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Pilze vom Montag

Da räume ich eben mal meine Digitale auf, eigentlich nur, weil ich auch den Akku mal wieder laden müsste, da fallen mir noch ein paar Bilder vom Montag in die Finger. Weil die mir so gut gefallen, kommen die heute hier ins Blog, statt des Pipeline-Eintrags zum Thema s/w. Macht jetzt auch nix, dass ich eh schon so viele davon rum liegen habe! ;-)

Viel Auswahl habe ich damit heute allerdings nicht zu bieten. Denn eigentlich habe ich nur ein paar Pilze auf dem Friedhof fotografiert. Nur ein paar Efeu-Blüten und das Hunde-Verboten-Schild habe ich ansonsten noch drauf. Aber muss reichen. ;-)


Aber jetzt kommen wir zur Hauptattraktion des Tages: Die Pilze, die direkt am Anfang unter dem Baum stehen. Ist das eigentlich eine Birke? Ich glaube, die ziehen bestimmte Pilzsorten ja magisch an. Und hier haben wir glaube ich einige verschiedene. Ich hab allerdings kleine Ahnung, kann auch alles das Gleiche sein. ;-)


Wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass mindestens einer davon ein Fliegenpilz ist. Der war oben drauf so entsprechend gefärbt. Ansonsten ist mal wieder anzumerken: Ich mag Pilze. Vor allem, weil man da ganz nah ran gehen kann und die nicht weglaufen! ;-) Und bei den Bildern da oben habe ich auch mal wieder ein sehr schönes Bokeh hin bekommen.

Ansonsten wundere ich mich ja schon ein bisschen, dass die den trockenen Sommer so gut überstanden haben. Was so ein bisschen Wasser ausmacht. Hat ja in der letzten Zeit eher reichlich geregnet. Nicht, dass das den Grundwasserstand wieder aufgefüllt hätte, aber immerhin.

Erntedank-Mosaik

Heute mal nur ein ganz kurzer Eintrag, denn zu mehr bin ich gerade mal wieder nicht in der Lage. Wir waren nachmittags in der Stadt und ich habe ganz viele Fotos gemacht. Allerdings mit der analogen Kamera, also müssen für dieses Eintrag die Handy-Fotos herhalten, die ich zusätzlich gemacht habe. Eigentlich waren wir auf der Suche nach Schnürsenkeln in 130cm, die es im ganzen Rhein-Sieg-Kreis nicht zu geben scheint. Das haben wir mit einem kleinen Stadtbummel verbunden und sind dabei auch an der katholischen Kirche vorbei gekommen. Eins muss man den Katholischen ja lasse: Sie haben die hübscheren Kirchen. Sag ich ja immer.


Ich habe den 400er Film in der F50 liegen und selbst mit dem nicht so lichtstarken Tamron-Tele ließen sich da gut Fotos machen. Das Ding ist ja eigentlich gar nicht sooo schlecht, aber manches daran ist halt schon mal wieder gewöhnungsbedürftig, wenn man wie ich jetzt so lange nur noch Festbrennweiten verwendet hat...

Naja, egal. Auf dem Rückweg zum Auto sind wir jedenfalls noch an dieser schwarzen Katze vorbei gekommen, die eine kleine Kiste um ihren Hals gebunden hatte. Wahrscheinlich, damit man sie nach Hause bringen kann, wenn sie sich verläuft. Und nicht ins Tierheim, wie das wohl in letzter Zeit immer wieder passieren soll, wenn man der Fratzenbuchgruppe Glauben schenken darf.


Zuerst hat sie eigentlich ganz interessiert geschaut, aber als dann von der anderen Seite auch noch wer kam, wurde es ihr etwas ungeheuer und sie ist lieber geflüchtet. War schon ein kleines Pummelchen, aber trotzdem niedlich. ;-) So, und morgen gibt es mal wieder einen s/w-Eintrag, die müssen dringend mal weg! Will endlich Fotos vorstellen, die ich selber entwickelt habe. ;-)

Schwarz-weiß und analog, Teil 169: Graurheindorf

Film: Fompan 100 #37, Kamera: Chinon CP-7m, Objektiv: Auto Chinon Multi-Coated 1:2.8 135mm, Mai 2022

Irgendwann im Mai hatte ich mir ja dieses passende Objektiv zu der Chinon-Kamera gekauft: Ein Auto Chinon Multi-Coated 1:2.8 135mm. Dieses musste ich dann ja auch irgendwann mal austesten, was ich mit diesem Film ausgiebig tue. Auf der ganzen Rolle ist glaube ich nur ein einziges Bild, das mit dem 50mm gemacht wurde.

