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Kein Wasser in der Talsperre, dafür Algen

9.8.: So, und dann auf dem Heimweg noch kurz an der Talsperre gehalten. Wollte dem Aygo den Berg nicht zumuten, habe also unten geparkt. Außerdem, technically darf man da ja auch gar nicht rauf fahren, da steht ein "Anlieger frei" und ich fürchte, ich liege nicht an. Nicht, dass das irgendwer so streng auslegen würde, denke ich. Aber, eigentlich ist das kein echter Wanderparkplatz, den zu erreichen ich gedenke, sondern gehört dem Wahnbachtalsperrenverband.

So, genug rechtliche Halbseidenes von mir gegeben. Jetzt ein paar Bilder von der leeren Talsperre. Wobei: So leer, wie ich es eigentlich erwartet hätte, war es gar nicht. Ich sag mal: Halb voll! Und das ist bei dem vielen Sonnenschein und der unglaublichen Hitze, die wellen-weise immer und immer wieder über uns hinweg gerollt ist in diesem Sommer, doch recht erstaunlich. Hatte eigentlich damit gerechnet, dass die ersten Ruinen wieder auftauchen würden.


Aber: Die Algen blühen. Ich nehme an, das bedeutet, dass das Wasser mal wieder besonders aufwendig aufbereitet werden muss? Ich weiß nicht, aber ich möchte keine Grünalgen und Cyanos in meinem Trinkwasser haben. Normalerweise sollte das ja nur im "Abklingbecken" ganz am Anfang der Talsperre vorkommen, wo sich die vielen Nährstoffe, die in den Wahnbach geschwemmt werden, sammeln sollen. Aber ich nehme an, weil der auch kaum noch Wasser führt, ist im Vorbecken bestimmt auch kaum noch Wasser drin und das funktioniert nicht mehr ganz so gut, wie es eigentlich geplant war? Ja, ich spekuliere hier wieder wild in der Gegend rum! Wie immer! Kann bitte jemand, der Ahnung von der Materie hat, kommentieren und mich zurechtweisen?! Bitte! Komm, da steh ich drauf! ;-)

Ansonsten mit dem Tele noch ein paar Viecher bei 400mm mit genommen, die trotzdem noch immer viel zu weit weg waren. Die Talsperre ist erstaunlich groß, stelle ich immer wieder fest. Also, von der Fläche her auf jeden Fall. Die Tiefe sieht man von oben ja eher nicht und man weiß das nur, wenn man die mal ganz ohne Wasser gesehen hat. (Gottchen, das ist bald 20 Jahre her! Damals war Traffic noch schmalbandig, die Fotos sind ja winzig! Naja, dann sind es ja nur noch 30 Jahren oder so, bis die das nächste Mal das Wasser komplett ablassen. Mal sehen, was für Kameras wir dann haben oder ob wir gar nicht mehr vor die Tür gehen, weil die KI-Bots uns sonst auffressen! ;-))


Was mich aber mal wieder daran erinnert hat: Ist die Naafbachtalsperre eigentlich noch immer ein Gesprächsthema? Und tatsächlich, die steht wohl noch immer im Plan! Angeblich hauptsächlich wegen Hochwasserschutz, aber ich habe so ein Gefühl, dass - wenn die kommenden Jahre auch so trocken werden, was ja abzusehen ist - dass dann mal jemand die schlaue Idee haben wird, dass man da auch Trinkwasser raus holen kann. Weil, irgendwann reicht die Wahnbachtalsperre vielleicht nicht mehr über einen ganzen Sommer. Ich mein, es ist schon tatsächlich recht wenig Wasser da drin und ich sag mal, in den letzten 10 Jahren war der Pegel in der Hälfte der Jahre ungefähr ähnlich. Noch haben wir keine Vorgaben gehabt, dass man kein Wasser verschwenden soll, aber ich denke, wenn die Bauern demnächst vor vertrockneten Feldern stehen sollte, dann könnte das Thema einer zweiten Talsperre durchaus wieder aktueller werden. Wäre ja schade, das Naafbachtal ist schließlich sehr hübsch und vor allem auch Landschaftsschutzgebiet, aber das Potential wäre hier tatsächlich sehr hoch. Dann muss man sich irgendwann entscheiden: Im Sommer nix mehr zu Trinken haben oder hübsche Landschaft versenken...

