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Philips AQ6598/00 - Neuer Gummiriemen wirkt Wunder

Da ich noch ein paar Gummibänder übrig hatte, habe ich dann letztens auch mal meinen alten Philips-"Walkman" aus dem Keller geholt. Der hat zwar keine Batteriefachklappe mehr, die Kontakte waren extrem korrodiert, weil mir da vor Jahren mal Batterien drin ausgelaufen sind, und diverse wackelige Lötstellen hat er auch. Aber all solche Widrigkeiten haben mich ja noch nie abgehalten. Deswegen habe ich ihn dann einfach mal auseinander genommen.


Es handelt sich übrigens um ein Philips AQ6598, so steht es auf dem am Boden angepappten Typenschild. Wusste bisher gar nicht, dass es mindestens zwei Versionen von diesem Gerät gegeben hat. Zumindest habe ich im Internet mit dieser Bezeichnung verschiedene Teile gefunden. Meiner ist wahrscheinlich die ältere (älteste?) Version aus den 1980ern - die anderen auf den Bilder, die ich gefunden habe, sehen so rundlich und blau und nach Millenium aus! ;-)

Jedenfalls habe ich das längste Gummi genommen, das ich hatte, und jetzt geht der auch wieder. Also, jedenfalls nachdem ich die Kontakte im Batteriefach kräftig abgschrubbt habe und sämtliche Potis und Stecker kräftig mit Kontaktreiniger gespült habe. Er leiert allerdings noch etwas, was wahrscheinlich an dem fehlenden Schmiermittel in den Lagern liegt. Nimmt man da Silikonfett? Oder direkt WD40? Und für den Motor? Fragen über Fragen...


Ansonsten muss ich mal den Lötkolben anheizen und all die defekten Lötstellen aufschmelzen. Je nachdem, wie man den Kopfhörer einsteckt, hat man nur links oder rechts Ton oder auch mal keinen Empfang im Radio, da der ja auch als Antenne missbraucht wird. Aber das mache ich dann mal irgendwann nebenbei, Hauptsache ist, dass ich den Mechanismus mit einem neuen Gummi wieder ans Laufen bekommen habe und so bestätigen konnte, dass da noch ein bisschen Leben in dem alten Gerät ist.

Apropos Lötstellen: Als das Ding vor 30, 40 Jahren in Korea gebaut wurde, hatten die wohl keinen Bock, das überflüssige Flussmittel von der Platine zu spülen, weshalb da überall diese Reste auf den Lötstellen kleben. Ist jetzt nicht schlimm, aber mit den Jahren ist das sehr braun und glubberig geworden. Muss ich dann bei Gelegenheit mit Alkohol abreiben.


Jetzt habe ich jedenfalls zwei funktionierende Walkmans - einen echten, den Sony WM-EX53, der übrigens nach ein bisschen Benutzung wieder richtig gut läuft, außer dass die Kassetten alle nicht mehr ganz so toll sind, nachdem sie jahrelang, winters wie sommers im Auto rum gefahren wurden - und diesen Philips, der glaube ich mein allererstes Gerät war. Fehlt noch der, den ich zwischendurch hatte und der so richtig mies war. Keine Ahnung, wo der abgeblieben sein mag, ich habe ihn bisher nicht wieder gefunden. Ich glaube, der war so richtig kaputt und existiert wahrscheinlich gar nicht mehr. Aber mal sehen, es gibt im elterlichen Keller noch mehr Ecken, in denen ich noch nicht geschaut habe. ;-)

Cachen im Herbst

War heute unerwartet früh wieder zu Hause, also schnell noch die Caches eingesammelt, die uns die fehlenden Punkte für das diesmonatige Souvenir gebracht haben. Yay, das auch schon mal erledigt! ;-) (Wenn das Hobby zur Pflicht wird... :-D) Nebenbei den Film in der Chinon voll gemacht und dabei das Gelb-Filter getestet, das beim 50mm dabei war. Sowas hatte ich bisher ja noch nicht, deshalb bin ich da ganz besonders gespannt drauf. Hier jetzt aber erst mal diverse Fotos, die ich nebenher auch noch mit der Digitalen gemacht habe. Hui, viel erledigt heute!


Wie man (vielleicht) sieht, sind wir einfach nur mal eben den Berg hinterm Haus hoch gefahren und haben dort an dem Wegkreuz geparkt. Deshalb ist der da oben auch direkt noch mal dabei. Ansonsten habe ich mal wieder ein paar Schilder bei sehr weit offener Blende fotografiert. Die habe ich mal alle als allererstes oben eingestellt, weil die thematisch ja zusammen gehören.

