Philips BDP5180/12 Notauswurf
Es begab sich aber zu der Zeit, da mein Lieblingscousin M mit mir mal wieder einen Podcast aufnehmen wollte, aber die Firma Netflix ihre Version der TNG-Episoden aus dem Programm nehmen musste, weil Paramount. (Muss ich mehr sagen? Wie eine Firma mit einem solchen Portfolio an IP so ein großer Haufen Kackmist sein kann, das frage ich mich ja schon seit bald einem Vierteljahrhundert! Das Streaming-Gemüse von denen ist meiner Meinung nach nur der letzte Strohalm!)
Jedenfalls. Ich wollte mich eigentlich gar nicht über die Nasen im amerikanischen Syndicated-TV-Business aufregen, sondern davon erzählen, dass der P, so nett wie er ist, mir seine italienischen Blu-Ray-Discs ausgeliehen hat! Weil, im Gegensatz zu Paramount ist der nett!
Nur, wie spielt man sowas noch mal ab? Diese ganze Streaming-Scheiße ist ja so fürchterbar convenient! Also mal den Blu-Ray-Player von Philips an den Strom angeschlossen, von dem er jetzt bald 10 Jahre getrennt war. Ich mein, das Ding haben wir als Dreingabe zum Fernseher bekommen, insofern, ja, es spielt Disks ab, auch brav in diversen Formaten, und es kann auch sowas wie "online" (Mediatheken und sowas), aber. Total veraltet nach 15 Jahren. Achso, ja, es handelt sich übrigens um einen Philips BDP5180/12, falls ich das noch nicht gesagt haben sollte.
Natürlich geht nach (n+1) Jahren die Schublade nicht mehr auf. Ich vermutete, wie man das so tut, das Gummiband der Schublade. Weil, die leiern ja immer aus. Noch kein Gerät gesehen, bei dem der Riemen nicht früher oder später schlaff in der Gegend rum hängt oder - noch schlimmer - zu matschigem Schlodder degradiert ist. Keine Ahnung, was in dem Gummi drin ist, dass sich das immer so verflüssigt. Der Motor lief jedenfalls und machte brummelige Geräusche.
Also den Schraubenzieher gezückt und die Kiste mal auf gemacht. Das Laufwerk ist allerdings ein komplett versiegeltes Modul, in das man so erstmal nicht rein gucken kann. Also das Bit an der Spitze meines Schraubenziehers gewechselt und versucht, den Deckel ab zu schrauben. Ja, nein, das geht nur ab, wenn man das Laufwerk vorher aus dem Gehäuse holt. Also die anderen Schrauben am Boden auch gezogen. Aber, die Zierleiste verhindert, dass man das Laufwerk da raus kriegt! Weil! Also hin und her gefummelt und mit den Fingern unten drunter was gespürt und siehe da: Auf der Unterseite ist ein Auswurf-Mechanismus! Jetzt weiß ich auch, wofür der Schlitz in der Bodenplatte des Gehäuses ist! Das muss einem doch mal einer sagen! Hätten die da nicht wenigstens so ein kleines Schildchen hin kleben können: "Emergency Eject"? Echt jetzt! Nach den Jahren hat doch keiner mehr die Bedienungsanleitung griffbereit!
Jedenfalls habe ich diesen Notauswurf dann mal betätigt und zack, kam auch die Schublade raus. Es scheint, dass die Zierleiste am Laufwerk sich im Gehäuseplastik verhakt gehabt und dadurch, dass ich das Laufwerk schon halb demontiert hatte, hatte sich das gelöst. Ich nehme an, dass sich das Plastik mit den Jahren anders ausgedehnt hat oder irgendwas anderes geschrumpft ist. Ich hab sie jetzt jedenfalls ab gemacht. Ist der gleiche Clip-Mechanismus wie an einem PC-Laufwerk. (Wahrscheinlich, wenn ich es weiter auseinander genommen hätte, hätte ich bestimmt herausgefunden, dass das auch einfach ein PC-Laufwerk ist. Stink normales SATA, gehe ich mal von aus, nur mit einem seltsamen Kabel-Gemüse dran. Aber nagelt mich nicht drauf fest. Dafür hätte ich mal unter die unten am Laufwerk angenagelten Zusatzplatine gucken müssen, die wohl für die Übersetzung zuständig ist.
