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Gulasch, again

Alle paar Monate pikst es mich dann ja doch mal wieder, mal "was Richtiges" zu kochen. In diesem Fall war das gestern und ich hatte mal wieder Hunger auf ein richtig gutes Gulasch. Ich weiß nicht, vielleicht habe ich in letzter Zeit zu viel den Postillion gelesen oder was. ;-) Jedenfalls hatte ich letzte Woche die passenden Zutaten vom $Discounter mit gebracht und gestern habe ich dann den Bräter aufgestellt und die Paprikas geputzt.


Das Rezept ist und bleibt zumindest ungefähr so, wie ich es oben im Link beschrieben habe: Fleisch anbraten, Zwiebeln rein, auch anbraten, dann Paprika und Pilze dazu, dieses Mal hatte ich auch noch ein Paar selbst gezogene Chilis da rein geworfen, weil, sollte scharf sein, Paprikapulver, Salz, Pfeffer, Lorbeerblätter und Nelken. Und ja nicht den halben Liter Rotwein vergessen! Wenn ich so drüber nach denke, man könnte auch einen ganzen Liter dran kippen! ;-) Je mehr Soße, desto mehr Soße! :-D


Halbe Stunde, vierzig Minuten im Ofen köcheln lassen und dann ein Sößchen drauf bauen. Hmm, lecker. Hab da 'ne Tüte "braune Soße" im Schrank gefunden und einfach auch mal mit rein gekippt, passt. War sehr würzig, dieses Mal. Lecker. Sagte ich schon: Lecker? Dazu noch Rotkohl und Semmelknödel. Hmmm! LECKER! ;-)


So, und jetzt sind noch zwei Portionen übrig, da gibt es dann nächste Woche noch mal was von. Dann vielleicht mit Spätzle? Kann man ja auch mal machen. Mal schauen, ob noch mal Kohl dazu, oder anderes Gemüse. Man, jetzt hab ich schon wieder Hunger! :-D

Kein Film zum Abholen, dafür Grafitti

10.8.: An jenem Montag vor zwei Wochen wollte ich eigentlich meinen Flohmarkt-Diafilm vom Fotoladen abholen, aber der war noch nicht fertig. Aber so hatte ich die Gelegenheit, ein paar Bilder mit der D700 zu schießen. Hatte mal das 35mm AI drauf gemacht, das eignet sich auch ganz hervorragend auf dieser semiprofessionellen Nikon. Ist ja auch ein sehr schönes, wenn auch misshandeltes Objektiv, das ja extrem verbeult war, als ich es damals bekommen habe. Aber seitdem hat es sich ja zu einem meiner liebsten Standardbrennweiten entwickelt, die ich für Nikon F habe. Und der Herr B im Fotoladen fand das auch sehr cool, dass ich so ein hübsches, 50 Jahre altes Objektiv auf der D700 hatte. ;-)


Jedenfalls. Ich hatte hinter der Bahn geparkt, direkt vor dem Jugendtreffpunkt mit dem alten Bahn-Wagon. Ich weiß gar nicht, warum die Siegburger sowas nicht haben wollten! Das ist hier eigentlich richtig cool und wenn ich noch 16 wäre und in der Stadt wohnen würde, würde ich mich hier auch treffen wollen. Gut, die Tischtennisplatte ist unter all dem Lack mittlerweile nicht mehr zu sehen, aber es gibt eine! Und einen Kicker! Und der alte Wagon ist auch cool.

Ich habe mich dann allerdings auch ein bisschen an den Graffiti verausgabt. Die haben aber auch ganz besonders in der Sonne geleuchtet. (Ich muss ja nicht erwähnen, dass es da noch immer brüllaffenheiß war, oder? Götter, was habe ich dieses Jahr geschwitzt!) Die Farben leuchten jedenfalls sehr schön kräftig, das 35er rendert eh sehr schöne Töne. Die D700 macht da hervorragend mit und bringt dieses Objektiv richtig zur Geltung. Danach an der Meyes-Fabrik durch die Unterführung. Beides habe ich dieses Mal links liegen lassen, stattdessen habe ich mich auf bunte Dinge konzentriert, wie man dann auch an der Bank sehen kann.


