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Inspektion, TÜV, AU, Sommerräder

Außerdem habe ich mich heute mal wieder total in Unkosten gestürzt: Es war an der Zeit für meine Jahresinspektion. Also, nicht meine, die von meinem Honda. Und TÜV. Und AU. Und bei der Gelegenheit habe ich dann auch gleich die Winterräder runter und die Sommerräder drauf machen lassen. Hab's ja eh zur Zeit im Rücken, da kam mir das gelegen, dass ich das mal nicht selber machen musste.

Aber was zum Ficus kostet denn bitte heutzutage TÜV/AU? Mit Steuern waren das jenseits von 200 Euronen! Hallo?!? Dafür, dass der Prüfer da einmal drüber guckt und sagt, ja, geht noch mal zwei Jahre. Ich mein, ich bin ja froh, dass während Corona überhaupt wer arbeitet (und mein Werkstattmensch meinte auch, dass es nett wäre, dass wenigstens ich vorbei gekommen wäre; "ja," hab ich gesagt, "so ohne TÜV rum fahren, bis das alles vorbei ist, kommt halt auch nicht so gut."), aber ZWEIHUNDERT EURO?! Als ob der Rest nicht schon teuer genug gewesen wäre...

Naja, immerhin, er hat noch mal alles nachgucken lassen, neues Öl, neue Bremsflüssigkeit, neues Hastenichtgesehen, jetzt kann ich wieder mit reinem Gewissen anderen Leuten die Vorfahrt nehmen! ;-) Trotzdem, die nächsten Wochen gibt es jetzt nur noch Nudeln mit Klopapiersoße, jetzt bin ich arm! :-( Dabei habe ich doch noch immer ein Auge auf eines dieser russischen 58mm Objektive geworfen........ ;-)

Orion-Nebel 2x

Kalte Nächte, klarer Himmel: Ich steh wieder mit dem Stativ im Garten und mache Fotos vom Himmel. Heute hauptsächlich, weil ich testen will, ob der Telekonverter dafür zu gebrauchen ist.

Wie immer in solchen Fällen suche ich mir ein leicht zu findendes Objekt raus. Und was ist leichter zu finden als Orion? Leider steht der um diese Jahreszeit schon kurz nach Sonnenuntergang ziemlich weit im Süden, was aus unserem Garten heraus nicht so toll einsehbar ist, aber zum Glück steht er auch noch relativ weit oben am Himmel.

Wie immer gehe ich so vor, dass ich erst mal mit dem weitwinkeligeren Objektiven ein Übersichtsbild anlege, an dem ich dann auch einigermaßen genau das Objekt der Begierde anpeilen kann. Deswegen haben wir hier als erstes mal eine paar Bilder mit vielen Sternen in langer Belichtung und einiges an Flugverkehr:


Das erste Bild ist mit dem 28mm 5 Sekunden lang belichtet worden und unten links sehen wir schon mal zwei bis drei Flugzeuge, die mir mit vor die Linse geraten sind. Orion sehen wir hier direkt hinter Nachbarns Tanne, weiter links ist noch Sirius sichtbar.

Nummer 2 ist mit dem 85mm und ebenfalls 5 Sekunden belichtet. Wie man sieht, da kam gerade einer genau quer geflogen und hat einen blinkenden Streifen hinterlassen. Außerdem kann man hier schon sehen, wo die Reise hin geht: Ich peile mal wieder die nebeligen Schwaden genau in der Mitte an.

Das letzte Bild ist ebenfalls mit dem 85mm gemacht worden, dieses Mal aber unter Einsatz des 2x Konverters, also bei ca 170mm. Zudem habe ich die Empfindlichkeit auf ISO-1600-Äquivalent hoch geschraubt und nur noch 2,5 Sekunden belichtet. Da lässt sich schon einiges erkennen. OK, im runter gerechneten 1920x1280-Bild nicht mehr so gut, aber das ist ja auch noch immer nur ein Übersichtsbild. (Man beachte übrigens die die Lenseflares, die der Konverter den Sternen antut, die nicht genau in der Mitte sind. Das erklärt, warum das Bild mit Offenblende gestern so matschig aussah!)

Danach habe ich den Konverter direkt drauf gelassen und eine Serienbelichtung mit 9 Fotos gemacht. Da ich die Spiegelvorauslösung zu kurz eingestellt habe, war das erste Bild noch verwackelt, aber die restlichen 8 habe ich dann im Gimp übereinander gelegt, und siehe da, man kann schon fast Details erahnen!



