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Schwarz-weiß und analog, Teil 326: Canon T70 am Mondorfer Hafen

Kentmere 400 #15, 26. Oktober 2025
  • Canon T70, Canon FD 50mm 1:1.8, Tokina 80-200mm 1:4
  • Entwicklung: D-76 Stock #8 21° 15:00 Minuten, Adofix Plus 1+5 #18, 7:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Zur Abwechslung mal wieder eine Kamera, die wir noch nicht hatten: Eine Canon T70. Zu der Zeit, als ich meine ersten fotografischen Gehversuche mit der Revue meiner Eltern gemacht habe, brachte Canon mit der T-Reihe Kameras auf den Markt, die die 1980er und alles, was danach kommen sollte, entscheidend mitbestimmt hat. Und das sag ich als alter NIkonianer. Wer da was als erstes erfunden und dann auch tatsächlich im Massenmarkt etabliert hat, kann man ja durchaus diskutieren. Fakt ist aber, dass diese Kameras und die entsprechenden Modelle der Konkurrenz aus der Mitte der 80er durchaus schon eine kleine technische Revolution darstellten: In den 1970ern waren Kameras zwar schon elektronisch gesteuert, aber doch mehr oder weniger mechanische Geräte. Mit den 1980ern hielt Technik in die Fotografie Einzug, die wir noch heute benutzen: Verschiedene Belichtungsmessmodi (Mittenbetont, Spotmessung...) konnten gewählt werden, LCD-Displays mit Segment-Anzeigen lösten schwingende Nadeln ab, automatischer Filmtransport wurde Standard, die Blende wurde nicht mehr unbedingt am Objektiv sondern durch die Kamera selber eingestellt, womit auch mehr Belichtungs-Modi wie etwa Programmautomatik in verschiedenen Ausführungen möglich wurden. Dabei gibt es auch Kurioses, etwa dass die T70 keine Arbeitsblenden-Automatik mit den damals modernen FD-Linsen kann, sondern nur mit FL-Objektiven aus den 70ern. (...müsste ich mal eins anschaffen, um das zu testen!) Wie auch immer: Die Computerisierung schritt jedenfalls in großen Schritten voran und bevor ich jetzt noch mehr historischen Kontext hier rein quatsche, zeige ich doch einfach mal ein paar Bilder, die ich in Mondorf am Rhein gemacht habe! (Falls nicht anders markiert, sind alle Bilder im Tv-Modus entstanden. Das ist eine ziemliche Umstellung für mich, benutze ich doch normalerweise immer A...)

Als ich da am Hafen ankam, schnatterten mich erst mal ein paar Gänse an, die ich der Reihe nach aufs Korn genommen habe. (50mm, 1/125s, f/4.) Die vordere ist etwas unscharf, aber die hintere zeigt ganz genau, was das 50er kann: Scharfe Bilder machen! Gut, ist bei 50ern ja jetzt nichts Ungewöhnliches. ;-) Das Bild selber ist leider eher nur so mäßig komponiert. Ich hatte mir mehr versprochen vom leicht unscharfen Fluss im Hintergrund.


Das zweite ist dafür sehr viel besser. (50mm, 125mm, f4.) Liegt wahrscheinlich daran, dass die hybride Halbhausgans mich näher ran gelassen hat. Gut, geschnattert und protestiert hat sie trotzdem, aber. Schöne Unschärfe im Hintergrund, gute Zeichnung in den Federn - brauchbares Foto.

Wenn man am Rhein ist und das Wetter ist eh bescheiden, dann muss man der tristen herbstlichen Stimmung entsprechend auch ein paar Schiffe fotografieren. Die "Brienzersee" zog gerade vorbei und ich habe sie tatsächlich gerade hin bekommen, was mir ja eher selten passiert! (50mm, 1/500s, f/4,5.) Gefällt mir recht gut, dieses Bild. Hübsches Schiff, nette kahle Bäume am anderen Ufer, bleiernes Wasser. Ist OK. Kann man mit arbeiten.

Dann mal das lange Objektiv drauf und den Hafen in Graurheindorf fotografiert, dabei aber scheinbar total vergessen, dass man auch scharf stellen muss! Trotz aller Automatisierung ist das keine AF-Kamera! ;-) (80-200mm @ 200mm, 1/250s, f/9,5.) Mist. Ist ein bisschen schade drum, weil ich wegen des Wetters ansonsten mehr oder weniger auf das Tele-Zoom verzichtet habe und daher nur wenige Testbilder davon habe. Das hier eignet sich jedenfalls gar nicht, um irgendwas zu bewerten. Naja, Schwamm drüber, passiert, kommt in den besten Fotorafenfamilien vor. :-D


Fahrräder sind gut, je kleiner, desto besser! (50mm, 1/125s, f/4.) Mit dem Scharfstellen hatte ich es an dem Tag wohl nicht so, was? Naja, ich werde halt auch immer blinder. Trotzdem, in normaler Größe ist es kaum zu erkennen, dass ich hier ein kleines bisschen zu weit nach hinten fokussiert habe. Musste auch schnell gehen: Das zum Rad gehörige Kind inkl. dessen Vaters rückten an und ich wollte nicht, dass ich mich wieder erklären muss! ;-)

Hatte aber den Vorteil, dass der Spielplatz dann verweist war und ich mich dort mal austoben konnte, siehe Rutsche. (50mm, 1/500s, f/2,8.) Die weite Blende hatte ich genommen, um ein bisschen mehr Unschärfe ins Bild zu holen, was vorne auch ganz gut funktioniert hat, aber hinten eher nicht. Hätte noch einen Schritt ran gehen sollen und vielleicht sogar runter auf f/2?

