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Schwarz-weiß und analog, Teil 325a: Aachen 2025

Kentmere 400 #14, 16. Oktober 2025
  • Minolta 5000 AF
  • Entwicklung: D-76 Stock #7, 16:00 Minuten, 20°C, Adofix Plus 1+5 #17, 7:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Bin endlich mal wieder dazu gekommen, die vor längerer Zeit gescannten Bilder auszuschneiden und zu komprimieren. Da kann ich auch gleich mal ein paar raus hauen. Aus dem Film, den ich in Aachen verschossen habe, mache ich einfach mal zwei Einträge, denn es sind dann doch recht viele Bilder und ich habe keinen Lust, so viel auf einmal zu schreiben. Das hält mich nämlich immer davon ab, das zeitnah zu erledigen. So, in kleinere Aufgaben zerstückelt, ist das nicht so ein den-Stein-den-Berg-rauf-rollen! ;-)

Also, es war Oktober und wir waren wie jedes Jahr in Aachen und sind nachher noch ein bisschen in die Stadt gegangen, weil. Wie immer in der Parkgarage neben der Orthodoxen Kirche geparkt, gegenüber vom Gymnasium. Deswegen kommen da auch direkt die ersten Bilder her. So etwa dieses Bild von der Kirche, wie sie halb vom Parkhaus verdeckt wird. (P, 1/500s, f/11, 35mm.) Ja, ich hatte mal wieder eine Minolta mit und dieses Mal auch - ganz untypisch - ein Zoom drauf. Mir war nämlich aufgefallen, dass ich mit dem 35-105mm noch gar keine analogen Fotos gemacht hatte. Und da hab ich gedacht: Probiers aus! Ich muss zugeben: Mit dem Zoom habe ich im Weitwinkelbereich noch mehr Probleme, die Kamera gerade zu halten als sonst schon! ;-) f/11 passt hier gut zum Motiv. Ansonsten nicht viel zu berichten, es gibt bessere Bilder. ;-) Ach ja, und die Bilder sind - auch recht untypisch - recht häufig im P-Modus aufgenommen, da die alte 5000 AF ja keine Halbautomatik kann.

Gegenüber die Stühle vor der Schule (Kunst?) mitgenommen. (M, 1/500s, f/4, 35mm.) Die braunen Blätter an den herbstlichen Bäumen haben sehr interessantes Grau auf dem Kentmere produziert. Das hat so ein bisschen einen Infrarot-Vibe! Interessant! Hier direkt mal auf Manuell geschaltet, denn das funktioniert an dieser Kamera erstaunlich gut. Dumm nur, dass sie immer wieder auf P zurück springt, wenn man die Klappe zu macht.


Umgedreht und die Kirche ins Visier genommen. (M, 1/1000s, f/8, 105mm.) Auch im Tele-Bereich habe ich die Kamera schon mal gerader gehalten. ;-) Aber hier passt das schon fast zum Motiv. Zudem bin ich mal wieder erstaunt über die Schärfe, die dieses Zoom produziert. Das Internet sagt ja, dass der Look dieser relativ alten AF-Linse ein bisschen antik (im eher schlechten Sinne) wäre, aber auf s/w und Film gefällt sie mir eigentlich direkt ganz gut. Nun sind meine Ansprüche ja aber auch nicht so hoch! ;-) Schärfe ist jedenfalls erstaunlich gut. OK, sollte sie bei f/8 auch sein.

