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Sigma 400mm im Lanzenbacher Wald - Vögel und Viecher

24.1.: Noch mehr Tele-Fotos. Das hat man dann davon, wenn man sich innerhalb kürzester Zeit zwei recht lange Teles kauft, dann muss man (ich) haufenweise Fotos machen, um die richtig mit einander vergleichen zu können. Außerdem war letzte Woche gutes Wetter (vor allem für solche Brennweiten hell genug) und ich hab nach dem langen Winter Hummeln im Hintern! ;-) (Ich fand dieses Sprichwort schon immer sehr plakativ.)

Jedenfalls. Ich habe meine D800 geschnappt, das 400mm Sigma drauf geschraubt und bin los, raus in die Welt und mal schauen, was ich alles vor die Linse bekomme. Wie immer sind da eher abstrakte Dinge dabei, wie der Haken an der Plane über den Anhänger unten am Ende der Straße. Oder seltsame Dinge wie die Rolle mit dem Schlauch drauf. Aber hauptsächlich habe ich versucht, die ersten Boten des Frühlings einzufangen: zB trauen sich die Pferde langsam wieder aus ihrem Unterstand heraus, es scheint also nicht mehr arschkalt zu sein, sondern nur noch kalt. (Also, damals, am 24. Zwischendrin haben wir ja wieder Schnee und Frost gehabt.)


Zum Thema Frühling gehört leider auch: Haselpollen. Und anderes fliegendes Zeugs. Ich weiß ja nicht, ist es nicht schlimm genug, dass meine Augen tränen und die Ohren jucken? Muss ich auch noch irgendwelchen Ausschlag bekommen. Götter, das habe ich schon als Kind gehasst wie Sau. (Grunz!) Ein bisschen Cortison-Salbe hat zum Glück sehr direkt geholfen. Wenn ich das früh genug erwische, hilft ein oder zwei mal eincremen. Ich hab vor allem keine Ahnung, auf was ich da reagiere. Aber es kommt immer so um diese Zeit. Früher hab ich das ja immer "meine Winterallergie" genannt. Alles Kacke.

Zurück zu den Fotos: Hier sehen wir (wahrscheinlich) eine Sumpfmeise. (Ich kenn mich nicht aus. Grüße an Finchen, die hat das in ihrem Vogelbuch nachgeschaut.) Ist aber auch eigentlich egal, wie das Tier heißt, Hauptsache Vögelchen! (Kann auch eine Weidenmeise sein. Da wir hier viele Weiden entlang des feuchten Hanfbachs haben und ich mal davon ausgehe, dass bei beiden Vögeln der Name Programm ist,... hilft das auch nicht weiter, kann beides sein.) Aber man kann sehr gut erkennen, dass mit dem Sigma sogar aus der Mitte das Bildes noch hervorragend Crops gemacht werden können. Das ist jetzt sozusagen 1:1, nur eben auf Web-Größe runter komprimiert, was ein paar Artefakte hauptsächlich im Farbverlauf des Hintergrunds produziert hat. Aber der Vogel ist ausreichend scharf. Und niedlich! Glück gehabt: Auf dem nächsten Bild ist er schon aufgesprungen und aus dem Fokus geflogen!


Das Flugzeug in den Wolken habe ich heftig mit zusätzlichem Kontrast versehen, sodass man gut den Schmutz auf dem CCD sehen kann - wo ich ihn nicht weg geklont habe. Also, nicht zu genau hin schauen. Und wie man an Kaugummiautomat und König sehen kann, bin ich rechts rum durchs Dorf. Und das bringt uns zur üblichen Aussage, die ich in letzter Zeit so häufig tätige, ihr kennt das Lied mittlerweile: Zu viele Fotos, nicht genug Platz, "erweiterter Eintrag", KLICK! ;-)
Noch ein Frühlingsbote: Die Taube. Die war allerdings so schnell aus der Hüfte geschossen, dass ich da natürlich keine Zeit für eine Belichtungskorrektur hatte. Die ist also nur anhant ihrer Silhouette als Taube zu erkennen. Der Halsring ist gerade so noch auszumachen, der Rest säuft in der Dunkelheit ab. Lora, die Piratrin, hingegen konnte ich mal aus einem ganz anderen Winkel als sonst einmessen. Lange Brennweiten machen andere Standorte möglich. Mit Offenblende gibt es sogar sehr viel Unschärfe im Hintergrund. Gut, bei 400mm auch nicht so erstaunlich.