Im Frühsommer war ich mehrfach in Bonn, so auch an diesem Tag im Mai. Geparkt hatte ich unter der Autobahnbrücke in Graurheindorf, wo ich sofort losgelegt habe, indem ich dieses Graffiti mitgenommen habe. (1/125s, f/4.) Wie man sieht, habe ich es geschafft, trotz der relativ langen Zeit für ein 135mm, nicht zu verwackeln. Ist ja nicht unbedingt eines meiner Spezialgebiete, genau so wie die Kamera gerade halten. Ups. ;-) Aber das Bild selber ist doch ganz gut gelungen und zeigt eindrücklich die Schärfe, die man bei diesem Objektiv erwarten kann. Blöd ist, dass da oben ein Wasserfleck auf dem Negativ ist, die könnten echt mal besser arbeiten im Labor! Von den Kratzern mal ganz zu schweigen. Aber das sind andere Probleme, die nichts mit dem Objektiv zu tun haben, über das ich eigentlich schreiben wollte.

Da das Objektiv mit f/2,8 Offenblende ja recht lichtstark ist, musste ich das hier im Schatten natürlich auch direkt mal austesten und habe mir daher das Boot vorgenommen, das dort schon seit gefühlt Jahren geparkt ist. (1/125s, f/2,8.) Der erste Eindruck ist: Offen ist es nicht ganz so scharf wie oben im ersten, bei dem ich eine Blende abgeblendet hatte. Aber das kann durchaus auch an mir liegen, denn ich habe den Eindruck, dass ich ein bisschen zu weit fokussiert hatte, denn der Zaun im Hintergrund ist verdächtig scharf. ;-) Auf der Motiv-Seite macht das Bild schon was her, es könnte nur ein bisschen heller belichtet sein. Und man muss halt auf Müll stehen. :-D


An der Straße stand dann noch ein alter VW Käfer. (1/250s, f/2,8.) Da kann ich ja auch nicht einfach so dran vorbei gehen. Hier habe ich ebenfalls die Offenblende verwendet und siehe da, es scheint mir um einiges schärfer zu sein als das Boot davor. Schön finde ich, dass der Hintergrund recht unscharf geworden ist, obwohl das doch schon eine recht große Entfernung bis zum Käfer war, wohingegen der Abstand zwischen Käfer und Häuserzeile wahrscheinlich nur halb so groß war. Für Arbeiten mit künstlerischer Unschärfe ist das Ding also bestimmt geeignet. Die Unschärfe sieht auch recht gleichmäßig aus, wobei hier auch recht wenig nervöses Gemüse im Hintergrund steht.

Ist das alte AVZ mittlerweile eigentlich abgerissen oder steht es noch? Dies hier könnte jedenfalls eines der letzten Fotos sein, auf denen es noch existiert und vielleicht sogar das letzte auf analogem Film. (1/500s, f/8.) Schon irgendwie schade drum, auch wenn das Ding ja voller PCB steckte. Muss man das eigentlich nachher gesondert entsorgen? Wie viele Jahre habe ich in einem dieser Räume dort oben gesessen und Informatik studiert...? Jedenfalls hat mich das Außentreppenhaus und die Fenster sehr angesprochen, besonders mit dem Baum daneben, der einen gewissen logischen Kontrast bietet: Links die Natur, rechts das Menschenwerk. So weit abgeblendet ist das Bild extrem scharf, es wirkt fast schon unnatürlich scharf. Wenn man Pixelebene hineinzoomt, kann man gut erkennen, wie scharf es wirklich ist. Wiedermal gilt: Das Auflösungsvermögen des Films endet weit vor dem des Objektivs.


Und noch ein phallisch aufragendes Dingsbums, das mittlerweile wahrscheinlich verschwunden ist: Der ehemalige Sprungturm des Schwimmbads. (1/2000s, f/4.) Sehr gutes Bild, bei dem ich nur eine Blende abgeblendet habe, um den oben links ins Bild ragenden Blattbüschel unscharf zu bekommen. Zur Bewertung der Vordergrundunschärfe ist das bisschen allerdings kaum geeignet. Der Rest des Bildes ist so scharf, dass man sogar noch die Maschen im Netz erkennen kann, das oben auf dem 10-Meter-Brett zwischen den Geländerrohren gespannt ist. Cooles Bild mit evtl. sogar historischem Wert, wenn das Teil jetzt abgerissen ist.

