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Schwarz-weiß und analog, Teil 329: Little Britain in Vettelschoss

Kentmere 400 #16, 29. November 2025
  • Nikon F801S, Nikkor 35mm 1:2 AI
  • Entwicklung: D-76 Stock #9+#10 21° 16:15 Minuten, Adofix Plus 1+5 #19+#20, 7:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Als wir in Vettelschoss ankamen, musste ich erstmal die vielen britischen Fahrzeuge vor der Tür des Little Britain Inn fotografieren. Da ist diese kleine Serie entstanden, angefangen mit dem Polizeiauto und einem alten Hillman. (1/125s, f/8.) Was Prinz Dingsbums im Hintergrund mach, weiß ich allerdings nicht genau. Seit der diese Schauspielerin geheiratet hat, ist der auch nicht mehr, was er mal war. Naja, wahrscheinlich hat er sich gedacht, nix wie weg, raus aus der Familie mit dem seltsamen Epstein-Onkel... ;-) Und jetzt lebt er in Vettelschoss? Das ist neu! Wenn das die Schmierblätter erfahren! :-D

Ich hab vergessen, wie diese dreirädrigen Kfz heißen, genau so wie ich vergessen habe, wer die Taxis gebaut hat. (1/125s, f/8.) Aber auch von denen standen da welche rum, von den dreirädrigen sogar mehrere. Reliant Robin! Das wars. Auch so eine Kuriosität aus der Vergangenheit, über die man sich heutzutage wahrscheinlich tot lacht. Aber das war damals in den 1970ern gar keine so dumme Idee.


Der Teddybär auf der Stoßstange, ist das so eine Anspielung auf Mr. Bean? (1/60s, f/11.) Wahrscheinlich. f/11 ist bei mir ja eine eher selten anzutreffende Blende, aber ich fand, hier wäre ein bisschen mehr Tiefe angemessen. Außerdem, wie man daran sieht, dass das alles etwas schief ist, habe ich dieses Bild eher aus der Hüfte geschossen, da ist jeder Zentimeter mehr an Schärfe hilfreich, wenn man ein manuelles Objektiv auf der Kamera hat!

Ah, auf dem steht sogar Reliant drauf, da hätte ich mir ja gar nicht das Hirn so zermartern müssen! (1/125s, f/8.) Und ein Polizei-Mini! Süß! Ist das tatsächlich mal im Poizeieinsatz gewesen? Ich mein, warum nicht? Es gab damals glaube ich nichts britischeres als einen originalen Mini! Ich fand die ja eigentlich immer ganz schnuckelig. Die neuen sind ja viel zu groß! Wenn ich mir so einen Clubman angucke, da würde ein originaler Mini ja fast schon auf die Ladefläche passen! ;-)

Genug Autos, lasst mich mal dokumentieren, wo wir da eigentlich waren, nämlich am Inn in Vettelschoss. (1/125s, f/8.) Ein recht überflüssiges Foto, wenn ich so drüber nachdenke. Warum habe ich das überhaupt gemacht? Nur wegen der Flagge überm Eingang? Ich weiß es nicht mehr. Ach, ich glaube, das war mal wieder das typische erste Foto auf dem Film, den ich hier schnell gewechselt habe, weil Nummer 1 voll war: Man weiß ja nie, ob das erste Bild was wird oder ob man den Leader zu weit raus gezogen hatte. (Wobei das bei den "modernen" Kameras ja eher selten vorkommt, die verschwenden meiner Meinung nach eh immer ein oder zwei Bilder am Anfang!)

