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Rehe im Pleistal, Eichhörnchen im Kletterwald, Hennes hinter Gittern

6.3.: Wie war das? Ich schiebe zu viele digital-bunte Einträge vor mir her? Ja. Kann man so sagen. Anyways: An jenem Freitag vor zwei Wochen (zwei Wochen!) sind wir mal eben ins Pleistal gefahren und dort ein bisschen rum gelaufen, weil. Ich hatte die Sony mit dem Minolta 35-105mm drauf eingepackt, weil ich nebenbei ja noch einen s/w-Film voll zu machen hatte. Ich glaube, das war der in der kleinen Dignette. Die hat meine volle Aufmerksamkeit auf sich gezogen, weil manuell in jeder Hinsicht, und da dachte ich, statt auch noch dauernd Objektive zu wechseln, kann ich auch das kompakte Zoom drauf machen. Jo, hätte ich mal das fette Tele mit genommen, dann hätte ich sicher noch größere Bilder von den Rehen bekommen, die da auf den Felder rum standen.


Dass wir auf dem Weg vom Parkplatz bereits einen Herrn mit Canon und weißen Mega-Tele gesehen hatten (der da hinter der Graffiti-Wand auf den Bänken seine Ausbeute begutachtet), hätte ein Hinweis sein sollen. Ich weiß gar nicht, wie viele Rehe da rum liefen, aber ich sag mal so: Irgendwo zwischen einem halben und einem ganzen Dutzend. Und die haben sich auch recht wenig stören lassen, bis wer seinen freilaufenden Hund nicht unter Kontrolle hatte. Was war noch mal an diesen großen dreieckigen Schildern mit dem Vogel drauf und dem grünen Rand unverständlich? Aber was reg ich mich wieder auf... Bringt ja eh nix... Ich mein, ist ja nicht so, dass da nicht zusätzlich auch noch Schilder rum hingen, die noch mal extra auf die Rehe hinweisen. Harmpf!

Egal. Schwamm drüber. Sind dann mal den langen Weg gegangen, an dem Bahntunneleingang vorbei und oben an den Waldrand. Unterwegs gab es Baumpilze und Wedel im Tümpel zu sehen. Für beides würde ich normalerweise ja die Festbrennweiten verwenden, aber wenn man die nicht dabei hat, geht es auch so. Ich mag das 35-105 ja auch ganz gerne, das hat so einen gewissen Retro-Look, ist zugleich aber trotzdem selbst weit offen brauchbar scharf. Und es deckt halt ein 3x-Blickfeld ohne größere Einschränkungen ab. Ja, das 28-80 von J, das zu ihrem Dynax-5-Kit gehört, ist moderner und knackiger vom Rendering her, aber irgendwie mag ich das hier lieber. Wobei ich das andere eigentlich auch mal öfter verwenden sollte. Einfach nur, weil es da ist. Hat allerdings mit f/5,6 am langen Ende auch deutlich weniger Licht.


Jedenfalls. Wo war ich, bevor die Zeugen an der Haustüre mich mit ihrer Kaltakquise unterbrochen haben? Jesus Christuns ist auch für mich gestorben, wusstet Ihr's schon? (Es ist kurz vor Ostern, 20.3., da ich das hier schreibe.) Ja, danke, aber mir wär's echt lieber gewesen, wenn er hätte weiter leben dürfen und ihm vielleicht auch. Lass diesen Kelch an mir vorüber gehen und so. Aber ich schweife ab in weite Ferne, wo wir die Gebäude sehen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Wohnburgen in Staugustin und Klosterklausen auf dem Michaelsberg. Beides weit weg mit den mickrigen 105mm. Aber erkennbar. Reicht. ;-) (Was für eine Überleitung!)

Dann sind wir weiter den Weg rauf und runter - ist ja hier an den Waldrandausläufern eher hügelig - und am alten Kletterwald vorbei gekommen. Wie lange haben die jetzt eigentlich schon zu? Jahre! Vielleicht sogar Jahrzehnte. Aber es stehen noch immer die Wildschweine im Wald rum. Also, keine echten, sondern die, die sich am Kabel durchs Unterholz ziehen lassen. Zum Leutebespaßen.


