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Netzwerk-Scanner

Wie berichtet habe ich ja jetzt einen HP Color LaserJet 2840 hier stehen, der zwar unter Linux einwandfrei scannt, aber unter Windows seit den guten alten XP-Zeiten nicht mehr unterstützt wird. (Will sagen, weder für Windows 10, 8.1, 8 oder 7 konnte ich irgendwelche funktionierenden Treiber auftreiben. Und Unter Windows 10 ist TWAIN mittlerweile wohl als so veraltet eingestuft, dass man - selbst wenn man die alten XP-Treiber irgendwie installiert bekommen würde - nichts davon hätte...)

Aber, wie gesagt, der Scanner läuft einwandfrei unter Linux. Also was liegt näher, das Gerät über eine Zwischenstation zu betrieben? In meinem Fall wäre das unser Raspberry Pi Server, der eh immer an ist.

Glücklicherweise gehören HP-Drucker/Scanner zu den wenigen Geräten, die eine ziemlich brauchbare Linux-Unterstützung haben. Ich würde so weit gehen, dass HPLIP unter Linux besser funktioniert und übersichtlicher ist, als das Windoof-Pendant. Vor allem lassen sich die nörigen Treiber auch unter was anderem als x86 ans Laufen kriegen, nämlich zB dem arm im Pi.

Hier also ein kleines und sehr kurzes How-To, hauptsächlich damit ich das selber nachvollziehen kann, wenn ich mich in ein paar Jahren frage, "Jung, watt haste jemaat?"

Auf dem Server: (CUPS hatte ich schon installiert und konfiguriert, deswegen führe ich das hier jetzt nicht weiter auf.)

# joe /etc/portage/package.use
net-print/hplip scanner snmp hpijs
dev-python/pillow tiff
media-gfx/sane-backends snmp
# joe /etc/make.conf
SANE_BACKENDS="net"
# emerge -av sane-backends hplip
# hp-setup -i [IP des Druckers]
# joe /etc/sane.d/dll.conf
# alle anderen backends auskommentieren
net
hpaio
# joe /etc/sane.d/saned.conf
192.168.0.0/24 # das komplette lokale Netz darf scannen
# joe /etc/sane.d/net.conf
[IP des Servers]

An der Stelle war dann erst mal Schicht im Schacht: Was immer ich versucht habe, weder scanimage -L noch xsane wollten mir den so eingerichteten Netzwerkscanner anzeigen, und das sowohl auf dem Server als auch auf dem Client.

...bis ich dann auf die Idee gekommen bin, das einfach zu ignorieren und das Device direkt manuell anzugeben: scanimage -d "net:[IP des Servers:hpaio:/net/HP_Color_LaserJet_2840?ip=[IP des Druckers]" > test.pnm liefert einen Testscan. Den gleichen Parameter kann man auch Xsane mit geben: xsane "net:[IP des Servers]:hpaio:/net/HP_Color_LaserJet_2840?ip=[IP des Druckers]"

Auf dem Client:
Wenn der Client ein Linux ist, reicht es, das net-Backend in der /etc/sane.d/dll.conf zu aktivieren und die IP des Servers in /etc/sane.d/net.conf einzutragen.

Wenn der Client ein Windows ist... wird es etwas komplizierter. Vor allem, weil ich keine Binary-Version von Xsane gefunden habe, die einigermaßen aktuell ist. Zum Testen verwende ich eine 0.991, die ich im archive.org[1] gefunden habe. Geht zwar, ist aber steinalt. Deshalb:

To Do:
Entweder Xsane für Windows aus den Quellen selber übersetzten (good luck with that!) oder es mal mit cygwin versuchen... Und vielleicht wäre irgendeine Lösung, die es ermöglicht, direkt aus einem Grafikprogramm heraus zu scannen, nicht falsch; SaneTwain ging bei mir leider irgendwie nicht.

