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Schwarz-weiß und analog, Teil 330: Mittelaltermarkt Siegburg 2025

Kentmere 400 #16, 7. Dezember 2025
  • Nikon F801S, Nikkor 35mm 1:2 AI
  • Entwicklung: D-76 Stock #9+#10 21° 16:15 Minuten, Adofix Plus 1+5 #19+#20, 7:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Wie angekündigt, hatte ich die zweite Hälfte vom Film aus Vettelschoss voll gemacht mit Bildern vom Mittelaltermarkt in Siegburg, wo wir mit dem Trekdinner waren. Das ist ja so eine kleine Tradition, mittlerweile fast schon ein Ritual. ;-) Trifft sich ja auch ganz gut, denn das ist für uns ja ein Katzensprung nach Siegburg, und da die von der Stadt im Dezember scheinbar nicht in der Lage waren, die Parkautomaten zu reparieren, konnten wir auch umsonst an der Feuerwehr stehen. Mittlerweile haben die es aber wohl leider geschafft, also kein frei parken mehr! Schade. ;-)

Das erste Bild ist mal wieder die Siegessäule mit der Victoria oben drauf, aber in diesem Fall mal mit Marktbuden im Vordergrund. (1/125s, f/8.) Hübsch, mal ein anderer Blick, auch mal mit einem anderen Objektiv. (Ich hatte wie auch vorher schon die ganze Zeit das 35/2 AI drauf.)

Dann darf natürlich als zweites auch nicht die markante Kirche fehlen, ebenfalls mit Dusen und Leuten im Vordergrund. (1/125s, f/8.) Nette Ansicht von hier vom Markt, mit den kahlen Winterbäumen und dem Markttrubel im Vordergrund. Ja, natürlich trotzdem sowas wie ein typisches Touristenfoto, aber manchmal muss das auch mal sein. ;-)


Kommen wir dann mal langsam zu den Details, die ich immer so gerne fotografiere. Da hätten wir etwa diese Lampe aus farbigem Glas und Messing mit leicht orientalischem Aussehen. (1/125s, f/2,8.) Diese Dinger stehen da ja jedes Jahr zum Verkauf. Ich find die ja eigentlich auch ganz schick, passt hier nur zu nix. Aber ein Foto kann man auf jeden Fall mit nehmen.

Neben dem Mittelaltermarkt findet auch noch immer regelmäßig der normale Wochenmarkt statt, wo ich auf einem der gerade in der Aufräumphase befindlichen Stände ich diese Holzpaletten mit Perspektive abgegriffen habe.(1/125s, f/2,8.) Man merkt auch: Etwas schattig hier. Die Belichtungszeiten sind trotz weiter Blende und schnellem Film gerade so akzeptabel, sag ich mal. Wobei man sagen musste, es war ja auch schon vorgeschrittener Nachmittag. Im Dezember heißt das ja: Ab drei wird es dunkel.

Ganz wichtig auf dem Mittelaltermarkt ist übrigens: Knoblauchbrot! (1/2000s, f/2.) Das habe ich mal in ganz weit offen gemacht, damit die Kirche im Hintergrund schön unscharf wird. Ja, so liebe ich das! Verklagt mich doch! ;-) Könnte gerne noch ein bisschen mehr sein, ehrlich gesagt, aber das 35er ist dafür dann doch ein bisschen sehr weitwinklig. Es gibt auch ein 35/1.4 Nikkor, aber das ist ja leider unbezahlbar.


Am Stand mit dem Entenangeln habe ich dann noch ein unscharfes Entenfoto gemacht. (1/60s, f/8.) Habe hier so weit abgeblendet, wie ich dachte, dass es gerade noch vertretbar ist, aber das war wohl noch nicht genug: Die Ente ist unscharf. Und außerdem dann doch wieder zu viel: Die Ente ist außerdem noch verwischt, weil sie sich doch recht schnell an mir vorbei bewegt hat. Alles in Allem also ein bescheidenes Foto. Keine meiner ansonsten unzähligen Sternstunden. ;-)

Ähnlich bei den Öfen, in denen da Brot gebacken wird: Der Typ mit dem Blech hat sich zu schnell gedreht. (1/60s, f/4.) Insgesamt hatte ich mir hier auch mehr erhofft, das Bild ist auch eher auf der langweiligen Seite. Ich zeig euch sowas trotzdem immer, damit wenigstens jemand anderes aus meinen Fehlern lernen kann. Ich selber bin ja lernresistent! ;-)

Dann doch lieber noch so ein Postkartenfoto vom Kirchturm. (1/125s, f/8.) Da kann man nicht viel falsch machen, das geht eigentlich immer. Ginge natürlich auch gerader, aber hey, ich habs gemacht! ;-)


Wie gesagt: Es war nebenbei auch Wochenmarkt. Die Stände waren zwar größtenteils schon mit Abbau beschäftigt oder gar ganz verschwunden, als ich den Marktplatz auf der anderen Seite wieder hoch gewatschelt kam, aber diesen hier habe ich dann doch noch schnell mit genommen, als gerade keiner geguckt hat. (1/60s, f/4.) Es wurde dann auch schon merklich dunkler. Was hatten wir da mittlerweile? Halb vier? Vier? Jo, Winter halt.

