Sigma 400mm in Seelscheid (Teil 1 - Entlang der Zeithstraße)
22.1.: Wenn ich ein neues Spielzeug habe, gehe ich manchmal ein bisschen über Bord, wie der Engländer sagt.
So auch, als ich das Sigma Tele bekommen habe. Man muss das ja einfach mal ausprobieren. Daher vorweg eine kleine Warnung: Die folgenden Fotos sind nun nicht unbedingt das perfekte Anwendungszenario für diese Brennweite, aber das sind auch in erster Linie Testbilder. Einfach mal gucken, was das Objektiv kann. Außerdem habe ich ganz ähnliche Bilder mit dem AT-X auf der Sony gemacht, sodass wir hier ein bisschen vergleichen können. Zugegebenermaßen war an diesem Tag, den ich hier heute vorstellen möchte, das Wetter deutlich besser.
Was sofort auffällt: Weniger Vignetierung und besserer Kontrast. Und Schärfe ist auch besser und weniger CA. Das alles erwarte ich aber auch von einem etwa gleich alten Festbrennweiten-Tele. Sigma ist dabei nun aber auch einer der besseren Dritt-Hersteller; Tokina ist zwar OKish, aber halt doch nicht in der gleichen Liga. Was dem Sigma natürlich fehlt, das ist die variable Einsatzfähigkeit; es ist einfach nur eine Tele mit der einen einzigen Brennweite. Und 400mm ist LANG! Man vergisst schnell, wie lang 400 sind. Immerhin das 8-Fache einer 50mm Normalbrennweite. Diese Bilder sind hier also hauptsächlich von der anderen Straßenseite aufgenommen und ich war teilweise noch immer zu nah dran!
Ein weiterer Vorteil des AT-X ist, dass es einen sehr viel kürzeren Minimalabstand hat. Die Skala des Sigma fängt bei 4 Meter an! Definitiv kein Makro! Und mit 72mm Fiterdurchmesser wird es auch schwer werden, eine passende Nahlinse zu finden! Wer hier irgendwas in Makro machen möchte, braucht wohl einen Verlängerungs-Tubus. Gut, die Dinger sind ja auch nicht so teuer. (Allerdings teurer als das, was ich für dieses Objektiv bezahlt habe. Muss ich da eigentlich zwei Stunden virtuellen Lohn mit einrechnen, die ich eigentlich verdient hätte, während ich diesen Schlodder von Beschichtung von dem Teil runter gewischt habe?)
Weil ich tatsächlich wieder viel zu viele Bilder gemacht habe, trenne ich den Eintrag an dieser Stelle mal wieder auf. Wer also mehr Bilder sehen will oder lesen, wie ich weiter über technische Details daher fabuliere - wofür eine KI benutzen, wenn man selber halluzinieren kann? -, dann bitte auf den "erweiterten Eintrag" klicken. Ach ja, es sind übrigens so viele Bilder, dass ich gleich zwei Einträge gebaut habe. Wie man am Titel auch schon erkennen kann! Einen mit Bildern aus dem Dorf entlang der Zeithstraße, einen mit Bildern vom Friedhof. Immer ein sehr ergiebiges Ziel. Anyways: CLICK!
Was sofort auffällt: Weniger Vignetierung und besserer Kontrast. Und Schärfe ist auch besser und weniger CA. Das alles erwarte ich aber auch von einem etwa gleich alten Festbrennweiten-Tele. Sigma ist dabei nun aber auch einer der besseren Dritt-Hersteller; Tokina ist zwar OKish, aber halt doch nicht in der gleichen Liga. Was dem Sigma natürlich fehlt, das ist die variable Einsatzfähigkeit; es ist einfach nur eine Tele mit der einen einzigen Brennweite. Und 400mm ist LANG! Man vergisst schnell, wie lang 400 sind. Immerhin das 8-Fache einer 50mm Normalbrennweite. Diese Bilder sind hier also hauptsächlich von der anderen Straßenseite aufgenommen und ich war teilweise noch immer zu nah dran!
Ein weiterer Vorteil des AT-X ist, dass es einen sehr viel kürzeren Minimalabstand hat. Die Skala des Sigma fängt bei 4 Meter an! Definitiv kein Makro! Und mit 72mm Fiterdurchmesser wird es auch schwer werden, eine passende Nahlinse zu finden! Wer hier irgendwas in Makro machen möchte, braucht wohl einen Verlängerungs-Tubus. Gut, die Dinger sind ja auch nicht so teuer. (Allerdings teurer als das, was ich für dieses Objektiv bezahlt habe. Muss ich da eigentlich zwei Stunden virtuellen Lohn mit einrechnen, die ich eigentlich verdient hätte, während ich diesen Schlodder von Beschichtung von dem Teil runter gewischt habe?)
