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Zombicide

Was ja das Schlimmste daran ist, wenn man regelmäßig Gleichgesinnte (Nerds/Geeks) trifft: Man hat ähnliche Interessen und Vorstellungen davon, was ein unterhaltsamer Abend ist. So begab es sich, dass der A letztes Mal auf dem Tomb Raider Orga seine Version von Zombicide dabei hatte und dort bereits J mit dem Zombie-Virus infiziert hatte, während ich noch mit dem kleinen Prinzen die Wände hoch gelaufen bin und das völlig verpasst hatte. Aber als wir uns dann letzten Monat in Kassel getroffen haben, war es auch um mich und meinen Verstand geschehen.

Der Detailreichtum der Figuren ist einfach umwerfend. Nun muss ich allerdings dazu sagen, dass As Zombies noch viel besser aussehen, denn er hat sie mit Modellbaufarbe angemalt. Erste Sahne! Dagegen sind unsere noch immer "stock" wie sie aus der Verpackung kamen, als wir sie letztens aus dem lokalen Bonner Comicladen mitgenommen haben. Man muss ja auch den regionalen Handel unterstützen, auch wenn die da 10 Euro teurer waren als im Internet. Man hat ja auch eine Verantwortung, dass die Innenstädte nicht noch mehr aussterben, weder wegen Geschäftsaufgabe noch wegen marodierenden Zombie-Horden! :-D


Worum geht es in dem Spiel? Nun, es ist mal wieder die Endzeit angebrochen, die Apokalypse hat begonnen und Schwärme von Untoten fluten die Städte. Nur eine kleine Anzahl Überlebender - gespielt von den Mitspielern dieses Spiels - hat es geschafft, sich in dieser düsteren Zukunft zu behaupten. Jetzt suchen sie in den Ruinen der einst blühenden Zivilisation nach Vorräten, Waffen und sonstigen Kisten. Der übliche Zombie-Film, sozusagen.

Idealerweise hat man sechs Mitspieler, die jeder einen Überlebenden steuern. Aber man kann das Spiel auch mit beliebig vielen anderen Spielern oder gar alleine spielen, dann müssen mehrere Charaktere eben von ein und der selben Person gesteuert werden. Jeder Überlebende hat besondere Fähigkeiten, die sich im Laufe des Spieles (durch Upleveln) auch verbessern können. Zur Auswahl stehen sechs erwachsene Charaktere und sechs Kinder, die statt 3 Lebenspunkten nur 2 haben.


Und dann sind da die Zombies: Schlurfende Schlurfer, die eher gemächlich unterwegs sind, rennende Läufer, die die Überlebenden durch die verwüstete Stadt scheuchen, schwabbelige Fettbrocken, denen nur mit den besseren Waffen, die erst gefunden werden müssen, beizukommen ist, und schließlich die Monstren, völlig overpowered und nur mit einem der selten zu findenden Molotov-Cocktails zu besiegen. Diese Zombies sind nicht besonders helle, rennen aber jedem kleinsten Geräusch hinterher und fressen alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist.

In jeder Spielrunde haben die Überlebenden (am Anfang) drei Aktionen, die sie ausführen können: Angreifen, suchen oder sich über den (immer wieder neu zusammenstellbaren) Spielplan bewegen. Dann sind die Zombies dran, die einfach dem lautesten Geräusch hinterher rennen. Wer von ihnen erwischt wird, wird gebissen und verliert einen Lebenspunkt. Wer bei 0 ankommt, wird gefressen und (je nach Regeln des gespielten Szenarios) das Spiel ist verloren - entweder überleben alle oder keiner. Wenn man Glück hat, schafft man es, sämtliche von der Anleitung des Szenarios gestellte Aufgaben zu lösen und den Ausgang zu erreichen. Dann gewinnen die Überlebenden. Und das ist schon alles.