Zurück im Mittelalter dann noch das handgetriebene Karussell genauer betrachtet. (1/125s, f/2,8.) Ist das ein Wildschweinfell? Das arme Schwein! Grunz grunz! Aber nett finde ich ja, dass sie dem Holzpferd zumindest einen Schal gegeben haben. Es war ja auch nass und kalt und Pferde erkälten sich ja so leicht! Und dann kotzen die wieder vor die Apotheke! ;-)

Wie jedes Jahr habe ich auch wieder die Zahnräder von der Seilerei (?) fotografiert. (1/125s, f/2,8.) Dieses mal die Seite mit den Haken. Weil. Warum nicht. Ansonsten irgendwie das gleiche Bild wie jedes Jahr. Nur mit Typ im Hintergrund der sich natürlich genau in diesem Moment da hin stellen musste. Ich hatte ihn noch kommen sehen, aber da hatte mein Hirn schon den Befehl an meinen Finger geschickt. Und jetzt ist er hier für immer verewigt. Selbst schuld! Was läuft der mir auch ins Bild? So! ;-)


Die Seile habe ich dann auch mal mit genommen. (1/125s, f/4.) Warum auch nicht? Wobei das hier schon eher ein Tau ist. Wo ist eigentlich die Grenze zwischen einem Seil und einem Tau? Und wann wird aus einem Bändel ein Strick? Fragen über Fragen, die eigentlich rein gar nichts mit diesen Fotos zu tun haben, die mich aber trotzdem beschäftigen. Willkommen in meinem Gehirn.

Die Drachenfahne war dann ein paar Stände weiter und hat mich direkt in ihren Bann gezogen. (M, 1/2000s, f/2.) Wegen des vielen Gegenlichts hier mal schnell in den manuellen Belichtungsmodus gewechselt und siehe das, ich kanns noch! Ist richtig gut geworden, so weit offen, mit dem Gestrüpp im Hintergrund. Gefällt mir.

Falls die Pest ausbricht: Nicht die Schnabelmaske vergessen. (1/30s, f/4.) Wobei die ja mehr nach Steampunk aussieht als nach Mittelalter. Trotzdem Cool. Und leicht überbelichtet: Die war so dunkel, dass es der Belichtungsmesser wohl etwas zu gut gemeint hat, Hätte im manuellen Modus bleiben sollen, was?


Was man mit der halben Automatik aber ganz gut kann: Die Kamera über die Köpfe der vor einem stehenden halten und die Band fotografieren. (Unbekannte Zeit, f/4.) Hat sogar ganz gut geklappt. Das Bild ist jetzt weit davon entfernt, perfekt zu sein, aber dafür, dass ich nicht durch den Sucher geschaut habe, eigentlich ganz gut geworden. Ein bisschen viel Publikum, vielleicht. Aber was will man machen?

Crepes, anyone? (1/250s, f/4.) Auch diese Wimpel fotografiere ich gefühlt jedes Jahr. Muss aber sein, sonst glaubt mir das ja keiner. All diese KI-generierten Fakenews heutzutage! Die haben gar kein richtiges Grain in ihrer Matrix! ;-)

Die fahrbare Hütte der Wahrsagerin habe ich dann auch gleich mal dokumentiert. (1/125s, f/4.) Nett, genau so stellt man sich das vor. So richtig Klischee. Ob das fahrende Volk tatsächlich früher so unterwegs war, keine Ahnung. Ich denke, die waren vielleicht nicht ganz so offensichtlich, sonst hat der Mob gleich wieder einen Scheiterhaufen errichtet! "Wenn ihr Gewicht das gleiche ist wie das einer Ente... dann... ist sie eine Hexe!" Oder so ähnlich!