Obere Reihe: Links 2x 85mm f/1,8, Addition aus 8 mal je 1s, rechts 2x 200mm f/4 Addition aus 8 mal je 2s
Untere Reihe: Jeweils center crop der Bilder darüber

Bei der zweiten Serie habe ich dann einfach nur das 85er gegen das 200er getauscht und ich bin echt erstaunt, wie gut das geklappt hat. OK, so richtig scharf wird es trotzdem nicht, auch weil sich die Erde im Vergleicht zu der Brennweite doch schon ganz schön viel dreht und ich im GIMP nachher die Sterne nicht 100% Pixel-genau aufeinander geschoben bekommen habe. Aber! Details! Wahnsinn! Ich glaube, da komme ich langsam an einem Punkt an, bei dem die Bewegung der Atmosphäre mich schon stark einschränkt. Also, vom amateurhaften Equipment mal abgesehen! ;-)

Jetzt noch ein anständiges Stativ und einen Tisch, der nicht so wackelt, da könnte man schon was mit machen! Und natürlich wäre ein Objektiv, das mehr Licht rein lässt, schon schön...

Und liebend gerne hätte ich auch noch versucht, Jupiter und seine Monde vor die Linsen zu kriegen, aber der geht erst morgens früh auf und ich muss ja auch mal schlafen. Venus hätte ich vielleicht noch versuchen können, aber die ist ja eher langweilig, so ganz ohne Monde...

Panagor 2x Konverter

Abends kam ich heim, da wartete mal wieder ein eBay-Päckchen auf mich. Während wir alle in selbst auferlegter Corona-Quarantäne stecken, bleibt einem ja nicht viel anderes übrig, als sich den ganzen Tag im Internet herum zu treiben. Kundschaft sieht zur Zeit ja eher mau aus... :-/

Meine neueste Errungenschaft ist ein alter 2x Telekonverter der Firma Panagor. Viel lässt sich im Netz dazu nicht heraus finden. Das Camera-Wiki behauptet, dass Panagor eine Marke der Jaca Corp. war, aber genauere Infos (Anzahl Linsen in wie vielen Gruppen?) gibt es da auch nicht. Ist jetzt aber auch nicht wirklich verwunderlich, schließlich stammen diese Geräte auch aus den tiefen '70ern, bevor Zoom-Objektive modern wurden.

Warum also habe ich mir sowas ans Bein gebunden? Einmal natürlich weil ich neugierig bin. Und zum Anderen hatte ich die Vision, aus meinem 200mm f/4 ein 400mm f/8 zu machen. Wobei f/8 schon ziemlich heftig ist, aber zum Glück rauschen moderne CCDs auch bei einem ISO-Äquivalent von 1600 noch nicht so stark, dass man nachher nichts mehr als Schnee sieht! ;-) Außerdem habe ich ja noch das 85mm f/1,8, das sich damit ein ein 170mm f/3,5 ) verwandeln lässt. (...wobei der tatsächliche Blendenwert wahrscheinlich etwas anders ist, zB f/3,6? Wenn man eine Zweidrittel-Blende verdoppelt, kommt eine Halbe hinterm Komma raus und an der Stelle steige ich dann aus, das sind mir zu viele Wurzeln! ;-))

Jedenfalls noch mal kurz vor die Tür, um ein paar Testfotos zu machen:


Am Siegtalradweg hatte jemand Blüten aus Krepppapier aufgehängt, die ich mir aus einiger Entfernung mal vorgenommen habe, um die Schärfe-Eigenschaften und die Farbwiedergabe beurteilen zu können. Das Nikkor 200mm ist ansich ja ein sehr gutes Objektiv in beiden Bereichen, seine hauptsächliche Schwäche ist halt die geringe Lichtstärke. Beim derzeitigen Wetter ist das aber nicht so schlimm, die Sonne strahlt vom Himmel als gäbe es kein morgen! Selbst bei ISO 1600, 1/1000s im Halbschatten und Offenblende macht die Kombination einen besseren Eindruck als ich dachte. Einzig die jetzt noch mal halbierte Tiefenschärfe macht mir und meiner Kombination aus Kurz- und Altersweitsichtigkeit einige Probleme. Die jenseits der Fokusebene liegenden Bereiche sind ein wenig unruhiger als ich es von diesem Objektiv gewohnt bin, aber nicht unangenehm. Chroma-Fehler und Halos sind vorhanden, halten sich aber sehr in Grenzen, mehr als ich erwartet hatte. Erstaunlich gutes Ergebnis, finde ich.

