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Seelscheid mit dem Micro-Nikkor 55/3.5

2.7.: In letzter Zeit nehme ich ja meist eine der kleineren Kameras mit zum wöchentlichen Einkauf, aber dieses Mal habe ich die D800 ausgewählt gehabt, weil ich noch mal Lust auf ein paar Makro-Fotos mit dem Micro-Nikkor 55/3.5 hatte. Dass das ein spannendes Objektiv ist, das hatte ich ja letztens schon lang und breit ausfgeführt, aber Spaß kommt beim Fotografieren, nicht beim drüber Philosophieren. Wobei, auch. Aber anders. Jedenfalls.

Nach dem Einkauf wie immer zum Friedhof, die Blumen mussten gegossen werden, es ist Sommer. Vor allem so ein erst sehr heißer und dann plötzlich sehr windiger. Trocken auf jeden Fall. Und solange noch Wasser in der Talsperre ist, kann man ja mal ein bisschen was davon verschwenden. Die Azaleen auf dem Grab sind dieses Jahr zum ersten Mal seit langem so richtig gewuchert, die fanden das feuchte Wetter Anfang des Jahres offenbar gut und jetzt die Wärme. Wie zu Hause, wo die her kommen.


Wie immer habe ich auf dem Friedhof Fotos von Gieskannen gemacht, aber hauptsächlich habe ich mich auf kleine Details konzentriert. Eben Dinge, die man nicht mit einem normalen Normalobjektiv einfangen kann, sondern etwas, wofür man eben ein Makro braucht. Deswegen musste auch der Wasserhahn mal wieder dran glauben! Und hier (also, nicht im Wasserhahn, sondern in der Makro-Fotogarfie) liegt wohl auch der Grund, weshalb dieses Objektiv so unglaublich scharfe Bilder macht: Muss es einfach! Auf diese kurze Distanz würde jeglicher Fehler sofort riesengroß werden. Das sieht man ja gut daran, wenn ich die Kamera beim Auslösen nur einen Millimeter vor oder zurück bewege: Zack, schon wieder nicht in der Fokusebene! Muss wirklich mal ein Stativ mit nehmen.


Nebenbei haben wir auch wieder eine neue Hortensie hier abgestellt. Die eine, die hier fest verpflanzt ist, ist ja von diesem schrecklich wuchernden Nadelgehölz komplett geschluckt worden. Habe ich so auch noch nie gesehen, dass eine Pflanze eine andere praktisch kalt macht, indem sie ihr sämtliches Licht stiehlt. Jetzt gibt es jedenfalls eine neue. Daneben habe ich mich auch mal wieder näher an andere Blüten heran gewagt und auch an diese Wucherungen auf dem Ahorn(?)-Blatt. Virus? Insekten? Man weiß es nicht. Also, ich jedenfalls nicht; es gibt bestimmt Bioloie-Nerds da draußen, die mir sofort sagen kann, was sowas verursacht. ;-)


Und dann haben wir uns noch eine Viertelstunde auf die Bank gesetzt. Fehlt eigentlich eine da direkt beim Grab, da wäre ja Platz unter dem großen Baum. Hier bei den Soldaten-Kreuzen ist das immer so deprimierend. Gut, OK, es ist ein Friedhof, da ist eh weniger Party angesagt, aber. Naja, nachdem wir dann ein Zeit lang dem Gärtner bei der Gehölzpflege zugeschaut hatten und dabei von den Insekten gefressen wurden (Tigermücke! Tigermücke! ;-)), sind wir dann zurück zum Auto geschlichen. Weil man muss ja irgendwann auch noch nach Hause. Vor allem, wenn der Bruder wieder in Dingsbums weilt und ich irgendwelche Blumen bei ihm im Garten gießen muss. Dementsprechend kommen gleich (morgen) auch noch ein paar Bilder aus dem Lülsdorfer Sprühregen am Rhein, leicht belastet mit was auch immer die Raffinerie da gegenüber abgefackelt hat! Aber das ist ein anderer Eintrag! ;-)

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