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Sigma AF Tele 400mm 1:5,6 Multi Coated APO

Langer Name, langes Objektiv. Ich habe es wieder getan: Da kam diese eBay-Auktion vorbei: Ein Sigma AF Tele 400mm 1:5,6 Multi Coated APO (das alte, 1988-1995er, NICHT das neuere, 1996-... Macro), ein echtes (vintage-retro?) Schmuckstück. Leider - wie immer bei Sigmas aus diesem Zeitalter - als "klebt, dass man es nicht benutzen kann" angegeben. Und "es lässt sich nicht zusammenschieben". Also, Ersteres krieg ich hin, das ist eine der leichteren Übungen. Und Letzteres? Das ist eine Festbrennweite, da kann also nichts wirklich wichtiges nicht zusammenschiebbar sein. Die Sonnenblende? Wahrscheinlich. Und das alles für 12 Euro "Sofortkauf als defekt"? Also, wenn da noch irgendwelche anderen Probleme an dem Teil dran sein sollten, dann werd ich die schon irgendwie geregelt bekommen. Ich mein: Zwölf Euro! Hallo?! Da kann ich nicht nein sagen! Gekauft.

Kam heute gut verpackt an. Und ja: Die Noppenfolie hat Abdrücke im Schlotz hinterlassen. Gut, dass es die Tage so kalt war, während das in der Packstation gelegen hat. Sonst hätte die Noppenfolie sich wahrscheinlich auf immer und ewig mit dem Lösungsmittel, das aus der Beschichtung ausschwitzt, verbunden und ich hätte die niemals mehr abbekommen!


Na, da hab ich ja ein paar Stunden zu putzen! Und ja, die Sonnenblende steckt bei ca. 4/5 fest. Scheint, als hätte das filzige Zeug innen sich mit dem Matsch am Tubus verbunden. Joah, das wiederum wird etwas länger dauern, bis ich das so hin bekomme, dass es sich wieder bewegen lässt. Ich mein, nach der ersten Reinigung geht es jetzt. Aber nicht ansatzweise gut. Ich hab Angst, dass ich bei der Kraft, die ich da anwenden muss, das irgendwann knack macht und es im Eimer ist. Im Gegensatz zum Rest des Tubus ist die Sonnenblende nämlich nur Plastik. Den Schlotz drumherum habe ich übrigens mit ganz normalem Spiritus ab gewischt. Die gesamte Beschichtung ist jetzt weg (außer unter dem Tesafilm, den ich über die Beschriftung geklebt hatte, damit die erhalten bleibt) und eine halbe Rolle Küchenrolle leer. So eine Sauerei hatte ich echt noch nicht. Was haben die da rein gekippt damals? Das ist ja furchtbar, meine Hände sind noch immer koomplett schwarz. (Also, "komplett". Sagen wir mal so: Ich sehe aus, als hätte ich irgendwo Fingerabdrücke abgeben müssen! ;-))

Aber bevor ich es grundgereinigt habe, habe ich es erst mal kurz mit in den Garten geschleppt und ein paar Bilder mit der D800 gemacht. Mechanisch und optisch ist es nämlich einwandfrei in Schuss, es hat sogar ein sauberes Hama-Haze-Filter drauf und sieht auch ansonsten gut behandelt aus.


Draußen ist bescheidenes Wetter, demnach kann man nicht das beste Ergebnis erwarten. Schließlich musste ich hoch bis auf ISO 800, denn hinterm Haus ist es doch sehr schattig. Aber dafür, dass die Bilder alle mit Offenblende entstanden sind: Ich kann mich nicht beschweren! Sieht einfach gut aus, nicht groß anders als eines der kleineren Objektive, die ich habe. Die Schärfe ist gut (für 1990er), der Kontrast ist gut (für 1990er) und auch die üblichen chromatischen Aberrationen, die man bei solch langen Brennweiten gerne hat, halten sich schwer in Grenzen. Mit dem Ding kann man durchaus mal ein paar Vögle beobachten gehen und Bilder mit nach Hause bringen, die vielleicht nicht die ganzen 36 MP der D800 ausnutzen, aber doch schon recht nah dran kommen. Ich sag's ja immer wieder: Festbrennweiten sind einfach grundsätzlich besser als Zooms. Ich mein, moderne Tele-Zooms, ich sag ja nix, die können schon einiges, was früher solchen Festbrennweiten vorbehalten war. Aber, ich wiederhole das jetzt noch mal: 1990er!