Bin dann über den Spielplatz rüber zum Jesus an der Ecke geschlichen. Aber vorher habe ich den verlorenen Handschuh mal in die Sonne gelegt, vielleicht reicht die Sonnenstrahlung ja aus, um den zu trocknen. Außerdem wurde er so direkt zu einem Motiv. Den Jesus habe ich hingegen letztens schon mit dem Tokina aus ungefähr dem gleichen Winkel mit genommen. Die Bilder mit dem A-TX sind viel oranger, stelle ich wieder fest. Liegt aber vielleicht auch an der anderen Tageszeit. (Ich glaube aber nicht, dass das der alleinige Grund ist.)

Ein Blick hoch nach Kuhweid: Fahrradfahrer und Strohrollen. Beides lässt sich mit 400mm gut einfangen. Aber hier zeigt sich auch ein Problem dieses Objektivs, das ich bisher noch nicht bemerkt hatte: Es ist ein kleines bisschen kurzsichtig. Soll heißen, es schlägt zu früh bei Unendlich an. Wobei es dabei allerdings nicht richtig unscharf ist. Ich glaube, die Daten, die der Autofokus liefert, müssen nur ein bisschen weiter nach vorne korrigiert werden. Jedenfalls führt das dazu, dass die Kamera manchmal nicht auslösen will, weil sie den (vermeindlichen) Schärfepunkt nicht erreichen kann. Ich hab habe das daraufhin, als das Problem immer wieder mal auftrat, in der Kamera auf -5 korrigiert, aber ich glaube, das ist ein bisschen viel. Muss ich mal genau ausmessen. Ich hätte das vor allem mal früher machen sollen, dann hätte ich das unterwegs gleich mal testen können, wie sich das auf die anderen Bilder auswirkt. Jetzt muss ich dafür noch mal raus. "Muss". ;-)


Kommen wir jetzt zu den anderen Pferden, die um die Ecke vom Heller stehen. Und vor allem zu den Ponys! Ich hab ja noch immer keins zu Weihnachten bekommen, also muss ich mich mit Fremdponys begnügen. Auch die gehen mit dem Sigma recht gut, egal ob nah oder fern. Ich mag Ponys jedenfalls. Knuffige Tiere. (Die selber sind wahrscheinlich total genervt, dass sie nie als "echte" Pferde angesehen werrden.) ;-)


Nach den Pferden dann weiter in den Wald, es sollte ja eine Runde werden. Von Ferne konnte man schon das riesige Rollenlager zwischen den Bäumen sehen und da dachte ich mir, jo, mit der Brennweite kann man die auch ganz nah ran holen. Also, zumindest näher als sonst. Außerdem mal eine Gelegenheit, weiter abzublenden. f/8 macht das Bild tatsächlich ein bisschen schärfer. Wobei ich den Eindruck habe, dass die tatsächliche Schärfeebene in der tat hinter den Rollen liegt, oder kommt mir das nur so vor, als wären die Bäume im Hintergrund schärfer? Ich hab mal wieder meine Arbeitsplatzbrille im Keller liegen gelassen, ich kann das gerade nicht richtig beurteilen. Einmal was sehen können, sag ich immer!


Die (oder eine andere) Taube saß dann im Baum über mir und bevor ich das ISO erhöhen und damit die Belichtungszeit verringern konnte (oder wahlweise die Blende zurück auf f/5,6 stellen konnte), war sie weg. Deswegen ist sie ein bisschen verwackelt. Nur ein kleines bisschen, aber ausreichend, dass ich hier kein Crop gemacht habe. Ansonsten überlal Hasel, der fröhlich vor sich hin blüht. Und ich wunder mich, dass meine Nase läuft.