Kein Wasser in der Sieg, dafür Gänse

9.8.: Heute Fotos von der Rest-Sieg. Anders kann man diese traurigen Bächlein ja nicht mehr bezeichnen, die einstmals stolze Flüsse waren. Wie im Rhein auch ist in der Sieg ja nichts mehr drin. (Gut, mittlerweile - 18.8. - hat es ja mal geregnet, aber um das alles wieder aufzufüllen, bräuchte es wahrscheinlich zwei Monate Dauerlandregen. Das hatten wir noch nicht und ist auch nicht absehbar.)

Jedenfalls: Ich hatte mich ja vom Flohmarkt am K hier runter geschlichen und dabei das Industriegebiet mit dem 10-Euro-Minolta-Normalzoom unsicher gemacht. Dementsprechend sind hie auch mal wieder einige Bilder dazwischen bzw gerade hier am Anfang, die auch mit diesem schönen, kompakten 35-105/3.5-4.5 gemacht sind. Z.B. die hier von der Einlassschleuse in den Mühlengraben. (War da eigentlich noch Wasser drin? Ich hab jetzt tatsächlich nicht nachgeguckt, aber ich bezweifle es.) Aber danach habe ich recht schnell auf das Tokina 80-400mm gewechselt, das ich eigentlich mehr so zum Spaß dabei hatte, weil cih das länger nicht verwendet habe, nachdem ich das 70-210/4 Minolta abgestaubt habe, das ja Bilder macht, die um Klassen besser sind. Wenn man also nicht unbedingt die vollen 400mm braucht, nehme ich lieber das.


Aber hier gab es Gänse und andere Wasservögel, die darauf warteten, dass es endlich mal wieder ein bisschen Wasser im Fluss gäbe. Und die sind einigermaßen brauchbar raus gekommen. Ich gebe diesem Objektiv ja vielleicht auch ein bisschen unrecht, wenn ich immer drauf rum hacke. Für manche Anwendungsgebiete ist das durchaus brauchbar, es hat halt nicht unbedingt das hübscheste Rendering. Die Farben sind immer ein wenig schwachbrüstig, es hat viel CA und scharf ist es auch nur, wenn man ganz genau zielt. (Ich habe noch immer nicht den Micro-AF-Adjust für dieses Objektiv eingestellt, was glaube ich nötig wäre.)



Das alles resultiert jedenfalls in eigentlich kontrastreichen Szenen in einem gewissen Glow, der aber nicht unbedingt hübsch ist, wie man da bei der Fischtreppe sehen kann. Wenn es aber nur darum geht, die Gänse richtig nah ran zu holen, dann ist es eigentlich perfekt. Und das funktioniert auch ganz gut mit all den anderen Vogel-Viechern, die ich an diesem Tag an der ausgetrockneten Sieg getroffen habe. Die - und die übliche Vorlesung zum Thema Klimawandel - gibt es dann mal wieder im "erweiterten Eintrag". Weil, das wird hier ja jetzt schon wieder ein bisschen viel. Deshalb: KLICK! "Kein Wasser in der Sieg, dafür Gänse" vollständig lesen

Kein Kauf auf dem Siegburger Kaufland-Flohmarkt, dafür das Industriegebiet drumherum

9.8.: Sonntag vor zwei Wochen bald: Flohmarkt in Siegburg. Es sind Sommerferien und dementsprechend wenig los. Das hält mich wie immer nicht davon ab, Fotos zu machen. Viel zu viele Fotos. Bei der Hitze, die wir an dem Tag hatten, war das aber auch nicht so erstaunlich, dass einigermaßen wenige Leute unterwegs waren. Wer will sich schon bei >35° den ganzen Tag in die Sonne stellen, um am Ende doch nichts verkauft zu haben, und das bei den Standpreisen?