PS: SANEWinDS funktioniert hingegen hervorragend! Naja, für beliebige Werte von Hervorragend: Ist halt noch im Alpha-Stadium und so mancher Scan sieht... seltsam aus! Aber das wird ja vielleicht noch besser... ;-)

[1] Archive.org von gd.tuwien.ac.at

Weckmann am Mittag...

Das Wetter ist besser, ich also mit dem Rad zum Einkauf. Und wie mir befohlen ward, hier das Ergebnis der Jagd:


Beim rechten musste übrigens kurzfristig eine Amputation vorgenommen werden: Raucherbein! Sowas sollten die auf die Zigarettenpackungen drucken, das schreckt ab! ;-)

Ansonsten finde ich übrigens, das neue Handy macht recht brauchbare Bilder. ;-)

HP Laserjet Color 2840

Ich bin ja ein Abfallverwerter: Meines Bruders Arbeitsstelle ist umgezogen und dabei blieb dieser Laserdrucker übrig. Ist jetzt nicht mehr das frischeste Modell, aber immerhin ein echter Laser und in bunt!

Problem: Das Gerät muss jenseits von Köln abgeholt werden. OK, kein Problem soweit, aber auf dem Heimweg hat sich dann der Scannerwagen verklemmt - ich brauch mal echt neue Stoßdämpfer! Er fährt jedenfalls nur noch nach vorne, aber nicht mehr zurück, woraufhin beim Einschalten immer, nachdem das Aufheizen der Scannerlampe beendet ist, ein Fehler Nummer 3 kommt. Mist.

Aber ich wäre nicht ich, wenn ich nicht zum Schraubenzieher greifen würde, um den Fehler sofort....... Torx-Schrauben?! Öhm, OK, wo sind die passenden Schraubenzieher, ach da. Ups, der ist zu klein! Und die Schraubbits, die beim Akkuschrauber dabei sind, sind zu groß! Doppel-Mist.

Ich also gestern im lokalen Baumarkt gewesen und 6,50€ für einen Torx TR 10 gelatzt! Meine Güte, ich wollte einen Schraubenzieher, nicht den ganzen Laden! (Nachdem ich mich mit dem Angestellten etwas unterhalten habe, wurde mir auch klar, wieso: 14 Tage Umtauschrecht auf alles. Er meinte so, zZt wäre ja die Zeit, in der alle ihre Räder wechseln. Er würde täglich fünf Schraubenschlüssel verkaufen... und vier wieder zurück nehmen! Klar, dass das die restlichen Kunden, die den Scheiß tatsächlich haben wollen, mit bezahlen!) :-/ Glücklicherweise konnte ich den eh gut gebrauchen, für $andereKundschaft. ;-)

Mit dem passenden Handwerkszeug und der Service-Anleitung ausgestattet, habe ich dann das komplette Oberteil mit Scannerglas abmontiert bekommen und den Wagen wieder in seine Ausgangsposition zurück geschoben. Deckel wieder drauf, Strom rein: Läuft.

Was sich jetzt etwas schwieriger gestaltet und mich auch etwas wurmt, ist die Suche nach den passenden Scanner-Treibern! Die gibt es nämlich nur für Windoof XP, nicht für Windoof 10. Also, jedenfalls habe ich bisher noch keine neueren gefunden. Und irgendwie muss ich noch die Benutzerkontensteuerung überlisten, damit er mir die XP-Treiber auch tatsächlich installiert. (Unter Linux habe ich es erstmal nur kurz probiert, ich muss mich noch mal ein wenig mit der SANE-Konfiguration befassen. Trotz installierter hplip findet xsane nur den Brother...)

Ansonsten haben wir jetzt für eine halbe Tankfüllung und einen neuen Schraubenzieher einen sehr brauchbaren Laserdrucker mit noch 500 Seiten schwarzem Toner. Billiger geht glaube ich kaum... ;-)

PS: Was Linux und Scannen angeht, habe ich wieder viel zu kompliziert gedacht. Wenn man die Druckereinrichtung direkt über hplip statt über cups macht, kann man - nach einem Neustart - auch direkt von da scannen, das übergibt dem xsane offenbar die korrekten Parameter.