Dann aber viele Vögle auf einmal: Über dem Wald kreiste der Bussard (also, mehrere) und rief (wahrscheinlich schon in Balzstimmung). Natürlich völlig falsche Werte, hätte das ISO vorher mal kleiner und die Blendenzahl größer stellen sollen und, wenn ich schon dabei bin, gleich manuell belichten sollen. Aber auch so erkennt man gerade noch so ein kleines bisschen Muster in den Bauch- und Schwungfedern. Voll der Vogel! Nebenan lief derweil die ganze Zeit ein Kleiner den Baumstamm rauf und runter, aber immer hinten, sodass ich ihn nicht erwischen konnte, blöder Pieper! Das ist tatsächlich das beste Bild, das ich von dem geschossen habe. Gegens Licht auch nur mäßig belichtet, aber man kann ihn erkennen. (Der Herr war Grund für die ISO 800, weil schattig.)


Da das beides nur so mittel funktioniert hat, habe ich mich dann ein bisschen länger mit den Meisen beschäftigt. Die haben wenigstens einigermaßen still gehalten und saßen zudem mitten in der Sonne. Und Meisen sind auch niedlich, auch wenn ich die eigebntlich viel einfacher zu Hause am Futterhaus fotografieren könnte. (Die Waschbären freuen sich, aber die Schwiegermutter hört ja nicht.) Niedlich, jedenfalls. Hier konnte ich auch wieder nach Herzenslist ein Crop nach dem anderen machen. (Das erste ist originalgröße, die anderen beiden sind Crops.)

Da ich noch keinen der Flieger richtig gut belichtet hatte, kam mir die Taube ganz gelegen, die hier am anderen Ende des Waldes vor den Masten entlang flog. Endlich mal jemand, der sich mit der Sonne bewegt hat. Daher auch anständig belichtet, obwohl aus der Hüfte geschossen. Den Herrn Amsel hingegen habe ich längere Zeit genau ausgemessen und dafür das ISO noch mal erhöhen müssen, weil es unter den Apfelbäumen so dunkel ist. Aber auch bei 1600 geht's noch ganz gut. Die D800 hat da noch genug Reserven, auch wenn sie keine moderne Kamera mehr ist. Erstaunlich ist eher, dass ich bei 1/250s nicht verwackelt habe. Hatte nicht mal was zum Anlehnen.


Dann nach einem Abstecher zum Hanfbach durchs Dorf zurück zur Straße und unterwegs noch die Raben mit genommen. Die haben sich allerdings aus allen Richtungen so hinter den Ästen und Zweigen versteckt, dass ich da nur dieses eine Bild ausgewählt habe. Dabei haben die mich fast schon veräppelt, glaube ich fast. Zuzutrauen wäre es denen ja. Putzen sich und krähen und machen Blödsinn, aber immer so, dass ich sie nicht richtig im Bild hatte, egal, wie ich mich positioniert habe. Viecher, die zu intelligent sind. ;-)


Am Ende noch das halb nackte Mädel mit Krug im Vorgarten mitgenommen. Auch hier die Brennweite ausgenutzt und mal einen anderen Winkel genommen. Und das war dann auch das letzte Foto. Den Rest des Weges nach Hause habe ich keine weiteren Bilder mehr gemacht. Ist ja auch alles bekannt da. Und das waren so schon genug.

Noch mal ein kurzes Fazit zum Sigma APO 400mm f/5,6: Schönes Objektiv, das ich da für sehr billig bekommen habe. Da kann ich fein mit arbeiten! Ist nicht ganz so sehr von gutem Licht abhängig wie das Tokina Zoom. Vor allem, weil ich es durchaus auch mit ausreichender Schärfe offen schießen kann.

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