Skip to content

Reinigung des AI Nikkor 50mm 1:1.4

3.3: Nachdem ich dieses wunderschöne 50mm AI-Nikkor vom Flohmarkt mit nach Hause gebracht hatte, war es dann auch mal an der Zeit, ihm ein bisschen Liebe angedeihen zu lassen. Insgesamt ist es zwar in einem hervorragenden Zustand - wie ich es auch von einem Vorbesitzer erwarte, der ein echtes Nikon UV-Filter da vorne drauf hatte -, aber der Zahn der Zeit und die Feuchtigkeit sind auch hier am Werke gewesen. Wahrscheinlich ist dieses Objektiv bereits einige Zeit nicht mehr benutzt worden und hat einige Temperaturwechsel mit gemacht. Jedenfalls ist die Blende ölig und steckt deswegen fest und auf der hinteren Linsengruppe sind tropfen-artige Verschmutzungen zu sehen, die ich gerne entfernen würde. Keine Angst: Die Patina außen lass ich dran. Das Objektiv ist nämlich eigentlich nicht wirklich schmutzig, sodass es auch nicht ekelig anzufassen ist, wie ich das bei manch anderem Flohmarkt-Kauf schon hatte. Ein bisschen überwischen reicht und ich möchte, dass erkennbar bleibt, dass dieses Teil eine Geschichte hinter sich hat, wahrscheinlich eine fast 50-jährige!


Schon beim ersten Ansetzen des Schraubenziehers merkt man: Früher war zwar nicht alles besser, aber die Reparierbarkeit auf jeden Fall! Dieses Objektiv ist eindeutig mit dem Gedanken im Hinterkopf gebaut worden, dass man es schnell und einfach warten kann! Zuerst zieht man die Schraube am Metall-Tubus (das Filtergewinde) halb heraus, dann kann man das ganze Bauteil ziemlich problemlos heraus schrauben. Darunter kommt dann die vordere Linsengruppe in voller Pracht zum Vorschein. Hier hilft der alte Zirkel der Schwiegermutter - ich war schon so oft so dankbar, dass sie dieses Teil gut behandelt hat, denn für Objektiv-Reparaturen ist es das next-best-Thing zu dem Gerät, das man eigentlich dafür verwenden würde, das ich aber nicht besitze und dessen Fach-Namen ich mal wieder vergessen habe. ;-)

Unter der vorderen Linsengruppe kommt dann die Blende zum Vorschein. Diese kann man dann ganz vorsichtig kopfüber raus schütteln und erst mal schön in ein Bad aus Isopropanol legen. Dabei fällt mir auf: Im Gegensatz zu vielen anderen Objektiven, die ich bereits auseinander genommen habe, findet sich die Blenden-Feder an der Blende selber! Also Vorsicht beim Herausnehmen und wieder einsetzen. (Ich empfehle übrigens das Einsetzen im nicht gespannten Zustand, weil mir das Ding zwei mal wieder auseinander geflitscht ist, aber das ist eine persönliche Vorliebe. Das Internet sagt, man soll die Feder vorher wieder einhaken. Ich war da zu sehr Körperkevin für! ;-))


An dieser Stelle drehe ich das gute Stück um und entferne den Bajonett-Ring. Denn um zwischen die Linsen der hinteren Linsengruppe zu kommen, muss ich diese leider auch auseinander nehmen. Das ganze hintere Bauteil lässt sich auch hier ziemlich problemlos und mit wenig Gewalteinwirkung heraus drehen. Nur für das trennen der beiden Teile brauchte ich etwas mehr Kraft, weil es so klein in meinen riesigen Flossen daher kommt. Mir fehlte da ein ein bisschen die Hebelwirkung. Aber dann kann man auch endlich dazwischen putzen. Leider sind nicht alle tropfenförmigen Schmutzstellen weg gegangen, denn ich musste leider feststellen, dass auch die Verkittung der hintersten beiden Linsen ein bisschen gelitten hat. Nicht allzu schlimm, das wird wahrscheinlich nur in direkten Gegenlicht-Fotos sichtbar werden, schade ist es aber trotzdem und mindert den Wert ein bisschen. (Nicht, dass ich vor hatte, das Objektiv wieder zu verhökern. Das kommt in die Sammlung, passt es doch hervorragend zu den analogen Nikons, die ich habe.)