Interessanter ist da der Drache, der den Eingang bewacht hat. (1/125s, f/4.) Ziemlich horniges Vieh! Horny. Höhö. Nicht? Zu blöd? OK, dann zieh ich den zurück. :-D Neben dem Tannenbaum (oder besser irgendwie so mittendrin) war der allerdings gar nicht so imposant, wie er vielleicht gedacht war. Mehr so ein bisschen Schüchtern. "Ich versteck mich dann mal im Weihnachtsbaum, falls das für alle OK ist?" Irgendwie so... ;-)


Genau so britisch wie Minis sind Londoner Telefonzellen und Bärenfellmützen. (1/125s, f/4.) Leider kann man nicht mehr das Schild genau lesen, welches erklären würde, was diese Telefonzelle jetzt genau mit Sherlock Holms - ebenfalls eine britische Ikone - zu tun hat. Aber wird schon passen. Ich stelle keine weiteren Fragen. Alles ergibt Sinn. ;-)

Wenn man dann noch eine solche Telefonzelle nimmt und ihr eine "Police Box" Schild verpasst, dann ist man endgültig so britisch, wie man nur sein kann. (1/125s, f/2,8.) Die Dr. Who Fans wissen, weshalb. Nur der Mannequin mit der Uniform da drin, der ist dann irgendwie doch nicht so whoianisch. Soll das so? Soll das eine echte Police Box sein? Man weiß es nicht. Hauptsache britisch!

Den gigantischen Bär fand ich allerdings dann schon ein bisschen creepy. (1/125s, f/2.) Also, vielleicht auch ein bisschen mehr. Vielleicht habe ich zu viele Horrorstories im Kopf, in denen sich diese harmlosen Gefährten in blutrünstige Monster verwandeln oder was, aber irgendwie läuft mir bei diesem leicht unscharfen Bild ein Schauder den Rücken runter. Oder vielleicht liegt es auch daran, dass es draußen so warm ist und die Heizung meinte, dass sie über Nacht schon mal in den Sommermodus schalten könnte, weshalb mir ein bisschen frostelig ist.

Kommen wir zur nächsten britischen Ikone: Einem Doppeldeckerbus. (1/125s, f/4.) Dieser hier war mehr oder weniger entstuhlt, dafür gab es Tische und Bänke, an denen man sich niederlassen konnte, um seinen Glühwein zu schlürfen, was wir dann auch getan haben. Also, ich nur den Alkoholfreien, ich musste ja noch Auto fahren. Das Kennzeichen "BRE XIT" ist schon sehr... on the nose. Was hat das denn für eine Aussage?


Die Friedenstauben saßen überall auf dem alten britischen Panzer, den die da hatten. (1/250s, f/4.) Öhmja, sagte ich schon, dass ich es nicht so mit Waffen habe, insbesondere mit Kriegswaffen? Irgendwo tief in mir drin schlummert ja so ein kleiner Pazifist, auch wenn der in den letzten Jahren des öfteren von der Realität in den Arsch getreten wurde. Blöde Realität. Aber die Friedenstaube ist mehr so mein Ding, vor allem vor dem Granatwerfer, oder Nebelkerzen-Dingsbums, oder was das da ist. Deswegen (und weil sie besser in die hochkanten Bilder rein passt) hat die Taube hier auch Vorrang!

Die Taube hatte ich auf dem Weg zum Stand mit den Fish & Chips erwischt, danach haben wir uns ja in das Doppeldecker-Dings verzogen, wo dieser "alte" (auf alt getrimmte) Globus rum stand, beleuchtet von einer dieser neumodischen LED-Faden-Lampe. (1/250s, f/4.) Hätte ruhig eine Blende langsamer belichten können, obwohl die Spiegelung im Südatlantik schon was her macht, auch bei diesen Werten!

Und dann, nachdem wir gestärkt und aufgewärmt waren, sind wir wieder raus auf den Weihnachtsmarkt, wo ich bei dieser Gelegenheit auch mal den Panzer (bzw. sein Rohr) im Überblick mit genommen habe. (1/250s, f/4.) Wie man sieht, die Taube war nicht alleine. Ich hoffe, die scheißen mal so richtig kräftig auf den Krieg. Alle zukacken! Das können Tauben doch am Besten! Ich frage mich ja so nebenbei, ob man als Privatperson überhaupt einen Panzer besitzen darf. Und fährt der noch? Ich mein, ich nehme ja mal an, dass das Rohr zu betoniert ist, aber...