Was das Spiel so interessant macht, ist die Kombination aus RPG und Strategie. Einfach nur blindlinks Zombies zu meucheln, bringt zwar Erfahrungspunkte (hier Adrenalin genannt) und baut die Fähigkeiten aus, aber leider bestimmt auch das Level des stärksten Spielers, wie viele Zombies am Ende einer Runde neu auf das Spielfeld wanken. Es ist also durchaus nötig, dass die Spieler sich untereinander absprechen und auf eine Strategie verständigen - ein Punkt, den wir heute wohl ein bisschen vernachlässigt haben, denn die Zomnies haben alle unsere Hirne gefressen. Nicht, dass man den Unterschied so schnell merken würde! ;-)

Zugleich ist das Spiel sehr abwechslungsreich und bietet immer wieder anders aufgebaute Szenarien mit leicht abgewandelten Regeln. Es ist natürlich auch möglich, sich sein eigenes Szenario zu bauen, aber so weit sind wir noch nicht. Zusätzlich - sozusagen als DLC - kann man auch noch in den Laden gehen, noch mehr echtes Geld auf den Tresen legen und Erweiterungen mit zusätzlichen Charakteren und/oder Szenarien kaufen. Aber auch das haben wir noch nicht, wobei aber J bereits ihr Auge auf die Supernatural-Charaktere geworfen hat, die es auch noch gibt.


An den Szenarien stehen ungefähre Spielzeiten (die wir praktisch noch nie eingehalten haben) und Schwierigkeiten dran, sodass man sich erstmal vorsichtig herantasten kann. Überhaupt ist die Anleitung gut übersetzt und schön bebildert, aber teilweise etwas undurchsichtig. Das liegt aber wahrscheinlich in der Natur der Dinge, denn so ein Regelwerk ist eben nicht mal kurz in einem Blogartikel von 1.000 Wörtern erklärt... ;-) Ich habe hier wirklich nur an der Oberfläche gekratzt, die Details sind schon ein bisschen komplizierter!

Wer also gerne RPGs spielt und eine Vorliebe für Zombies hat, kann hier viel Spaß haben, besonders weil die Figuren so "liebevoll" gestaltet sind. (Ich weiß nicht, ob das bei den Zombies das richtige Wort ist!) Auch die Charaktere sind interessant designt und es macht Spaß, sie zu steuern. Wem das aber alles jetzt schon zu kompliziert klingt, sollte lieber die Finger davon lassen. Eine Runde Mensch-ärgere-Dich-nicht kann auch sehr entspannend sein! :-D

Wir sind jedenfalls ziemlich begeistert von dem Spiel. A hatte eine andere Version, die mehr so Dungeon-artig daher kam, mit Zauberern und Kriegern als Charaktere. Daneben gibt es auch noch diverse andere Pakete. Leider sind die Figuren sehr aufwendig herzustellen und er Preis entsprechend hoch. Ich nehme an, die Auflage der verschiedenen Versionen ist auch nicht ganz so hoch - Zombies sind ja doch eher ein Nischenprodukt. Man sollte sich also vielleicht schon vorab überlegen, welche Szenerie einem am Besten gefallen.

Flugplatz Hangelar

Heute mal eben in St. Augustin gewesen. Den Einkauf mit ein bisschen Gucken verbinden. Muss auch mal sein. Und vorher mal eben schnell am Flugplatz in Hangelar die täglichen Schritte erledigen. Geparkt auf dem P+R-Parkplatz an der Bahn und dann rüber über die Bahnlinie. Aber nicht, ohne vorher noch die Container und das Klohäuschen zu fotografieren. Und kurz dahinter den Basketball-Korb. Der sollte bekannt sein, den hatte ich schon mal hier drin.


Hatte heute wieder die Canon dabei, aber nebenbei auch das 135mm Nikon E, das ich schon öfter mal mit dem Adapter da drauf hatte. Das ist eine ganz gute Kombination, auch wenn das Scharfstellen auf der modernen DSLR-Mattscheibe, wie schon mal angedeutet, eher schwierig ist. Aber insgesamt habe ich es glaube ich ganz gut hin bekommen. Das Feuerwehrauto ist zwar ein bisschen unscharf, aber das merkt man auch erst, wenn man es auf eine viel zu große Größe aufzieht.

