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Erster Mai in Siegburg, wieder

1.5.: Erster Mai, Tag der Arbeit, auf dem Marktplatz in Siegburg war wieder Familienfest. Letztes Jahr war ja der Herr Wüst da, dieses Jahr hat er sich wohl nicht her getraut. Sonst kriegt der die ganze Kanzlerwut ab, für die er jetzt ja auch nur bedingt was kann. Letztes Jahr war ja auch schon sowas ähnliches wie Wahlkampf, dieses Jahr ist eher Katerstimmung. Deswegen hat der Herr Urban vom DGB hat den Leuten ganz schön eingeheizt. Andererseits auch nicht schwierig, bei der Regierungsleistung der letzten paar Monate...


Danach war der Herr Schmickler dran, der von den Mitternachtsspitzen, hat ein bisschen Kabarett getrieben. Der ist ja alt geworden. Man man man! Hab den ja längere Zeit nicht mehr gesehen. (Gucke ja eh wenig Fernsehen und dann ist der ja auch eigentlich mal längst in Rente.) Aber renitent wie immer und alle haben ihr Fett weg gekriegt. Nur ich nicht, ich müsste dringend mal abnehmen. Aber das ist ein anderes Thema. Deswegen war ich ja auch sportlich aktiv mit dem Rad in Siegburg.


Nach Reden und Kabarett kamen dann noch Tanzgruppen und Teakwando und sowas auf die Bühne, Unterhaltungsprogramm für die Massen. Und dieser Clown auf Stelzen stelzte auch noch durch die Zuschauer. Ich bin ja eigentlich nicht so ein Clowns-Fan, aber der hier hat Windräder verteilt, das erlaube ich einfach mal! ;-) Ich habe dann die Kamera genommen und div. Fotos rundrum gemacht, um hier einen Eindruck von der Veranstaltung vermitteln zu können. Die Nikon F80 hatte ich auch mit und wollte eigentlich noch einen ganzen Haufen weitere Bilder machen, um den Film voll zu bekommen, aber die Akkus waren leer. Ob die Alufolie, die ich da als Kontakt rein gemacht habe, doch zu viele Ohms hat? Ganz umsonst mit geschleppt, Mensch! Aber ich hatte die Digitale ja auch dabei... (Die Bilder mit dem Tele da oben am Anfang sind übrigens durch das Exakta 70-210 für Nikon gemacht. Ich hatte keinen Bock auf Objektivschleppen, da kam der kleine Adapter ganz gut.)


Die Feuerwehr hat übrigens versucht, die Jugend anzuwerben. Die Kinder durften auch mal den großen Schlauch halten. Man braucht Nachwuchs, vor allem in Zeiten, in denen Einsatzkräften ja immer mal wieder mit Gewalt gedroht wird. Weil, ich weiß ja auch nicht, was los ist mit der Gesellschaft. Aber hier auf dem Fest war es recht friedlich und alle haben gut zusammengefunden, hatte ich den Eindruck. Politische Parteien, die ihre Stände nebeneinander hatten, Soziale Verbände, alle waren da, und die Anwesenden waren auch bunt gemischt. Und wer weiß, vielleicht hilft es ja wirklich, damit die Leute mal den Popo hoch kriegen. Samma, watt stimmt eigentlich nicht mit mir? Selbstständiger Kleingewerbetreibender, der in die Gewerkschaft eintreten will! Lachhaft! ;-)

Ausgesperrt im Garten und dem Greifvögeln zum Fressen vorgeworfen

22.4.: Und ich sag noch: "Ich geh mal ein bisschen raus in den Garten!" Und dann fährt die Schwiegermutter nach Siegburg und schließt mich aus. Normalerweise lässt J mich dann ja wieder rein, aber die hatte gerade Mittagspause gemacht und sich zu mir gesellt! Mööp! :-/ So habe ich dann eine ganze Weile damit verbracht, durch das gekippte Bürofenster einzubrechen zu versuchen, was mir am Ende natürlich nicht geglückt ist. Ich weiß nicht, wie die Profis das angeblich in 10 Sekunden hin bekommen, so ein Fenster auszuhebeln. (Gut, die versuchen das auch nicht so wie ich ohne Beschädigung des Rahmens.) Oder liegt es doch an diesen Sicherheitsfeatures, die da angeblich drin verbaut sind? Ich hab es jedenfalls nicht geschafft.

