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Samstäglicher Ausflug in die Stadt mit anschließender Filmentwicklung

Da das Paket, auf das ich warte, noch immer nicht versandt ist, musste ich heute nicht den ganzen Tag zu Hause bleiben, um auf die Post zu warten, um unleserlich zu unterschreiben, sondern konnte morgens Besorgungen in der Stadt machen. Habe die Olympus OM-2 Spot/Program mit genommen, einen Foma 400 eingelegt, den Belichtungsmesser auf 800 gestellt und dann einmal quer durchs Dorf fotografiert und den Film direkt ganz voll gemacht mit regnerischer Winterstimmung. You've gotta lean into it, sozusagen: Wenn das Wetter scheiße ist, kann man trotzdem (oder gerade deswegen) spannende Fotos machen, wenn man den Film entsprechend misshandelt. Diesem Motto folgend habe ich ihn dann nachher in Rodinal eingelegt - genauer gesagt in Fomadon R09, weil, das hab ich halt rum stehen, und das, wie ich feststellen musste, schon letztes Frühjahr abgelaufen ist; geht aber noch immer ganz hervorragend. Da habe ich schon Adonal benutzt, das war brauner.


Raus gekommen sind auf jeden Fall Bilder. Ob die so schön grainy geworden sind, wie ich es mir erhoffe, konnte ich beim unter der Dusche trocknenden Film noch nicht feststellen. Ich brauche mal eine Lupe. Aber der erste Eindruck ist schon mal ganz gut. Aber ich glaube, die 11:30 Minuten bei 19,5°C und 1+25 waren doch noch immer ein bisschen zu kurz. Ich hätte es gerne noch knallig-knackigeren Kontrast gehabt. Noch ein bisschen dichter, um die Highlights so richtig poppen zu lassen! Aber ich glaube, man sollte den Foma auch nicht allzu sehr triezen, der ist ja nicht der am besten pushbare Film in meinem Kühlschrank.


Ich hab die Bilder vom Filmstreifen ausnahmsweise mal nicht invertiert und bearbeitet, damit man da einen entsprechenden Eindruck von bekommt, wie das ungefähr aussieht. Ich meine zu sehen, dass das ganz OK wird. Mal sehen, was der Scanner dann dazu sagt. Aber da weiß ich noch nicht, wann ich dazu komme: Morgen ist Spielenachmittag bei D angesagt, da schaffe ich das vorher nicht. Und bald ist schon das Orga im Sauerland. Ich hoffe, da liegt nicht zu viel bzw. viel zu viel Schnee. Letzteres für die Fotos, aber ich weiß noch nicht, ob wir selber fahren und ich hab ja nur noch Ganzjahresreifen...

Sövener Sportplatz, Vögel und Schafe

20.1.: Alles nur mit dem AT-X, wiel das Wetter so hell war. Da dachte ich, teste das mal wieder bei gutem Licht. Das Ergebnis ist eigentlich ganz OK. Wenn man das ISO in der Kamera nicht bis zum Anschlag hoch drehen muss, kommen eigentlich ganz brauchbare Bilder dabei raus. Sogar die recht schnell aus der Hüfte geschossenen Goldammern, die sich am Straßenrand gesammelt hatten, sind ganz gut raus gekommen. Etwas unruhige Kompression. Ich merke immer wieder, die Nikon macht einfach glattere Bilder.


Wie der Titel schon andeutet, bin ich an diesem Tag mal hoch nach Söven. Ist ein recht langer Weg, wenn man alle paar Minuten anhält, um Fotos zu machen. Dabei habe ich mich schon zurück gehalten und mehr oder weniger erst auf der Hälfte des Weges angefangen. Aber die Ammern und vor allem den Bussard konnte ich ja jetzt nicht einfach so links liegen lassen. Gleiches gilt natürlich auch für die Flusenblumen. Da kann man genau überprüfen, wie scharf die Bilder aus dem AT-X tatsächlich sind. Im Vergleich mit der Sigma Festbrennweite für die Nikon sind die schon etwas weicher. Aber trotzdem nicht wirklich schlecht. Also, brauchbar, im Großen und Ganzen. Sieht mab auch an den Raben auf dem Feld. Und tatsächlich ist es so, dass dieses Objektiv wirklich das Licht liebt: Je mehr Sonne, desto mehr Kontrast und das tut auch der Schärfe gut.