Umi Plus

Vor knapp zwei Wochen habe ich mir in China ein Handy bestellt, mein altes Nexus 4 gibt ja den Geist auf. OK, ich habe das alte Ding jetzt über einen Monat so benutzt und es geht, wenn alle umstehenden Personen damit leben können, dass ich wieder laut fluche, wenn ich ständig das Gerät drehen muss, damit die Tastatur an einer Stelle zu liegen kommt, an der der Touch-Screen noch Eingaben annimmt.

Außerdem ist das Ding jetzt bald vier Jahre alt - eigentlich ja nur zwei, ist ja das Austauschgerät, wie berichtet - und deshalb auch nicht mehr unbedingt auf dem Stand der Technik. Ja, da werden mich die Blagen wieder auslachen, wie man überhaupt ein und dasselbe Telefon-Modell vier Jahre lang benutzten kann, aber ich schmeiß ja nix weg, was noch geht und Füße hat.

Jedenfalls, gestern Mittag kam dann das neue Umi Plus bei mir an, nachdem es ja eigentlich schon gestern da sein sollte, es aber auf Grund der großen Kompetenz des hiesigen Paketdienstes, dessen Namen ich nicht nennen werde, noch einen kleinen Abstecher nach Neuwied gemacht hatte. (Ich mein, sich auf dem Weg von Köln-Eifeltor hier her unterwegs nach Neuwied zu verirren, das ist schon eine Leistung!)

Das Auspacken: Im Luftpolster-Umschlag steckte noch mal eine luftige Verpackung, in der die schwarze Pappkiste schon fast verloren wirkte, trotz den 5,5 Zoll. Verpackung war also auf jeden Fall angemessen. Die scheinen zu wissen, welchen Widrigkeiten internationale Post unterwegs ausgesetzt ist. ;-) Ansonsten hat der Versand sehr gut geklappt: Der freundliche Support hat mich sogar angeschrieben, ob ich wirklich die Express-Lieferung haben wollte, weil dann der Zoll direkt bei mir anfallen würde, woraufhin ich dann den "normalen" Express genommen habe, der 7-15 Tage dauern sollte. (Insgesamt war es jetzt 10 Werktage unterwegs, das ist eigentlich gar nicht so schlecht für über 9.000 Kilometer Luftlinie - mehr, wenn man mit einrechnet, dass es unterwegs ja auch in der Britischen Hauptstadt "Lonton" war. :-D)

Der erste Eindruck: Sieht jetzt auch nicht schlechter aus als so manches Mittelklasse-Handy, das man hierzulande im Laden kaufen kann, dann aber statt 200 Euro gerne mal das doppelte kostet. Spaltmaße sind OK, es liegt ganz gut in der Hand, ist auf Grund des großen Akkus und des stabilien Metallrahmens allerdings auch entsprechend schwer. Der Home-Button ist zugleich der Fingerabdrucksensor, den ich wahrscheinlich eh nicht nutzen werde. Ist gleichzeitig eine Sensor- und eine Drucktaste, das heißt: Leichtes Berühren bringt einen zum Hauptbildschirm, Durchdrücken öffnet die "Recent Apps". Für mich etwas ungewohnt, mal sehen, wie ich damit zurecht komme.

Inbetriebnahme: Das Android 6 ist schon auf Englisch eingestellt, der Akku halb geladen. Aufladen auf Voll dauert etwa eine Stunde, das lässt vermuten, dass die Beschreibung nicht gelogen hat, wenn sie angibt, dass man von Leer auf Voll in 2 bis 2½ Stunden kommt. Die Batterie-Anzeige in den System Settings ist allerdings irgendwie verwirrt, der haben die Programmierer offenbar nicht mitgeteilt, wie groß der Akku tatsächlich ist: 4.000 mAh sind ja auch 'ne Menge. ;-) Ich hoffe, dass das Gerät das noch "lernt", wenn ich es ein paar mal aufgeladen habe.