Ansonsten: Eichhörnchen! Weil, das rannte da den Baum rauf und runter und ich habe es, so gut ich konnte, gecropt. Süüüüüß! Auch wenn die die Eier aus den Nestern klauen. Schlimmer als Elstern, und die haben ja einen ganz anderen Ruf als dieser vollsuperniedlichkuscheligen Flauschmonster! Wobei, denen möchte ich auch nicht in der Dunkelheit begegnen, die beißen sicher auch. Zähne dafür haben sie ja. Götter, jetzt musste ich wieder an den Killerhamster denken, den ich in den 90ern aus meines Bruders Richtung bekommen hatte. Bissiges Killerbiest!

Apropos Viecher: Die Ente auf dem Entengrützenteich sieht aus, als würde sie durch Eis schwimmen. Ist aber Entengrütze. Wie heißt das Zeug eigentlich wirklich? "Wasserlinsen", sagt die KI. Ja danke, wieder ein Kubikmeter Wasser verheizt, weil ich vergessen habe, -ai an meine Googel-Anfrage anzuhängen! Wichtigster Parameter seit Erfindung des Faustkeils! Das nimmt echt langsam überhand! Keiner braucht das, keiner will das, alle müssen, weil too big to fail. Wo ist das Augenroll-Emoji?


Auf dem Rückweg zum Auto sind wir dann noch am Hennes vorbei gekommen. Also, nicht dem Hennes, sondern einem Hennes. Der steht da eingegittert an der Burg, wo jetzt Gastronomie ist. Ist ja wieder Frühling, da machen die glaube ich sogar schon draußen was. Und die Ziege mit den Schafen stehen da am Parkplatz, wahrscheinlich, damit die Kinderchen mal Eimachen können. (Wie machen Kinder eigentlich Eier? Aber egal.)

Und das war der Ausflug. Man muss sich ja mal bewegen, wenn man den ganzen Tag im Home Office sitzt. (Was mache ich eigentlich im Innenministerium? Leute, die Englisch sprechen, wissen, was ich meine.) ;-)

Schwarz-weiß und analog, Teil 333b: Körniges Hennef - Ladenauslagen und Straßenmusiker

Foma 400 @ 800 #17, 31. Januar 2026
  • Olympus OM-2 s/p, Olympus Zuiko MC Auto-S 1:1.8 f=50mm, Auto Makinon 1:2.8 f=28mm, Olympus OM-System E. Zuiko Auto-T 1:3.5 f=135mm
  • Entwicklung: Fomadon R09 1+25 11:30 19,5°C; Adofix 1+5 #22 (?) 7:00 19,5°C; Adoflo 1+200 1x
Weiter geht es mit meinen Bildern aus Hennef, die ich an einem regnerischen Tag gemacht habe, in der Absicht, den Film zu pushen, bis er so richtig schön kribbelt! ;-) Der Herr vom Fotoladen hatte da schon die Karnevals-Gedönse im Schaufenster stehen, unter anderem dieses Playmobil-Polizeiauto. (1/250s, f/5, 28mm.) Dadurch, dass das Plastik eh schon so eine Struktur hat, kommt das Korn gleich noch mal so heftig rüber. Genau so habe ich mir das vorgestellt. ;-) Zugleich haben wir ein paar leichte Spiegelungen in der Schaufensterscheibe; mit viel Phantasie kann man meine Hand sehen, die die Kamera hält.

Nebenan beim Schließ-Fachhandel habe ich noch die Schlüssel fotografiert, die in der Auslage lagen. (Unbekannte Werte, unbekanntes Objektiv. Wahrscheinlich auch 28mm.) Warum eigentlich so viele Schlüssel? Wo sind die dazugehörigen Schlösser hin? Ich glaube, die Frage habe ich mir damals schon gestellt, als ich die Bilder gemacht habe.


An der Sparkasse kam ich auch vorbei, da habe ich mal wieder ein (plattes) Fahrrad mit genommen. (1/250s, f/4, 28mm.) Immerhin ist es angekettet, ist ja auch wichtig. Schön: Die Regentropfen an den horizontalen Stangen. Hat schon sehr in der nicht vorhandenen Sonne geglänzt.

