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Nikon F90X

So, dann will ich mal die Kamera vorstellen, die daran schuld ist, dass ich jetzt auch dieses fürchterliche Hanimex-Objektiv besitze: Eine Nikon F90X. Ich bin ja schon länger auf der Suche nach einer F100, aber die Dinger sind einfach viel zu teuer. Ist ja immer so, wenn man das letzte haben möchte, das es in einer Epoche zu bekommen gab, seien es jetzt Autos, CPUs oder eben Kameras.

Aber die F90x ist ein guter Kompromiss: Ich habe mitsamt des Objektives nur etwa ein Fünftel dessen bezahlt, was mich ein F100 Body alleine kosten würde. Und vom Funktionsumfang her ist die F90x nicht wirklich schlechter, handelt es sich doch schließlich um den direkten Vorgänger, der noch bis in die 2000er Jahre hinein gebaut wurde. In diesem Prosumer-Bereich unterscheiden sich die Kameras eh kaum voneinander. Meist handelte es sich ja nur um sowas wie Modellpflege, wenn wieder eine neue Nummer raus kam. Nicht so wie heutzutage, wo tatsächlich eine neue Nummer auch ein größerer oder empfindlicherer Sensor bedeutet. Der größte Unterschied ist wohl, dass die F100 besser mit neueren G-Objektiven umgehen kann, da sie zwei Einstellräder besitzt - man kann also auch den manuellen Modus und die Zeitautomatik verwenden, was bei der F90(x) nicht möglich ist. Zugegeben, das wäre tatsächlich ein Grund, eine F100 zu kaufen, aber ich tendiere ja eh eher zu alten AF- oder AI-Objektiven mit Blendenring. Dafür ist die F90x gut gerüstet.


Wenn man sich die von mir erstandene Kombination vom Kosten-Nutzen-Standpunkt aus anschaut, muss man schon zugeben: Das Objektiv ist jetzt wirklich nicht zu viel zu gebrauchen, aber alleine wegen seines Rufs als schlimmstes Verbrechen gegen die Götter der Optik, das es je gab, ist es schon wieder irgendwie was wert. Also, zumindest würde ich es bei ehBlöd auch wieder für etwa 30 Euro los werden, dann hätte ich die Kamera praktisch für 'n 10er bekommen, plus Versand. Da sag ich nicht nein.

Aber eigentlich wollte ich über die Kamera selbst reden. Deren innere Werte im Speziellen. Da wäre vorweg die unglaubliche Geschwindigkeit zu nennen, mit der dieses Gerät auslösen kann: Die kürzeste Zeit liegt bei 1/8000s. Das ist definitiv schon im Bereich dessen, was sonst nur Profi-Kameras schaffen und eine Blendenstufe schneller als meine D610! (Die ist ja auch nur im fortgeschrittenen Amateur-Bereich angesiedelt; das äquivalente Prosumer-Gerät wäre damals die D800/810 gewesen.) Ansonsten kommt sie mit allem möglichen Schnick-Schnack daher, beginnend mit solch unwichtigen Dingen wie diverse Automatik-Programme - die Nikon-typisch eher schwer zu erreichen sind - bis hin zu praktischen Features wie einer eingebauten Okular-Verdunklung für Stativ-Aufnahmen.


Ansonsten steht die Ausstattung einer modernen DSLR in nichts nach. Meine D100 hatte ungefähr den gleichen Umfang an Schnickschnack, vielleicht sogar eher etwas weniger. Der Autofokus ist extrem schnell und präzise (für die Zeit), sowohl bei den "normalen" AF-Objektiven als auch an meinem 50mm G, an dem es im Gegensatz zur F601 oder der F50 tadellos funktioniert. Probleme hatte ich bisher nur an einem mäßig hellen, winterbedeckten Tag, als ich eine weiße Kirchenwand mit dem 20mm fotografieren wollte. Da hat der Autofokus einfach eine Kontrastecke gefunden, um sich richtig einstellen zu können. Aber dafür gibt es ja noch immer den manuellen Fokus-Modus.

