Skip to content

Nach der Comicmesse in Mühlheim an den Rhein runter

2.5.: Wenn ihr euch wundert, wieso ich draußen und nach der Messe weniger Fotos gemacht habe als drinnen beim schlechten Licht: Ich hatte die F80 dabei und habe den Film voll gemacht, da warten also noch so 10 bis 15 Bilder unentwickelt auf mich. Also, hoffentlich: Ich habe sie ja noch nicht gesehen, ob die auch was geworden sind! ;-) Spannend!

Aber dafür fangen wir mit Kirschkuchen (vegan) und Käsekuchen (nicht) an. Weil, nach der Anstrengung in der Messe hatten wir uns was verdient. Was Leckeres! Und das war es auch: Der Kuchen wird von der Mutter der Inhaberin frisch gebacken. Jetzt müssten wir den Laden nur nächstes Mal auch wiederfinden, wenn wir wieder in der Gegend sind! Aber mein Orientierungssinn ist ja beinahe genauso schlecht wie mein Namensgedächtnis! ;-) Aber im Zweifel wissen S und X ja vielleicht noch, wo wir da waren


Bei der Gelegenheit festgestellt, dass Köln-Mühlheim (zumindest hier unten am Rhein) eigentlich ein ganz nettes Fleckchen ist: Viel alte Industrieanlagen, die leer stehen oder umgewidmet wurden. Und man hat einen ganz schönen Blick über den alten Industriehafen raus an der Seilbahn vorbei auf den Dom. Der hier schon erstaunlich weit weg ist! Ich hatte nicht gedacht, dass wir so weit an dem vorbei gefahren sind. Aber ja, macht Sinn. Jedenfalls: Früher, als der Vater noch bei F&G gearbeitet hat und mich alle Jubeljahre mal mit genommen hat, habe ich das gar nicht so mitbekommen. Wahrscheinlich sah das hier vor 30, 40 Jahren auch noch ganz anders aus! Da war ja auch noch richtig Schwerindustrie in Mühlheim. Jetzt ist ja eigentlich alles weg von früher.


Nach dem Kuchen haben wir die beiden jedenfalls noch ein bisschen entlang des Rheins begleitet, die wollten runter nach Deutz, was ja nur so drei, vier Kilometer weg ist, also durchaus als Spaziergang machbar. Nur, dass uns dann das Wetter einen Strich durch die Rechnug gemacht hat: Es hatte ja schon die ganze Zeit so ein bisschen gedroht, die Temperaturen waren bedrohlich nah an die 25° gestiegen, der Taupunkt näherte sich unaufhaltsam und *ZACK*, der erste Blitz und das Grollen des Donners! Joah, und dann sind wir mal so richtig schön nass geworden! Dieser metallische Geruch in der Luft vor allem, als die ersten Regentropfen den Dreck der letzten Wochen aufgewühlt hat. Früher, als Kind, mochte ich das ganz gerne, aber heutzutage denke ich da immer als erstes an die ganze Allergene, die wieder zurück in die Luft geschleudert werden. 20 Minuten Regen wäscht den Schlotz des letzten Monats nicht mal eben so weg!

Wir haben die anderen beiden dann an einer der Bushaltestellen abgeliefert, weil die dann doch lieber nicht durch den Regen weiter wandern wollten. Und wir sind zu Fuß zurück und durch die prasselnden Tropfen zum Auto. Eigentlich wollten wir ja noch mal 'ne Stunde nachzahlen und noch mal in die Messe rein, vor allem gucken, welche Schmuddelhefte die beiden da gesehen hatten, die sie ein bisschen in ihrer feministischen Ehre berührt hatten (ich hab ja wieder alles verpasst, ich merk das schon), aber da wir dann bis auf die Haut nass waren, haben wir diesen Plan verworfen und haben uns lieber ins Auto gesetzt. Wir hatten ja abends noch was vor. (Ja, dieser Tag ist noch immer nicht zu Ende beschrieben.) Aber immerhin hatte ich das Glück, dass ich den Film in der F80 voll bekommen habe.


Entlang des Weges gab es dann aber auch die ein oder andere Stelle, wo die alten Hallen und Industriegebäude im Abriss befindlich waren. Ist ja schon irgendwie schade, wenn diese Art von Geschichte aus dem Stadtbild verschwindet. Das hat die Region ja schließlich lange Zeit geprägt. Aber man kann nicht aus jeder alten Halle eine Konzertstätte machen, wie sie das bei den Carlswerken gemacht haben. Die Leute haben sich nach 100, 150 Jahren vielleicht auch mal wieder ein bisschen Grün verdient, auch in der Stadt. Und vielleicht kommen da ja auch neue Wohnungen hin? Man weiß es nicht. Die Stadt der Zukunft soll ja nicht mehr so aufgeteilt sein, sondern mehr integriert. Stadtplanung der kommenden Jahrzehnte wird auch spannend. Mal sehen, wie wir das hier so hin bekommen.