Dann doch lieber noch ein paar handgefärbte Schals. (1/125s, f/2.) Hier ist die offene Blende zwar auch schön für die Hintergrundunschärfe, aber hauptsächlich nötig gewesen, weil es mittlerweile schon so richtig dunkel wurde. Natürlich hätte ich die letzten paar Bilder auch verwahren können, aber ich hatte das dringende Bedürfnis, den Film voll und entwickelt zu kriegen. Weil. Wie sich dann ja heraus gestellt hat, war das Microphen schon anderthalb Jahre alt! Aber funktioniert hat es trotzdem sehr gut, wie man sieht.

Warum das Bild von der Glasvase mit Gewächs so unscharf ist, keine Ahnung! (1/250s, f/2.) Ich hatte gar kein Zielwasser getrunken, eh, ich schwör, Alda! Wieß nicht. Hab ich gewackelt und bin bei der offenen Blende nach den Scharfstellen zu sehr aus der Fokusebene raus geschwankt? Möglich, aber das ist schon ziemlich heftig daneben. Wir werden es nie erfahren. Das Bild ist jedenfalls am Popo.


Die Eistüte hingegen hat hervorragend funktioniert. (1/250s, f/2.) Gut, die war auch nicht ganz so nah, da wirkt sich ein leichtes Schwanken nicht ganz so dramatisch aus. Aber wenn ich das sehe, bekomme ich gleich Hunger auf Eis. Mit Ananas und Himbeeren. Hmmm. Mist! ;-)

Wie immer waren wir auch noch im Müller, da hing wieder ein Weihnachtsmann von der Decke, der somit das letzte Bild auf dem Film ist. (1/125s, f/4.) Wie man sieht: Es war drinnen mittlerweile eine Blendenstufe heller als draußen. Dann doch lieber drinnen fotografieren. Auf s/w sieht man auch nicht, dass das künstliche Licht so gelb ist. Außerdem hat auch das Fotografieren von Deko in Geschäften eine gewisse Tradition bei mir!

Nächstes Mal: Mit der Minolta 7000i und dem AT-X 80-400mm am Mondorfer Hafen. Da sind sehr schöne Vogelfotos dabei! Und so ein Graureiher macht sich in s/w auch ganz gut! Also: Dran bleiben!

Schnee in Seelscheid

19.2.: War mal wieder Zeit für Einkäufe. Das war an dem Donnerstag, als schon zwei Tage vorher in den Nachrichten gewarnt wurde: Uiuiui, Herr von Bödefeld, da kommt was auf uns zu! (Wissen die Kinder heutzutage eigentlich noch, wer Herr von Bödefeld war? Ich sag das immer so, als wäre das common knowledge...)

Jedenfalls: Schneegestöber, dicke Flocken, aber die Ganzjahresreifen haben mich erstaunlich gut da durch gebracht. Ich hatte echt gedacht, dass ich in Neunkirchen den Berg nicht hoch komme, aber: Kein Problem. Gut, lag jetzt auch daran, dass das richtige Schneechaos erst in Seelscheid selber los ging. Und da es so ca. 2° über war, schmolz der meiste Scheiß auch direkt, der Schneschlotz hat die Gullis verstopft - die Tatsache, dass die Straßenreinigung den Matsch vom Gehweg auf die Straße geschoben hat, hat auch nicht geholfen -, sodass man echt vorsichtig sein musste wg. Aquaplaning und vor allem mit dem Nassspritzen der Fußgänger, weil sich richtige Seen gebildet haben. So richtig geiles Rheinlandwinterwetter, *kotz*.


Währenddessen, im Aldi: Primeln und Osterhasen! Ist kaum der Karneval vorbei, schon bricht der Frühling aus. Also, drinnen, draußen nicht. ;-) Obwohl, wenn diese Artikel erscheint, sollen es angeblich 19°C werden. Joah, kann man machen. Bin gespannt, dann geht es vor die Tür und es gibt Frühlingsfotos! ;-)


Aber zurück in Seelscheid am letzten Donnerstag hatte ich noch das Vergnügen, einmal quer durchs Dorf zu dürfen, auf zum Drogerieladen mit dem Pferd, und beim Blaugelben Supermarkt sollte ich auch noch einkehren. Auf den Bildern sieht das Wetter gar nicht so schlimm aus, aber ganz ehrlich: Diese Sauerei ist der Grund für mein Kindheitstrauma, was den rheinländischen Winter angeht. Da haste endlich den Schlitten aus der Garage gezerrt, da ist das meiste schon geschmolzen und der traurige Rest ist nur noch eine undefinierte, schlodderige Masse. Buhärgs!


