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Ich liebe den Geruch von Hydrochinon am Morgen

8.9.: Ich schieb' mal einen neueren Eintrag dazwischen. Am Dienstag habe ich den Film aus dem Filmlader dann auch direkt mal entwickelt. Denn: Ich bin ja neugierig und will wissen, was der macht.

Ich hatte den eigentlich ja mit einer Empfindlichkeit von ISO 50 daher kommenden Ilford PAN F (ohne Plus, sondern das Zeug aus den 1980ern!) ja mehr oder weniger komplett mit ISO 25 durch die Minolta 7xi gejagt, am Anfang aber mal drei absteigende Bilder mit jeweils einer Blende weniger gemacht, um zu sehen, was da vielleicht sinnvoller wäre. Dann habe ich festgestellt, dass das Fomadon P uralt ist und vor allem schon mindestens neun Benutzungen hinter sich hat, deshalb habe ich mal neues angerührt. Das alte wäre zwar wahrscheinlich noch gegangen, aber ich wollte gerne mal was frisches zum Testen verwenden, schließlich muss ich ja wissen, was der Test tatsächlich für ein Ergebnis produziert.


Das Ergebnis ist erstaunlich: Der Film hat praktisch keinen größeren Nebel entwickelt. Ich denke, ISO 25 reicht als Pull. Ich würde aber vielleicht 7 statt 6 Minuten entwickeln. Vielleicht sogar 8. Das wäre dann das, was auch im Datenblatt, das habe ich irgendwo im Netz tatsächlich gefunden habe, für ID 11 steht, für "high contrast" allerdings. Wobei, ich muss mal schauen, wie sich das jetzt so scannen lässt.

Ansonsten, a ist ein Streifen quer über die Negative. Ob die vom Lader kommen, dass der vielleicht undicht ist, oder ob die 7xi ein Lichtleck entwickelt hat, wer weiß, oder an meiner wiederverwendeten Foma-Dose, keine Ahnung. (Die musste ich knacken, weil ich den Film nicht wieder raus gefummelt bekommen habe. 24 Bilder ergeben eine weniger dicke Rolle und ich habe den Eindruck, das macht es schwieriger.) Ich habe jetzt jedenfalls direkt mal 36 Bilder in die Kentmere-Dose abgefüllt, die vom 100er übrig geblieben ist, den ich als zweites entwickelt habe. Als Referenz, sozusagen.


Den hatte ich am Montag mal endlich voll gemacht, der muss ja auch nicht weiter vor sich hin gammeln. Da sind am Anfang ja noch die Bilder von den Vintage Cars in Mondorf drauf, das ist ja jetzt schon ein paar Tage her. Oder Wochen. Dessen Entwicklung war übrigens völlig ereignisfrei. Also, bis auf das grundsätzliche Problem: Neues Fomadon P muss in 40°C angerührt werden und wenn das Wasser schon nur mit 22° aus der Leitung kommt - die Talsperre scheint noch immer gut aufgeheizt zu sein -, wird das schwierig.Wie man sieht, aber nichts, was man nicht mit einem Kühlakku und dem blauen Lappen für verstauchte Füße regeln könnte! (Was für eine Energieverschwendung! Zum Glück kommt der Strom ja vom Dach! ;-))

Füllfix (made in Germany)

Naaaa? Was hatten wir uns denn nun vom letzten Flohmarkt mit nach Hause genommen? Eine unscheinbare graue Box? Ja, aber innen drin ist ein Füllfix (made in Germany). Wenn man jetzt ins Internet geht und nach "Füllfix" sucht, bekommt eine kleine Abfüllvorrichtung für, ich sag mal, Schüttgut angeboten! :-D Man muss schon "Filmlader" dazu suchen, um das korrekte Teil zu sehen zu bekommen.


Und in diesem steckt noch ein Rest Ilford Pan F drin. Von 1984. Ob der noch gut ist? Ich glaube kaum. Aber ausprobieren kann man ihn ja trotzdem mal! Und vor allem: Ich habe dafür einen 5er bezahlt! Wisst ihr, was ein Filmlader neu kostet? Irgendwo zwischen dem 10- und 15-fachen! Warum? Ich kann auch nur raten! Aber so habe ich auf jeden Fall ein Schnäppchen gemacht! Muss ich nur noch mal eine der wiederbefüllbaren 35mm-Patronen leer machen. Ich habe da noch so zwei oder drei drum liegen. In einer ist mein Filmrückholfilm drin, bei der bin ich mir nicht sicher, ob die noch lichtdicht ist. Und in einer anderen ist, tadaa, ein Ilford Pan F drin. Die habe ich glaube ich tatsächlich vom gleichen Händler!