Ich war noch nicht fertig mit den Geschäften hier am anderen Ende von Hennef: Den türkischen Gemischtwarenladen, der jetzt in dem Laden drin ist, wo vorher der Herr B sein Fotogeschäft hatte, musste auch noch dran glauben. (Unbekannte Werte, unbekanntes Objektiv.) Die Äpfel sehen richtig appetitlich aus. Krieg ich direkt Hunger, obwohl die nur s/w sind. Sind das unten links Apfelsinen oder kleine Pampelmusen? "Grippen" sagt mir nix und ohne Farbe kann ich es dann doch nicht erkennen. 1,49 jedenfalls. ;-)

Da wir im Rheinland sind, kann man dem 1. FC nicht entkommen. Selbst ehemalige Hotspots/Telefonhäuschen sind damit zugekleistert. (1/500s, f/5,6, 135mm.) Den letzten größeren Titel von über 40 Jahren... ist das eigentlich was, worauf man stolz sein sollte? Frage für einen Freund! :-D Ich habs ja zum Glück nicht so mit dem Fußball, aber ich glaube, mich würde das deprimieren. Immerhin ist die letzte Meisterschaft fast so alt wie ich.


Und dann stand da am Markt ein Her mit Saxophon und blies recht heftig und laut und die Leute blieben stehen und warfen mit Centstücken. (1/320s, f/5,6, 125mm.) Hat sich echt Mühe gegeben und klang durchaus brauchbar. Aber ich mag ja Saxophone auch. Gibt ja auch Leute, die da genau so allergisch drauf reagieren wie ich auf die berühmte Quetschkommode, die man in den Innenstädten immer wieder antrifft. Anyways: Ich hab die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und ein Foto gesnappt.

Am Markt gibt es auch noch einen anderen Markt mit Migrationshintergrund, dem habe ich dann auch direkt mal die Auslage weg fotografiert. (1/250s, f/5,6, 135mm.) Mit dem Tele sehen die Öbste auch direkt noch mal so verführerisch aus. Wo war noch mal der Unterschied zwischen Granatäpfeln und Passionsfrüchten? Die Farbe, oder wie war das? Auch hier, besonders in den dunklen Bereichen, sieht man hervorragend das Rauschen, auf das ich bei dieser Entwicklung so scharf war.

Nebenan gibt es ein (übrigens ganz interessant schmeckendes) Vietnam Deli, also so Fastfood-Imbiss-mäßig. (1/1000s, f/8, 135mm.) Die Leuchtreklame habe ich jedenfalls recht weit abgeblendet und zusätzlich schnell belichtet. Das Ergebnis: Ein fast vollständig freigestellter Schriftzug. Gefällt mir gut.

Auf dem Markt selber stehen da noch diese silbernen Kugeln rum, die im Regen ganz nass geworden waren. (1/160s, f/11, 135mm.) Hatte hier die Blende ebenfalls sehr weit geschlossen, um das Schaukelspielzeug im Hintergrund schärfer zu bekommen und habe dabei gar nicht gemerkt, dass mir ein Blag ins Bild gelaufen war. Bei Komposition mit Offenblendenmessung war das so unscharf, dass ich das nicht wahtgenommen habe. Merken: Immer wichtig, auch mal die Abblendtaste zu verwenden. Die hat ja jedes Olympus-Objektiv!


Zwischen Apotheke und Buchladen saß dieser dunkle Geselle im Baum. (Unbekannte Zeit, f5,6, 135mm.) Natürlich guckt der genau in dem Moment zu mir rüber und jetzt habt der Rabe keinen Schnabel, weil der in der absoluten Dunkelheit seines Gefieders untergeht. Oder guckte er gerade genau weg? Ich erinnere mich nicht und ich seh es auch nicht. ;-)

Neben der Apotheke dann noch ein Fahrrad. (1/160s, f/8, 135mm.) Hab viel mit dem Tele gearbeitet, stelle ich wieder fest. Das 135er ist aber auch wirklich eine meiner liebsten Brennweiten, besonders dieses hier von Olympus. Macht mit die besten Bilder, finde ich.