Nachdem ich den hinteren Teil des Objektives dann wieder zusammengesetzt hatte, war es Zeit, sich um die Blendenlamellen zu kümmern. Der Alkohol drohte nämlich, komplett zu verdampfen und ich war auch schon ein kleines bisschen beschickert! ;-) Da der Schmutz leider auch zwischen Lamellen und Ring klebte und sich nicht so richtig mit dem Alkoholbad entfernen ließ, habe ich dann in den sauren Apfel gebissen und die Lamellen einzeln gereinigt. Auch wenn das bedeutet, dass ich danach ein Puzzle lösen musste, was ja nicht so mein Ding ist. Deswegen versuche ich das im Allgemeinen ja zu vermeiden. Ging aber. Nach dem dritten Versuch hatte ich die nötige Übung! ;-) (Vielleicht sollte ich mich jetzt mal an das 50/1.7 Minolta ran wagen, das ich ja durch ein "neues" ersetzt hatte, als es billig auf dem Flohmarkt vorbei kam.)


Nachdem ich die Blendenlamellen wieder in die entsprechenden Löcher eingesetzt und den Gegenspieler wieder drauf gesetzt hatte, stand ich vor dem Problem, das ich oben bereits angesprochen hatte: Wie zum Ficus setz ich das wieder ein, ohne, dass es auseinander fällt? Und dabei das Loch für den Steuerpinn auch treffe?! Mit einigem Hin und Her und einem Fehlversuch, nachdem ich das ganze Puzzle noch mal lösen durfte, habe ich es dann aber hin bekommen. Dann noch schnell die Feder wieder eingehängt und getestet, wo die Schrauben hin gehören. Die geben nämlich vor, wie weit die Blende sich öffnen lässt. Ich hatte da zwar vorher Markierungen angebracht, aber Isopropyl löst ja auch sowas wieder auf. Habe Pi mal Daumen die Stellung gewählt, die mir sinnvoll erschien - die Bilder, die ich danach zum Test gemacht habe, sahen jetzt auch nicht groß über oder unter aus. Scheint also einigermaßen zu stimmen, was ich da fabriziert habe.

Dann die vordere Linsengruppe wieder einschrauben, gefolgt vom Filtergewindetubus: Zack, fertig! Die ganze Operation hat vielleicht so eine Stunde gedauert. Schätze ich mal. Joah, wenn der Profi das macht, kostet das halt einen Hunni! Kann ich auch verstehen, denn man muss sich da schon zu trauen, sowas auseinander und wieder zusammen zu setzen. Aber: Wie bereits gesagt, dieses Objektiv war ziemlich problemlos. Als Nikon das damals konzipiert hat, haben sie die Wartung direkt mit eingeplant.


Und zum Schluss hier noch ein Bild vom Endergebnis auf meiner alten D100. Mit der habe ich ein paar Testbilder gemacht, bevor ich es auf die D800 los gelassen habe. War aber nicht nötig, alles ist gut, alles geht. Aus den Testbildern aus dem Garten mache ich gleich noch einen weiteren Artikel; dieser hier ist eh schon so lang. ;-)

Nikon AI-S Nikkor 50mm 1:1.4

Na, was haben wir denn hier? Ein Nikon AI-S Nikkor 50mm 1:1.4! Als ich das vorletztes Wochenende auf dem Flohmarkt am Lutz in einer der Wühlkisten gefunden habe, sind mir erst mal die Augen ganz weit geworden. Als ich es dann für 25 Euro mitnehmen durfte, konnte ich das Grinsen kaum noch aus meinem Gesicht verbannen. Klar, die Blende ist fettig und klemmt und da ist irgendein tropfiger Schmutz im Inneren. Aber. Fünfundzwanzig Euro! Für dieses wunderschöne Objektiv!