Jedenfalls: Da der Film da noch in dem Füllfix drin liegt, kann ich ihn nicht von innen zeigen. Keine Ahnung, wie viele Abfüllungen kriegt man von einer 60 Meter Rolle? Gibt es überhaupt noch 60 Meter Rollen? Ich finde 30,5m oder eben 17m. Ich habe echt keine Ahnung! Aber für 5 Euro wollte ich den jetzt nicht stehen lassen. Hm, vielleicht hätte ich den den zweiten auch gleich mit nehmen sollen? Einen für ISO 100, einen für 400? Hmmm... Der Gedanke kommt jetzt ein bisschen spät! ;-)


Mit dabei war jedenfalls eine Anleitung, was ja schon mal von Vorteil ist. Da weiß ich ja wenigstens, was ich tun müsste, wenn ich Film dafür finden würde. Aber, wie gesagt, vorher erst mal schauen, dass ich den verbrauche, der da noch drin ist. Wenn da eine 17m Rolle drin ist und 15 Striche auf dem Aufkleber sind, dann ist bei einer Länge von 1,50m (36 Bilder) da schon mehr raus, als rein passen würde. Wenn aber nur 1m (also 24 Bilder) abgefüllt wurden, dann wären noch zwei drin. Wenn aber gar eine 60 Meter Spule da drin ist, dann hätte ich noch einiges an Fotos vor mir, die ich da abfüllen könnte.


Und eigentlich habe ich ja genug leere Patronen. Ich hab die ja alle in einer Tüte gesammelt. Müsste ich nur schauen, wie ich die in diese Einmal-Patronen eingefädelt bekäme. Im Zweifel einfach ankleben? Ein hoch auf Tesafilm? Müsste ja eigentlich gehen. Ich weiß, dass viele Filme ja heutzutage in recycelten Dosen daher kommt, müsste also funktionieren. Lichtdicht sollte die ja einigermaßen sein. Hm. Sollte ich morgen einfach mal austesten! ;-)

Abends an der Wahnbachtalsperre, dieses Mal noch leerer

24.8. (2/2): Da war ich doch letztens an der Talsperre, um zu schauen, wie viel Wasser noch drin ist. "Wenig" war meine unmaßgebliche Beobachtung. Da wir Abends noch Bewegungsdrang hatten waren wir einfach noch mal da. Weil, man kann nicht oft genug schauen, wie viel Trinkwasser uns noch zur Verfügung steht. (Ich nehme an, da es seitdem kräftig geregnet hat und der Boden hart wie Kruppstahl ist, ist mittlerweile wieder etwas dazu gekommen. Aber so richtig drauf wetten möchte ich dann auch wieder nicht.)


Weil: Als wir da waren, konnte man nicht nur die Steine am Auslass erahnen, sie waren tatsächlich nicht mehr von Wasser bedeckt. Wie haben also sozusagen den Grund gesehen. Also, nicht wirklich, weil, der ist dann schon noch ein bisschen weiter unten. Aber die Messlatte war jetzt nur noch bis zur 27 bedeckt (was wohl eine Meterangabe ist, das haben Pegel ja im Allgemeinen so an sich). Letztens waren es noch 28. Also in zwei Wochen gut ein Meter. Ich habe keine Ahnung, wie groß die Oberfläche der Wahnbachtalsperre ist, sonst würde ich das mal ausrechnen, wie viele Kubikmeter das sind. "Ausrechnen", hehe - "Mal eins" kann sogar ich im Kopf! ;-) (2 km² übrigens, was x 1m also 2km³ bedeutet. Das klingt viel, auch für eine ungefähre Schätzung.)


Aber hübsche Fotos habe ich mitgebracht. Das Abendrot hat alles in ein gewisses Licht getaucht. Wieder hatte ich, wie morgens schon, die D700 geschnappt, die noch immer das 50/1.4 AI drauf hatte. Irgendwie habe ich das kaum abgemacht in letzter Zeit. Stimmt natürlich nicht, ist gelogen: Ich hatte nämlich auch die Nikkormat dabei, die das 35/2 AI drauf hat und so habe ich schön hin und her wechseln können. ;-) Einfach mal raten, welches Foto mit welchem gemacht ist. Tipp: Wer es an der Brennweite bzw dem Bildwinkel nicht sehen kann, sieht es vielleicht daran, dass auf dem 35er ja noch immer das verkratze Skylight-Filter drauf ist. ;-)


Besonders die Wolken hatten es mir an diesem Abend angetan. Das Tal und die Talsperre waren gegen Ende unseres Besuches ja schon mehr oder weniger im Dunklen, aber die Wolken wurden so hübsch angeleuchtet. Man konnte da schon sehen, dass das Wetter sich grundlegend ändern würde. Wir hatten ja praktisch seit Beginn des Sommers so gut wie gar keine Wolken mehr gesehen. Selbst wenn es zwischen den Hitzewellen immer mal wieder aus der einen oder anderen Gewitterwolke getröpfelt hat, am nächsten Tag war wieder strahlend blauer Himmel. So hohe Bewölkung habe ich eigentlich den ganzen Sommer nicht gesehen. Wer es nicht glaubt, ich hab ja genug Fotos gemacht, die ich auch hier ausgestellt habe.