Und weil es sich so anbot, noch aus einem näheren Winkel mit Fahne. (1/1000s, f/4.) War tatsächlich einigermaßen windig, wenn man das herumwedeln so betrachtet. Würde auch erklären, weshalb ich hier eine schnelle Zeit gewählt hatte; ich dachte zuerst, das wäre nur aus Faulheit gewesen, f/4 war schon eingestellt, oder so.


Aber genug Panzer-Bilder, auch wenn das Ding so riesig und imposant ist, dass es das Auge automatisch auf sich zieht. Bei unserer Ankunft war ich ja so mit den Autos vor der Tür beschäftigt, dass ich die Bahn verpasst hatte. Das habe ich dann mal nachgeholt, während die Damen sich irgendwas anderes angeschaut haben. (1/250s, f/4.) Weil, der Zug war ja auch antik. Wie man sieht.

Wobei, viel älter als die aktuell als S12 eingesetzten Bahnen sind die Wagons hier jetzt auch nicht! ;-) (1/60s, f/8.) OK, das stimmt jetzt nicht ganz. Aber fast. ;-) Oder waren es die der S19? Ich bin schon wieder so lang nicht mehr in Köln gewesen, ich merk das.

Einen Blick in den Führerstand habe ich dann auch noch riskiert. (Unbekannte Zeit, f/8.) Wofür braucht man eigenltich diese ganzen Anzeigen? Und einen Schlatknüppel? Faszinierend! Vielleicht hätte ich doch Lokführer werden sollen! Tschu tschu! ;-) Aber so im letzten Jahrhundert, als das noch was mit Kohleschaufeln zu tun hatte. Ach, das hatte gar nichts mit Geld zu tun?! Sorry, Missverständnis! :-D


So langsam ging der Tag dann auch zu Ende und es wurde dunkel, sodass ich die Beleuchtung mal richtig in Szene setzen konnte. (1/30s, f/2,8.) Sieht spannend aus. Weniger Leute und vor allem ohne Auto davor wäre sicher besser gewesen, aber was will man machen. Witzig, jedenfalls. Und dass das mittlerweile so eine Institution ist, dass die alte Bahn extra dafür hier hoch fährt: Faszinierend, Captain!

Letztes Bild: Der Musiker, der da für Unterhaltung gesorgt hat. (1/30s, f/2,8.) Der hatte seine Anlage wenigstens richtig ausgepegelt, im Gegensatz zu den beiden, die danach dran waren, das war total kratzig-übersteuert und eigentlich ungenießbar, Musik war in beiden Fällen aber OK. Beides sehr britisch auf seine Art und Weise.

Fazit: Witziger Ausflug. Ob sich ein ganzer Tag dafür lohnt, weiß ich nicht. Ich fand die Kombination mit Linz eigentlich ganz spannend, auch wenn da ja eigentlich nur tote Hose im miesen Wetter war. Dafür hatten die da halt alte Fachwerkhäuser. Prioritäten! ;-) Nächstes Mal jedenfalls: Mittelaltermarkt in Siegburg. Sozusagen eine Fusion aus dem, was wir die letzten drei Einträge inkl. diesem hier zu sehen bekommen haben. ;-)

Beuel kurz vor Abend

Kurzer Abstecher nach Beuel kurz vor Karneval. Mussten mal eben schnell hier her, weil wir noch was brauchten, ganz dringend, und dann waren wir auch noch eben im Spieleladen, weil, da scheinen wir uns ja in letzter Zeit hauptsächlich aufzuhalten. ;-) Ganz am Anfang im Wohngebiet geparkt und eben zu Fuß die Straße gequert, dabei ein paar herren- und damenlose Handschuhe getroffen. Hätte mal überprüfen sollen, ob da ein linker und ein rechter waren, dann hätte man ein ungleiches Paar draus machen können. Gibt es eigentlich eine Statistik darüber, wie viele Handschuhe jedes Jahr in Deutschland verloren gehen? Und ich hab mich immer für einen Deppen gehalten, weil ich immer alles liegen lasse und verliere... ;-)