Apropos Vögel: An der Sieg saßen die Sittiche in den Bäumen, die habe ich gleich zwei Mal mit genommen. (Beide 1/500s, links f/3,5, rechts f/8, 135mm.) Schade, dass ich da keine längere Brennweite hatte. Die Viecher haben sich aber scheinbar so heftig entlang der Sieg vom Rhein hoch vermehrt, dass sie jetzt sogar hier in Hennef zu überwintern scheinen. Ich find die ja niedlich, aber eigentlich fallen die ja wohl auch unter "invasiv", oder? Ich mein, tun die was? Außer vielleicht Nisthöhlen besetzten, die dann den einheimischen Vögeln nicht mehr zur Verfügung stehen? Ich hab keine Ahnung. Die meisten Leute fragen sich sowas ja gar nicht, die finden die nur zu laut. Gut, kann man finden, aber ich mag Viecher. Besonders fliegende! ;-)


Gegen die Sittiche helfen jedenfalls auch keine Nachtruhe-Schilder, die machen Lärm, solange die Sonne scheint; das kann im Sommer auch mal länger als 22 Uhr sein! ;-) (1/1000s, f/4, 50mm.) Dahinter das Landschaftsschutzgebiet, ganz unscharf, aber erkennbar, mit dem Vogel drauf. Fand ich, passt zu dem Thema "Viecher" und "Lärm". :-D

Das Kiosk an der B88 hat auch Leuchtreklame, diese ist hier aber leider nicht so knallig raus gekommen wie das Deli-Schild. (1/500s, f/8, 135mm.) Ich hatte vor allem Angst, dass die Laufschrift auf dem Foto ganz zerbröseln würde, wenn ich so schnell belichte, aber das hat erstaunlich gut funktioniert. Hätte ich nicht erwartet, dass das so brauchbar zu lesen ist. Bei Bussen und Bahnen geht das immer nur so mäßig.

Ansonsten hing noch mehr Weihnachtsschmuck rum. (1/250s, f/16, 135mm.) Ende Januar! Tststs! Das geht ja gar nicht, Herr Hennef! Obwohl, ich glaub ja fast, der Stern hängt immer da, wenn ich so drüber nachdenke. Mal ganz weit geschlossene Blende, habe das Licht und den gepushten Film voll ausgenutzt. Das Ergebnis sich selbst mit dem Tele recht scharfe Geäste.

Beim Kronos hatte ich mich vermessen, das hätte deutlich mehr Zeit gebraucht. (125s, f/16, 50mm.) So säuft alles ein bisschen sehr ab. Aber immerhin sieht man die Spiegelungen in den Scheiben vom Rathaus.


Vor dem Schreibwarengeschäft mal wieder Glasbruch. (Unbekannte Zeit, f/4, 50mm.) Habe ich mal dokumentiert. Wieder so ein postapokalyptisches Foto. Obwohl, dann hätte jemand den Kronkornen mitgenommen! ;-)

Beim Telefon-SIM-Karten-Anbieter gab es dann noch Nüssen und Gedöns, die habe ich auch mal s/w gemacht. (1/250s, f/5,6, 50mm.) Einfach, weil ich dachte, das gibt mit dem Fluchtpunkt in der Sackgasse (so sieht es aus, obwohl es nicht stimmt) ganz interessant aus. Und ansonsten einfach, weil ich den Film ja voll kriegen will! ;-)

Apropos: Der Film wird dann beim nächsten Eintrag voll. Da geht es zurück zum Auto. Das heißt, es ist viel Bahnhof zu sehen.

Dignette - Testfilm entwickelt

Nachdem die Kamera dann gewartet war, wollte sie natürlich auch ausprobiert werden. Dazu hatte ich mir den alten russischen Belichtungsmesser geschnappt, dazu den Voigtländer Rangefinder, den man in den Coldshoe klemmen kann, und ab nach draußen. Das Wetter war ja die Tage recht gut und sonnig, aber ich hatte mich trotzdem für einen billigen Foma entschieden. Ich hatte allerdings keinen 100er mehr, der sich bei einer Kamera mit so langen Belichtungszeiten angeboten hätte, deswegen musste ich wohl oder übel einen 200er nehmen. Böse Zungen behaupten ja, dass das eh alles der gleiche Film wäre, der sich nur in der Länge der Entwicklungszeiten unterscheiden würde, aber ich finde, man sieht da doch schon recht deutliche Unterschiede in der Körnung. Oder ich bilde es mir nur ein, man weiß es nicht. ;-)