Auf das Bild vom Wal bin ich ganz besonders stolz. (50mm, 1/500s, f/2.) Das ist eigentlich das erste Foto mit dieser Kamera, an dem ich kaum bis nichts auszusetzen habe. Das 50er macht allerdings bei solch weiten Blenden seltsame Dinge mit dem Baum im Hintergrund. Was aber eben auch wieder interessant ist: Nicht alle 50er sind gleich!


Genau wie Fahrräder muss ich auch immer alle Basketballkörbe fotografieren - heute mal von hinten! (50mm, 1/1000s, f/4,5.) Resultat: Erstaunlich gut. Der einheitlich graue Herbsthimmel passt hervorragend zum Metallgestänge und den Kettengliedern. Cool.

Auch die Kilometerschilder nehme ich immer mit, dieses Mal mit Gassigang im Hintergrund. ;-) (50mm, 1/1000s, f/4.) Leider nicht so witzig geworden, wie ich gedacht hätte, dafür sind Frauchen und Wauwau dann doch zu weit weg gewesen. Eher eines der schlechteren Bilder.

Der Delfin hingegen gefällt mir fast so gut wie der Wal weiter oben! (50mm, M, 1/500s, f/1,8.) Mit Tv alleine habe ich die Kamera partout nicht dazu bringen können, die Blende ganz zu öffnen! Deswegen habe ich hier tatsächlich mal was manuelle versucht, ohne (zu diesem Zeitpunkt) zu wissen, ob und wie das überhaupt geht. Aber scheinbar genau so: Kamera auf Tv stellen, Blende von A auf die gewünschte Größe stellen und dann die Zeit dazu einstellen. Klappt. So steht es auch in der Anleitung, die ich vielleicht mal vorher hätte lesen sollen! ;-) Und das Resultat ist auch noch gut geworden.


Und dann noch'n Schiff! (50mm, 1/1000s, f/4.) Sieht gut aus, im Prinzip wie das oben, muss ich also nichts zu sagen. Passt.

Dann mal dieses Ketten-Dings am Fähranleger begutachtet und ich habe noch immer keine Ahnung, wie das eigentlich heißt! ;-) (50mm, 1/125s, f/6,7.) Das Bild ist allerdings interessant geworden und das ist das Wichtigste. Gefällt, obwohl leicht schief, was sich aber nicht vermeiden lässt, wenn man so weit runter knien muss. Irgendwie sehr industrial.


Wie oft habe ich jetzt eigentlich schon das Eistütenminigolfspielschild fotografiert? Ja. (80-200mm @ 200mm, 1/250s, f/6,7.) Hier kam dann zum zweiten Mal das Tele zum Einsatz und ich muss sagen, man kann damit arbeiten, wenn man es denn scharf stellt. Keine größeren Probleme, obwohl das nur ein Dritthersteller-Teil ist. Schärfe: OK. Vignettierung: Keine. Kontrast: Könnte besser sein, aber OK. Scheint im Großen und Ganzen eines der besseren Teile zu sein, die man Anfang/Mitte der 80er kriegen konnte!

Die Fähre lag übrigens im Hafen, wo ich sie dann auch mit genommen habe. (50mm, 1/125s, f/5,6.) War windig, scheints, wie man an den Fahnen sehen kann. Ansonsten das übliche Bild von der Mondorf, wie sie da im seichten Wasser dümpelt. Gefällt mir ganz gut.


Und zum Abschluss des Tages noch ein Fahrrad. (50mm, 1/1000s, f/2,5.) Weiter ging die Blende nicht auf, aber das ist auch gut so, sonst würde man deutlicher sehen, dass ich auch hier den Fokus etwas zu weit nach hinten gesetzt habe. So passt es gerade noch so. Zuerst dachte ich: "Blöder Bügel im Vordergrund." Aber nachdem ich den so hier eingearbeitet habe, geht's eigentlich. Da sieht der sogar ganz passend aus.

