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Throwback Thursday: Dänemark, 1999 (Teil 1)

Heute mal wieder Fotos aus dem Archiv, denn es stürmt und regnet so heftig, dass die Gartenstühle weg fliegen und der Sonnenschirm den Grill gekillt hat. Da gehe ich jedenfalls nicht raus, wenn es nicht unbedingt sein muss. Deswegen gibt es heute aus der Kategorie "Throwback Thursday" Fotos, die ich im letzten Herbst gescannt habe, um daraus einen Kalender zu bauen. Ihr kennt das mittlerweile ja schon, das ist ja nicht das erste Mal, dass ich solche Bilder hier vorstelle.

Der Film, den ich heute vorstellen möchte, wurde im Sommer 1999 belichtet. Von den 36+ Bildern habe ich 15 ausgesucht, die mir besonders gut gefallen haben. Alle Fotos sind mit der Nikon F601 gemacht, als Objektive kamen das Weitwinkel-Zoom von Soligor 19-35mm, das Normal-Zoom 28-70mm und das Tele Zoom 75-300mm von Exakta zum Einsatz. Trotz des Alters des Films sind da wirklich sehr schöne Bilder dabei und der Scanner hat die Farben extrem bunt eingefangen. Obwohl, die dabei liegenden Abzüge waren auch schon sehr bunt.

Anfangen möchte ich mit blauem Himmel und tief stehender Sonne. Hier kann man am Blau gut sehen, was ich mit den Farben meine:


Wie man sieht, wir hatten sehr schönes Wetter, was im hohen Norden ja nicht immer so sein muss. Das erste Bild zeigt einen Blick über den abendlichen Ringkøbing Fjord: Das Wasser kräuselt sich leicht, die Sonne strahlt die Wolken an, deren Schattenwurf sehr schön raus kommen, und neben einigen Staubfitzeln in der MItte des Bildes haben wir auch noch etwas Lens Flare am rechten Rand. Tolle Stimmung, wann darf ich da eigentlich noch mal hin?

Bild Zwei zeigt hingegen die morgendliche Stimmung, ebenfalls mit Blickrichtung Ford. Weiß nicht, welches Objektiv ich da drauf hatte, aber es macht einen schönen Sonnenstern links am Rand.

Es folgen ein ganzer Haufen hochkanter Fotos: Als erstes ein Foto vom Strand, mit sehr kräftigen Blautönen, dann ein abendliches Bild des Leuchtturms in Nørre Lyngvig, leicht verwackelt, mittig ein Blick über den Fjord mit den Stellnetzen, mit denen die Fischer den Fischen nachstellen,...


...ein nächtliches Bild vom Hafen in Hvide Sande darf natürlich auch nicht fehlen, ebenfalls leicht verwackelt, und schließlich zuletzt ein abendlicher Hafenblick, der wahrscheinlich ein paar Minuten vor dem Bild davor aufgenommen wurde und bei dem mir die Granitbrocken der Hafenbefstigung im Vordergrund besonders gut gefallen haben.

Der nächste Packen Fotos handelt hauptsächlich von Tieren. Da hätten wir einen kleinen Grünfink, der auf der alten Antenne saß und mich neugierig beäugt. Eine der üblichen dänischen Strandrosen darf natürlich auch nicht fehlen - und ich dachte immer, dass frühe Digitalkameras immer Probleme mit der Farbwiedergabe hatten: Was auch immer ich da für einen Film in der Kamera hatte, mit Rosen hatte er offenbar leicht pinke Probleme! ;-) Auch die Eidechse im nächsten Bild leidet etwas an Kontrastmangel, aber das Rückenmuster ist trotzdem sehr gut erkennbar.



Kontrast haben wir im nächsten Bild eigentlich schon etwas viel, aber dadurch kann man den Kiebitz ganz gut erkennen. Das Tele-Zoom machte eigentlich immer ganz ansprechende Fotos, wenn ich mir das so angucke, zumindest auf analogen Filmen. Das sieht man auch bei der Katze im nächsten Bild. Seltsamer Weise ist hier der Kontrast sehr viel natürlicher. Ich gebe einfach mal dem Scanner die Schuld, da hat es die Automatik wohl mal wieder etwas übertrieben! (Die beiden Bilder habe ich übrigens etwas aus der Mitte ausgeschnitten, damit die Tierchen etwas größer erscheinen. Geht ganz gut, finde ich, der Film hat erstaunlich wenig Rauschen.)