Immerhin, ich hatte mein Notebook und meine Sony mit im Garten, denn ich wollte ja eigentlich Bilder runter ziehen und bearbeiten. Was ich dann auch erst mal gemacht habe. Aber das dauert halt auch nur so lang und ist als Zeitvertreib auch jetzt nicht auf vier Stunden ausdehnbar. Aber immerhin konnte ich so die Greifvögel (hauptsächlich Milane und ein Bussard) fotografieren, als sie sich über den Dorf in der Thermik nach oben geschraubt haben. Hatte zwar nur meine übliche Ausrüstung in der Fototasche, als zB nicht das 400mm ATX, mit dem ich die noch ein Stück näher hätte ran holen können. Das 100-200 Minolta ist zwar scharf, aber endet halt auch bei 200mm.


Und das ist eigentlich ein bisschen schade, denn die haben sich aus allen Richtungen gezeigt und dementsprechend wäre das die Gelegenheit gewesen. OK, mit ein bisschen Cropping habe ich so noch etwas größer bekommen, zumindest scheinbar. Aber das hübsche Gefieder hätte ich durchaus gerne noch ein bisschen größer gehabt. Sind ja schon ziemlich majestätische Vögel, wenn die da über einem lautlos durch den Himmel schweben. Ich mag ja alle Vögel, aber die sind schon was Besonderes!

Vor allem kamen die immer wieder. Oder das waren andere und somit noch viel mehr, als ich dachte? Wir haben hier ja mittlerweile eine ganze Kolonie von Rotmilanen. Ich habe so vier bis fünf gezählt, aber vielleicht sind es ja noch viel mehr. Die haben sich in den letzten Jahren jedenfalls wieder gut vermehrt, seit es kein DDT und Co mehr auf den Feldern gibt!


Aber so gegen das Licht, wenn die Sonne durch die Federn scheint, ist das schon spektakulär. Ich würde so einen Vogel ja gerne mal aus der Nähe sehen. Erinnert mich an den Herrn unten am Ortseingang, der Greifvögel hatte, diesen Steinadler werde ich nie vergessen. Warum ist der eigentlich weg? Schade, ich mochte die gerne beobachten, wenn die das Tal rauf und runter geflogen sind.

Und dann sind sie auch noch Formation geflogen. Hübsch! Und was ist das da rechts kleines? Eine Schwalbe? Oder doch nur ein Insekt? Auf die Entfernung und gegen den blauen Himmel ohne jegliches Muster kann das Hirn das nicht verarbeiten. Wie groß ist das wirklich? Von welcher Größenordnung sprechen wir hier? Willkommen in der Welt der Astronomie! ;-)


Nachdem ich dann nichts weiteres zu tun hatte, außer noch mal zu versuchen, das Fenster auf zu kriegen, was ich dann nach einer halben Stunde wieder dran gegeben hatte, habe ich noch ein bisschen die Blumen im Garten bearbeitet. Nicht, dass wir davon nicht schon genügend Bilder gehabt hätten in der letzten Zeit! ;-) Aber! Das 100-200 macht auch hier einen sehr hübschen Eindruck. Ich habe schon öfter gesagt: Ich glaube, es gibt kein schlechtes Minolta-Objektiv! Ob AF oder MD/MC/SR. Alle gut.