Wie bereits erwähnt, ist die größte Einschränkung, dass ich G-Objektive nicht in den Modi A und M verwenden kann, sondern auf S oder die verschiedenen Programme angewiesen bin. Ich habe bei meinem Testfilm daher - ganz uncharakteristisch für mich - mal einige der diversen Ps durchgetestet, aber meistens zusätzlich die gute, alte Programmverschiebung verwendet, um mich nicht vollends den Vorstellungen der Nikon-Programmierer der 1990er auszuliefern! ;-) Das funktioniert erstaunlich gut und die Bilder, die das 50mm G auf Film macht, geben mir recht: Super Klasse! An der F601 hat das ja auch mit Tricks nie so richtig zu meiner Zufriedenheit funktionieren wollen.

Der allergrößte Vorteil ist ja eh mal wieder, dass ich alle meine vorhandenen Nikon F Objektive verwenden kann: Praktisch alles, was seit 1977 gebaut wurde, geht einfach so - auch wenn man auf 3D-Matrixmessung verzichten mus, was aber meiner Meinung nach nur eine kleine Einschränkung darstellt. Was besagte AI-Objektive angeht, da habe ich ja mittlerweile so einiges angesammelt. Ältere, Non-AI-Objektive gehen hingegen leider nicht einfach so, die müssten erst umgebaut werden. Habe ich aber noch immer keins; das Nikkor 55mm f/1.2 ist ja leider unbezahlbar, so ab 200 Euro aufwärts! Wer will mich sponsorn? :-D


Aber zurück zur Kamera: Die ist zwar nicht mehr die neueste und hat auch einige Schrammen, aber ich suche ja grundsätzlich nicht unbedingt was schönes, sondern was benutzbares und vor allem billiges! ;-) Nach Inspektion der wenigen Dichtungen, die die Nikons dieser Zeit ja überhaupt haben, und einem kurzen Test mit meinem üblichen belichteten Film, um den Transport zu testen, habe ich direkt mal einen Film eingelegt und innerhalb eines Spaziergangs übers Dorf voll gemacht. Man kann also mit Fug und Recht behaubten: Fotografieren mit dem Gerät macht Spaß!

Und die Bilder sehen erwartungsgemäß genial aus, denn Nikon-Glas gehört noch immer zu dem Besten, was ich kenne. Das ist einfach so, fürchte ich. Selbst das alte 200mm AI-Nikkor lässt sich mit dieser Kamera im A-Modus problemlos verwenden und blitzschnell perfekt einstellen, da nicht nur die Mattscheibe ganz brauchbar ist, sondern auch die Fokushilfe unten im Display sehr hilft. Leider ist der Film sehr staubig und fusselig geworden, da muss ich noch ein bisschen dran rum retouchieren. War mein Fehler, er ist mir noch feucht den Dreck gefallen. Mist. Aber die Belichtungen sind mit allen von mir an diesem Tag verwendeten AI-Objektiven (das 35mm und das bereits erwähnte 200mm Nikkor) perfekt gewesen, obwohl die Kamera dann nur mittenbetonte oder Punktmessung unterstützt, also leider keine 2d- oder 3d-Matrixmessung. (Die beiden E-Objektive werde ich als nächstes mal mit dieser Kamera testen wollen, aber ich erwarte hier im Prinzip das gleiche hervorragende Ergebnis.)

Man muss allerdings beachten, dass die Kamera auch ein ziemliches Gewicht mitbringt. Da ist einiges an Metall im Gehäuse verbaut. Gechätzt ist meine D100 ein bisschen schwerer, die D610 ein bisschen leichter. Die F601 ist im Vergleich hingegen spürbar leichter, hat aber eben auch nicht diese Funktionsfülle. Mein 1-Euro-Exemplar hat ja schon einiges mitgemacht, aber ich habe den Eindruck, die F90 könnte man tatsächlich mit einem Auto überfahren und sie würde noch gehen.