Den Rotor vom ADAC-Hubschrauber habe ich so abgeschnitten, weil der Rest vom Gerät hinter irgendwelchem hässlichen Kram hinter stand. Den hätten die ja mal besser platzieren können. Echt jetzt! Denkt denn hier keiner an die Fotografen?! ;-)


Dafür hatte ich aber einen einigermaßen freien Blick auf die geparkten und die startenden Privat-Flieger, die hier den Großteil des Verkehrs ausmachen. Bei dem Wetter und an einem Wochentag sind wahrscheinlich eher weniger Rundflüge unterwegs. Denke ich jedenfalls.

Die Antennen oben auf dem Tower finde ich außerdem sehr spannend. Kann jemand abschätzen, wie groß die Pinne sind? Nur, würde mich interessieren, auf welcher Frequenz die so senden/empfangen. Vor allem, so viele in so einer kreisrunden Anordnung. Kann man damit vielleicht Transponder in bestimmten Richtungen orten? Ich habe echt keine Ahnung und spekuliere mal wieder nur ins Blaue rein. Jemand eine Ahnung? Gibt es hier eigentlich mal sowas wie einen Tag der offenen Tür? Würde mich echt mal interessieren, wie die Abläufe auf so einem Flugplatz vonstatten gehen.

Dann haben wir noch die Runde komplettiert und sind am Spielplatz vorbei zur anderen Ecke der Richthofenstraße. (Ist das eigentlich noch zeitgemäß, Straßen nach "Fliegerassen" aus dem ersten Weltkrieg zu benennen?) Da kommt man an einem Spielplatz vorbei, der thematisch auch sehr ans Fliegen angelehnt ist...


Ansonsten interessierten mich aber die "großen" Flugzeuge mehr. Auch das eine, das da als Ausstellungsstück fest installiert ist. Davor steht eine Kastanie, die gerade in voller Blüte steht und dementsprechend ein interessantes Motiv abgibt. Zu kitschig? Mag sein, aber. Man nimmt, was man kriegt! ;-)

Danach dann durch das Wohngebiet zurück, weil wir eine Runde draus machen wollten. Da gibt es allerdings nicht viel zu sehen. Vielleicht noch der Sportplatz, der da ist. Aber da war gerade Trainig, da wollte ich dann auch nicht mit der Kamera drauf halten. Da fühlen die sich nachher nur belästigt.


Dann auf dem Weg zum Auto vom Flugverkehr ablenken lassen, soll heißen: Ausfahrt verpasst. Dafür ein paar Detail-Bilder von Fluggeräten im Anflug mitgenommen. Die kommen da ja tatsächlich schon recht steil rein, wenn man das so sieht. Finde ich erstaunlich, dass die so viel Höhe runter nehmen, während sie anfliegen. Am Ende hatte ich das Gefühl, dass sie gleich in der Hecke hängen! ;-)

Dann aber schließlich doch zurück zum Auto und zum Einkaufen in die Mall. Wo ich ganz nebenbei tatsächlich eine Shorts für relativ günstig ergattert habe. Bin ich ja mal gespannt, ob dieses Jahr dann warm wird. Wäre ja jetzt eigentlich logisch, dass das Kackwetter der letzten Wochen so weiter geht. In den letzten Tagen ist es echt richtig kalt geworden! Bin ich schon ganz froh, dass ich doch noch nicht die Winterräder runter und die Sommerräder drauf gemacht habe...

Schwarz-weiß und analog, Teil 258: Wahner Heide

Fomapan 400 #13, 5. September 2023
  • Nikon F90x, Nikon AF 50mm 1:1.4, Nikkor AI 35mm 1:2
  • Entwicklung: Adonal 1+25, 11:00 Minuten (Push +1), 20°C, Adofix Plus 1+7 (11.), 9:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Auf dem Film vom Ehemaligentreffen war noch gut ein Drittel frei, sodass ich ein paar Tage später kurzerhand mal eben in die Wahner Heide bin, um den voll zu machen, damit ich ihn auch entwickeln kann. Die kontrastreiche, körnige Entwicklung hat auch diesen Fotos ganz gut getan.