Als ich der Kirche dann schon fast den Rücken gekehrt hatte, noch eben schnell den Drachentöter eingefangen. (P, 1/2000s, f/5,6, 105mm.) Das Film ist dieses Mal irgendwie recht kribbelig geworden. Ich weiß nicht warum, ich habe bei der Entwicklung nichts anders gemacht als sonst. Liegt aber vielleicht auch ein bisschen am Wetter, wodurch ein bisschen mehr am Kontrast schrauben musste als sonst. Aber: Grain is good, oder wie war das! ;-)

Vor der Sparkasse stand schon das Fluchtfahrzeug bereit: Ein alter Motorroller! (P, 1/180s, f/4,5, 35mm.) Immer, wenn ich solche Geräte sehe, muss ich sie ja mit nehmen, aber hier gleich mit dem Geldautomaten daneben: Doppelt gut! ;-) Der Programm-Modus funktioniert in den meisten Fällen ja auch ganz brauchbar, muss ich zugeben. Der sucht sich eine ganz brauchbare Mischung aus Zeit und Blende raus, sodass ich nicht allzu oft manuell eingreifen musste.


Die Haustüre der Nummer 2 hatte dieses etwas gestonete Gesicht aufgemalt, da konnte ich auch nicht vorbei gehen. (P, 1/250s, f/5,6, ~80mm.) Schon wieder total schief und scheel. Scheibenkleister! Ja, liegt an den vielen gerade Linien der Tür, dass man das so sehen kann. Im mittleren Brennweitenbereich wie hier sind die Verzerrungen übrigens auch auf Film ganz gut kontrolliert, während man bei Weitwinkel und Tele schon einiges davon sehen kann. Die Bilder sind in der Beziehung sehr ähnlich zu dem, was ich auf der Digitalen Sony an Ergebnissen erhalten. Daraus schließe ich, dass die letztere keine digitale Korrektur durchführt.

Eines der besten Bilder auf diesem Film folgt: Die Kürbisse in der Auslage! (P, 1/180s, f/4, ~50mm.) Richtig cooles Foto. Muss ich nicht mehr zu sagen. Oder?

Ebenfalls die Artischocken. (P, 1/60s, f/4, ~50mm.) Wobei mir die seitliche Ansicht der Kürbisse noch besser gefiel, wegen der Unschärfe im Hintergrund, die hier natürlich nicht gegeben ist. Aber die unterschiedlichen Farben der Artischocken kommen hier sehr schön in den verschiedenen Grautönen durch.

Über allem thront der Dom. (M, 1/500s, f/8, ~40mm.) Jetzt nicht so wie in Köln oder sowas, aber immerhin sieht man ihn doch recht häufig durch Hauslücken und über den Dächern. Wieder schief wie bekloppt, aber was solls, ich finde es hier gar nicht mal so sehr ablenkend.


Die Fahnen vor der Souvenier-Geschäft: Auch gut getroffen. (M, 1/1000s, f/4,5, ~80mm.) Bei dem leichen Tele bekommt man doch schon ganz brauchbare Hintergrundunschärfe. Ja, ich sehe, was die Reviewer im Netz meinen, aber mich stört das nicht. Im Gegenteil: Die Bilder sehen mehr Retro aus, als sie es mit dem Equipment eigentlich sollten.

Der Ziegenbock! Määääh! (P, 1/500s, f/9,5, ~90mm.) Ich bin erstaunt, dass die Automatik hier richtig gute Werte genommen hat. Persönlich hätte ich ja eher wieder eine "gerade" Blende bevorzugt, also entweder f/8 oder f/11, aber so gehts auch. Aber vor allem, dass das Bild nicht über oder unter ist, erstaunt mich am meisten. Hätte ich es manuell gemacht, hätte ich ihm zur Vorsicht bestimmt eher eine halbe bis ganze Blende mehr Licht gegeben - wegen des hellen Hintergrunds -, aber das wäre hier gar nicht nötig gewesen. Manchmal funktioniert die Programm-Automatik erschreckend gut!

Den Tisch mit den Blättern drauf wollte ich auch nicht einfach so undokumentiert lassen. (P, 1/180s, f/4, ~50mm.) Bei 50mm verhält das Zoom sich sehr ähnlich zu einem echten Nifty-Fifty, wenn auch eher langsam. Dafür gefällt mir die Art, wie es die Realität einfängt und auf Silber bannt, doch sehr gut. Ich mein, das ist jetzt Offenblende und ich sehe da auf der technischen Seite echt keine (großen) Probleme.