Vom Aussehen her erkennt man direkt, dass sie aus den 1990ern stammt. Die Nikon Design Language war damals ja ziemlich unverkennbar. Das Hanimex aus dem AI-Zeitalter sieht da ja ein bisschen fehl am Platze aus, aber wenn ich das 85mm Nikkor drauf schraube, das zeitlich ja sehr nah dran ist, passt das doch ganz gut dazu, wie man auf den Bildern sehen kann.

Zu den Profi-Features dieser Kamera gehört ja auch, dass man relativ einfach die Einstellscheibe wechseln kann. Die hier sichtbare ist wahrscheinlich die Standard-Scheibe. Das Witzige ist: Wenn ich sie tauschen wollen würde, würde die mich wahrscheinlich mehr kosten, als ich für die Kamera bezahlt habe! ;-) Eine, mit der sich die AI-Objektive noch schneller und präziser einstellen ließen, wäre wahrscheinlich nicht falsch. Obwohl die Messung mit den Nikon-Üblichen > o < LCD-Anzeigen - wie oben erwähnt - auch so ganz gut möglich ist. Soweit ich das verstehe, gibt es aber nur eine andere Mattscheibe, nämlich den Typ E mit Hilfslinien. Keine Ahnung, ob auch welche für andere Kameras passen würden. Wahrscheinlich nicht. Aber ich glaube, es gab auch inoffizielle von Drittherstellern. Muss ich mal nachforschen.

So, und zum Schluss noch ein paar Bilder "aus dem Feld", als ich das 50mm G drauf hatte. Das passt eigentlich auch ganz gut dazu. Schade nur, dass ich das nicht auch im A-Modus verwenden kann, den ich ja fast immer nutze.


Bin jedenfalls schwer von den Bildern beeindruckt, die aus der Kamera raus gekommen sind. Wie gut die Nikkore mit analogem Film zurechtkommen, habe ich ja schon bei meiner F601, der F50 oder auch der FE-10 immer wieder bestaunt. (Kann es sein, dass ich mittlerweile doch sehr viele Nikons habe?! ;-)) Aber mit der F90x schafft man es dann doch noch auf ein höheres Level, weil diese mit ihren noch schnelleren Belichtungszeiten auch weit offene Belichtungen mit schnellem, körnigen Film erlaubt.

Fazit: Ich hoffe, dass die Kamera lange anständig funktioniert, denn dann könnte sie meine F601 nämlich als Go-To-Kamera ablösen, wenn es darum geht, mit einem modernen Gerät Bilder zu machen, die gut ausgemessen sein müssen. Wir werden sehen!

Schneechaos im Rheinland

Heute Nacht hat es angefangen zu schneien. Und zwar so richtig. Mit allem drum und dran. Schnee, so weit das Auge reicht. Zum Glück musste ich erst um 11 in Seelscheid sein, da hat es gereicht, um halb 10 los zu fahren. Für 20km, die ich sonst in ungefähr 25-30 Minuten schaffe, also mal eben kurz eine Stunde 15 gebraucht. Ich hätte wissen müssen, dass zwischen Ingersau und Neunkirchen mal wieder die ganzen sommerbereiften LKW im Straßengraben liegen. Das ist ja schließlich kein Geheimnis. War ja schon immer so. Mussten wir also zurück nach Bröl fahren, um da den Berg hoch zu kommen, wo dann wieder so ein Vollhonk mit seinem Kombi am Berg stand. Weil, ist ja auch so spaßig, bei diesem Schmierseifen-Sauwetter am Berg anzufahren. Ich mein, wenn er wenigstens einen Grund gehabt hätte, mitten auf der Straße zu stehen. So ein Volladdierer.

Andererseits macht so ein Wetter nette Fotomotive. Für die ich aber alle keine Zeit hatte, weswegen es nur zwei Hand voll Bilder aus dem Garten geworden sind:


Ansonsten: Haselkatzen im Schnee sind auch ganz schön. Gerade an diesem genetisch abnormen Korkenzieher, da bleibt der Schnee schön drin hängen. Wie man sieht, die sind aber noch nicht aufgeblüht. Muss also doch die Erle sein, die mich seit Anfang des Monats in den Augen quält.