Ich habe an den Bildern auch nur ganz wenig (naja) an der Belichtung korrigiert. Ich werde mal schauen müssen, ob ich hiermit eher manuell belichten werden, zumindest auf größere Distanz. Wie immer bei diesen Brennweiten wäscht das Bild schnell aus, wenn man in die Ferne fotografiert: Man kann Objekte zwar näher ran holen, aber der ganze Schmutz in der Luft, den man mit den Augen nicht so wahrnimmt, wird halt auch mit vergrößert. Die Belichtungsmessung liegt da gerne mal eine Blende daneben. (Dass die Bilder vom Haus auf Kuhweid' da oben und der Futterbehälter so "flach" aussehen, liegt allerdings an der schmutzigen Fensterscheibe: Der Minimalfokus ist 4 Meter! Das Futterrohr konnte ich nicht von draußen fotografieren, so groß ist die Veranda nicht! ;-))


Ich bin jedenfalls total begeistert! Cooles Teil, dass ich da für den Schnäppchenpreis bekommen habe. Ist die schmutzigen Finger wert gewesen! ;-) Ich mein, ich hab da aber auch schon dran rum geschrubbt, dass es nur so gedampft hat. Ich bin noch immer ein bisschen betrunken von den ganzen Alkohol- und Spiritus-Dämpfen. Nachgerubbelt habe ich übrigens mit Isopropanol, das wischt auch noch den letzten Rest runter. Ich bin mal gespannt, ob ich bei der längeren Benutzung noch Stellen finde, die ich nicht erwischt habe! ;-) Hab schon ein bisschen ein schlechtes Gewissen, dass ich das für so wenig Geld bekommen habe. Die Verkäuferin wusste wohl auch nicht, was sie da hat!


Jedenfalls, Fazit: Cooles Teil. Freue mich drauf, damit mal ein bisschen vor die Tür gehen zu können und die Natur zu fotografieren. Dafür brauche ich aber besseres Wetter als heute (Dienstag, 21.1.). Ich werde berichten!

In Eiseskälte auf den anderen Hausberg

11.1.: Es war ein recht kalter Winter bisher. Von Mitte Dezember bis vor Kurzem lag ja sogar noch einigermaßen viel Schnee für die Gegend. Und nachts teilweise bis unter -10°C. Hatten wir länger nicht so anhaltend. An diesem 11. Januar, als ich mich dann auch mal wieder vor die Tür getraut habe, da das Foto-Wetter gut schien, war es in der Nacht davor so richtig schweinekalt gewesen. Soll heißen: Selbst als ich gegen Mittag bei strahlendem Sonnenschein mit der Alpha los gezogen bin, war der erste Akku innerhalb von ein paar Minuten erfroren. Zum Glück habe ich ja genug davon bekommen, als ich die Kamera übernommen habe! ;-)


Ich habe die Gelegenheit genutzt, um mal zu schauen, was das Tokina 80-400 so bei gutem Licht macht. Wenn man das ISO an der Kamera nicht bis zum Anschlag aufdrehen muss. Und wie ich vermutet hatte: Licht liebt es! Das sieht man da in den Apfel-Fotos recht gut. Trotzdem ist es immer ein bisschen Kontrastarm. Das liegt sicherlich auch daran, dass das Ding nicht das teuerste Objektiv war, das man jemals kaufen konnte, dementsprechend die Vergütung der Linsen nur so mittel ist. Aber zum Anderen ist das auch der Zeit geschuldet: Das Teil ist alt! Damals fotografierten die Menschen noch auf Film, der musste eh extrem schnell sein für so ein Objekltiv - selbst bei gutem Licht sollte man nicht unter ISO 400 anfangen; als ich das auf Film getestet habe, habe ich den Kentmere ja auch um eine Stufe gepusht auf 800. Einfach, damit man mehr Spielraum hat! Die Filme, insbesondere die Farbfilme, waren dann auch nur so mittelmäßig, wenn man nicht gleich ein kleines Vermögen ausgeben wollte, da fiel das gar nicht so sehr auf. ;-) Will jedenfalls sagen: Man kann auch von den Digitalen keine Wunder erwarten, die können nur abbilden, was das Glas vor dem Sensor durch lässt.