Wenn man sich an dieser Stelle umdreht, kann man den Gasspeicher (?) im Graurheindorfer Hafen sehen. (1/2000s, f/4.) Auch hier wollte ich wieder die Auflösung der Details begutachten: Die Geländer und Gitter oben auf dem Speicher, aber auch am linken Rand auf dem Gebäude dort sind durchweg scharf, obwohl ich auch hier nur f/4 verwendet habe. Wieder reicht die kleine Ecke oben rechts aber nicht, um die Vordergrundunschärfe beurteilen zu können. Insgesamt aber ein recht spannendes Foto.


Und dann am Rhein habe ich eine Dame getroffen, die die Raben gefüttert hat, was ich natürlich gleich genutzt habe, um Fotos zu machen. (Beide 1/500s, f/4.) Im ersten hat er leider genau in dem Moment nach dem Futter gepickt, als ich auf den Auslöser gedrückt habe, weswegen ich das zweite direkt hinterher geschickt habe. Ich handle aber einfach beide gemeinsam ab, sind schließlich nur Sekunden nacheinander entstanden. Die Hintergrundunschärfe ist auch auf diese Entfernung sehr schön und trotz des dieses Mal sehr viel unruhigeren, blättrigen Hintergrunds nicht zu nervös. Für Blendenbälle hat es aber auf diese Entfernung noch nicht wirklich gereicht. Dass das Objektiv scharf ist, haben wir ja in den Bildern vorher schen abgehakt, das werde ich jetzt im weiteren nur noch erwähnen, wenn es besonders erwähnenswert ist. ;-)

Die Rutsche auf dem Spielplatz am Rhein ist glaube ich etwas über. (1/1000s, f/2,8.) Ich habe mir bei diesem Film leider noch nicht mit aufgeschrieben, ob ich ein Bild manuell oder automatisch belichtet habe, ich gehe aber davon aus, dass ich hier die Zeit-Automatik an hatte, wie das meistens der Fall ist. Hat die Kamera wohl eher für den Hintergrund gemessen. Dafür sind die schattigen Bäume im Hintergrund auch entsprechend gut ausgeleuchtet, wie ich es vom Foma eigentlich normalerweise nicht gewohnt bin. Vielleicht sollte ich den doch mal immer eine Drittelblende überbelichten, das habe ich jetzt glaube ich schon öfter gesagt. Einfach nur, um es mal zu testen.


Das Schiff habe ich aus der anderen Richtung fotografiert, dementsprechend ist es nicht ganz so krass im Sonnenlicht. (1/1000s, f/4.) Die Rutsche hat im Vergleich aber auch wirklich stark reflektiert - umso erstaunlicher dass die Kamera eher langsam belichtet hat. Ich glaube, ich bin da meine Nikon gewohnt, die ja eher vorsichtig vorgeht und im Zweifel lieber etwas unterbelichtet. Aber zurück zum Schiff: Das macht sich da am Rhein wirklich ganz hervorragend. Der Fluss ist gerade noch so ein bisschen unscharf. Hätte ruhig auf f/2,8 öffnen können, dann wäre der Effekt noch besser geworden. Wie weit der Tiefeschärfe-Bereich reicht, sieht man ja am Schaukelpferd links im Bild, das schon einige Meter weiter hinten steht aber praktisch noch immer scharf ist. Dafür kann man hier jetzt mal die Vordergrundunschärfe besser beurteilen, als in den Bildern weiter oben, und die ist... erstaunlich OK. Müsste mal ein Bild mit ganz viel Vordergrund finden, um das abschließend zu beurteilen, aber das sieht durchaus brauchbar aus. Habe bessere gesehen, aber das ist durchaus akzeptabel.

Erstes Fazit: Solides Portrait-Tele (das ich zu diesem Zweck noch gar nicht eingesetzt habe). Warum Chinon nicht so einen guten Ruf wie die anderen PK-Objektivhersteller hat, kann ich mir nicht ganz erklären. Sowohl dieses 135mm als auch das 50er, das ich sonst immer benutze, sind einwandfrei für die Preisklasse. Das wird wahrscheinlich der Grund sein: Es sind eben nicht die teuersten gewesen, sind jetzt teilweise richtig billig, und haben einfach nicht den Ruf "echter" Pentax-Optiken. Da ich keine solche besitze, kann ich keinen direkten Vergleich anstellen, aber was nicht ist, kann ja noch werden. (Suche ja noch immer nach einer ME Super, aber die Dinger sind leider selbst im abgenudelt-aber-funktionierenden Zustand zu teuer für meine Budgetvorstellungen. Muss schließlich auch die Filme Bezahlen, die da rein kommen! ;-))

Kentemere 100 in Adonal

Nachdem ich ja jetzt ein bisschen Übung im Einspulen und Entwickeln habe, hatte ich letztes Wochenende beim kleinen TR-Meeting die OM-10 mal mit einem etwas besseren Kentmere 100 geladen. Das Wetter war eigentlich für einen 100er etwas zu schlecht, aber ich hab es einfach mal versucht. Das Ergebnis war, dass ich 35 Bilder oder so in einem Rutsch durch verschossen habe und am Ende nur zwei übrig hatte. Ist mir auch schon lange nicht mehr passiert: Einen ganze Film in einem Rutsch durch belichtet.

