Dignette - Testfilm entwickelt
Nachdem die Kamera dann gewartet war, wollte sie natürlich auch ausprobiert werden. Dazu hatte ich mir den alten russischen Belichtungsmesser geschnappt, dazu den Voigtländer Rangefinder, den man in den Coldshoe klemmen kann, und ab nach draußen. Das Wetter war ja die Tage recht gut und sonnig, aber ich hatte mich trotzdem für einen billigen Foma entschieden. Ich hatte allerdings keinen 100er mehr, der sich bei einer Kamera mit so langen Belichtungszeiten angeboten hätte, deswegen musste ich wohl oder übel einen 200er nehmen. Böse Zungen behaupten ja, dass das eh alles der gleiche Film wäre, der sich nur in der Länge der Entwicklungszeiten unterscheiden würde, aber ich finde, man sieht da doch schon recht deutliche Unterschiede in der Körnung. Oder ich bilde es mir nur ein, man weiß es nicht. 
Nachdem der Film am Freitag voll war, hatte ich ihn am Samstag in der Suppe liegen und dann unter der Dusche hängen. Und auf den ersten Blick sieht alles OK aus. Gut, die Belichtung ist teilweise schon mehr als nur eine Blende off, aber das liegt daran, wenn man mehr oder weniger über den Daumen rät, wie man zu belichten hat. Alte Selenzellenmesser sind nun mal nicht unbedingt die genauesten Werkzeuge. Aber ich hatte einfach mal Lust darauf, mit den gleichen Utensilien wie ein Fotograf aus dem Jahr 1958 unterwegs zu gehen. Wie so ein Zeitreisender.
Primär ging es mir auch hauptsächlich darum, die Schärfe zu testen: Das Frontelement dreht ja komplett frei, weil der Vorbesitzer die Schrauben nicht wieder rein gemacht hat, von denen ich annehme, dass sie den Anschlag justieren würden, weshalb ich nur raten konnte, wo Unendlich und all die anderen Entfernungen auf der Skala wirklich sind. Dass ich jetzt so einen eher empfindlichen Film genommen habe, macht diese Arbeit nicht einfacher, denn ab f/8 ist bei 45mm ja nun kaum noch zu sehen, wo die Schärfeebene tatsächlich wäre. Vor allem, wenn man den Film erst mal nur nass unter der Dusche mit dem Handy ableuchtet. Aber es scheint so, als könnte ich evtl. tatsächlich ein paar brauchbar scharfe Fotos gemacht haben, was mich ehrlich gesagt schon fast ein bisschen überrascht. Die Kamera ist schließlich so runter genudelt, dass es an ein Wunder grenzt, dass sie überhaupt noch Bilder produziert.
Ansonsten, wie gesagt, bin ich ganz zufrieden mit den Ergebnissen. ich hatte bei der Entwicklung dieses Mal 30 Sekunden länger im Fomadon P ziehen lassen, weil ich das so notiert hatte, aber ob das was geholfen hat, kann ich nicht sagen: Die Messungen mit dem externen Belichtungsmesser waren dann doch zu sehr all over. Ganz davon abgesehen, dass ich keine Ahnung habe, wie genau die Zeiten ablaufen, besonders die 1/50s. (Die 1/200s scheint ja recht präzise zu sein, bei der sind so 80% der Bilder entstanden, während ich die ganz langsamen 1/25s gar nicht benutzt habe, einerseits wegen der Verwackelungsgefahr, andererseits weil der Film dafür viel zu schnell war; bei f/16 ist bei der Kamera leider Schluss.) Aber der Leader sieht mir noch immer etwas dünn aus, vielleicht sollte ich 6:30 Minuten ins Auge fassen.