Nächstes Mal geht es nach Bonn, um den Rest des Films zu füllen. Da sind erstaunlicher Weise hauptsächlich hochkante Bilder entstanden. Wie so'n Instagrammer, echt eh! ;-)

Space Explorers

Die Space Explorers lagen jetzt auch schon ein bisschen länger im Schrank. Endlich haben wir auch die abgehakt, als bei Js Challenge das S an der Reihe war. Gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Den Pile of Shame verkleinert und die Frau glücklich gemacht. ;-)

Space Explorers ist tatsächlich mal ein Spiel, bei dem ich sagen kann: Ja, das ist meins. Das hatten die vor längerer Zeit in der Buchhandlung in St. Augustin in der Mall, und da hat mich das Artwork direkt angesprochen. War mir aber noch nicht so sicher, ob das was für mich ist und mit weit über 30 Euro (ich glaube, es waren fast 40) für ein recht einfaches Kartenspiel auch nicht ganz billig. Und dann war es weg und ich hab mich geärgert! Weil es dann auch nirgendwo sonst zu kriegen war, jedenfalls nicht in den üblichen Läden, in die wir so gehen. (Das mit dem online bestellen ist ja nicht so unseres. Spiele muss man schon irgendwie in der Hand halten, finde ich, um bewerten zu können: Passt das?) Nun gut, dieses kannte ich dann ja aber schon und nachdem ich mich so geärgert hatte, dass ich es verpasst hatte, hab ich sofort zugeschlagen, als das letztens im Angebot bei einem der Online-Spielehändler zu kriegen war. War das letzte, die wollten das wohl los werden, und so habe ich es für knapp über 20€ bekommen - ein Schnäppchen.


Denn, es stellt sich raus: Das Spiel ist gar nicht so übel! Die Rezensionen im Netz sind der Meinung, dass es zu sehr wie Splendor wäre. Gut, das kenne ich persönlich jetzt nicht, nur eben aus Erzählungen und weil man es mal irgendwo rum liegen hat sehen. Auch haben sich viele über die verwirrende Ikonographie auf den Karten beschwert und da muss ich tatsächlich zugeben, da ist was dran: Die Cheat-Sheets, die extra schon dem Spiel beiliegen, sind unbedingt nötig. So konnte das eigentliche Spielmaterial allerdings sprachneutral gehalten werden, was wahrscheinlich die Produktionskosten verringert. Und sooo schlimm, wie manche das darstellen, ist das auch nicht wirklich. Wenn man es ein paar mal gespielt hat, erinnert man sich zumindest bei den Ressourcen-Symbolen, was welches genau darstellt. Einzig die Karten mit Bonus-Aktionen sind... ja, sagen wir mal: Anspruchsvoll! ;-)

Dabei ist der Rest des Spiels eigentlich nicht zu kompliziert: Man stellt in seinem Raumfahrprogramm verschiedene Experten an (die Karten, von denen zu Beginn sechs Stück aufgedeckt werden und man zusätzlich eine auf die Hand erhält), die einem helfen, bestimmte Projekte zu realisieren (die Plättchen, von denen ebenfalls vier Stück in der Tischmitte ausgelegt werden). Zudem erhält jeder Spieler zu Beginn aus jedem Bereich einen Ressourcen-Token: Ingenieure (blau), Tester (grün), Forscher (gelb), Konstrukteure (rot) und Astronauten (lila). (Das Spiel ist für Farbenblinde sicher nicht ganz einfach, besonders weil die Farben eh alle sehr pastellig rüber kommen! Das passt natürlich gut zum 1950/60er Space-Technics-Theme, macht es aber schon für Normalfarbsichtige schwer.) Jedenfalls kann man nun Experten aus der Tischmitte oder der Hand in die entsprechenden Forschungsbereiche seiner Auslage spielen, indem man die vorhandenen Tokens verwendet oder später auch die Bonus-Fähigkeiten der Experten, die man bereits gespielt hat. (Hierbei bringen die "günstigen" Experten der Punkte-Stufe 0 bis ungefähr 2 meist einfach nur ein oder zwei solcher Ressourcen-Symbole im Feld unten rechts auf den Karten mit, während die teureren komplizierter Bonus-Mechanismen haben.) Für jeden überdeckten Experten in einem Bereich muss man eine Ressource weniger ausgeben, beginnend mit der untersten. (Man arbeitet sich also von unten nach oben durch die Liste der nötigen Ressourcen, die auf der Karte links angegeben ist.) Die Tokens werden übrigens nicht an eine "Bank" oder ähnliches bezahlt, sondern gehen an den linken Mitspieler: Je mehr man also ausgibt, desto mehr hilft man seinem Gegner. Das macht das Spiel zu Beginn, wenn man noch nicht so viele Experten ausliegen hat, relativ ausgeglichen.

...oder man zieht, entweder aus der Mitte oder aus dem verdeckten Nachziehstapel, ohne die Experten direkt auszulegen. Das hat den Vorteil, dass man seinem Gegner einen besonders wertvollen Experten vorsorglich schon mal weg schnappen kann. Außerdem kann man jeden Experten aus seiner Hand auch wieder in die Mitte zurück legen, um beim Auslegen eines anderen in die eigene Auslage zwei Ressourcen einzusparen. So kann man sich auch mal die teureren bereits ganz am Anfang leisten!