In einem der Schaufenster habe ich dann noch den Hund mitgenommen. (P, 1/130s, f/4, ~40mm.) His Master's Voice. Was ist da eigentlich draus geworden? Aha. Spannend! Jedenfalls: Durch die Scheibe ist die Bildqualität eher eingeschränkt, aber ich wollte den Hund nicht einfach so da stehen lassen! ;-)

Wir sind bei unserem Besuch der Innenstadt tatsächlich mal ein bisschen weiter vorgedrungen und haben auch mal Stellen gesehen, die wir sonst ignoriert haben, etwa diesen Engel mit Waagschale und Schwert. (P, 1/180s, f/5,6, 105mm.) Joah, das war wahrscheinlich die mittelalterliche Art, die Leute dazu zu bringen, auf dem Markt nicht zu bescheißen. Der Rache-Engel sieht alles und weiß alles und hat auch gleich das Messer dabei! Nicht wie die blinde Justizia! ;-)

Ansonsten: Noch ein bisschen Dom. (P, 1/150s, f/9,5, ~45mm.) Wie gesagt, ich hätte eine ganze Blende bevorzugt, aber bevor ich jetzt wieder mit der manuellen Einstellung rum fummel... Bis ich da fertig bin, ist der Dom verwittert! ;-) Ja, das ist mit der 5000 AF ein bisschen zeitaufwendiger. Ein bisschen! ;-) Aber immerhin hat sie eine manuellen Modus. Das war ja nur eine consumer grade Kamera, da war das nicht selbstverständlich.


Dat Menneken mit de Fische hab ich dann auch noch mal frontal mit genommen. (P, 1/180s, f/4,5, 90mm.) Mit dem 50er hätte ich sicher mehr Bokeh in den Hintergrund bekommen. Wobei ich mal so eine schöne Festbrennweite irgendwo zwischen 80 und 100 brauchen könnte, am Besten f/2 oder f/2,8. Das 85/1,8 Nikkor hat doch sicher ein Minolta-Äquivalent gehabt, oder?

Und zum Schluss noch: Kunst. (P, 1/180s, f/4, ~50mm.) Was machen die da eigentlich? Will ich es wissen? Ne. ;-)

Nächstes Mal: Der zweite Teil des Films, nachdem ich hier ganz willkürlich schneide! ;-)

Wintervögel

12.1.: Fotos durch die Verandatür sind immer etwas... weich. Das liegt an der Dreifach-Verglasung, da bricht sich das Licht immer mehrfach drin und die Spiegelungen und so weiter. Dass die Kamera dann bis auf ISO 12800 hoch geht, hilft der Schärfe und dem Kontrast auch nicht unbedingt. Aber: VÖGELCHEN! ;-) Dafür nehme ich das doch alles gerne in Kauf! Allerdings war der Specht mal wieder schneller weg, deswegen nur eine Meise und eine Drossel.


Und dann machte es plötzlich "grus grus" über uns und als ich an den Himmel schaute, habe ich einen, zwei, drei, diverse Schwärme Kraniche vor die Linse bekommen! Das war der Tag nach dem Tag, als in Norddeutschland das Wetterchaos ausgebrochen war, mit Schneewehen und Sturmfluten, da haben die Kraniche offenbar auch gedacht: "Komm, ab nach Süden!" Die blieben auch nicht hier, die sahen so aus, als wären sie nur auf dem Durchzug. Bin gespannt, wann die wieder kommen...