Und weil das nur so ein paar Bilder sind, hier noch die vom Tag danach, früh morgens, als ich wieder an mein ATX ran kam und den Sänger im Baum gegenüber erwischt habe, der in letzter Zeit ständig seine Melodien jubiliert. Ich weiß allerdings nicht, was das für einer genau ist, die sehen alle so ähnlich aus. Mit dem Streifen überm Auge und der Farbe könnte es ein Zilpzalp sein, aber dafür singt er eigentlich zu melodisch, abwechsungsreich, verschiedentönig. Also wahrscheinlich irgendeine andere Art von Laubsänger, von denen es hier in Mitteleuropa ja mehrere gibt. Aber auf jeden Fall: Niedlich! (Ich mag ja alle Vögel!) Und laut! Kaum zu glauben, dass so ein kleiner Vogel so laute Geräusche machen kann!


Zum Schluss noch ein bisschen Flieder, nachdem der kleine Sänger sich versteckt hatte und ich ihn nur noch hören, aber nicht mehr sehen konnte. Der hat es besser als wir, der braucht keine verschlossenen Haustüren, muss nicht auf die Schwiegermutter warten, bis die den nächsten Zug erwischt und wieder heim kommt. In dem Zusammenhang, langer Rede, kurzer Sinn: Ich habe dann mal so einen unknackbaren Schlüsselsafe besorgt und an einer unauffindbaren Stelle versteckt. Also, zumindest hoffe ich, dass die unauffindbar ist! Und unknackbar! Denn das war ja wie gesagt nicht das erste Mal, dass man mich im Garten ausgesperrt hat. Nur, dass es dieses Mal halt ewig gedauert hat, bis man uns wieder ein gelassen hat, weil. Kann ja keiner ahnen! Deswegen kündige ich das ja schon immer so extra laut an, aber. Aber was solls...

Schwarz-weiß und analog, Teil 339: Mit der Diginette durchs Hanfbachtal

Fomapan 200 #15, März 2026
  • Dracora Dignette, Fomapan 200
  • Entwicklung: Fomadon P Stock #3 20° 6:00 Minuten, Adofix Plus 1+5 #26 (?), 7:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Die Dignette. Noch so eine Kamera aus der Steinzeit, die ich von einem der diversen Flohmärkte mit genommen habe. Aber der Vorteil ist: Wenn diese Dinger in ihrem vorherigen Leben nicht völlig misshandelt wurden, funktionieren sie noch immer. So auch diese - nach etwas Reparatur und mit Geduld und bei der schnellsten Zeit. Und die macht richtig gute Bilder, da war ich echt erstaunt. Für so eine kleine Kompaktkamera aus dem Jahr 1950-Feuerzeug, die auch nur ein stinknormales Triplet vor dem Film hat, macht die sogar Fotos, von denen sich andere Kameras aus dieser Zeit eins abschneiden können! Dabei hatte ich sie nur mit dem billigen Foma 200 geladen.

Das sieht man schon direkt beim ersten Bild: Der Trecker auf dem Feld, wo sonst die Schmuddelpferde stehen. (1/200s, f/11.) Gut, die Schärfe kommt hauptsächlich daher, dass man eben nur maximal 1/200s zur Verfügung hat und es für einen ISO 200 Film schon eigentlich zu hell war. Aber der muss ja auch mal weg. (Muss sowieso mal neue Filme bestellen.) Aber: Obwohl schon ein bisschen Diffraktion zu erkennen ist, sind alle Masten am Horizont ausreichend scharf, das Bild ist schön kontrastreich - wo der Foma natürlich seinen Anteil dran hat - und auch der Trecker, das eigentliche Motiv, kommt kräftig raus. Mit einem besseren Scanner wäre da sicher noch was raus zu holen gewesen.

Ich hätte ein Gelbfilter mit nehmen sollen, dann hätte ich die Wolken über dem zusammengeklappten Krandings noch besser raus bekommen und ich hätte auch eine Blende weniger abblenden müssen. (1/200s, f/11.) Aber auch hier: Ich kann mich über die Abbildungsleistung dieses mit "Dignar" beschrifteten Objektivs nicht beschweren.