Hier oben dann über die Felder, bis wir schließlich runter ins Nachbartal gegangen sind und dabei ein Döschen nach dem anderen signieren konnten. Schöner kleiner Trail hier oben, durchschnittlich alle 180 Meter ein Cache, das alles mit tollem Herbstwetter und genialem Ausblick aufs Siebengebirge. Also durchaus zu empfehlen. Wir hatten ja schon einige Dosen dieser Runde im Sommer erledigt, aber diese hier gefielen mir schon noch einen Tacken besser. Dabei das tolle Licht des Herbstes und die bunten Blätter an den Bäumen:


Und dann gab es da noch diese hübsche Bank unter den Bäumen, auf der wir uns ausruhen konnten. Da lagen dann noch zwei Maiskolben rum, die ich auch direkt mal wieder fotografiert habe. Weil ich immer alles fotografiere! ;-) Aber Blätter und deren Schatten sind auch ein Thema gewesen.


Auf dem Rückweg dann noch mal am Maisfeld vorbei gekommen und die einzeln stehende Maispflanze, die bei der Ernte übrig geblieben ist, abgelichtet. Bin da auch mal auf das dazugehörige s/w-Bild gespannt.

So, jetzt bin ich einigermaßen platt und werde erst mal duschen. Muss sein! ;-)

Leichtes Fußtraining im Flachland des Grünen C

Zwei Tage, nachdem ich mich auf die Schnüss gelegt habe, ist es an der Zeit zu testen, ob der Fuß mich wieder weiter als die Treppe rauf in die Küche trägt. Aber nicht übertreiben. Also lieber Flachland. Deswegen ins Grüne C gefahren, rüber nach St. Augustin, da ist es flach. Aber vorher einen Abstecher zum Hangelarer Flugplatz gemacht und das geparkte Flugzeug fotografiert. War hier schon wieder ewig nicht mehr und die tiefstehende Herbstsonne hat es kräftig angeleuchtet.


Bei der Gelegenheit festgestellt, dass ein ISO-400-Film bei diesem Wetter furchtbar übertrieben ist, wenn man eine Festbrennweite testen möchte, die bei f/1,9 anfängt, weil man eh auf f/8 abblenden muss. Minimum. Irgendwann zwischendurch musste ich tatsächlich auf f/16 runter gehen, als ich eine relativ helle Wand fotografiert habe! (Leute, die öfter hier mitlesen, wissen jetzt, dass so in ein, zwei Monaten sehr ähnliche Bilder noch mal in s/w hier durch kommen werden. ;-)) Also, mit dem Test auf evtl. weiches Bokeh war heute jedenfalls nix. Im tiefsten Schatten konnte ich zumindest mal auf f/2,8 runter gehen, weil die Kamera ja zum Glück 1/2000s kann.

Nach dem Flughafen dann also ins Grüne C. Das habe ich fußbedingt aber mit dem Kraftfahrzeug gemacht. Man will ja nichts riskieren. Auch wenn ich erstmal keine größeren Nebenwirkungen vom Rumlaufen verspürt habe. Hier jedenfalls habe ich erst mal den Käfer im Gegenlicht fotografiert und dabei das sowieso schon so verdengelte 35mm Nikkor aus der Tasche purzeln lassen, dass das Filter schon wieder abgesprungen ist. Hrmpf! Ich Döskopp! Nachdem ich es wieder "draufgeschraubt" (aka. im Filtergewinde festgeklemmt) hatte, habe ich es ein wenig getestet und es ist weiterhin genau so OKish wie vorher. Puh, Glück gehabt. ;-)


Startende Flugzeuge habe ich allerdings mit dem Tele gemacht. Weil, macht anders ja keinen wirklichen Sinn. Und auch die geparkten Flieger vor der Halle sind natürlich mit dem 200mm Nikkor entstanden. Allerdings musste ich hier wieder so hart am Licht fotografieren, dass die Bilder etwas matt geworden sind und ich viel nachbearbeiten musste. Dann ging es aber einigermaßen.


Brombeeren und Eichenlaub hingegen habe ich mit dem 35er gemacht. Sieht soweit OK aus, außer dass ich mal wieder den Fokus nicht genau getroffen habe und es beim Begutachten nicht wirklich gemerkt habe, weil ich keine Lesebrille dabei hatte. Blöde Blindheit. Und die Kontaktlinsen müssten auch mal wieder getauscht werden, die werden alt.