Wie man sehen kann: Es war sehr, sehr hell! Mittlerweile haben wir ja tatsächlich Regen gehabt. Tatsächlich regnet es gerade genau in diesem Moment, wo ich das hier tippe! (18.8.) Ich habe mir scheinbar mal wieder sehr viel Zeit gelassen mit meinen Texten. Sind aber auch echt viele Fotos, die ich in letzter Zeit gemacht habe, vor allem seit ich die D700 mit nach Hause genommen habe. Die Bilder hier sind allerdings wie immer, wenn es um Flohmärkte geht, mit der Sony A7 gemacht und dem billigen Minolta Zoom. Weil, wenn das kaputt geht, weil ich wieder irgendwo anecke, nicht soo schade drum.

Aber zum Flohmarkt: Erschreckend wenig Photographica. Das Zeugs, was man da auf der Plane ausgebreitet sieht, ist ja nur der übliche Schrott. Und das ist auch schon recht wenig. Alles schon X-fach gesehen. Da sind die anderen Klamotten interessanter: Das Braille-Tipp-Dings, wie man es sonst nur aus amerikanischen Gerichtsfilmen der Steinzeit kennt, zB. Oder halt eben "Musik" von der WM '78. :-D


Was Kameras angeht: Da war ein Herr, mit dem ich mich länger unterhalten habe, der diese sehr schön erhaltene und voll funktionstüchtige F90X im Angebot hatte. Erbstück. Also wieder ein Fotograf weniger. Ich nehme an, dass er die nicht verkauft bekommen hat. Das Problem mit diesen hervorragenden Kameras aus den 1990ern ist ja, dass sie einfach nicht sexy genug sind für die Retro-Fotografen. Die wollen dann was älteres, mindestens 1980er, besser '70er. Und für den Knipsomaten-Fan ist so eine SLR dann wieder viel zu kompliziert. Dabei ist das so eine geile Kamera! Völlig unterbewertet! Wenn ich nicht schon eine hätte, ich hätte sie glatt mit genommen. Vor allem mit dem Hochkantgriff!

Da der Flohmarkt eher enttäuschend war, habe ich mich nachher noch auf den Weg zur Sieg runter gemacht, um dort zu dokumentieren, dass kein Wasser im Fluss ist. Deswegen gibt es im "erweiterten Eintrag" hauptsächlich erst mal Fotos vom Industriegebiet hinterm Kaufland. Die Bilder von der Sieg hingegen haben einen eigenen Eintrag bekommen. Wer Interesse hat: KLICK! "Kein Kauf auf dem Siegburger Kaufland-Flohmarkt, dafür das Industriegebiet drumherum" vollständig lesen

Kurpark und Siegtal mit dem Rad

8.8.: Hin und wieder kommen wir dann doch mal zum Radfahren. So auch an jenem Samstagnachmittag. Wohin war erst mal egal, einfach nur genießen, dass die Hitze ein bisschen nachgelassen hatte. Also einfach mal in den Kurpark geradelt. mit dabei die Canon 700D. (Es wird jetzt echt kompliziert: Nikon D700, Canon 700D - zwei so ähnliche Modellbezeichnungen, so unterschiedliche Kameras!)

Im Kurpark die Enten begutachtet. Die dösten im abendlichen Schatten vor sich hin. Besser ist das. Der Tümpel, ehemals Kurparkteich, ist auch schon wieder gubbeliger geworden. Da möchte ich auch nicht drauf rum schwimmen, wenn ich Ente wäre.