Den Baggerarm nebenan habe ich dann auch direkt mal noch mitgenommen. (1/200s, f/11.) Bei diesen ersten Bildern ging es mir vor allem darum, ein Gefühl für die Entfernungsskala an dem Objektiv zu bekommen. Da ich hier alles extern messen musste - also sowohl Entfernung als auch Belichtung - und das dann manuell übertragen durfte, war das schon ein ganz schön altmodisches Erlebnis. Wobei, wenn man an einem solchen Tag erst einmal die Belichtung ausgemessen hat, kann man die Kamera eigentlich auch auf den einmal gewählten Einstellungen stehen lassen. Dieses ständige Rumgefummel an Blende und Zeit ist eh so was Neumodisches, das haben die Leute damals auch nicht unbedingt gemacht. Also, jedenfalls solche, die ein Kamera dieser Bauart verwendet haben.

Und dann habe ich geschaut, wie das mit Bokeh aussieht: Ganz nah ran an Lanzi vom Spielplatz und die Blende so weit auf, wie es das Wetter erlaubt. (1/200s, f/5,6.) Hier unter dem Baum ist es ja ein bisschen schattiger und der Hintergrund ist wirklich ganz nett raus gekommen. Effektiv ist das ja auch nur eine Blende und eine Kleinigkeit langsamer als offen. Das Objektiv ist wirklich nicht schnell. Aber seine 45mm gefallen mir ganz gut. Passt irgendwie zu dieser Art von Kamera, dass man immer ein bisschen mehr drauf bekommt als bei einem echten 50er. Und, worüber ich total erstaunt bin, der Seehund ist richtig knackig scharf. Man darf nicht vergessen, dass ich - wie gesagt - mit einem externen Rangefinder gearbeitet habe und das ungefähr Ausgemessene händisch ungefähr auf das Objektiv übertragen musste. Erstaunlich, dass das so gut klappt. Ist man ja heute im Zeitalter von Phasendetektionsautofokus mit 42 Messpunkten ja nicht mehr gewohnt!

Dann ein paar eher unruhige Magnolienblüten eingesammelt. (1/200s, f/8.) Der Minimalfokus der Kamera liegt ja bei ungefähr einem Meter, was ich hier mal richtig ausgenutzt habe. Die meisten Blüten sind auch tatsächlich scharf genug. Hätte eigentlich f/16 bei 1/50s nehmen können, aber ist schon ganz gut, dass ich das nicht gemacht habe, wie wir später noch sehen werden. Hübsche Magnolien, jedenfalls.


Bei den durcheinander geratenen Bildern ist auch noch dieses Spielzeughaus im Sandkasten dabei. (1/200s, f/8.) Die Uhr hat ja irgendwie schon nicht mehr allzu viele Zeiten. Und ist das ein Kassettenspieler unten links? Also, irgendwas soll da jedenfalls Geräusche machen. So komisch das auch klingen mag, aber in s/w und mit genau dieser Kamera: Erstaunliches Bild! Ich glaube, mit keiner anderen wäre das so interessant geworden. Gut, das Licht war in diesem Moment auch genau richtig, aber trotzdem zeigt das, wie sehr einen diese alten Kameras überraschen können.

Die Azaleen sind leider ein bisschen unscharf geworden. (1/200s, f/16.) Obwohl ich die schon komplett abgeblendet habe. Vielleicht ist das aber auch das Problem: Die Diffraktion schlägt zurück! Denn auch die Blüten, die eigentlich scharf sein sollten, sehen recht weich aus. Ansonsten ist das Bild auch nicht besonders gut komponiert, schief und zu viel Haus im Hintergrund. Nicht mein bestes auf der Rolle.