Auf dem Rückweg zum Auto dann noch am Styler Jesus vorbei gekommen. Der hat heute wieder so einen Gesichtsausdruck, als wäre ihm das alles irgendwie zu viel und er bräuchte dringend mal Urlaub, aber der Chef verlangt, dass das aktuelle Projekt vorher noch beendet werden muss, sonst gibt es kein Weihnachtsgeld am Ende des Jahres! ;-) (Ui, jetzt krieg ich wieder was zu hören, dass ich nicht so viel lästern soll!)


Auf dem Heimweg (mit dem Auto) noch in Menden an diversen Ecken angehalten und den ein oder anderen Cache eingesammelt. War mir gerade so danach, außerdem brauchen wir noch Punkte, da läuft wieder so eine Souvenier-Aktion. Schlimm. Schlimm, schlimm! ;-)

Und jetzt sitze ich mit Notebook auf dem Sofa und habe den Fuß hoch gelegt. Er hat es ganz gut verkraftet, ich hatte mit schlimmerem gerechnet, weil das insgesamt doch weiter war, als ich geplant hatte. Mal sehen, wie es morgen ist. Montags ist ja grundsätzlich schlimmer! :-D

Auto Chinon 1:1.9 50mm

Was bringt einem die schönste Kamera aus den 1980ern, wenn man keine passende Normalbrennweite dafür besitzt? OK, eigentlich war das Ding so billig, dass ich es einfach nicht vorbei ziehen lassen konnte. Voll funktionstüchtig, mit Rückdeckel, einem montierten Skylight-Filter und noch als Bonus einem (unbenannten) Gelb 1,5x Filter sowie noch einem zweiten Skylightfilter von Ceneiplan, das alles für 24 Euro, da kann ich nicht meckern. Der einzige kleine Mangel: Das Objektiv selber hat einen kleinen Riss im Filtergewinde. Ist wohl mal hin gefallen. Und der Fokus-Ring läuft etwas schwergängig, müsste mal neu gefettet werden.


Warum bei der riesigen Auswahl von Pentax K-Mount Objektiven gerade dieses Auto Chinon 1:1.9 50mm? Weil es a) halt extrem billig ist, b) im Internet relativ gute Bewertungen bekommen hat und schließlich c) auch einigermaßen Lichtstark daher kommt. Ihr wisst ja, ich liebe die weit offenen Blenden und den matschigen Hintergrund. ;-) Leider waren die Versionen mit 1:1.7 oder gar 1:1.4 ein ganz kleines bisschen jenseits meiner Preisvorstellungen, nämlich gleich gut drei Mal so teuer, mindestens.

Davon abgesehen passt es hervorragend zur Chinon CP-7m, denn es wäre ja sozusagen die Standard-Brennweite. Es wird sogar in der Betriebsanleitung erwähnt, neben den anderen Objektiven, die als Chinon gebranded sind. Dass es jetzt vielleicht nicht ganz so lichtstark ist, wie es bei der Auswahl möglich gewesen wäre, stört mich nur minimal.Es kommt drauf an, ob es schöne Bilder macht. Außerdem habe ich jetzt endlich mal ein Gelbfilter, mit dem ich testen kann, ob das wirklich so viel bringt, wie immer behauptet wird.


Das mit dem Testen, das wird allerdings noch ein bisschen Zeit brauchen, denn nachdem ich mich ja gestern in Siegburg mal wieder so auf die Fresse gelegt habe, dass die drei jungen Damen, die auf den Bus warteten (?) mir schon aufhelfen wollten, habe ich die Nacht mit einem an den linken Fuß ge-tape-ten Kühlakku verbracht. Deswegen auch diese eher mittelmäßigen Handy-Fotos im Dunklen auf dem Sofa. Aber immerhin kann ich ihn heute morgen schon wieder bewegen. Mal sehen, wie lange ich brauche, bis ich wieder richtig laufen kann. Gestern Abend musste ich jedenfalls einbeinig zur Toilette hüpfen. :-( Dabei soll heute perfektes Fotowetter werden. Hm, mal sehen.