Aber insgesamt als Fazit: Die Stunde, die ich an dieser Kamera herum gebastelt habe, um sie wieder fit zu machen, hat sich alleine wegen des Erlebnisses gelohnt, das ich während meiner drei Sessions an verschiedenen Orten hatte. Und dass mit dem Filmtransport hat auch ganz OK geklappt, auch wenn ich zwei, drei mal Ladehemmung hatte. Nachdem ich den Film aber immer in der Patrone etwas gelockert habe, indem ich mal kurz am Rückspulknöpfchen gedreht habe, ging es ganz gut. Apropos, Zurückspulen ohne Hebel ist eine Tortur und ein Erlebnis, das ich mir wiederum eher sparen würde!
Jedenfalls: Bin auf die Scans gespannt!
Nachdem der Film am Freitag voll war, hatte ich ihn am Samstag in der Suppe liegen und dann unter der Dusche hängen. Und auf den ersten Blick sieht alles OK aus. Gut, die Belichtung ist teilweise schon mehr als nur eine Blende off, aber das liegt daran, wenn man mehr oder weniger über den Daumen rät, wie man zu belichten hat. Alte Selenzellenmesser sind nun mal nicht unbedingt die genauesten Werkzeuge. Aber ich hatte einfach mal Lust darauf, mit den gleichen Utensilien wie ein Fotograf aus dem Jahr 1958 unterwegs zu gehen. Wie so ein Zeitreisender.
Primär ging es mir auch hauptsächlich darum, die Schärfe zu testen: Das Frontelement dreht ja komplett frei, weil der Vorbesitzer die Schrauben nicht wieder rein gemacht hat, von denen ich annehme, dass sie den Anschlag justieren würden, weshalb ich nur raten konnte, wo Unendlich und all die anderen Entfernungen auf der Skala wirklich sind. Dass ich jetzt so einen eher empfindlichen Film genommen habe, macht diese Arbeit nicht einfacher, denn ab f/8 ist bei 45mm ja nun kaum noch zu sehen, wo die Schärfeebene tatsächlich wäre. Vor allem, wenn man den Film erst mal nur nass unter der Dusche mit dem Handy ableuchtet. Aber es scheint so, als könnte ich evtl. tatsächlich ein paar brauchbar scharfe Fotos gemacht haben, was mich ehrlich gesagt schon fast ein bisschen überrascht. Die Kamera ist schließlich so runter genudelt, dass es an ein Wunder grenzt, dass sie überhaupt noch Bilder produziert.
Ansonsten, wie gesagt, bin ich ganz zufrieden mit den Ergebnissen. ich hatte bei der Entwicklung dieses Mal 30 Sekunden länger im Fomadon P ziehen lassen, weil ich das so notiert hatte, aber ob das was geholfen hat, kann ich nicht sagen: Die Messungen mit dem externen Belichtungsmesser waren dann doch zu sehr all over. Ganz davon abgesehen, dass ich keine Ahnung habe, wie genau die Zeiten ablaufen, besonders die 1/50s. (Die 1/200s scheint ja recht präzise zu sein, bei der sind so 80% der Bilder entstanden, während ich die ganz langsamen 1/25s gar nicht benutzt habe, einerseits wegen der Verwackelungsgefahr, andererseits weil der Film dafür viel zu schnell war; bei f/16 ist bei der Kamera leider Schluss.) Aber der Leader sieht mir noch immer etwas dünn aus, vielleicht sollte ich 6:30 Minuten ins Auge fassen.
Aber insgesamt als Fazit: Die Stunde, die ich an dieser Kamera herum gebastelt habe, um sie wieder fit zu machen, hat sich alleine wegen des Erlebnisses gelohnt, das ich während meiner drei Sessions an verschiedenen Orten hatte. Und dass mit dem Filmtransport hat auch ganz OK geklappt, auch wenn ich zwei, drei mal Ladehemmung hatte. Nachdem ich den Film aber immer in der Patrone etwas gelockert habe, indem ich mal kurz am Rückspulknöpfchen gedreht habe, ging es ganz gut. Apropos, Zurückspulen ohne Hebel ist eine Tortur und ein Erlebnis, das ich mir wiederum eher sparen würde!