PONY! (1/200s, f/11.) Muss ich mehr sagen? Schönes Bild. Gefällt mir gut! Gekauft! Nächstes! ;-)


Maria ist ein bisschen unterbelichtet, aber dafür hat sie interessante Dreheffekte im Bokeh hinter sich. (1/200s, f/4.) Immerhin ist das Objektiv hier fast offen im Einsatz und ich hätte die letzte halbe oder drittel oder was auch immer Blende durchaus auch noch drauf legen können, aber es geht auch so. Man kann also auch mit einer solchen Kameras gute Portraits machen, wenn das Subjekt still hält, bis man alles richtig eingestellt hat. Aber gut, dass es hier unter den Bäumen wirklich schattig war, sodass ich überhaupt so weit öffnen konnte.

Bei Jesus sieht das ähnlich aus, auch etwas unter. (1/200s, f/5,6.) f/4 wäre hier durchaus angesagt gewesen. Aber hier kann man gut sehen, dass das ein sehr einfach konstruiertes Linsensystem ist: Das Gemüse in den Ecken wird ziemlich stark verwischt. Wobei sich aber praktisch kaum Abschattungen bemerkbar machen, was man ihm wiederum zu Gute halten sollte. Die insgesamte Unschärfe im Bild ist hingegen mein Fehler, wie gesagt, diese ganze Messerei und Übertragerei ist fehleranfällig.

Auch die Scheune auf den Feld ist eigentlich ganz gut geworden. (1/200s, f/8.) Wenn man genau hin schaut, sieht man auch bei f/8 noch diesen leichten Wischeffekt in den Ecken des Bildes. Ansonsten: Ich hab diese Scheune ja schon hundert Mal fotografiert, aber dieser Bildausschnitt gefällt mir dieses Mal besonders gut. Das bedrohliches Wolkenwetter darüber tut sein übriges dazu.


Bisher hatte ich mich ja auf die schnellste Zeit beschränkt, denn ich hatte beim Test auf dem Trockenen ja schon festgestellt, dass die langsamen Zeiten eher langsam abliefen. Ich hatte zwar gehofft, dass ich mit ein bisschen Kontaktreiniger den Dreck raus gespült bekommen hätte, sie also dazu bekommen hätte, wieder einigermaßen korrekt zu laufen, aber nein: Der Wald mit dem Steinbruch darunter ist extrem verwackelt. ("1/50s", f/8.) Statt der eingestellten 1/50s sieht das eher so aus, als wäre das vielleicht eine Zehntel, wenn es hoch kommt. Aber ich habe es trotzdem mal hier rein getan, genau wie alle anderen Missglückten. Denn einerseits sieht es trotz allem spannend aus, fast wie gewollte und Kunst. Und zum Anderen möchte ich auch vorzeigen, womit man rechnen muss, wenn man alte Kameras benutzt, die ihre besten Zeiten hinter sich haben und auf dem Flohmarkt in der brütenden Sonne gelegen haben! Man erhält halt keine Neuware mit Garantie!

Was hab ich denn da eingestellt gehabt? Das Schild ist ja total unscharf! (1/200s, unbekannte Blende.) Hab ich das Objektiv zu weit gedreht und es sah so aus, dass es bei 1m stünde? (Der Anschlag-Schnuppsi fehlt ja, man kann es über Unendlich hinaus rotieren.) Keine Ahnung. Tonne, jedenfalls! ;-)

Der Bagger hingegen: Perfekt im gedämpften Gegenlicht eingefangen! (1/200s, f/11.) Noch ein sehr gutes Bild, das mich echt überrascht hat beim Test dieser Kamera! Das ist das Spannende bei diesen alten Stücken: Man weiß nie, was man am Ende auf dem Film hat. Und diese kleine Kamera in ihrem abgewetzten Zustand hat mich tatsächlich schwer überrascht! Da sind einige sehr gute Bilder dabei! Dieses hier ist vielleicht sogar einen Abzug wert, wenn ich die Wasserflecken weg gewischt bekomme.