Nachdem der Film am Freitag voll war, hatte ich ihn am Samstag in der Suppe liegen und dann unter der Dusche hängen. Und auf den ersten Blick sieht alles OK aus. Gut, die Belichtung ist teilweise schon mehr als nur eine Blende off, aber das liegt daran, wenn man mehr oder weniger über den Daumen rät, wie man zu belichten hat. Alte Selenzellenmesser sind nun mal nicht unbedingt die genauesten Werkzeuge. Aber ich hatte einfach mal Lust darauf, mit den gleichen Utensilien wie ein Fotograf aus dem Jahr 1958 unterwegs zu gehen. Wie so ein Zeitreisender. ;-)

Primär ging es mir auch hauptsächlich darum, die Schärfe zu testen: Das Frontelement dreht ja komplett frei, weil der Vorbesitzer die Schrauben nicht wieder rein gemacht hat, von denen ich annehme, dass sie den Anschlag justieren würden, weshalb ich nur raten konnte, wo Unendlich und all die anderen Entfernungen auf der Skala wirklich sind. Dass ich jetzt so einen eher empfindlichen Film genommen habe, macht diese Arbeit nicht einfacher, denn ab f/8 ist bei 45mm ja nun kaum noch zu sehen, wo die Schärfeebene tatsächlich wäre. Vor allem, wenn man den Film erst mal nur nass unter der Dusche mit dem Handy ableuchtet. Aber es scheint so, als könnte ich evtl. tatsächlich ein paar brauchbar scharfe Fotos gemacht haben, was mich ehrlich gesagt schon fast ein bisschen überrascht. Die Kamera ist schließlich so runter genudelt, dass es an ein Wunder grenzt, dass sie überhaupt noch Bilder produziert.


Ansonsten, wie gesagt, bin ich ganz zufrieden mit den Ergebnissen. ich hatte bei der Entwicklung dieses Mal 30 Sekunden länger im Fomadon P ziehen lassen, weil ich das so notiert hatte, aber ob das was geholfen hat, kann ich nicht sagen: Die Messungen mit dem externen Belichtungsmesser waren dann doch zu sehr all over. Ganz davon abgesehen, dass ich keine Ahnung habe, wie genau die Zeiten ablaufen, besonders die 1/50s. (Die 1/200s scheint ja recht präzise zu sein, bei der sind so 80% der Bilder entstanden, während ich die ganz langsamen 1/25s gar nicht benutzt habe, einerseits wegen der Verwackelungsgefahr, andererseits weil der Film dafür viel zu schnell war; bei f/16 ist bei der Kamera leider Schluss.) Aber der Leader sieht mir noch immer etwas dünn aus, vielleicht sollte ich 6:30 Minuten ins Auge fassen.

Aber insgesamt als Fazit: Die Stunde, die ich an dieser Kamera herum gebastelt habe, um sie wieder fit zu machen, hat sich alleine wegen des Erlebnisses gelohnt, das ich während meiner drei Sessions an verschiedenen Orten hatte. Und dass mit dem Filmtransport hat auch ganz OK geklappt, auch wenn ich zwei, drei mal Ladehemmung hatte. Nachdem ich den Film aber immer in der Patrone etwas gelockert habe, indem ich mal kurz am Rückspulknöpfchen gedreht habe, ging es ganz gut. Apropos, Zurückspulen ohne Hebel ist eine Tortur und ein Erlebnis, das ich mir wiederum eher sparen würde! ;-) Jedenfalls: Bin auf die Scans gespannt!

ERROR: Failed to open file: boot\initramfs

Wahrscheinlich fang ich jetzt schon an zu verkalken oder sowas, aber ich könnte mir die Haare raufen. (Davon habe ich ja immerhin noch einen ganzen Haufen, wenn auch in distingiert grau! ;-))

Aber von Vorne: Es begab sich aber zu der Zeit, dass ich mal wieder mein Desktop-System geupgedatet habe, weil, war mal wieder Zeit, der Firefox fing schon an zu schimmeln. Und unter Anderem hat sich das Gentoo dann eine neue Kernel Source gezogen und ich denk mir so, fein, endlich mal ein neuer Kern! Alles wie immer gemacht, .config rüber kopiert, kompiliert, module installiert, den verk*ckten Nvidia-Treiber nach geschoben, wie in der Steinzeit mit genkernel eine initrd gebaut, alles nach /boot kopiert und neu gestartet.