Nichtsdestotrotz: Bei diesem klaren, kalten Wetter sind doch sehr ansprechende Bilder raus gekommen, finde ich. Da hatte ich bei bedecktem Himmel sehr viel mehr Probleme! Die 100mm extra am langen Ende sind wirklich hilfreich, auch wenn die nicht ganz so gute Bilder liefer, insbesondere was Chroma-Fehler und Schärfe angeht. Aber mir reichts. Ich weiß, das habe ich jetzt schon mehrfach über dieses Objektiv gesagt, aber es stimmt halt einfach. Ich erwarte nicht mehr davon und mit diesem leichten Vintage-Look kann ich gut leben, den suche ich im Allgemeinen ja auch!

Nach der Werbepause (keine Angst, nicht wirklich ;-)) geht es durch den Wald nach oben auf den anderen Berg. Wer mich begleiten will, der möge den "erweiterten Eintrag" anklicken. CLICK! "In Eiseskälte auf den anderen Hausberg" vollständig lesen

Schwarz-weiß und analog, Teil 325a: Aachen 2025

Kentmere 400 #14, 16. Oktober 2025
  • Minolta 5000 AF
  • Entwicklung: D-76 Stock #7, 16:00 Minuten, 20°C, Adofix Plus 1+5 #17, 7:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Bin endlich mal wieder dazu gekommen, die vor längerer Zeit gescannten Bilder auszuschneiden und zu komprimieren. Da kann ich auch gleich mal ein paar raus hauen. Aus dem Film, den ich in Aachen verschossen habe, mache ich einfach mal zwei Einträge, denn es sind dann doch recht viele Bilder und ich habe keinen Lust, so viel auf einmal zu schreiben. Das hält mich nämlich immer davon ab, das zeitnah zu erledigen. So, in kleinere Aufgaben zerstückelt, ist das nicht so ein den-Stein-den-Berg-rauf-rollen! ;-)

Also, es war Oktober und wir waren wie jedes Jahr in Aachen und sind nachher noch ein bisschen in die Stadt gegangen, weil. Wie immer in der Parkgarage neben der Orthodoxen Kirche geparkt, gegenüber vom Gymnasium. Deswegen kommen da auch direkt die ersten Bilder her. So etwa dieses Bild von der Kirche, wie sie halb vom Parkhaus verdeckt wird. (P, 1/500s, f/11, 35mm.) Ja, ich hatte mal wieder eine Minolta mit und dieses Mal auch - ganz untypisch - ein Zoom drauf. Mir war nämlich aufgefallen, dass ich mit dem 35-105mm noch gar keine analogen Fotos gemacht hatte. Und da hab ich gedacht: Probiers aus! Ich muss zugeben: Mit dem Zoom habe ich im Weitwinkelbereich noch mehr Probleme, die Kamera gerade zu halten als sonst schon! ;-) f/11 passt hier gut zum Motiv. Ansonsten nicht viel zu berichten, es gibt bessere Bilder. ;-) Ach ja, und die Bilder sind - auch recht untypisch - recht häufig im P-Modus aufgenommen, da die alte 5000 AF ja keine Halbautomatik kann.

Gegenüber die Stühle vor der Schule (Kunst?) mitgenommen. (M, 1/500s, f/4, 35mm.) Die braunen Blätter an den herbstlichen Bäumen haben sehr interessantes Grau auf dem Kentmere produziert. Das hat so ein bisschen einen Infrarot-Vibe! Interessant! Hier direkt mal auf Manuell geschaltet, denn das funktioniert an dieser Kamera erstaunlich gut. Dumm nur, dass sie immer wieder auf P zurück springt, wenn man die Klappe zu macht.


Umgedreht und die Kirche ins Visier genommen. (M, 1/1000s, f/8, 105mm.) Auch im Tele-Bereich habe ich die Kamera schon mal gerader gehalten. ;-) Aber hier passt das schon fast zum Motiv. Zudem bin ich mal wieder erstaunt über die Schärfe, die dieses Zoom produziert. Das Internet sagt ja, dass der Look dieser relativ alten AF-Linse ein bisschen antik (im eher schlechten Sinne) wäre, aber auf s/w und Film gefällt sie mir eigentlich direkt ganz gut. Nun sind meine Ansprüche ja aber auch nicht so hoch! ;-) Schärfe ist jedenfalls erstaunlich gut. OK, sollte sie bei f/8 auch sein.