Als einzige Farbtupfer dienen hier die Beeren vom letzten Jahr. Ansonsten war es das dann auch schon wieder. War ein langer, langer Tag, denn wir haben dann tatsächlich gleich noch einen Termin beim Friseur bekommen und genutzt, die Frau T, die immer zuständig ist, wäre nämlich die kommenden Wochen nicht da. Und dafür dann noch mal raus in das Wetter. Obwohl, gegen Mittag war es praktisch schon vorbei.

Schwarz-weiß und analog, Teil 329: Little Britain in Vettelschoss

Kentmere 400 #16, 29. November 2025
  • Nikon F801S, Nikkor 35mm 1:2 AI
  • Entwicklung: D-76 Stock #9+#10 21° 16:15 Minuten, Adofix Plus 1+5 #19+#20, 7:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Als wir in Vettelschoss ankamen, musste ich erstmal die vielen britischen Fahrzeuge vor der Tür des Little Britain Inn fotografieren. Da ist diese kleine Serie entstanden, angefangen mit dem Polizeiauto und einem alten Hillman. (1/125s, f/8.) Was Prinz Dingsbums im Hintergrund mach, weiß ich allerdings nicht genau. Seit der diese Schauspielerin geheiratet hat, ist der auch nicht mehr, was er mal war. Naja, wahrscheinlich hat er sich gedacht, nix wie weg, raus aus der Familie mit dem seltsamen Epstein-Onkel... ;-) Und jetzt lebt er in Vettelschoss? Das ist neu! Wenn das die Schmierblätter erfahren! :-D

Ich hab vergessen, wie diese dreirädrigen Kfz heißen, genau so wie ich vergessen habe, wer die Taxis gebaut hat. (1/125s, f/8.) Aber auch von denen standen da welche rum, von den dreirädrigen sogar mehrere. Reliant Robin! Das wars. Auch so eine Kuriosität aus der Vergangenheit, über die man sich heutzutage wahrscheinlich tot lacht. Aber das war damals in den 1970ern gar keine so dumme Idee.


Der Teddybär auf der Stoßstange, ist das so eine Anspielung auf Mr. Bean? (1/60s, f/11.) Wahrscheinlich. f/11 ist bei mir ja eine eher selten anzutreffende Blende, aber ich fand, hier wäre ein bisschen mehr Tiefe angemessen. Außerdem, wie man daran sieht, dass das alles etwas schief ist, habe ich dieses Bild eher aus der Hüfte geschossen, da ist jeder Zentimeter mehr an Schärfe hilfreich, wenn man ein manuelles Objektiv auf der Kamera hat!

Ah, auf dem steht sogar Reliant drauf, da hätte ich mir ja gar nicht das Hirn so zermartern müssen! (1/125s, f/8.) Und ein Polizei-Mini! Süß! Ist das tatsächlich mal im Poizeieinsatz gewesen? Ich mein, warum nicht? Es gab damals glaube ich nichts britischeres als einen originalen Mini! Ich fand die ja eigentlich immer ganz schnuckelig. Die neuen sind ja viel zu groß! Wenn ich mir so einen Clubman angucke, da würde ein originaler Mini ja fast schon auf die Ladefläche passen! ;-)

Genug Autos, lasst mich mal dokumentieren, wo wir da eigentlich waren, nämlich am Inn in Vettelschoss. (1/125s, f/8.) Ein recht überflüssiges Foto, wenn ich so drüber nachdenke. Warum habe ich das überhaupt gemacht? Nur wegen der Flagge überm Eingang? Ich weiß es nicht mehr. Ach, ich glaube, das war mal wieder das typische erste Foto auf dem Film, den ich hier schnell gewechselt habe, weil Nummer 1 voll war: Man weiß ja nie, ob das erste Bild was wird oder ob man den Leader zu weit raus gezogen hatte. (Wobei das bei den "modernen" Kameras ja eher selten vorkommt, die verschwenden meiner Meinung nach eh immer ein oder zwei Bilder am Anfang!)

Interessanter ist da der Drache, der den Eingang bewacht hat. (1/125s, f/4.) Ziemlich horniges Vieh! Horny. Höhö. Nicht? Zu blöd? OK, dann zieh ich den zurück. :-D Neben dem Tannenbaum (oder besser irgendwie so mittendrin) war der allerdings gar nicht so imposant, wie er vielleicht gedacht war. Mehr so ein bisschen Schüchtern. "Ich versteck mich dann mal im Weihnachtsbaum, falls das für alle OK ist?" Irgendwie so... ;-)


Genau so britisch wie Minis sind Londoner Telefonzellen und Bärenfellmützen. (1/125s, f/4.) Leider kann man nicht mehr das Schild genau lesen, welches erklären würde, was diese Telefonzelle jetzt genau mit Sherlock Holms - ebenfalls eine britische Ikone - zu tun hat. Aber wird schon passen. Ich stelle keine weiteren Fragen. Alles ergibt Sinn. ;-)

Wenn man dann noch eine solche Telefonzelle nimmt und ihr eine "Police Box" Schild verpasst, dann ist man endgültig so britisch, wie man nur sein kann. (1/125s, f/2,8.) Die Dr. Who Fans wissen, weshalb. Nur der Mannequin mit der Uniform da drin, der ist dann irgendwie doch nicht so whoianisch. Soll das so? Soll das eine echte Police Box sein? Man weiß es nicht. Hauptsache britisch!