Oder eben Graffiti, auch wenn es nur so ein schnödes Tag im Gegenlicht auf der Rückseite einer Bushaltestelle ist. Warum nicht? Da kann ich mal wieder zeigen, wie scharf das Teil bei f/2 ist und wie hübsch das Bokeh ist, sieht man dann beim "Super"-Roller. Auch wenn ich da den Fokus ein bisschen weiter hinten hätte setzen sollen. ;-)

Tja, und dann habe ich festgestellt, dass mein Film nach einer Woche noch nicht fertig war. War ja aber irgendwie auch abzusehen. Hatte mich gleich etwas gewundert. Aber dass sie den Film jetzt mittlerweile auch ins große Labor schicken würden, wusste ich noch nicht; das letzte Mal, als ich Diafilme zur Entwicklung gebracht hatte, hatte er noch wen, der die hier in der Gegend gemacht hat. Hm. Scheint mittlerweile so exotisch zu sein, dass das keiner mehr macht. Oder das Maschinchen ist mittlerweile gestorben, das kann ja auch sein. Da frage ich mich: Hoffe ich jetzt, dass der Film eh schlecht zurück kommt, dass es sich nicht lohnt, den als Diafilm zu entwickeln und ich den einfach mit in das C41 einlege, das ich noch rum stehen habe? Müsste eh mal ein paar Farbfilme verschießen, die sind alle nicht mehr ganz so frisch...


Egal. Nach dem ausbleibenden Erfolg bin ich dann noch um die Ecke zum Discounter gegangen und habe was zu Essen eingekauft, woraufhin ich keine Hand mehr frei hatte für Fotos zu machen. Dementsprechend enden meine Bilder auch hier hinter der Sparkasse. Das heißt aber nicht, dass das die letzten Fotos von diesem Tag waren, denn Abends sind wir noch im Hexenwald gewesen. Die kommen dann aber in einem eigenen Eintrag daher. Jetzt erst mal frühstücken! ;-)

Kein Wasser in der Talsperre, dafür Algen

9.8.: So, und dann auf dem Heimweg noch kurz an der Talsperre gehalten. Wollte dem Aygo den Berg nicht zumuten, habe also unten geparkt. Außerdem, technically darf man da ja auch gar nicht rauf fahren, da steht ein "Anlieger frei" und ich fürchte, ich liege nicht an. Nicht, dass das irgendwer so streng auslegen würde, denke ich. Aber, eigentlich ist das kein echter Wanderparkplatz, den zu erreichen ich gedenke, sondern gehört dem Wahnbachtalsperrenverband.

So, genug rechtliche Halbseidenes von mir gegeben. Jetzt ein paar Bilder von der leeren Talsperre. Wobei: So leer, wie ich es eigentlich erwartet hätte, war es gar nicht. Ich sag mal: Halb voll! Und das ist bei dem vielen Sonnenschein und der unglaublichen Hitze, die wellen-weise immer und immer wieder über uns hinweg gerollt ist in diesem Sommer, doch recht erstaunlich. Hatte eigentlich damit gerechnet, dass die ersten Ruinen wieder auftauchen würden.


Aber: Die Algen blühen. Ich nehme an, das bedeutet, dass das Wasser mal wieder besonders aufwendig aufbereitet werden muss? Ich weiß nicht, aber ich möchte keine Grünalgen und Cyanos in meinem Trinkwasser haben. Normalerweise sollte das ja nur im "Abklingbecken" ganz am Anfang der Talsperre vorkommen, wo sich die vielen Nährstoffe, die in den Wahnbach geschwemmt werden, sammeln sollen. Aber ich nehme an, weil der auch kaum noch Wasser führt, ist im Vorbecken bestimmt auch kaum noch Wasser drin und das funktioniert nicht mehr ganz so gut, wie es eigentlich geplant war? Ja, ich spekuliere hier wieder wild in der Gegend rum! Wie immer! Kann bitte jemand, der Ahnung von der Materie hat, kommentieren und mich zurechtweisen?! Bitte! Komm, da steh ich drauf! ;-)