Als ich der Kirche dann schon fast den Rücken gekehrt hatte, noch eben schnell den Drachentöter eingefangen. (P, 1/2000s, f/5,6, 105mm.) Das Film ist dieses Mal irgendwie recht kribbelig geworden. Ich weiß nicht warum, ich habe bei der Entwicklung nichts anders gemacht als sonst. Liegt aber vielleicht auch ein bisschen am Wetter, wodurch ein bisschen mehr am Kontrast schrauben musste als sonst. Aber: Grain is good, oder wie war das! ;-)

Vor der Sparkasse stand schon das Fluchtfahrzeug bereit: Ein alter Motorroller! (P, 1/180s, f/4,5, 35mm.) Immer, wenn ich solche Geräte sehe, muss ich sie ja mit nehmen, aber hier gleich mit dem Geldautomaten daneben: Doppelt gut! ;-) Der Programm-Modus funktioniert in den meisten Fällen ja auch ganz brauchbar, muss ich zugeben. Der sucht sich eine ganz brauchbare Mischung aus Zeit und Blende raus, sodass ich nicht allzu oft manuell eingreifen musste.


Die Haustüre der Nummer 2 hatte dieses etwas gestonete Gesicht aufgemalt, da konnte ich auch nicht vorbei gehen. (P, 1/250s, f/5,6, ~80mm.) Schon wieder total schief und scheel. Scheibenkleister! Ja, liegt an den vielen gerade Linien der Tür, dass man das so sehen kann. Im mittleren Brennweitenbereich wie hier sind die Verzerrungen übrigens auch auf Film ganz gut kontrolliert, während man bei Weitwinkel und Tele schon einiges davon sehen kann. Die Bilder sind in der Beziehung sehr ähnlich zu dem, was ich auf der Digitalen Sony an Ergebnissen erhalten. Daraus schließe ich, dass die letztere keine digitale Korrektur durchführt.

Eines der besten Bilder auf diesem Film folgt: Die Kürbisse in der Auslage! (P, 1/180s, f/4, ~50mm.) Richtig cooles Foto. Muss ich nicht mehr zu sagen. Oder?

Ebenfalls die Artischocken. (P, 1/60s, f/4, ~50mm.) Wobei mir die seitliche Ansicht der Kürbisse noch besser gefiel, wegen der Unschärfe im Hintergrund, die hier natürlich nicht gegeben ist. Aber die unterschiedlichen Farben der Artischocken kommen hier sehr schön in den verschiedenen Grautönen durch.

Über allem thront der Dom. (M, 1/500s, f/8, ~40mm.) Jetzt nicht so wie in Köln oder sowas, aber immerhin sieht man ihn doch recht häufig durch Hauslücken und über den Dächern. Wieder schief wie bekloppt, aber was solls, ich finde es hier gar nicht mal so sehr ablenkend.


Die Fahnen vor der Souvenier-Geschäft: Auch gut getroffen. (M, 1/1000s, f/4,5, ~80mm.) Bei dem leichen Tele bekommt man doch schon ganz brauchbare Hintergrundunschärfe. Ja, ich sehe, was die Reviewer im Netz meinen, aber mich stört das nicht. Im Gegenteil: Die Bilder sehen mehr Retro aus, als sie es mit dem Equipment eigentlich sollten.

Der Ziegenbock! Määääh! (P, 1/500s, f/9,5, ~90mm.) Ich bin erstaunt, dass die Automatik hier richtig gute Werte genommen hat. Persönlich hätte ich ja eher wieder eine "gerade" Blende bevorzugt, also entweder f/8 oder f/11, aber so gehts auch. Aber vor allem, dass das Bild nicht über oder unter ist, erstaunt mich am meisten. Hätte ich es manuell gemacht, hätte ich ihm zur Vorsicht bestimmt eher eine halbe bis ganze Blende mehr Licht gegeben - wegen des hellen Hintergrunds -, aber das wäre hier gar nicht nötig gewesen. Manchmal funktioniert die Programm-Automatik erschreckend gut!

Den Tisch mit den Blättern drauf wollte ich auch nicht einfach so undokumentiert lassen. (P, 1/180s, f/4, ~50mm.) Bei 50mm verhält das Zoom sich sehr ähnlich zu einem echten Nifty-Fifty, wenn auch eher langsam. Dafür gefällt mir die Art, wie es die Realität einfängt und auf Silber bannt, doch sehr gut. Ich mein, das ist jetzt Offenblende und ich sehe da auf der technischen Seite echt keine (großen) Probleme.