Und das war mal ein ganz kurzer Eintrag. Gar nicht gewohnt mehr. Sollte öfter mal Vögel fotografieren. ;-)

Zombicide: Monty Python Add-On

And now for something completely different: *nudge nudge* *wink wink* "Know what I mean, know what I mean?" I'm a lumberjack and I'm okay, I sleep all night and I slay zombies at day! But: No-one expects the Spanisch Inquisition! "Stop it! That's silly!" SPAM SPAM SPAM SPAM WONDERFUL SPAM! "This parrot is dead! It ceased to be!"


Nachdem das jetzt aus dem Weg ist: Wir haben gestern endlich mal die Monty Python Erweiterung für Zombicide gespielt. Die lag hier jetzt schon seit einem, zwei, vielleicht sogar drei Monaten auf dem Pile of Shame herum, es wurde langsam Zeit. Und da J ja so eine alberne ("That's silly!") Challenge gestartet hatte, dass wir mal wieder der Reihe nach von A bis Z ein Spiel spielen müssten und wir das auch unbedingt innerhalb der ersten Hälfte des Januars voll kriegen müssten - was weiß ich, ich war nie so der Statistik-Cacher ;-) - und gestern halt endlich Z dran war, bot sich das jedenfalls an. Ich kam also am frühen Nachmittag aus dem Büro gewackelt, nachdem ich alles erledigt hatte und das Wochenende endlich bevor stand und ich mich schon gefreut hatte, dass wir jetzt endliche mal ein bisschen Aufräumen könnten, da stand schon alles aufgebaut auf dem Tisch herum! Na gut, das hatte ich zwar jetzt nicht erwartet ("No-one expects the Spanish Inquisition!"), aber ich habe mich dann breitschlagen lassen und mich auf dem Sofa niedergelassen ("Fetch the comfy chair!").


Und was soll ich sagen: Im Großen und Ganzen ist die Erweiterung erstaunlich spielbar. Dafür, dass die ja durch und durch albern ist ("STOP IT!"), war eigentlich das einzig, was wirklich genervt hat, dass man zwischendurch immer mal wieder eine Runde lang alle Substantive durch SPAM ersetzen muss. ("SPAM SPAM SPAM baked beans and SPAM!") Das führt zwar zu sehr spannenden Konversationen ("Zieh doch Deine Überspammenden in das linke Gespamme. Nee, Spamment, der eine Spammer hat ja gar keine Feuerspam dabei, um die Spam aufzubrechen!"), aber auf die Dauer ist das sehr anstrengend. Zum Glück hatten wir die ganze Zeit über keinen Sichtkontakt zum nackten Organisten. Ich hätte keine Lust gehabt, einen ganzen Zug lang mit verdeckten Augen zu spielen! Und auch der Ritter mit dem Gummihuhn hat nur ein einziges Mal einen seiner Kollegen verkloppt.


Irgendwann hatten wir uns dann auch endlich durch die roten Kisten geplündert, um den untoten Papageien ("He's just resting!") zu finden. ("He just moved!" - "No, he didn't!") Der ist sozusagen der Boss-Gegner, den man nur mit dem lustigsten Witz der Welt besiegen kann! ("Wenn ist das Nunstrück gut und Slotermeyer?") Dessen drei Teile hatten wir glücklicherweise schon recht schnell beisammen. Das einzige Problem war nur, dass durch unser stark angestiegenes Adrenalin so langsam so viele Zombies ("normale", Silly Walkers, Spanish Inquisition ("No-one..." - "STOP IT!"), Hells Grannies etc...) auf dem Plan waren, dass es langsam schwer wurde, sich hin und her zu bewegen. Vor allem, weil wir am anderen Ende der Karte standen - der untote Papagei hatte sich gut versteckt! Zum Glück hat uns die Fähigkeit des Chicken-Knight hier geholfen: Der kam mit seinem Teil des Witzes nämlich quer über die Karte gezoomt, als der Heilbutt-Schwinger irgendwann mal daneben gehauen hat - praktisch!