Wer ein bisschen was über Nikkore der 1970er weiß, dem ist klar: Das war so ziemlich das Objektiv, an dem sich alle anderen messen lassen mussten, egal ob sie in der gleichen Liga spielten. Mit f/1.4 gehört es zu den lichtstärksten, die Nikon damals im Angebot hatte - schneller waren da nur noch die verschiedenen f/1.2-er, die aber damals wie heutzutage so teuer daher kommen, dass ich sie mir nicht leisten will; vor allem das Noct wäre natürlich krass zu besitzen, aber bei den Sammlerpreisen hätte ich dann Angst, es mit in die Wildnis zu nehmen. Und dann gab es natürlich die f/1.8 oder f/2 Varianten oder die spezielleren Makros, die bei f/2.8 oder zuvor auch f/3.5 anfingen. Aber jenseits all dieser eher speziellen Objektive war das 50/1.4 immer das Referenzmodell, das auch meist in den Betriebsanleitungen der Kameras angegeben war. (Das merkt man auch daran, dass es in verschiedenen Auflagen und Gehäuse-Variationen, aber mit mehr oder weniger unverändertem Innenleben von 1977 (AI) bis 2020 (AI-S) gebaut wurde! Der reine F-Mount-Vorgänger, der schon sehr ähnlich war, startete wohl bereits 1962! Das sind also fast 60 Jahre, in denen diese Optik in beinahe unveränderter Form, wenn man mal von moderneren Beschichtungen absieht, produziert wurde! Wie lang wurde das AF-S G eigentlich noch produziert?) Nebenbei: f/1.4 ist auch wirklich schon nicht einfach, um präzise manuell zu fokussieren, wie ich feststellen musste - ich bin halt ein kleines bisschen sehgeschädigt.


Und darüber hinaus sieht es auch noch verdammt gut aus! Ich mag diese klassischen 1970er[1] Nikkore ja. Vollständig aus Metall und Glas gefertigt, findet sich hier kein neumodisches Plastik. Das macht diese Objektive bei guter Behandlung praktisch unverwüstlich. Dieses hier war offenbar schon einige Zeit außer Betrieb und hat rum gestanden, sodass ich es erst mal komplett auseinander genommen und von innen gereinigt habe, um es im alten Glanz erstrahlen zu lassen. (Dazu gibt es aber morgen einen eigenen Eintrag.) Was es aber bereits weit offen und mit dreckigen Linsen zu leisten vermag, habe ich direkt auf dem Flohmarkt an der Sony (mit zwei Adaptern dazwischen) testen können, indem ich meinen Bruder und seine Frau porträtiert habe: Einfach genial! Schönes, weiches Bokeh und trotzdem recht scharf auf Portrait-Entfernung. (Das mit dem Focus Peaking hat tatsächlich mal ganz gut funktioniert.)


Nach der Reinigung habe ich es zum Test dann mal auf unseren Garten los gelassen, zuerst auf der D100, dann auch auf der großen D800. Als nächstes werde ich es auf der Nikkormat mal mit Film testen, die liegt schon mit einem Kentmere 100 geladen hier neben mir und wartet darauf, dass ich sie mit raus nehme, wenn ich mich nachher aufs Rad setze! ;-)

Fazit: Trotzdem, dass ich noch mal eine bis anderthalb Stunden an Arbeit da rein investiert habe, noch immer ein Schnapper! Von der Bildqualität her überragend! Es steht dem moderneren AF 50/1.4, das ich ja auch habe, nur insofern etwas nach, weil das einfach die bessere, neuere Beschichtung und wahrscheinlich auch die präzisere Fertigungsmöglichkeiten der 1980er auf seiner Seite hat! Fehlt mir in meiner Sammlung eigentlich nur noch das AF-S G 50/1.4, das würde ich gerne mal mit dem 1.8er vergleichen, das ich ja tatsächlich Ende der 2010er neu gekauft hatte.

[1] Meine Seriennummer liegt allerdings ziemlich in der Mitte und weist es als AI-S aus; ich schätze also mal ungefähr auf die mittleren bis späteren1980er. (Ich weiß nicht, wie viele davon tatsächlich noch gebaut wurden, nachdem die AF-Modelle raus kamen.)