Nachdem ich jedenfalls die Zierleiste von der Schublade abgeclippt hatte, ging das Laufwerk wieder einwandfrei auf und zu. Ich lass die jetzt also erst mal ab, auch auf die Gefahr hin, dass dann mehr Staub in das Gerät eindringt. Die schließt nämlich tatsächlich sehr dicht und fest ab, was ich so nicht gedacht hätte. Aber da es in dem Gehäuse selbst sehr sauber und unstaubig aussieht, da das Ding ja normalerweise in einem verschlossenen Schrank steht, der nur im Betrieb geöffnet wird, wegen der Belüftung, gehe ich dieses Risiko mal ein.
So, und das war diese Reparatur, die ich wahrscheinlich komplizierter gemacht habe, als sie sein musste. Was mich ansonsten noch interessieren würde: Was ist denn das für ein Einplatinen-Computer, der das ganze antreibt? Weil, da ist ja mal ein recht fetter Kühlkörper auf der CPU. Ich nehme an, irgendein ARM-Chip? Zwei kleine RAM-Chips sind jedenfalls nebenan, einen Ethernet-PHY konnte ich auch identifizieren. Einer von den anderen größeren Chips wird dann der Flash-Speicher sein, auf dem ein kleines Linux rumliegt, gehe ich jedenfalls von aus - der Fernseher läuft ja auch mit 'nem Pinguin-Kernel.
Aber auch die zweite Platine mit dem Netzteil finde ich einigermaßen interessant: Ein ziemlich fetter Induktor auf der 220V-Seite, diverse Filter-Kondensatoren - ist das einer von diesen Refas, die bei den YouTubern immer explodieren? - und recht kleine Gleichrichter-Dioden (auf der 220V-Seite? Wofür?). Der Trafo scheint mir hingegen relativ klein zu sein, während die Dioden auf der Niedervolt-Seite ziemlich fett aussehen! Aber nur drei? Irgendwas ist hier anders, als ich es erwarten würde! Egal. Ich habe das Gehäuse jedenfalls nicht ganz umsonst geöffnet, denn so konnte ich kontrollieren, dass die Kondensatoren alle noch gut aussehen. Ich würde davon ausgehen, dass das Teil ewig läuft, wenn nicht irgendwann der Laser vom Laufwerk ausgenudelt ist.
Jedenfalls. Ich wollte mich eigentlich gar nicht über die Nasen im amerikanischen Syndicated-TV-Business aufregen, sondern davon erzählen, dass der P, so nett wie er ist, mir seine italienischen Blu-Ray-Discs ausgeliehen hat! Weil, im Gegensatz zu Paramount ist der nett!
Natürlich geht nach (n+1) Jahren die Schublade nicht mehr auf. Ich vermutete, wie man das so tut, das Gummiband der Schublade. Weil, die leiern ja immer aus. Noch kein Gerät gesehen, bei dem der Riemen nicht früher oder später schlaff in der Gegend rum hängt oder - noch schlimmer - zu matschigem Schlodder degradiert ist. Keine Ahnung, was in dem Gummi drin ist, dass sich das immer so verflüssigt. Der Motor lief jedenfalls und machte brummelige Geräusche.