Ansonsten mit dem Tele noch ein paar Viecher bei 400mm mit genommen, die trotzdem noch immer viel zu weit weg waren. Die Talsperre ist erstaunlich groß, stelle ich immer wieder fest. Also, von der Fläche her auf jeden Fall. Die Tiefe sieht man von oben ja eher nicht und man weiß das nur, wenn man die mal ganz ohne Wasser gesehen hat. (Gottchen, das ist bald 20 Jahre her! Damals war Traffic noch schmalbandig, die Fotos sind ja winzig! Naja, dann sind es ja nur noch 30 Jahren oder so, bis die das nächste Mal das Wasser komplett ablassen. Mal sehen, was für Kameras wir dann haben oder ob wir gar nicht mehr vor die Tür gehen, weil die KI-Bots uns sonst auffressen! ;-))


Was mich aber mal wieder daran erinnert hat: Ist die Naafbachtalsperre eigentlich noch immer ein Gesprächsthema? Und tatsächlich, die steht wohl noch immer im Plan! Angeblich hauptsächlich wegen Hochwasserschutz, aber ich habe so ein Gefühl, dass - wenn die kommenden Jahre auch so trocken werden, was ja abzusehen ist - dass dann mal jemand die schlaue Idee haben wird, dass man da auch Trinkwasser raus holen kann. Weil, irgendwann reicht die Wahnbachtalsperre vielleicht nicht mehr über einen ganzen Sommer. Ich mein, es ist schon tatsächlich recht wenig Wasser da drin und ich sag mal, in den letzten 10 Jahren war der Pegel in der Hälfte der Jahre ungefähr ähnlich. Noch haben wir keine Vorgaben gehabt, dass man kein Wasser verschwenden soll, aber ich denke, wenn die Bauern demnächst vor vertrockneten Feldern stehen sollte, dann könnte das Thema einer zweiten Talsperre durchaus wieder aktueller werden. Wäre ja schade, das Naafbachtal ist schließlich sehr hübsch und vor allem auch Landschaftsschutzgebiet, aber das Potential wäre hier tatsächlich sehr hoch. Dann muss man sich irgendwann entscheiden: Im Sommer nix mehr zu Trinken haben oder hübsche Landschaft versenken...

Kein Wasser in der Sieg, dafür Gänse

9.8.: Heute Fotos von der Rest-Sieg. Anders kann man diese traurigen Bächlein ja nicht mehr bezeichnen, die einstmals stolze Flüsse waren. Wie im Rhein auch ist in der Sieg ja nichts mehr drin. (Gut, mittlerweile - 18.8. - hat es ja mal geregnet, aber um das alles wieder aufzufüllen, bräuchte es wahrscheinlich zwei Monate Dauerlandregen. Das hatten wir noch nicht und ist auch nicht absehbar.)

Jedenfalls: Ich hatte mich ja vom Flohmarkt am K hier runter geschlichen und dabei das Industriegebiet mit dem 10-Euro-Minolta-Normalzoom unsicher gemacht. Dementsprechend sind hie auch mal wieder einige Bilder dazwischen bzw gerade hier am Anfang, die auch mit diesem schönen, kompakten 35-105/3.5-4.5 gemacht sind. Z.B. die hier von der Einlassschleuse in den Mühlengraben. (War da eigentlich noch Wasser drin? Ich hab jetzt tatsächlich nicht nachgeguckt, aber ich bezweifle es.) Aber danach habe ich recht schnell auf das Tokina 80-400mm gewechselt, das ich eigentlich mehr so zum Spaß dabei hatte, weil cih das länger nicht verwendet habe, nachdem ich das 70-210/4 Minolta abgestaubt habe, das ja Bilder macht, die um Klassen besser sind. Wenn man also nicht unbedingt die vollen 400mm braucht, nehme ich lieber das.


Aber hier gab es Gänse und andere Wasservögel, die darauf warteten, dass es endlich mal wieder ein bisschen Wasser im Fluss gäbe. Und die sind einigermaßen brauchbar raus gekommen. Ich gebe diesem Objektiv ja vielleicht auch ein bisschen unrecht, wenn ich immer drauf rum hacke. Für manche Anwendungsgebiete ist das durchaus brauchbar, es hat halt nicht unbedingt das hübscheste Rendering. Die Farben sind immer ein wenig schwachbrüstig, es hat viel CA und scharf ist es auch nur, wenn man ganz genau zielt. (Ich habe noch immer nicht den Micro-AF-Adjust für dieses Objektiv eingestellt, was glaube ich nötig wäre.)