Als wir uns dann auf den Heimweg machten, war schon wieder alles vorbei: Das Wetter hatte sich in nichts aufgelöst, zumindest hier unten im Tal. Und oben auf dem Berg hatten sie dann schon geräumt und gesalzen. Nur an einer einzigen Stelle, als ich mal eben in der Kurve über den gefrosteten Streifen in der Mitte der Fahrbahn ausweichen musste, wurde es bei knapp 60 dann doch etwas unangenehm. Was muss mir auch wieder so ein extra breiter SUV auf meiner Seite der Straße entgegen gerutscht kommen? Grmpf. Jedes Jahr das gleiche: Da gibt es einen Tag lang dieses Wetter und alle Leute haben wieder vergessen, wie man sich verhält: Vorsichtig, aber bestimmt.

Naja, egal. Mal sehen, wie es kalt heute Nacht wird, ob die Reste dann wieder anfrieren. Und wie viel Schnee die Tage noch runter kommt, es ist noch mehr angekündigt.

Übern kalten Berg bis in die Außenbezirke Hennefs

Jetzt scheint zum zweiten Mal in zwei Tagen die Sonne, das heißt, dass der Januar doch mal etwas kälter und damit eher wie ein Januar ist. In den Tälern, wo den ganzen Tag keine Sonne hin gekommen ist, lag selbst eben noch der Reif auf den Feldern. Und auch hier unten im Wendehammer waren die Grünzeuge noch weiß vom Eis. Währenddessen blühen im Wald aber schon die Pollenschleudern, sodass ich gleich die doppelte Dosis Schnief abbekommen habe: Allergene und Frost!


Wie kalt es heute Nacht war, sieht man an den Pfützen, die praktisch nur noch aus einer Schicht Eis bestehen und unten drunter hohl sind. Alles weg gefrostet. Oben an der Höhenstraße gab es dann noch eine Pfütze, durch die der ausweichende Verkehr durch ist und da konnte man sehen, wie dick die Schollen tatsächlich sind.

Schafe habe ich leider nur auf größere Entfernung sehen können. Selbst mit dem 200er habe ich die kaum so nah ran holen können, dass man sie richtig erkennen kann. Aber ganz dran vorbei gehen wollte ich dann doch nicht.


Dann durchs Dorf und auf der anderen Seite wieder bergab, an dem defekten Basketballkorb vorbei. Den habe ich ja früher öfter fotografiert, als er noch vollständig war. Aber auch in diesem etwas herunter gekommenen Zustand gibt er in der tiefstehenden Sonne und gegen den blauen Himmel ein ganz gutes Foto ab. Ansonsten gibt es hier die üblichen Masten auszustellen. Hatte Glück, dass gerade in dem Moment der Bagger durchs Bild gefahren kam, der lockert das Ganze ein bisschen auf.


Von hier habe ich dann auch noch mal wieder in die Stadt hinunter fotografiert, insbesondere den Kirchturm habe ich recht kontrastreich hin bekommen. Gleiches gilt für den Sendemaste oben auf dem Bergrücken in Richtung Birk.

Dann bin ich mal wieder durch den Wald, weil auf der Straße so viel los war, dass ich Angst um mein Leben hatte. ;-) Naja, nicht wirklich. Aber die Abgase stinken bei der Kälte noch mal extra. So gesehen, das geht auch auf die Lunge. Genau wie die Kälte. Jedenfalls quer durch den Wald und da dann dieses Zaumzeug gefunden, das dort am Zaun hingen. Sieht ziemlich defekt aus.


Dann schnell auf den Heimweg, denn nachdem die Sonne hinterm Berg verschwunden war, wurde es recht zügig noch kälter, als es ohnehin schon war. Daher das letzte Bild: Die Sonne durch die Bäume. Und dann wurde es richtig kalt! Brrr! Mal sehen, morgen ist Schnee angesagt. Sollte es diesen Winter tatsächlich zwei Mal schneien?