Nachdem wir den Witz rezitiert hatten, mussten wir nur noch einmal über die ganze Stadt zurück zum Ausgang. Dazu haben wir natürlich die Abkürzung durch die Gebäude genommen, denn nachdem wir wieder alle vereint waren, war auch der Lumberjack mit seiner Axt wieder dabei und konnte uns die Ausgangstür öffnen.

Fazit: Wer Zombicide mag und wer zudem noch in dieser Alterstufe existiert, dass er/sie/es damals noch den Flying Circus im Fernsehen gesehen hat, der kann hier eigentlich nichts falsch machen! Die Figuren der Überlebenden und der Python-Zombies sind in gewohnter Qualität und extrem detailliert - so sehr, dass ich teilweise Angst vor den Kloppen der Grannies hatte! Die schwingen ihre Handtaschen mit Backstein drin, da muss man sich echt in Acht nehmen. Gut, dafür haben die Silly Walkers mehrfach hintereinander eine 1 gewürfelt, sodass sie sich immer weiter in eine Sackgasse zurück gezogen haben. Wir hatten jedenfalls extremen Spaß! Gut gemacht! Ach ja, nur die Musical Mice haben wir die ganze Zeit vergessen auszulegen! Wobei die doch so hilfreich sein können! ;-) ("SQUEEK!")

Philips BDP5180/12 Notauswurf

Es begab sich aber zu der Zeit, da mein Lieblingscousin M mit mir mal wieder einen Podcast aufnehmen wollte, aber die Firma Netflix ihre Version der TNG-Episoden aus dem Programm nehmen musste, weil Paramount. (Muss ich mehr sagen? Wie eine Firma mit einem solchen Portfolio an IP so ein großer Haufen Kackmist sein kann, das frage ich mich ja schon seit bald einem Vierteljahrhundert! Das Streaming-Gemüse von denen ist meiner Meinung nach nur der letzte Strohalm!)

Jedenfalls. Ich wollte mich eigentlich gar nicht über die Nasen im amerikanischen Syndicated-TV-Business aufregen, sondern davon erzählen, dass der P, so nett wie er ist, mir seine italienischen Blu-Ray-Discs ausgeliehen hat! Weil, im Gegensatz zu Paramount ist der nett! ;-) Nur, wie spielt man sowas noch mal ab? Diese ganze Streaming-Scheiße ist ja so fürchterbar convenient! Also mal den Blu-Ray-Player von Philips an den Strom angeschlossen, von dem er jetzt bald 10 Jahre getrennt war. Ich mein, das Ding haben wir als Dreingabe zum Fernseher bekommen, insofern, ja, es spielt Disks ab, auch brav in diversen Formaten, und es kann auch sowas wie "online" (Mediatheken und sowas), aber. Total veraltet nach 15 Jahren. Achso, ja, es handelt sich übrigens um einen Philips BDP5180/12, falls ich das noch nicht gesagt haben sollte.


Natürlich geht nach (n+1) Jahren die Schublade nicht mehr auf. Ich vermutete, wie man das so tut, das Gummiband der Schublade. Weil, die leiern ja immer aus. Noch kein Gerät gesehen, bei dem der Riemen nicht früher oder später schlaff in der Gegend rum hängt oder - noch schlimmer - zu matschigem Schlodder degradiert ist. Keine Ahnung, was in dem Gummi drin ist, dass sich das immer so verflüssigt. Der Motor lief jedenfalls und machte brummelige Geräusche.

Also den Schraubenzieher gezückt und die Kiste mal auf gemacht. Das Laufwerk ist allerdings ein komplett versiegeltes Modul, in das man so erstmal nicht rein gucken kann. Also das Bit an der Spitze meines Schraubenziehers gewechselt und versucht, den Deckel ab zu schrauben. Ja, nein, das geht nur ab, wenn man das Laufwerk vorher aus dem Gehäuse holt. Also die anderen Schrauben am Boden auch gezogen. Aber, die Zierleiste verhindert, dass man das Laufwerk da raus kriegt! Weil! Also hin und her gefummelt und mit den Fingern unten drunter was gespürt und siehe da: Auf der Unterseite ist ein Auswurf-Mechanismus! Jetzt weiß ich auch, wofür der Schlitz in der Bodenplatte des Gehäuses ist! Das muss einem doch mal einer sagen! Hätten die da nicht wenigstens so ein kleines Schildchen hin kleben können: "Emergency Eject"? Echt jetzt! Nach den Jahren hat doch keiner mehr die Bedienungsanleitung griffbereit!