Zuletzt noch ein paar Landschaftsbilder: Gammel Sogen ist ja eine der schönst gelegenen Kirchen am Ringkøbing Fjord, finde ich. Obwohl, eigentlich sind die alle schön! ;-) Diese ist aber sehr prominent, weil sie so einsam am Straßenrand steht, dass man sie schon auf Kilometer sehen kann. Das Bild ist leider etwas sehr rotstichig.


Genau so auch diese alte Badewanne mit Rost. Wenn ich mich recht erinnere, war das aber auch wieder gegen Abend und der rote Sonnenuntergang leuchtete besonders kräftig auf diese Sammlung von Altmetall. Krasse Farben, jedenfalls.

Das Schiff, dass da über den Fjord dampft, ist übrigens der Sorte Louis. Die haben damals Ausflugsfahrten bzw eine Art Pendelverkehr zwischen Hvide Sande und Rungkøbing gemacht. Keine Ahnung, ob es das noch gibt, müsste ich glatt mal nachforschen...

So, das war's für heute. Wenn ich nich nebenbei am Arbeiten wäre, würde ich jetzt vielleicht doch noch raus gehen, die Sonne ist mittlerweile durch die Wolken gebrochen. Mal sehen...

Nach Lichtenberg durch den Wald

Heute war es, nachdem gestern so viel Regen runter gekommen ist, eher herbstlich von der Stimmung her. Trotzdem habe ich mich mal in der Mittagspause nach draußen begeben und ein paar Fotos gemacht. Besonders interessant fand ich den "Orangenbaum": Wie ist die denn da hin gekommen? Ich dachte erst, das wäre ein Apfel, den da jemand für die Vögel aufgespießt hätte, denn in den Büschen hüpften ganz viele Meisen herum.


Dann hinter dem Steinmetz den Berg hoch und statt den gut befestigten Pfad habe ich den durch den Matsch genommen. Weil, da war ich schon ewig nicht mehr. War allerdings auch eher unspannend, außer vielleicht, dass auch hier im letzten Sommer diverse Bäume abgestorben sind und ganze Bereiche des Waldes gerodet werden mussten. Immerhin konnte ich so einen Pilz am Baumstumpf ablichten.



Wie man an der Rinde erkennen kann, den Bäumen geht es wirklich nicht gut. Dabei ist es hier bei uns doch noch relativ feucht gewesen, im Vergleich zu anderen Gegenden Deutschlands. Immerhin hat es ja jetzt ein wenig geregnet, ich hoffe aber, dass es doch noch ein paar regnerische Wochen gibt, bevor der Sommer so richtig zuschlägt.

Oben am Feld habe ich dann noch die gelben Isolatoren am Weidezaun fotografiert. Ist jetzt nicht so spannend geworden, wie ich mir das vorgestellt habe.



Nebenan lag noch eine Radkappe im Gras. Es ist ja wieder Winter gewesen und die Leute scheinen ihre Räder nicht genug kontrolliert zu haben. Findet man ja um diese Jahreszeit immer wieder am Straßenrand.

Da ich nicht allzu weit laufen wollte, habe ich dann direkt den ersten Abzweig nach links genommen und dort am Fachwerk vorbei. Ist auch immer wieder ein Motiv. Leider ist das hier ja ausgemauert, obwohl sich das auf den Bildern ja ganz gut macht.



Die Badewannentränke ist ja auch schon etwas länger den Elementen ausgesetzt, aber mit der spiegelnden, dunkeln Wasseroberfläche musste ich einfach noch mal ein Bild machen. Dann kam von hinten noch ein Trecker vorbei und hat sich neben dem Silo ganz nett gemacht. Allerdings war er dann schon ein bisschen weiter weg und mit dem Weitwinkel scheint er praktisch schon am Horizont zu verschwinden.