Trekdinner am Samstag

Samstag abends war dann nach der Spielemesse noch Trekdinner. Wir waren - praktisch veranlagt wie wir sind - gleich unten im Brückenforum in dem Italiener da. War ganz lecker, muss man sagen. Die Pizza mit dem vielen Sardellenfisch drauf war natürlich ein bisschen salzig, aber die mit dem Spinat und den Krabben war perfekt (und herzförmig). Hier mal eine kleine Mischung aus Handy- und Kamera-Fotos:


Die Tiramisu, die Papa Schlumpf am Ende noch verdrückt hat, sah wirklich vorzüglich aus, aber ich glaube, dann wäre ich geplatzt. Deswegen hatten J und ich nur noch ein kleines Eis mit je zwei Kugeln. Das war auch ganz gut, die haben scheinbar auch gleich eine Eisdiele mit im Haus: Praktisch! Und lecker! Auch wenn es kein Himbeer gab, das da im Bild ist Erdbeer und Zitrone. ;-)


Die Nudeln, die die anderen hatten, sahen auch extrem lecker aus, aber da wir am Sonntag schon Nudeln geplant hatten, waren wir halt für die Pizza. Insgesamt kann man den Laden echt empfehlen. Diese italienische Gaststätte wird auch tatsächlich noch von italienischen Leuten betrieben, das spiegelt sich im Essen wieder! (Jaja, immer diese Stereotypen!) ;-)

Ansonsten hatten wir wie immer viel Spaß. Ich darf nicht vergessen, die Postkarte am Montag weg zu schicken. (Ja, ich tippe das hier schon wieder im Voraus! ;-))

Bonn Spielt!

Gestern waren wir in Bonn auf der kleinen Spielemesser "Bonn Spielt". Die ist im Brückenforum, und wer das Brückenforum kennt, weiß, dass das jetzt keine Veranstaltung ist wie in Essen, wo die ja mittlerweile den Großteil der Hallen voll bekommen. In Bonn ist es eher klein und gemütlich familiär. Und das ist auch gut so. Geparkt hatten wir natürlich nicht in der Tiefgarage, sondern im Wohngebiet. Die paar Meter laufen waren bei dem schönen Wetter ganz gut, weil wir den Rest des Tages ja in der Halle verbringen wollen würden gemacht haben getan. ;-) (Meine Verben sind noch ein bisschen durcheinander, es war sehr laut, lang und meine Füße tun weh!)


Besonders schön finde ich immer den Flohmarkt, den wir auch mal wieder heftigst ausgenutzt haben: Wir können jetzt solch spannende Spiele wie Hallertau, Yamataï, Teotihuacan und Nature unser Eigen nennen! Also, der ganz normale Wahnsinn! (Aber immerhin auf dem Flohmarkt zu Preisen, die nicht die Bank sprengen!) Den haben wir auch direkt um kurz nach 10 abgegrast, als der Andrang am größten war. Aber sonst hätten wir diese tollen Spiele wahrscheinlich verpasst. Wie man sieht: am Anfang, kurz nach dem Einlass, war auch wirklich noch nicht so viel los. Da konnte man sich noch relativ frei einen Platz aussuchen. Nachdem wir mit dem Flohmarkt durch waren, sah das schon ganz anders aus.


Ansonsten haben wir und den Tag damit vertrieben, selber ein bisschen was zu spielen. Unsere Trekdinner-Kollegen J (Papa Schlumpf) und D waren auch da, sodass wir auch ein paar würdige Gegner hatten. (Abends war ja noch TD geplant, schließlich war der erste Samstag im Monat! Nächsten Monat scheinbar aber erst am zweiten Samsatg, weil Leute im Urlaub sind.) Haben es mit Fossilium versucht, aber da sind wir schon am Aufbau gescheitert. Es war in der Halle dann doch zu laut, als dass man die Anleitung verstanden hätte, die nicht so richtig gut geschrieben ist, finde ich. Und für ein YouTube-Anleitungsvideo war die Zeit zu knapp. Haben uns dann lieber erst mal bei den vorgestellten Spielen umgeschaut. Sehr interessant hat "Flying Gang" ausgesehen, ein Piratenspiel. Der Entwickler stand daneben und war extrem enthusiastisch. Mal sehen, ich habe mich mal auf der anderen Crowd Funding Webseite dafür registriert, damit ich da Nachrichten bekomme.