Entwickelt habe ich ihn dann am letzten Montag in der üblichen Suppe: Adonal 1+50 für 15 Minuten mit leichter Rotation für 10 Sekunden alle 60 Sekunden. Stoppen/Spülen mit klarem Wasser und Fixen in Adofix 1+5 für 3 Minuten.


Das Ergebnis habe ich dann im Bad zum trocknen aufgehängt. Im hellen Licht dort sah das erstmal gar nicht so schlecht aus: Kontrast ist gut, aber so richtig beurteilen kann man das ja erst, wenn man den Scanner drauf ansetzt. Die Handy-Bilder sagen ja nicht viel aus:


Deswegen habe ich dann auch gleich mal die Negative in den Scanner eingespannt und das Ergebnis ist dann doch sehr interessant: Die ersten beiden Bilder sind die letzten beiden auf dem Film, die eh zu nichts anderem passen. Die sind in St. Augustin bei einigermaßen brauchbarem Wetter entstanden. Das erste zeigt einen Karmann Ghia, ein echtes Vintage Car, das zweite ein Klettergrüst. (Beide 1/500s, f/4, Zuiko 50mm.)

Im Gegensatz zum letzten Mal muss ich wohl nicht mal die Original-Scans vorzeigen, um das Korn zu sehen. Der Kentmere mag Adonal offenbar überhaupt nicht leiden! So grobes Korn erwarte ich bei einem 400er Film, nicht bei einem 100er. Zudem ist er etwas kontrastarm bis milchig, aber das kann auch am Fixierer liegen, der war jetzt schon ein bisschen durch. (Habe den mittlerweile glaube ich etwas zu oft benutzt, hatte ja nur 300ml angesetzt, für meine Tests. Jetzt beim dritten Mal hätte ich ihn wohl eher 4 oder gar 5 Minuten wirken lassen sollen.)


Schon extrem. Hier zum Vergleich ein Bild aus dem Sommer, mit der OM-2 aufgenommen und vom Labor entwickeln lassen. (Ich habe dieses Ausgewählt, weil ich hier das gleiche Objektiv verwendet habe, das Zuiko 50mm f1.8.) Gut, da war es auch sehr viel klareres Wetter, viel weniger Streulicht, aber das kann nur den Kontrast erklären, nicht das sehr viel weichere Korn. Ich mein, das grobe Korn da oben ist ja vielleicht künstlerisch wertvoll, aber mit so viel hatte ich echt nicht gerechnet. Aber Adonal/Rodinal ist ja offenbar bekannt dafür, kräftig zu kornen.


Fazit: Ich habe mal anderen Entwickler bestellt. Und zwar habe ich einmal den Standard D76 von Kodak gekauft. Und außerdem eine Tüte Microphen von Ilford, den ich auch als erstes testen werde, denn ich habe ja noch immer den Delta 3200 rumliegen; der ist mittlerweile dann doch mal voll geworden und wartet jetzt auf seine Entwicklung. Bin gespannt, wann das Paket kommt, damit ich das testen kann.

Schwarz-weiß und analog, Teil 168: Restfotos aus der defekten Kamera

Film: Fompan 100 #36, Kamera: Porst CR-5 computer (defekt), Objektiv: Porst Color Reflex 1:1.6/50mm, Juni 2022

Wie gesagt, zwischendurch wurde es mit den verlorengegangenen Bildern ganz schlimm. Deswegen lohnte sich die thematische Sortierung jetzt irgendwie mehr als eine nach Aufnahmezeit ausgerichtete.

Diese Stahlseilverspannungen, die die Telefon-Masten aufrecht halten, ziehen mich ja immer magisch an, ich weiß auch nicht wieso. (1/1000s, f/4.) Dieses hier habe ich bestimmt auch nicht zu ersten Mal fotografiert, aber dafür ist es dieses mal sehr schön von einer einigermaßen tief stehenden Sonne angeleuchtet worden. Hebt sich jedenfalls gut gegen den Hintergrund ab. Interessantes Bild.