Dort, wo der Bauer die Silage lagert, trieben sich ein ganzer Haufen rabenartige Vögel rum. Als ich näher kam, flogen die dann der Reihe nach weg, was sie bei dem Traktor nicht gemacht haben. Scheinen zu wissen, dass der ihnen definitiv nichts tut. Ich mein, nicht dass ich jetzt vor hatte, den Vogel abzuschießen, außer vielleicht mit dem Tele! ;-)


Dann durch den Wald wieder zurück ins Tal und unten noch eine mauzende Miezekatze getroffen, die gar nicht verstanden hat, wieso ich ihr die Tür nicht aufmache. Ja, wenn die Nachbarn mir den Haustürschlüssel geben würden...


Dann war ich auch schon wieder zu Hause und durfte gucken, ob der Kunden-PC, den ich noch immer hier stehen habe, mal endlich aufgehört hatte, Blödsinn zu spinnen. Hat er aber nicht. Sehr seltsames Gerät.

Schwarz-weiß und analog, Teil 65: In der Heimat mit der Knipse

Film: Fomapan 100 #13, Kamera: Minolta AF-E II, November 2020

Navigation: 65, 66, 67

Im Zeitalter des Klimawandels ist man es ja kaum noch gewöhnt, dass es mal zwei Tage nacheinander regnet. So aber heute und gestern. Wenn das den Rest der Woche - wie angekündigt - so weiter geht, dann muss ich wohl doch noch mal ein Foto von der Abendpizza hier rein stellen, denn mit der Kamera raus will man bei diesen Temperaturen und der kondensierenden Luftfeuchtigkeit nicht.

Andererseits kann ich so tatsächlich mal wieder ein paar meiner s/w-Bilder los werden! Dieser Artikel ist tatsächlich auch mal bisher nur halb vorbereitet gewesen, d.h. ich hatte die Fotos und das Framework drumherum gebaut, aber noch keinen Text geschrieben. Das mache ich tatsächlich jetzt an diesem wunderschönen Abend, an dem ich darauf warte, dass mein Notebook damit fertig wird, die Festplatte des Kunden-PCs zu checken und die NTFS-Partition zu verkleinern, damit ich ihm ein brandneues Windoof installieren kann, er aber seine Daten noch immer im zerschossenen Windoof anholen kann. Warum darf man mit 10 eigentlich keine Reparaturinstallationen machen? Dummes System!

Fotos! Heute gibt es den ersten Schwung des Films, den ich mal testweise mit der alten Minolta-Knipse verschossen habe. Ich bin insgesamt sehr erstaunt, was die Bildqualität angeht: Durchweg sehr brauchbare Ergebnisse. Auch wenn man absolut gar keinen Einfluss auf die Belichtung hat, weil Vollautomatik, sehen alle Bilder gut aus. OK, manche hätte ich anders belichtet, aber ich glaube, falls ich tatsächlich mal Street Photography mit s/w-Filmen machen wollte, wäre die fast schon perfekt. Wenn auch mit dem 35mm-Objektiv etwas weitwinklig. Aber wer erwartet schon, mit sowas unscheinbarem, verschrabbten und technisch total überholten fotografiert zu werden?


Das erste Bild ist auf jeden Fall direkt schon mal eine brutale Belichtungssituation: Die Räder der syrischen Nachbarskinder im Gegenlicht. Aber trotzdem: Klasse Bild, schöner Sonnenstern, nur ganz wenig Flare, und sehr kontrastreich. Gefällt mir sehr gut, das Foto. Etwas schief, mal wieder.

Das zweite zeigt den Haselnussbusch im Garten, wie er von der herbstlichen Morgensonne angestrahlt wird. Tolle Wolken und der Baum dahinter mit seinen kahlen Ästen. Auch dies ein wirklich schöne Foto, auf dem nur das Nachbarshaus ein kleines Bisschen stört.

Die Rosen im Vorgarten sind leider etwas unscharf, da hat der Autofokus natürlich den Himmel und die Stromleitungen scharf gestellt. Habe hier versucht, den Weitwinkel etwas zu meinem Vorteil einzusetzen und bin dabei etwas zu nach gekommen. Nichtsdestotrotz ein nettes Foto. Auch hier sehr kräftiger Kontrast, sodass sogar die kleinen Schäfchenwolken um blauen Himmel klar heraus kommen. Auch schief, wie immer, aber aus diesem Winkel war das auch zu erwarten. Außerdem ist die Knipse wirklich sehr leicht, da hat man so gut wie nichts in der Hand, das macht das Geradehalten noch schwerer, finde ich.


