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Schwarz-weiß und analog, Teil 330: Mittelaltermarkt Siegburg 2025

Kentmere 400 #16, 7. Dezember 2025
  • Nikon F801S, Nikkor 35mm 1:2 AI
  • Entwicklung: D-76 Stock #9+#10 21° 16:15 Minuten, Adofix Plus 1+5 #19+#20, 7:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Wie angekündigt, hatte ich die zweite Hälfte vom Film aus Vettelschoss voll gemacht mit Bildern vom Mittelaltermarkt in Siegburg, wo wir mit dem Trekdinner waren. Das ist ja so eine kleine Tradition, mittlerweile fast schon ein Ritual. ;-) Trifft sich ja auch ganz gut, denn das ist für uns ja ein Katzensprung nach Siegburg, und da die von der Stadt im Dezember scheinbar nicht in der Lage waren, die Parkautomaten zu reparieren, konnten wir auch umsonst an der Feuerwehr stehen. Mittlerweile haben die es aber wohl leider geschafft, also kein frei parken mehr! Schade. ;-)

Das erste Bild ist mal wieder die Siegessäule mit der Victoria oben drauf, aber in diesem Fall mal mit Marktbuden im Vordergrund. (1/125s, f/8.) Hübsch, mal ein anderer Blick, auch mal mit einem anderen Objektiv. (Ich hatte wie auch vorher schon die ganze Zeit das 35/2 AI drauf.)

Dann darf natürlich als zweites auch nicht die markante Kirche fehlen, ebenfalls mit Dusen und Leuten im Vordergrund. (1/125s, f/8.) Nette Ansicht von hier vom Markt, mit den kahlen Winterbäumen und dem Markttrubel im Vordergrund. Ja, natürlich trotzdem sowas wie ein typisches Touristenfoto, aber manchmal muss das auch mal sein. ;-)


Kommen wir dann mal langsam zu den Details, die ich immer so gerne fotografiere. Da hätten wir etwa diese Lampe aus farbigem Glas und Messing mit leicht orientalischem Aussehen. (1/125s, f/2,8.) Diese Dinger stehen da ja jedes Jahr zum Verkauf. Ich find die ja eigentlich auch ganz schick, passt hier nur zu nix. Aber ein Foto kann man auf jeden Fall mit nehmen.

Neben dem Mittelaltermarkt findet auch noch immer regelmäßig der normale Wochenmarkt statt, wo ich auf einem der gerade in der Aufräumphase befindlichen Stände ich diese Holzpaletten mit Perspektive abgegriffen habe.(1/125s, f/2,8.) Man merkt auch: Etwas schattig hier. Die Belichtungszeiten sind trotz weiter Blende und schnellem Film gerade so akzeptabel, sag ich mal. Wobei man sagen musste, es war ja auch schon vorgeschrittener Nachmittag. Im Dezember heißt das ja: Ab drei wird es dunkel.

Ganz wichtig auf dem Mittelaltermarkt ist übrigens: Knoblauchbrot! (1/2000s, f/2.) Das habe ich mal in ganz weit offen gemacht, damit die Kirche im Hintergrund schön unscharf wird. Ja, so liebe ich das! Verklagt mich doch! ;-) Könnte gerne noch ein bisschen mehr sein, ehrlich gesagt, aber das 35er ist dafür dann doch ein bisschen sehr weitwinklig. Es gibt auch ein 35/1.4 Nikkor, aber das ist ja leider unbezahlbar.


Am Stand mit dem Entenangeln habe ich dann noch ein unscharfes Entenfoto gemacht. (1/60s, f/8.) Habe hier so weit abgeblendet, wie ich dachte, dass es gerade noch vertretbar ist, aber das war wohl noch nicht genug: Die Ente ist unscharf. Und außerdem dann doch wieder zu viel: Die Ente ist außerdem noch verwischt, weil sie sich doch recht schnell an mir vorbei bewegt hat. Alles in Allem also ein bescheidenes Foto. Keine meiner ansonsten unzähligen Sternstunden. ;-)

Ähnlich bei den Öfen, in denen da Brot gebacken wird: Der Typ mit dem Blech hat sich zu schnell gedreht. (1/60s, f/4.) Insgesamt hatte ich mir hier auch mehr erhofft, das Bild ist auch eher auf der langweiligen Seite. Ich zeig euch sowas trotzdem immer, damit wenigstens jemand anderes aus meinen Fehlern lernen kann. Ich selber bin ja lernresistent! ;-)

Dann doch lieber noch so ein Postkartenfoto vom Kirchturm. (1/125s, f/8.) Da kann man nicht viel falsch machen, das geht eigentlich immer. Ginge natürlich auch gerader, aber hey, ich habs gemacht! ;-)


Wie gesagt: Es war nebenbei auch Wochenmarkt. Die Stände waren zwar größtenteils schon mit Abbau beschäftigt oder gar ganz verschwunden, als ich den Marktplatz auf der anderen Seite wieder hoch gewatschelt kam, aber diesen hier habe ich dann doch noch schnell mit genommen, als gerade keiner geguckt hat. (1/60s, f/4.) Es wurde dann auch schon merklich dunkler. Was hatten wir da mittlerweile? Halb vier? Vier? Jo, Winter halt.