Weil ich tatsächlich wieder viel zu viele Bilder gemacht habe, trenne ich den Eintrag an dieser Stelle mal wieder auf. Wer also mehr Bilder sehen will oder lesen, wie ich weiter über technische Details daher fabuliere - wofür eine KI benutzen, wenn man selber halluzinieren kann? -, dann bitte auf den "erweiterten Eintrag" klicken. Ach ja, es sind übrigens so viele Bilder, dass ich gleich zwei Einträge gebaut habe. Wie man am Titel auch schon erkennen kann! Einen mit Bildern aus dem Dorf entlang der Zeithstraße, einen mit Bildern vom Friedhof. Immer ein sehr ergiebiges Ziel. Anyways: CLICK!
Jedenfalls. Wo war ich? Der Bagger war heute in Betrieb, die heben eine Baugrube aus, wo ehemals der Rose Döner stand. Ich bin gespannt, was da hin kommt. Ich habe jedenfalls die Gelegenheit genutzt und ein paar Details der Bagger-Mechnik und -Hydraulik gemacht, auf dem Hinweg von der anderen Straßenseite aus, auf dem Rückweg direkt durch die Maschen des Bauzauns. Ja, ich habe mich nicht an die Reihenfolge gehalten, in der ich die Fotos geschossen habe. Weil! Ich! Es! Kann! 
Der höhere Kontrast und die kräftigeren Farben sind schon auffällig. In der Beziehung steht es nicht wirklich hinter einem "echten" Nikkor zurück. Ist es aber wirklich schärfer als das 200mm AI Nikkor, das ich habe. Ich mein, im Endeeffekt bringt einem die längste Brennweite nichts, wenn die damit erreichbare Auflösung auch nicht besser ist und man die Bilder nachher eh runter rechnen muss. Sagen wir mal so: Das Nikkor ist schon sehr scharf, wenn man es richtig fokussiert bekommt. Es ist halt ein manuelles Objektiv. Aber das Sigma kann gut mithalten. Es hat leichte Probleme, die bei dieser Brennweite aber auch nicht zu erstaunlich sind. Die Schärfe-Ebene ist recht dünn, sodass man alleine schon aus dem Grund auf f/8 oder f/11 abblenden möchte - so man denn genug Licht hat. Ich habe allerdings keine allzu großen Unterschiede zwischen Offenblende f/5,6und f/11 gesehen, wenn es um die tatsächliche Schärfe in der Schärfeebene geht - sie wird halt "dicker" und dadurch wirken Bilder mit größeren Blendenzahlen grundsätzlich schärfer. Mein allgemeiner Eindruck ist, dass die Rechnung der Linsen schon recht nah am damals erreichbaren Maximum liegt, das man zu diesem Preispunkt realisieren konnte. (Nicht vergessen: Wir sprechen hier von Technik, die 30, 35 Jahre alt ist!) Sagen wir mal so: Bei dieser Brennweite zu verwackeln, ist ein größeres Problem als die leichte Unschärfe bei f/5,6. Wen es beruhigt, kann ja auch einfach eine halbe Blende abblenden, das hilft schon ein bisschen. Sigma hat ja scheinbar zu jener Zeit immer Halbblendenklicks in seine Objektive eingebaut, was meine D800 total verwirrt - die zeigt auch bei f/6,7 nur f/5,6 an (und schreibt das auch so in die Exif-Daten, sodass ich im Nachhinein auch nicht mehr 100% sicher sein kann, welche Bilder ich wie geschossen habe.) Wenn aber Dunst und Luftbewegungen dazu kommen - also insbesondere auf längere Distanzen - hilft auch Abblenden nur noch minimal. Mittlere Distanzen gefallen dem Objektiv glaube ich am Besten.