Nach Lichtenberg

Auf Regen folgt Sonnenschein. Und auf Sonnenschein, der Regen folgt, folgen matschige Schuhe, musste ich heute feststellen. Dann wird mir wohl nichts anderes bleiben, als morgen mal große Schuputzorgie zu veranstalten. Die hohen Wanderstiefel brauchen auch noch mal neues Bienenwachs, dann ist das alles ein Aufwasch.

Ansonsten habe ich viel zu viele Fotos von Dingen gemacht, die nur mäßig interessant sind, aber wenn sie mir schon vor die Lise laufen. So wie die alten Grabsteine und Gedönse unten beim Steinmetz. Aus diesem Winkel und mit dieser Brennweite hatte ich die Maria und ihren Herd auch noch nicht. ;-) Dieses walrossartige Robbentier auch nicht. Das sieht mit dem Absperrband darüber ein bisschen aus wie ein Tatort! :-D


Das 200mm Tele hatte ich gerade drauf, weil ich eigentlich gerade mal wieder dieses Pferd fotografiert hatte. Da hab ich mir gedacht, man kann das ja auch mal auf kurze Distanz einsetzen und damit interessante Unschärfen provozieren, wenn die Motive schon eh alle mehr oder weniger bekannt sind. Aber für das Wasser im Bach war das dann doch ein bisschen lang, da habe ich dann mal auf das 85er gewechselt.

Dann den Waldweg hoch auf den Berg. Muss noch mal die Schärfekorrektur des Autofokus genau ausmessen, ich glaube, die hat sich mal wieder ein bisschen verstellt. Oder die Blätter und Äste sind bei diesem Licht und dieser Blende dann dich schon etwas zu kontrastreich vor dem dunklen Hintergrund und es liegt doch an der Optik. Hm. Weiß nicht, muss ich drüber nachdenken.


Oben auf dem Berg kam ich dann an der Kuhweid' raus, an deren Zaun ein neues Tränken-Gerät steht. Jetzt weiß ich auch, was das für ein seltsamer silberner Behälter war, den ich letztes Jahr mal unten im Tal fotografiert hatte. Bin mir aber noch immer nicht ganz sicher, ob das nicht was ganz anderes ist, das nur auf einen alten Anhänger montiert worden ist und als Tränke missbraucht wird. ;-) Habe mich jedenfalls ein bisschen mir den Detail beschäftigt und es wie immer übertrieben. Damit es nicht zu viel wird, habe ich die Bilder ausnahmsweise noch kleiner gemacht als sonst, damit mehr nebeneinander passen. Sind eh schon wieder um die 30 Stück in diesem Artikel, viel zu viel!


Dann nach rechts abgebogen und Richtung Lichtenberg gewandert. Da kommt man am Bauernhof vorbei, aber kurz davor habe ich mich mal wieder vom blauen Anhänger ablenken lassen, der da öfter steht. Die Sonne stand jedenfalls gerade genau auf dem Heck und hat mit den Ösen gespielt, die dafür da sind, eine Plane sichern zu können. Also, nehme ich mal an. Würde Sinn machen. Aber neben den Ösen habe ich auch gleich noch die beiden nebeneinander angebrachten 25km/h Schilder fotografiert, weil das so ein netter alt/neu-Kontrast ist.


Wie man sieht, die Details dieses Anhängers hatten es mir angetan, insbesondere besagte Ösen, die ich dann auch gleich noch von der anderen Seite mitgenommen habe. Aber auch der Verriegelungshebel der Heckklappe war schön rostig, und Rost kommt immer gut!