Jeder Experte bringt mindestens ein Symbol oben links unter der Punktzahl, die er wert ist, mit. Dieses gibt den Bereich an, in dem dieser arbeitet und in welches Feld er gelegt werden muss. (Es gibt Experten mit unterschiedlichen Symbolen, bei denen man sich dann entscheiden kann, wohin man ihn oder sie spielt.) Hat man genügend dieser Symbole gesammelt, kann man im Weltraum-Wettrennen ein entsprechendes Projekt realisieren, welches einem zusätzliche Punkte bringt. (Hier im Beispiel etwas die Voyager-Sonde (Grand Tour des Sonnensystems, amerikanisch) für 3x blau, 2x grün und 2x rot oder Voskhod (Erster Außenbord-Einsatz eines Kosmonauten, sowjetisch) für je 2x blau, grün, gelb und lila. Wie man an dem Beispiel sehen kann, sind im Spiel sowohl die Kapitalisten als auch die Kommunisten vertreten, das Spiel modelliert eben genau das Wettrennen ins All, das während des kalten Krieges stattfand.)

Am Ende (entweder sind keine Projekte mehr vorhanden oder ein Spieler hat mindestens 12 Experten ausgespielt) wird abgerechnet: Jeder Experte bringt Punkte (0 bis 5, bzw. Punkte in Abhängigkeit von Bedingungen auf den Karten, etwa eine bestimmte Anzahl von Experten in einem Bereich) und ebenso die erfüllten Projekte (3 bis 5). Wer also (zB in einem Spiel zu viert) keine Projekte abbekommen hat, kann dies durch besonders wertvolle Experten ausgleichen.

Und das war auch schon das ganze Spiel. Dafür, dass ich am Anfang etwas skeptisch war, hat es mir sehr gut gefallen. Es ist jetzt natürlich nicht in einer Liga mit den richtig großen Krachern. Aber einmal Terraforming Mars (ähnliches Thema) dauert auch gerne mal zwei bis drei Stunden, während man Space Explorers in gut einer halben Stunde durch hat. Außerdem spielt man hier eine reale geschichtliche Situation nach, was mir tatsächlich besser gefällt. Einfach, weil man tatsächlich recht schnell in das Feeling der 50er und 60er hinein gezogen wird: Wie kann ich am schnellsten den Weltraum erobern, ohne meinem Gegner zu viele Vorteile zu geben? Konzentriere ich mich auf die Basics, um möglichst sofort viele Projekte abgreifen zu können, oder kaufe ich mir teure Experten, um so möglichst viele Punkte zu erhalten? Oder spiele ich so schnell, dass ich 12 Experten zusammen bekomme, bevor die anderen Spieler Zeit hatten, überhaupt irgendwas abzugreifen? Wie nutze ich am günstigsten die Boni der Experten? Dabei spielt das Glück natürlich auch eine Rolle: Welche Karten liegen in der Mitte, was habe ich an Ressourcen angesammelt? Ist Hoarding besser, als einfach alles auszugeben, was man hat?

Fazit: Für eine relativ simple Spielmechanik bekommt man ein einigermaßen kompetitives Deck Building Spiel, das mir persönlich viel Spaß gemacht hat! Es ist einigermaßen günstig - wenn man es noch irgendwo kriegen kann - und lohnt sich alleine deswegen schon. Mich persönlich spricht das Artwork besonders an, schade dass die Karten nicht individueller gestaltet sind! Ich überlege jedenfalls ernsthaft, die Erweiterung dazu zu kaufen.

Schwarz-weiß und analog, Teil 325b: Aachen 2025

Kentmere 400 #14, 16. Oktober 2025
  • Minolta 5000 AF
  • Entwicklung: D-76 Stock #7, 16:00 Minuten, 20°C, Adofix Plus 1+5 #17, 7:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Zurück in Aachen: Ich habe noch die andere Hälfte vom Film aus dem letzten Oktober zu betexten. Wo war ich also stehen geblieben? Am Markt. Hinterm Rathaus. Da waren wir seltsamer Weise nur relativ selten bisher. Direkt mal ein Grund, Fotos vom diesem windgetriebenen Fahrrad zu machen, das hier rum steht! ;-) (P, 1/125s, f/4,5, 105mm.) In real war das noch viel viel schlimmer: Nicht nur, dass es mit Windkraft angetrieben wird, es ist auch noch extrem viel bunter! So mit Regenbogenfarben! OH! MEIN! GOTT! Das wird doch nicht so ein wokes Dingsbums sein?!? ;-) Sorry, ich bin wieder albern. Wobei, so regenbogig sieht das auf der Aufnahme gar nicht aus. Vielleicht erinnere ich mich auch falsch und es war einfach nur GRÜN! Schlimm genug! :-D


Dann doch lieber ein guter Deutscher sein und Sangria aus der Pappverpackung saufen. (P, 1/180s, f/4,5, 105mm.) Deswegen ist das auch so schief. Nicht etwa, weil ich mich nicht auf den Beinen halten konnte, als ich da in der Hocke und auf den Knien kniend fast umgefallen bin. Es war der Alkohol-Duft! ;-) Ja. Nein. Nicht wirklich. Besonders spannend finde ich, dass das da vor der Tür stand und hinter der Scheibe kann man rechts noch die letzte Ecke des Gehwägelchens erkennen. Ich vermute, wenn man das Zeug gesoffen hat, geht man nachher am Stock! :-D

"STOP IT! THAT'S SILLY!" Also, lieber was ernsthaftes. Da hätte ich zB das Türmchen auf dem Turm im Angebot. (P, 1/500s, f/11, ~45mm.) Wohin man in Aachen geht, man sieht irgendwelche historischen Gebäude. Hier hat man nach dem Krieg entweder alles historische wieder aufgebaut oder es ist einfach nicht so viel kaputt gegangen. Wenn ich das mit Köln vergleiche... Nun ist Aachen auch nicht ganz so riesig, vielleicht liegt es auch daran, dass wir hier eher in der Provinz sind.