Nach dem üblichen Einkauf, den ich während Corona-Zeiten ja immer für die Risikogruppen-Mutter erledige, noch mal eben auf den Friedhof hoch. Noch immer stand die Sonne sehr tief und die Kreuze der Weltkriegs-Gefallenen mitsamt der Bank standen in der prallen Sonne. Die sind in diesem Bild tatsächlich mal etwas überbelichtet, hier hätte ich, wenn ich denn hätte eingreifen können, manuell eine oder zwei Blendenstufen schneller belichtet. Kontrastreich ist das Bild trotzdem und unglaublich scharf. Frage mich, wie stark die Kamera abblendet, wenn sie mit solchen Situationen konfrontiert wird.

Wenn man sich an dieser Stelle des Friedhofs dann einmal um 180° (ca.) dreht, steht man genau vor der evangelischen Kirche. Hier habe ich ebenfalls ein sehr stimmungsvolles Bild hin bekommen: Die Kirche als Silhouette, eingerahmt von den hängenden Birkenästen. Gefällt mir auch sehr gut. (Über die gut aussehenden Bilder habe ich leider immer relativ wenig zu sagen, weil ich mich meistens auf Fehler konzentriere, um es beim nächsten Mal einfach besser zu machen; das ganze s/w-Film-Fotografiere ist ja auch eine Art Lernerfahrung für mich, hat aber trotzdem den Anspruch einer gewissen Professionalität! ;-))

Das waren die hochkanten, jetzt kommen die "normalen" Fotos: Da haben wir dann noch mal einen Blick zwischen den Kreuzen hindurch. Leider sehr schief. Nichts, was ich der Postproduktion nicht hätte korrigieren können, aber anderseits könnte das so auch ein Still sein, der aus einem '50er B-Movie-Horrofilm stammt! ;-) Naja, nicht wirklich, dafür ist es dann wieder nicht schräg genug.

Das Foto vom Laub in der Regenrinne dagegen ist schon sehr künstlerisch. Der Kirchturm lugt zwischen Dach und Baum gerade noch so durch. Dieses Foto habe ich "blind" gemacht, indem ich die Kamera einfach so gerade wie möglich an die Dachrinne gehalten habe, ungefähr einen Kopf höher als ich bin, sodass ich nicht durch gucken konnte, und auch noch einen ausgestreckten Arm nach links. Dafür ist es erstaunlich gut geworden! Im Vordergrund wieder ein ganz kleines Bisschen Unschärfe. Hintergrundunschärfe kriege ich mit der Kamera bei diesen Lichtverhältnissen jedenfalls scheinbar nicht hin, da müsste ich mal was in der Dunkelheit testen.



Das darauf folgende Bild ist ebenfalls eher ein Testfoto: Die Baumkronen sahen "in Echt" sehr gut aus, kräftig kontrastreich gegen den blauen Himmel. Das kommt in s/w jetzt nicht so rüber. Trotzdem ein ganz nettes Foto, aber definitiv nicht das Beste auf der Rolle.

Auf dem Rückweg dann noch bei der Konkurrenz an der katholischen Kirche angehalten und dieses eine Foto gemacht. Auch hier ist die Belichtung trotz der starken Lichtunterschiede zwischen strahlend blauem Himmel und Schatten im Vordergrund recht ausgewogen. Leider wieder sehr schief und dieses Mal zählt die Ausrede mit dem Horrorstreifen wirklich nicht! :-)

Das war der heutige Streich, im nächsten geht es mit der Knipse nach Blankenberg. Mal sehen, ob es morgen weiter regnet! ;-)

Schwarz-weiß und analog, Teil 64: Nochmal rund um Lanzenbach

Film: Fomapan 100 #12, Kamera: Revue 4 (Undichter Verschlussvorhang), Objektiv: Industar 61, November 2020

Navigation: 62, 63, 64

Schlechtes Wetter. Böses schlechtes Wetter. Also heute noch ein letztes Mal der Film mit dem Lichtleck aus der Revue 4. Obwohl die Bilder alle etwas wich geworden sind, weil die vorderste Linse des Industar-61 so verkratzt ist, sind die Bilder insgesamt eigentlich ganz gut geworden. Gibt dem ganzen halt etwas Charakter. (Oder, wie ein Freund es ausdrückte, "Temperament"! ;-))