Zurück im Mittelalter dann noch das handgetriebene Karussell genauer betrachtet. (1/125s, f/2,8.) Ist das ein Wildschweinfell? Das arme Schwein! Grunz grunz! Aber nett finde ich ja, dass sie dem Holzpferd zumindest einen Schal gegeben haben. Es war ja auch nass und kalt und Pferde erkälten sich ja so leicht! Und dann kotzen die wieder vor die Apotheke! ;-)

Wie jedes Jahr habe ich auch wieder die Zahnräder von der Seilerei (?) fotografiert. (1/125s, f/2,8.) Dieses mal die Seite mit den Haken. Weil. Warum nicht. Ansonsten irgendwie das gleiche Bild wie jedes Jahr. Nur mit Typ im Hintergrund der sich natürlich genau in diesem Moment da hin stellen musste. Ich hatte ihn noch kommen sehen, aber da hatte mein Hirn schon den Befehl an meinen Finger geschickt. Und jetzt ist er hier für immer verewigt. Selbst schuld! Was läuft der mir auch ins Bild? So! ;-)


Die Seile habe ich dann auch mal mit genommen. (1/125s, f/4.) Warum auch nicht? Wobei das hier schon eher ein Tau ist. Wo ist eigentlich die Grenze zwischen einem Seil und einem Tau? Und wann wird aus einem Bändel ein Strick? Fragen über Fragen, die eigentlich rein gar nichts mit diesen Fotos zu tun haben, die mich aber trotzdem beschäftigen. Willkommen in meinem Gehirn.

Die Drachenfahne war dann ein paar Stände weiter und hat mich direkt in ihren Bann gezogen. (M, 1/2000s, f/2.) Wegen des vielen Gegenlichts hier mal schnell in den manuellen Belichtungsmodus gewechselt und siehe das, ich kanns noch! Ist richtig gut geworden, so weit offen, mit dem Gestrüpp im Hintergrund. Gefällt mir.

Falls die Pest ausbricht: Nicht die Schnabelmaske vergessen. (1/30s, f/4.) Wobei die ja mehr nach Steampunk aussieht als nach Mittelalter. Trotzdem Cool. Und leicht überbelichtet: Die war so dunkel, dass es der Belichtungsmesser wohl etwas zu gut gemeint hat, Hätte im manuellen Modus bleiben sollen, was?


Was man mit der halben Automatik aber ganz gut kann: Die Kamera über die Köpfe der vor einem stehenden halten und die Band fotografieren. (Unbekannte Zeit, f/4.) Hat sogar ganz gut geklappt. Das Bild ist jetzt weit davon entfernt, perfekt zu sein, aber dafür, dass ich nicht durch den Sucher geschaut habe, eigentlich ganz gut geworden. Ein bisschen viel Publikum, vielleicht. Aber was will man machen?

Crepes, anyone? (1/250s, f/4.) Auch diese Wimpel fotografiere ich gefühlt jedes Jahr. Muss aber sein, sonst glaubt mir das ja keiner. All diese KI-generierten Fakenews heutzutage! Die haben gar kein richtiges Grain in ihrer Matrix! ;-)

Die fahrbare Hütte der Wahrsagerin habe ich dann auch gleich mal dokumentiert. (1/125s, f/4.) Nett, genau so stellt man sich das vor. So richtig Klischee. Ob das fahrende Volk tatsächlich früher so unterwegs war, keine Ahnung. Ich denke, die waren vielleicht nicht ganz so offensichtlich, sonst hat der Mob gleich wieder einen Scheiterhaufen errichtet! "Wenn ihr Gewicht das gleiche ist wie das einer Ente... dann... ist sie eine Hexe!" Oder so ähnlich!


Dann doch lieber noch ein paar handgefärbte Schals. (1/125s, f/2.) Hier ist die offene Blende zwar auch schön für die Hintergrundunschärfe, aber hauptsächlich nötig gewesen, weil es mittlerweile schon so richtig dunkel wurde. Natürlich hätte ich die letzten paar Bilder auch verwahren können, aber ich hatte das dringende Bedürfnis, den Film voll und entwickelt zu kriegen. Weil. Wie sich dann ja heraus gestellt hat, war das Microphen schon anderthalb Jahre alt! Aber funktioniert hat es trotzdem sehr gut, wie man sieht.

Warum das Bild von der Glasvase mit Gewächs so unscharf ist, keine Ahnung! (1/250s, f/2.) Ich hatte gar kein Zielwasser getrunken, eh, ich schwör, Alda! Wieß nicht. Hab ich gewackelt und bin bei der offenen Blende nach den Scharfstellen zu sehr aus der Fokusebene raus geschwankt? Möglich, aber das ist schon ziemlich heftig daneben. Wir werden es nie erfahren. Das Bild ist jedenfalls am Popo.


Die Eistüte hingegen hat hervorragend funktioniert. (1/250s, f/2.) Gut, die war auch nicht ganz so nah, da wirkt sich ein leichtes Schwanken nicht ganz so dramatisch aus. Aber wenn ich das sehe, bekomme ich gleich Hunger auf Eis. Mit Ananas und Himbeeren. Hmmm. Mist! ;-)

Wie immer waren wir auch noch im Müller, da hing wieder ein Weihnachtsmann von der Decke, der somit das letzte Bild auf dem Film ist. (1/125s, f/4.) Wie man sieht: Es war drinnen mittlerweile eine Blendenstufe heller als draußen. Dann doch lieber drinnen fotografieren. Auf s/w sieht man auch nicht, dass das künstliche Licht so gelb ist. Außerdem hat auch das Fotografieren von Deko in Geschäften eine gewisse Tradition bei mir!

Nächstes Mal: Mit der Minolta 7000i und dem AT-X 80-400mm am Mondorfer Hafen. Da sind sehr schöne Vogelfotos dabei! Und so ein Graureiher macht sich in s/w auch ganz gut! Also: Dran bleiben!