Vom Parkplatz aus kommt man ja als erstes mal an diesem alten Baum vorbei, der da bestimmt schon Jahrzehnte rum liegt. (1/6400s, f/4, 50mm.) Und das ist der Grund, weshalb ich so gerne die F90X benutze: Die geht hoch bis 1/8000stel und ich kann auch mit höher empfindlichen Filmen im Tageslicht arbeiten, ohne die Blende ganz zu machen zu müssen. OK, das war jetzt an dieser Stelle nicht ganz so dringend nötig, aber ihr kennt mich ja, ich gehe selten mal über f/4 raus! ;-)


Gegen's Licht habe ich dann allerdings mal wieder ein bisschen übertrieben, aber gut zu wissen, dass auch die schnellste Zeit in der Kamera einwandfrei funktioniert. (1/8000s, f/2,8, 50mm.) Silhouetten haben ja auch was für sich. ;-)

Apropos Silhouette, den kleinen Baum habe ich dann mal versucht, ähnlich hin zu bekommen, aber der hat noch erstaunlich viel Details in den Schatten. (1/640s, f/8, 35mm.) Hier habe ich auch mal kurz auf das 35er gewechselt, von dem ich ja trotz seines gammeligen Zustands immer wieder erstaunt bin, dass das so knackige Fotos produziert. Das Bild fängt die Herbststimmung an jenem Tag jedenfalls sehr gut ein.

Aber hauptsächlich mache ich die Blende ja immer so weit wie möglich auf, weil ich so bokeh-geil bin, wie man an diesem Wanderwegmarkierungspfosten erkennen kann. (1/5000s, f/1,4, 50mm.) Ahhh... weit offen... Da fühle ich mich heimisch. Cooles Bild, auch wenn das Objektiv so weit geöffnet nicht immer das schärfste Bild auf den Film wirft. Aber die Löcher im Blattwerk im Hintergrund sehen schon ziemlich Klasse aus.


Der obligatorische Shot vom Telegrafenturm darf auch nicht fehlen, wenn ich in der Heide bin. (1/8000s, f/4, 50mm.) Hier waren mehr als f/4 nicht drin, denn der Himmel war schon extrem hell. Aber die Blätter im Vordergrund sich auch so einigermaßen unscharf geworden, wie ich es mir gedacht hatte. Für das Wetter war der Film dann doch ein bisschen zu empfindlich.

Ein bisschen Borke vom Baum mit Flechtenflecken habe ich dann auch noch mit genommen, einfach weil ich mich da gerade hingesetzt hatte und das in Reichweite war. (1/200s, f/4, 50mm.) Wie man sieht, im Halbschatten der umstehenden Bäume war es sehr viel dunkler, da musste ich mit der Zeit deutlich nach oben gehen. Allerdings hätte ich den Spielraum doch noch ausnutzen sollen und vielleicht auf f/8 hoch gehen sollen, denn die Schärfe lässt auf diese Entfernung doch schon sehr schnell nach, sobald man die eigentliche Fokusebene verlässt, und ich hätte gerne alle Flechten und Moose scharf gehabt.

Im alten Sprengstoff-Bunker liegt noch immer das Bettgestell rum und ich möchte es eigentlich gar nicht wissen! ;-) (1/40s, f/8, 35mm.) Um alles scharf zu bekommen, habe ich aufs Weitwinkel gewechselt und die Blende mal für meine Verhältnisse sehr weit zu gemacht. (Wobei ich ja sagen muss, dass ich in letzter Zeit auch digital gerne mal mit geschlosseneren Blenden arbeite, besonders seit ich die kleine Canon übernommen habe. Weiß auch nicht so genau, woran das liegt. Da kommen doch häufiger mal Bilder mit f/8 oder gar f/11 vorbei... Aber auf Film muss man halt nehmen, was gerade zur eingelegten Empfindlichkeit passt.)


Dass hier in der Heide wieder vermehrt Aktivitäten sind, seit der verrückte Herr P sich die Ukraine als sein neuestes Projekt ausgesucht hat, sieht man auch an den Reifenspuren im Sand. (1/200s?, f/16, 50mm.) Hui, hier habe ich tatsächlich mal die Blende so weit wie möglich geschlossen, trotzdem ist der Horizont unscharf. Selbst die Spur ist nicht vollständig in focus. Aber der Verlauf von vorne, den ganz poppend scharfen Sandkörnern nach hinten ins Unendliche ist schon ganz gut geworden, ähnlich wie ich es mit vorgestellt hatte.