Den gigantischen Bär fand ich allerdings dann schon ein bisschen creepy. (1/125s, f/2.) Also, vielleicht auch ein bisschen mehr. Vielleicht habe ich zu viele Horrorstories im Kopf, in denen sich diese harmlosen Gefährten in blutrünstige Monster verwandeln oder was, aber irgendwie läuft mir bei diesem leicht unscharfen Bild ein Schauder den Rücken runter. Oder vielleicht liegt es auch daran, dass es draußen so warm ist und die Heizung meinte, dass sie über Nacht schon mal in den Sommermodus schalten könnte, weshalb mir ein bisschen frostelig ist.

Kommen wir zur nächsten britischen Ikone: Einem Doppeldeckerbus. (1/125s, f/4.) Dieser hier war mehr oder weniger entstuhlt, dafür gab es Tische und Bänke, an denen man sich niederlassen konnte, um seinen Glühwein zu schlürfen, was wir dann auch getan haben. Also, ich nur den Alkoholfreien, ich musste ja noch Auto fahren. Das Kennzeichen "BRE XIT" ist schon sehr... on the nose. Was hat das denn für eine Aussage?


Die Friedenstauben saßen überall auf dem alten britischen Panzer, den die da hatten. (1/250s, f/4.) Öhmja, sagte ich schon, dass ich es nicht so mit Waffen habe, insbesondere mit Kriegswaffen? Irgendwo tief in mir drin schlummert ja so ein kleiner Pazifist, auch wenn der in den letzten Jahren des öfteren von der Realität in den Arsch getreten wurde. Blöde Realität. Aber die Friedenstaube ist mehr so mein Ding, vor allem vor dem Granatwerfer, oder Nebelkerzen-Dingsbums, oder was das da ist. Deswegen (und weil sie besser in die hochkanten Bilder rein passt) hat die Taube hier auch Vorrang!

Die Taube hatte ich auf dem Weg zum Stand mit den Fish & Chips erwischt, danach haben wir uns ja in das Doppeldecker-Dings verzogen, wo dieser "alte" (auf alt getrimmte) Globus rum stand, beleuchtet von einer dieser neumodischen LED-Faden-Lampe. (1/250s, f/4.) Hätte ruhig eine Blende langsamer belichten können, obwohl die Spiegelung im Südatlantik schon was her macht, auch bei diesen Werten!

Und dann, nachdem wir gestärkt und aufgewärmt waren, sind wir wieder raus auf den Weihnachtsmarkt, wo ich bei dieser Gelegenheit auch mal den Panzer (bzw. sein Rohr) im Überblick mit genommen habe. (1/250s, f/4.) Wie man sieht, die Taube war nicht alleine. Ich hoffe, die scheißen mal so richtig kräftig auf den Krieg. Alle zukacken! Das können Tauben doch am Besten! Ich frage mich ja so nebenbei, ob man als Privatperson überhaupt einen Panzer besitzen darf. Und fährt der noch? Ich mein, ich nehme ja mal an, dass das Rohr zu betoniert ist, aber...

Und weil es sich so anbot, noch aus einem näheren Winkel mit Fahne. (1/1000s, f/4.) War tatsächlich einigermaßen windig, wenn man das herumwedeln so betrachtet. Würde auch erklären, weshalb ich hier eine schnelle Zeit gewählt hatte; ich dachte zuerst, das wäre nur aus Faulheit gewesen, f/4 war schon eingestellt, oder so.


Aber genug Panzer-Bilder, auch wenn das Ding so riesig und imposant ist, dass es das Auge automatisch auf sich zieht. Bei unserer Ankunft war ich ja so mit den Autos vor der Tür beschäftigt, dass ich die Bahn verpasst hatte. Das habe ich dann mal nachgeholt, während die Damen sich irgendwas anderes angeschaut haben. (1/250s, f/4.) Weil, der Zug war ja auch antik. Wie man sieht.