Auf dem Möhne-Platz - ja, wir sind im Rheinland! - hinter der SWB hing dann auch die Wäsche der Wäscheprinzessin aus. Ich kenn mich mit dem lokalen bonner Brauchtum ja auch nur so lala aus, aber das ist hier ja so ein Ding. Weil, ich weiß auch nicht, die Waschweiber sind in Bonn ja sowas wie die Oberjecken. Das Gesellschaftliche Dingsbums wird halt auch hier auf den Kopf gestellt und scheinbar waren die hier sonst den Rest des Jahres die Gearschten. Was weiß ich. Jedenfalls hing die Wäsche aus, als wir da vorbei kamen und ich hab sie fotografiert.

Überhaupt war wohl die Vorbereitung für Weiberfastnacht im vollen Gange, die Stadtwerke hatten auch schon diese hübschen, grellen, orange-warnfarbenen Müllsäcke aufgehängt. Nicht zu verfehlen, wenn man wieder ein bisschen zu viel Kölsch intus hat. Gehört ja auch zu lokalen Brauchtum, den guten Gerstensaft im hohen Bogen und weitere Details ersparen ich uns! ;-)


Dann wie gesagt noch schnell im Spieleladen gewesen, also in beiden. Die liegen praktischerweise ja nah beieinander. Und ich glaube, wir haben auch was mit gebracht. Das Präludium für Terraforming Mars, glaube ich, war das. Weiß gar nicht warum, wahrscheinlich nur der Vollständigkeit halber. Haben das auf der BGA mal mit gespielt und damit länger gebraucht als mit der normalen Version. Dabei soll das das doch schneller machen. Ich denke zu viel nach bei diesen Srategiespielen, ich merk das immer wieder! ;-)

Star Trek Voyager: Across the Unknown

Wenn ich in letzter Zeit etwas in die Kategorie "Gaming" schreibe, hat es ja meist was mit dem Thema Brettspiele zu tun. Heute möchte ich jedoch was zu "Star Trek Voyager: Across the Unknown" schreiben. Das Spiel ist vergangenen Woche erschienen, nachdem es ja schon etwas länger angekündigt war. Es fällt in ein heutzutage auf Konsolen ja gefühlt eher selten anzutreffendes Genre des "interaktiven Strategiespiels". Was auch immer das genau heißen mag. (Resource Management and Construction.) Hauptsächlich point & click und Entscheidungen treffen, die Konsequenzen haben. Die technische Umsetzung steht bei solchen Spielen ja eher im Hintergrund, es geht mehr um das Spielerlebnis als solches. (Teilweise komme ich mir vor wie in einem durch Grafiken aufgepimpten Text-Adventure. ;-))

Worum geht es? Die Geschichte der Voyager sollte jedem Trekki geläufig sein und genau diese Geschichte spielen wir in diesem Spiel nach: Die USS Voyager ist im Delta-Quadranten gestrandet und muss den Weg nach Hause finden. Dabei stehen ihr Kazon und Borg und andere Hindernisse im Weg, die Ressourcen sind knapp und das Schiff ist am Anfang eigentlich nur noch ein großer Haufen Schrott, der sich nur deshalb nicht in seine Einzelteile auflöst, weil Kathy Janeway die Kiste mit purer Willenskraft zusammen hält!


Es gilt also Entscheidungen zu treffen und das Leben an Bord einigermaßen erträglich zu gestalten. So muss man etwa Quartiere für die Mannschaft bauen, nachdem zuerst die ganzen Trümmer weg geräumt und die Lebenserhaltungssysteme Deck für Deck wiederhergestellt wurden. Das kostet Ressourcen: Zuerst einenl Duranium, das Zeugs aus dem die Föderation scheinbar den meisten Kram zusammen lötet, später auch Tritanium, das stabiliere Zeugs. Daneben braucht man Dilithium-Kristalle, um bestimmte Räume wiederherstellen zu können oder den Warpkern mit einem Upgrade zu versehen. Und dann sind da noch die vermalledeiten Gel-Packs!