Die Bank hingegen ist leider wieder verwackelt. ("1/50s", f8.) Hier schient der Verschluss ein bisschen schneller ausgelöst zu haben als oben bei dem Waldbild, sonst wäre hier wahrscheinlich wegen Überbelichtung gar nichts mehr zu erkennen gewesen. Wobei ich schon kräftig nachbearbeiten musste. Zum Glück ist der Foma ja sehr gutmütig, was Überbelichtung angeht. (Unterbelichtung nicht so sehr, ist eh weniger empfindlich als drauf steht, zumindest in den dunklen Bereichen.) Das Bild sieht jedenfalls ein bisschen nach Erdbeben aus. Witzig, aber auch nicht unbedingt sooo witzig, dass ich es noch länger schön reden müsste! ;-)

Nächstes Mal: Die gleiche Kamera in Siegburg. Da sind auch ein paar nette Bilder dabei, wobei mir die Natur hier in diesem Eintrag aber eigentlich besser gefallen hat!

Seelscheider Gebüsche blühen

21.4.: Langsam wird's lächerlich: Ich habe jetzt für ungefähr eine Monat im Voraus unveröffentlichte Artikel in meinem Blog. Die Blumen, die ich hier heute vorstelle, sind längst verblüht, vor allem die Blüten vom Weihnachtskaktus! Aber was solls, die müssen ja auch mal verbraucht werden, die ganzen Bilder, die ich gemacht habe!

Also: Es war ein Dienstag, mal kein Donnerstag, als ich ins Dorf bin, um einzukaufen. Donnerstags hatten wir einen Termin, wenn ich mich recht erinnere. (Ja, das kommt dazu: Ich sollte die Texte zu den Einträgen zeitnah verfassen, sonst kann ich mich nur noch an die Hälfte erinnern!) Da ich nach dem Aldi noch zur Apotheke musste, meine Heuschnupfentabletten waren alle alle, gibt es Bilder von den Azaleen, die am Straßenrand blühten. (Die Loratadin kosten in der 50er-Packung mittlerweile 23 Euro oder sowas! Hallo? Hatte ich mich eigentlich schon beschwert? Kommt mir gerade so bekannt vor! Luxus, jedenfalls!)


Vor der Drogerie gab es dann noch diesen alten Weihnachtsbaum. Der steht da jetzt tatsächlich seit Ende Januar und ich meine mich zu erinnern, dass ich damals schon gesagt habe, dass den wohl keiner mehr mitnehmen wird, nachdem die Besitzer den letzten Baumabfuhrtermin verpasst hatten.

Gegenüber auf der anderen Seite der Kreuzung wurde (und wird) derweil fleißig gebuddelt. Der Dönerladen fehlt mir schon irgendwie. Ich bin ja echt gespannt, was die da hin stellen. Wahrscheinlich noch so ein schrecklich modernes Gebäude, das dann auch wieder nicht zu den anderen schrecklich modernen Gebäuden von vor 10, 20 und 30 (etc) Jahren passen wird. Das Dorf wird auch immer seltsamer, können die sich nicht mal auf einen Baustil einigen? Jede Dekade stellen die da ein neues Haus hin und immer passt das nicht zu dem, was links und rechts daneben steht. Gut, aber nicht mein Problem. Ich muss es mir nachher ja nur angucken! ;-) (Können die nicht mal was Fotografenfreundliches machen, so mit eingebauten Motiven? :-D)


Immer, wenn die Magnolien den letzten Geist aufgeben, weiß man: Dieser Frühling ist auch schon wieder vorbei. Und ja, isso. Der Sommer naht mit großen Schritten. Wie man sieht, ich habe mal wieder ein bisschen mehr das 28mm benutzt. Das schleppe ich ständig mit mir rum und habe es trotzdem so selten auf der Sony. Dabei macht das so spannende Bilder. Auch wenn ich es für dieses mal wieder ganz weit über meinen Kopf halten musste, Autofokus sei Dank! ;-)

Und zu Hause hat der Weihnachtskaktus geblüht! Nach Ostern! Eine einzige Blüte. Der ist so alt mittlerweile, der weiß auch nicht mehr, was er tut. Bräuchte dringend mal ein ein bisschen mehr Erde. Den hatten meine Großeltern schon seit, ich weiß nicht, immer! Wie alt werden solche Kakteen? Ewig, nehme ich an, die tun ja nicht viel.