Wobei, viel älter als die aktuell als S12 eingesetzten Bahnen sind die Wagons hier jetzt auch nicht! ;-) (1/60s, f/8.) OK, das stimmt jetzt nicht ganz. Aber fast. ;-) Oder waren es die der S19? Ich bin schon wieder so lang nicht mehr in Köln gewesen, ich merk das.

Einen Blick in den Führerstand habe ich dann auch noch riskiert. (Unbekannte Zeit, f/8.) Wofür braucht man eigenltich diese ganzen Anzeigen? Und einen Schlatknüppel? Faszinierend! Vielleicht hätte ich doch Lokführer werden sollen! Tschu tschu! ;-) Aber so im letzten Jahrhundert, als das noch was mit Kohleschaufeln zu tun hatte. Ach, das hatte gar nichts mit Geld zu tun?! Sorry, Missverständnis! :-D


So langsam ging der Tag dann auch zu Ende und es wurde dunkel, sodass ich die Beleuchtung mal richtig in Szene setzen konnte. (1/30s, f/2,8.) Sieht spannend aus. Weniger Leute und vor allem ohne Auto davor wäre sicher besser gewesen, aber was will man machen. Witzig, jedenfalls. Und dass das mittlerweile so eine Institution ist, dass die alte Bahn extra dafür hier hoch fährt: Faszinierend, Captain!

Letztes Bild: Der Musiker, der da für Unterhaltung gesorgt hat. (1/30s, f/2,8.) Der hatte seine Anlage wenigstens richtig ausgepegelt, im Gegensatz zu den beiden, die danach dran waren, das war total kratzig-übersteuert und eigentlich ungenießbar, Musik war in beiden Fällen aber OK. Beides sehr britisch auf seine Art und Weise.

Fazit: Witziger Ausflug. Ob sich ein ganzer Tag dafür lohnt, weiß ich nicht. Ich fand die Kombination mit Linz eigentlich ganz spannend, auch wenn da ja eigentlich nur tote Hose im miesen Wetter war. Dafür hatten die da halt alte Fachwerkhäuser. Prioritäten! ;-) Nächstes Mal jedenfalls: Mittelaltermarkt in Siegburg. Sozusagen eine Fusion aus dem, was wir die letzten drei Einträge inkl. diesem hier zu sehen bekommen haben. ;-)

Beuel kurz vor Abend

Kurzer Abstecher nach Beuel kurz vor Karneval. Mussten mal eben schnell hier her, weil wir noch was brauchten, ganz dringend, und dann waren wir auch noch eben im Spieleladen, weil, da scheinen wir uns ja in letzter Zeit hauptsächlich aufzuhalten. ;-) Ganz am Anfang im Wohngebiet geparkt und eben zu Fuß die Straße gequert, dabei ein paar herren- und damenlose Handschuhe getroffen. Hätte mal überprüfen sollen, ob da ein linker und ein rechter waren, dann hätte man ein ungleiches Paar draus machen können. Gibt es eigentlich eine Statistik darüber, wie viele Handschuhe jedes Jahr in Deutschland verloren gehen? Und ich hab mich immer für einen Deppen gehalten, weil ich immer alles liegen lasse und verliere... ;-)


Auf dem Möhne-Platz - ja, wir sind im Rheinland! - hinter der SWB hing dann auch die Wäsche der Wäscheprinzessin aus. Ich kenn mich mit dem lokalen bonner Brauchtum ja auch nur so lala aus, aber das ist hier ja so ein Ding. Weil, ich weiß auch nicht, die Waschweiber sind in Bonn ja sowas wie die Oberjecken. Das Gesellschaftliche Dingsbums wird halt auch hier auf den Kopf gestellt und scheinbar waren die hier sonst den Rest des Jahres die Gearschten. Was weiß ich. Jedenfalls hing die Wäsche aus, als wir da vorbei kamen und ich hab sie fotografiert.

Überhaupt war wohl die Vorbereitung für Weiberfastnacht im vollen Gange, die Stadtwerke hatten auch schon diese hübschen, grellen, orange-warnfarbenen Müllsäcke aufgehängt. Nicht zu verfehlen, wenn man wieder ein bisschen zu viel Kölsch intus hat. Gehört ja auch zu lokalen Brauchtum, den guten Gerstensaft im hohen Bogen und weitere Details ersparen ich uns! ;-)


Dann wie gesagt noch schnell im Spieleladen gewesen, also in beiden. Die liegen praktischerweise ja nah beieinander. Und ich glaube, wir haben auch was mit gebracht. Das Präludium für Terraforming Mars, glaube ich, war das. Weiß gar nicht warum, wahrscheinlich nur der Vollständigkeit halber. Haben das auf der BGA mal mit gespielt und damit länger gebraucht als mit der normalen Version. Dabei soll das das doch schneller machen. Ich denke zu viel nach bei diesen Srategiespielen, ich merk das immer wieder! ;-)