So etwa die 20, 30 Meter bis hoch zu den Fahnen oder irgendwelchen Antennen auf fremden Hausdächern. Wobei ich evtl. noch ein bisschen den Autofokus in der Kamera anpassen könnte. Muss ich mal genau einmessen, mit Stativ und allem Pipapo. Manche Bilder kommen jedenfalls extrem scharf rüber, während andere ein bisschen weich sind. Vielleicht liegt es auch am leicht locker sitzenden Fokusring an diesem Exemplar. Der Pappbecher da oben ist zB richtig knackig scharf - auch im Original, nicht nur in der 4k-Web-Auflösung. Da sieht man die Grenzen des billigen Drucks auf der beschichteten Pappe. Das ist schon beeindruckend für eine 1980er-Optik! Andere Bilder hingegen sind eher weich und nicht so richtig scharf. Ist das der Unterschied zwischen f/5,6 und f/8? Möglich. Oder ist es der Autofokus, der nicht ganz so genau gezielt bekommt? Auch möglich. Ist mir aber auch egal, eigentlich, denn für meine Zwecke reicht es! Die meisten meiner Bilder werden eh nachher in der Größe halbiert, da spielt das bisschen Unschärfe nicht mehr so die Rolle. Und die Tatsache, dass ich solche 1:1-Crops bei dem AT-X gar nicht erst gemacht habe, verrät auch schon einiges zum Qualitätsunterschied der beiden Objektive.
Ich mein, wenn man Spaß dran hat, kann man gerne den ganzen Tag Pixel Peeping betreiben. In dem Bild da von der Fahne vorm Edeka etwa kann man durchaus die Waschanleitung lesen, wenn man Spaß dran hat. Das funktioniert halt auch nur, wenn die Schärfe groß genug ist. Muss man aber nicht. Man kann sich einfach ein Foto anschauen und auf sich wirken lassen. Und dafür sind die hier alle von der Scharfe und der Kontrast-Qualität mehr als ausreichend. Vielleicht nicht immer ganz konsistent. Deswegen: Wir leben ja nicht mehr in den analogen Zeiten, wir können es uns ja leisten auch mal zwei oder drei Bilder mehr zu verknipsen. Einfach, um nachher das Beste aus dreien auszuwählen. Ruhig mal ein bisschen mit der Blende spielen - ich habe festgestellt, dass man durchaus auch bei 1/200 noch brauchbare Bilder machen kann, wenn man dieses Vollmetallmonster mit entsprechender Impulserhaltung freihändig bedient. Die meisten Bilder hier sind übrigens mit ISO 400 gemacht - die D800 rauscht da doch noch sehr wenig - und es war sehr selten nötig, auf 800 oder gar 1600 hoch zu gehen. Wobei man sich bei solchen Brennweiten immer damit abfinden muss, dass man auch bei prallem Sonnenlicht nicht bei 100 fotografieren kann! Ach ja, und öfter mal auf die Punktmessung umschalten. Habe festgestellt, dass das in vielen kontrastreichen Situationen hilft. Die Durchschnitts- oder Matrixmessung ist da manchmal ein bisschen zu ausgleichend.
Fazit: Ist das ein modernes Objektiv? Nein. Macht es modern aussehende Bilder? Nicht wirklich. Sieht es aus, wie ein gutes (aber nicht unbedingt das beste) Objektiv aus den späten 1980ern? Durchaus. Kann man damit in 2026 noch hübsche Bilder machen? Sowieso! Jetzt müsste ich nur Motive finden, für die sich so ein anderthalb Kilo Monster (mit Kamera) auch lohnt!
Der höhere Kontrast und die kräftigeren Farben sind schon auffällig. In der Beziehung steht es nicht wirklich hinter einem "echten" Nikkor zurück. Ist es aber wirklich schärfer als das 200mm AI Nikkor, das ich habe. Ich mein, im Endeeffekt bringt einem die längste Brennweite nichts, wenn die damit erreichbare Auflösung auch nicht besser ist und man die Bilder nachher eh runter rechnen muss. Sagen wir mal so: Das Nikkor ist schon sehr scharf, wenn man es richtig fokussiert bekommt. Es ist halt ein manuelles Objektiv. Aber das Sigma kann gut mithalten. Es hat leichte Probleme, die bei dieser Brennweite aber auch nicht zu erstaunlich sind. Die Schärfe-Ebene ist recht dünn, sodass man alleine schon aus dem Grund auf f/8 oder f/11 abblenden möchte - so man denn genug Licht hat. Ich habe allerdings keine allzu großen Unterschiede zwischen Offenblende f/5,6und f/11 gesehen, wenn es um die tatsächliche Schärfe in der Schärfeebene geht - sie wird halt "dicker" und dadurch wirken Bilder mit größeren Blendenzahlen grundsätzlich schärfer. Mein allgemeiner Eindruck ist, dass die Rechnung der Linsen schon recht nah am damals erreichbaren Maximum liegt, das man zu diesem Preispunkt realisieren konnte. (Nicht vergessen: Wir sprechen hier von Technik, die 30, 35 Jahre alt ist!) Sagen wir mal so: Bei dieser Brennweite zu verwackeln, ist ein größeres Problem als die leichte Unschärfe bei f/5,6. Wen es beruhigt, kann ja auch einfach eine halbe Blende abblenden, das hilft schon ein bisschen. Sigma hat ja scheinbar zu jener Zeit immer Halbblendenklicks in seine Objektive eingebaut, was meine D800 total verwirrt - die zeigt auch bei f/6,7 nur f/5,6 an (und schreibt das auch so in die Exif-Daten, sodass ich im Nachhinein auch nicht mehr 100% sicher sein kann, welche Bilder ich wie geschossen habe.) Wenn aber Dunst und Luftbewegungen dazu kommen - also insbesondere auf längere Distanzen - hilft auch Abblenden nur noch minimal. Mittlere Distanzen gefallen dem Objektiv glaube ich am Besten.