Als ich dann in der Stadt angekommen bin, habe ich mal das alte Schild fotografiert, dass sich gerade voll in der Morgensonne befand. (1/250s, 1/8.) Genauso retro, wie die Kamera, die ich verwendet habe. Aber ich fürchte, in funktionstüchtigerem Zustand. ;-) Gut, bei einer Leuchtreklame auch nicht so kompliziert, da muss man höchstens mal hin und wieder die Lampe tauschen. Schön finde ich aber auch die anderen beiden Schilder im Hintergrund: Bushaltestelle und Wahlplakat sind bei f/8 noch sehr scharf. So man denn den Herrn Wüst scharf findet, das überlasse ich dem geneigten Leser, das auszuknobeln! :-D


Beim Möbelhaus war gerade eine Ausstellung von Gartenmöbeln draußen auf dem Parkplatz und da habe ich dann auch zugeschlagen. (1/500s, f/4.) Sehr einladend, der Stuhl. Überhaupt finde ich auch dieses Bild ganz gut gelungen. Vor allem das Blumenbeetbett im Hintergrund... Witzig.

An dem Zaunpfosten mit dem Stacheldraht dran konnte ich natürlich mal wieder nicht vorbei gehen. (1/500s, f/8.) Kann es sein, dass da doch ein kleines Lichtleck in der Rückwand ist, das man nur bei einem ganz bestimmten Lichteinfall sehen kann, oder was ist das da rechts am Rand? Ist jedenfalls an einer ähnlichen Stelle wie bei Foto #19, nur nicht ganz so ausgeprägt. Das Bild selber finde ich extrem gut gelungen. Ich liebe diese technisch-martialische Kombination aus Stacheldraht und Stahl ja sehr. Besonders bei weit geschlossener Blende. Und ich hätte mal die Fussel wegretouchieren sollen. Warum habe ich eigentlich in Foma-Filmen immer besonders viele Fusseln drin?

Die weiße Hand Sarumans habe ich dann auch noch gesehen! (1/60s, f/f.) Da fragt man sich, ob hinter dem Laternenmast ein kleiner Ork sitzt und nur drauf wartet, um einem in den Rücken zu fallen! ;-) Ansonsten ist das Bild leider einigermaßen langweilig. Oder stressig. Wie man es sieht. Das Gras rechts passt jedenfalls nicht so gut zu der weißen Betonmauer links. Witzige Idee, aber leider keine Zigarre.


Der Licht-/Schattenwurf auf dem Reifen unter dem gelochten Metall hingegen ist richtig gut geworden! (1/250s, f/4.) Einfach nur ein faszinierendes Foto, das man ruhig mal ein bisschen auf sich wirken lassen kann.

Genauso geht es mir mit diesem Fenster. (1/250s, f/1,6.) Wieder bin ich fasziniert von der erreichbaren Schärfe bei Offenblende, da macht es kaum einen Unterschied, ob ich abblende oder nicht. Und die Licht-/Schatten-Wirkung ist auch ganz gut geworden. Das Fenster selber ist leider etwas sehr dunkel, ich hatte gehofft, dass mehr Reflexionen der umgebenen Bäume und Blätter zu sehen wären. Da ist der Foma aber im unteren Bereich wieder nicht empfindlich genug. Aber insgesamt ein gelungenes Bild.


Und ganz am Ende noch ein Bild der Schmalspurbahn im Pleistal, die da in ihrem Käfig gefangen ist und an bessere Zeiten zurückdenkt. (1/125s, f/1.6.) Sehr interessantes Bild mit faszinierender Hintergrundunschärfe. Offenblende mit diesem Objektiv hat was. Mehr brauche ich glaube ich nicht zu sagen, es ist ja bekannt, dass ich ein Bokeh-Fanatiker bin. ;-)

Was uns zum endgültigen Fazit bringt: Ich finde es extrem schade, dass die Kamera leider nicht mehr so läuft, wie sie es sollte. Gerade die schnellen Zeiten fehlen doch sehr, um die unglaubliche Schärfe bei offenen Blenden, die dieses Objektiv bietet, ausnutzen zu können. Muss wirklich ernsthaft über eine Reparatur nachdenken. Wenn es wirklich nur die Kondensatiren sind, die kann ich ja vielleicht selber tauschen, wenn ich was passendes finde. Wenn es aber doch was Mechanisches ist... Ich frage mich, wie viele tolle Shots auf diesem Film nichts geworden sind, weil die Technik mich im Stich gelassen hat.