Und das war dieser Dienstag. An viel mehr kann ich mich glücklicherweise auch mittlerweile nicht mehr erinnern. Sonst müsste ich noch mehr schreiben. Aber so ein kleiner Nachsatz mit Tiefgang wäre jetzt sicher angebracht, aber mir fällt nichts mehr ein! ;-)

Mehr Gartenbilder mit der D100 und dem DX 18-55mm Nikkor

1.5.: Nachdem ich vom ersten Mai in Siegburg zurück war, habe ich mich noch ein bisschen in den Garten gesetzt und da fiel mir wieder die D100 ein, die da noch an der Tür hing und das VR DX 18-55mm 1:3.5-5.6 G vorne drauf hatte. Hab ich gedacht, mach noch ein paar Gartenbilder. Die sind mit der Kamera ja auch nicht so riesig. 6 wahnsinnige Megapixel waren mal völlig ausreichend. Und wenn ich es nicht endlich zu einem 4k-Display gebracht hätte, wäre das auch noch immer so. ;-)


Ich bin jedenfalls jedes Mal, wenn ich die wieder auspacke, geschockt, dass die noch immer so einwandfrei funktioniert und selbst mit diesem ja eher langweiligen Kit-Zoom so hervorragende Bilder macht! Das Teil ist jetzt jenseits von 25 Jahren alt und ist in seinem Leben nicht immer gut behandelt worden. Aber die Akkus halten noch (nicht mehr gut, aber sie halten) und auch nach zehntausenden von Auslösungen läuft der Verschluss problemlos! Das einzige, was ja nicht mehr so richtig will, ist das Abblenden. Keine Ahnung, da hat ja mal jemand, der sich damit auskennt, gemeint, das liegt eben an den Akkus, die nicht mehr die Spannung halten können und dann zeigt die Kamera aus Panik "Err" an! Geht ja aber trotzdem noch immer einwandfrei, wenn man sie aus-, wieder einschaltet und dann einmal den Auslöser betätigt. Mal sehen, wie lange das noch so geht. Ich habe jedenfalls noch mal Lust bekommen, die auch so etwas häufiger zu verwenden. War eine gute Kamera damals und ist noch immer eine gute Kamera heute. Sollen die Kiddies mit ihren Smartphones doch hunderte von Megapixeln verballern, die am Ende auch nichts weiter bringen als mehr Sensorrauschen und Kompressionsartefakte. ;-)


Also, wie gesagt, die Kamera genommen und mal den Creepy Clown und die Katze fotografiert. Ersteren hatte ich ja bei der Vorstellung dieses Objektives noch gar nicht dabei gehabt. Und irgendwann muss ich das Teil auch mal an die Z fc adaptieren, mal sehen, wie das da funktioniert. Die hat ja schließlich eine deutlich höhere Auflösung und ich würde gerne wissen, ob das Objektiv das schafft. Oder manuell an der Sony? Und dann mal ein Shootout mit dem äquivalenten Canon? Ich habe nämlich echt den Eindruck, dass das Nikon schärfer und bunter ist, was aber bei der geringen Auflösung der D100 eher schwer zu sagen ist. Hm. Mal sehen.

Das war jedenfalls der Nachmittag. Den Vormittag verarbeite ich gleich als nächstes, der wird ein kleines bisschen länger. Aber das passt schon.