin musste ich unten im Tal mal wieder ganz feste auf die Bremse latschen, so richtig mit Schmackes, weil mir hier zwischen Lanzenbach und Dahlhausen so ein selbstmörderischer Irrer entgegen kam, der meinte, in den Kurven wäre genau der richtige Moment mit dem Handy zu spielen. Und danach hatte sich mal wieder meine Bremse hinten links verklemmt. (Ja, es wird langsam Zeit für ein neues KFZ.) Das war habe ich dann auf dem Weg irgendwann gemerkt, als es plötzlich ein bisschen nach heißgelaufener Flex gerochen hat. Ja, danke auch dafür. Da das dann nicht mehr so weit weg war, habe ich das Auto in Blankenberg abgestellt und erst mal schön abkühlen lassen, aber die Frühlingsstimmung war mir da erst mal versaut, sodass ich auch nicht die allergrößte Lust hatte, Fotos zu schießen.


Trotzdem, ein paar Bilder habe ich mit nach Hause gebracht. Hatte auch noch eine s/w-geladene dabei, die Bilder kommen dann demnächst auch mal hier durch. Den Film wollte ich voll bekommen, damit ich den am folgenden Freitag entwickeln konnte. Freitags ist ja irgendwie so ein Entwicklertag geworden.

Ansonsten, es ist noch immer Frühling: Alles grünt und blüht, als ob es kein Morgen gäbe. Alles summt und brummt, der Honigvorrat muss dringend aufgefüllt werden. Ich habe den Eindruck, dass es dieses Jahr mal ein paar wilde Bienen mehr gibt. Kann mich aber auch täuschen. Es ist auf jeden Fall den April über schon wieder recht trocken gewesen, während der März ja eher nass daher kam. Deswegen war auch der nächtliche Regenschauer ganz willkommen. (Außer, dass ich vermute, dass der der tiefere Grund für die verklemmte Bremse war: Hatte das Auto auf der Auffahrt stehen und die Handbremse angezogen, das mag er ja sowieso nicht so gerne, der Zylinder, wenn er vom Seilzug zu gedrückt wird.)


Jedenfalls sind wir dann recht zügig wieder von Dannen geschlichen, obwohl uns noch das Pärchen Turmfalken zugeschaut hat. Natürlich hatte ich auch nicht das lange Tele dabei, warum sollte ich auch, kann ja keiner damit rechnen. Deswegen nur die turtelnden Turmfalken bei 200mm und dann gecroppt. Niedlich sind sie trotzdem.


Danach habe ich J dann in Geistingen abgesetzt und bin mit dem Civic direkt weiter zur Werkstatt, obwohl auf dem Heimweg keine Verklemmungserscheinungen aufgetreten sind (und seitdem sowieso nicht mehr). Aber better safe than sorry, wie der Anglophone sagt. Auf dem Parkplatz hatte ich auch kurz noch mit dem Werkzeug zum Radwechseln so lange auf der Bremsbacke rumgeklimpert, bis es KLÖNK machte und die los lies. Danach dann nur unter minimalem Einsatz des Bremspedals gefahren, obwohl es ja hauptsächlich bergab geht. In der Werkstatt hat er sich dann angeschaut und meinte: "Tja, da kann ich nichts für Sie tun," nachdem er die Bremsen auf dem Prüfstand durchgecheckt hatte. "Alles gut," meinte er, "bestens eingestellt, gute Bremskraftverteilung." Also, im Notfall anhalten klappt auf jeden Fall weiterhin. Hoffentlich. Demnächst ist TÜV, wir werden sehen! ;-) Wenn es wieder passiert, sollte ich wieder kommen.