Etwas weiter dann wieder der gelbe Trecker mit dem roten Anhänger, bei dem ich mir nicht ganz so sicher bin, wofür der da ist. So trichterförmig ist der vielleicht für Dünger? Oder zur zum Ausbringen der Saat? Ich habe echt keine Ahnung! Muss ich jetzt meinen Dorfkind-Ausweis abgeben?! ;-)


Dann weiter am Bauernhof vorbei, auf dessen Innenhof ein dreirädriger Trecker stand, dessen viertes Rad seitlich angelehnt war. Dabei ist es für den Sommerreifenwechsel doch nun wirklich noch etwas früh! :-D Und im Ernst habe ich keine Ahnung, warum. ;-) Wahrscheinlich undicht? Kann das bei diesen riesigen Rädern überhaupt vorkommen?

Dann noch ein paar Frühlingsboten: Der Geißblatt-Busch blüht schon. Keine Ahnung, ob das normal ist, müsste ich jetzt raus kriegen, welche Sorte das genau ist. Kommt mir für Mitte Januar aber schon ein bisschen früh vor, vor allem weil ich noch immer kein einziges Insekt gesehen habe. Also, bestäubendes Insekt: Um die Pferdeäpfel (ohne Bild) im Tal unten düsten schon ein paar Fliegen drum herum! ;-)


Und die Spatzen pfeifen auch schon heftig in der Brombeerhecke rum. Als wäre es schon Sommer. Gut, Spatzen sind immer laut. Aber immerhin habe ich mal eines der Exemplare erwischt, wenn auch mit ein bisschen Ranke davor, die etwas stört. Als ich den halben Millimeter zur Seite bin, ist der Spatz dann allerdings weg geflogen, sodass ich Glück hatte, zumindest diese Bilder gemacht zu haben.

So, und jetzt stelle ich fest, wie schweinekalt es war, denn meine Beine sind ganz lahm und mein Kopf ist total müde. Deswegen jetzt erst mal was zu Essen machen. Hm, lecker, Reste! ;-)

Schwarz-weiß und analog, Teil 193: Hennefer Retro-Schnappschüsse

Film: Fomapan 100 #41, Kamera: Agfa Silette LK, September 2022

Regen, Regen, Regen. Trotzdem habe ich mal den Film in der letztens vorgestellten Vito mal vollgemacht, nebenbei, als wir einkaufen waren. Der kommt morgen in die Suppe, wenn ich Zeit habe. Jedenfalls gibt es deswegen einen Instant-s/w-Pipeline-Eintrag aus der Retorte. Zack, fertig für heute! ;-)

Fangen wir also mal mit Pferden an. (1/125s, f/5,6.) Diese beiden ungleichen Exemplare standen oben am Eingang zum Hexenwald. Wenn ich Ponys sehe, muss ich ja einfach drauf halten. In diesem Fall aber ganz besonders, denn dadurch, dass die beiden so nah beieinander standen, hat man mal einen richtigen Größenvergleich. Die Blätter im Vordergrund sind bei f/5,6 noch leicht unscharf und das ist auch gut so, der Hintergrund ist mir persönlich nämlich etwas zu scharf. Liegt vielleicht daran, dass ich mit einer Einstellung von 10 Metern doch schon etwas zu weit nach hinten gezielt habe, so weit waren die beiden nämlich eigentlich nicht entfernt. Insgesamt aber durchaus ein hübsches Foto.


Nach dem Kurzbesuch im Hexenwald waren wir in Rott, wo ich mal wieder die Kirche fotografiert habe. (1/125s, f8.) Vielleicht ein bisschen zu hell, eine Blende schneller wäre durchaus drin gewesen, aber so kann man die Backsteine alle ganz genau erkennen. Die leichte Unschärfe, die hier beim Hineinzoomen wahrnehmbar ist, rührt wahrscheinlich von meiner obsessiven JPG-Komprimierung her - im Originalscan stellt sich das nicht so flächig dar. Hätte hier wohl ausnahmsweise ein bisschen mehr Qualität zulassen sollen. Naja, aber immerhin kann man tatsächlich jeden einzelnen Backstein ausmachen. Wer also Lust zum Zählen hat... andere Leute zählen ja Schafe, wenn sie nicht einschlafen können, vielleicht geht das ja auch mit Backsteinen. :-D

Hinter der Kirche auf dem Friedhof dann noch schnell den Jesus am Kreuz abgegriffen. (1/60s, f/11.) Habe nicht viel zu dem Bild zu zu sagen, es ist so ziemlich wie alle anderen, die ich auf diesem Film bei f/11 gemacht habe. Gefällt mir gut, recht kontrastreiche Schattenwürfe und nette Wolken im Hintergrund. Gut, ist jetzt nicht das erste Mal, dass ich dieses Grabmal auf Film banne, insofern ist es vielleicht nicht ganz so spannend, aber trotzdem ein gutes Foto.


