Wer sich traut, fremde ausführbare Dateien zu starten, darf sich dieses Jahr an meinem Weihnachtsbaum erfreuen, der eigentlich aus einer Programmieraufgabe entstanden ist: Weihnachtsbaum.zip ZIP-Datei einfach auspacken und die passende Version starten. Das Source-C-File habe ich dazu gepackt, wer sich das angucken oder selber übersetzten möchte. (Sowohl die Windows als auch die Linux-Variante sind für 32-bit Systeme übersetzt worden und sollten hoffentlich überall problemlos laufen. Das Linux-Programm benötigt ncurses, für das Windows-Programm habe ich die pdcurses.dll mit dazu gepackt.)
Heute mit Bruder und Mutter auf dem Weihnachtsmarkt in Ruppichteroth gewesen. Hübsch da, aber schweinehinterteilkalt. Außerdem ist jeder 1,5-te Stand eine Freßbude: Angefangen bei Backfisch, Bratwürste, Kartoffelpuffer bis hin zu Marmelade, Senf und Honig. Außerdem: Es kommt mir so vor, als wäre ich in letzter Zeit nur noch auf Weihnachsmärkten unterwegs!
Außerdem liegt der Schnee zZt ziemlich dick. Die, die mich kennen, wissen, was das heißt: Fluchen über kalte, nasse Füße, fluchen über die rheinländische Fahrer-Mentalität ("Winterreifen? Watt is dat?"), fluchen, fluchen, fluchen... Und dann auch noch Oh-Du-Fröhliche überall! Kann Weihnachten nicht wenigstens im Sommer sein?
Heute ging schneemäßig so richtig die Post ab: Wir haben so gegen 9h das Haus verlassen, da flockte es schon ein wenig. Mittags, auf dem Weg von der Arbeit zur Mensa, musste man schon sehr aufpassen, dass man sich nicht auf die Schnüss legt. Dann hat mich die Chefin zum Hauptgebäude geschickt, wichtige Dokumente abgeben. Aus purer Blödheit habe ich das Auto genommen, mit dem Hintergedanken, dass ich es dann wenigstens warm hätte. Habe gut eine halbe Stunde von der Endenicher Allee zum Regina-Pacis-Weg gebraucht. Zurück noch mal so lang. Wäre ich zu Fuß gegangen, wäre es definitiv schneller gegangen!
Abends dann war das Auto so tief zu geschneit, dass ich es erst mal suchen und dann mit dem in weiser Voraussicht immer mitgeführten Handfeger freilegen musste. Die anschließende 45 minütige Schlitterpartie endete im Parkhaus Friedensplatz, denn wir wollten uns ja schließlich noch mit Susi und Robert zum (hypothetischen - ich fass' das Zeugs ja nicht an -) Glühweintrinken treffen. Natürlich waren wir über eine halbe Stunde zu spät am Treffpunkt, aber zum Glück gibt es ja Handys.
Auf dem Weihnachtsmarkt tanzte der Teufel (oder zumindest ging der Bär ab), weshalb an "ruhig und in Frieden mal was umschauen" nicht wirklich möglich war. Außerdem hat es die ganze Zeit weiter geschneit. Sämtliche Versuche, eine Kneipe zu finden, endeten mit einem "wir sind voll" und so haben wir uns schließlich in den Sushi-Laden begeben, der einzige Ort, an dem es noch Sitzplätze gab. Und außerdem schmeckt Sushi auch zu Weihnachten! Schade jedenfalls für alle anderen, die nicht kommen konnten, weil sie eingeschneit waren - wenn wir nicht sowieso schon in Bonn gewesen wären, wären wir wohl auch daheim geblieben.