Aber zurück zum Thema und ein paar Daten raus hauen: Das Objektiv hat wohl keine Mehrfachvergütung, was aber eigentlich auch nicht viel aus macht. Zumindest hat es nicht diesen typischen grün/lila-Stich, wenn man in die Linsen leuchtet. Man kann ohne leben, zumindest bei dem Preis, solange man nicht zu hart an der Sonne fotografiert. Die weiteste Öffnung ist - wie gesagt - bei f/1,9. Ziemlich krumme Zahl, das ist wahrscheinlich eher dem Marketing-Department geschuldet: Ob f/1,9 oder f/2, das macht jetzt keinen wirklichen Unterschied. Der Blendenring ist bei halben Blenden geklickt, außer zwischen f/1,9 und f/2,8. Was ich seltsam finde. Aber ist halt so. Kleinste Öffnung ist bei f/16, was ausreichen sollte, besonders in der Kombination mit der schnellsten Belichtung von 1/2000s in der Kamera. Tja, und weitere Eigenschaften kann ich noch nicht sagen, denn ich habe noch keine Bilder damit gemacht, geschweige denn entwickelt. Da das Auflagemaß bei Pentax-K aber sehr nah an dem von Nikon-F liegt, muss ich mal ausprobieren, ob ich es einfach davor halten kann. Zumindest testweise. Mal sehen...

Ansonsten ist das Objektiv relativ kurz und kompakt. Nicht so sehr wie mein Series E Nikon, aber es geht in die Richtung. Nun sind Festbrennweiten in dem Bereich ja meist relativ klein und übersichtlich. Mit einem Filtergewinde von 49mm ist es perfekt, denn für die Größe habe ich noch einige andere Objektive, sodass ich auch mal das Gelbfilter anderweitig testen kann.

Chinon CP-7m Multi-Program

Steter Tropfen höhlt den Stein, wie man so schön sagt: Nachdem ich bei den letzten drei Besuchen des Rheinauen-Flohmarktes bereits an dieser Kamera vorbei gegangen bin, habe ich dann beim letzten Mal endlich nach dem Preis gefragt. Und der war mit 30 € relativ fair, denn die Kamera ist sauber, gepflegt und hatte sogar einen relativ frischen Satz Batterien im Blitz. Ja, es gab sogar einen Blitz dazu, mit den dazugehörigen Blitzfltern, einen Adapter für M42-Objektive (leider ohne den passenden Schlüssel, deswegen habe ich mich noch nicht getraut, den aufzusetzen, weil ich nicht weiß, ob ich ihn ohne wieder ab bekomme, das muss ich erst nachforschen) und sogar die Anleitung ist noch dabei.

Wer oder was ist Chinon? Die Firma gibt es schon seit über 70 Jahren. Für Kameras sind die heute nicht mehr unbedingt allzu bekannt, nachdem die Ende der 1990er von Kodak gekauft wurden und mittlerweile wohl eher im Bereich digitale Displays arbeiten. Aber damals, in der Mitte der 1980er, als die CP-7m erschien, waren die noch ganz gut dabei. All das änderte sich, als die ersten Consumer-Autofokus-SLRs auf den Markt kamen, das haben ja nur die großen Marken überlebt. Und wie lange die die digitale Revolution noch überleben, ist eine ganz andere Frage.

Aber hier erst mal ein paar "Beauty Shots". Die Kamera hat einen unverkennbaren 1980er-Stil, klobig, eckig, Plastik. Aber so gehört das! Voll retro!


Außerdem sind es ja die inneren Werte, auf die es ankommt: Angeblich ist dies die einzige Kamera, die mit allen der damals sehr beliebten Pentax K-Mount Objektiven eine Programm-Automatik hin bekommt. Einfach die Blende auf f/22 (bzw den größtmöglichen Wert) drehen und schon kann man sich vollständig auf die Fokussierung konzentrieren. Revolutionär! ;-)

Und nicht nur das, sie kann vor allem auch gleich drei verschiedene Programme - Normal, Action und Creative -, die auch gleich auf der Plakette auf der Rückseite näher erklärt werden: Während das Normalprogramm ab etwa 1/60s beginnt, größere Blendenwerte einzusteuern, macht dies das Action-Programm erst viel später und bevorzugt schnelle Belichtungszeiten. Der Creative-Modus hingegen geht genau umgekehrt vor und bevorzugt weiter geschlossene Blenden, um mehr Schärfentiefe in die Bilder zu kriegen. Leider zeigt das Sucherdisplay nicht an, welche Blende denn jetzt tatsächlich verwendet wird, sondern nur die Zeiten. Der Aufwand wäre für 1986 wohl zu groß gewesen, denn ich weiß nicht, ob die PK-Objektive tatsächlich absolute Blendenwerte an die Kamera kommuniziert oder nur relative. Ich habe nur dieses eine, das mit der Kamera kam und habe mich noch nicht weiter mit der Materie beschäftigt.