Star Trek Voyager: Across the Unknown

Wenn ich in letzter Zeit etwas in die Kategorie "Gaming" schreibe, hat es ja meist was mit dem Thema Brettspiele zu tun. Heute möchte ich jedoch was zu "Star Trek Voyager: Across the Unknown" schreiben. Das Spiel ist vergangenen Woche erschienen, nachdem es ja schon etwas länger angekündigt war. Es fällt in ein heutzutage auf Konsolen ja gefühlt eher selten anzutreffendes Genre des "interaktiven Strategiespiels". Was auch immer das genau heißen mag. (Resource Management and Construction.) Hauptsächlich point & click und Entscheidungen treffen, die Konsequenzen haben. Die technische Umsetzung steht bei solchen Spielen ja eher im Hintergrund, es geht mehr um das Spielerlebnis als solches. (Teilweise komme ich mir vor wie in einem durch Grafiken aufgepimpten Text-Adventure. ;-))

Worum geht es? Die Geschichte der Voyager sollte jedem Trekki geläufig sein und genau diese Geschichte spielen wir in diesem Spiel nach: Die USS Voyager ist im Delta-Quadranten gestrandet und muss den Weg nach Hause finden. Dabei stehen ihr Kazon und Borg und andere Hindernisse im Weg, die Ressourcen sind knapp und das Schiff ist am Anfang eigentlich nur noch ein großer Haufen Schrott, der sich nur deshalb nicht in seine Einzelteile auflöst, weil Kathy Janeway die Kiste mit purer Willenskraft zusammen hält!


Es gilt also Entscheidungen zu treffen und das Leben an Bord einigermaßen erträglich zu gestalten. So muss man etwa Quartiere für die Mannschaft bauen, nachdem zuerst die ganzen Trümmer weg geräumt und die Lebenserhaltungssysteme Deck für Deck wiederhergestellt wurden. Das kostet Ressourcen: Zuerst einenl Duranium, das Zeugs aus dem die Föderation scheinbar den meisten Kram zusammen lötet, später auch Tritanium, das stabiliere Zeugs. Daneben braucht man Dilithium-Kristalle, um bestimmte Räume wiederherstellen zu können oder den Warpkern mit einem Upgrade zu versehen. Und dann sind da noch die vermalledeiten Gel-Packs!

Apropos Warp-Kern, der verbraucht massenhaft Deuterium, um die Energieversorgung des Schiffs am Laufen zu halten. (Sollte der Warpkern nicht eigentlich Antimaterie vebrennen? Für Deuterium ist doch kanonischerweise eigentlich der Impulsantieb da, oder sehe ich da was falsch? Naja, egal. Ich will mal nicht so kleinlich sein.) All diese Ressourcen findet man in den einzelnen Sektoren, die man durchspielt, auf Planeten, verlassenen Raumstationen und durchs All treibenden Schiffen.


Daneben gilt es, auch die wissenschaftliche Erforschung des Delta-Quadranten nicht zu vernachlässigen, denn Captain Janeway ist ja eigentlich eine Wissenschaftlerin und glaubt fest daran, dass es irgendwo Technologien zu finden gibt oder Phänomene zu erforschen, die ihr den Weg nach Hause verkürzen können. Denn die Moral auf dem Schiff nimmt immer mehr ab, je länger es unterwegs ist. (Heimweh!) Da muss man unterwegs auch mal einen Talaxianer einsammeln und in die Küche stecken, damit das Essen nicht so fade schmeckt. Damit das nicht ausgeht, kann man sich auf verschiedenen Planeten selbst versorgen und/oder einen hydroponischen Garten anlegen, in dem man frische Leola-Wurzeln ernten kann. Hmm, lecker! ;-)

Währenddessen wird die Crew mit Entscheidungen konfrontiert, die wir bereits aus der Serie kennen: Es gilt, Konflikte zu entschärfen, Wurmlöcher zu erforschen, Shuttles mit Pattex zu kleben, nein, Moment, so ähnlich... und schließlich lauern irgendwo auf dem Heimweg auch noch die Cyber-Borg mit ihren Nano-Sonden. Trifft man die gleichen Entscheidungen wie Captain Janeway sie damals getroffen hat, geleitet von der Obersten Direktive, immer das Wohl der Bewohner des Delta-Quadranten im Sinn? Oder pfeift man auf die Sternenflotten-Regularien und nimmt sich notfalls auch mit Gewalt die nötigen Ressourcen, stößt den Eingeborenen vor den Kopf oder kürzt gar die 70 Jahre Heimreise auf 7 Minuten, indem man die Station des Caretakers nicht zerstört, sondern einfach direkt nach Hause fliegt? (In letzterem Fall ist das Spiel sehr, sehr kurz! ;-))