Nachdem ich das letzte Mal den Hausberg hoch gelaufen bin und aus der Umgebung von Söven Fotos vorgestellt habe, bin ich dieses Mal auf der anderen Seite des Hanfbachs Richtung Stadt gegangen und habe dort als erstes mal das Wandgemälde mit den Pferden fotografiert. (1/500s, f/4.) Es erschien mir logisch, mit einer Kamera, die in der ehemaligen Sowjetunion gebaut wurde, eine Aufnahme auf einen tschechischen schwarz-weiß-Film zu machen, die etwas zeigt, was durchaus ein Propaganda-Bild von damals sein könnte! ;-) Bis auf dass es mal wieder extrem schief ist und unten den fetten Lichtleck-Flatsch drin hat, ist es ganz gut geworden, oder?

Auch die Bank am Wegesrand weiter Richtung Norden ist richtig schön geworden. (1/125s, f/2,8.) Ohne Streulicht und in einer der schattigeren Ecken des Waldes habe ich gleich zwei Vorteile mitnehmen können: Kein Lichtleck-Fleck zu sehen und die hellen Bereiche im Bild bluten nicht in die dunkleren hinein aus. Also, zumindest nicht so stark. Hier kann man tatsächlich mal sehen, warum das Industar eigentlich gar keinen so schlechten Ruf hat: Es ist scharf, wenn man es mit dem Entfernungsmesser richtig eingestellt bekommt, sogar bei Offenblende, und trotzdem hat man ein recht angenehmes, sehr ruhig wirkendes Bokeh im Hintergrund. Tatsächlich ein sehr gut gelungenes Bild. Der Fukus könnte etwas weiter vorne am Anfang der Bank liegen, aber das bin ich halt selber Schuld.



Die Platterbsen-Blüten hingegen standen wieder in der vollen Sonne und waren sehr sehr nah. (1/125s, f/8.) Im unteren, eher schattigen Bereich sieht man gut die mögliche Schärfe, die dieses Objektiv bietet, aber je weiter man nach oben kommt, desto weicher und "verkratzter" wird das Bild leider. Trotz der weit abgeblendeten Blende ist der Hintergrund jedoch schön unscharf, wobei ich nicht drauf geachtet habe, dass einer der Masten direkt hinter der Pflanze stand, was nicht so schön aussieht. Das Lichtleck stört auf diesem Bild zudem sehr.

Beim Bild vom Pfaffenhütchenstrauch bin ich allerdings sehr erstaunt, dass das so richtig gut geworden ist. (1/500s, f/4.) Obwohl ich hier praktisch direkt in den Himmel gezielt habe, sind die Blüten relativ unverwaschen raus gekommen und auch das LIchtleck stört nicht ganz so sehr, da es eh in einem der helleren Bereich des Fotos liegt. Erstaunlich gut, also.

Die Fachwerkhäuser im Dorf sind ebenfalls ganz gut gelungen. (1/500, f/8.) Der leicht antike, glowy Look, den die Kratzer hier verursachen, passt zum Motiv. Leider etwas schief, ansonsten ein ganz brauchbares Foto. Schnelle Zeiten und starkes Abblenden bei viel Sonnenlicht scheinen zu helfen. Wer hätte das gedacht?! ;-)


Die Liebfrauenkirche in Geistingen ist auch ganz gut gelungen, auch wenn es nicht ganz einfach war, hier die passenden Belichtungswerte auszuknobeln. (1/500s, f/8.) Habe einfach Sunny Sixteen genommen, aber selbst das ist für die Kirchenmauer noch zu langsam gewesen, habe ich den Eindruck, was mich vermuten lässt, dass die Zeiten nicht so 100%ig korrekt ablaufen. Andererseits ist der Baum rechts praktisch komplett schwarz heraus gekommen, noch eine Blende weiter abgeblendet wäre von den noch leicht erahnbaren Blättern gar nichts mehr übrig geblieben. Erstaunlich, dass auf diesem Bild das Lichtleck praktisch gar nicht sichtbar ist - nur, wenn man weiß, wonach man sucht, sieht man eine ganz leichte Aufhellung unter dem Baum.