Wie es in Söven jenseits des Treckers im Gebüsch weiter geht, dessen Details ich hier mal ganz nah ran holen konnte, das erfahrt ihr wie immer in letzter Zeit erst im "erweiterten Eintrag". Die beiden neuen Teles haben eine wahre Flut an Bilder losgetreten. Ist das gut? Ist das schlecht? Die Geschichte wird mich richten! ;-) Bis dahin: KLICK! "Sövener Sportplatz, Vögel und Schafe" vollständig lesen

Kauz und Rotkehlchen

17.01.: Ich sollte nicht immer meine Einträge und Fotos so lange vor mir her schieben. Ich habe keine Ahnung, was ich an jenem Tag (mit der Star Trek Nummer) eigentlich gemacht habe! Offenbar bin ich mit der Sony raus und habe Fotos gemacht, und zwar den Weg hoch nach Hofen, oder wie heißt das Dorf noch mal. Dabei bin ich unten am alten Wasserwerk vorbei gekommen. OK, das sieht man auf den Bildern. Aber so richtig einen Plan, was ich da alles gemacht habe, hab ich ehrlich gesagt nicht mehr. Und scheinbar hatte ich auch nicht das lange AT-X dabei, sondern einfach noch mal das kleinere 100-200mm Minolta. Das macht ja auch ganz exquisite Fotos, vor allem mit diesem ausgeprägten Vignettierungseffekt.


Ja, doch, ich erinner mich dunkel, dass ich das auch noch mal benutzen wollte, nachdem ich in letzter Zeit so viel die lange Zoom-Brennweite benutzte hatte. Weil: Das ist ja doch deutlich schärfer und bunter. Das AT-X ist im Vergleich ja doch immer sehr trübe-bräunlich. War natürlich insofern ein Fehler, indem ich am zu Hause des Kauzes vorbei gekommen bin und der da gerade raus gelugt hat. Niedlich! Wenn auch etwas weit entfernt für 200mm. Da hätte ich durchaus das 400er brauchen können.


Wie immer habe ich zu viele Bilder für einen "normalen" Eintrag gemacht, weshalb ihr jetzt auf den "erweiterten" klicken müsst, um herauszufinden, was ich noch so alles an dem Tag fotografiert habe. Ein Rotkehlchen kann ich noch versprechen, das leider auch viel zu weit weg war für die mageren 200mm. Man kann sich ja doch schnell dran gewöhnen, dass einem noch mal so viel zur Verfügung steht! ;-) Aber egal, jetzt erst mal: KLICK! "Kauz und Rotkehlchen" vollständig lesen

Sigma 400mm in Seelscheid (Teil 2 - Zu Hause und am Friedhof)

22.1.: Und dann sind da noch mal ungefähr genau so viele Fotos, die ich nach dem Einkaufs-Spaziergang durchs Dorf gemacht hatte. Ja, ich mache zu viele. Nein, das ist mir egal. ;-) Hier jedenfalls noch eine weitere Auswahl von Bildern, die ich mit meinem "neuen" Sigma gemacht habe. (Habe an dem Tag kein anderes Objektiv benutzt. Schon erstaunlich, wie man sich auf eine einzige Brennweite konzentrieren kann, selbst bei sowas langem wie 400mm.)

Die ersten paar Fotos habe ich hinten raus aus dem Fenster geschossen, bevor ich kurz nach vorne in den Vorgarten gegangen bin. Aber dafür ist dieses Objektiv dann doch zu lang. Man kann zwar ganz schöne Bilder von Dingen machen, die weit weg sind, aber alles unter - sagen wir - mal 5 bis 10 Meter ist mit Kanonen auf Spatzen geschossen. (Apropos, wo sind die Spatzen eigentlich alle? War der Winter wirklich so kalt?)