Die Fahne habe ich halb gegens Licht geschossen mit ausgefahrener Gegenlichtblende und bei nur ISO 200, sowie ebenfalls bei 1/1000s und F/4 (also verdoppelt f/8). Ich glaube, ich habe es etwas mit der Farb- und Kontrastkorrektur übertrieben, die Vignettierung ist hier etwas übertrieben, im Original sieht es nicht ganz so krass aus. Aber auch hier sieht man trotz der starken Kontraste zwischen Hell und Dunkel zB am Fahnenmast oder am Übergang zwischen Dachfirst und Himmel kaum Chroma-Fehler. Die sich nicht ganz im Fokus befindenen Zweige und Äste haben da schon etwas mehr, aber das ist zu erwarten.

Das dritte Bild ist auch so aus 10, 15 Metern geschossen und zeigt den sprudelnden Hanfbach. Hier habe ich mal auf F/8 (also effektiv f/16) abgeblendet. Bei 1/400s (ISO 800) kann man sehen, dass sich die Wassertropfen zum Teil schneller bewegt haben als als der Verschluss. Aber das ansonsten ist das Ergebnis extrem Scharf, fast schon überscharf. Highlights zeigen eine zarte rose Färbung und Ansätze für Sunstars, die man in der verkleinerten Versino allerdings nur noch erahnen kann.

Das folgende Bild ist ein Beispiel für ein Crop aus der Mitte:


Wie man sieht, was die Schärfe angeht, ist man eigentlich nur durch die Fähigkeiten beschränkt, die Kamera bei den relativ langen Belichtungszeiten in Bezug auf die Brennweite still zu halten. Und natürlich muss man es auch schaffen, grundsätzlich das Objektiv manuell scharf zu stellen. ISO 800 rauscht schon etwas, wenn man voll hinein zoomt, aber Staubgefäße und Flügel der Biene sind grundsätzlich noch zu erkennen, auch wenn sie nur wenige Pixel groß sind. OK, das Bild ist auch mit f/8 (also f/16) entstanden. Wie gering der Schärfebereich ist, kann man aber gut am wegführenden Zweig erkennen, der sehr schnell sehr unscharf wird. Die Hintergrundunschärfe ist auf diese Entfernen (auch wieder um die 10 Meter) schon extrem und es lassen sich keine kleinen Blenden-Abbilder mehr erkennen. (Dafür kann man sehr gut den Staub auf dem CCD erkennen, wenn man weiß, wonach man sucht...)


Die letzten beiden Bilder sind noch weitere Beispiele für das 200mm. Auch hier kann ich mich nicht beschweren. Sieht alles recht brauchbar aus. Alleine mein freihändiges Wackeln bringt leichte Unschärfe ins Bild.

Jetzt noch ein paar Beispiele mit dem 85mm, das genau diese Probleme nicht so extrem zeigt. Da kann man auch mal ein, zwei Blendenstufen abblenden, ohne direkt das ganze Bild zu verwackeln:


Das erste Bild ist mit Offenblende geschossen und ist doch sehr weich. Ich glaube, ich habe auch den Fokus nicht genau getroffen und das seitlich einfallende Licht ohne Gegenlichtblende macht es nicht einfacher. Es sieht jedenfalls alles aus, wie durch eine alte, schmierige Glasscheibe fotografiert.

Dieser Effekt geht aus anderem Winkel und bei einer Blendenstufe Abblendung praktisch komplett weg. Man sieht vor allem, dass dieses Objektiv ansich schon mal schärfer ist als das ca. 15 Jahre ältere 200mm. Auch zeigt es unter diesen Bedingungen sehr viel weniger Chroma-Fehler in den unscharfen Bereichen (die allerdings auch nicht all zu viele sind). Oben rechts in der Ecke kann man erkennen, dass das zusätzliche Linsenelement des Konverters doch schon einige Verschierungen und Verzerrungen ins Bild bringt, die mir bei dem 200er nicht so stark aufgefallen sind.

Fazit: Lohnt sich im Jahr 2020 noch ein alter 2x Telekonverter? Sollte man sich lieber ein gutes Zoom kaufen?

Einfacher wäre letztes sicher. Aber ich habe das Ding nicht angeschafft, weil ich es einfach haben will, sondern weil ich es liebe zu experimentieren. Dafür ist es definitv geeignet! Die Bilder sind jetzt nicht knackig-scharf, aber doch ausreichend. Man braucht definitv viel Licht! Sehr viel Licht, wenn man mit dem 200mm f/4 schießen will. Aber wenn man nicht gerade einen Tausender oder mehr in ein Zoom investieren will, dass den Bereich bis 400mm abdeckt, gilt das genau so! Und man darf nicht vergessen, dass ich so ca. 560g Objehktiv und vielleicht noch mal 150g Konverter schleppen muss, während ein Zoom in dem Berecht wahrscheinlich zwei bis drei Kilo wiegt!