Jedenfalls habe ich diesen Notauswurf dann mal betätigt und zack, kam auch die Schublade raus. Es scheint, dass die Zierleiste am Laufwerk sich im Gehäuseplastik verhakt gehabt und dadurch, dass ich das Laufwerk schon halb demontiert hatte, hatte sich das gelöst. Ich nehme an, dass sich das Plastik mit den Jahren anders ausgedehnt hat oder irgendwas anderes geschrumpft ist. Ich hab sie jetzt jedenfalls ab gemacht. Ist der gleiche Clip-Mechanismus wie an einem PC-Laufwerk. (Wahrscheinlich, wenn ich es weiter auseinander genommen hätte, hätte ich bestimmt herausgefunden, dass das auch einfach ein PC-Laufwerk ist. Stink normales SATA, gehe ich mal von aus, nur mit einem seltsamen Kabel-Gemüse dran. Aber nagelt mich nicht drauf fest. Dafür hätte ich mal unter die unten am Laufwerk angenagelten Zusatzplatine gucken müssen, die wohl für die Übersetzung zuständig ist.

Nachdem ich jedenfalls die Zierleiste von der Schublade abgeclippt hatte, ging das Laufwerk wieder einwandfrei auf und zu. Ich lass die jetzt also erst mal ab, auch auf die Gefahr hin, dass dann mehr Staub in das Gerät eindringt. Die schließt nämlich tatsächlich sehr dicht und fest ab, was ich so nicht gedacht hätte. Aber da es in dem Gehäuse selbst sehr sauber und unstaubig aussieht, da das Ding ja normalerweise in einem verschlossenen Schrank steht, der nur im Betrieb geöffnet wird, wegen der Belüftung, gehe ich dieses Risiko mal ein.


So, und das war diese Reparatur, die ich wahrscheinlich komplizierter gemacht habe, als sie sein musste. Was mich ansonsten noch interessieren würde: Was ist denn das für ein Einplatinen-Computer, der das ganze antreibt? Weil, da ist ja mal ein recht fetter Kühlkörper auf der CPU. Ich nehme an, irgendein ARM-Chip? Zwei kleine RAM-Chips sind jedenfalls nebenan, einen Ethernet-PHY konnte ich auch identifizieren. Einer von den anderen größeren Chips wird dann der Flash-Speicher sein, auf dem ein kleines Linux rumliegt, gehe ich jedenfalls von aus - der Fernseher läuft ja auch mit 'nem Pinguin-Kernel.

Aber auch die zweite Platine mit dem Netzteil finde ich einigermaßen interessant: Ein ziemlich fetter Induktor auf der 220V-Seite, diverse Filter-Kondensatoren - ist das einer von diesen Refas, die bei den YouTubern immer explodieren? - und recht kleine Gleichrichter-Dioden (auf der 220V-Seite? Wofür?). Der Trafo scheint mir hingegen relativ klein zu sein, während die Dioden auf der Niedervolt-Seite ziemlich fett aussehen! Aber nur drei? Irgendwas ist hier anders, als ich es erwarten würde! Egal. Ich habe das Gehäuse jedenfalls nicht ganz umsonst geöffnet, denn so konnte ich kontrollieren, dass die Kondensatoren alle noch gut aussehen. Ich würde davon ausgehen, dass das Teil ewig läuft, wenn nicht irgendwann der Laser vom Laufwerk ausgenudelt ist.