Das letzte, hochkante Bild habe ich da oben ein bisschen vorgezogen, weil die einfach als Dreierpack besser machen, finde ich, deshalb kommt jetzt noch mal der Bunker, und zwar einmal von außen (1/8000s, f/4, 50mm) und einmal von innen, das Bett in der Horizontalen (1/50s, f/5,6, 35mm), wie es sich gehört. ;-) Buah! Echt nicht dürber nachdenken! Da kriegt man doch Sand überall rein! :-D Gerade bei den Fotos von drinnen bin ich ja erstaunt, dass das mit dem billigen Foma und meiner eher schlampigen Entwicklung so knackig-kontrastige Bilder gegeben hat. Ich mein, ja, der Foma ist ja bekannt für seine Absaufenden dunklen Flächen, aber hier kommt alles doch richtig kräftig raus, finde ich.

Ein bisschen Gemüse am Wegesrand darf bei einem Besuch der Wahner Heide im Allgemeinen ja auch nicht fehlen. Da haben wir zum Einen diese Brombeeren in der Sonne. (1/2000s, f/4, 50mm.) Schön scharf kommen die im dunklen Hintergrund richtig gut zur Geltung.


Margariten-artigen weißen Blumen, die ich ziemlich genau für die hellen Blüten belichtet habe, was man auch direkt sieht, da sie kräftig aus dem fast schwarzen Hintergrund heraus poppen. (1/2500s, f/8, 50mm.) Sieht auch ziemlich genau so aus, wie ich mir das gewünscht hatte

Beim Heidekraut ist das ein bisschen schwieriger, die Blüten sind so klein, man will am Ende ja nicht nur helle Nadelstiche im Film haben. (1/2000s, f/4, 50mm.) Aber andererseits ist ein schön weichgezeichneter Hintergrund ja auch nicht falsch! ;-)


Und dann gibt es noch ein Farnblatt, das in der Sonne glänzt. (1/2000s, f/4, 50mm.) Auch hübsch. Es ging ja doch schon sehr auf den Herbst zu, da passt das schon gut dazu.

Schließlich zurück am Parkplatz noch die Schranke mitgenommen. (1/4000s, f/4, 50mm.) Die hat auch kräftig in der Sonne geglüht. Wenn ich das so sehe, könnte langsam mal ein bisschen Sommer werden draußen. Aber nur ein bisschen, nicht wieder so schwül wie letztes Jahr. Der Herbst war eigentlich ganz nett, wenn es nicht gerade geregnet hat wie junge Hunde.


Und das letzte Foto: Der Kater. Miau! (1/???, f/??, 50mm.) Da muss ich ja nicht viel mehr zu sagen. ;-)

Zum Flohmarkt und zurück

Letzten Sonntag waren wir nur mäßig faul, weshalb ich jetzt noch ein paar Bilder von unserem Ausflug nach Siegburg zum Flohmarkt hier rum liegen habe, die jetzt hervorragend zu verarbeiten sind, weil es draußen wir junge Hunde regnet. Vom Flohmarkt selber habe ich kein Bilder, nur vom drumherum. Denn für so ein paar Stände war da echt die Hölle los. Ich weiß nicht, wo die ganzen Leute her kamen, aber es war weit und breit kein Parkplatz zu finden. Wir hätten wohl doch besser das Rad genommen. So mussten wir unten an der Sieg parken, kurz vor der Kreuzung in Deichhaus. Und dann gut 20 Minuten zum Kaufland watscheln. Naja, so kann man auch seine Schritte zusammen bekommen.


Unterwegs habe ich diverse Bilder gemacht, wie man sieht. Ich hatte die Canon dabei, weil die so klein und praktisch ist. Wie immer konnte ich nicht an den üblichen Fahrrädern vorbei gehen, ohne mindestens einmal auf den Auslöser zu drücken. Ich mache zu viele Fotos... ;-)

Auf dem Weg kamen wir am Stauwehr vorbei, aber lang habe ich mich da nicht aufgehalten, denn J war schon wieder so schnell vor gegangen. Keiner nimmt auf die Bedürfnisse verrückter Fotografen Rücksicht, ts! :-D Aber ehrlich gesagt, ich habe da glaube auch langsam mal genug Bilder von.