So habe ich dann in Ermanglung naher Motive irgendwann auch die Gärten der Nachbarn ins Visier genommen, ganz ohne mich groß bewegen zu müssen. Oder den Strom auf dem Dach. Bei der verlorengegangenen Parkscheibe, die ich auf der Straße gefunden habe, war's schon schwierig.

Dann habe ich auf dem Heimweg noch einen kurzen Stopp auf dem Friedhof eingelegt. Man muss ja schauen, wie die Blumen und das andere Gemüse den Winter so überstanden haben, jetzt da die Sonne endlich mal wieder ein bisschen raus kommt. Als erstes habe ich aber diese Filz-Katze am Rückspiegel mitgenommen. Weil: Details! Hoffentlich hat's keiner gemerkt, sonst haben die direkt wieder Angst! "Horst, da läuft wär mit soooo'nem [zeig] Objektiv durch'n Vorgarten! Tu doch was, Horst! Das ist bestimmt wieder einer von diesen Einbrechern!" (Warum heißt der treu-doofe deutsche Ehemann bei mir eigentlich immer Horst? ;-) Muss an mir liegen, ich kenne gar keinen Horst...)


Jedenfalls ist diese Brennweite hervorragend geeignet, das ein oder andere architektonische Detail der evangelischen Kirche einzufangen, weshalb ich am Ende des Artikels auch noch mal darauf zurück komme. Aber bis da hin müsst ihr euch erst mal durchklicken, denn ich habe auch diesen Eintrag in zwei Teile getrennt, weil ich so viele Bilder gemacht habe. Also: KLICK! "Sigma 400mm in Seelscheid (Teil 2 - Zu Hause und am Friedhof)" vollständig lesen

Caverna - Die Höhlenbauer

Wir haben ja einen Hang zu komplizierten Brettspielen epischen Ausmaßes. Siehe erstes Foto, und das ist nur eine kleine Auswahl. Deswegen haben wir, als es günstig im Laden stand, Caverna - Die Höhlenbauer mit genommen. Wie man auf der Kiste schon lesen kann: "Expaertenspiel", "Uwe Rosenberg". Der olle Ösi hat wieder ein Spiel hin gelegt, da schlackern die meisten nur mit den Ohren. Wenn man schon wieder eine 20+ Seiten Betriebsanleitung braucht, ja dann, dann weiß man, dass man ein wahres Monster in den Händen hält.

Aber. Ich möchte an dieser Stelle direkt mal anmerken: Sooo schwierig kann es gar nicht sein. Denn auch im ersten Durchspielen haben wir nur minimale Fehler gemacht, die nicht unbedingt das Ergebnis groß verändert haben. (Übrigens mehr oder weniger ein Unentschieden: Ich hatte am Ende gerade mal zwei Punkte mehr als J, und das auch nur, weil ich zwischendurch lieber meine Schweine gefressen habe, statt mein Geld dafür auszugeben! Puh, Glück gehabt! Ähm, nein, volle Absicht, natürlich! :-D)


Worum geht es? In Caverna übernimmt man die Rolle einer Zwergenfamilie, die gerade frisch in einen Berg eingezogen ist und es sich jetzt gemütlich einrichten möchte. Draußen vor dem Berg ist der Wald, der nur darauf wartet, richtig bewirtschaftet zu werden, während man drinnen, wie es sich für Zwerge gehört, nach Erz und Rubinen gräbt. Thematisch also eher auf der Fantasy-Seite, aber von der Mechanik her eher ein klaissisches Worker Placement Spiel.

Man beginnt mit zwei Zwergen, die auf dem ausliegenden Plan verschiedene Aktionen durchführen können: Stollen und Höhlen bauen, Erz- und Rubin-Minen graben, den Wald roden, Äcker bewirtschaften und Weiden anlegen, Tiere züchten und, ganz wichtig, auf bewaffnet auf Streifzüge gehen, um das Umland zu erkunden und Loot nach Hause zu schleppen. Mit jeder Runde wird eine weitere Karte aufgedeckt, die die möglichen Aktionen erweitern. Zudem sammelt sich mit der Zeit, je länger die Karten nicht benutzt wurden, immer mehr Ressourcen auf diesen an. Wer geduldig ist, kann so richtig viel Holz oder Stein oder Erz abgreifen, aber wer zu lange wartet, dem wird einer seiner Gegenspieler irgendwann zuvorkommen und dann geht man erst Mal leer aus. Irgendwann keimt in der jungen Familie dann der Wunsch nach Nachkommen auf und man kann seine Zwerge vermehren. Aber Vorsicht: Am Ende der einzelnen Runden kommen immer öfter Ernte-Zeiten vor, in denen alle Zwerge in der Höhle auch etwas zu Essen haben müssen.