In einem der Schaufenster habe ich dann noch den Hund mitgenommen. (P, 1/130s, f/4, ~40mm.) His Master's Voice. Was ist da eigentlich draus geworden? Aha. Spannend! Jedenfalls: Durch die Scheibe ist die Bildqualität eher eingeschränkt, aber ich wollte den Hund nicht einfach so da stehen lassen! ;-)

Wir sind bei unserem Besuch der Innenstadt tatsächlich mal ein bisschen weiter vorgedrungen und haben auch mal Stellen gesehen, die wir sonst ignoriert haben, etwa diesen Engel mit Waagschale und Schwert. (P, 1/180s, f/5,6, 105mm.) Joah, das war wahrscheinlich die mittelalterliche Art, die Leute dazu zu bringen, auf dem Markt nicht zu bescheißen. Der Rache-Engel sieht alles und weiß alles und hat auch gleich das Messer dabei! Nicht wie die blinde Justizia! ;-)

Ansonsten: Noch ein bisschen Dom. (P, 1/150s, f/9,5, ~45mm.) Wie gesagt, ich hätte eine ganze Blende bevorzugt, aber bevor ich jetzt wieder mit der manuellen Einstellung rum fummel... Bis ich da fertig bin, ist der Dom verwittert! ;-) Ja, das ist mit der 5000 AF ein bisschen zeitaufwendiger. Ein bisschen! ;-) Aber immerhin hat sie eine manuellen Modus. Das war ja nur eine consumer grade Kamera, da war das nicht selbstverständlich.


Dat Menneken mit de Fische hab ich dann auch noch mal frontal mit genommen. (P, 1/180s, f/4,5, 90mm.) Mit dem 50er hätte ich sicher mehr Bokeh in den Hintergrund bekommen. Wobei ich mal so eine schöne Festbrennweite irgendwo zwischen 80 und 100 brauchen könnte, am Besten f/2 oder f/2,8. Das 85/1,8 Nikkor hat doch sicher ein Minolta-Äquivalent gehabt, oder?

Und zum Schluss noch: Kunst. (P, 1/180s, f/4, ~50mm.) Was machen die da eigentlich? Will ich es wissen? Ne. ;-)

Nächstes Mal: Der zweite Teil des Films, nachdem ich hier ganz willkürlich schneide! ;-)

Wintervögel

12.1.: Fotos durch die Verandatür sind immer etwas... weich. Das liegt an der Dreifach-Verglasung, da bricht sich das Licht immer mehrfach drin und die Spiegelungen und so weiter. Dass die Kamera dann bis auf ISO 12800 hoch geht, hilft der Schärfe und dem Kontrast auch nicht unbedingt. Aber: VÖGELCHEN! ;-) Dafür nehme ich das doch alles gerne in Kauf! Allerdings war der Specht mal wieder schneller weg, deswegen nur eine Meise und eine Drossel.


Und dann machte es plötzlich "grus grus" über uns und als ich an den Himmel schaute, habe ich einen, zwei, drei, diverse Schwärme Kraniche vor die Linse bekommen! Das war der Tag nach dem Tag, als in Norddeutschland das Wetterchaos ausgebrochen war, mit Schneewehen und Sturmfluten, da haben die Kraniche offenbar auch gedacht: "Komm, ab nach Süden!" Die blieben auch nicht hier, die sahen so aus, als wären sie nur auf dem Durchzug. Bin gespannt, wann die wieder kommen...


Und das war mal ein ganz kurzer Eintrag. Gar nicht gewohnt mehr. Sollte öfter mal Vögel fotografieren. ;-)

Zombicide: Monty Python Add-On

And now for something completely different: *nudge nudge* *wink wink* "Know what I mean, know what I mean?" I'm a lumberjack and I'm okay, I sleep all night and I slay zombies at day! But: No-one expects the Spanisch Inquisition! "Stop it! That's silly!" SPAM SPAM SPAM SPAM WONDERFUL SPAM! "This parrot is dead! It ceased to be!"