Des Weiteren gibt es noch einen Automatik-Modus, der zur gewählten Blende die passende Zeit einspielt, einen voll-manuellen Modus und einen Bulb-Modus. Alle diese Modi erreicht man über die eine viereckige Taste an der Oberseite, auf deren Ecken man drücken kann. Interessantes Design-Konzept, aber so war das damals: Man probierte noch Dinge aus, es hat nicht einfach jeder das gleiche gebaut, es gab noch keine allgemeingültige Design Language für elektronisch gesteuerte SLR Kameras und jeder Hersteller versuchte, innovativ zu sein und sich von den anderen abzusetzen. Was ein bisschen blöd ist, sind die beiden Tasten, mit denen man die Belichtungszeit im manuellen Modus verstellt. Diesen aufwärts-abwärts-Quatsch habe ich ja an der F50 schon für albern gehalten, und das war ein Jahrzehnt später.

Was Objektive angeht: PK gibt es wie Sand am Meer, von teuer bis unglaublich günstig. Muss ich mal sehen, ob ich da noch die ein oder andere Festbrennweite dazu kaufe, wenn ich sie günstig auf dem Flohmarkt finde. Bis dahin muss ich mich mit dem üblichen billigen Japan-Exakta-Standard-Zoom begnügen, das dabei war. Das sieht man ja auch unglaublich oft, für alle möglichen Anschlüsse! Das muss in den 1980er das absolute Standard-Ding gewesen sein, an jedem dritten Flohmarkt-Stand sieht man das. Im Gegensatz zu dem, das damals auf der Olympus war, funktioniert dieses hier aber völlig problemlos.


Wie man sieht, die Kamera ist in einem wirklich sehr guten Zustand und hat kaum Gebrauchsspuren oder Abnutzungen. Von innen könnte sie beinahe sogar fabrikneu sein. Alle Funktionen laufen einwandfrei, die Zeiten klingen gut. 8s bis 1/2000s, übrigens, falls es interessiert, also schnell genug, dass ich die auch mal mit einem 400er Film laden kann, solange ich nur das Zoom habe, und dann trotzdem mal in die Sonne fotografieren kann. ;-) Die Kamera kann auch DX-Kodierungen lesen, aber über den ISO-Button auf der Oberseite kann man bei unkodierten Filmen auch den richtigen Wert manuell einstellen. Wenn ich die Anleitung richtig verstehe, dann kann man diese Taste bei kodierten Filmen benutzen, um mehrere EV-Werte Korrektur einzustellen. Was ja im Prinzip das Gleiche ist. Der einstellbare ISO-Bereich reicht wohl von 25 bis 5000.

Der Blitz - ein Eurolux TCB-320 - ist ziemlich rudimentär, mit nur einem Mittenkontakt. Also keine TTL-Messung, wie ich das verstehe, und er feuert auf der Kamera auch nur im manuellen Modus. OK, das reicht theoretisch ja auch aus; alles, was man wissen muss, ist hinten auf der kleinen Plakette aufgedruckt. Vorne kann man noch den Automatik-Sensor von blau auf rot umstellen, um verschiedene EV-Werte zu erreichen. Ansonsten konnte ich leider keine weiteren Informationen oder gar eine Anleitung finden. Das ist das Problem bei Geräten, die vor dem Internet gebaut wurden. Immerhin kann man ihn um 90° drehen, sodass man - statt den Leuten direkt ins Gesicht zu blitzen - auch eine helle Decke als Reflektor nutzen kann.

Wie auch immer: Ich bin jedenfalls sehr auf die Bilder gespannt, die ich nebenbei mit der Kamera machen, wann immer sich die Möglichkeit bietet! Wenn ich nicht so viel zu tun hätte und vor allem das Wetter besser wäre, wäre ich ja schon längst wieder draußen unterwegs damit. ;-) Der erste Eindruck ist jedenfalls, dass die Bedienungsfreundlichkeit eigentlich ganz OK ist. Größtes Manko - neben dem etwas umständlichen Objektiv, bei dem sich Fokusring und Zoom ständig ins Gehege kommen - ist der An-Schalter, der genau umgekehrt funktioniert wie an meinen Nikons, sodass ich immer das Bedürfnis habe zu schauen, ob ich sie jetzt wirklich auf L (wie Lock) gedreht habe oder sie wieder auf C (wie Continuous steht, 2½ Bilder pro Sekunde übrigens); S wie Single Shot ist in der Mitte, falls das jemand nicht aus meinen bisherigen Ausführung entnehmen konnte. ;-)

Ansonsten ist die Kamera eigentlich ganz gut zu bedienen. Kann mich nicht groß beschweren, obwohl sie auf den ersten Blick ja nicht allzu ergonomisch aussieht.