Winter in Lanzenbach - Testbilder mit der Sony SDC P200

10.1.: Nachdem der Akku dann erfolgreich geladen war, habe ich die 20 Jahre alte Sony DSC-P200 dann mal mit in das Schneegestöber genommen, das da am Samstag vor der Tür abging. Die Reste vom Sturmtief "Elli" drehten sich ziemlich genau über uns und es kam so eine Mischung aus nassfeuchtem Schnee und noch nicht ganz aufgetautem Regen runter. Wobei ich noch Glück hatte, als ich unterwegs war: Das war alles mehr oder weniger fest und ist dementsprechend ganz gut an meiner Jacke runter gepurzelt, statt einzuziehen und mich zu frosten. Die Impregnierung ist ja auch nicht mehr so wahnsinnig an der roten North Face Jacke. Die ist schließlich genau so alt (ungefähr) wie diese Kamera, die ich hier an diesem Tag testen wollte.


Die Voraussetzungen waren jetzt nicht die allerbesten: Der Himmel grau in grau, das leichte Schneetreiben, alles nicht so gut für kräftige, kontrastreiche Bilder. Aber dafür sieht man schon am ersten Eindruck, wenn man sich die Fotos anschaut: Das geht eigentlich ganz gut! Ich bin erstaunt, dass ein 1/1.8"-Sensor von 2005 noch solche Bilder hin bekommt. Gut, die Bilder sind scheinbar alle bei ISO 100 entstanden, obwohl der AUTO-ISO-Modus gewählt war und die Kamera somit auf wahnsinnige ISO 400 hätte hoch gehen können. Hat sich wahrscheinlich gedacht: Ach komm, das lohnt den Aufwand nicht! ;-) Hab ich leider erst zu Hause gemerkt. Hätte mir eigentlich auffallen müssen, denn sooo dunkel war es dann doch wieder nicht. Muss ich dann mal separat testen.

Wie man sieht, ich bin einmal unten durchs Dorf und habe alles mit genommen, was mit Schnee bedeckt war. Weil, wenn man schon in dem Sauwetter raus geht, dann will man ja auch was davon haben. Was man allerdings auch sieht, besonders in den helleren Bildern mit einheitlichem Hintergrund: Da ist ein saumäßiger Dreck drin! Ich dachte, der CCD wäre irgendwie versiegelt? Wie hat die Schwiegermutter also diesen ganzen Dreck da drauf bekommen? Fusseln und Flecken! Wenn ihr also aufmerksam die Bilder anschaut, wird euch das sicher auch auffallen, liebe Leser.


Das sieht man besonders bei solche Bildern, die ich ein bisschen kontrastkorrigiert habe. Also ein bisschen an der Histogramm-Kurve gespielt im Gimp. Ansonsten habe ich die Bilder allerdings nur auf 75% Qualität runter komprimiert, damit mir das Internet nicht um die Ohren fliegt. Die Dimensionen habe ich hingegen beibehalten; bei 7 MP komme ich ja eh nicht an die 4k-Auflösung ran, die ich normalerweise mache. Davon abgesehen, ist das hier 4:3 statt des üblichen 3:2-Seitenverhältnisses. Ungewohnt. Aber nicht ungewöhnlich für diese Sensoren, die ja auch teilweise in den letzten Foto-Handys verbaut wurden, bevor das Smart Phone das Marktsegment der Kompaktkamera obsolet gemacht hat.

Wer noch viel zu viele weitere Bilder sehen will - ja, ich hatte Spaß mit der Kamera - und zudem noch weitere "interessante" Details zu meiner Meinung über das Gerät lesen möchte, der möge auf den "erweiterten Eintrag" klicken, denn das hat mal wieder Überhand genommen! ;-) KLICK! "Winter in Lanzenbach - Testbilder mit der Sony SDC P200" vollständig lesen