Ach ja, von Anfang an hatte es uns angeblökt, aber bis ganz zum Schluss hatte ich keine Ahnung, wo das eigentlich her kam. Das echot da doch schon ein bisschen den Staudamm rauf und runter. Als wir aber zurück zum Parkplatz unterwegs waren, standen da plötzlich Schafe und grasten vor sich hin. Möööhh! Auch hier hätte ein Tele gut getan, wobei ich glaube ich nicht genug Licht gehabt hätte. Da hatte ich sie dann mal, die Gelegenheit, das ISO etwas zu erhöhen. 800 ist aber eigentlich total OK. Erstaunlicherweise sehe ich da kaum Unterschiede zur Basis-Geschwindigkeit von 200. Das war bei meiner D100 ja noch ganz anders. Wie sehr die Technik doch in diesem einen Jahrzehnt voran geschritten ist! Wirklich erstaunlich!

Mal ein paar andere Ecken von Hennef (50/1.4 AI auf D700)

24.8. (1/2): Noch immer das 50/1.4 AI auf der D700. Was wollte ich noch mal in der Stadt? Den Superia abholen, der seit drei Wochen unterwegs war? Kann sein. Ich musste jedenfalls in die Stadt und danach zur Apotheke am Geistinger Kreisel, weswegen wir heute auch mal ein paar andere Ecken von Hennef zu sehen bekommen, die ich noch nicht hundert Mal fotografiert habe. Die Bilder sind allerdings hauptsächlich im "erweiterten Eintrag", den am Anfang bin ich ja den üblichen Weg von hinterm ehemaligen Conet an der Meysfabrik vorbei in die Stadt, siehe Bahnunterführung.


Bunt ist es hier unten, deswegen habe ich auch mal ein bisschen ausgiebiger auf den Auslöser gedrückt. Und auch jenseits der Fabrik habe ich mich mal wieder ausgetobt und Lampen und Zäune mit genommen. Das 50/1.4 muss man ja nicht mal komplett aufblenden, um richtig krasses Bokeh zu bekommen. Das ist der Vorteil bei diesen lichtstarken Festbrennweiten, die machen auch eine Blende vor offen schon richtig geile Fotos und sind dabei auch noch unglaublich scharf. (Ganz weit offen ist das immer ein bisschen weich, finde ich. Da ist die AF-Version tatsächlich etwas besser. Aber weiche Bilder sind ja auch so ein Retro-Mood-Dings, eine Frage des Stils.)


Und zack, war ich auch schon in der Stadt und habe mal wieder den Jesus dazwischen gehabt, der da steht. Der ist zB bei f/1.4 gemacht und ist zwar scharf, aber das AF ist noch einen Tacken schärfer. Aber um den Hintergrund weich zu bekommen, musste ich hier ganz definitiv ganz aufblenden. Das sind so Motive, da wünschte ich mir so ein neumodisches f/0.95-Objektiv, aber wer kann sich sowas schon leisten (und die nötige spiegellose Kamera gleich dazu).

Jetzt aber erst mal der Übergang zum "erweiterten Eintrag". Ihr wisst, was zu tun ist: KLICK! ;-) "Mal ein paar andere Ecken von Hennef (50/1.4 AI auf D700)" vollständig lesen

Wahlaufruf zur Landtagswahl Sachsen-Anhalt

Viele Wessis denken noch immer: "Och, was die da drüben wählen, geht mich nix an!" Ist aber nicht so. Der Osten der Republik ist uns in gewisser Weise sogar bereits einen Schritt voraus. Das ist eine Tatsache, die wohl auch beim eher merkbefreit agierenden Bundeskanzler und seiner Gurkentruppe aus Quereinsteigern und Trickel-Down-Gläubigen noch nicht angekommen ist.

Ist das ein Grund, rechtsextrem zu wählen?

Nein.

Ganz klare Antwort: Wer in diesen, unseren, schönen deutschen Landen eine tatsächliche Veränderung der Verhältnisse haben möchte, sollte nicht blind immer weiter und extremer rechts wählen. Die blau Partei steht in Wirtschafts- und Sozialpolitik schließlich für den gleichen, wenn nicht sogar einen schlimmeren Kurs als das, was wir im Bund die letzten anderthalb Jahre zu sehen bekommen haben: Stillstand, rückwärts, Politik für die, die es sich leisten können.

Die echte Alternative, der tatsächliche Denkzettel, die Politik, die noch irgendwie an die Zukunft und die Menschen glaubt, steht nicht bei den Extremen, bei denen, die vom Verfassungsschutz als "gesichert" eingeordnet sind, den Demonteuren und Agitatoren. Ausgrenzung, Lager für Andersdenkende und -farbige, Geschichts- und Faktenleugner bringen nur Verderben und gießen Öl ins Feuer.

Die wahre Alternative ist die Demokratie! Die einzige Alternative ist die Freiheit, das zu sein, was man ist, ohne Angst, jeden Tag, da draußen auf der Straße! Ob queer oder konservativ, Öko oder Karnevalist, Raketenwissenschaftler oder Rentner, ob ernst oder albern, und ja, ob weiß, braun, gelb oder schwarz im Gesicht, ob Buddah oder Allah, gepriesen sei sein Name, oder Nachfolger in den Fußstapfen eines Zimmermannssohns: Wählt die Vielfalt! Wählt den Wandel! Wählt die Hoffnung und das Ungewisse!

Danke.