Diesen überlebensgroßen Köter konnte ich allerdings nicht links liegen lassen, historisch hin oder her. (P, 1/180s, f/4,5, ~75mm.) Auf jeden Fall der Beweis dafür, dass man dieses Objektiv auch durchaus für Portrait-Arbeiten nutzen kann. Die Separation zum Hintergrund ist ausreichend. Wer mehr braucht, muss mehr rein zoomen und dafür ein paar Schritte zurück treten. Ein furchtbar hässliches Dings, jedenfalls. Nun gut, aber es gibt Menschen, die sich solche Tiere in Echt anschaffen und ins Haus holen. Jedem Tierchen, wie der Rheinländer sagt. ;-)


Vor dem Rathaus steht dann noch irgendsoein Kaiser auf seinem Podest, Aachen halt, dem ollen Karl kann man hier ja kaum entkommen. (M, 1/500s, f/4,5, 105mm.) Habe ihn genau so angepeilt, dass ihn der Turm im Hintergrund ein bisschen überragt. Überhaupt, was hat der eigentlich alles an? Waren Ritterrüstungen damals überhaupt schon Mode? Und was der da alles mit sich rum schleppt, da wollte einer ganz sicher gehen, dass wir alle verstehen, dass der Herr nicht nur König der Deutschen ist, sondern auch heiliger römischer Kaiser: Erst mal die Krone, dann das Zepter und dann auch noch der Reichsapfel. Hm, lecker, Apfel. Der viele wallende Bart hat mich ja erst zweifeln lassen, ob das nicht Barbarossa sein soll, aber der würde wohl kaum auf dem Karlsbrunnen rum stehen, gell? ;-)

Wo die weltliche Macht steht, da ist die kirchliche nicht weit. So auch irgend so ein Heiliger oder Bischof oder sowas, keine Ahnung, ich bin nicht katholisch, ich fotografiere hier nur. Könnte auch ein Apostel sein. (P, 1/250s, f/5,6, 105mm.) Er guckt jedenfalls etwas krötig in die Welt hinaus. Seltsame Augen hat er, die folgen einem praktisch über den ganzen Marktplatz. Immer so ein Prickeln im Genick!

Und hier dann noch mal eine Gesamtansicht des Gebäudes. (P, 1/500s, f/9,5, 35mm.) Die Kamera hat eine gewisse Vorliebe für diese Kombination aus Zeit und Blende, stelle ich fest. Das hatten wir glaube ich schon mehrfach. Gut, passt ja auch, aber wie gesagt: Ich habe lieber ganze Blendenstufen, auch wenn die Zeiten dann "krumm" werden. Dafür, dass der Kentmere 400 ja jetzt auch nicht der schärfste Film ist, den man kaufen kann, kann man doch recht viele Details erkennen. Mit einem besseren Scanner wäre das sicher noch besser.


Die Schirme sind übrigens so ein Kunstprojekt, wenn ich das richtig verstanden habe. (M, 1/500s, f/4,5, 105mm.) Oder Protest gegen den Klimawandel der das schlechte Wetter oder was auch immer. Jedenfalls hängen die an mehreren Stellen da hinten in der Stadt rum. Der Vorteil eines Zooms ist, dass man immer genau den richtigen Winkel finden kann. Der Nachteil ist, dass der Hintergrund mir mindestens eine Blende zu hart ist. Ich hätte es gerne etwas unschärfer. Aber man kann nicht alles haben. ;-)

Noch mal ein Herz mit einem Xx-Gesicht. (P, 1/180s, f/4,5, ~60mm.) Das hatten wir doch anfänglich schon mal. Muss so ein aachener Dings sein. Wie bei uns die Gänse überall. Hier mit einem Ultra-Aufkleber statt Nase. Kenn mich nicht aus, welcher Verein ist das? Wo spielt Aachen eigentlich? Dritte Liga, soso. OK, aber nicht mehr lange, wenn die so weiter machen: Sind zZt gerade Siebzehnte. Autsch. Scheint vor allem eine Auswärtsmannschaft zu sein, da wären sie 6ter. ;-) Aber genug über Fußball, wir sind für Fotos hier.

Oder Kühe. (P, 1/125s, f/4,5, 105mm.) Mitten in der Stadt? MUH! Bin erstaunt, dass die Automatik das so gut hin bekommen hat, die Kuh ist ja doch recht hell im Vergleich zum schattigen Hintergrund. Jedenfalls sehr surreal, wenn man da um die Ecke kommt und einen plötzlich diese künstliche Kuh anguckt.