Dann quer durch das Industriegebiet mit den Schrotthändlern. Hier habe ich mich allerdings mehr auf das Gedöns weiter oben beschränkt: Dächer und der Turm standen auf dem Programm. Ist doch ein recht weiter Weg, wenn man da hinten parken muss. Aber die roten Bachsteingebäude habe schon was, finde ich.


Dann waren wir auf dem Flohmarkt selber. Auch wenn wir keine genauen Vorstellungen davon hatten, was - und ob überhaupt - wir suchten, waren wir doch einigermaßen enttäuscht. Nach dem Anreisestau hatte ich eigentlich mir mehr gerechnet, aber das waren ja noch weniger Stände als beim letzten Mal, als ich im Herbst hier gewesen war. Und auch die Tatsache, dass es sich zumeist um Trödel handelte, der hier feilgeboten wurde - also nicht diese China-Schrott-Neuware, der in letzter Zeit immer häufiger auf Flohmärkten zu sehen ist, und die kaputt geht, wenn man sie nur fest genug anschaut -, haben wir tatsächlich nicht wirklich interessante Dinge gefunden. Alles nur die üblichen Kameras aus den 1950er und 1960er Jahren.

Bis auf eine Ausnahme: Der erste Stand, direkt an der Ecke, an der wir den Markt betraten, hatte eine recht große Auswahl alter Kameras. Vor allem, da waren auch DSLRs dabei. Unter Anderem eine Canon 5D, bei der ich ja fast bereit gewesen wäre, die mitzunehmen. Aber zum einen hat J die ganze Zeit daneben gestanden und "Nein! Pfui! Aus!" gesagt, zum anderen war da weder Akku noch Ladegerät dabei. Das alleine hätte mich jetzt noch nicht so abgeschreckt, beides lässt sich sicher günstig dran kommen, und der Standinhaber schien auch durchaus zum Handeln bereit zu sein, aber die Kamera sah leider auch schon sehr mitgenommen aus. Nicht nur, dass der Lack an allen Ecken und Kanten ab war, die war auch sehr dreckig und da hätte ich dann gerne doch einen Funktionstest gemacht, bevor ich nachher nur einen Ziegelstein mit genommen habe.


Der Rest des Flohmarkts war uninteressant, sodass wir uns auch recht schnell wieder auf den Heimweg gemacht haben. Den gleichen Weg, den wir gekommen waren, sind wir wieder zurück gegangen: Vorbei an den Blüten der Apfelbäumchen und der rostigen Kette beim Lackierer um die Ecke. Das fette Schlagloch, in das ich mal wieder voll rein gefahren war, als wir hier einen Parkplatz gesucht hatten, habe ich zwar auch dokumentiert, aber das kommt auf dem Foto nicht raus, deswegen habe ich es weg gelassen.


Dann an der Sieg entlang, wo noch diese Weste und ein roter Bec her auf einem Anhänger abhingen, zurück zum Auto. Und dann heim. Kein besonders erfolgreicher Ausflug. Eher enttäuschend. Im Nachhinein hätte ich den Typ einfach noch ein bisschen weiter runter handeln sollen, einfach nur, dass ich am Ende was mit genommen hätte. Wenn's dann ein Brick gewesen wäre, wär's auch egal gewesen! ;-)

Blühendes Gemüse auf dem Friedhof

Es ist schon komisch, wenn man sich zu Geburtstagen auf Friedhöfen rum treibt. Vor allem nach dem letzten Wochenende, das ja mehr oder weniger davon geprägt war, dass wir an einer Trauerfeier teilnehmen durften. Andererseits, immer noch besser, als sich gar nicht an seine Vorfahren zu erinnern. Also den Blumenkübel geschnappt und neues Grünzeug in der Gärtnerei besorgt. Mal sehen, wie lange das dauert, bis die Schnecken das auch wieder gefressen haben.