Entscheidet man sich für den langen Weg nach Hause, durchfliegt man diverse Sektoren, entdeckt Planeten und kann diese mit Außenteams erforschen, welche flugs auf der Transporterplattform zusammengesetzt werden und möglichst alle für die jeweilige Mission erforderlichen Skills (Diplomatie, erste Hilfe, Phaser-Künste...) abdecken sollten. Erfolgreiche Missionen und gute Entscheidungen erhöhen die Wahrscheinlichkeit auf ein gutes Ende und man erhält Belohnungen. Schlechte Entscheidungen gefährden das Überleben der Crew. (Anderseits: Alles ist besser als noch ein weiteren Leolawurzelauflauf von Neelix ertragen zu müssen! ;-))

In jedem Sektor gibt es eine Hauptmission, die man spielen muss, bevor man weiter fliegen kann. Daneben gibt es auch Side Quests, die interessant, aber optional sind. Fliegt man lieber schnell heim oder versucht man, die Moral der Crew zu erhöhen, indem man die Schiffsbibliothek gegen neue Technologien eintauscht, den Vidianern bei der Bekämpfung ihrer entstellenden Krankheit hilft oder den Kazon hinterher rennt, die sich mit Seska aus dem Staub gemacht haben, der alten cardassianischen Spionin mit einem leichten Chacotay-Crush? (Ich muss mal ausprobieren, was passiert, wenn man nicht Seska sondern den Herrn Carey beschuldigt, die Föderationstechnologien weiter gegeben zu haben. Wahrscheinlich meuchelt die Seska dann irgendwann alle im Schlaf oder sowas, wer weiß? ;-))


Die Steuerung des Spiels ist einigermaßen eingänglich, so gut wie das mit einem Controller nun mal für ein solches Spiel funktioniert. Teilweise finde ich etwas unübersichtlich, welche Aufgaben man bis wann wie erledigt haben muss, denn manchmal muss man mehrere, verkettete Voraussetzungen erfüllen, um das gewünschte Ziel zu erreichen, die alle in unterschiedlichen Räumen der Voyager versteckt sind. Insgesamt kann ich mich aber nicht allzu sehr beschweren. Ob das Spiel am PC besser spielbar ist, wenn man eine Maus zur Verfügung habt, kann ich nicht sagen, wäre aber möglich. Das Spiel bietet drei Schwierigkeitsstufen, die sich in der Menge der Ressourcen und der Stärke der Gegner unterscheiden. Die Lernkurve würde ich als mittel beurteilen: Es ist nicht ganz einfach, vor allem, wenn man so wie ich neugierig ist und immer möglichst alles erledigen will, was dazu führt, dass einem Treibstoff und Zeit ausgehen. Aber auch nicht so schwer, als dass man vor Frust den Controller hin wirft.

Insgesamt gefällt mir das Spiel bisher ganz gut. Wir hatten am Erscheinungstag schnell mal die Demo runter geladen und nach einer Stunde oder so bereits entschieden, dass wir uns tatsächlich die Deluxe-Version leisten wollen. Die hat noch ein paar Missionen mehr und man unterstützt damit nebenbei einen deutschen Entwickler! (Das Ganze wurde sogar vom Bund gefördert!) Ich hoffe, dass der Wiederspiel-Wert dadurch erhöht wird, denn man trifft offenbar nicht immer auf alle Missionen; stattdessen werden die Sternensysteme prozedural generiert und unterscheiden sich so von Mal zu Mal. Nach meinen 8-10 Stunden, die ich in das Spiel jetzt investiert habe, würde ich es interessierten Trekkies auf jeden Fall ans Herz legen, aber auch Leute, die grundsätzlich an dieser Art von Spielmechanik gefallen finden, können einen Blick riskieren. Wissen über die Voyager ist aber auf jeden Fall hilfreich, denke ich.

Fazit: Gut. Kann man machen. Grafisch vielleicht nicht so anspruchsvoll, wenn auch originalgetreu gestaltet. Das Spielen selber bringt hier mehr als peppige Grafik. Ach ja, hatte ich erwähnt, dass Tim Russ und Robbi McNiell verschiedene Texte eingesprochen haben? Also auf jeden Fall auf Englisch spielen! ;-)