Apropos Warp-Kern, der verbraucht massenhaft Deuterium, um die Energieversorgung des Schiffs am Laufen zu halten. (Sollte der Warpkern nicht eigentlich Antimaterie vebrennen? Für Deuterium ist doch kanonischerweise eigentlich der Impulsantieb da, oder sehe ich da was falsch? Naja, egal. Ich will mal nicht so kleinlich sein.) All diese Ressourcen findet man in den einzelnen Sektoren, die man durchspielt, auf Planeten, verlassenen Raumstationen und durchs All treibenden Schiffen.


Daneben gilt es, auch die wissenschaftliche Erforschung des Delta-Quadranten nicht zu vernachlässigen, denn Captain Janeway ist ja eigentlich eine Wissenschaftlerin und glaubt fest daran, dass es irgendwo Technologien zu finden gibt oder Phänomene zu erforschen, die ihr den Weg nach Hause verkürzen können. Denn die Moral auf dem Schiff nimmt immer mehr ab, je länger es unterwegs ist. (Heimweh!) Da muss man unterwegs auch mal einen Talaxianer einsammeln und in die Küche stecken, damit das Essen nicht so fade schmeckt. Damit das nicht ausgeht, kann man sich auf verschiedenen Planeten selbst versorgen und/oder einen hydroponischen Garten anlegen, in dem man frische Leola-Wurzeln ernten kann. Hmm, lecker! ;-)

Währenddessen wird die Crew mit Entscheidungen konfrontiert, die wir bereits aus der Serie kennen: Es gilt, Konflikte zu entschärfen, Wurmlöcher zu erforschen, Shuttles mit Pattex zu kleben, nein, Moment, so ähnlich... und schließlich lauern irgendwo auf dem Heimweg auch noch die Cyber-Borg mit ihren Nano-Sonden. Trifft man die gleichen Entscheidungen wie Captain Janeway sie damals getroffen hat, geleitet von der Obersten Direktive, immer das Wohl der Bewohner des Delta-Quadranten im Sinn? Oder pfeift man auf die Sternenflotten-Regularien und nimmt sich notfalls auch mit Gewalt die nötigen Ressourcen, stößt den Eingeborenen vor den Kopf oder kürzt gar die 70 Jahre Heimreise auf 7 Minuten, indem man die Station des Caretakers nicht zerstört, sondern einfach direkt nach Hause fliegt? (In letzterem Fall ist das Spiel sehr, sehr kurz! ;-))


Entscheidet man sich für den langen Weg nach Hause, durchfliegt man diverse Sektoren, entdeckt Planeten und kann diese mit Außenteams erforschen, welche flugs auf der Transporterplattform zusammengesetzt werden und möglichst alle für die jeweilige Mission erforderlichen Skills (Diplomatie, erste Hilfe, Phaser-Künste...) abdecken sollten. Erfolgreiche Missionen und gute Entscheidungen erhöhen die Wahrscheinlichkeit auf ein gutes Ende und man erhält Belohnungen. Schlechte Entscheidungen gefährden das Überleben der Crew. (Anderseits: Alles ist besser als noch ein weiteren Leolawurzelauflauf von Neelix ertragen zu müssen! ;-))

In jedem Sektor gibt es eine Hauptmission, die man spielen muss, bevor man weiter fliegen kann. Daneben gibt es auch Side Quests, die interessant, aber optional sind. Fliegt man lieber schnell heim oder versucht man, die Moral der Crew zu erhöhen, indem man die Schiffsbibliothek gegen neue Technologien eintauscht, den Vidianern bei der Bekämpfung ihrer entstellenden Krankheit hilft oder den Kazon hinterher rennt, die sich mit Seska aus dem Staub gemacht haben, der alten cardassianischen Spionin mit einem leichten Chacotay-Crush? (Ich muss mal ausprobieren, was passiert, wenn man nicht Seska sondern den Herrn Carey beschuldigt, die Föderationstechnologien weiter gegeben zu haben. Wahrscheinlich meuchelt die Seska dann irgendwann alle im Schlaf oder sowas, wer weiß? ;-))