Die alte Gärtnerei neben dem Friedhof ist jam mittlerweile in ihrer ursprünglichen Form nicht mehr existent, soll heißen: Die Gewächshäuser sind ja schon lange verschwunden, nur das Haus, in dem das Ladengeschäft war, existiert noch. Das wird zZt ja kernsaniert, weswegen sich da eigentlich immer, wenn wir hier vorbei schauen, diverse Arbeiter und Gerätschaften darin oder davor befinden. Am Parkplatz stand deswegen auch dieser Anhänger herum, der einerseits einen bemalten Stein beinhaltete, zum Anderen diese Kippenpackung, englisch beschriftet. Aus welchem unverzollten Container die wohl gefallen sein mag... ;-)


Ansonsten eigentlich im Großen und Ganzen alles wie immer: Heute morgen war ja noch gutes Wetter, bevor der Sturm und der Regen und der November über uns herein brachen. Deswegen konnte ich diverse Blumen und Gemüse fotografieren. Hübsch ist schon. Vor allem die kleinen Azaleen in dem Pflanzpott, der eigentlich schon vor (n+1) Jahren auf dem Müll gelandet sein sollte. Ich habe ja ein Herz für kleine, verkümmerte Gewächse, die eigentlich gar nicht mehr existieren sollten. ;-)


In der Gärtnerei waren offenbar diese kleinen Perl-Hyazinthen über, weswegen wir zur Schalen-Bepflanzung mal wieder was dazu bekommen haben. Die haben wir dann auch hier auf dem Grab untergebracht, nachdem wir ohne passendes Werkzeug ein Loch gebuddelt hatten. Also, soll heißen, wir haben ein unpassendes Werkzeug benutzt, nämlich so eine grüne Plastikblumenvase, mit der wir einfach ein Loch in passender Größe gebohrt haben, sodass das Gewächs mit schützendem Plastiktopf da rein passte. Einfach nur, weil der Wetterbericht ja bereits vor Sturmböen bis Orkanstärke gewarnt hatte, damit das nicht weg fliegt.

Ansonsten festgestellt, dass wir mittlerweile bei weitem nicht mehr die Einzigen sind, die einen oder gleich mehrere Bronze-Vögel auf dem Stein sitzen haben. Das scheint tatsächlich hier angekommen zu sein. Die Putten und Engelchen und die Betenden Hände finde ich ja immer ein bisschen sehr, naja, ich weiß nicht, deprimierend bis kitschig. Gibt es das offiziell, so mit Namen und allem, ein Gefühl zwischen Niedergeschlagenheit und Kitsch? Scheinbar schon, aber ich weiß nicht, wie man es nennen sollte.


Besonders interessant finde ich das Foto vom rostigen Zaunpfahl mit den Brombeerranken drum herum. Das ist so diese Art von Memento Mori, das ich auf einem Friedhof eigentlich erwarte. Gut, die Bodenplatte aus Beton von den abgerissenen Gewächshäusern dahinter sieht man jetzt auf dem Foto nicht so genau und das ist auch gut so. Jedenfalls hat die Canon hier ganze Arbeit geleistet und ausnahmsweise mal nicht so bunte Ergebnisse geliefert wie sonst schon mal. Ich mag die gedeckten, pastelligen Töne ja eigentlich lieber.

Und zu guter Letzt noch eine dicke Hummel. Eine extrem dicke Hummel! Frage mich, wie die sich in der Luft hält. Und ob die so einen dicken Pelz hat, weil es ihr sonst zu kalt wäre? Wer weiß! ;-)


So, und jetzt bin ich wieder zu Hause und draußen geht der Sturm ab, dass das Bild im TV in Vierecke zerfällt, weil die Sat-Antenne hin und her schwankt. Wie kann es eigentlich von Frühsommer auf Spätherbst an nur einem Tag wechseln? Muss April sein! Ich mein, am Wochenende hatten wir noch 25°, jetzt so 5. Und der Wind hat alle Pollen wieder hoch gewirbelt, von dem Sahara-Sand von letzter Woche ganz zu schweigen. Ich muss also ganz dringend unter die Dusche und den Dreck aus den Haaren waschen, sonst sterbe ich gleich einen allergischen Tot und die können mich auch direkt irgendwo im Vorgarten verbuddeln! ;-) Echt jetzt: Ich glaube, ich habe noch nie so viel am Stück geniest wie in diesem Frühling! Egal. Wie auch immer. Ich hab vergessen, was ich noch schreiben wollte. Bis später.