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Laden eines Sony NP-FR1 mit einem Ansmann Powerline Vario X

Ebay sei Dank, das bestellte universelle Ladegerät ist schon da! Das ging schnell, obwohl es nur die normale Post war. Und was ist es: Ein gebrauchtes Ansmann Powerline Vario X. Wenn das das Haus abbrennt, weiß ich wenigstens, an wen ich mich wenden muss, denn es hat eine deutsche Adresse im Booklet! ;-) Echt, der einzige Grund, der gegen eines von den (wahrscheinlich sehr ähnlich bis gleich gebauten China-Teilen sprach: Wenn es abfackelt, weiß ich, dass ich wen verklagen kann! :-D

Man sieht: Ich vertraue dieser Technik nicht wirklich! Ich mein: Das Ding ist wirklich "universal" universal! Soll heißen: Polung und Spannung werden automatisch erkannt. Wie? Ich weiß es nicht. Ich habe es erstmal mit dem Messgerät überprüft. Scheinbar schickt es eine Wechselspannung in den Akku und überprüft dann, welche Welle wie stark zurück kommt? Keine Ahnung. Magie!


Jedenfalls habe ich dann direkt mal den NP-FR1 aus der Sony DSC P200 eingelegt und... nix! Joah. Das Ding ist so tief entladen, dass es scheinbar auf die Identifikations-Versuche der Ladeelektronik nicht mehr antwortet. Gut, ich hatte ja schon festgestellt, dass die Restspannung im Akku irgendwo so im Millivolt-Bereich liegt und ja, das ist teifstentladen. Sollte man auch einem Li-Ion-Akku nicht antun. (Davon abgesehen, dass die Anzeige im Messgerät bei so geringen Spannungen auch einfach falsch sein kann. Millivolt produzieren schon meine gestressten Nerven und was weiß ich, was die LED-Lampe über mir so abstrahlt!)

Also, was tun? Logisch schließend ging ich davon aus, dass der Akku zumindest die normale Abschalt-Restspannung haben sollte, damit das Ladegerät ihn überhaupt als solchen erkennt. Also habe ich mir was zusammen macgyvert: Das Li-Ion-Ladegerät für die CR2 genommen, ein bisschen Kabel, das ich hier eh abisoliert rum liegen hatte, da rein gefummelt, das ganze mit dem Messgerät verbunden und erst mal Spannung gemessen: 3,66V kommen da raus. Das klingt korrekt. Dann mit den beiden Messgerät-Sonden ran an die Akkukontakte, Augen zu und durch! (Vorher mit Edding die Plus- und Minus-Kontakte extra auf der Rückseite auch noch markiert, damit es da auf keinen Fall zu Verwechselungen kommt!) Erst Mal nur ganz kurz und den Ausschlag des Messgeräts beachtet, welches bei Kontakt von 3,6 auf unter 3,1 Volt fiel. Also irgendein Strom geht da rein in den Akku. Das ganze zwei, drei Mal wiederholt und sowohl die Temperatur von Akku und Ladegerät unter Kontrolle gehalten. Wie gesagt, ich habe mir jetzt kein "teures" Ladegerät gekauft, um dann selber die Bude abzufackeln! (LIEBE KINDER: NICHT NACHMACHEN! AKKUS BRENNEN UND EXPLODIEREN, WENN SIE FALSCH BEHANDELT WERDEN!) Nach etwa einer halben Minute zeigte das Ladegerät dann schon 3,15V an, nach zwei war die Spannung auf 3,2V gestiegen und auch, wenn ich die Steckdosenleiste abgestellt habe, blieb die Spannung, die der Akku jetzt abgab, einigermaßen stabil. An dieser Stelle schnell in das Ansmann-Gerät eingelegt und siehe da: Akku erkannt, wird geladen!


Jetzt bin ich mal gespannt, ob es auch irgendwann fertig wird. Das blink jetzt seit über einer Stunde vor sich hin, erst so 10 Minuten bei 25%, dann 20 bei 50% und jetzt eine halbe Stunde bei 75%. Sollte also langsam fertig werden. Die Verpackung verspricht, 2-3 Stunden für einen 1.000 mAh Akku, 6-7 für einen 3.000er. Auf dem Akku stehen 4,4Wh bei 3,6V, also was? 1.200 mAh? Sollte also in drei Stunden fertig werden. Ob der nach dieser langen Zeit der Tiefentladung überhaupt noch eine Spannung hält und Strom abgibt ist eine andere Frage. Genau so, ob die Kamera überhaupt noch funktioniert. Ich werde berichten! To be continued... ;-)