Noch mehr historisch signifikante Gebäudeteile, aka Turm. (P, 1/350s, f/8, 35mm.) Viel mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen. Turm halt. Belichtung gut. Blende gut. Film gut. Alles gut. Nur halt nicht sonderlich interessant, mehr so ein Touristen-Schnappschuss. Gut, ich bin da ja auch eher Tourist, wenn es mich auch nur da hin verschlagen hat wegen des Steuerberaters.


Das interessante an Aachen ist ja, dass überall Figuren rum stehen, so auch dieser Hühner-Typ. (M, 1/1000s, f/4,5, 105mm.) Die Aachener haben scheinbar schon immer einen gewissen Humor gehabt. Leider ist das Original wohl im Krieg eingeschmolzen worden. Klar, Bomben sind ja wichtiger. :-/ Komm, hör auf, ich krieg gleich schon wieder 'n Anfall, wenn ich an Bezüge zur aktuellen Weltpolitik denke! Dann doch lieber noch die Figur auf ihrem Sockel ein bisschen bewundern.

Irgendwann haben wir uns dann auch langsam mal in die andere Richtung auf den Weg gemacht, soll heißen, wir sind wieder am Dom vorbei gekommen. (P, 1/500s, f/9,5, 35mm.) Da ist sie wieder, die gleiche Belichtung. Auch hier: Passt zur Architektur. Die Schirme und die Leute unten stören, allerdings nicht so viel wie das Werbeschild für den Autovermieter. Wenn ich die Kamera gerade gehalten bekommen hätte, dann wären wenigstens die Gesichter weg gewesen. Nun gut, die Auflösung reicht glaube ich nicht, dass die identifizierbar sind, deswegen lass ich sie mal ungeblurt.

Und dann steht da in einer Seitengasse irgendwo so eine Quietscheente rum, nur für mich und meine Kamera! ;-) (M, 1/500s, f/4,5, 105mm.) Ist das jetzt ein gutes Bild? Ich zweifle noch. Die Ente guckt raus aus dem Rahmen, der Hintergrund ist extrem unscharf, hmm... Hmm...... The jury is still out on that one! ;-)


Vor dem Dom, hinter dem Dom, Hauptsache noch mal das Rathaus vor die Linse genommen. (P, 1/350s, f/4,5, ~40mm.) Die von mir vergessen Fussel wirkt gigantisch in diesem Weitwinkel-Bild! Wieder viele Leute unten am Rand. Lässt mich fragen, ob der Sucher nicht alles anzeigt. Ich kann mich gerade nicht genau erinnern, wie die 5000 AF so ist, wenn man durch schaut. Oder ich war einfach viel zu konzentriert auf den Rest der Bildkomposition (und dass ich die Kamera mal gerade halte, ausnahmsweise), dass ich die einfach völlig ausgeblendet habe. Aber auch hier: Die Film-Auflösung ist so gering, dass die wahrscheinlich nicht automatisch wiedererkannt werden können. Außer dem einen vielleicht, der da in die Gegend pointet.

Am Kreislauf des Geldes sind wir auch vorbei gekommen, noch so eine Brunnen/Plastik-Kombination, die typisch für Aachen ist. (P, 1/250s, f/5,6, 105mm.) Joah, wie gesagt, man kann auch Portraits machen mit diesem Objektiv, das funktioniert auch mit 2/3 EV abgeblendet ganz gut, wenn man voll rein zoomt. Das Bokeh ist allerdings etwas kleinteilig und unruhig, der Baum im Hintergrund wäre weicher wahrscheinlich besser. Der Brunnen wird 2026 übrigens 50 Jahre alt. Schau mal einer guck...

Weil ich den Film nicht wieder mit drei Bildern unbenutzt mit nach Hause nehmen wollte, habe ich einfach mal ein bisschen in den Gegend hinein fotografiert und dabei diese Bausünden erwischt - es gibt sie also auch in Aachen. (P, 1/350s, f/9,5, ~45mm.) f/9,5 scheint die Kamera ja zu lieben. Aber für "Architektur" durchaus brauchbar, hatte ich ja oben schon gesagt. Als ob sie es wüsste, was ich da anpeile.


Die letzten beiden Bilder sind dann entstanden, als wir schon auf dem Rückweg zur Parkgarage waren: Eine Kuppel am Horizont, zB. (P, 1/500s, f/11, 105mm.) Wie so die Autiomatik da auf f/11 hoch gegangen ist, ich weiß es nicht, aber ich habe sie mal machen lassen, damit dieses Parkverbot im Vordergrund auch scharf wird, also zumindest so, dass man erkennen kann, was es ist. Die Ampel ist praktisch schon so scharf, wie es überhaupt nur geht, bei dieser Kombination aus Film, Kamera Optik und Scanner. Man erkennt jedenfalls schon das Muster im Glas, wenn man ran zoomt.