Ja, ne: Arschlecken!

Erstmal verdutzt gestaunt, mich eine halbe Stunde durch Dokus gefressen, dann beschlossen, mal endlich ins Bett zu gehen, weil, war ja schon 1 Uhr nachts und mal ein bisschen das Hirn zu entspannen und neue, frische Ideen zu generieren. Am Nächsten Tag stank aber noch immer die Kacke im Sumpf (aka UEFI, was ich ja auch noch nie verstanden habe, weil mir das viel zu automagisch ist). Hin und her und wie so ein Noob dracut und den ganzen dran hängenden Krempel installiert und im Kernel-Directory ein make install gemacht und geguckt und geschaut und nix is.

Erst mal was anderes, produktiveres gemacht. Der alte Kernel bootet ja schließlich ohne Probleme. Dann mal daPete gefragt - Grüße an dieser Stelle -, was er zu dem Thema meint. "Sieht aus, als hätte er den initrd-Parameter ignoriert?" Ja, das sehe ich auch so. Musste dann mal wieder gestehen, dass ich noch immer nicht Grub gelernt habe - wenn mir UEFI zu automagisch ist, dann ist Grub das genaue Gegentum! Wenn ich mich in Parametern und Optionen und Geschisse ertränken will, dann benutze ich Grub! ;-) Kam dann jedenfalls auf die Idee, dass man ja früher™ im Kern irgendwo angeben konnte, wo er die initramdisk finden könnte, wenn er sie nicht selber finden kann. Mal danach gegreppt und...


...was zum Ficus?! Hab ich das da rein geschrieben? Das hab ich nicht da rein geschrieben! Bin ich jetzt blöd, oder was?! CONFIG_CMDLINE bereinigt, make, make install, reboot, geht! Was zum?! Bootet direkt per BIOS am refind vorbei in die 6.18.18. Das musste ich noch kurz fixen, aber das war kein Akt.

Wieso stand das da drin? Wo kommt das her? Wer hat das da rein geschrieben? Ich habe wie immer die alte .config aus dem alten Kernel kopiert und nur die Unterschiede ausgefüllt. ("Nein zu allem, neumodischen Kram, brauch ich nicht!" :-D) Das muss das schon drin gestanden haben seit Anbeginn aller Zeiten und die alten <6.18 hat das nicht interessiert, wenn da nix zu finden war? Ich kann mich jedenfalls weder erinnern, das da rein gemalt zu haben, noch dass ich jemals Probleme damit hatte. Aber auch egal. Mal lebt, man lernt.

Dignette - kleinere Reparaturen

Ein paar Tage nach dem Erwerb dieser kleinen Kamera habe ich mich in den Garten gesetzt, die Sonne schien so schön, habe meine Werkzeuge mit gebracht, und versucht, dieses Stück Geschichte wieder ans Laufen zu kriegen. Als erstes habe ich mich der schlecht greifenden Kupplung zwischen Spannhebel und Filmspule gewidmet. Dazu habe ich als erstes den Bodendeckel entfernt, weil dieser sehr viel leichter zu lösen ist als der Deckel oben mit den Bedienelementen. Darunter versteckt sich aber nur die Mechanik mit dem Knöpfchen für das Aushaken der Walze (zum Rückspulen) und eine einzelne Feder, die die Welle hält und wieder zurück zieht, wenn man die Kamera aufzieht. Die hat auch in all den Jahren nichts von ihrer Spannkraft verloren. Ich hab sie trotzdem mal ab gemacht und überprüft, wobei mir aufgefallen ist: Ohne die Feder greift der Spannhebel viel besser! OK? Seltsam. Ich hab sie dann fürs Erste ab gelassen, denn das Eindringen in die Kamera von Oben ist doch ein bisschen schwieriger als man glaubt, was man auch an den Beschädigungen durch den Vorbesitzer sehen kann, die er bei seinem Demontage-Versuch hinterlassen hat.