So etwa die 20, 30 Meter bis hoch zu den Fahnen oder irgendwelchen Antennen auf fremden Hausdächern. Wobei ich evtl. noch ein bisschen den Autofokus in der Kamera anpassen könnte. Muss ich mal genau einmessen, mit Stativ und allem Pipapo. Manche Bilder kommen jedenfalls extrem scharf rüber, während andere ein bisschen weich sind. Vielleicht liegt es auch am leicht locker sitzenden Fokusring an diesem Exemplar. Der Pappbecher da oben ist zB richtig knackig scharf - auch im Original, nicht nur in der 4k-Web-Auflösung. Da sieht man die Grenzen des billigen Drucks auf der beschichteten Pappe. Das ist schon beeindruckend für eine 1980er-Optik! Andere Bilder hingegen sind eher weich und nicht so richtig scharf. Ist das der Unterschied zwischen f/5,6 und f/8? Möglich. Oder ist es der Autofokus, der nicht ganz so genau gezielt bekommt? Auch möglich. Ist mir aber auch egal, eigentlich, denn für meine Zwecke reicht es! Die meisten meiner Bilder werden eh nachher in der Größe halbiert, da spielt das bisschen Unschärfe nicht mehr so die Rolle. Und die Tatsache, dass ich solche 1:1-Crops bei dem AT-X gar nicht erst gemacht habe, verrät auch schon einiges zum Qualitätsunterschied der beiden Objektive.
Ich mein, wenn man Spaß dran hat, kann man gerne den ganzen Tag Pixel Peeping betreiben. In dem Bild da von der Fahne vorm Edeka etwa kann man durchaus die Waschanleitung lesen, wenn man Spaß dran hat. Das funktioniert halt auch nur, wenn die Schärfe groß genug ist. Muss man aber nicht. Man kann sich einfach ein Foto anschauen und auf sich wirken lassen. Und dafür sind die hier alle von der Scharfe und der Kontrast-Qualität mehr als ausreichend. Vielleicht nicht immer ganz konsistent. Deswegen: Wir leben ja nicht mehr in den analogen Zeiten, wir können es uns ja leisten auch mal zwei oder drei Bilder mehr zu verknipsen. Einfach, um nachher das Beste aus dreien auszuwählen. Ruhig mal ein bisschen mit der Blende spielen - ich habe festgestellt, dass man durchaus auch bei 1/200 noch brauchbare Bilder machen kann, wenn man dieses Vollmetallmonster mit entsprechender Impulserhaltung freihändig bedient. Die meisten Bilder hier sind übrigens mit ISO 400 gemacht - die D800 rauscht da doch noch sehr wenig - und es war sehr selten nötig, auf 800 oder gar 1600 hoch zu gehen. Wobei man sich bei solchen Brennweiten immer damit abfinden muss, dass man auch bei prallem Sonnenlicht nicht bei 100 fotografieren kann! Ach ja, und öfter mal auf die Punktmessung umschalten. Habe festgestellt, dass das in vielen kontrastreichen Situationen hilft. Die Durchschnitts- oder Matrixmessung ist da manchmal ein bisschen zu ausgleichend.
Fazit: Ist das ein modernes Objektiv? Nein. Macht es modern aussehende Bilder? Nicht wirklich. Sieht es aus, wie ein gutes (aber nicht unbedingt das beste) Objektiv aus den späten 1980ern? Durchaus. Kann man damit in 2026 noch hübsche Bilder machen? Sowieso! Jetzt müsste ich nur Motive finden, für die sich so ein anderthalb Kilo Monster (mit Kamera) auch lohnt!
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