Und zum Schluss noch die Hausnummer 57. (P, 1/125s, f/8, ~50mm.) Die Farbspritzer haben mich zu dem Bild inspiriert. Was da passiert ist, würde ich ja auch gerne wissen. Und die nutzlosen Bohrlöcher im Hintergrund lassen mich vermuten, dass die originale 57 mal geklaut worden ist. Ich finde diese Art von Hausnummer ja ganz schlimm. War 'ne Zeit lang ja ganz furchtbar modern, aber ich find's... seltsam. Passt natürlich irgendwie zu dem faken Marmor der Wand.

Aber egal. Das war das letzte Bild. Nächstes Mal geht es weiter mit: Dem Mondorfer Hafen! Da habe ich die T70 ausprobiert. Man kann gespannt sein.

Sigma AF Tele 400mm 1:5,6 Multi Coated APO

Langer Name, langes Objektiv. Ich habe es wieder getan: Da kam diese eBay-Auktion vorbei: Ein Sigma AF Tele 400mm 1:5,6 Multi Coated APO (das alte, 1988-1995er, NICHT das neuere, 1996-... Macro), ein echtes (vintage-retro?) Schmuckstück. Leider - wie immer bei Sigmas aus diesem Zeitalter - als "klebt, dass man es nicht benutzen kann" angegeben. Und "es lässt sich nicht zusammenschieben". Also, Ersteres krieg ich hin, das ist eine der leichteren Übungen. Und Letzteres? Das ist eine Festbrennweite, da kann also nichts wirklich wichtiges nicht zusammenschiebbar sein. Die Sonnenblende? Wahrscheinlich. Und das alles für 12 Euro "Sofortkauf als defekt"? Also, wenn da noch irgendwelche anderen Probleme an dem Teil dran sein sollten, dann werd ich die schon irgendwie geregelt bekommen. Ich mein: Zwölf Euro! Hallo?! Da kann ich nicht nein sagen! Gekauft.

Kam heute gut verpackt an. Und ja: Die Noppenfolie hat Abdrücke im Schlotz hinterlassen. Gut, dass es die Tage so kalt war, während das in der Packstation gelegen hat. Sonst hätte die Noppenfolie sich wahrscheinlich auf immer und ewig mit dem Lösungsmittel, das aus der Beschichtung ausschwitzt, verbunden und ich hätte die niemals mehr abbekommen!


Na, da hab ich ja ein paar Stunden zu putzen! Und ja, die Sonnenblende steckt bei ca. 4/5 fest. Scheint, als hätte das filzige Zeug innen sich mit dem Matsch am Tubus verbunden. Joah, das wiederum wird etwas länger dauern, bis ich das so hin bekomme, dass es sich wieder bewegen lässt. Ich mein, nach der ersten Reinigung geht es jetzt. Aber nicht ansatzweise gut. Ich hab Angst, dass ich bei der Kraft, die ich da anwenden muss, das irgendwann knack macht und es im Eimer ist. Im Gegensatz zum Rest des Tubus ist die Sonnenblende nämlich nur Plastik. Den Schlotz drumherum habe ich übrigens mit ganz normalem Spiritus ab gewischt. Die gesamte Beschichtung ist jetzt weg (außer unter dem Tesafilm, den ich über die Beschriftung geklebt hatte, damit die erhalten bleibt) und eine halbe Rolle Küchenrolle leer. So eine Sauerei hatte ich echt noch nicht. Was haben die da rein gekippt damals? Das ist ja furchtbar, meine Hände sind noch immer koomplett schwarz. (Also, "komplett". Sagen wir mal so: Ich sehe aus, als hätte ich irgendwo Fingerabdrücke abgeben müssen! ;-))

Aber bevor ich es grundgereinigt habe, habe ich es erst mal kurz mit in den Garten geschleppt und ein paar Bilder mit der D800 gemacht. Mechanisch und optisch ist es nämlich einwandfrei in Schuss, es hat sogar ein sauberes Hama-Haze-Filter drauf und sieht auch ansonsten gut behandelt aus.


Draußen ist bescheidenes Wetter, demnach kann man nicht das beste Ergebnis erwarten. Schließlich musste ich hoch bis auf ISO 800, denn hinterm Haus ist es doch sehr schattig. Aber dafür, dass die Bilder alle mit Offenblende entstanden sind: Ich kann mich nicht beschweren! Sieht einfach gut aus, nicht groß anders als eines der kleineren Objektive, die ich habe. Die Schärfe ist gut (für 1990er), der Kontrast ist gut (für 1990er) und auch die üblichen chromatischen Aberrationen, die man bei solch langen Brennweiten gerne hat, halten sich schwer in Grenzen. Mit dem Ding kann man durchaus mal ein paar Vögle beobachten gehen und Bilder mit nach Hause bringen, die vielleicht nicht die ganzen 36 MP der D800 ausnutzen, aber doch schon recht nah dran kommen. Ich sag's ja immer wieder: Festbrennweiten sind einfach grundsätzlich besser als Zooms. Ich mein, moderne Tele-Zooms, ich sag ja nix, die können schon einiges, was früher solchen Festbrennweiten vorbehalten war. Aber, ich wiederhole das jetzt noch mal: 1990er!