Problem ist: Manche haben keine Wahl! Die Fische können ja jetzt nicht einfach Beine und Lungen entwickeln und abhauen, egal was der Postillion auch wieder erfindet! ;-) Nebenan traf ich dann noch diesen Schmetterling und ich habe tatsächlich ein einigermaßen scharfes Bild davon hin bekommen. Habe übrigens in letzter Zeit die 700D auch auf automatischem ISO stehen. Das habe ich mir bei der Sony so angewöhnt, weil es echt ganz praktisch ist, wenn man zwischendurch auch mal das längere oder das lange Telezoom drauf macht. Nicht ständig dran rum fummeln müssen. Der Nachteil ist, dass ich im Nachhinein dann immer erst mal nachgucken muss, welche Belichtung bzw Verstärkung das Ding tatsächlich gewählt hat Meistens klappt das aber ganz gut, selbst bei der Consumer-Canon.


Nach dem Kurpark haben wir dann noch einen Abstecher in die Siegauen gemacht und uns da den Reiher an der Sieglinden-Brücke angeschaut. Also, den und noch drei oder vier seiner Kollegen. Und die Rinder, die da auch wieder standen, die ich ja letztens schon dazwischen hatte. Wer also weitere ausgetrocknete Au-Wiesen und den niedrigsten Wasserstand in der Sieg, seit ich hier lebe, sehen will, kann sich den "erweiterten Eintrag" zu Gemüte führen. KLICK! "Kurpark und Siegtal mit dem Rad" vollständig lesen

Auf der Suche nach Eis durch Söven

7.8.: Das heiße Wetter muss auch was gutes haben, zumindest für die hiesigen Eissalons: Ich glaube, wir haben noch nie so oft Eis gegessen. Und vor allem am Automaten mit genommen. Ich weiß ja eigentlich nicht, ob man diese Energieverschwender unterstützen sollte - so ein Kühlschrank mit Glastür zum Reingucken verbraucht bei 35°C ja wahrscheinlich das Äquivalent eines halben Einfamilienhauses -, aber EIS! Und es ist halt praktisch! Nachdem wir sonst immer in der Stadt bei unserem Lieblingseiscafe waren, haben wir gedacht, wir müssten mal in den Automaten oben in Söven rein schauen. Konnten wir ja nicht ahnen, dass das alles nicht die Sorten waren, die uns so vom Hocker reißen, zumindest in den großen Packungsgrößen. (Wenn, dann will man ja auch was davon mit nach Hause nehmen für die nächsten Tage.)


Jedenfalls wurde es schon leicht schattig, als wir uns auf den Weg da hoch gemacht haben. Nicht zu Fuß, leider, dann wäre das Eis auf dem Heimweg dann doch geschmolzen. Also mit dem bösen Verbrenner. Ich warte ja noch immer sehnsüchtig auf das bestellte Elektrofahrzeug, aber das lässt auf sich warten, auch wenn die Presse behauptet, Zwickau wäre nicht ausgelastet. Lügenkresse! ;-) Ja, nee, keine Ahnung, haben die nicht genug chinesische Teile, um schneller zu bauen, oder was? Aber dann ist das ja kein Auslastungs- sondern ein Lieferkettenproblem.

Aber ich spekuliere wieder. Sattdessen: Fotos aus Söven. Hatte das 35-70/2,8 noch auf der D700 und das hier sind die Ergebnisse. Wie immer sind auch die beiden Jesusse dabei, die da rum hängen. Und keins vom Eisautomaten. Sowas, hätte ich ja eigentlich mal festhalten sollen, was die da so hatten. Hauptsächlich Milcheis. Und was mit Schokolade und was mit Nüssen. Ist ja OK, aber Fruchteis gab es ja, wie gesagt, nur in den kleinen Schüsselchen und das war jetzt nicht so das, worauf wir uns eingeschossen hatten.


Deswegen sind wir dann doch noch runter in die Stadt und haben da einen großen Pott Himbeer und einen großen Pott Cookies mit genommen. Ist ja schon ein ziemliche teures Vergnügen. Aber es ist einfach viel, viel, viel zu warm, als dass man ohne Eis auskommen würde. Kühle Getränke bringen einen auf die Dauer auch nur so weit...