Die Steuerung des Spiels ist einigermaßen eingänglich, so gut wie das mit einem Controller nun mal für ein solches Spiel funktioniert. Teilweise finde ich etwas unübersichtlich, welche Aufgaben man bis wann wie erledigt haben muss, denn manchmal muss man mehrere, verkettete Voraussetzungen erfüllen, um das gewünschte Ziel zu erreichen, die alle in unterschiedlichen Räumen der Voyager versteckt sind. Insgesamt kann ich mich aber nicht allzu sehr beschweren. Ob das Spiel am PC besser spielbar ist, wenn man eine Maus zur Verfügung habt, kann ich nicht sagen, wäre aber möglich. Das Spiel bietet drei Schwierigkeitsstufen, die sich in der Menge der Ressourcen und der Stärke der Gegner unterscheiden. Die Lernkurve würde ich als mittel beurteilen: Es ist nicht ganz einfach, vor allem, wenn man so wie ich neugierig ist und immer möglichst alles erledigen will, was dazu führt, dass einem Treibstoff und Zeit ausgehen. Aber auch nicht so schwer, als dass man vor Frust den Controller hin wirft.

Insgesamt gefällt mir das Spiel bisher ganz gut. Wir hatten am Erscheinungstag schnell mal die Demo runter geladen und nach einer Stunde oder so bereits entschieden, dass wir uns tatsächlich die Deluxe-Version leisten wollen. Die hat noch ein paar Missionen mehr und man unterstützt damit nebenbei einen deutschen Entwickler! (Das Ganze wurde sogar vom Bund gefördert!) Ich hoffe, dass der Wiederspiel-Wert dadurch erhöht wird, denn man trifft offenbar nicht immer auf alle Missionen; stattdessen werden die Sternensysteme prozedural generiert und unterscheiden sich so von Mal zu Mal. Nach meinen 8-10 Stunden, die ich in das Spiel jetzt investiert habe, würde ich es interessierten Trekkies auf jeden Fall ans Herz legen, aber auch Leute, die grundsätzlich an dieser Art von Spielmechanik gefallen finden, können einen Blick riskieren. Wissen über die Voyager ist aber auf jeden Fall hilfreich, denke ich.

Fazit: Gut. Kann man machen. Grafisch vielleicht nicht so anspruchsvoll, wenn auch originalgetreu gestaltet. Das Spielen selber bringt hier mehr als peppige Grafik. Ach ja, hatte ich erwähnt, dass Tim Russ und Robbi McNiell verschiedene Texte eingesprochen haben? Also auf jeden Fall auf Englisch spielen! ;-)

Schwarz-weiß und analog, Teil 328b: Linz am Rhein

Kentmere 400 #16, 29. November 2025
  • Nikon F801S, Nikkor 35mm 1:2 AI
  • Entwicklung: D-76 Stock #9+#10 21° 16:15 Minuten, Adofix Plus 1+5 #19+#20, 7:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Warum isset am Rhein so schön? Wegen den Fotos, die ich da mache! ;-) Davon gibt es heute mal wieder ein paar in s/w zu sehen, die ich letztes Jahr im November gemacht habe, als wir in Linz waren.

Ich hatte ja recht willkürlich die Fotos in zwei Teile gestückelt, deshalb beginnen wir hier auch vollkommen zufällig an diesem Briefkasten mitten in der Stadt. (1/2000s, f/4.) Ja, es wurde Nachmittags plötzlich etwas heller, wie man auch direkt an den Belichtungszeiten sehen kann. Hm, vielleicht war meine Trennung gar nicht so willkürlich wie ich dachte, sondern unterbewusst habe ich genau an der richtigen Stelle aufgehört. ;-)

Da unten kurz vor dem Stadttor steht eine singende Person aus Metall und gibt sich alle Mühe, man hört aber trotzdem nichts. ;-) (1/1000s, f/4.) Habe hier versucht, mal wieder ein bisschen Portrait-Bokeh in den den Hintergrund zu bekommen. Vielleicht hätte ich die Blende weiter öffnen sollen, Licht genug hatte ich hier ja.