Also den Schraubenzieher gezückt und die Kiste mal auf gemacht. Das Laufwerk ist allerdings ein komplett versiegeltes Modul, in das man so erstmal nicht rein gucken kann. Also das Bit an der Spitze meines Schraubenziehers gewechselt und versucht, den Deckel ab zu schrauben. Ja, nein, das geht nur ab, wenn man das Laufwerk vorher aus dem Gehäuse holt. Also die anderen Schrauben am Boden auch gezogen. Aber, die Zierleiste verhindert, dass man das Laufwerk da raus kriegt! Weil! Also hin und her gefummelt und mit den Fingern unten drunter was gespürt und siehe da: Auf der Unterseite ist ein Auswurf-Mechanismus! Jetzt weiß ich auch, wofür der Schlitz in der Bodenplatte des Gehäuses ist! Das muss einem doch mal einer sagen! Hätten die da nicht wenigstens so ein kleines Schildchen hin kleben können: "Emergency Eject"? Echt jetzt! Nach den Jahren hat doch keiner mehr die Bedienungsanleitung griffbereit!
Jedenfalls habe ich diesen Notauswurf dann mal betätigt und zack, kam auch die Schublade raus. Es scheint, dass die Zierleiste am Laufwerk sich im Gehäuseplastik verhakt gehabt und dadurch, dass ich das Laufwerk schon halb demontiert hatte, hatte sich das gelöst. Ich nehme an, dass sich das Plastik mit den Jahren anders ausgedehnt hat oder irgendwas anderes geschrumpft ist. Ich hab sie jetzt jedenfalls ab gemacht. Ist der gleiche Clip-Mechanismus wie an einem PC-Laufwerk. (Wahrscheinlich, wenn ich es weiter auseinander genommen hätte, hätte ich bestimmt herausgefunden, dass das auch einfach ein PC-Laufwerk ist. Stink normales SATA, gehe ich mal von aus, nur mit einem seltsamen Kabel-Gemüse dran. Aber nagelt mich nicht drauf fest. Dafür hätte ich mal unter die unten am Laufwerk angenagelten Zusatzplatine gucken müssen, die wohl für die Übersetzung zuständig ist.
Nachdem ich jedenfalls die Zierleiste von der Schublade abgeclippt hatte, ging das Laufwerk wieder einwandfrei auf und zu. Ich lass die jetzt also erst mal ab, auch auf die Gefahr hin, dass dann mehr Staub in das Gerät eindringt. Die schließt nämlich tatsächlich sehr dicht und fest ab, was ich so nicht gedacht hätte. Aber da es in dem Gehäuse selbst sehr sauber und unstaubig aussieht, da das Ding ja normalerweise in einem verschlossenen Schrank steht, der nur im Betrieb geöffnet wird, wegen der Belüftung, gehe ich dieses Risiko mal ein.
So, und das war diese Reparatur, die ich wahrscheinlich komplizierter gemacht habe, als sie sein musste. Was mich ansonsten noch interessieren würde: Was ist denn das für ein Einplatinen-Computer, der das ganze antreibt? Weil, da ist ja mal ein recht fetter Kühlkörper auf der CPU. Ich nehme an, irgendein ARM-Chip? Zwei kleine RAM-Chips sind jedenfalls nebenan, einen Ethernet-PHY konnte ich auch identifizieren. Einer von den anderen größeren Chips wird dann der Flash-Speicher sein, auf dem ein kleines Linux rumliegt, gehe ich jedenfalls von aus - der Fernseher läuft ja auch mit 'nem Pinguin-Kernel.
Aber auch die zweite Platine mit dem Netzteil finde ich einigermaßen interessant: Ein ziemlich fetter Induktor auf der 220V-Seite, diverse Filter-Kondensatoren - ist das einer von diesen Refas, die bei den YouTubern immer explodieren? - und recht kleine Gleichrichter-Dioden (auf der 220V-Seite? Wofür?). Der Trafo scheint mir hingegen relativ klein zu sein, während die Dioden auf der Niedervolt-Seite ziemlich fett aussehen! Aber nur drei? Irgendwas ist hier anders, als ich es erwarten würde! Egal. Ich habe das Gehäuse jedenfalls nicht ganz umsonst geöffnet, denn so konnte ich kontrollieren, dass die Kondensatoren alle noch gut aussehen. Ich würde davon ausgehen, dass das Teil ewig läuft, wenn nicht irgendwann der Laser vom Laufwerk ausgenudelt ist.