Fazit-Fazit: Mit einem Stativ und Spiegelvorauslösung ließe sich hier bestimmt noch einiges raus holen. Ach ja, beim Makros-Schießen hilft so ein Konverter auch, denn die minimale Enfernung des Objektivs bleibt gleich, aber alles ist doppelt so groß. Leider funktioniert ein solcher AI-Konverter nicht mit meinem 50mm G-Objektiv, weil kein Blendenring vorhanden ist. Bei ganz viel Licht draußen könnte ich ja mal versuchen, ob ich auch bei f/16 (also effektiv f/32?) noch Bilder machen kann! ;-)

Nach dem Einkauf im Garten

Risikogruppenangehörige schicken wir ja nicht mehr vor die Tür, weshalb ich heute wieder mal für andere Leute einkaufen war. Beim Aldi steht jetzt einer auf dem Parkplatz und zählt, wie viele Leute schon drin sind. Ich fürchte, ich habe ihn total verwirrt, weil ich zwei mal rein und raus bin, weil ich ja zwei Einkäufe zu erledigen hatte! ;-)

Nachher dann die Grünabfalltonne neu befüllt, da war ja noch genug Rasenschnitt vom letzten Mal übrig. Wenn ich schon mal draußen bin und Millionen Pollen einatmen darf, kann ich auch ein oder zwei (oder 50) Fotos vom blühenden Gemüse machen:



Besonder stolz bin ich jedoch auf diese riesige, dicke Mega-Hummel! Wie die sich überhaupt so leichtfüßig von Blüte zu Blüte katapultieren kann... Jedenfalls habe ich sie so nah vor die Nahlinse bekommen, dass man mal so richtig sämtliche Dteails erkennen kann. Noch ein bisschen höhere Auflösung, dann könnte man schon die einzelnen Facettenaugen unterscheiden. Oder zumindest die Ruflektion eines bekloppten Fotografen! ;-)

Quarantäne-Wanderung nach Westerhausen und Söven - Pferde und Lämmer

Stabile Hochdruckwetterlage - der Himmel ist seit Tagen langweilig-blau. Außerdem herrscht ein starker Ostwind, der die Pollen so richtig schön durchmischt mit aufgewirbeltem Staub. Dabei ist die Luft eiskalt, als käme sie direkt vom norwegischen Gletscher. Dabei ist Norwegen doch im Norden.

Die Corona-Pandemie scheint sich - mit viel Glück - zu verlangsamen, gestern und vorgestern sah es nicht mehr nach exponentiellem Wachstum bei den neuen Fällen aus. Trotzdem oder gerade deswegen gelten die Vorsichtsmaßnahmen natürlich weiter, also bin ich heute zum Luft schnappen wieder in die Einöde gezogen. Habe ja irgendwie doch langsam noch mal das Bedürfnis, Häuser und Menschen zu sehen, aber in der gegenwärtigen Lage sollte man sich von der Zivilisation weiterhin fern halten.



Ich habe mal einen Weg genommen, den ich noch nicht kannte, nämlich bin ich nicht direkt das Rosental hoch, sondern eine Straße weiter rein und direkt nach dem ersten Haus in den Feldweg abgebogen. Von hier oben gab es gehörnte widderartige Ziegentiere zu sehen. Leider sehr weit weg jenseits des Baches, aber mit dem Tele konnte ich sie zumindest mittelnah ran holen. Und wiedermal kann man feststellen, dass die Viecher auch wirklich alles fressen, so auch die frischen Knospen von den Büschen, und die Zweige gleich mit, wenn man sie lässt. Man sagt ja immer "Magen wie ein Pferd", aber "Ziege" würde es glaube ich besser treffen!

An den Rosenbüschen hängen noch die alten Hagebutten, die im Wind hin und her geweht werden. Deswegen sind sie auch nicht wirklich scharf. Aber so kann man sehen, wie windig es tatsächlich ist: 1/1600s und trotzdem verwackelt.


Außerdem habe ich auf dem Weg den Berg rauf ständig irgendwelche Anhänger fotografiert, ich weiß ehrlich gesagt gar nicht so genau wieso. So spannend sind landwirtschaftliche Geräte ja eigentlich auch wieder nicht. Aber irgendwie schon fotogen. Gut, bei der Menge Licht und dem blauen Himmel wirkt alles irgendwie sehr kontrastreich und entsprechend krass. Aber hübsch? ;-)

Und wer noch haufwenweise Pferdefotos und vor allem niedliche Lämmer sehen will, muss den Rest des Eintrags auch noch anklicken. Aber ich muss dringend mal aufhören 35 Fotos in einen Artikel rein zu hauen, das kostet ja sowas von Bandbreite... "Quarantäne-Wanderung nach Westerhausen und Söven - Pferde und Lämmer" vollständig lesen