Überragt wird hier unten ja alles vom Turm über dem ehemaligen Stadttor, durch das wir hinaus zum Rhein wollten. (1/4000s, f/4.) Ja, ich hätte auf f/4 rauf gehen sollen. Ja, es funktioniert trotzdem. Die anderen waren ansonsten so schnell, dass ich jenseits des Turms erst mal weniger Fotos gemacht habe, denn da hätte ich längere Zeit zum Ausmessen der Betonwüste gebraucht und ich bin als Fotograf sowieso schon immer der letzte, der am Ende endlich nachkommt. ;-)

Deshalb haben wir dann auch erst diese in alte Bruchsteine eingefasste Tür wieder, bevor es so richtig zum Rhein runter ging. (1/125s, f/8.) Wie man sieht, ließ das Licht dann auch schon wieder nach und ich musste die Belichtungszeiten entsprechend verlängern. Also, über das drüber hinaus, was ich wegen zwei Blenden mehr eh machen musste.

Nach den ganzen hochkanten Fotos kommt jetzt eine Reihe von "normalen", von denen das erste noch oben aus der Stadt stammt. Ich wollte die halt beieinander halten, weil. Und da steht der Mülleimer-Tonnen-Becher im strahlenden Sonnenschein und wirft einen langen, winterlichen Schatten. (1/8000s, f/2,8.) Na, da haben wir die Kamera ja mal voll ausgereizt was die Geschwindigkeit angeht. Muss ja auch mal sein. Eines der besseren Fotos auf dem Film, finde ich übrigens. Aber ich steh ja auch auf übertriebene Hintergrundunschärfe. ;-)


Dann aber wieder unten am Rhein: Die Fähre fuhr hin und her und natürlich musste ich einmal kurz das Tele drauf machen. (1/500s, f/8, 200mm.) Passt gar nicht mal ganz in den Frame, ich bin jedes Mal erstaunt, wie viel Vergrößerung 200mm tatsächlich macht. Leider ist die Körnung vom Film recht hoch und der Scanner, das übliche Lamentieren, aber in diesem Fall würde mich echt interessieren, was diese Person mittig unten vor dem weißen Fahrzeug im Gesicht hat! Alien? Oder Sturmmütze? Man weiß es nicht!

Als die Fähre dann näher kam und zum Anlegen ansetzte, habe ich wieder das 35er drauf gehabt. (1/500s, f/8.) Hübscher, ganz leichter Weitwinkel-Effekt. Aber ansonsten ist eine Rheinfähre wie die andere, steht nur ein anderer Name an der Seite drauf! ;-)

Sind dann ja noch weiter den Rhein runter und da standen diese Schalen vor dem Basalt-Firmen-Hauptgebäude und ich fand, die waren schon ein Motiv. (1/1000s, f/2.) Habe mit ganz offener Blende noch versucht etwas Unschärfe in den Hintergrund zu bringen, aber so richtig geklappt hat das auf die Entfernung nicht. Man kann nicht alles haben. Dafür gibt das dem ganzen eine eher weiche Winterstimmung. Wobei das 35/2 AI schon extrem scharf ist, selbst weit offen. Ich glaube, das ist eines meiner liebsten AI-Objektive. Kann mich immer nicht zwischen diesem und dem 200/4 entscheiden.