Danach habe ich geschaut, ob ich vielleicht den Ring gelöst bekomme, der das mittlere Element im Objektiv hält. Auf dem Verschluss ist nämlich auf einer der Lamellen eine seltsame Ablagerung, die wie Harz aussieht. Die würde ich gerne entfernen. Wie auch wohl der Vorbesitzer das vor hatte, als er das Frontelement von sämtlichen Schrauben befreit hat. Ich habe keine Ahnung, wieso er das getan hat, wahrscheinlich um das Fokuselement komplett entfernen zu können. Es schlägt jetzt jedenfalls nicht mehr bei unendlich an. Oder die Skala ist nicht mehr an der richtigen Stelle, das kann natürlich auch sein. Das werde ich dann sehen, wenn alle Bilder unscharf sind, die ich gemacht habe! ;-)

Jedenfalls: Die Verklebung ist so stabil, dass auch ich da nicht rein komme. Das habe ich gar nicht erst ausprobiert, als ich die Kratzer gesehen habe, die da schon drin sind. Stattdessen habe ich mir gesagt: Der Verschluss geht auf und zu, es kann also nicht so schlimm sein! Und habe mich eher den nicht funktionierenden Zeiten gewidmet!


In Missachtung jeglicher Tipps, die man im Netz findet, wie man einen alten Vario-Verschluss wieder ans laufen kriegt, habe ich ein paar ganz kleine, wohl dosierte Stöße vom Kontaktreiniger in die Schlitze und löcher geträufelt und dann die Verschlusszeiten mehrfach hin und her gedreht, damit das Zeugs sich da drin gut verteilt, bevor es wieder verdampft. Und siehe da, das hat schon gereicht, die langsamen Zeiten laufen wieder! Cool! Damit ist die Kamera mechanisch zumindest in der Lage, Fotos aufzunehmen. Ob das mit dem Fokus und der Geschwindigkeit der Zeiten alles so stimmt, steht natürlich auf einem anderen Blatt und das werde ich auch erst herausfinden, wenn ich tatsächlich einen Film einlege und belichtet und entwickelt habe! Aber: Um zumindest einigermaßen zu wissen, ob unendlich da ist, wo unendlich dran steht, habe ich ein dünnes Papier genommen, in die Filmebene gelegt und das ganze bei B in die Sonne gehalten. Die Äste und Zweige der weit entfernten Bäume sahen so aus, als wären sie tatsächlich scharf, wenn das Frontelement ungefähr bei Unendlich steht. Wenn ich es weiter darüber hinaus gedreht habe, erschien es mir wieder unschärfer. Deutet darauf hin, dass Unendlich an der Stelle ist, wo die Skala es angibt. Zudem wurden die nahen Zweige und die Dachkante vom Gartenhaus schärfer, wenn ich in die andere Richtung gedreht habe. Scheint also ungefähr zumindest hin zu kommen! Wie ich immer so schön sage: Schaumama!


Danach blieb eigentlich nicht viel anderes zu tun, als ein bisschen Schaumstoff in die Schlitze zu schieben, in der Hoffnung, dass die Kamera dann wieder lichtdicht ist. Ich weiß nicht mal, ob da vorher überhaupt Dichtungsmaterial drin gewesen ist, aber es sieht so aus. Wahrscheinlich eine gewachste Kordel oder sowas, was man damals dafür verwendet hat. Im Schlitz konnte ich nämlich noch ganz verschwommen die Abdrücke von Kleber wahrnehmen, die ungefähr so aussahen, so leicht gedreht. Also einfach was von dem Zeugs da rein geklebt, das ich immer dafür verwende. Ist in diesem Fall ein bisschen dick, die Tür schließt jetzt nur noch so lala, vor allem, nachdem ich da noch einen Streifen an der Scharnierseite angebracht habe, aber es schließt und ich habe die Hoffnung, dass da jetzt kein Licht mehr rein kommt. Also, zumindest nur noch durch den Verschluss! ;-)

Fazit: Gut eine Stunde gebraucht. Ja, totale Zeitverschwendung, in der ich viel sinnvollere Dinge hätte tun können, aber hey: Wir alle brauchen ein Hobby! :-D