Ich habe an den Bildern auch nur ganz wenig (naja) an der Belichtung korrigiert. Ich werde mal schauen müssen, ob ich hiermit eher manuell belichten werden, zumindest auf größere Distanz. Wie immer bei diesen Brennweiten wäscht das Bild schnell aus, wenn man in die Ferne fotografiert: Man kann Objekte zwar näher ran holen, aber der ganze Schmutz in der Luft, den man mit den Augen nicht so wahrnimmt, wird halt auch mit vergrößert. Die Belichtungsmessung liegt da gerne mal eine Blende daneben. (Dass die Bilder vom Haus auf Kuhweid' da oben und der Futterbehälter so "flach" aussehen, liegt allerdings an der schmutzigen Fensterscheibe: Der Minimalfokus ist 4 Meter! Das Futterrohr konnte ich nicht von draußen fotografieren, so groß ist die Veranda nicht! ;-))


Ich bin jedenfalls total begeistert! Cooles Teil, dass ich da für den Schnäppchenpreis bekommen habe. Ist die schmutzigen Finger wert gewesen! ;-) Ich mein, ich hab da aber auch schon dran rum geschrubbt, dass es nur so gedampft hat. Ich bin noch immer ein bisschen betrunken von den ganzen Alkohol- und Spiritus-Dämpfen. Nachgerubbelt habe ich übrigens mit Isopropanol, das wischt auch noch den letzten Rest runter. Ich bin mal gespannt, ob ich bei der längeren Benutzung noch Stellen finde, die ich nicht erwischt habe! ;-) Hab schon ein bisschen ein schlechtes Gewissen, dass ich das für so wenig Geld bekommen habe. Die Verkäuferin wusste wohl auch nicht, was sie da hat!


Jedenfalls, Fazit: Cooles Teil. Freue mich drauf, damit mal ein bisschen vor die Tür gehen zu können und die Natur zu fotografieren. Dafür brauche ich aber besseres Wetter als heute (Dienstag, 21.1.). Ich werde berichten!

In Eiseskälte auf den anderen Hausberg

11.1.: Es war ein recht kalter Winter bisher. Von Mitte Dezember bis vor Kurzem lag ja sogar noch einigermaßen viel Schnee für die Gegend. Und nachts teilweise bis unter -10°C. Hatten wir länger nicht so anhaltend. An diesem 11. Januar, als ich mich dann auch mal wieder vor die Tür getraut habe, da das Foto-Wetter gut schien, war es in der Nacht davor so richtig schweinekalt gewesen. Soll heißen: Selbst als ich gegen Mittag bei strahlendem Sonnenschein mit der Alpha los gezogen bin, war der erste Akku innerhalb von ein paar Minuten erfroren. Zum Glück habe ich ja genug davon bekommen, als ich die Kamera übernommen habe! ;-)


Ich habe die Gelegenheit genutzt, um mal zu schauen, was das Tokina 80-400 so bei gutem Licht macht. Wenn man das ISO an der Kamera nicht bis zum Anschlag aufdrehen muss. Und wie ich vermutet hatte: Licht liebt es! Das sieht man da in den Apfel-Fotos recht gut. Trotzdem ist es immer ein bisschen Kontrastarm. Das liegt sicherlich auch daran, dass das Ding nicht das teuerste Objektiv war, das man jemals kaufen konnte, dementsprechend die Vergütung der Linsen nur so mittel ist. Aber zum Anderen ist das auch der Zeit geschuldet: Das Teil ist alt! Damals fotografierten die Menschen noch auf Film, der musste eh extrem schnell sein für so ein Objekltiv - selbst bei gutem Licht sollte man nicht unter ISO 400 anfangen; als ich das auf Film getestet habe, habe ich den Kentmere ja auch um eine Stufe gepusht auf 800. Einfach, damit man mehr Spielraum hat! Die Filme, insbesondere die Farbfilme, waren dann auch nur so mittelmäßig, wenn man nicht gleich ein kleines Vermögen ausgeben wollte, da fiel das gar nicht so sehr auf. ;-) Will jedenfalls sagen: Man kann auch von den Digitalen keine Wunder erwarten, die können nur abbilden, was das Glas vor dem Sensor durch lässt.


Nichtsdestotrotz: Bei diesem klaren, kalten Wetter sind doch sehr ansprechende Bilder raus gekommen, finde ich. Da hatte ich bei bedecktem Himmel sehr viel mehr Probleme! Die 100mm extra am langen Ende sind wirklich hilfreich, auch wenn die nicht ganz so gute Bilder liefer, insbesondere was Chroma-Fehler und Schärfe angeht. Aber mir reichts. Ich weiß, das habe ich jetzt schon mehrfach über dieses Objektiv gesagt, aber es stimmt halt einfach. Ich erwarte nicht mehr davon und mit diesem leichten Vintage-Look kann ich gut leben, den suche ich im Allgemeinen ja auch!

Nach der Werbepause (keine Angst, nicht wirklich ;-)) geht es durch den Wald nach oben auf den anderen Berg. Wer mich begleiten will, der möge den "erweiterten Eintrag" anklicken. CLICK! "In Eiseskälte auf den anderen Hausberg" vollständig lesen