Dann haben wir eine Partie "Am Goldenen Fluss" gespielt. Das hatte ich in Essen schon mal beobachtet, aber nicht gespielt, weil wir da so viel rum gelaufen sind und das auch nicht unbedingt Priorität hatte. Ist aber ein ganz nettes und nicht sooo langes Spiel, das man sicher mal dazwischen schieben kann, wenn einem die anderen zu kompliziert sind, die man im Schrank hat. Ich werde es jedenfalls mal im Auge behalten, ob man es nicht gebraucht günstig bekommt. Rheinauenflohmarkt ist ja auch demnächst schon wieder. Nebenan spielten sie übrigens "Seti", die haben auch so ungefähr eine kleine Ewigkeit gebraucht, bis sie mit dem Spiel durch waren. Waren aber auch Eltern mit zwei Kindern, wahrscheinlich ist das deswegen etwas in die Länge gegangen. ;-) Als kurzes Erholungsspiel haben wir dann eine oder zwei Runde "Draftosaurus" hinterher geschoben, das fand ich sehr niedlich und für ein niederschwelliges Zieh-Spiel erstaunlich strategisch. Nett und bunt!


So, und im letzten Bild: Unsere Loot. Also, das, was die Veranstalter jedem am Eingang in die Hand gedrückt haben. Hauptsächlich die üblichen Ladenhüter. ;-) Aber über das MicroMacro-Päckchen haben wir uns tatsächlich gefreut, das haben wir ja und jetzt haben wir einen Fall mehr! Cool!

Schwarz-weiß und analog, Teil 332: Bonn im Schneegestöber mit dem AT-X

Kentmere 400 @ 800 #18, 3. Januar 2026
  • Minolta Dynax 7000i, Tokina AT-X 80-400mm 1:4.5-5.6 (Minolta AF Version)
  • Entwicklung: Microphen Stock #7 10:00*(20°/22°)+60%=14:00 22°; Adofix 1+5 #21 7:00 22°, Adoflo 1+200
Die letzten neun Bilder vom gepushten Kentmere habe ich in Bonn verbraten. Anfang Januar war es ja doch sehr kalt und windig, mit vereinzelten Schneegestöbern. Hatten sowieso einen sehr winterlichen Winter dieses Jahr, hatten wir in der Form schon lange nicht mehr. Wie gesagt, da lag die ganze Zeit dieses Hoch über dem Baltikum, sodass in Mecklenburg-Vorpommern die Ostsee zugefroren ist. Hier im Westen war es nicht ganz so kalt, aber doch schon mehr als sonst. Schnee ist liegen geblieben, selbst in den Niederungen. Kommt ja heutzutage auch nicht mehr immer vor.

Jedenfalls: Wie immer am Beueler Ufer geparkt, runter an den Rhein, die Kirche am Stiftsplatz auf der gegenüberliegenden Seite fotografiert. (1/500s, f/8, ~300mm.) Wenn das Tele zu lang für die maximale Brennweite wird, dann weißte Bescheid! ;-) Mal wieder etwas schief, aber mir sei es verziehen: Es war kalt! Meine Hände haben am kalten Alu des Objektiv-Tubus geklebt wie die Zunge am Laternenpfahl!

Die Reste der Wimpel (von der letzten Kirmes?) habe ich flatternd im Wind erwischt. (1/1000s, f/5,6, ~250mm.) In Bonn ist ja immer Wind am Rhein, aber an jenem Januartag war es schon mal wieder ganz besonders frisch! Und das auch schon, bevor das Schneegestöber so richtig eingesetzt hatte.