Durch die Scheibe in die Kapelle hinein zu fotografieren, war auch keine so glorreiche Idee. (1/60s, f/2,8.) Dies war mein Experiment mit der langsamsten Zeit, die ich mich gerade noch aus der Hand zu schießen traue, weil ich sonst wieder verwackel. Zu dem Bild gibt es ansonsten nicht viel zu sagen: Sieht mit dem Gestreife, das sich da im Glas spiegelt, eigentlich ganz witzig aus. Schärfe ist auch OK und da ich hier ins Dunkle fotografiert habe, hält sich auch das Problem mit der Kontrast in Grenzen.

Zu guter Letzt noch ein Test mit längsten Zeit: Der Nachbars-Kater auf dem Stuhl im Büro. (1s, f/2,8.) Habe die Kamera auf den anderen Stuhl abgestellt und dann ausgelöst, sodass das Bild tatsächlich kaum verwackelt ist; leider hat der Kater das "KLACK" des Auslösers gehört und sich bewegt. Das "KLOCK" des zweiten Vorhangs wollte er dann aber doch nicht mehr abwarten und hat deshalb auch noch weg geschaut! Witzig! ;-) (Nicht wirklich, vor allem mit dem vollen Mülleimer im Hintergrund und den Aktenordnern auf dem Boden.)


Damit ist dieser Test-Film, den man tatsächlich mal als solchen bezeichnen kann, auch schon zu Ende. Wirklich viele "interessante" Fotos dabei gewesen. Und nach der Reparatur des Lichtlecks sehen die Fotos auch viel besser aus. Wenn der zweite Film sich nur nicht in der Kamera verhakt hätte und ich ihn beim Rauspiddeln total verkratzt hätte. :-(

Egal, kommt erst viel später. Als nächstes ist ein Film dran, den ich mit meiner ganz alten Minolta-Knipse belichtet habe, um zu testen, ob die noch geht. Und auch bei der war ich extrem erstaunt, wie cool die Bilder geworden sind!

Bis zum Fairtrade und zurück

Heute noch mal so richtig schönes Wetter, bevor uns die kommende Woche wohl ganz schlimmes Wetter bevorsteht. Aber es muss ja auch mal Regen geben, es ist ja schon wieder viel zu trocken für die Jahreszeit. Zum Fotos machen ist das gute Wetter allerdings besser geeignet. Deswegen habe ich auf dem täglichen Spaziergang auch die Kamera dabei gehabt. Auch wenn die Motive bis zum neuen Cache am Fairtrade jetzt eher dünn gesät waren.


Wie man sieht, musste ich mich mit Blättern und Holz zufrieden geben, bevor die Enten den Hanfbach herunter geschwommen kamen. Die Erpel sind mal wieder wie bescheuert hinter den Weibchen her. Stalking und Belästigung, so sieht das aus!


Nach den Enten waren wir dann schon an der Fußgängerampel, an deren Mast ein neuer Aufkleber klebt, den ich dann auch direkt mal fotografiert habe. Blaue Tomaten sind ja eher ungewöhnlich. ;-) (Es handelt sich wohl um einen "Surf and Skate Shop". Gibt wohl sogar einen in Bonn. Gut, dass ich davon nichts weiß.)


Das andere ist der Schatten des Blitzableiters am Fairtrade-Pegelhäuschen. Fand ich witzig. Und ist tatsächlich eines der besseren Fotos heute. Wie gesagt, es gab halt nicht viel zu sehen.

Außer: Auf dem Heimweg gab es auf der anderen Seite des Baches noch eine rote Katze im hohen Gras zu sehen. Leider ist viel Gras davor und ich musste tatsächlich ein 100%-Ausschnitt aus dem Bild nehmen, damit man die Katze überhaupt erkennen kann.


Mit etwas Kontrast-Anpassung sieht es aber trotzdem ganz gut aus, finde ich. Mieze! Das zweite Bild habe ich übrigens bei f/11 gemacht, während das erst nur bei f/4 entstanden ist. Sieht beinahe schon etwas über-scharf aus, finde ich. Da scheint schon ein bisschen Lichtbrechung an der Blende einzusetzen. Ich benutze so hohe Blendenzahlen ja normalerweise nicht...