Die Rosen sind tatsächlich einmal ein Bild, das so richtig unscharf geworden ist. (1/125s, f/8.) Aber auch nur ganz knapp: Die hintere Blüte, die das seitlich raus steht, ist schon ganz OK, und unten lugen ein paar Knospen raus, die sogar scharf sind. Da habe ich wohl doch etwas weniger als den eingestellten Meter vom Motiv entfernt gestanden. Naja, aber für solche Aufnahmen ist eine kleine Sucherkamera ohne Entfernungsmesser ja eigentlich auch nicht gedacht. ;-)

Jetzt folgt der Sprung ganz ans Ende des Films, das ich vorziehen möchte, damit die Bilder da oben nicht so alleine sind. Der Aufbau der Herbstkirmes in Hennef war eigentlich ganz spannend, besonders das Riesenrad hatte es mir angetan. (1/300s, f/5,6.) Hier sehen wir es hinter dem noch geschlossenen Churros-Stand, der gerade von seinem Besitzer aufgebaut wird. Technisch ist das Bild ganz OK, es könnte etwas schärfer sein, besonders die Vordergrundmotive. Habe hier auf Unendlich gestellt, keine Ahnung, wie weit der Stand tatsächlich entfernt war, aber ich dachte eigentlich, dass das bei f/5,6 schon keinen Unterschied mehr macht. Vielleicht aber doch. Naja, egal, in normaler Größe betrachtet ist das Bild OK und es gefällt mir vom Motiv her auch sehr gut. Es fehlt allerdings ein bisschen der Kontrast.


In der Riesenrad-Nahaufnahme haben wir dagegen fast schon zu viel Kontrast! (1/300s, f/5,6.) Seltsam, habe ich doch die gleichen Werte bei so ziemlich gleichen Lichtverhältnissen verwendet. Auch hier kam die Unendlich-Einstellung zum Einsatz, aber dieses Mal ist das viel näher stehende gläserne Treppenhaus eigentlich genau so scharf wie der Hintergrund. Seltsam, warum das oben nicht der Fall war, kann ich mir nicht erklären. Muss wohl tatsächlich eine subjektive Wahrnehmung sein. Bestimmt durch den Kontrast bedingt. Cooles Foto jedenfalls, von dem sich ein Abzug durchaus lohnen würde.

Und dann noch mal so richtig unscharf: Die Schießbude war gerade dabei, ihre Preise aufzuhängen und ich habe wohl nicht die richtige Entfernung eingestellt. (1/60s, f/2,8.) Dabei war das die perfekte Gelegenheit, die Offenblende zu testen. Schade, so sind die Bären komplett unscharf und die Decke des Standes dafür viel zu sehr. Mist! ;-)


Das letzte Foto des Films - aber nicht dieser Serie - habe ich auf der Rückseite des tütkischen Ladens verschossen, wo die Mitarbeiter sich immer mal wieder zur Raucherpause einfinden, weswegen es dort ein paar Stühle gibt. (1/125s, f/4.) Witziges Motiv, leider total schief. Bin hier weit runter in die Knie gegangen und dann hat es mich beim Auslösen fast umgehauen. Wundere mich schon etwas, dass da keine Bewegungsunschärfe drin ist, weil ich mich wirklich tatsächlich fast längs hingelegt hätte. :-D f/4 ist hier gerade so OK, die hinteren Stühle sind schon etwas unscharf.

Nächstes Mal: Schwarzweiße Bilder aus dem Grünen C.