An dem Frosch kommen wir ja öfter vorbei und so habe ich ihn auch schon öfter fotografiert. (1/200s, f/5,6, 80mm.) In diesem Fall war die Intention dahinter, dass ich dieses mal mit anderen Bildern vergleichen kann, was Schärfe etc angeht. Und siehe da: Bei dieser kurzen Brennweite sieht man da kaum Unterschiede. Wenn das Bild jetzt nicht noch so schief geraten wäre, könnte man auch noch sehen, dass sich die Verzerrungen, zumindest am kurzen Ende, sehr in Grenzen halten. So grundsätzlich ist das wirklich kein schlechtes Objektiv, es hat nur im langen Bereich so sein Probleme.

Dann ein Bild, auf das ich besonders stolz bin: Der Hund, der seinen Menschen dabei beobachtet, wie dieser mit den Nachbarn quatscht. (1/200s, f/5,6, ~200mm.) So ein liebes, treues Tier. Dabei hat es hier in der Gasse neben der Brücke gezogen wie Hecht! Was war das kalt! Und ich mit dem Kilo Glas in der Hand, kein Wunder, dass ich nachher erst mal auftauen musste. Aber ernsthaft: Ein sehr schönes Hundeportrait. Wenn ich die Leute jetzt noch mal wieder treffen würde, würde ich ihnen ihren Hund mal zeigen. Oder gar einen Abzug machen!

Von oben auf der Brücke habe ich dann die Allegro fotografiert, wie die den Rhein hoch geschippert kam, während das Polizeiboot, das sonst da unten am Rhein liegt, auf Patrouillenfahrt war. (1/350s, f/5,6, 400mm.) Das war zu dem Zeitpunkt, als das Schneegestöber so richtig los ging und deswegen ist der Kontrast so mies. Wie man am Kribbeln der Körnung sehen kann, habe ich da in der Nachbearbeitung schon kräftig nachgeholfen. Kaum zu glauben, was so ein bisschen gefrorenes Wasser in der Luft für Nebeneffekte in Bezug auf Kontrast hat! ;-)


Von der Bonner Seite habe ich dann noch den anderen Kirchturm in Beuel mit genommen, mit Sonnenfleck zwischen den Wolken. (1/500s, f/16, ~135mm.) Eigentlich ganz hübsch. Und hier oben von der Brücke auch mit eher mäßiger Brennweite zu realisieren. Zudem hatte ich so mal die Gelegenheit, die Blende sehr weit zu schließen, das teste ich ja auch immer ganz gerne mal, wenn ich ein "neues" Objektiv begutachte. Ergebnis: Kann man machen! ;-)

Die Weihachtsdeko hing ansonsten auch noch raus, sodass ich mal wieder einen Stern dazwischen nehmen konnte, (1/350s, f/5,6, ~250mm.) Da sind irgendwie leichte Kratzer auf dem Negativ, ich weiß nicht, wieso. Macht die Kamera sonst eigentlich nicht und es sind nicht die üblichen, über die ich mich sonst immer beschwere, von denen ich annehme, dass ich die in der Entwicklung selber da rein mache. Vertikale, vor allem. Kann eigentlich nicht am Filmtransport liegen. Hm. Das Bild an sich ist aber ganz OK geworden, der Kontrast zwischen Vorder- und Hintergrund ist nicht hoch genug, aber ansonsten gefällt es mir ganz gut.


Die Kirche habe ich übrigens von indoors aufgenommen. Im Outdoor-Laden. Hihi! Durch das große Fenster im Treppenhaus. (1/250s, f/5,6, ~90mm.) Einfach nur deswegen, nicht so sehr wegen des Motives. Man sieht die runden Leuchten, die da unter der Decke hängen, wie sie sich in der Scheibe spiegeln. Kirche mit Heiligenscheinen. Sorry, ich find's witzig. ;-)

Zu guter Letzt: Ein bisschen Uni-Gebäude. (1/125s, f/5,6, ~135mm.) Der letzte Schuss, sozusagen, bevor der Film voll und die Sonne ganz weg war. Geht. So quer über den Marktplatz, auch mal was anderes. Bonus: Eine Taube flog ins Bild. ;-)

So, das war dieser Film. Als nächstes geht es mit was ganz Groben weiter: Ein Foma 400, den ich in "Rodinal" gepusht habe. Weil ich Korn wollte! Freut euch also auf ein paar langweilige Bilder aus Hennef! ;-)