Der Nachteil bei dem 35er ist: Es ist manchmal nicht weit genug, zB wenn man solche Gebäude aufnehmen will, mit dem Rücken aber schon an der Uferpromenade steht, noch ein Schritt und Du fällst runter. (1/125s, f/8.) Macht aber auch nichts, dafür sind Weitwinkel ja eigentlich auch nicht gedacht und es ist ganz böse, die dafür zu benutzen, fragt einen echten Fotografen. Zum Glück mache ich das nur als Hobby und kann daher machen, was ich will! ;-)

zB den Kran an der ehemaligen Verladestelle fotografieren: Steht da ein bisschen verlassen und nur noch als Denkmal gut herum. (~1/125s, f/8.) Ich habe leider keinen Winkel gefunden, in dem der Busch im Hintergrund nicht die Rheinfelsen verdeckt hätte. Naja, geht auch so.


Auf dem Rückweg dann noch die mythischen Wesen vor dem Gebäude mitgenommen. (1/60s, f/4.) Was ist das? Ein Zentauer mit Fischflossen statt Hufen? Watt et nich alles gibt, ich lerne auch noch immer neue Dinge! Dieser hier schleppt jedenfalls Basaltsteine zum/im Wasser, passendes Thema zu der Arbeit, die hier verrichtet wurde.

Letztes Bild aus Linz: Das alte Postamt von 1927. (1/250s, f/8.) Einfach nur, weil es da rum steht und fast 100 Jahre alt ist. Damit ist es für den Rest der Altstadt natürlich eher neu, aber auch schon nicht mehr wirklich jung. Außerdem steht es da ja eher an einer Schmuddelecke und hat mal auch ein bisschen Liebe verdient! ;-)

Nächstes Mal geht es den Berg hoch nach Vettelschoss, wo wir das Little Britain Inn bewundert haben mit seinem Weihnachtsmarkt. Da habe ich dann auch den Film gewechselt, da gibt es also auch wieder einen etwas längeren Eintrag.

Rosenmontag in Hennefer Regen

16.2.: Am Montag war Karneval. Also, Rosenmontag. Karneval is hier im Rheinland ja eijentlisch et janze Johr. (Ich kann kein Kölsch, wie man vielleicht sehen kann. Ich bin auch nach fast 50 Jahren nur so ein Zugezogener! ;-)) Jedenfalls habe ich mich gefreut, dass es am Montag so schön trocken war, sodass ich mir gedacht habe: "Komm, gehste runter in die Stadt und schaust den Eingeborenen bei der Pflege des lokalen Brauchtums zu!" Ja, Flöte pfeifen! (Oder et Trömmlsche?) Kaum kam der Zug um die Ecke, hat das ja angefangen zu pissen, als ob es kein morgen gäbe!


Aber der Reihe nach: Eigentlich gehen wir ja Rosenmontag immer zu Fuß runter in die Stadt. Zum Glück, muss ich ja jetzt sagen, sonst hätte ich im strömenden Regen noch den ganzen Weg nach Hause latschen müssen, war es mir ein wenig auf die Zeit geschossen, weil ich mal wieder so viele s/w-Fotos gedreht habe, dass ich mit dem KFZ bis zur evangelischen Kirche gefahren bin, dort geparkt habe, dann durch die Unterführung geschlichen bin, der Kotze ausweichend, und mich bis zur Hauptstraße durchgekämpft habe. Dort habe ich dann erst mal fleißig Flaschen und Volk fotografiert.


Rausgekommen sind dabei ganz gute Bilder. Regen ist zwar schlecht für die Kamera, die ich nachher erst mal trocknen musste - hätte sie wohl am Besten in einen Sack Reis gesteckt, statt sie nur mit mehreren Tüchern wieder einigermaßen trocken zu wischen -, aber Regen ist auch gut für den Kontrast und die Highlights. Das ist ja so eine inverse Parabel mit dem Wetter: Total sonnig und total nass sind die beiden ins unendlich reichenden Enden, während in der Mitte "bedecktes Scheißwetter" mehr so Richtung 0 geht! (Ziehe ich in einem Karnevalseintrag mathematische Parallelen? Ich habe nicht genug Kölsch getrunken! ;-))

Viele, viele Fotos findet ihr im "erweiterten Eintrag". KLICK! "Rosenmontag in Hennefer Regen" vollständig lesen