Was mir zuerst nicht so gut gefiel: Der USB-C-Stecker sitzt sehr locker und fällt gerne wieder raus. Heute merk ich: Ein beherztes Nachdrücken und das Ding rastet dann doch richtig ein. Habe mich nur nicht getraut. ;-)

Der erste Besuch im "About" führt zum Herunterladen eines Android-Patches, das Patch-Level bleibt allerdings auf Juni 2016. Wie viele bösartige Lücken also offen bleiben, weiß ich nicht so genau. Ein Android 7 soll angeblich in der Mache sein, mal sehen, ob das tatsächlich so ist. Soll wohl noch im Dezember raus kommen. Ansonsten sieht das Android sehr nach nach fast völlig unmodifiziertem Google aus: Kein Schnickschack, keine überflüssigen vorinstallierten Apps, die nur Platz verschwenden. Habe mir wie immer erst mal den Nova Launcher installiert, der ist etwas bunter und lässt sich gut anpassen.

Was mir noch auffällt, als ich es das erste Mal in der Hand hatte: Eigentlich ist es schon zu groß für meine Hand. Jaja, meckern auf hohem Niveau. Aber ist halt so, so lang sind meine Daumen auch wieder nicht! ;-) Aber das nur am Rande, das Handy kann ja nix dafür.

Die Installations-Orgie: Bei jenseits von 200 Apps, die sich auf meinem alten Gerät angesammelt hatten, hatte ich eine längere Installations-Orgie erwartet, wurde aber eher positiv überrascht. 8 Kerne, 4 GB RAM und ein schneller Flash-Speicher sind offenbar eine gute Voraussetzung, auch die widerwilligsten Apps schnell installiert zu bekommen, wenn denn der Google Store mal schnell genug nach liefert. Nach gut zwei Stunden hatte ich die wichtigsten Apps installiert, konnte währenddessen aber schon mal alle möglichen Dienste (Mail, Geocaching, Fratzenbuch, Twitter, etc) einrichten. Trotz laufender Installationen im Hintergrund reagiert das Ding erstaunlich flüssig. Die größte Hürde: "Wie war noch mal das Passwort für XYZ?" Insgesamt gestern so vier, fünf Stunden installiert, danach war der Akku schon wieder von voll auf 60% gesunken: Die Leistung kostet also auch entsprechend Strom. Aber dafür ja der große Akku! ;-)

Zufrieden? Ich war skeptisch. Das ganze war ja eher ein Spontankauf, zumindest für meine Verhältnisse. Schließlich habe ich nur einen Monat für eine Entscheidung gebraucht, das ist schon fast ein Rekord! :-D Ich hätte ja gerne das neue Huawei gehabt, aber das sollte dann hier in Europa weit jenseits von 700 Euro kosten, als es vorgestellt wurde. Mein Bruder schwört ja auf sein Elefon, das auch eigentlich seht brauchbar ist und auch nicht mehr kostet. Doch dann fiel mir beim stöbern im chinesischen Onlinestore dieses hier ins Auge. Ich finde, es sieht etwas schicker aus als das Elefon, die Daten sind einigermaßen auf gleichem Niveau.

Bin ich zufrieden? Bis jetzt auf jede Fall. Spannend wird der tägliche Einsatz. Dann zeigt sich, ob das GPS genau genug fürs Cachen ist, der Akku auch bei hoher Display-Helligkeit lange hält und der Empfang auch im Wald und unterwegs brauchbar ist. Ich werde also so in ein, zwei Wochen noch mal was dazu schreiben, wenn mir irgendwelche Mängel auffallen.

Mutters Weihnachtskaktus

Muss beim nächsten Mal dringen meine Kamera mit bringen. So eine Blütenpracht muss ich auch mal unverrauscht aufnehmen!


Immerhin hatte ich das Tab dabei, das macht schon etwas bessere Bilder als das Handy... Trotzdem, so richtig farbecht sind die nicht. Und wie gesagt, der Schnee war auch nicht im Original! ;-)