Nachdem das jetzt aus dem Weg ist: Wir haben gestern endlich mal die Monty Python Erweiterung für Zombicide gespielt. Die lag hier jetzt schon seit einem, zwei, vielleicht sogar drei Monaten auf dem Pile of Shame herum, es wurde langsam Zeit. Und da J ja so eine alberne ("That's silly!") Challenge gestartet hatte, dass wir mal wieder der Reihe nach von A bis Z ein Spiel spielen müssten und wir das auch unbedingt innerhalb der ersten Hälfte des Januars voll kriegen müssten - was weiß ich, ich war nie so der Statistik-Cacher ;-) - und gestern halt endlich Z dran war, bot sich das jedenfalls an. Ich kam also am frühen Nachmittag aus dem Büro gewackelt, nachdem ich alles erledigt hatte und das Wochenende endlich bevor stand und ich mich schon gefreut hatte, dass wir jetzt endliche mal ein bisschen Aufräumen könnten, da stand schon alles aufgebaut auf dem Tisch herum! Na gut, das hatte ich zwar jetzt nicht erwartet ("No-one expects the Spanish Inquisition!"), aber ich habe mich dann breitschlagen lassen und mich auf dem Sofa niedergelassen ("Fetch the comfy chair!").


Und was soll ich sagen: Im Großen und Ganzen ist die Erweiterung erstaunlich spielbar. Dafür, dass die ja durch und durch albern ist ("STOP IT!"), war eigentlich das einzig, was wirklich genervt hat, dass man zwischendurch immer mal wieder eine Runde lang alle Substantive durch SPAM ersetzen muss. ("SPAM SPAM SPAM baked beans and SPAM!") Das führt zwar zu sehr spannenden Konversationen ("Zieh doch Deine Überspammenden in das linke Gespamme. Nee, Spamment, der eine Spammer hat ja gar keine Feuerspam dabei, um die Spam aufzubrechen!"), aber auf die Dauer ist das sehr anstrengend. Zum Glück hatten wir die ganze Zeit über keinen Sichtkontakt zum nackten Organisten. Ich hätte keine Lust gehabt, einen ganzen Zug lang mit verdeckten Augen zu spielen! Und auch der Ritter mit dem Gummihuhn hat nur ein einziges Mal einen seiner Kollegen verkloppt.


Irgendwann hatten wir uns dann auch endlich durch die roten Kisten geplündert, um den untoten Papageien ("He's just resting!") zu finden. ("He just moved!" - "No, he didn't!") Der ist sozusagen der Boss-Gegner, den man nur mit dem lustigsten Witz der Welt besiegen kann! ("Wenn ist das Nunstrück gut und Slotermeyer?") Dessen drei Teile hatten wir glücklicherweise schon recht schnell beisammen. Das einzige Problem war nur, dass durch unser stark angestiegenes Adrenalin so langsam so viele Zombies ("normale", Silly Walkers, Spanish Inquisition ("No-one..." - "STOP IT!"), Hells Grannies etc...) auf dem Plan waren, dass es langsam schwer wurde, sich hin und her zu bewegen. Vor allem, weil wir am anderen Ende der Karte standen - der untote Papagei hatte sich gut versteckt! Zum Glück hat uns die Fähigkeit des Chicken-Knight hier geholfen: Der kam mit seinem Teil des Witzes nämlich quer über die Karte gezoomt, als der Heilbutt-Schwinger irgendwann mal daneben gehauen hat - praktisch!


Nachdem wir den Witz rezitiert hatten, mussten wir nur noch einmal über die ganze Stadt zurück zum Ausgang. Dazu haben wir natürlich die Abkürzung durch die Gebäude genommen, denn nachdem wir wieder alle vereint waren, war auch der Lumberjack mit seiner Axt wieder dabei und konnte uns die Ausgangstür öffnen.

Fazit: Wer Zombicide mag und wer zudem noch in dieser Alterstufe existiert, dass er/sie/es damals noch den Flying Circus im Fernsehen gesehen hat, der kann hier eigentlich nichts falsch machen! Die Figuren der Überlebenden und der Python-Zombies sind in gewohnter Qualität und extrem detailliert - so sehr, dass ich teilweise Angst vor den Kloppen der Grannies hatte! Die schwingen ihre Handtaschen mit Backstein drin, da muss man sich echt in Acht nehmen. Gut, dafür haben die Silly Walkers mehrfach hintereinander eine 1 gewürfelt, sodass sie sich immer weiter in eine Sackgasse zurück gezogen haben. Wir hatten jedenfalls extremen Spaß! Gut gemacht! Ach ja, nur die Musical Mice haben wir die ganze Zeit vergessen auszulegen! Wobei die doch so hilfreich sein können! ;-) ("SQUEEK!")