Das alles resultiert jedenfalls in eigentlich kontrastreichen Szenen in einem gewissen Glow, der aber nicht unbedingt hübsch ist, wie man da bei der Fischtreppe sehen kann. Wenn es aber nur darum geht, die Gänse richtig nah ran zu holen, dann ist es eigentlich perfekt. Und das funktioniert auch ganz gut mit all den anderen Vogel-Viechern, die ich an diesem Tag an der ausgetrockneten Sieg getroffen habe. Die - und die übliche Vorlesung zum Thema Klimawandel - gibt es dann mal wieder im "erweiterten Eintrag". Weil, das wird hier ja jetzt schon wieder ein bisschen viel. Deshalb: KLICK! "Kein Wasser in der Sieg, dafür Gänse" vollständig lesen

Kein Kauf auf dem Siegburger Kaufland-Flohmarkt, dafür das Industriegebiet drumherum

9.8.: Sonntag vor zwei Wochen bald: Flohmarkt in Siegburg. Es sind Sommerferien und dementsprechend wenig los. Das hält mich wie immer nicht davon ab, Fotos zu machen. Viel zu viele Fotos. Bei der Hitze, die wir an dem Tag hatten, war das aber auch nicht so erstaunlich, dass einigermaßen wenige Leute unterwegs waren. Wer will sich schon bei >35° den ganzen Tag in die Sonne stellen, um am Ende doch nichts verkauft zu haben, und das bei den Standpreisen?


Wie man sehen kann: Es war sehr, sehr hell! Mittlerweile haben wir ja tatsächlich Regen gehabt. Tatsächlich regnet es gerade genau in diesem Moment, wo ich das hier tippe! (18.8.) Ich habe mir scheinbar mal wieder sehr viel Zeit gelassen mit meinen Texten. Sind aber auch echt viele Fotos, die ich in letzter Zeit gemacht habe, vor allem seit ich die D700 mit nach Hause genommen habe. Die Bilder hier sind allerdings wie immer, wenn es um Flohmärkte geht, mit der Sony A7 gemacht und dem billigen Minolta Zoom. Weil, wenn das kaputt geht, weil ich wieder irgendwo anecke, nicht soo schade drum.

Aber zum Flohmarkt: Erschreckend wenig Photographica. Das Zeugs, was man da auf der Plane ausgebreitet sieht, ist ja nur der übliche Schrott. Und das ist auch schon recht wenig. Alles schon X-fach gesehen. Da sind die anderen Klamotten interessanter: Das Braille-Tipp-Dings, wie man es sonst nur aus amerikanischen Gerichtsfilmen der Steinzeit kennt, zB. Oder halt eben "Musik" von der WM '78. :-D


Was Kameras angeht: Da war ein Herr, mit dem ich mich länger unterhalten habe, der diese sehr schön erhaltene und voll funktionstüchtige F90X im Angebot hatte. Erbstück. Also wieder ein Fotograf weniger. Ich nehme an, dass er die nicht verkauft bekommen hat. Das Problem mit diesen hervorragenden Kameras aus den 1990ern ist ja, dass sie einfach nicht sexy genug sind für die Retro-Fotografen. Die wollen dann was älteres, mindestens 1980er, besser '70er. Und für den Knipsomaten-Fan ist so eine SLR dann wieder viel zu kompliziert. Dabei ist das so eine geile Kamera! Völlig unterbewertet! Wenn ich nicht schon eine hätte, ich hätte sie glatt mit genommen. Vor allem mit dem Hochkantgriff!

Da der Flohmarkt eher enttäuschend war, habe ich mich nachher noch auf den Weg zur Sieg runter gemacht, um dort zu dokumentieren, dass kein Wasser im Fluss ist. Deswegen gibt es im "erweiterten Eintrag" hauptsächlich erst mal Fotos vom Industriegebiet hinterm Kaufland. Die Bilder von der Sieg hingegen haben einen eigenen Eintrag bekommen. Wer Interesse hat: KLICK! "Kein Kauf auf dem Siegburger Kaufland-Flohmarkt, dafür das Industriegebiet drumherum" vollständig lesen