Was macht das Spiel also so schwer? Die Interaktionen zwischen den einzelnen Karten sind am Anfang einigermaßen schwer zu durchschauen, die allgemeine Komplexität ist bereits im Einführungsspiel mit einer geringeren Auswahl von Höhlen-Ausbaumöglichkeiten recht hoch, ganz zu schweigen vom ständigen Ressourcen-Mangel. Manche Nahrungsmittel und Tiere sind nur schwer über Streifzüge zu beschaffen, für die man seinen Zwerg auch erst mal in der Schmiede mit Waffen ausstatten muss. Und am Ende gibt es auch noch negative Punkte, wenn man nicht alle Felder seiner Höhle und seines Waldes mit Plättchen überdeckt hat oder Tiersorten fehlen. Es ist also einigermaßen kompliziert, den Überblick über alle seine Baustellen zu bewahren - wie im echten Leben. Zum Glück vermehren sich - Rosenberg-typisch - alle Tiere, von denen zwei am Ende einer Runde auf dem Plan sind, automatisch und deren Nährwert ist relativ hoch.

Für wen ist das Spiel etwas? Eher nicht für junge Kinder, aber ab dem Teenager-Alter sollte man auf der sicheren Seite sein. Wobei Kinder einen ja schon manchmal überraschen und sowas schneller kapieren als Erwachsene. ;-) Außerdem muss man eine gewisse Geduld mitbringen, denn der erste Aufbau hat mich gut eine Stunde gekostet, das Spiel selber dann drei. Wer aber auf solche epischen Abenteuer steht, kommt hier voll auf seine/ihre Kosten.


Das Spiel ist auch nicht ganz billig, bringt aber einen Haufen Spielsteine und anderes Material mit. Die Kiste wiegt bestimmt anderthalb Kilo. Es ist viel Holz hier drin: Die Tiere - Schafe, Schweine, Esel, Rinder und Hunde - sind alle aus lackiertem Holz, ebenso die anderen Ressourcen für Bau und Entwicklung - Holz und Stein -, genau wie die Zwerge. Karten sind aus dünner, Tokens aus dicker Pappe. Einzig die Ressourcen Erz und Rubin sind aus Plastik. (Und erinnern mich an die Edelsteine aus Arnak. Dabei ist das ein anderer Verlag! ;-))

Fazit: Ich habe in diesem Eintrag nicht mal versucht, die Regeln zu erklären. Die liest man sich am Besten in einer stillen Stunde durch, markiert die wichtigsten Stellen auf seinem Tablet oder schaut gleich bei YouTube ein Einführungsspiel. Zwei Mal! ;-) Das ist alles nicht ganz einfach und ineinander verschachtelt. Aber wenn man einmal im Spiel steckt, ist man bald schon so darin versunken, dass man gar nicht weiß, wo vor dem Spiel eigentlich das Problem war. Die Regeln sind alle mehr oder weniger logisch und da die einzige kompetitive Komponente ist, wer als erstes welche Ressourcen/Aktionen abgreifen kann, auch nicht zu frustrierend, sondern eher ein Sandbox-Spiel. Mir persönlich hat es sehr gut gefallen, gerade auch wegen des letzten Aspekts: Ich bin ja nicht so der Freund von Spielen, in denen man sich gegenseitig auf die Mütze geben muss, nur um zu gewinnen. Es ist aber eben auch kein Koop-Spiel, es geht einzig und alleine darum, die bessere Strategie zu entwickeln, wie man am Ende die meisten Punkte gehortet bekommt. Also eigentlich die perfekte Voraussetzung für mich.